Schwere Schrankenstörung, Gesamteiweiß zu hoch

17.10.14 21:17 #1
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Schwere Schrankenstörung, Gesamteiweiß zu hoch

Oregano ist offline
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guido71 ist offline
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Die 46 müsste es sein ja ;-)

grüße zurück !
guido

Schwere Schrankenstörung, Gesamteiweiß zu hoch

MiglenaN ist offline
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Zu den Metall-Allergien und ihrer Rolle bei Autoimmunkrankheiten:

Patienten mit positivem Lymphozyten-Transformationstest (LTT) gegen Metalle zeigen häufig eine erhöhte Konzentration von Zirkulierenden Immunkomplexen (ZIK), antinukleare Antikörper und antineuronale Strukturen-Antikörper, die immer wieder bei Autoimmunerkrankungen nachweisbar sind (siehe Grafik nach W.P. Bieger, 1997)
und

Metall-induzierte Autoimmunität:
Die Antigen-präsentierenden Zellen (APC) zeigen normalerweise Eigenpeptide, die mit MHC II-Molekülen einen Komplex bilden und eine T-Zellen-Toleranz erzeugen. Wenn nun Metalle an Eigenproteine gebunden sind, werden diese in den APC's verarbeitet und induzieren veränderte, ungewöhnliche Peptide. Diese sog. "kryptischen Peptide" oder "Neoantigene" erzeugen nun in Verbindung mit den MHC-II neue Membranstrukturen, die zu einer Sensibilisierung der metallspezifischen T-Lymphozyten führen (siehe Bild nach W.P. Bieger, 1997)



Wenn Metalle direkt an MHC II Moleküle gebunden werden, ändern diese ihre ursprüngliche Konfiguration und verursachen die Aktivierung von autoreaktiven T-Zellen gegen die durch die Metalle geänderten Strukturen.

In Tierversuchen mit Mäusen verursachen Metalle wie Gold, Nickel, Quecksilber, Chrom und Silber eine immune Glomerulonephritis durch starke B-Zellen-Aktivierung und Synthese der spezifischen Antikörper gegen basale Membranproteine (Laminin).

Auch bei verschiedenen Krankheiten wie Sklerodermie, systemischer Lupus erythematodes, Sjögren-Syndrom, Multipler Sklerose, etc. wurde über den Zusammenhang mit metallverursachten Autoimmunprozessen berichtet (siehe Tabelle).

Metallinduzierte Autoimmunität
Metalle Manifestation Autoantikörper Referenzen
Chrom SLE-like syndrome Pemphigus ANA epithelial intercellular substance (STAK) Kilburn, 1991 Tsankov, 1990
Gold Glomerulponephritis Thrombocytopenia Haem. anaemia SLE Pemphigus Scleroderma GBM, Laminine Thrombocytes ANA STAK Fibrillarin Hall, 1988 Murphy, 1991 Kotsy, 1989 Bigazzi, 1994
Quecksilber Glomerulonephritis Scleroderma SLE-like disease Multiple sclerosis CNS-involvement Laminine, GBM, DNA, Histone, HSP, ANA (Fibrillarin) Pelletier, 1992 Bigazzi, 1992 Kubicka, 1993 Yoshida, 1993
Cadmium Glomerulonephritis Autoimmune disease of kidneys Laminine, GBM, ANA, HSP Bigazzi, 1988 Bernard, 1987
Lithium Glomerulonephritis, Autoimmune SD- disease SLE Diabetes mellitus GBM, Thyreoglobuline microsomale Antibodies ANA, DNS Hassman, 1988 Santella, 1988 Safran, 1987
Zink Multiple sclerosis HSP Stein, 1987 Schiffer 1990
Silber IC-GN ANA, Fibrillarin Hultmann, 1994 Eneström, 1995
Aus Autoimmunerkrankungen
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MiglenaN ist offline
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Ich würde auf jeden Fall einen LTT-Test Metalle machen lassen, um solche Faktoren auszuschließen beziehungsweise zukünftig Verschlimmerungen und weiteren Komplikationen vorzubeugen. Man hat auf jeden Fall mehr Gewissheit und kann gezielter und erfolgreicher vorgehen, und sich gegebenenfalls viel Ärger ersparen.
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MiglenaN ist offline
Beiträge: 1.207
Seit: 15.05.13
Zusatz Infos zu den Ursachen chronischer Autoimmunkrankheiten:

Hallo

"In der Nebennierenrinde können Schadstoffe die Steroidsynthese verändern und damit Hyperandrogenämien sowie partielle Nebennierenrinden-Insuffizienzen hervorrufen, in der Schilddrüse Über- oder Unterfunktionen verursachen, im Ovar die Östradiol- und Progesteronproduktion beeinflussen oder sogar chromosomale Störungen hervorrufen. Negative Einflüsse auf die Spermaqualität äußern sich beispielsweise in verminderter Beweglichkeit der Spermien oder vermehrt fehlgeformten Spermatozoen bis hin zu Veränderungen der Chromosomen. Schließlich kann nach eingetretener Empfängnis die Einnistung in die Gebärmutter gestört sein oder es kann zu Mißbildungen, Fehlgeburten, Wachstumsretardierungen oder Frühgeburten kommen. (Literatur bei Gerhard et al. 1992a)." "

Das ist richtig,..kann ich nur unterstrechen!Gerhard und Runnenbaum haben hier excelente Arbeit geleistet!Ja...diverse Toxine wie Schwermetalle,Rauchen etc,machen über ROS Apoptose und DNA-Schäden auch im Ovar,was dann zu gravierenden Verschiebungen der Steroidsynthese führen kann.Auch das Steroidhormon-System übt Einfluss auf die Immunfuktion aus.Wenn die Östrogenbildung gestört ist,fehlt besonders Frauen der Wichtigste Indikator der Gesundheits und Langlebigkeitswirksamen Genwirkkette.

Gruss Tino
Aus Haarausfall Durch AmalgamfÜllungen Oder Hashimoto Syndrom?? - Seite 7
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MiglenaN ist offline
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Seit: 15.05.13
Ebenda noch einiges zur Forschung:

> Hallo
Ganz klar sind genetische Prädispositionen ein Hauptfaktor in diesem Geschehen,und auch Jod und Hormonumstellungen z.b in der Schwangerschaft können auslösen,und oder prädispositionieren.Aber auch Stress kann(über Substance-P) prädispositionieren oder die Progression verschlimmern,denn die Stress-assoziirten nachgeschalteten interzellularen Vorgänge unterscheiden sich nicht signifikant von denen einer hormonellen Schwankung.Im Rahmen einer hormonellen Schwankung/Umstellung kommt es an bestimmten Zielorganen hormonell nachgeschaltet zu einer kausalen Veränderung der Expression der Zytokine und auch der der antiinflammatorischen/immunspezifischen Hormone,Peptide und Substanzen.Testosteron und Östrogen z.b interaktieren mit IGF-1 und alpha-MSH,..beide Hormone wirken immunspezifisch,..sie antagonisieren die Wirkung und Expression der Zytokine(Vermittler der Immuntätigkeit).Das selbe bei Stress,...auch hier werden Zytokine an verschiedenen Zielorganen vermehrt über Substance-P sekretiert.Viele Autoimmunerkrankungen können durch Stress nachweislich(insofern es sich beweisen lässt) ausgelöst,oder verschlimmert werden.
Natürlich ist Amalgam nicht der Grund,aber es kann die immunologische Lage verschlimmern,und wie Fr Dr Brakebusch bereits sagte,Teil einer auslösenden Kette sein.
Ich hingegen halte eine Amalgamentfernung im Rahmen einer Hashimoto Thyroidititis Erkrankung immer für Sinvoll,da sich dadurch nachweislich eine Verbesserung des Allgemeinbefindens bei Hashimoto und bei anderen AI Erkrankungen zeigte.Man bedenke das es hier sogar bei der schweren AI Erkrankung MS zu den besten Ergebnissen kam(s.u).Was hat man zu verlieren wenn man sich die Toxine entfernen lässt,..man kann doch nur ein Stück Gesundheit gewinnen,und nicht verlieren?Ich finde das dies gerade für Patienten die weiterhinn ,..trotz "guter" Einstellung an Beschwerden leiden sinvoll ist,da ja hier die Theraphiemassnahmen bz des Immunzustandes zweifelhaft extrem limitiert sind!
Patienten mit diversen Autoimmunerkrankungen und Allergien wie z.b ein systemischer Lupus,multiple Sklerose SD-Autoimmunerkrankungen,oder Neurodermatitis zeigen oft eine starke Stimmulation der Lymphozyten durch niedrige Dosen von anorganischem Quecksilber in vitro.Die Patienten schildern oft eine klinische hypersensivität,besonders auf Nickel.In dieser Studie wurde ein möglicher gesundheitsfördernder Einfluss einer Amalgam Entfernung bei Patienten mit Quecksilberallergie und Autoimmunerkrankung untersucht.Der Tauglichkeitsgrad eines Lymphozyten Stimmulationstests genannt MELISA zur Erfassung des Anfälligkeitsgrades und Kontrolle der Allergisierung wurde hier ebenso überprüft.Die Amalganfüllungen wurden mit diversen Methoden entfernt.Das Gesundheitliche Befinden und die Reaktivität der Lymphozyten wurden ein halbes Jahr oder später nach der Amalgam Entfernung,untersucht und ausgewertet.Resultatie Reaktivität der Lymphozyten gemessen via MELISA-Test zeigte an das sich die Reaktivität in vitro bei erneuter Quecksilber Stimmulation mit anorganischem Quecksilber,Silber,organischem Quecksilber und Blei deutlich senkte.25 von 35 Patienten zeigten eine deutliche Verbesserung des gesundheitlichen Zustandes.Bei 5 Patienten änderte sich nichts,und 4 Patienten zeigten eine Verschlechterung .Die höhste Rate an Verbesserungen wurde bei Patienten mit Multipler Sklerose beobachtet,die niedrigste bei Dermatosen(Ekzemen).Die initiale Quecksilber-spezifische Reaktivität war im Vergleich zu non Respondern signifikant höher bei Patienten welche auf die "Theraphie" ansprachen.Alle positiv ansprechenden Patienten zeigten eine geringrere Proliferation bz anorganischem Quecksilber bei einem späteren MELISA-Test.Das Ansprechen auf Nickel und Phenylquecksilber unterschied sich nicht in den einzelnen Gruppen.Schlusswort:Quecksilberhaltiges Amalgam stellt laut Autoren ein "erhebliches" Risiko bei Autoimmunerkrankungen dar.Der MELISA-Test wird hier als nutzvolle Ermittlungsmethode empfohlen.
http://www.hashimotothyreoiditis.de/...HREAD=&PAGE=27
gruss Tino
Haarausfall Durch AmalgamfÜllungen Oder Hashimoto Syndrom?? - Seite 7
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guido71 ist offline
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Seit: 17.10.14
Hallo Miglena,
ist es dieser Test hier ???

Lymphozytentransformationstest (LTT)*- Universitätsklinikum Düsseldorf

LTT in der Kinderklinik ??? >>>>auch nett ;-)

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Oregano ist offline
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MiglenaN ist offline
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Seit: 15.05.13
Ja, es ist der Lymphozytentransformationstest (abgekürzt: LTT). Die so genannten T-Lymphozyten gehören zu den Immunzellen und haben verschiedene Funktionen. Eine Gruppe von ihnen, die s. g. T-Gedächtniszellen speichern in ihrem Gedächtnis Informationen über bestimmte Schadstoffe (Schwermetalle u. v. m.). Bei erneutem Kontakt mit dem Antigen (Allergen) kann es dann zu einer Reaktion kommen, die Symptome verursacht, aber auch unter Umständen eben Zerstörung von körper-eigenem Gewebe. Das kann der Fall bei einer Schwermetall-Belastung sein.

Es gibt verschiedene Stoffe, die im LTT-Test getestet werden. In Deinem Fall wäre der LTT-Test auf Metalle angebracht. Ich habe ihn vor Jahren machen lassen und es kamen bestimmte Metallallergien heraus. Es werden mehrere Metalle im Set getestet. Das hat mir womöglich bestimmte Autoimmunerkrankungen erspart.
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MiglenaN ist offline
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Seit: 15.05.13
Beim IMD in Berlin habe ich auch meinen LTT damals machen lassen.
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