Alte Problematik wieder deutlich verstärkt - bitte um Hilfe

21.08.14 11:04 #1
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fjedn ist offline
Beiträge: 114
Seit: 16.09.09
Hallo Freunde und Leidensgenossen,

vor circa 5 Jahren meldete ich mich hier im Forum an, um hier nach Rat zu suchen. Mich plagten schreckliche Beschwerden. Da ich den alten Thread nicht noch einmal hochholen will, möchte ich noch einmal einen kurzen Überblick meiner anfänglichen Beschwerden geben und dann auf die neuerliche Entwicklung hinweisen.

Vor 5 Jahren hatte ich einen kleinen Sportunfall, kugelte mir die Schulter aus. 1 Woche nach diesem Ereignis bekam ich Halsschmerzen, fühlte mich schlapp. Dann kamen starke Schmerzen in Herzgegend hinzu, eine Benommenheit stellte sich ein und in den nächsten Wochen kamen viele andere Symptome hinzu, wie starke Kopfschmerzen, Unwirklichkeitsempfinden, Schwindel, Zitterigkeit, Kiefergelenksschmerzen, Vergesslichkeit, Konzentrationsstörungen, depressive Verstimmung, Schlafprobleme, Kribbelempfindungen, extrem schwache Muskulatur, Nervosität, komplette Alkohol/Nikotin/Koffeinintoleranz, schmerzende Beine, eine immer verstopfte Nase, permanentes Halsweh, starke Schwäche.
Ich machte die Standarduntersuchungen natürlich alle mit, war im Krankenhaus (Kardiologie, Orthopädie, neurologische Untersuchungen, Kopf MRT, HWS MRT usw). Nichts kam bei alledem heraus.
In den letzten Jahren war es ein ständiges auf und ab der Symptome, aber wirklich gesund habe ich mich nie gefühlt - aber vor 3 Monaten kam es zu einer massiven Verschlechterung und alle Probleme kamen mit enormer Intensität wieder zurück und haben mich jetzt absolut aus der Bahn geworfen - ich fühle mich wie ein Zombie, kann keinen klaren Gedanken mehr fassen, habe regelrecht das Gefühl, dass mein Hirn "degeneriert", als wenn man bei halbwegs klarem Verstand dement werden würde. Es ist absolut unerträglich. Weitere Auffälligkeit: Ich habe alle 2 Monate circa nachts für 45-60 Minuten eine Problematik, die sich wie eine Bindehautentzündung äußert. Am nächsten morgen tuts noch ein wenig weh, aber ist deutlich besser.

Ich habe beim IMD Berlin eine ausführliche Borreliose Diagnostik machen lassen, alles war ausnahmslos negativ (Blot, CD57 usw...).
Ich habe zwar Probleme mit der Halswirbelsäule, aber ich kann keinen Zusammenhang was meinen Beschwerdeverlauf betrifft, sehen. Also bestimmte Positionierung der HWS oÄ hat keinerlei Besserung/Verschlechterung.
Ich habe keinerlei Amalgamfüllungen oder Ähnliches.

Ich möchte einfach nur normal leben, aber diese Beschwerden machen mir das derzeit unmöglich - ich weiß nicht mehr weiter. Ich weiß nicht einmal, was mein Leiden verursacht. Ich wäre über Hinweise, Tipps, Ratschläge, Anregungen und alles andere sehr dankbar.


Edit:
Ich bin nicht davon überzeugt, dass nicht auch eine psychische Erkrankung als Ursache in Betracht kommt. Aufgrund des Unwirklichkeitserlebens und der kognitiven Defizite habe ich eine enorme Angst gegenüber psychischen Erkrankungen entwickelt, was vielleicht einen eigenen pathologischen Wert haben könnte. Keine Ahnung. Bin eben ratlos.
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Das hat ja alles seine Ursache.

Geändert von fjedn (21.08.14 um 12:54 Uhr)

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Rheingold ist offline
Beiträge: 252
Seit: 17.04.09

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fjedn ist offline
Themenstarter Beiträge: 114
Seit: 16.09.09
Hey, danke für den Hinweis! Ich nehme jeden Tag ein Multipräparat und eine Zink Tablette extra, mein Vitaminstatus wurde mal bei meiner Hautärztin aufgrund einer damaligen Haarproblematik untersucht und für gut befunden. Es gab zumindest dieser Labordiagnostik nach keinen Mangel.
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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo fjedn,

so, wie Du das beschreibst, fing alles Elend mit der ausgekugelten Schulter an? Dann würde ich annehmen, daß dadurch eine Kaskade an unguten Reaktionen angefangen hat, letztlich ausgelöst durch die HWS, die ja mit der Schulter zusammen hängt.

Vielleicht könnte Dir die sensomotorische Therapie nach Helga Pohl weiter helfen? Wie wäre es mit einem kleinen (leider auch teuren) Urlaub in Oberbayern?:

Benommenheitsschwindel

Dieses Buch könnte auch wichtig für Dich sein, ebenso wie die anderen Bücher von Kuklinski und seine vielen Artikel hier im Forum und im Netz:
Bücher von Amazon
ISBN: 3899017641


Grüsse,
Oregano
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fjedn ist offline
Themenstarter Beiträge: 114
Seit: 16.09.09
Hi,

Danke für den Tipp, Oregano! Ja, ich habe verschiedene Szenarien durchgespielt, was auf mich zutreffen könnte.
Borreliose schließe ich aufgrund der Serologie einfach aus, es würde keinen Sinn machen, da weiter zu forschen, eine nach vielen Jahren komplett seronegative Infektion tendiert gen Null.
Die HWS Problematik finde ich dagegen "interessant", da ich eben diese ausgeprägten Kieferprobleme habe und es da ja oft einen Zusammenhang gibt. Aber einen Therapeuten lasse ich ungerne einfach so dran - da meine Symptomatik ja ziemlich stark ist, vermute ich eben auch eine gewisse Schädigung (in welchem Sinne auch immer). Einen kleinen Urlaub in Oberbayern empfiehlst du mir...da hätte ich kehr drauf über wie viel Geld reden wir denn? Hast du Erfahrungen/Kenntnisse?
Über CFS denke ich auch nach, da ich ja Halsschmerzen chronisch habe, was relativ charakteristisch zu sein scheint. Allerdings klage ich nicht über die typische Verschlechterung nach körperlicher Anstrengung. Hmm

Grüße
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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo fjedn,

ich habe keine eigenen Erfahrungen mit der sensomotorischen Therapie, aber ich finde es sehr einleuchtend, was da beschrieben wird (es gibt auch ein Buch von Helga Pohl).

Gleiches gilt für die Therapie mit Dr. Kuklinski. Da wäre dann ein Urlaub in der Gegend von Rostock möglich ; - mit langer Wartezeit.

Grüsse,
Oregano
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fjedn ist offline
Themenstarter Beiträge: 114
Seit: 16.09.09
Alles klar, dann wäre ich wieder bei der HWS Problematik, von der ich eigentlich gedacht hätte, es würde bei mir nicht passen (keine Veränderung der Symptomatik durch veränderte Haltung / lange Intervalle ohne Kopfschmerzen)...
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margie ist offline
Beiträge: 4.489
Seit: 02.01.05
Hallo Fjedn,

Du schriebst vor einigen Jahren folgendes:
http://www.symptome.ch/vbboard/oxida...tml#post376185
Jetzt fühle ich mich auf der Seite erst einmal gut versorgt. Vorab kann ich sagen, dass meine Milz vergrößert ist und eine Seite der Schilddrüse zu groß ist, das Szintigramm jedoch war unauffällig. Er meinte, dass die vergrößerte Milz auf chronisches EBV hinweisen KÖNNTE, da ich auch erhöhte Leberwerte hatte bei den letzten Blutuntersuchungen, wer weiß, es wäre eine Erklärung.
Die von Dir beschriebene Symptomatik könnte auf die Krankheit passen, die ich auch habe und die u. a. eine vergrößerte Milz und erhöhte Leberwerte machen würde.
Es ist der Morbus Wilson, eine Leberkrankheit, die zu oft zu einer vergrößerten Milz auch führen kann. Bei dieser Krankheit kann die Leber das Kupfer aus der Nahrung nicht vollständig ausscheiden und es kommt so langsam zu einer Kupferspeicherung in der Leber, die so nach und nach immer mehr ihre Funktionen verlieren kann.
Die Krankheit verläuft sehr unterschiedlich, sowohl in der Symptomatik als auch in der Schwere des Krankheitsbildes.

Kupfer ist ein Schwermetall und Schwermetalle machen Probleme im Gehirn. Derealisation z. B., Konzentrationsstörungen, Depressionen, Zittern und einiges mehr ist dabei möglich.
Leberkranke haben zunehmend eine Muskelschwäche, haben Schlafstörungen, ein geschwächtes Immunsystem.

Wurde diese Krankheit bei Dir schon mal ausgeschlossen?

Ich kann mich irren, aber Du hast zumindest einige Symptome für eine Leberkrankheit und evtl. für den M. Wilson.

lg
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

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fjedn ist offline
Themenstarter Beiträge: 114
Seit: 16.09.09
Hi! Morbus Wilson meinst du könnte es sein? Ich werde mal meinen Internisten beim nächsten Termin darauf ansprechen. Zufälligerweise habe ich demnächst auch noch einen Termin bei einem Augenarzt und werde ihn auf den Kayser Fleischer Ring ansprechen. Habe in den letzten Jahren schon eine gewisse helle Verfärbung meiner Augen wahrgenommen.
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margie ist offline
Beiträge: 4.489
Seit: 02.01.05
Hallo fjedn,

es kann Dir passieren, dass beide die Krankheit nicht kennen.

Zum Augenarzt würde ich daher Bilder des Kayser-Fleischerrings und des Sonnenblumenkatarakts mitnehmen.
Er muss mit der Spaltlampe danach suchen. Auch schon Ansätze für diese Veränderungen wären verdächtig.

Und ob der Internist weiß, wie der aktuelle Stand beim M. Wilson ist, ist auch fraglich.
Viele Ärzte kennen nur die krassen Fälle der Krankheit und wissen nicht, dass die Zahl der Betroffenen, die eine milde Form davon haben, logischerweise höher ist (wie bei allen Krankheiten wohl).

lg
margie
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