Atemprobleme - Rücken, Nasennebenhöhlen

05.07.14 16:55 #1
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bebechen ist offline
Beiträge: 81
Seit: 30.08.13
Hallo zusammen

Ich wende mich mit einem recht komplexen Problem an euch. Da es wirklich viel ist beschreibe ich alles zu kurz es geht und eher Stichpunktartig.

Vor knapp 2 Monaten fing der ganze Spuk an. Plötzlich hatte ich so einen komischen Druck im Oberbauch und Probleme beim Durchatmen. Es war keine richtige Atemnot, sondern ich hatte plötzlich immer öfter das Bedürfnis tief einzuatmen, was dann nicht ging. Nicht wegen Schmerzen, sondern es war so, als wenn ich gegen einen harten Widerstand atme.
Naja und dann ging der Spaß los:

- zu diesen Atemproblemen kamen Sodbrennen und Magenprobleme.
- mein Rücken der schon seit Jahren eh dauerverspannt ist wurde noch verspannter
- mein Hausarzt sagte, dass es wohl stress- und magenbedingt ist und verschrieb mir Pantoprazol sowie etwas gegen die Luft im Bauch. Des weiteren sagte er, dass ich wohl eine Blockade habe und verschrieb mir Physiotherapie.
- Physiotherapie brachte einen gewissen Erfolg. Nach dem ersten Mal ging es mir schon um einiges besser. Aber leider nicht 100%. Die Blockade, so fühlte es sich an, war dann plötzlich im oberen Bereich der Rippen. Mittig, ca. 2 Fingerbreiten unterm Schlüsselbein.
- da es nicht Besser wurde, wurde meine Schilddrüse überprüft, auch mit Ultraschall. Blutwerte waren ok, aber an der Schilddrüse ist ein kleiner Knoten sichtbar. Laut Arzt aber sehr klein und unbedenklich, hat wohl jeder dritte Mensch. Er will in 3 Monaten noch mal kontrollieren.
- dann war ich beim Lungenarzt der an der Lunge nichts feststellen konnte. Er drückte dann vorne auf meinen Rippen rum und an einem bestimmten Punkt tat es ganz schön weh.
Er sagte dann auch sofort Blockade und überwies mich zu einem Chirurgen, da laut ihm, Orthopäden etc. solche Blockaden nicht erkennen. Leider habe ich erst für in 2 Wochen dort einen Termin bekommen.

- zuletzt war ich dann noch beim HNO. Denn ich habe auch eine stark behinderte Nasenatmung die sich durch Nasenspray auch nicht mehr lösen ließ.
Dazu sei zu sagen, dass ich vor knapp 3 Monaten an der Kieferhöhle links operiert wurde.
Es wurde vom Kieferchirurgen eine Mukozele, und ein Zahn, entfernt und die Wunde mit einer plastischen Deckung verschlossen.
Mein Gesicht schwoll danach total an und ich hatte unterm Auge und Richtung Unterkiefer einen Bluterguß.. Es ging aber nach einigen Tagen wieder weg.

Als der HNO in meine Nase schaute sagte er schon, dass es gerötet ist. Dann machte er auch eine Ultraschalluntersuchung und sagte, dass die Schleimhäute in der Nebenhöhle an der ich operiert wurde massiv geschwollen sind. Und, dass da wohl auch noch nicht alles raus ist. Auf der anderen Seite ist es auch sehr geschwollen, aber nicht ganz so stark. Und es geht wohl sogar leicht bis in die Stirnhöhle.
Dann untersuchte er auch die Schilddrüse und die Lymphknoten mit dem Ultraschall und sah auch den kleinen Knoten. Aber auch er sagte, dass es nichts Tragisches ist, man es nur beobachten sollte. Das haben, so sagte auch er, ganz viele Menschen. Vor allem Frauen.
Was ihn geärgert hat war, dass der Kieferchirurg mir erst so spät Antiobiotika gegeben hat. Er sagte, dass man schon vor so einer OP, wie ich sie hatte, auf jeden Fall mit Antibiotika beginnen soll und nicht erst 3 Tage später. Mir wurde nämlich erst Antibiotika gegeben, als mein Gesicht doch ganz schön weh tat und ich deshalb wieder hin gegangen bin.
Ich bekam vom HNO ein Kortison Nasenspray, eine Salbe und Nasentropfen die extra in der Apotheke angemischt wurde.
Das benutze ich seit gestern aber eine wirkliche Besserung merke ich noch nicht.

Vor allem, dass mit dem Atmen stört mich sehr. Die Lunge kann atmen, die ist sogar ganz gut. Ich kann joggen etc. Aber vor allem im Sitzen und Liegen, merke ich diesen Druck.
Es fühlt sich eher an, als wäre etwas verkanten. Meistens blockiert es wie gesagt vorne an den Rippen. Manchmal aber auch am Rachen. Als wäre im Halsbereich auch alles verspannt.
Physiotherapie hat mir zwar schon geholfen, aber halt noch nicht richtig.
Was den Rücken angeht habe ich ja auch mehrere Symptome. Kurz bevor das mit der Atemnot anfing hatte ich eine Blockade im Halswirbel. Hatte ich schon öfter, aber diesmal hatte ich keine Lust zum Orthopäden zu gehen (dummerweise). Die Blockade war irgendwann weg, dafür tat der Rest dann weh. Wenn ich meine Arme anheben spannen die total schnell. Ich habe je nach Sitz- Liegeposition Schmerzen im Hals-Brust-Lendenwirbelbereich.
Meine linke Schulter knackt ganz komisch, wenn ich die Schultern kreisen lassen. Rechts ist das nicht. Wenn ich abends auf dem Rücken im Bett liege hab ich erstmal richtig starke Rückenschmerzen. Das ist so ein komisches brennenden Ziehen. Ich muss mich dann umlegen, damit es etwas besser wird. Ich habe ja sehr lange auf dem Bauch geschlafen, was auch super ging, aber mein Nacken wurde immer verspannter.
Schlafen klappt übrigens auch problemlos. Ich habe keine Atemprobleme oder Schmerzen, von denen ich dann aufwache. Hab meinen Freund auch extra mal gefragt ob ich im Schlaf ruhig atme und er sagte ja.

Doch tagsüber ist es da und im Laufe des Tages wird das meistens auch schlimmer.
Was ich auch noch dazu sagen muss, dass ich das mit dem tief Einatmen teilweise auch steuern kann. Mit meiner linken Schulter bzw. Körperhälfte. Klingt lustig, aber es ist echt so. Wenn ich wieder den Drang verspüre tief Einzuatmen, und ich drehe die linke Seite nach hinten und den Kopf in eine bestimme Position, klappt es mit dem Einatmen.
Auch im Sitzen geht es manchmal…z.B. wenn ich leicht nach vorne gebeugt sitze.

Atemnot in dem Sinne habe ich aber nicht. Ich habe auch keine wirklichen Schmerzen.
Meinen Alltag kann ich auch meistern, auch anstrengende Sachen. Aber dieses Druckgefühl und diese komische Atmung beeinflussen schon sehr. :(
Und sehr viel deutet auf Probleme an der Wirbelsäule hin. Allerdings ist da ja auch die Sache mit meinen Nebenhöhlen und dem Knoten an der Schilddrüse.
Deshalb bin ich etwas überfragt und würde gerne eure Meinung wissen.
Zu sagen ist auch noch, dass ich wirklich sehr starken Stress hatte in den letzten Monaten. Ein Großteil kann und wird auch psychisch sein. Allerdings nicht alles. Und dafür suche ich jetzt eine Lösung. Der Stress ist Gott sei dank vorbei, aber jetzt habe ich mit den Folgen zu kämpfen.

Hatte von euch vllt schon mal jemand ähnliche Symptome….und wenn ja, wie ist es bei euch wieder besser geworden?
Und eine Bitte hätte ich noch. Bitte keine Horrogeschichten über tödliche Krankheiten. Sollten meine Symptome nach etwas Schwerwiegendem klingen, dann erfahre ich das noch von meinem Arzt. Würde ich den Hinweis hier in dem Forum lesen, würde mich das nur verrückt machen. Zwar bin ich sonst keine Person, die „schlechten Sachen“ nicht hören will, aber in einem Forum muss das nicht sein.
Mir geht’s hier eher um einen „positiven“ Meinungs- und Erfahrungsaustausch. Z.B. wenn jemand auch schon diese Art von Durchatmungsproblem durch eine Blockade hatte, zu erfahren, wodurch es wieder gelöst wurde. Vielleicht hat hier jemand auch Tipps mit welchen Übungen man das von selber Lösen kann.
Oder vllt. hatte jemand auch schon solche Probleme mit den Nebenhöhlen wie ich und kann sagen, ob die Durchatmungsprobleme daher kommen können und was dagegen getan wurde.
Bzw. von dem Knoten an der Schilddrüse.

Ich würde mich auf jeden Fall sehr über Antworten freuen.
Und vielen Dank, dass ihr den langen Text gelesen habt.

Viele liebe Grüße

Atemprobleme - Rücken, Nasennebenhöhlen

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo bebechen,

für mich klingt das auf jeden Fall auch nach einer Blockade in der Wirbelsäule. Mein bevorzugter TherapeutIn für solche Probleme ist ein OsteopathIn, evtl. auch ein Dorn-Therapeut.

VOD e.V. - Verband der Osteopathen Deutschland
Dorn-Therapie Verzeichnis | Wirbelsäulentherapie nach Dieter Dorn | Dornfinder

Es kann aber meiner Meinung nach auch gut sein, daß Deine entzündeten Nebenhöhlen durch das Zahnziehen zusätzlich Schmerzen und Blockaden triggern. Insofern wäre es gut, wenn Du diese Entzündung(en) bald loswerten würdest.
Dorntherapie - Bedeutung verschobener Wirbel/Wirbelsulentherapie

Grüsse,
Oregano
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Atemprobleme - Rücken, Nasennebenhöhlen

bebechen ist offline
Themenstarter Beiträge: 81
Seit: 30.08.13
@Oregano

Vielen Dank für deine Antwort. Ich gehe auch sehr stark von einer Blockade aus. Ich hatte auch vorher schon immer mal Probleme mit dem Rücken. Tat immer mal weh, aber ich habe mich leider nie richtig gekümmert. :( Dann habe ich vor 2 Jahren mit Sport angefangen, aber leider nicht wirklich unter fachkundiger Anleitung, damit habe ich glaub ich auch einiges kaputt gemacht.
Ich sitze falsch und ich liege auch immer falsch...z.B. auf der Couch total krumm. Wenn ich es merke versuche ich s zu korrigieren, aber das hält leider nicht lange.

An einen Osteopathen dachte ich auch, aber das ist aktuell finanziell leider nicht möglich. Ich habe mich schon nach Preisen erkundigt und die haben es in sich. Natürlich wäre es mir meine Gesundheit wert, aber leider gehts aktuell nicht. Erst im Herbst wieder.
Ich hoffe, dass der Chirurg zu dem ich gehe auch schon etwas erreicht.
Der Lungenarzt hat gesagt, dass ich unbedingt zu dem gehen soll, weil der sich wohl total gut auskennt. Seine Praxis ist auch in einem Krankenhaus.
Wäre super, wenn der schon etwas machen könnte.
Zu einem OsteopathIN werde ich aber später auf jeden Fall auch noch gehen. Denn es klingt schon recht logisch, was man so dazu liest.

Was ich merke ist, dass die Nebenhöhlen die ganzen Symptome auf jeden Fall verstärken. Durch den Mund atmen finde ich schon sowieso nicht so angenehm, z.B. wenn man Erkältet und verschnupft ist. Jetzt habe ich aber fast durchgehend Atmenprobleme durch die Nase, was noch schlimmer ist.
Dadurch hat man teilweise schon kleine Panikattacken.
Hoffentlich ist die Entzündung bald raus. Antibiotika habe ich jetzt aber keine bekommen. Ist denn Kortison genauso entzündungshemmend?

Und noch mal kurz zurück zum Rücken. Ich habe vergessen zu erwähnen, dass ich auf dem Bauch liegend komischerweise keine Spannungsbeschwerden habe. Weder im Brustbereich noch im Rücken. Auch die Atmung klappt.
Als ob ich meinen Rücken mit meinem falschen Liegen und Sitzen so sehr "verbogen" hätte, dass ich in normalen Positionen Probleme habe.
Ich habe die letzten Monate immer auf dem Bauch geschlafen. Und meinen Nacken dabei immer ziemlich überdehnt. Manchmal knackt mein Nacken auch ganz leicht, wenn ich den Kopf bewege oder drehe.

Kann ich denn Zuhause iwas mit Übungen tun bis ich den Arzttermin habe? Ich versuche schon leichte Dehnübungen, aber was hilft noch? Schwimmen vllt?

Atemprobleme - Rücken, Nasennebenhöhlen

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo bebechen,

hier wird die Behandlung einer akuten Nebenhöhlenentzündung in der Reihenfolge Corison-Sprach > Antibiotikum beschrieben: Nasennebenhöhlenentzündung, Sinusitis

Vor der Einnahme eines AB wäre es gut, wenn erst ein Antibiogramm gemacht würde, das ist die Untersuchung des Sekrets auf Keime. Danach richtet sich dann das Antibiotikum.

Grüsse,
Oregano
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Atemprobleme - Rücken, Nasennebenhöhlen

bebechen ist offline
Themenstarter Beiträge: 81
Seit: 30.08.13
Hallo und entschuldigt die späte Antwort, aber mir ging es die letzten Tage nicht so gut. Dieser Dauerzustand macht einen fertig.
Ich war gestern bei einem Internisten der aber sehr unfangreich arbeitet. Kennt sich auch mit Chirorpaktik aus.
Auch er stellte fest, dass mit Herz und Lunge alles ok ist. Herz und Lunge klingen super sagt er.
Dann hat er meine Beine vermessen und sagte, dass ein Bein etwas länger ist als das Andere, aber noch nicht in einem Bereich, wo man was tun müsste.
Danach tastete er meine Wirbelsäule ab und sagte, dass die Muskeln an der Wirbelsäule sehr schwach ausgeprägt sind. Und er stellte auch fest, dass ich eine Fehlhaltung habe. Er sagte, dass meine Atemprobleme dadurch sein können. Aber wirklich gemacht hat er dann nichts. Er schrieb mir dann Ibu 800 auf, wovon ich auf den Tag verteilt 1 1/2 nehmen soll, da er von einen Nervenentzündung ausgeht. Doch genau verstanden habe ich das nicht.
Er will jetzt einen Bluttest machen, um zu schauen ob eine Entzündung in meinem Körper ist. Auch wegen der Nasennebenhöhle.
Der Termin ist allerdings erst in 1 Woche.
Morgen habe ich Gott sei Dank einen Termin beim Chirurgen. Mich machen die Rückenschmerzen und diese Atemblockae nämlich verrückt.
Vor allem die Rückenschmerzen sind grausam und da komme ich auch direkt zu einer neuen Frage.
Mir ist nämlich aufgefallen, das sich dieser Schmerz in bestimmten Situationen verstärkt. Also auch sehr schlimm wird.
Z.B. wenn ich auf der Couch sitze und mich hinten anlehne. Kurz nachdem meine Wirbel, auf einer bestimmten Höhe Kontakt kriegen, zieht es den ganzen Körper hoch und runter und auch zu den Schultergelenken.
Wenn ich mich nach vorne Beuge erleichtert sich das etwas.
Das ist auch so, wenn ich mich z.b. auf einen Stuhl setze.
Und mein BH löst auch schon einen gewissen Schmerzreiz aus. Ich habe ihn extra schon weiter gestellt, aber sobald dieser Bereich meiner Wirbelsäule "stimuliert" wird zieht es durch den ganzen Oberkörper. Auch bis in die Rippenspitzen. Und es kommt auch ganz sicher von der Wirbelsäule, das spüre ich ganz genau.
Die Muskeln an/unter den Schulterblättern tun auch brennend weh, wenn ich mich anlehne.
Im Liegen geht es komischerweise und auf dem Bauch liegen geht weiterhin problemlos. Aber sitzen, manchmal auch ohne anlehne, verursacht ein Spannungsgefühl und Schmerzen.
Nach was klingt das für euch? Ich gehe morgen zwar zum Chirurgen, aber falls es euch bekannt vor kommt, dann habt ihr ja vllt Tipps, wie ich mir bis zu dem Termin Linderung verschaffen kann. Ich nehme zwar Ibu, aber die machen mich eigentlich nur im Kopf total matschig. Schmerzen merke ich trotzdem noch, auch wenn schon in abgeschwächter Form.

Ach ja und mein Rücken knackt. Von der Lende bis zum Hinterkopf. Nicht durchgehend, aber oft wenn ich mich nach hinten beuge oder zur Seite. Dann knackt es mal laut, oder dreimal nur leicht zu hören im Rücken, im Hals und an der Schulter. Das wechselt. Und die Halswirbeln knirschen teilweise.

Würde mich sehr über eure Antworten freuen!

Ganz lieben Dank!

Blockade beim Einatmen - alles versucht - bitte helft mir!

bebechen ist offline
Themenstarter Beiträge: 81
Seit: 30.08.13
Hallo zusammen

Ich plage mich schon seit vielen Monten mit einem Problem herum, aber bis jetzt konnte mir keiner dabei helfen.
Meine Hoffnung ist es hier eventuell Gleichgesinnte zu finden, die mir einen Tipp geben können was es sein kann und wie man es beheben könnte.

Mein Problem ist, dass ich Probleme beim Durchatmen habe. Es ist ganz schwer zu beschreiben. Ich verspüre oft den Drang tief durchzuatmen und dann hakt es. Entweder im Rachen, im Hals oder vorne an den oberen Rippen. Das ist ganz schön belastend.
Ich war natürlich schon beim Arzt und wurde auf links gedreht.

- Thoraxröntgen : ohne Befund
- Lungenfunktion: gut
- MRT HWS : ohne Befund
- Röntgen HWS und BWS : ohne Befund
- CT Oberbauch : ohne Befund
- Blutbild : ohne Befund
- Schädel MRT: Kieferhöhlenzyste links (aber laut HNO kann das meine Beschwerden nicht verursachen)
- Magen- Darmspiegelung : Darmentzündung, Reflux, Gastritis, 1cm Zwerchfellbruch (laut Arzt kann das meine Beschwerden nicht verursachen).
- MRT der BWS und LWS wird nächste Woche gemacht
- EKG und Belastungs EKG: ohne Befund
- Ultraschall Schilddrüse: ein 6mm Knoten (laut Arzt unbedenklich und nicht verantwortlich für mein Problem)

Ich bin mit meinem Latein wirklich am Ende und die Ärzte nehmen mich nicht ernst. Es wurde sogar gesagt, dass ich einfach nicht drauf achten soll. Was ich auch schon versucht habe, aber das hilft nicht. Wenn ich z.B. in einem Gespräch bin, und auch mal etwas mehr rede, will man automatisch mal tiefer einatmen und es geht nicht.
Ich war schon zig Mal beim Physiotherapeuten wo massive Verspannungen festgestellt wurden. Vor allem im Nacken und Schulterbereich. Auch der Orthopäde stellte das fest und gab mir ständig nur Spritzen. Eingerenkt wurde ich auch schon mehrmals. Ohne Erfolg.
Ich war sogar für viel Geld bei einer Heilpraktikerin, war beim Osteopathen.
Mir kommt es so vor, als ob dieses Problem für diese Leute total unbekannt wäre. Und ich leide immer mehr.
Je nach Körperlage klappt es mit der tiefen Einatmung auch besser. Und ihm Schlaf habe ich keine Probleme. Mein Freund sagte, dass ich ganz ruhig schlafe. Im Sitzen ist es auch schlimmer als im Stehen. Wenn ich mich nach vorne beuge oder den Kopf drehe klappt es auch oft besser. Ich verspüre auch fast durchgehend ein Druck bzw. Spannungsgefühl von der Wirbelsäule nach vorne zu den Rippen.
Auch habe ich vor allem am linken Schulterblatt einen Schmerz und auch einen Schmerzpunkt. Das zieht oft nach vorne zu dem linken Brustmuskel und dieser Brustmuskel ist oberhalb auch stärker ausgeprägt als auf der rechten Seite. Das fand bis heute bei keinem Arzt Beachtung. Ein Arzt meinte nur, dass man halt unterschiedlich gebaut ist.
Ich habe natürlich auch schon daran gedacht, dass es psychisch sein kann. Habe Entspannungsübungen und sogar Yoga versucht. Aber es ist definitiv etwas Körperliches.
Ich bin auch keine Person die sich wegen jeder Kleinigkeit verrückt macht, was Krankheiten angeht. Eigentlich betrachte ich so etwas sogar recht nüchtern und renne nicht sofort zum Arzt. Aber das raubt mir wirklich die Lebensenergie. Ich war vorher recht sportlich. Doch an Sport ist bei diesem Atemproblem nicht zu denken.

Seit vier Tagen habe ich nun auch wieder einen stechenden Schmerz in der Wirbelsäule und Schulter sobald ich den Kopf nach links drehen will.
Der Orthopäde gab mir wieder Spritzen in die Verhärtungen und ich wurde getaped.
Heute war ich dann bei der Krankengymnastik und wurde massiert. Aber das bringt einfach alles nicht.
Ich habe auch schon versucht einige Wochen mal nichts zu machen damit, mich abzulenken etc. Aber es bleibt konstant.
Auf der Arbeit kann ich mich kaum konzentrieren. Ich war sogar schon 3 Wochen krankgeschrieben. Das kann es doch nicht sein.
Organisch ist definitiv nichts. Aber irgendwas mit den Knochen, Muskeln oder Nerven ist nicht in Ordnung. Beim Neurologen war ich natürlich auch. Der hatte auch keine hilfreiche Idee. Er verschrieb mir dann so ein starkes Medikament wovon ich nur eins genommen habe, weil das heftige Nebenwirkungen verursacht hat. Und dann meinte er, dass er evtl. das Hirnwasser untersuchen lassen will. Das geht mir alles entschieden zu weit.
Ich habe das Gefühl, dass „einfach nur“ etwas ganz übel blockiert oder verklebt ist. Aber keiner kriegt es hin mir zu helfen oder herauszufinden was los ist.
Wärme bringt auch nichts. Salben auch nicht. Muskelrelaxan macht mich nur matschig, aber das wars. Ich quäle mich schon seit Beginn des Sommers damit. Das kann es doch echt nicht sein. Und wenn man das aus Verzweiflung beim Arzt sitzt und weint, dann wird es wieder auf die Psyche geschoben. Ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll.

Ich würde mich freuen, wenn jemand von euch einen Rat hat. Zumindest was es sein könnte, damit ich den Arzt in diese Richtung lenken kann. Möchte endlich meine Lebensqualität wiederhaben.

Entschuldigt, dass es so viel geworden ist. Aber es ist auch eine sehr komplexe Geschichte. :(

Würde mich über Antworten echt freuen!

LG

Blockade beim Einatmen - alles versucht - bitte helft mir!

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo bebechen,

spontan hätte ich gesagt, "geh' zu einem guten OsteopathIn". - Wie oft warst DU denn dort? Welche AUsbildung hatte der/die? Eine Ausbildung in Blocks über viele Jahre oder eine ganz kurze. Da gibt es Riesenunterschiede.

Für ich hört sich das schon nach totalen Verspannungen an. Insofern würde ich mir eben manuelle Therapeuten suchen, die mit ihren Händen arbeiten. Spritzen halte ich eher auf Dauer für kontraproduktiv und einrenken auch.

Wie sieht es mit Deinen Zähnen aus? Hattest Du evtl. vor Beginn Deiner Beschwerden eine Zahnbehandlung? CMD kann sehr eigenartige und anhaltende Verspannungen verursachen, und Zahnärzte kenne sich nicht alle damit aus:

http://www.symptome.ch/wiki/Cranio-m...sfunktion_(CMD)
CMD-Arztsuche: Patienten-Portal für craniomandibuläre Dysfunktion

Grüsse,
Oregano
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Blockade beim Einatmen - alles versucht - bitte helft mir!

mondvogel ist offline
Beiträge: 5.086
Seit: 07.04.10
HAllo bebechen,

Warst Du schon bei einer Craniosacralen Behandlung?: Schwerpunkt: Zwerchfell....es klingt so als wäre das sehr verspannt....

Du könntest auch zu einer Logopädin gehen, die manuell behandeln kann mit dem Schwerpunkt Atmung .

Du kannst Dir logopädische Behandlungen verschreiben lassen - es klingt nicht so, als ob das Problem mit einem Mal wegbehandelt werden könnte...aber Logopädinnen sollten erkennen, warum es mit der Einatmung hapert...vielleicht atmest Du schon nicht richtig aus......

Ein Versuch:- lege Dich auf den Rücken;
-schließe die Augen;
- lege die Hände auf den Bauch;
-spüre die Bewegung;
-wenn sich die Atmung konstant und unaufgeregt anfühlt atme durch den verengten Mund aus (auf ein langes ffffff...) und wieder durch die Nase ein
- warte ab, was passiert; achte auf den Moment nach dem Ausatmen - lasse dem Einatem Zeit einzufließen (Nase!)- es ist genügend Luft vorhanden....
-stell Dir vor , dass es leicht geht, und dass der Atem sich im Körper und darüber hinaus ausbreitet

Genieße es.... und erzähle was passierte

Viel Erfolg mondvogel
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"There is a crack in everything. That's how the light comes in." Leonard Cohen (RIP)

Blockade beim Einatmen - alles versucht - bitte helft mir!

bebechen ist offline
Themenstarter Beiträge: 81
Seit: 30.08.13
Wow, vielen Dank, dass ihr jetzt direkt schon geantwortet habt.

@Oregano

Der Osteopath bei dem ich war ist ein Dipl. Osteopath. Ich weiß aber nicht ob das was zu bedeuten hat. Einige Beschwerden im Rücken konnte er auch schon lindern. Allerdings nicht das mit der Atmung.
Ich war bis jetzt "nur" 3 mal dort.

Ja ich hatte in der Tat einen Monat bevor der "Spaß" losging eine Operation in der Kieferhöhle. Eine Zyste wurde vom Kieferchirurgen entfernt und mit einer plastischen Deckung verschlossen.
Danach wurde ich mit Antibiotika vollgebombt.
Des weiteren beiße ich die Zähne immer fest zusammen. Habe auch schon mehrere Schienen bekommen allerdings habe ich das Gefühl, als ob die das knirschen noch verstärken.
Ich merke oft morgens beim Aufwachen, wie ich die Zähne aufeinanderpresse.
Ab nächster Woche kriege ich auch diese CMD Behandlung bei dem besagten Osteopathen.

@mondvogel
Klasse, das werde ich direkt mal versuchen mit der Übung.

An eine Logopädin habe ich bisher noch gar nicht gedacht. Hat auch noch keiner der Ärzte erwähnt. Soll ich das mal ansprechen oder auf eigene Faust dahin?
Ich werde mich Montag direkt mal schlau machen.

Vielen Dank schon mal euch beiden für die Denkansätze.
Ich hoffe so sehr, dass das bald vorbei ist. Ich weiß, dass es nicht von heute auf morgen geht, aber hoffentlich bald. Das ist wirklich sehr belastend. :(

Blockade beim Einatmen - alles versucht - bitte helft mir!

mondvogel ist offline
Beiträge: 5.086
Seit: 07.04.10
hallo,

gut, dass Du bereits in Behandlung bist....wenn Du auch CMD hast, dann kann es sehr gut sein, dass eine Deblockierung dort auch die Atmung lockert....Das Zwerchfell wird sozusagen von den verspannten Muskeln im Kieferbereich und damit wahrscheinlich auch im Halsbereich (Kehlkopf) nach oben gezurrt - dann kannst Du nicht tief einatmen.....wenn Deine Atmung schon länger flach ist, ist es logisch, dass Du ab und zu das Bedürfnis nach einem tiefen "Schnaufer" hast....

Sprich mal mit Deinem Ostheopathen und frag ihn, welche Zusammenhänge er spürt und sieht.....

Wenn Du generell stark verspannt bist, wie sieht es mit Deiner Verdauung aus (Verstopfung?)? In dem Fall hätte das Zwerchfell eventuell nicht genügend Platz sich nach unten auszudehnen...

Wo sitzen eventuelle Verspannungen im Rücken?

Lieben Gruß, mondvogel
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