Blaue Flecken (fast) ohne Grund

12.12.13 11:29 #1
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Blaue Flecken (fast) ohne Grund

margie ist offline
Beiträge: 4.489
Seit: 02.01.05
Hallo zusammen,

Wenn ein Arzt bei Zirrhose eine schon geschrumpfte Leber im US nicht erkennt, muss das aber entweder ein totaler Anfänger oder gar ein unechter Arzt sein. Da dürfte das Echo, die Struktur und Oberfläche der Leber ja schon ziemlich auffällig sein.
Man hat ja nie gleich eine Zirrhose im Endstadium über die gesamte Leber, so dass man nicht gleich eine so starke Schrumpfung hat, dass die auf Anhieb erkennbar ist.
Wenn man, wie es bei mir zu sein scheint, eine beginnende Zirrhose in einem Teil des einen Leberlappens hat und im restlichen vielleicht eine Mischform zwischen Fettleber und Fibrose, weiß ich nicht, ob die Ärzte das alles erkennen können.
Außerdem kommt es noch sehr darauf an, ob die Zirrhose eine groß- oder kleinknotige ist. Meine Knötchen waren klein (was typisch beim M. Wilson ist), d. h. diese kleinen Knötchen sieht man im Ultraschall sicher nicht.
Die Leberoberfläche sah dabei auf den Fotos noch sehr glatt aus, nur dass eben immer wieder so kleine Knötchen dazwischen waren und wohl noch sind (Größe vielleicht 1 - 3 mm). Dass man das im Ultraschall sehen kann, bezweifele ich.

Es kommt beim Ultraschall auch sehr auf den Arzt bzw. dessen Erfahrung an, auf die Zeit, die er sich nimmt und auch auf das Ultraschallgerät.

Cholinesterase ist einmal gemessen worden und lag bei 9043 U/l bei einem Referenzbereich von 4620 bis 11500. Mein Wert war also eher am oberen Ende,
Wie sehen Deine Fettwerte aus? Zu hohe Blutfettwerte?
Ich frage deshalb, weil ich früher eine Cholinesterase um 4000 hatte und die sich im Laufe der Zeit auf über 8000 erhöht hat. Da ich zuviel Cholesterin habe und da hohe Cholinesterasen auch von einer Hyperlipidämie kommen können, muss man das evtl. mit ins Kalkül ziehen.
Ich vermute bei mir, dass das Fettstoffwechselproblem meine ursprünglich niedrige Cholinesterase erhöht haben könnte.

Auch Diabetes, Nierenkrankheiten, Darmkrankheiten, koronare Herzkrankheit, etc. können die Cholinesterase erhöhen.

Bei bekannter Leberkrankheit würde ich eine niedrige Cholinesterase hingegen in Richtung einer Zirrhose interpretieren. Bei hohen Cholinesterasen gibt es jedoch einige mögliche Ursachen mehr.

Mit Aderlässen wäre ich vorsichtig, was die Menge und Häufigkeit angeht. Ich würde allenfalls mit einer kleinen Menge Blut anfangen und dann erst mal das Ferritin bestimmen lassen. Man kann da auch über das Ziel hinausschießen.
Ich denke schon, dass Aderlässe auch dazu führen können, dass die Leber gespeichertes Eisen abgibt. Das ist wohl der Sinn und Zweck bei schweren Hämochromatosen.
Aber an Deiner Stelle, wo Du nicht weißt, ob und wieviel Eisen Deine Leber gespeichert hat, wäre ich sehr vorsichtig mit Aderlässen.
Dieses FerriScan scheint eine brauchbare Methode zu sein für die Bestimmung des Eisengehalts. Ich erinnere mich dunkel, dass das ein Arzt mir mal in Aussicht gestellt hatte, es dann aber doch für unnötig hielt, als er meine Ferritinwerte sah.

Du wolltest das Transferrin bestimmen lassen?
Ich würde raten, die Transferrin-Sättigung auch zu bestimmen. Wurde die noch nie bestimmt?
Die Transferrin-Sättigung soll noch vor dem Ferritin bei einer Hämochromatose ansteigen. D. h. für eine Früherkennund soll sie daher besser geeignet sein.

lg
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

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catlady ist offline
Beiträge: 833
Seit: 29.09.12
Hallo margie

Im Anfangsstadium wo sonst nicht immer alles so klar sein muss, müsste die Leber aber dann vergrößert sein.
Die Organgrößen werden ja normalerweise gar nicht mitgemessen beim Bauchultraschall, sofern sie nicht auffällig sind.
Ein großer kräftiger Mann dürfte von Natur aus aber auch schon größere Organe haben als zB eine zierliche Frau.

Da müsste man franks Befund wahrscheinlich genauer kennen ,sowie nähere Angaben.

Zu deinen Schwankungen bei der Cholinesterase kann ich dir leider auch nicht viel sagen, wenn Nierenerkrankungen,metabolisches Syndrom usw...ausgeschlossen wurden.
Vielleicht hat sich der Wert ja wegen deiner Therapie verbessert und damit auch ein Stück die Leberfunktion (auch wenn der Schaden natürlich noch da ist) und 8000 wäre so dein "Optimalwert" ? Es gibt eben Leute die haben von vornherein etwas niedrigere oder höhere Ausgangswerte.

Und wie hoch ist dein Cholesterin? Dürfte bei vegetarischer Ernährung, wenn man sich nicht gerade total ungesund ernährt (viel Weißmehl und fettige Snacks) ja eher niedrig sein?
Habe dazu zumindest kürzlich mal was von einer Studie aus Asien gelesen.
Außer man hat eben noch eine Fettstoffwechselstörung oder andere Ursachen zusätzlich, was ja auch sein könnte.

lg catlady

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margie ist offline
Beiträge: 4.489
Seit: 02.01.05
Und wie hoch ist dein Cholesterin? Dürfte bei vegetarischer Ernährung, wenn man sich nicht gerade total ungesund ernährt (viel Weißmehl und fettige Snacks) ja eher niedrig sein?
Mein Cholesterin war schon immer recht hoch. Der Höchstwert lag ca. bei 300 (war damals allerdings nicht ganz nüchtern). Meist liegt es bei ca. 250 bis 270. LDL ist auch öfters sehr hoch. Höchstwert hier ca. 190, sonst öfters bei 160. Das HDL ist noch der beste Wert und liegt bei 70.

Ich nehme immer wieder zur Senkung Rote-Reis-Kapseln. Da ich eine Muskelschwäche habe, sollte ich keine Statine nehmen. Ich vermute aber, dass die Rote-Reis-Kapseln ähnlich den Statinen sind und sich auf die Muskulatur auch ungünstig auswirken.

Nun bei mir gibt es sicher mehrere Ursachen für das zu hohe Cholesterin:
Die Leberkrankheit ist wohl eine, das Meiden von Fleisch zugunsten von mehr Kohlenhydraten dürfte auch eine Rolle spielen. Obst und Gemüse macht allein nicht satt, d. h. Kohlenhydrate braucht man bei vegetarischer Ernährung auf jeden Fall.
Der Bewegungsmangel spielt sicher auch eine Rolle, etc. Auch mein Übergewicht ist sicher ungünstig für den Cholesterinspiegel.
Vielleicht habe ich auch eine genetische Verursachung. Das wurde leider noch nie untersucht.
Meine Krankenkasse knausert sehr mit Gentests, so dass ich vor teuren Tests immer erst noch die Kasse fragen muss, wenn ich auf den Kosten nicht sitzen bleiben will. Und ich hasse es, wenn ich einen so immensen Aufwand für einen Test betreiben muss.

Ich nehme zur Zeit noch Cholin ein. Vermutlich wird das aber kaum das Cholesterin beeinflussen.

Ja, ich muss wohl die beeinflussbaren Faktoren etwas mehr beachten, d. h. Übergewicht abbauen, mehr Bewegung, etc.

lg
margie
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Frank183 ist offline
Themenstarter Beiträge: 561
Seit: 29.11.09
Hallo,

sorry, dass ich mich länger nicht gemeldet habe, ich habe noch einiges recherchiert.

Interessanterweise habe ich das hier gefunden:

Video "Abenteuer Diagnose (1) - Rost im Getriebe" | ARD Mediathek | Reportage / Dokumentation

Das trifft auf mich wirklich ganz sicher nicht zu !

LG
Frank

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margie ist offline
Beiträge: 4.489
Seit: 02.01.05
Hallo Frank,

ich habe mir den Link bzw. die Fernsehsendung gerade angesehen.
Ich bin sehr geschockt darüber, dass man das Eisen nicht in all den vielen Jahren bei der Frau nicht untersucht hat.
Dass man nicht anhand der für Hämochromatose nun wirklich typischen Beschwerden nicht schon viel, viel früher den Verdacht auf die Eisenspeicherkrankheit hatte.
Bei den hohen Eisenwerten muss doch schon das Blutbild auffällig sein, d. h. hohes Hb, hohe Erythrozyten, etc.

Und dass noch dazu, die Patientin eine Ärztin ist, die vielleicht durch Recherche doch hätte auf diese Krankheit kommen müssen.

Dass es so möglich ist! Ich bin sprachlos.

Sicher hat nicht jeder so hohe Werte, wie sie es hat und die Beschwerden sind dann nicht so typisch wie bei ihr.
Bei der milden Form der Hämochromatose hat man ganz bestimmt nicht solche Beschwerden, so dass solche Fälle noch viel schwerer zu diagnostizieren sind.

lg
margie
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Frank183 ist offline
Themenstarter Beiträge: 561
Seit: 29.11.09
Ja, es ist in der Tat unglaublich ...


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