Schwindel, Müdigkeit, Erschöpfung

02.07.13 21:29 #1
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Fruity ist offline
Beiträge: 19
Seit: 19.06.13
Ich leide schon seit Jahren immer wieder an verschiedensten Symptomen, die immer nach ein paar Tagen verschwunden sind. Lange habe ich diese ignoriert, bis sich die Symptome vor circa 3 Monaten verschlimmert haben und durchgehend bestehen bleiben. Seitdem hat sich meine Lebensqualität stark verringert. Meine Arbeit strengt mich ungemein an- dabei mache ich diese eigentlich sehr gerne- und danach will ich nur noch nach Hause und bin zu nichts mehr fähig. Ich fühle mich (fast) ständig wahnsinnig schlecht, kann alles nur mehr unter großer Kraftaufwendung machen.

Meine Symptome sind:
-starke Schwäche in den Beinen
-Schwankschwindel und ständig das Gefühl in Ohnmacht zu fallen -was aber nie passiert/ "Watte im Kopf"
-Rückenschmerzen, die wandern. Sie sind also nicht immer an der selben Stelle.
- ich habe seit 3 Monaten keine Periode mehr bekommen
-teilweise das Gefühl, dass das Atmen erschwert ist.
-generell sehr erschöpft und nicht leistungsfähig
-zudem bin ich sehr wetterfühlig, aber das war ich eigentlich immer schon

Die Blutuntersuchungne ergaben nicht viel. Eskam heraus, dass ich einen massiven Mangel an Kupfer, Selen und Zink habe. Außerdem ist das Hormon Prolactin erhöht.

Ich soll jetzt die Spurenelemente supplimieren... Soweit so gut... Außerdem habe ich eine Überweisung zum Internisten bekommen, da mein Arzt eine Stoffwechselerkrankung vermutet. Ich habe nur keine Ahnung, welche?

Kennt jemand von euch solche extremen Symptome in Verbindung mit einem Mangel? Und weiß jemand, welche Grunderkrankungen dahinter stecken könnten? Es wäre sehr,sehr lieb, wenn mir der eine oder andere antworten könnte.

Achja, kurz noch zu meiner Person. Ich bin 27 Jahre, weiblich und sehr schlank...

Schwindel, Müdigkeit, Erschöpfung

margie ist offline
Beiträge: 4.490
Seit: 02.01.05
Hallo Fruity,

Eskam heraus, dass ich einen massiven Mangel an Kupfer, Selen und Zink habe
Kupfermangel und gleichzeitig Zinkmangel:
Ist fast unmöglich.
Denn Zink verdrängt das Kupfer aus dem Körper und Kupfer verdrängt das Zink aus dem Körper.
Meist hat man bei Zinkmangel einen Kupferüberschuss. Der muss nicht unbedingt im Blut gleich erkennbar sein, er ist manchmal nur in der Leber vorhanden. Kupfermangel ist extrem selten, Zinkmangel ist sehr häufig. Ich vermute, dass Du nur einen Zinkmangel hast.
Nimmst Du denn Kupfer ein und wieviel tgl.?

Wurde das Kupfer im Blutserum bestimmt?
Wurde auch das Coeruloplasmin mitbestimmt?
Ohne das Coeruloplasmin, das ist das Transportprotein für Kupfer, kann man den Kupferstatus nicht zuverlässig beurteilen.
Allerdings sollte man beim Kupfer auch noch wissen, ob Du die Pille nimmst, denn die Pille beeinflusst das Kupfer ungemein (nach oben). Ich vermute mal, dass Du die Pille nicht nimmst, wenn das Kupfer niedrig war.


Wie sieht es mit der Leber aus?
Kennst Du die Leberwerte? Welche wurden evtl. bestimmt? Und lagen sie eher im oberen Normbereich, wenn sie normal waren?

Leberwerte sind:
GGT, GPT, GOT, Bilirubin, Alkalische Phosphatase, Cholinesterase, GLDH.


Wie ist Dein Blutbild?
Wie hoch sind Leukozyten, Erythrozyten, Hämoglobin, MCV ?
Wurden mal die Eisenwerte wie Ferritin, Transferrin, Eisen, Transferrinsättigung bestimmt?
Wurden Vitamin B12 und Folsäure bestimmt?

Wie hoch ist das Eiweiß (auch Gesamt-Eiweiß genannt)? Wurde eine sog. "Eiweiß-Elektrophorese" mitgemacht?
Wurde Albumin bestimmt?
Wurde CK bestimmt?

Ist das CRP normal?
Ist die Harnsäure eher hoch oder niedrig?


Wenn diese Werte bei Dir bestimmt wurden, wäre es sehr sinnvoll, dass Du sie mal einstellst.

Deine Probleme hören sich für mich an wie eine Muskelschwäche.
Muskelschwäche wiederum kann verschiedene Ursachen haben, u. a. Lebererkrankungen, Myasthenia gravis, andere Muskelerkrankungen, etc.

Auch ein Mangel an Eisen oder Vitamin B12 könnte man noch vermuten.

Da Du sehr schlank bist und im Rücken immer wieder Beschwerden hast, wäre auch noch an die Bauchspeicheldrüse zu denken.
Hast Du manchmal Durchfall? Fettstuhl? Den erkennt man, wenn der Stuhl an der Schüssel kleben bleibt? Voluminösen Stuhlgang?


Ich selbst kenne Deine Beschwerden und weiß, dass bei mir eine Leberkrankheit sowie ein starker Eisenmangel durch Blutverluste im Darm (Angiodysplasie) und daraus resultierende Folgeerkrankungen ursächlich sind.

Auch die Prolactinerhöhungen hatte ich schon. Sie können ein Hinweis auf Zysten an den Eierstöcken sein, die zur Folge haben können, dass die Periode ausbleibt.


Ob bei Dir auch ein Teil meiner Ursachen vorliegt, kann man erst vermuten, wenn man mehr über Dich weiß, z. B. die oben Blutwerte kennt.



LG
Margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Geändert von margie (04.07.13 um 12:57 Uhr)

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derstreeck ist offline
Beiträge: 4.124
Seit: 08.11.10
Hallo Fruity,

Ich hätte ebenfalls gefragt, wie denn die Werte gemessen worden sind, im Serum oder im Vollblut?

Werte die bis jetzt noch nicht genannt worden aber vielleicht wichtig sind, sind noch Mangan und Vitamin B6 und Vitamin D.

Kannst Du Dir die Laborergebnisse aushändigen lassen um genau zu prüfen was gemessen worden ist?

Viele im Forum haben Kryptopyrrolurie, jedoch ist Kupfer dabei nicht erniedrigt.

http://www.symptome.ch/vbboard/krypt...-moeglich.html

Kryptopyrrolurie

Kryptopyrrolurie ist genau genommen ein Marker, dass etwas mit dem Stoffwechsel nicht stimmt und keine eigene Krankheit. Kryptopyrrolurie lässt sich durch Labortests eindeutig bestätigen, ist jedoch nicht als Krankheit anerkannt. Deshalb ist es vielleicht besser, dieses erst mal nicht beim Arzt zu erwähnen. Für den Fall, dass dieser nichts findet, kannst Du Dich hier weiter informieren.

Grüsse
derstreeck

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Fruity ist offline
Themenstarter Beiträge: 19
Seit: 19.06.13
Erst mal vielen, vielen Dank für die ausführlichen Antworten und Fragen. So viele hat mir nicht einmal meine Ärztin gestellt

So und nun versuche ich, so gut es geht alles zu beantworten.

Also, ich nehme Kupfer, Zink und Selen ein... habe aber erst heute damit begonnen. Ich soll täglich 2 mg Kupfer einnehmen. Laut meinem Arzt habe ich jedoch tatsächlich Kupfer- und Zinkmangel. Ich wusste bisher nicht, dass sich das gegenseitig bedingt und ein Mangel an beidem sehr ungewöhnlich ist/wäre... Ich weiß allerdings noch nicht, wie stark der Mangel ausgeprägt ist, da ich erst am Dienstag wieder einen Termin habe und da bekomme ich auch die Ergebnisse ausgehändigt. Sie sagte am Telefon allerdings, dass wohl Selen sehr stark verringert sei, die anderen beiden seien auch niedrig, aber eben nicht so akut....

Leider weiß ich nicht, ob es eine Vollblut- oder Serumsanalyse war... Wusste ehrlich gesagt gar nicht, dass es da einen Unterschied gibt. Kann ich so etwas als Laie feststellen, oder muss ich explizit danach fragen.

Die Pille nehme ich nicht. Habe sie vor circa 5 Jahren abgesetzt--> das hat übrigens meinen Zyklus sehr verstört und es hat gute 3 Jahre gedauert, bis sich alles so halbwegs normalisiert hatte.

Leberwerte wurden folgende untersucht:
-GOT : 19 U/l (10-35)
-GPT : 11U/l (10-35)
-GGT: 13U/l (5-39)
- Cholintsterase 6667 U/l (4200-11250)


Die Werte im Blutbild sind alle in Ordnung.

Eisen wurde bestimmt und ist bestens- liegt im oberen Bereich... Vitamin B wurde leider nicht bestimmt. Aber an das hatte ich auch schon gedacht- Ich werde meinen Arzt bitten, dass er das noch kontrollieren lässt.
Vitamin D ist, glaube ich, normal...müsste ich nachsehen, sobald ich die Ergebnisse am Dienstag habe. Mangan wurde meines Wissens nicht bestimmt.
Das Gesamteiweiß ist in der Norm ( 7,5 g/dl Normwerte: 6-8,5) und auch Albumin wurde bestimmt, dieses ist bei 60% (Norm 55-68)

CK und CRP wurden nicht gemacht. Harnsäure ist in der Norm, aber eher niedrig 18mg/dl Norm: kleiner 50


Mein Stuhlgang ist normal- glaube ich. jedoch denke ich, dass meine Verdauung sehr schnell ist. Ich habe für die Mengen, die ich esse, eher häufigen Stuhlgang.

Sooooo...ich denke, dass wars mal vorerst. Freue mich über eure weiteren Meinungen
Ganz liebe Grüße,
Fruity

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margie ist offline
Beiträge: 4.490
Seit: 02.01.05
Hallo Fruity,


die Leberwerte sind zunächst mal gut.
Wenn sie immer so sind, dann sollte die Leber eigentlich gesund sein.

Ich sage das deshalb so vorsichtig, weil man bei normalen Leberwerten dennoch eine Leberzirrhose haben kann, d. h. die Leberwerte nicht immer das tatsächliche Bild von der Leber wiederspiegeln.


Laut meinem Arzt habe ich jedoch tatsächlich Kupfer- und Zinkmangel. Ich wusste bisher nicht, dass sich das gegenseitig bedingt und ein Mangel an beidem sehr ungewöhnlich ist/wäre...
Hast Du den Kupferwert? Wenn ja, wäre es nett, wenn Du den einstellen würdest.

Ich habe eine chronische Kupfervergiftung aufgrund einer Leberkrankheit. Die Kupfervergiftung ist aber nur in der Leber vorhanden und im Blut hat man bei dieser Krankheit anfänglich zu wenig Kupfer. Erst im fortgeschrittenen Stadium geht das Kupfer aus der Leber heraus und geht ins Blut über und erst dann steigen die Kupferwerte im Blut.

D. h. wenn ein Arzt Kranke mit dieser Krankheit untersucht und er nicht ahnt, dass sie diese Krankheit haben, wird er wegen des zu niedrigen Kupfers im Blut sagen, dass ein Kupfermangel besteht.
Und gerade Kupferstoffwechselstörungen sind noch sooo häufig, als dass jeder Arzt die Kupferwerte interpretieren kann.

Du hast einen Wert, der bei dieser Krankheit auffällig sein kann, das ist die niedrige Harnsäure. Das muss aber noch nichts heißen. Mir fällt es bloß auf.

Wie hoch ist die Alkalische Phosphatase?
Wie hoch das Alpha-2-Globulin in der Eiweiß-Elektrophorese?
Beides sind Werte, die bei der Krankheit evtl. niedrig sind bzw. niedrig normal sind.

Ich will auf diese Krankheit bei Dir noch nicht hinaus. Dazu fehlen noch sehr viele Angaben bzw. Anhaltspunkte. Und es gibt sicher auch noch andere Kupferstoffwechselstörungen, die evtl. bei Dir in Betracht kämen.

Wenn das Kupfer nicht in Ordnung ist, so hat das meist etwas zu bedeuten. Wie gesagt, Kupfermangel ist so extrem selten.




Leider weiß ich nicht, ob es eine Vollblut- oder Serumsanalyse war... Wusste ehrlich gesagt gar nicht, dass es da einen Unterschied gibt. Kann ich so etwas als Laie feststellen, oder muss ich explizit danach fragen.
Das sieht man an den Normwerten, ob es eine Vollblut- oder Serumanalyse war. Die Normwerte für die Serumanalysen sind überall fast dieselben und ebenso sind die Normwerte für die Vollblutanalysen meist dieselben.


Eisen wurde bestimmt und ist bestens- liegt im oberen Bereich...
Es muss nicht immer gut sein, wenn Eisen im oberen Bereich liegt.
Wie hoch liegt es denn im Verhältnis zum Normbereich?
Außerdem ist der Eisenwert allein nicht sooo aussagefähig, weil er von der Ernährung in den Vortagen stark beeinflusst wird. Wichtiger sind das Ferritin, die Transferrinsättigung, etc.

Eine bestimmte (andere) Leberkrankheit, die bei Frauen vor den Wechseljahren sich oft noch nicht so heftig auswirkt, d. h. bei der die Leberwerte dann auch normal sein können, führt zu einem Eisenüberschuss im Laufe der Jahre. D. h. hohes Eisen kann evtl. auf diese Krankheit hinweisen.
Bei der Krankheit sammelt sich das Eisen in der Leber an und macht die Leber kaputt.
Bei Frauen wirkt sich diese Krankheit deshalb vor den Wechseljahren oft nicht so heftig aus, weil Frauen über die Periode immer wieder Eisen verlieren.
Aber Symptome kann diese Krankheit dennoch schon vor den Wechseljahren machen.

Nochmals:
Wie liegen Deine Erythrozyten? Eher hoch?
Hämoglobin? Auch eher hoch?

Wenn ja, sollte man das Ferritin und die Transferrinsättigung mal untersuchen lassen, weil diese beiden Werte Hinweise liefern können.



Wie ist das MCV? Hoch oder mittig?
Ist es eher hoch, dann spräche das für einen B12- und evtl. Folsäuremangel.
Auch der wäre bei Dir denkbar, wenn ich Deine Beschwerden betrachte.


Man kann auch aus Blutwerten, die im Normbereich liegen, bestimmte Vermutungen ableiten, nämlich dann, wenn die Werte grenzwertiger sind, d. h. entweder eher am unteren oder am oberen Normbereich liegen.




jedoch denke ich, dass meine Verdauung sehr schnell ist. Ich habe für die Mengen, die ich esse, eher häufigen Stuhlgang.
Wie sieht es mit der Schilddrüse aus? Wurden die Werte mal bestimmt?



LG
Margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

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Fruity ist offline
Themenstarter Beiträge: 19
Seit: 19.06.13
Liebe Margie....wirklich toll, dass du dir die Zeit nimmst... Ich habe von Laborberichten nicht wirklich viel Ahnung und tue mir etwas schwer, diese zu beurteilen.

Hast Du den Kupferwert? Wenn ja, wäre es nett, wenn Du den einstellen würdest.

Den Kupferwert bekomme ich erst am Dienstag. Habe diesen vor 2 Wochen kontrollieren lassen und muss mir die Ergebnisse erst abholen. Ich stelle den Wert hier rein, sobald ich ihn habe.


Wie hoch ist die Alkalische Phosphatase?
diesen Wert kann ich leider nirgendwo finden

Wie hoch das Alpha-2-Globulin in der Eiweiß-Elektrophorese?
Das Alpha 2- Globulin liegt bei 8,2% Norm 7-12


Es muss nicht immer gut sein, wenn Eisen im oberen Bereich liegt.
Wie hoch liegt es denn im Verhältnis zum Normbereich? Also, der Eisenwert liegt bei 126 (50-140) , Ferritin wurde auch besimmt: 145 (10-160)


Wie liegen Deine Erythrozyten? Eher hoch? Diese wurden zweimal - im Abstand von 2 Wochen kontrolliert- und lagen immer bei ca 4,4 (3,8-5,2)

Hämoglobin? Auch eher hoch? Hämoglobin auch bei beiden Überprüfungen bei 14 (12-16)
Was allerdings bei der ersten Untersuchung erhöht war waren die Leukozythen, diese waren bei knapp über 12.000 (4.000-8.5000) , die Lymphozyten hingegen waren erniedrigt mit 14% (20-40) . Bei der zweiten Kontrolluntersuchung haben sich diese Werte allerdings wieder eingependelt. Leukos waren bei 5.000 und die Lymphozyten bei 18%. --> mein Arzt meinte, das wäre wahrscheinlich ein Infekt gewesen??? Ich war allerdings nicht krank- zumindest nicht im herkömmlichen Sinn, zumindest hätte ich nichts davon bemerkt. Ich war "nur" wahnsinnig schwach und mir war extrem schwindelig.

Wie ist das MCV? Hoch oder mittig? Dieses liegt bei knapp über 90 (78-98)

Ist es eher hoch, dann spräche das für einen B12- und evtl. Folsäuremangel.
Auch der wäre bei Dir denkbar, wenn ich Deine Beschwerden betrachte.
Ja, ich habe auch schon an einen Vitamin B Mangel gedacht. Das wurde jedoch noch nicht überprüft. Werde das veranlassen. Aber muss denn ein solcher Mangel nicht auch einen Grund haben? An meiner Ernährung dürfte es nicht liegen, ich esse, denke ich, sehr gesund und ausgewogen.


Wie sieht es mit der Schilddrüse aus? Wurden die Werte mal bestimmt?
Schilddrüse wurde untersucht (TSH: 1,5 (0,5-3,5) Aber eben nur der TSH...Keine freien Werte oder Antikörper. Es wurde aber kein Ultraschall etc... gemacht. Ich habe aber schon eine Überweisung zum Endokrinologen verlangt und bekomme diese auch am Dienstag Ich habe nämlich gefühlsmäßig die Schilddrüse im Verdacht, oder auch die Nebenniere/ Niere? Irgendetwas hormonelles... Ich denke, ich werde dieses Thema noch mal genauer angehen. Vielleicht lässt sich doch etwas finden.


Lg Fruity

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Fruity ist offline
Themenstarter Beiträge: 19
Seit: 19.06.13
Oh, das tut mir leid, ist etwasunübersichtlich geworden. Ich dachte, die Zitate aus deinem Text würden hervorgehoben werden... Beim nächsten Mal mach ichs besser

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margie ist offline
Beiträge: 4.490
Seit: 02.01.05
Hallo Fruity,



oh, Du hattest bei der ersten Untersuchung Leukozyten von 12000 ?

Das macht die Sache nun etwas schwieriger, denn viele Blutwerte verändern sich, wenn man einen Infekt hat.
Erhöhte Leukozyten heißt: Entzündung oder Infekt.
Die Lymphozyten waren sicher im Rahmen dieses Infekts erniedrigt.

Dass Du davon nichts bemerkt hast?
Offenbar bist Du nicht überempfindlich.
Bei Leukozyten von 12000 müsste es Dir eigentlich nicht sooo gut gegangen sein.


Eisen, Kupfer, Ferritin, die Werte der Eiweiß-Elektrophorese verändern sich bei Infekten oder Entzündungen. Die meisten der Werte steigen deutlich an. Beim Zink weiß ich nicht sicher, ob es auch ansteigt.

Wann wurden diese Werte bestimmt? Bei der Untersuchung, wo die Leukozyten erhöht waren?
Wenn ja, so wären sie nicht zu gebrauchen.

Wenn Eisen und Ferritin bei der Untersuchung bestimmt wurden, wo die Leukozyten normal waren, wären beide Werte schon etwas auffällig hoch.
Die Normwerte beim Ferritin sind extrem weit gefasst.
Ein Arzt, der sich mit dieser Eisenspeicherkrankheit (das ist die Leberkrankheit, bei der die Leber das Eisen nicht vollständig ausscheiden kann) sehr gut auskennt, sagte mir mal, dass ein Ferritin von 50 optimal sei. Höhere Werte belasten den Körper bzw. die Leber.
Und für eine Frau ist Dein Wert schon relativ hoch.
Gut, man muss sehen, es ist nur ein Wert und Ferritin hat die Eigenart, dass es schwankt, weil schon kleinste Entzündungen den Wert ansteigen lassen.
Man müsste sicher ein paar Werte erst mal bestimmt haben, um die genaue Richtung bei Dir zu sehen.
Ein Wert ist kein Wert, sagte mal eine Ärztin, bei der ich war.


Kupfer:
Wenn Du vor der Kontrolle des Kupferwertes bereits Zink oder Kupfer eingenommen hast, wird sich dieser Wert verändern, so dass er für eine verlässliche Aussage nicht mehr verwertbar ist.

Zinkeinnahme senkt den Kupferwert (auch noch eine gewisse Zeit nach dem Absetzen des Zinks) und Kupfereinnahme erhöht den Kupferwert.

Ich würde, wenn Du erst die Werte kontrollieren willst, mit der Einnahme noch etwas warten, sonst kannst Du die kontrollierten Werte sehr schlecht einordnen.
Kupfer ist ein Schwermetall, d. h. da wäre ich extrem zurückhaltend mit einer Substitution. Ich vermute eh, dass Dein Arzt den Wert nicht richtig interpretieren kann (das Coeruloplasmin sollte man auch mal bestimmen in einer infektfreien Zeit - es steigt auch an, wenn man einen Infekt hat).

2 mg Kupfer sind schon so viel wie der ganze Tagesbedarf. Das ist sicher nur nötig, wenn Du wirklich einen extremen Mangel hättest.
Aber dazu passt dann Dein Zinkmangel eben nicht ....

Kupfer ist für die Blutbildung wichtig. Fehlt Kupfer, so kommt es zur Blutarmut.
Die hast Du auch nicht. Dein Hämoglobin ist sehr gut und die Erythrozyten auch, so dass Du noch weit entfernt von einer Blutarmut bist.
Auch das spricht gegen einen Kupfermangel.

Hast Du denn den ersten Kupferwert nicht?

Du kannst Dir die Befunde aushändigen lassen. Das ist Dein gutes Recht. Ich tue das immer. Man kann so auch immer wieder Doppeltuntersuchungen vermeiden.



Das MCV ist relativ hoch, aber noch nicht sooo hoch, dass man nun sagen muss, das ist ganz sicher ein B12-Mangel oder ein Folsäuremangel.
Man sollte dann wirklich das B12 und die Folsäure bestimmen. Aber nur, wenn Du diese beiden Substanzen nicht einnimmst.

B12 und wohl auch Folsäure speichern sich nämlich, wenn man sie eingenommen hat. D. h. wenn Du beides nur für 3 Tage absetzt, wirst Du immer noch erhöhte Werte haben.
Aber ich vermute mal, dass Du beides noch nicht einnimmst.

Eine Vorstufe für das B12 ist die Methylmalonsäure. Wenn sie bereits erniedrigt ist, zeigt das auch einen B12 Mangel an. Sie fällt vor dem B12 ab und ihre Bestimmung wäre daher evtl. sinnvoller (macht aber nicht jeder Arzt, weil sich die meisten Ärzte damit nicht sooo gut auskennen).
Methylmalonsäure kann man im Blut und im Urin untersuchen.


TSH:
Der Wert ist in Ordnung. Ich glaube nicht, dass die Schilddrüse Dein Problem ist. Natürlich sollte man sie mal gründlich untersuchen, um sicher zu sein.


Alkalische Phosphatase:
Sie kann auch irgendwie abgekürzt auf dem Befund stehen. Oder sie wurde nicht gemacht.
Wenn sie sehr niedrig ist oder wenn sie erhöht ist, würde man daraus Folgerungen ableiten können.
Wenn Du allerdings Zink einnimmst, so steigt sie an. D. h. der Wert vor der Zinkeinnahme sagt mehr aus.

Erythrozyten und Hämoglobin sind völlig o.k.



Zu der Frage, woher Mangelerscheinungen kommen:
Viele Krankheiten verursachen Mangelerscheinungen.
Wenn es im Magen, im Darm, in der Leber, in den Nieren oder der Bauchspeicheldrüse nicht stimmt, sind Mangelerscheinungen natürlich häufiger.
Aber natürlich spielt auch die Ernährung noch eine Rolle.
Vegetarier haben öfters B12 und Eisenmangel.

Leberkranke haben meist einen Zink-, Magnesium- und Vitamin A-Mangel.
Wenn im Magen der Intrinsic-Faktor zu niedrig ist, hat man einen Vitamin B12-Mangel.
Ist die Bauchspeicheldrüse nicht gesund, fehlen oft die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K.
Resorbtionsstörungen im Darm können sicher Mangelerscheinungen bei allen Nährstoffen machen.
etc.

Natürlich sollte man, wenn ein Mangel festgestellt wird, prüfen, woher er kommt. Denn oft wird eine Störung in den Organen vorliegen, die man wissen sollte und behandeln sollte.

Die Suche kann manchmal aber langwierig sein. D. h. man darf nicht erwarten, dass man sie immer gleich findet.
Es gibt zur Eingrenzung solcher Störungen auch sehr viele unterschiedliche Tests, die leider oft nicht alle gemacht werden, weil die Ärzte gern an der falschen Stelle sparen. Das sage ich jetzt mal aus meiner Erfahrung heraus.


LG
Margie
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Schwindel, Müdigkeit, Erschöpfung

catlady ist offline
Beiträge: 833
Seit: 29.09.12
Hallo Fruity

Deine Symptome und Blutwerte sind den meinen ziemlich ähnlich (außer Rücken- und Beinschmerzen), theoretisch könnten wir vielleicht das Gleiche haben, bin auch nur 2 Jahre jünger als du.
Ich habe allerdings auch noch keine Diagnose...
Hatte auch ein etwas erhöhtes Eisen, Ferritin war normal.

Momentan lasse ich mich auf einige Autoimmunerkrankungen checken, die Ergebnisse sind allerdings noch nicht da.
Werde aber weiterhin berichten...

Kann es sein dass du mal Eisentabletten genommen hast in der Zeit als die größten Probleme begannen?

Hattest du öfter das Gefühl zu unterzuckern bei normalem BZ?
Verträgst du Fleisch und große Mahlzeiten schlecht?

Was anderes: Verträgst du vielleicht sonstige Nahrungsmittel wie Fruchtzucker, Milchprodukte, Weizenprodukte, Käse, Pizza, Schokolade usw.. nicht?

Wegen der Schilddrüse: ft3 und ft4 sollten meiner Meinung nach schon mal bestimmt werden um mehr über den Schilddrüsenstoffwechsel zu erfahren.Ebenso die Hormone der Nebennieren (Cortisol, usw...).

Zink- und Kupfermangel können sehr wohl nebeneinander bestehen (und auch ohne niedrigem Hb), zb bei Malabsorption, Fehlernährung (auch durch viele heutige Lebensmittel ausm Supermarkt), Verdauungs- und Resorptionsstörungen usw...

Lass dich wegen der normalen Leberwerte trotz Zirrhose lieber nicht zu sehr verunsichern. Selbst wenn du mit normalen Werten Leberprobleme hättest, ist eine Zirrhose sehr unwahrscheinlich.
Ich glaube auch nicht dass deine Symptome besonders typisch für die Kupferspeicherkrankheit sind. Aber wenn du dir trotzdem unsicher bist, kannst du ja mal die gesamten Kupferwerte im Blut bestimmen lassen und zum Augenarzt gehen und den sogenannten Kayser-Fleischer-Ring ausschließen lassen.

Mit Kupferpräparaten als Nahrungsergänzung wäre ich trotzdem lieber vorsichtig, ist ja immerhin ein Schwermetall.. Ich zb vertrage kein Eisen in normaler Dosis obwohl ich noch nie Fleischfan war und auch keine Eisenspeicherkrankheit habe.

Niedrige Kupferwerte im Serum müssen übrigens auch nicht immer heißen dass man entweder MW oder Kupfermangel hat, es kann auch mal andere Ursachen haben oder für den ein oder anderen normal sein.
Dazu müssen auch andere Werte bestimmt und betrachtet werden.

lg catlady :-D

Geändert von catlady (05.07.13 um 20:47 Uhr)

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catlady ist offline
Beiträge: 833
Seit: 29.09.12
Was ich noch ganz vergessen habe:

Hat man deine Lunge, Bronchien usw... schon mal gecheckt? Irgendwelche Allergien in Verdacht wie Pollen, Hausstaub?

Vielleicht kannst du deinen Arzt auch mal fragen an welche Stoffwechselstörung er da konkret gedacht hat?


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