Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und einiges mehr...

24.06.13 20:33 #1
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endlesstired ist offline
Beiträge: 16
Seit: 30.08.10
Liebe alle

Ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen: männlich, 30 Jahre, 1.94cm, 83kg, Sport: zwei bis drei Mal wöchentlich, Ernährung: ausgewogen, Nichtraucher, abgeschlossenes Studium der Betriebswirtschaft.

Seit mehr als 5 Jahren leide ich an chronischer Müdigkeit sowie Konzentrations- und Gedächtnisproblemen. Anfangs war ich jeweils nur am Morgen für ca. zwei bis drei Stunden müde und neben der Spur, hatte also Probleme wach zu werden. Dies war im Februar 2008. Danach fühlte ich mich wieder gut. Nach einigen Monaten ist allerdings dieser Zustand den ganzen Tag über geblieben und bis heute hat sich wenig bis nichts verändert. Gute Phasen gibt es seit langem nicht mehr. Auch Schlaf bringt keine Erholung, genauso wie Ferien (auch eine viermonatige Auszeit/Reise hat nichts genützt). Meine geistige und körperliche Leistungsfähigkeit hat stark abgenommen und die Situation ist sehr einschneidend für meinen Alltag.

Mit der chronischen Müdigkeit geht eine Reihe von weiteren Symptomen einher:
  • Sehr niedriges Energieniveau, ständige Müdigkeit, erhöhtes Schlafbedürfnis, fühle mich am Morgen nicht erholt (im Gegenteil), am Morgen oftmals Muskelkater-artige und müde Beine, teils kribbeln in den Beinen.
  • Ausgeprägte Konzentrationsprobleme
  • Vergesslichkeit / Probleme mit dem Gedächtnis (kann mich teils nicht an spezifische Dinge erinnern), teils Schwierigkeiten Worte zu finden
  • „Schleier“ vor den Augen-Gefühl und daraus entstandene Unsicherheit, Schreckhaftigkeit
  • nachlassende Leistungsfähigkeit (geistig und körperlich (schlechte Ausdauer))
  • ständig verstopfte Nase
  • Leicht reizbar
  • Lichtempfindlichkeit (ständig leichtes Flimmern vor den Augen, blendet mich schnell, Probleme mit den Linsen)
  • Teils Nackenprobleme
  • Teils Schwindel
  • Kälteempfindlichkeit, ständig kalte Füsse (im Winter)

Im Grunde genommen gehören depressive Verstimmungen eher nicht zu meinen Symptomen. Natürlich schlägt die chronische Müdigkeit aufs Gemüt, allerdings habe ich nie ausgeprägte depressive Phasen.

Ich habe mittlerweile sehr viele verschiedene Abklärungen vorgenommen, Ärzte und Therapeuten besucht:
  • Hausarzt: allgemeine Untersuchung, Blut getestet, mehrfach, Schilddrüsen untersucht, für einige Wochen Eltroxin aufgrund leichter Unterfunktion, keine Veränderung (vor ca. 3 Jahren)
  • Psychotherapie für ca. 1 Jahr, keine klare Diagnose
  • Ohren-Nasen-Hals-Arzt: Schlafapnoe abgeklärt – kann definitiv ausgeschlossen werden
  • Augenarzt bezüglich Flimmern vor den Augen – kein Ergebnis
  • Bioenergie-Therapie (TCM), Craniosacral-Therapie, Homöopathie – keine Veränderungen
  • Atlaslogie
  • Ernährung umgestellt für ca. 3 Monate, vegane Rohkost
  • Elektrosmog im Schlafbereich abgeklärt (Radiowecker, WLAN, Funktelefon entfernt, Abschirmung)
Kürzlich bin ich bei einer Endokrinologin gewesen. Probleme aufgrund der Nebenniere konnten definitiv ausgeschlossen werden. Bei den Schilddrüsen hat sie einen TSH-Wert von 4.07 (0.25-4.00) sowie einen T4 (frei) Wert von 11.7 (6.8-18) festgestellt. Sie glaubt zwar nicht, dass die Probleme von der Schilddrüse kommen, hat mir aber trotzdem empfohlen 0.25mg Tirosint zu probieren. Dieses habe ich nun seit 2.5 Monaten und bisher keine Veränderungen bemerkt. Zudem hat die Endokrinologin eine sehr breite Abklärung gemacht und keine Auffälligkeiten festgestellt.

Ich bin heute an einem Punkt, an welchem ich ratlos bin und keine Ahnung habe, in welche Richtung ich steuern sollte. Ich wäre sehr dankbar für Tipps, Ideen, Inputs oder Feedback.

Ich danke Euch für Eure Zeit.


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toxdog ist offline
Beiträge: 1.021
Seit: 06.05.07
Wegen der verstopften Nase würde ich mal grundsätzlich 1-2 Wochen auf Milchprodukte verzichten. Eben auf Käse, Quark, Joghurt, Vollmilchschokolade!, Milchreis ...
Dann das gleiche Spiel mit Schweinefleisch wiederholen.
Ebenso kann die Pollensaison eine klebrige verstopfte Nase machen. Einen Allergiestest (Pricktest) auf div. Pollen hast du schon gemacht?

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Kaempferin ist offline
Beiträge: 705
Seit: 10.10.12
Hallo endlesstired

Ich bin kein Arzt. Aber für mich persönlich wär klar, dass du insbesondere an einer chronischen Infektion leiden könntest.

Fragen:
  1. Welches war vor 5 Jahren dein allererstes Symptom? War das die Müdigkeit?
  2. Ging diesem allerersten Symptom etwas Spezielles voraus (z.B. Grippe/Erkältung/Husten, Magen-Darm-Probleme, Ferien im Ausland, Jobwechsel, Wohnungswechsel etc)?
  3. Kannst du dich an einen Zeckenstich erinnern, irgendwann in der Vergangenheit?
Liebe Grüsse

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MiglenaN ist offline
Beiträge: 1.206
Seit: 15.05.13
Hallo endlesstired,

hast Du schon an Schadstoffe im Schlafraum gedacht? Dasselbe auch in den übrigen Wohnräumen und am Arbeitsplatz.

Lichtempfindlichkeit kann mit Kryptopyrrolurie (KPU), auch Hämopyrrollactamurie (HPU) genannt, zusammenhängen.
Der HPU -Patient ist lichtempfindlich, schmerzempfindlich und geräuschempfindlich.
KEAC - Hämopyrrollaktamurie (HPU) und HPU-Test®: Erläuterung und Schlüssel zum Fragebogen


Infos auch hier:
Kryptopyrrolurie HPU/KPU - Das Ende der Symptombekämpfung


Grüße, Miglena
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Ein freundlicher Blick durchdringt die Düsternis wie ein Sonnenstrahl. (Albert Schweitzer)

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derstreeck ist offline
Beiträge: 4.123
Seit: 08.11.10
Hallo endlesstired,

Die Kälteempfindlichkeit tritt auch bei einem Vitamin D Mangel auf.

Wegen weiteren Parallelen zu meinen Beschwerden, kannst Du Dir mal meinen Bericht durchlesen.
http://www.symptome.ch/vbboard/erfol...-symptome.html

Grüsse
derstreeck

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endlesstired ist offline
Themenstarter Beiträge: 16
Seit: 30.08.10
Hallo Kaempferin

Herzlichen Dank für deine Antwort. Ich kann mich nur erinnern, dass ich am morgen jeweils für ca. 2-3 Stunden total neben der Spur war, habe mich müde gefühlt und bin einfach nicht wach geworden (dies passte so gar nicht zu mir, ich war früher ein absoluter Frühaufsteher). Erstaunlicherweise hat sich dieser Zustand dann um 10.00 Uhr relativ rasch verabschiedet und ich fühlte mich wieder total normal udn gut. Diese Phase hat ca. 5-6 Wochen gedauert. Danach sind die beschwerden für ca. 7-8 Wochen nochmals ganz verschwunden. Erstaunlich war auch, dass ich wenn ich früh aufgestanden bin, ca. um 6.00h, mich jeweils viel besser gefühlt habe, als wenn ich um 9.00 (an den Wochenenden z.B.) aufgestanden bin.

Zu diesem Zeitpunkt war ich relativ neu in meinem Studium und hatte gerade die erste Prüfungsphase vorbei und ja, es gab eine gewisse Versagensangst. Keine Ferien im Ausland und kein Wohnungswechsel. An eine Grippe kann ich mich nicht erinnern. Auch an einen Zeckenstich kann ich mich nicht erinnern...

Liebe Grüsse
endlesstired

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endlesstired ist offline
Themenstarter Beiträge: 16
Seit: 30.08.10
Hallo Miglena

Vielen Dank für deinen Beitrag. Ich werde diesen Hinweisen sehr gerne nachgehen.

Alles gute.

Liebe Grüsse
endlesstired

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endlesstired ist offline
Themenstarter Beiträge: 16
Seit: 30.08.10
Liebe Miglena, Liebe alle

Ich habe mittlerweile einen HPU-Morgenurin-Test bei KEAC machen lassen. Dieser ist tatsächlich positiv herausgekommen: 1.44 uMol/L ("HPU positiv"). Dies ist bereits ein erster positiver Schritt und gibt Hoffnung. Da bisher immer alle Tests nichts angezeigt haben.

Nun frage ich mich, ob das empfohlene HPU-Screening Sinn machen würde oder ob ich allenfalls via Naturheilarzt (z.b. Kinesiologie) weitere Abklärungen vornehmen soll? Oder soll ich einfach die empfohlene Nahrungsmittelergänzung (P5P, Zink, Mangan...) einnehmen?

Danke für weitere Hinweise und beste Grüsse
endlesstired

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Kaempferin ist offline
Beiträge: 705
Seit: 10.10.12
Hallo endlesstired

Da du dich nicht mehr genau an den Krankheitsbeginn erinnern kannst, ist es für mich sehr schwierig bzw. unmöglich auf einen bestimmten Erreger zu schliessen. Ich habe leider keine Ahnung, was dies sein könnte. An deiner Stelle würde ich jedoch MINDESTENS Mycoplasma Pneumoniae (Antikörpertest) und Chlamydia Pneumoniae (Lymphozyten-Transformations-Test, LTT) testen lassen.

Alles Gute und liebe Grüsse

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boule ist offline
Beiträge: 152
Seit: 09.12.10
Mit der chronischen Müdigkeit geht eine Reihe von weiteren Symptomen einher:
•Sehr niedriges Energieniveau, ständige Müdigkeit, erhöhtes Schlafbedürfnis, fühle mich am Morgen nicht erholt (im Gegenteil), am Morgen oftmals Muskelkater-artige und müde Beine, teils kribbeln in den Beinen.
•Ausgeprägte Konzentrationsprobleme
•Vergesslichkeit / Probleme mit dem Gedächtnis (kann mich teils nicht an spezifische Dinge erinnern), teils Schwierigkeiten Worte zu finden
•„Schleier“ vor den Augen-Gefühl und daraus entstandene Unsicherheit, Schreckhaftigkeit
•nachlassende Leistungsfähigkeit (geistig und körperlich (schlechte Ausdauer))
•ständig verstopfte Nase
•Leicht reizbar
•Lichtempfindlichkeit (ständig leichtes Flimmern vor den Augen, blendet mich schnell, Probleme mit den Linsen)
•Teils Nackenprobleme
•Teils Schwindel
•Kälteempfindlichkeit, ständig kalte Füsse (im Winter)
Ich hatte das auch alles und noch einiges mehr, allerdings habe ich auch erst mit Anfang 40 was dagegen getan . Meine üblichen Verdächtigen sind Kornprodukte (Gluten usw.), alle Milchprodukte, Schwermetalle.

Gegen die entsetzliche Müdigkeit (die ich vor allem morgens hatte) habe ich mal auf eigene Faust alle paar Wochen unregelmäßig alle 1-3 Tage 5-10 mg Decortin geschluckt, hat damals Wunder gewirkt. Irgendwann war´s dann weg, lag dann insgesamt aber natürlich an meiner generellen Ernährungsumstellung.

Allerdings wußte ich von vorheriger ausschleichender Anwendung, das ich es gut vertrage und es kurzfristig (etwa 3 Tage) fast alle meine Symptome unterdrückt hat - natürlich hat es durchschlagenden Effekt auf alle entzündungsbasierenden Beschwerden. Ist selbstverständlich keine Dauerlösung, Kortison ist tödliches Teufelszeug.
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