Symptome nach Gehirnerschütterung, Postkommotionelles Syndrom?

04.06.13 14:29 #1
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Cosmea7777 ist offline
Beiträge: 39
Seit: 27.05.13
Hallo,

gibt es hier jemanden, der/die nach einer Gehirnerschütterung auch Monate danach noch die gleichen Symptome hatte, wie direkt nach dem Sturz?
Bei mir ist vor allem eine massive Erschöpfung und ein hohes Schlafbedürfnis aufgetreten, welche auch noch vier Monate nach dem Sturz anhalten.
Die Kopfschmerzen sind etwas besser. Schwankschwindel ist noch aufgetreten.
Ein Arzt machte mich darauf aufmerksam, dass er doch hier die Ursache meiner Beschwerden vermute, weil es diesen eindeutigen Zusammenhang zwischen Sturz auf den Kopf und Symptomen gibt.
Wenn es hier jemanden gibt, der/die auch eine Gehirnerschütterung und noch länger damit Probleme hatte, würde ich mich sehr freuen, wenn ich eine Rückmeldung bekäme. Überhaupt, wenn jemand etwas zu diesem Themenkomplex weiß...

Viele Grüße
Cosmea


Symptome nach Gehirnerschütterung, Postkommotionelles Syndrom

Rota ist offline
Beiträge: 2.554
Seit: 22.07.08
Hallo Cosmea,

zuerst denke ich bei Unfällen an das Mittel ARNIKA. Es wird bei Unfallfolgen die den Kopf betreffen mit großem Erfolg gegeben.

Es gilt die Regel, daß man, wenn der Unfall schon länger zurückliegt und immer noch Beschwerden bestehen, eine hohe Potenz zu wählen und zwar eine Einmalgabe von Arnika C 30 (1 Kügelchen auf die Zunge). Dann wartet man ab. Wenn die Beschwerden nach 1 Woche immer noch nicht verschwunden sind, kann man noch mit Niederpotenzen D4,6,12 (entweder in einer Mischung zusammen, oder getrennt nacheinander) weiter machen, bis die Beschwerden verschwinden.

Aber nicht versäumen immer wieder mit einem Arzt Kontakt halten, damit nicht eine Spätfolge sich einnistet. Auch kleine Blutungen können sich im Laufe der Zeit zu Tumoren entwickeln, die dann wie eine Perle in der Muschel sich ummanteln und auf Grund der Größe zu Verdrängungen führen, die gefährlich sein können.

Ich schreibe dies, weil solch eine Komplikation meinem Mann passiert ist und der erst im Alter von 69 Jahren, nachdem er den Sturz schon in der Kindheit hatte, mit einem versteinerten Gewächs zu tun bekam. Seine OP war da lebensrettend. Es war der HNO-Arzt, der das entdeckte und nur, weil er eine Zusatzausbildung als Neurologe hatte. Das war ein totaler Glücksfall. Ansonsten hätte mein Mann plötzlich umfallen können und nicht wieder aufstehen weil der Tumor schon auf das Kreislaufzentrum gedrückt hat. Ich wunderte mich schon lange, daß mein Mann immer blaue Lippen bekam, obwohl sein Herz ok war.

Ich hoffe, es zeigt sich bald, daß Deine Beschwerden nachlassen.


Liebe Grüße
Rota
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Alles Gelingen hat seine Gründe, alles Mißlingen hat sein Geheimnis Joachim Kaiser, Musikkritiker

Geändert von Rota (04.06.13 um 15:38 Uhr) Grund: Ergänzungen

Symptome nach Gehirnerschütterung, Postkommotionelles Syndrom

Cosmea7777 ist offline
Themenstarter Beiträge: 39
Seit: 27.05.13
Hallo Rota,

ich danke Dir sehr für Deinen Beitrag.
Wie hat denn der HNO-Arzt den Tumor bei Deinem Mann festgestellt? Durch ein MRT? Das war ja wirklich Glück, dass das entdeckt und dann operiert wurde. Was es alles gibt....

Nächsten Mittwoch kann ich zum Neurologen gehen, vielleicht wäre es sinnvoll, nochmal ein MRT zu machen.

Und sehr herzlichen Dank für Deinen Tipp mit Arnika!
D30 und D1000 könnte ich heute noch bekommen, die C30 müsste ich bestellen.
Würdest Du auf alle Fälle die C30 bestellen? Ich kenne mich leider nicht aus, wie sich diese C- und D-Potenzen unterscheiden...

Zu den Langzeitfolgen nach einer Gehirnerschütterung habe ich noch das hier gefunden:

http://www.apotheken.de/news/article...angzeitfolgen/

Fand es krass, dass alle untersuchten Patienten (es waren allerdings nur 33) noch nach Jahren mittelstarke bis starke neurologische Beeinträchtigungen hatten (und das nach einem leichten SHT). Weiter steht dann, dass sie deutlich mehr an depressiven Symptomen litten als die Vergleichsgruppe.
Die Ursachen sind leider unbekannt.

So weiß ich im Moment auch nicht so recht, was ich tun kann. :( Bin doch recht verzweifelt, weil das Leben so an mir vorrübergeht und die Erschöpfung ziemlich quälend ist. Bin seit Februar nicht annähernd arbeitsfähig und im privaten Bereich geht auch nichts mehr. Vielleicht brauche ich noch etwas Geduld. Es soll wohl recht schlecht gewesen sein, dass ich die ersten Tage nach dem Sturz auf den Beinen war, weil alles ambulant abgeklärt wurde, CT wegen dem Sturz auf den Kopf, Arzt/Krankenhausbesuche wegen anderer Komplikationen. Ich merkte ja dabei, wie es mir schlechter und schlechter ging und ich eigentlich nur liegen wollte, statt stundenlang in der CT-Praxis zu warten, bis ich mich dann übergeben musste. Auch die Zeit danach war extrem stressig, weil dann die D-Dimere erhöht waren und da ich Schmerzen im Bein hatte, eine Thrombose vermutet wurde, ich mit Rettungswagen noch nachts in die Klinik gebracht wurde, am nächsten Tag nochmal zum Utraschall kommen musste... das war wohl alles nicht genesungsfördernd... und vielleicht der Grund, warum ich damit so lange und massiv zu tun habe.

Werde auf alle Fälle Arnica einnehmen. Hätte ich wahrscheinlich am besten schon gleich nach dem Sturz gemacht.

Nochmal lieben Dank für Deinen Beitrag!
Liebe Grüße
Cosmea

Symptome nach Gehirnerschütterung, Postkommotionelles Syndrom

Rota ist offline
Beiträge: 2.554
Seit: 22.07.08
Hallo Cosmea

Wie hat denn der HNO-Arzt den Tumor bei Deinem Mann festgestellt?
Der HNO-Arzt hat meinem Mann einige Kabel auf dem Kopf verlegt, wie das heißt weiß er nicht mehr. Aber es war halt keine Routineuntersuchung für HNO, sondern für Neurologie, das hat der HNO-Arzt damals extra erwähnt.
Allerdings mußte mein Mann sofort zum RÖ und da kaam es dann erst raus.

Diese beiden Potenzen D 30 und D 1000 hatte ich nicht genannt, weil sie zu nahe an der C 30 liegen. Es wären eben besser die noch im stofflichen Bereich liegenden D 4,6 und 12 nach der C 30 zu nehmen. Das ist Erfahrungsschatz von mir.

Würdest Du auf alle Fälle die C30 bestellen?
Ja, denn das ist die Potenz, die im Fall eines länger zurückliegenden Unfalls oft und erfolgreich verwendet wird. Da Du ja nur ein Kügelchen brauchst, kannst Du noch viele Freunde mit Deinem Reichtum beglücken. Es reicht für das ganze Leben. Gehört unbedingt in die Hausapotheke. Man kann es auch mal als Nothilfe anwenden gleich nach dem Unfall. Da hilft es auch bei anderen Verletzungen - was halt so anfällt.

Vielleicht brauche ich noch etwas Geduld.
Ja, das brauchst Du.

Es soll wohl recht schlecht gewesen sein, dass ich die ersten Tage nach dem Sturz auf den Beinen war,
Das oberste Gebot bei Schädeltraumata ist Ruhe, Ruhe, Ruhe. Aber was kannst Du jetzt noch tun?

Mir fällt noch ein, das Du vielleicht ein Hildegardrezept anwenden könntest.
Olivenöl mit Salz vermengen und damit den Kopf einreiben, Badekappe drauf und über Nacht wirken lassen. Das zieht eventuelle Gerinnsel heraus.

Das ist auch für die Haare gut, solltest Du dabei um Deine Frisur Angst haben.

LG Rota
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Symptome nach Gehirnerschütterung, Postkommotionelles Syndrom

Matze2012 ist offline
Beiträge: 101
Seit: 04.01.12
Hallo Rota,

ich habe ein schweres Halswirbelsäulen-Trauma vor 2 Jahren hinter mir - zwischenzeitlich ging es mir ein wenig besser bis ich mir vor 6 Monaten die gleiche Stelle noch einmal stauchte. Seitdem permanente Kopf- und Nackenschmerzen, unzählige Unverträglichkeiten (ich habe in den letzten 4-5 Monaten 20 Kilo verloren), Brennen und Muskelschmerzen am ganzen Körper bei Nahrungsaufnahme etc.
Leider habe ich den Verdacht, mir zum gleichen Zeitpunkt (vor 6 Monaten) Parasiten/Erreger in der Karibik eingefangen zu haben. Nun bin ich bei einer Inneren Medizinerin (Alternativmedizinerin), die Expertin für Parasiten ist und viel mit Homöopathie arbeitet. Sie sagt, zunächst müsse ein Zahn raus, dann könne man mit der Parasitenkur beginnen. Die HWS spielt sicher auch eine grosse, wenn nicht die grösste Rolle (schwächt das Immunsystem), ist aber trotz unzähliger Maßnahmen eher schlechter als besser geworden. Soweit die Vorgeschichte.

Nun empfiehlt die Ärztin mir, Arnika C30 vor und nach der Zahnextraktion zu nehmen. Bei meiner Recherche hier stoße ich darauf, dass Arnika nicht nur bei Zahnextraktionen, sondern auch bei Verletzungen (auch länger zurückliegend) helfen kann.

Du schreibst, dass man zunächst nur 1 Globuli C30 nehmen sollte. Warum ist das so und spricht etwas dagegen, mehr zu nehmen, da das die Empfehlung für die Zahnextraktion am Montag wäre? Da mir die HWS aber noch wichtiger ist, würde ich die Dosierung nehmen, die dafür am geeignetsten ist.

Vielen Dank und Grüße
Matthias


Zitat von Rota Beitrag anzeigen

Ja, denn das ist die Potenz, die im Fall eines länger zurückliegenden Unfalls oft und erfolgreich verwendet wird. Da Du ja nur ein Kügelchen brauchst, kannst Du noch viele Freunde mit Deinem Reichtum beglücken. Es reicht für das ganze Leben. Gehört unbedingt in die Hausapotheke.

LG Rota

Geändert von Matze2012 (31.07.13 um 15:39 Uhr)


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