Baby impfen? Ja oder Nein?

11.01.11 19:43 #1
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Baby impfen? Ja oder Nein?

alibiorangerl ist offline
Beiträge: 8.920
Seit: 09.09.08
Wuhu,
Zitat von Bergeversetzer Beitrag anzeigen
Impfungen sind ein streitbares Thema.
Als Überlegung: Wenn dein Kind irgendwann mal an HIB, Keuchhusten oder Mumps oder ähnlichem erkrankt, und eine ganz ordentliche Beeinträchtigung seines Gesundheitszustandes als Folge davonträgt, wirst du dir dann Vorwürfe machen oder eher nicht?

Diese Krankheiten, gegen die geimpft wird, sind nicht alle so harmlos.

Genauso ist es andersrum: wenn dein Kind eine Impfkomplikation davon trägt, kannst du damit umgehen?

So eine Entscheidung ist sehr schwer. Am Ende kann man also doch nur hoffen das man das was man tut, richtig macht und das nix passiert.
ich machte (habe keine) mir sicher KEINE Vorwürfe, wenn ein Kind eine Krankheit bekäme, da durch unseren gesellschaftlichen (also auch medizinischen aber exklusive Impfungen) "Wohlstand" mein Kind eine sehr hohe Gesundungschance hat.

Vorwürfe würde ich mir - aufgrund der mir nun seit langem bekannten Schäden - machen, wenn ich sie impfen lassen müsste, tun tät ichs nicht...

Womöglich dächte ich anders - aber nur bei sehr bestimmten, sicher aber nicht allen! - über (nicht Baby-!) Kindes-Imfpung/en nach, wenn ich mich in einem nicht so "feudalen" Gesundheitssystem befände...

Es bleibt ja schließlich jedem selbst überlassen, ob er es seinem Kind (an-) tut oder nicht... Nur im nachhinein, wenn Komplikationen bzw Schäden auftreten, dürfte sich dann ob des vorherigen Wissens darüber NICHT aufregen...

Bei diesen Befürworter-Links muss man allerdings auch bedenken, von wem diese erarbeitet wurden
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» Optimismus ist nur ein Mangel an Information. « – Heiner Müller

Baby impfen? Ja oder Nein?

alibiorangerl ist offline
Beiträge: 8.920
Seit: 09.09.08
Wuhu,
Nachsatz... das Problem ist mMn auch jenes, dass so viele verschiedene Impfungen auf einmal - nur noch - angeboten werden; Hätte man die Auswahl aus jenen von zB Bergeversetzer und Lennert genannten (wo ich nicht konsequent dagegen wäre), diese einzeln (fürs Kind) zu bekommen, sähe die ganze Sache schon wieder anders aus...

Warum müssen X-beliebig verschieden Impfstoffe kombiniert werden?! Wo genau bei diesen sich die Schäden mehrten... Einzeln nach gewissen Pausen könnte sich so das wachsende Kinder-Immunsystem auf jeden Impfstoff extra rüsten, müsste nicht mit einer Überlast kämpfen und womöglich verlieren...

An den üblichen Kinderkrankheiten bin zB ich in unsren Längen und Breiten nicht gestorben (ich hatte alle, sogar Mumps!); Darf man bei den Impfschäden UND den Toden durch die ungeimpfte Krankheit auch nicht vergessen - dass das Kind wohl bereits vorher entsprechend geschwächt war - ist aber sicher auch nicht die Regel!)
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Geändert von alibiorangerl (13.01.11 um 13:01 Uhr)

Baby impfen? Ja oder Nein?

Burki ist offline
Beiträge: 10
Seit: 09.05.09
Der Klassiker zum Thema Impfen heisst für mich:
"Impfen - das Geschäft mit der Angst" von Dr.med.Gerhard Buchwald
Er war Facharzt für innere Medizin und einiges mehr ...
Sehr umfangreiche und saubere Recherche.
ISBN 3-426-87031-2 Knaur Verlag Euro9.90
Herzliche Grüsse
Jürg

Baby impfen? Ja oder Nein?
Der Lennart
Zitat von alibiorangerl Beitrag anzeigen
Wuhu,
Nachsatz... das Problem ist mMn auch jenes, dass so viele verschiedene Impfungen auf einmal - nur noch - angeboten werden; Hätte man die Auswahl aus jenen von zB Bergeversetzer und Lennert genannten (wo ich nicht konsequent dagegen wäre), diese einzeln (fürs Kind) zu bekommen, sähe die ganze Sache schon wieder anders aus...

Warum müssen X-beliebig verschieden Impfstoffe kombiniert werden?! Wo genau bei diesen sich die Schäden mehrten... Einzeln nach gewissen Pausen könnte sich so das wachsende Kinder-Immunsystem auf jeden Impfstoff extra rüsten, müsste nicht mit einer Überlast kämpfen und womöglich verlieren...
Zwar werden Kinder heute gegen mehr Krankheiten geimpft als früher. Die Zahl der dabei übertragenen Fremdmoleküle, der so genannten Antigene, hat sich aber dennoch deutlich verringert. So beinhaltete allein der alte Keuchhusten-Impfstoff rund 3.000 solcher molekularen Fremdstoffe. In allen heutigen Schutzimpfungen zusammengenommen finden sich dagegen nur 150 Antigene. Der Grund dafür liegt darin, dass die modernen Impfstoffe hoch gereinigt sind und zumeist nur einzelne Bestandteile der Erreger enthalten. Tatsächlich muss sich das kindliche Immunsystem tagtäglich mit einer vielfach größeren Menge von Fremdmolekülen auseinandersetzen, als dies bei Impfungen der Fall ist.
Auch gibt es keine Hinweise, dass Mehrfachimpfstoffe das Abwehrsystem überlasten würden. Bekannt ist allerdings, dass bestimmte Teilkomponenten der Kombi-Impfungen das Immunsystem schwächer stimulieren als wenn man sie alleine geben würde, weshalb beispielsweise vier statt drei Impfspritzen notwendig sein können. Unter dem Strich jedoch kann die Zahl der erforderlichen Spritzen durch Mehrfachimpfstoffe deutlich reduziert werden.
Bis zu sechs Impfstoffe – gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Haemophilus influenzae, Polio und Hepatitis B – lassen sich heute in einer einzigen Vakzine kombinieren. Eine häufige Kritik an der Sechsfachimpfung ist, dass Hepatitis B vorwiegend – wenn auch keineswegs ausschließlich – durch Geschlechtsverkehr übertragen wird und die Erkrankungswahrscheinlichkeit bei einem Säugling niedrig liegt. Allerdings verläuft die Hepatitis-B- Erkrankung bei Säuglingen fast immer sehr schwer und wird in 90% der Fälle chronisch. Außerdem kommen bei der Hepatitis-Impfung im Säuglingsalter auch pragmatische Überlegungen zum Tragen. Man weiß, dass die Impfquoten bei Jugendlichen gering sind, eine Hepatitis-B-Infektion aber zu einer schweren Krankheit führen und bei chronischem Verlauf sogar Leberkrebs auslösen kann. Daher empfehlen die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut ebenso wie die Weltgesundheitsorganisation WHO, die Immunisierung gegen Hepatitis B bereits bei Kindern durchzuführen. Nach derzeitigem Wissen könnte dadurch bei einem Großteil der Geimpften ein langfristiger, möglicherweise sogar lebenslanger Schutz erzielt werden.

Quelle: www.rki.de/cln_100/nn_1345610/DE/Content/Infekt/Impfen/Bedeutung/Schutzimpfungen__20__Einwaende.html

Zitat von alibiorangerl Beitrag anzeigen
An den üblichen Kinderkrankheiten bin zB ich in unsren Längen und Breiten nicht gestorben (ich hatte alle, sogar Mumps!); Darf man bei den Impfschäden UND den Toden durch die ungeimpfte Krankheit auch nicht vergessen - dass das Kind wohl bereits vorher entsprechend geschwächt war - ist aber sicher auch nicht die Regel!)
Dir ist aber schon klar, daß Jungs durch Mumps unfruchtbar werden können, oder? Würde ich persönlich nicht so witzig finden, wenn ich keine Kinder bekommen könnte... Meine Eltern hätten sicher auch gerne Enkelkinder...

Baby impfen? Ja oder Nein?

Bergeversetzer ist offline
Beiträge: 1.146
Seit: 12.04.10
Hallo AlibiOrangerl

ich möchte dir sicher keine Empathie absprechen aber Kinder zu haben ist was völlig anderes als keine Kinder zu haben. Emotional.
Man denkt anders, man fühlt anders. Ganz besonders bezüglich des Kindes.
Als Elternteil möchte man nicht das das Kind überhaupt krank wird. Egal wie toll unser medizinischer Standart ist.
Auch der kann nicht alle Folgeschäden oder Erkrankungen verhindern oder heilen. Wo ich mal ganz vorsichtig auf die User dieses Forums hinweisen möchte, die ja auch zum großen Teil vom Standart nicht unbedingt profitieren.

Für mich persönlich wäre es unerträglich, wenn meine Tochter eine schwere Krankheit bekäme und möglicherweise schwere Folgeschäden davontragen würde. Besonders dann , wenn ich es hätte verhindern können.

Man hat ja diese Impfungen ursprünglich nicht entwickelt, um anderen Menschen zu schaden. Mein Vater hat selbst Polio gehabt, zu einer Zeit, als es keine Impfungen gab. Fast jeder im Ort hatte Polio, es war wie eine Epidemie. Man mußte Häuser und Wohnungen kennzeichnen.
Es gab ziemlich viele Tote. Natürlich auch Kinder. Und noch mehr Personen mit Folgeschäden der Krankheit.
Vor zehn Jahren galt Polio im Kongo als ausgerottet und 2010 traten plötzlich über 400 Lähmungen durch Polio auf, es gab über 100 Tote.
__________________
Nette Grüße
Bergeversetzer

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BunnyDog ist offline
Beiträge: 1.291
Seit: 05.08.08
Zitat von Burki Beitrag anzeigen
Der Klassiker zum Thema Impfen heisst für mich:
"Impfen - das Geschäft mit der Angst" von Dr.med.Gerhard Buchwald
Er war Facharzt für innere Medizin und einiges mehr ...
Sehr umfangreiche und saubere Recherche.
ISBN 3-426-87031-2 Knaur Verlag Euro9.90
Herzliche Grüsse
Jürg
Von 'sauberer Recherche' kann gar keine Rede sein. Vielmehr gibt Buchwald ein Paradebeispiel ab für undifferenziertes Schwarz-Weiss-Denken. Er ignorierte nicht nur alle Erkenntnisse, die seinen Ansichten widersprachen, er verbreitete in seinem Buch auch bewusst Falschinformationen. Ein paar Beispiele hierzu:

Gerhard Buchwald
__________________
Das am schlimmsten grassierende Virus? Der Aberglaube.

Baby impfen? Ja oder Nein?

derstreeck ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.122
Seit: 08.11.10
Ich habe mich eigentlich schon festegelegt. Ich möchte nicht impfen lassen. Schon gar nicht im 2. Lebensmonat und schon gar nicht ne 5 oder 6 Fachimpfung.

Die BGA - Broschüre überzeugt mich nicht. Die Mehrfachimpfung erspart unserem Kind unötige Schmerzen. Was ist denn das für ein Argument? Diese

"Krankheiten verlaufen im ersten Lebensjahr
häufi g viel schwerer als bei älteren Kindern.
Um die Kinder gegen diese Krankheiten zu
schützen, ist es notwendig mit der Impfung
so früh als möglich zu beginnen. Das Immunsystem
der Säuglinge wird dadurch nicht
übermässig beansprucht. Zuwarten mit Impfen
bedeutet, dass die Säuglinge ungeschützt
dem Risiko von Krankheiten mit potenziell
schweren Folgen ausgesetzt sind."

Das ist Angst machen!

"Millionen von Kindern in Europa und den USA
wurden bereits während vieler Jahre gegen
MMR geimpft. Eingehende Untersuchungen
haben gezeigt, dass kein ursächlicher
Zusammenhang zwischen der MMR-Impfung
und Autismus oder chronisch entzündlichen
Darmerkrankungen besteht."

Wäre nicht schlecht, wenn die Studien auch genannt werden würden und vor allem wie lange diese gedauert haben und ob es überhaupt eine ungeimpfte Konntrollgruppe gab.

Es ist vielleicht sinnvoll gegen bestimmte Krankheiten zu impfen aber die gängige Praxis mit Mehrfachimpfstoff und dieses frühe Impfen im 2. Lebensmonat ergibt für mich nur einen Sinn. Man will Geld verdienen.

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Der Lennart
Zitat von alibiorangerl Beitrag anzeigen
Wuhu,
ich machte (habe keine) mir sicher KEINE Vorwürfe, wenn ein Kind eine Krankheit bekäme, da durch unseren gesellschaftlichen (also auch medizinischen aber exklusive Impfungen) "Wohlstand" mein Kind eine sehr hohe Gesundungschance hat.
Da wäre ich mir nicht so sicher - gegen Tetanus gibt es z.B. keine Therapie, wenn die Erkrankung ausgebrochen ist. Es sei denn, du verstehst das Entfernen allen infizierten Gewebes als eine Therapie, der du Dich gerne unterziehen würdest.

siehe auch: Tetanus


Zitat von alibiorangerl Beitrag anzeigen
Womöglich dächte ich anders - aber nur bei sehr bestimmten, sicher aber nicht allen! - über (nicht Baby-!) Kindes-Imfpung/en nach, wenn ich mich in einem nicht so "feudalen" Gesundheitssystem befände...
... das auch nicht alles immer heilen kann. Manchmal hilft eben nur Vorbeugung.

Zitat von alibiorangerl Beitrag anzeigen
Es bleibt ja schließlich jedem selbst überlassen, ob er es seinem Kind (an-) tut oder nicht... Nur im nachhinein, wenn Komplikationen bzw Schäden auftreten, dürfte sich dann ob des vorherigen Wissens darüber NICHT aufregen...
z.B. wenn der Sohnemann keine Kinder bekommen kann. Da würde ich mir im Nachhinein schon Vorwürfe machen.

Baby impfen? Ja oder Nein?
Der Lennart
Zitat von derstreeck Beitrag anzeigen
Das ist Angst machen!
Sehe ich nicht so. Du wirst lediglich über die Risiken relativ später Impfungen aufgeklärt.

Zitat von derstreeck Beitrag anzeigen
Wäre nicht schlecht, wenn die Studien auch genannt werden würden und vor allem wie lange diese gedauert haben und ob es überhaupt eine ungeimpfte Konntrollgruppe gab.
Google benutzen. Die entsprechende Studie ist inzwischen durch andere Studien (u.a. mit höheren Fallzahlen) widerlegt. Siehe auch RKI.

Zitat von derstreeck Beitrag anzeigen
Es ist vielleicht sinnvoll gegen bestimmte Krankheiten zu impfen aber die gängige Praxis mit Mehrfachimpfstoff und dieses frühe Impfen im 2. Lebensmonat ergibt für mich nur einen Sinn. Man will Geld verdienen.
"Auch Unternehmen in anderen Industriezweigen verdienen mit ihren Produkten Geld, das ist das Ziel aller Unternehmen. Allerdings dürften Medikamente für chronisch Kranke, die ein Leben lang genommen werden müssen, mehr Gewinn einbringen als Impfstoffe, die in der Regel nur wenige Male verabreicht werden.

Den Umsätzen der Pharmaindustrie stehen auch oft beträchtliche Einsparungen gegenüber. So wurden in den alten Bundesländern zu Zeiten der Schluckimpfung für jede Mark, die in die Impfung floss, 90 Mark an Therapie- und Rehakosten gespart.

Die heutige Impfung gegen Keuchhusten senkt die direkten Behandlungskosten um mehr als 200 Millionen Euro pro Jahr. Auch für die inzwischen generell empfohlene Impfung gegen Hepatitis B wurde errechnet, dass nach anfänglichen Zusatzkosten für die Krankenkassen das Gesundheitssystem langfristig entlastet wird."

Quelle: RKI

Baby impfen? Ja oder Nein?

derstreeck ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.122
Seit: 08.11.10
@Der Lennart. Ich habe auch schon in Elternforen gestöbert und noch keine so sinnvollen Argumente für das Impfen gelesen. Man merkt, dass du dich auch intensiv damit auseinander gesetzt hast. Ich werde deine Links noch lesen.


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