Gesundheitsgefährdung durch Nano?

09.01.16 19:07 #1
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AW: Gesundheitsgefährdung durch Nano?

julisa ist offline
Beiträge: 1.799
Seit: 20.03.09
Ich habe gerade bei der Durchsicht festgestellt, dass selbst bei Pure Encapsulations mikrokristalline Cellulose als Füllstoff verwendet wird, ging ich doch beim Image dieses Herstellers davon aus , dass er auf überflüssige Füllmaterialien verzichtet. Mist!
Die Cellulose ist doch das Material, aus dem die Kapseln gemacht sind.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mikrok...line_Cellulose

Das ist einfach nur ein Ballaststoff. Ansonsten werden Kapseln ja auch aus Gelatine gemacht.

Selbst wenn das noch in der Kapsel enthalten wäre, ist das äußerst harmlos.

VG
julisa

Geändert von julisa (12.01.16 um 23:43 Uhr)

Gesundheitsgefährdung durch Nano?

Rauke ist offline
Themenstarter Beiträge: 787
Seit: 17.11.12
Ich habe mich mal auf die Suche nach einem Hersteller gemacht, der keine Füllstoffe als Nano oder Mikro-Teilchen verwendet.

Dieser Hersteller macht auf mich einen vertrauenswürdigen Eindruck.
Ich hatte dort auch schon bestellt.

Das Unternehmen, die Mission, Unternehmensleitlinien, Werte und Auszeichnungen - Biogena

Wenn man den Button "Auszeichnungen, Zertifizierungen" anwählt, sieht man die ganzen Auszeichnungen unter anderem in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Hier wird beschrieben, woraus die Kapselhüllen bestehen
Frequently asked questions - Biogena

Aus welchem Material bestehen die Kapselhüllen, die Biogena verwendet?
Wir machen uns sehr viele Gedanken über unsere Produkte. Nicht nur was die Inhaltsstoffe betrifft, sondern auch wie wir sie „verpacken“ können.
In der Regel werden ungefärbte pflanzliche Kapselhüllen aus Hydroxypropylmethylcellulose, die sogenannten Vcaps® Plus eingesetzt. Diese Kapselhüllen lösen sich im Magen-Darm-Trakt zügig auf und die Inhaltsstoffe stehen zur Aufnahme in den Körper schnell zur Verfügung.
Für Spezialprodukte, bei denen eine sichere Magenpassage notwendig ist, also bei Präparaten mit Bakterienkulturen oder mit proteolytischen Enzymen, setzen wir eine spezielle Kapselhülle ein, die sogenannten DRcaps® (Delayed release-Kapseln). Auch sie bestehen aus Cellulose, lösen sich aber erst nach einiger Zeit auf (Tests zeigen nach ca. 45 Minuten). Deshalb erfolgt die Freisetzung des Kapselinhalts erst im Darm, wo die Bakterienkulturen und die proteolytischen Enzyme dann nicht mehr der für sie schädlichen Magensäure ausgesetzt sind.
Vcaps® Plus und DRcaps® sind vegan und haben ein Halal- sowie ein Kosher-Zertifikat.
Bei Kapseln mit flüssiger Füllung, wie beispielsweise Omega-3-Fischöl-Konzentraten, verwenden wir eine Kapselhülle aus Fischgelatine. Diese Kapselhüllen sind frei von Schwein oder Rind und können weltweit verwendet werden.
Bei einigen Produkten mit pflanzlichen Ölen setzen wir eine ungefärbte transparente Kapselhülle aus modifizierter Stärke ein.
Um welche Kapselhülle es sich bei Ihrem Produkt handelt, sehen Sie in der Zutatenliste.


Ich habe mir einige Produkte mal aufgerufen und hier keine mikrokristalline Cellulose als Füllmittel gefunden, lediglich Cellulosepulver als Füllstoff bei manchen Produkten.

Geändert von Rauke (13.01.16 um 04:09 Uhr) Grund: Falscher Link

Gesundheitsgefährdung durch Nano?

Rauke ist offline
Themenstarter Beiträge: 787
Seit: 17.11.12
Die Cellulose ist doch das Material, aus dem die Kapseln gemacht sind.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mikrok...line_Cellulose

Das ist einfach nur ein Ballaststoff. Ansonsten werden Kapseln ja auch aus Gelatine gemacht.

Selbst wenn das noch in der Kapsel enthalten wäre, ist das äußerst harmlos.
Hallo Julisa,

die Kapselhülle ist meist aus Hydroxypropylmethylcellulose und ungefährlich.

Im Unterschied dazu wird mikrokristalline Cellulose als Füllstoff verwendet, damit lassen sich die Kapseln offenbar besser technisch abfüllen.

Wir haben in einem anderen Thread, bei der Zahncreme Biorepair herausgefunden, dass die Bezeichnung "mikrokristallin" dort synonym für nanokristallin steht.

Geändert von Rauke (13.01.16 um 02:56 Uhr)

Gesundheitsgefährdung durch Nano?

Rauke ist offline
Themenstarter Beiträge: 787
Seit: 17.11.12
Um es noch mal deutlich zu machen habe ich nur mal ein Beispiel, wo man sieht, dass die Kapsel und der Füllstoff unterschiedliche Formen von Zellulose aufweist.

https://static.purecaps.net/produkti...tinfo-ZC6A.pdf

Zutaten: Füllstoff: Mikrokristalline Cellulose, Zinkcitrat, Kapsel: Hydroxypropylmethylcellulose, Antioxidationsmittel: Ascorbylpalmitat

Gesundheitsgefährdung durch Nano?
Clematis
Hallo,

Zutaten: Füllstoff: Mikrokristalline Cellulose, Zinkcitrat, Kapsel: Hydroxypropylmethylcellulose, Antioxidationsmittel: Ascorbylpalmitat
Hatte das erst kürzlich nachgesehen: Hydroxypropylmethylcellulose, kann man so bei Wikipedia nachschlagen und anderswo, ist verarbeitete reine Cellulose für Kapseln und unbedenklich. Hat auch eine E-Nummer.

Bei Mikrokristalliner Cellulose wäre auch ich skeptisch. Hier muß man wohl den Hersteller fragen, ob dies tatsächlich Mikro ist oder doch Nano.

Bei der Anfrage würde ich das in etwa so formulieren: "weil ich festgestellt habe, daß einige Hersteller den Begriff mikrokristallin verwenden obwohl es sich um Nanopartikel handelt, bitte ich um eine schriftliche, verbindliche Bestätigung, daß es sich bei Ihrem Produkt wirklich um Mikro- und nicht um Nanopartikel handelt."

Wenn viele Hersteller viele solcher Anfragen bekommen, die keine Nanopartikel verwenden, werden sie den Lügnern schon im eigenen Interesse auf's Dach steigen!

Gruß,
Clematis

Gesundheitsgefährdung durch Nano?

Rauke ist offline
Themenstarter Beiträge: 787
Seit: 17.11.12
Hallo Clematis,
Zitat von Clematis Beitrag anzeigen
Bei Mikrokristalliner Cellulose wäre auch ich skeptisch. Hier muß man wohl den Hersteller fragen, ob dies tatsächlich Mikro ist oder doch Nano.
ah ja, also muss ich nicht befürchten, dass sich immer Nano dahinter versteckt und es muss im Einzelfall erfragt werden.

Ganz so sicher scheint aber auch der Zusatz von mikrokristalliner Cellulose nicht zu sein. Es gibt unterschiedliche Körnungen steht hier in Wikipedia

Bei kleinen Partikelgrößen besteht der Verdacht auf eine gewisse Resorbierbarkeit mit unklaren Folgen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mikrok...line_Cellulose

Zitat von Clematis Beitrag anzeigen
Bei der Anfrage würde ich das in etwa so formulieren: "weil ich festgestellt habe, daß einige Hersteller den Begriff mikrokristallin verwenden obwohl es sich um Nanopartikel handelt, bitte ich um eine schriftliche, verbindliche Bestätigung, daß es sich bei Ihrem Produkt wirklich um Mikro- und nicht um Nanopartikel handelt."

Wenn viele Hersteller viele solcher Anfragen bekommen, die keine Nanopartikel verwenden, werden sie den Lügnern schon im eigenen Interesse auf's Dach steigen!
Super Idee!
Ich werde mal die Zutatenliste meiner NEM´s genauer betrachten und gegebenenfalls nachfragen.

Aber genau daran sieht man ja, wie dringend eine Kennzeichnung von Nanopartikeln in der Zutatenliste erforderlich ist.

Gesundheitsgefährdung durch Nano?
Clematis
Zitat von Rauke Beitrag anzeigen
ah ja, also muss ich nicht befürchten, dass sich immer Nano dahinter versteckt und es muss im Einzelfall erfragt werden.
Hallo Rauke,

vorausgesetzt diese Verschleierungstaktik wird nicht von allen verwendet! Wer das macht wissen wir eben nicht.

Bei kleinen Partikelgrößen besteht der Verdacht auf eine gewisse Resorbierbarkeit mit unklaren Folgen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mikrok...line_Cellulose
Dies dürfte ein versteckter Hinweis auf Nano sein! Nicht vergessen: Wikipedia Artikel werden weitestgehend von der Industrie gesteuert!

Aber genau daran sieht man ja, wie dringend eine Kennzeichnung von Nanopartikeln in der Zutatenliste erforderlich ist.
Ja, das ist mehr als überfällig. Solange die Hersteller die Größe der Mikrokristalle nicht angeben, muß man skeptisch bleiben. Zumal bislang nicht festgelegt wurde, was als Nano gilt - in den USA wurde das gemacht, dort gilt alles bis 1000ng als Nano, in der EU läuft der Streit noch, tendiert aber zu einer Festlegung auf 100ng - 200ng.

Wenn aber bis 1000ng Größe in den USA als bedenklich gilt, dann ist es bei 100-200ng erst recht der Fall. Vereinbart man die niedrigen Werte in der EU als Nano, dann ist das mal wieder eine sehr riskante Geschichte. Dann könnten Hersteller bei Werten von 200 bis 1000ng von mikrokristallin reden und bei einer Kennzeichnungspflicht weiterhin lügen... Tatsächlich wäre das nämlich Nano.

Gruß,
Clematis

Gesundheitsgefährdung durch Nano?

Rauke ist offline
Themenstarter Beiträge: 787
Seit: 17.11.12
Zitat von Clematis Beitrag anzeigen
Ja, das ist mehr als überfällig. Solange die Hersteller die Größe der Mikrokristalle nicht angeben, muß man skeptisch bleiben. Zumal bislang nicht festgelegt wurde, was als Nano gilt - in den USA wurde das gemacht, dort gilt alles bis 1000ng als Nano, in der EU läuft der Streit noch, tendiert aber zu einer Festlegung auf 100ng - 200ng.

Wenn aber bis 1000ng Größe in den USA als bedenklich gilt, dann ist es bei 100-200ng erst recht der Fall. Vereinbart man die niedrigen Werte in der EU als Nano, dann ist das mal wieder eine sehr riskante Geschichte. Dann könnten Hersteller bei Werten von 200 bis 1000ng von mikrokristallin reden und bei einer Kennzeichnungspflicht weiterhin lügen... Tatsächlich wäre das nämlich Nano.
Da sind die in den USA wesentlich vorsichtiger als hier.
Wir bräuchten hier viel mehr Verbraucherschutz.

Gesundheitsgefährdung durch Nano?
Clematis
Hallo Rauke,

den braucht man in den USA auch viel mehr. Nano ist dort leider nur eine löbliche Ausnahme. Ob die Entscheidung Bestand hat, steht in den Sternen, denn sie wird mit Sicherheit von der Industrie angefochten werden.

Eines haben uns Europäern die Verbraucher dort aber schon immer voraus gehabt - wenn ihnen etwas bitter aufstößt, gehen sie viel schneller und in Massen engagiert dagegen vor... In Europa man noch lange weiter .

So wurden dort 1969 schon Papier, Altglas und Aludosen in Schulen gesammelt. Flüsse wurden vor der Kiesindustrie geschützt usw. In Europa begann der Umdenkprozeß erst in den 70er/80er Jahren und es dauerte noch viele Jahre, bis gesammelt wurde. https://de.wikipedia.org/wiki/Recycling

D.h. - auch bei Nano ist das schnelle Handeln der Verbraucher, mit VIELEN, nötig. Ohne, wird sich nichts bewegen. Bislang scheint der BUND hier ziemlich allein und auf verlorenem Posten zu stehen.

Gruß,
Clematis

Gesundheitsgefährdung durch Nano?

Destination ist offline
Beiträge: 840
Seit: 04.02.08
D.h. - auch bei Nano ist das schnelle Handeln der Verbraucher, mit VIELEN, nötig. Ohne, wird sich nichts bewegen. Bislang scheint der BUND hier ziemlich allein und auf verlorenem Posten zu stehen.
Hallo Clematis und Rauke,

das ist genau der Punkt, weswegen ich schrieb, sollen wir nicht eine
Petition ins Leben rufen?
M.E. besser als gar nichts.

LG
Destination


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