Verhältnis zur Mutter

06.11.09 21:01 #1
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Verhältnis zur Mutter

Kerstin9 ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.455
Seit: 25.10.04
Liebe inchiostra,

vielen Dank, dass du mir geschrieben hast, obwohl du dir so unsicher warst.
Du schreibst, du kannst mit niemandem darüber reden... aber hier hast du ja einen Anfang gemacht.
Ich merke, wie gut es mir tut, wenn ich darüber rede oder schreibe. Ich fühle mich dann befreit.

Ich weiß jetzt nicht, ob das gut war geschrieben zu haben. Ich sitze hier mit Bauchkrämpfen und friere. Ich habe glaube ich geschrieben, weil ich mit keinem darüber reden kann. Ich spüre viele Tränen in mir immer schon. Doch um meine Mutter weinen, das könnte ich mir jetzt nicht vorstellen, weil ich nicht weiß ob ich sie geliebt habe.
Irgendwie glaube ich, dass man seine Mutter immer liebt. Es sind nur soviele Verletzungen da und man fängt an sich zu schützen.
Dass du richtiggehend körperliche Symptome hast zeigt auf jeden Fall, dass es dich emotional nicht kalt lässt.

Als meine Oma starb, die Mutter meiner Mutter, war ich sehr erstaunt. Meine Mutter stand vor dem noch offenem Grab und sagte Entschuldigung Mutter. Ich fragte sie warum sie das sagt "Ach, das ist mir nur so rausgerutscht und ging weg. Ich fragte natürlich nicht weiter.
Was war deine Oma denn für eine Frau? Ich kann mir vorstellen, dass das Verhältnis zwischen deiner Mutter und deiner Oma vielleicht auch nicht so leicht war..
Ich bin auf jeden Fall der Meinung, dass meine Mutter etwas erlebt haben muß, wodurch sie auch ihre Liebe nicht richtig zeigen kann. Sie schützt sich auch selber.
Meine Oma ist eigentlich das Gegenteil zu meiner Mutter. Sie knuddelt mich, betüddelt mich, kann ihre Liebe zeigen.

Als mein Vater im Sterben lag, wurde ich auch als Einzige nicht angerufen und erfuhr es erst hinterher. Das war das Schlimmste überhaupt für mich.
Das tut mir wirklich leid. Wie war denn dein Kontakt zu deinem Vater?

Ich spüre viele Tränen in mir immer schon. Doch um meine Mutter weinen, das könnte ich mir jetzt nicht vorstellen, weil ich nicht weiß ob ich sie geliebt habe.
Was mir manchmal hilft ist zu verzeihen. Ich versuche meiner Mutter zu vergeben, weil sie auch "nur" in der Energie handelt, in der sie "gefangen ist".

Jetzt weiß ich eben nicht was los ist. Traue mich auch nicht anzurufen.
Das ist wirklich ein unerträglicher Zustand. Ich wünsche dir, dass du deinen Frieden mit deiner Mutter machen kannst.

Meine Therapeutin sagte einmal, wenn man nicht mit seiner Mutter abgeschlossen hat kann man sich nicht gut trennen. Vielleicht harre ich ja deswegen solange in meiner verkorksten Beziehung aus.
Das kann ich mir gut vorstellen... vielleicht würde es ja doch helfen, nochmal anzurufen, um in irgendeiner Weise für dich damit abzuschließen.

Liebe inchiostra, danke für deine offenen Worte ,
ich wünsche dir alles Gute,
Kerstin
__________________
Wer keine Zeit für Gesundheit hat, benötigt später viel Zeit für seine Krankheit (Kneipp)

Verhältnis zur Mutter

inchiostra ist offline
Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
Liebe Kerstin,

Entschuldigung, ich muß mich noch einmal melden.

Heute Morgen als ich wach wurde kam mir ein Gedanke.
Wie meine Mutter sich am Grab ihrer Mutter verhalten hat, das sie sich entschuldigt hat. Konnte mir aber nicht sagen, warum sie sich entschuldigt hat.
Wenn ich jetzt meine Mutter am Grab besuchen würde, könnte mir doch genau dasselbe rausrutschen. Sowas schwirrt noch in meinem Kopf rum.
Ich weiß einfach nicht, wie ich mich verhalten soll.

Wieso glaubst du, das man seine Mutter immer liebt? Und wenn nicht?

Ich finde es schlimm, das eine Mutter ewig Macht über ihre Kinder hat.
Meine ältere Schwester hat ihr ganzes Leben nur Bilder ihrer Mutter an der Wand anstatt ihrer Kinder. Redet nur über ihre Mami mit über 50. Mein Bruder ist ein Einzelgänger und ein armer einsamer Mensch geworden. Besuchte meine Mutter im Pflegeheim und sprach kein Wort. Saß nur da.
Die ältere Schwester kam mit 14 Jahren weg. Sie lernte woanders Krankenschwester. Mein Bruder kam mit 12 Jahren in ein Heim oder Internat keine Ahnung, er war plötzlich weg. Ich war mit 15 Jahren weg in eine Lehre. Die andere Schwester haute ab und bekam früh Kinder.

Dann hatte ich heute mal in mein Meditationsbuch reingeschaut, weil du was vom verzeihen sagtest. In diesem Buch steht aber, das man das mindestens 50 bis 100 mal tun muß um es richtig zu spüren.
Da ist was dran. Wenn ich dran dachte, spürte ich ja nichts Null Gefühl. So unwirklich.

Hast du eigentlich mal deine Mutter gefragt, ob sie was schlimmes erlebt hat? Weil du ja geschrieben hast, das die Mutter deiner Mutter das Gegenteil ist.
Also hat das doch nicht immer mit einer schlechten Kindheit zu tun.

Ich fand da alles nicht schön. Auch mein Verhältnis zu meinem Vater nicht. Doch darum geht es hier ja nicht. Nur, meine Mutter gab sogar mal zu, das sie uns unseren Vater genommen hat, Sie hatte alles nur für ihn getan. Sie nannte ihn auch Papi.
Ich hätte sie eigentlich gerne mal gefragt, ob sie eigentlich Kinder haben wollte. Mich auf keinen Fall, weil sie einen Jungen haben wollten wenn überhaupt.
Mit dem verzeihen werde ich mal irgendwann in der Meditaion versuchen. Bin noch am Anfang. Nur um zu spüren ob ich was für sie fühle und nicht einschlechtes Gewissen habe.

Wenn mich das nicht mehr interessieren sollte, hätte ich auch sicher nicht hier angeklickt. Denke ich.

Liebe Grüße
inchiostra

Verhältnis zur Mutter

Kerstin9 ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.455
Seit: 25.10.04
Liebe inchiostra,
schön, dass du dich nochmal meldest..

Wenn ich jetzt meine Mutter am Grab besuchen würde, könnte mir doch genau dasselbe rausrutschen. Sowas schwirrt noch in meinem Kopf rum.
Ich weiß einfach nicht, wie ich mich verhalten soll.
Was sagt denn dein Herz (nicht dein Kopf)? Hättest du das Bedürfnis mit deiner Mutter jetzt nochmal Kontakt aufzunehmen?
Wenn ja, solltest du es vielleicht trotz deiner Angst tun... aber es ist auch für mich schwer, dir etwas zu raten, weil ich dich nicht kenne und auch deine Familie nicht ..
Aber genau davor hätte ich Angst, dass wenn meine Mutter tot wäre, ich Dinge mit ihr nicht mehr klären könnte.

Wieso glaubst du, das man seine Mutter immer liebt? Und wenn nicht?
Tja, was wenn nicht? Ich glaube, ich möchte auch daran glauben. Ich glaube, tief in jeder Mutter ist die Mutterliebe verwurzelt. Wenn sie sie nicht zeigen kann, dann weil sie vielleicht selber keine bekommen hat oder aus anderen Gründen "blockiert" ist... aber das ist meine Meinung.

Ich finde es schlimm, das eine Mutter ewig Macht über ihre Kinder hat.
Da habe ich auch schon viel drüber nachgedacht und genau das wollte ich nicht! Mich immer abhängig fühlen von meiner Mutter.
Ich habe schon etliche Gesprächstherapien hinter mir, auch Familienstellen habe ich versucht.
Was mir wirklich hilft, ist das hier:
Psychosomatische Energetik - Dr. Ulrike Banis - Erfahrungsbericht

Keine Ahnung, ob das etwas für dich wäre. Aber seitdem ich diese Tropfen nehme, ist die große Traurigkeit weg und ich kann meiner Mutter bestimmter und auch neutraler begegnen.

Hast du eigentlich mal deine Mutter gefragt, ob sie was schlimmes erlebt hat? Weil du ja geschrieben hast, das die Mutter deiner Mutter das Gegenteil ist.
Ich glaube, meiner Mutter würde so viel einfallen, was sie Schlimmes erlebt hat, weil sie grundsätzlich ein leidender Mensch ist.

Mir ist es wichtig, mich für mich zu distanzieren und ihr Leid nicht mehr zu spüren, indem ich mich schuldig oder verantwortlich fühle.
Ich denke, die Mutter kann man nicht ändern, das ist auch nicht meine Aufgabe. Sondern ich versuche mich und meine Blockaden zu ändern/ aufzulösen, um mein Leben leben zu können.

Also hat das doch nicht immer mit einer schlechten Kindheit zu tun.
Meine Mutter hatte keine schlechte Kindheit. Ich habe schon öfter mit meinem Vater über sie gesprochen und wir sind nicht wirklich dahinter gekommen, warum sie so ist. Ich möchte sie aber auch nicht mehr darauf ansprechen, weil ich mich selber schützen möchte (zumindest im moment).

Ich hätte sie eigentlich gerne mal gefragt, ob sie eigentlich Kinder haben wollte. Mich auf keinen Fall, weil sie einen Jungen haben wollten wenn überhaupt.
Hat sie dir das so gesagt?
Hast du eine Ahnung, warum sie so hart ist? Wie war ihr Leben?

Ich finde es auf jeden Fall gut, dass du so regelmäßig meditierst!

Lg,
Kerstin
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Wer keine Zeit für Gesundheit hat, benötigt später viel Zeit für seine Krankheit (Kneipp)

Verhältnis zur Mutter

inchiostra ist offline
Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
Liebe kerstin,
ich bins nochmal
Komisch, weil ich ja nie mit jemandem darüber sprechen konnte, habe ich hier ein Gefühl ich dürfte bzw. kann das hier auch nicht.Ich denke immer ich nerve. Weil ich auch manchmal denke, irgendwann ist doch mal Schluss mit dem darüber nachdenken.

Aber wenn es nie aufgearbeitet wurde, wird man es schlecht los.

Nein, ich glaube nicht, das ich meine Mutter noch einmal etwas fragen kann.Vor ein paar Jahren ging es ihr schon so schlecht und sie war wegen der Krankheit kaum ansprechbar. Aber wir hatten Fotos anschauen können und sie streichelte mir einmal über den Arm. Das hatte sie noch nie gemacht. Früher stimmt, war sie sehr hart.Es war sehr traurig die Mutter, die eigentlich immer sehr aktiv war,so zu sehen.

Diese energetischen Tropfen ich weiß nicht. Ich habe hier auch irgendwo etwas liegen so kügelchen. Die sollen helfen, wenn man mit der Mutter Probleme hat. Liegen unten, bin jetzt zu faul

Die Mutter kann man nicht ändern. Das stimmt. Keinen Menschen nur wir uns selbst. Ich weiß, man kann nur lernen mit der Situation umzugehen.
Meine Schwester z.B., wo meine Mutter lebte konnte als einzige mit meiner Mutter reden. Dadurch konnte sie nie verstehen, das ich vieles nicht konnte.
Das sie mich nicht haben wollten, kam von meinem Vater. Er sah mich 3 Tage nicht an, sagte meine Mutter. Ja sie sagte mir das sehr füh irgendwann. Im selben Jahr kam ja dann der Junge (der aber keiner war)Ich war das ganze Leben beides Junge und Mädchen.
Vielleicht hat das ja damals meine Mutter auch verletzt, wenn der Mann das Kind nicht anschaut nur weil ich ein niedliches Mädchen war (sagten die anderen). Habe kein Babyfoto.
Jetzt hier beim Schreiben fällt mir was auf.
Mein Vater hat irgendwann, da war meine Tochter höchsten 4 das Foto von ihr von der Wand genommen. Er hätte sich über igendetwas geärgert. Mich hat das sehr verletzt, kam aber nie auf den wirklichen Grund.Meine Tochter weiß das, weil sie ja nur ihren Bruder dort sah.
Ich denke, wenn die Mutter eigenarten hat kommt auch einiges vom Vater also vom Ehemann.
Mein Mann hat mich viel manimupliert, das ich einiges getan habe, was ich nicht wollte und was meinen Kinder nicht gut tat. So sehe ich das.Mein Mann sagte wenn er sich ärgerte.oft meine Mutter mag mich nicht, das tat sehr weh.
Ich konnte nie ein Verhältnis zu meiner Mutter aufbauen, weil mein Vater dazwischen war und umgekehrt.Verstehst du was ich meine?

Ich kann mich aber erinnern, das ich auch mal was gefragt habe, was ich nicht verstanden habe. Da haben sich meine Eltern immer nur angeschaut und einfach nichts gesagt. Oder, nein das stimmt nicht gesagt. Ich schätze, da ist meine Wahrnehmung irgendwie auf der Strecke geblieben.

So, jetzt habe ich wohl genug geschrieben. Ich verstehe auch was du meinst, das du dich nicht verantwortlich oder schuldig fühlen willst für deine Mutter. Geht meinen KIndern auch so. Sie haben mich auch oft leiden sehen wegen meiner Eltern und meinten mir helfen zu wollen, was sie aber natürlich nicht konnten.
Weißt du was Kerstin. Die Mutter meiner Muttr hat nochmal geheiratet. Da hatte sie 2 Töchter. Der neue Mann wollte aber nur ein Kind haben. Das andere Kind kam damals ins Heim. Das eine Mutter also meine Oma das zugelassen hat verstehe ich nicht.Das zum Thema Mutterliebe. Meine Tochter sagte vor ein paar Wochen was ganz wichtiges. Meine Mutter fühlte sich wohl als was besseres, weil sie sich so benahm. Meine Tante war viel herzlicher und kümmerte sich um ihre 6 Kinder die alle im selben Dorf leben. Ich war immer eiffersüchtig darauf.

Du sagtest deine Mutter wäre immer leidend, aber eine gute Kindheit gehabt. Meine Mutter hatte keine gute Kindheit kam mir aber nicht leidend vor.Wir haben für sie gelitten. Das geht auch.

So, dir auch alles Gute du bist doch auch auf einem guten Weg, schon weil du dieses Thema hier angeschnitten hast.

Liebe Grüße
inchiostra

Verhältnis zur Mutter

Kerstin9 ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.455
Seit: 25.10.04
Liebe inchiostra,

Komisch, weil ich ja nie mit jemandem darüber sprechen konnte, habe ich hier ein Gefühl ich dürfte bzw. kann das hier auch nicht.Ich denke immer ich nerve. Weil ich auch manchmal denke, irgendwann ist doch mal Schluss mit dem darüber nachdenken.
Also, mich nervst du nicht! Es wäre ja schön, wenn du durch das darüber schreiben auch etwas loslassen könntest.

Aber wenn es nie aufgearbeitet wurde, wird man es schlecht los.
Genau das!

Aber wir hatten Fotos anschauen können und sie streichelte mir einmal über den Arm. Das hatte sie noch nie gemacht.
Bei manchen Menschen bedeuten kleine Gesten schon sehr viel...

Nein, ich glaube nicht, das ich meine Mutter noch einmal etwas fragen kann.Vor ein paar Jahren ging es ihr schon so schlecht und sie war wegen der Krankheit kaum ansprechbar.
Ich fänd es schon heftig, wenn sich deine Familie wieder nicht bei dir melden würde, wenn es sehr schlecht um deine Mutter ständ...

Er sah mich 3 Tage nicht an, sagte meine Mutter. Ja sie sagte mir das sehr füh irgendwann. Im selben Jahr kam ja dann der Junge (der aber keiner war)Ich war das ganze Leben beides Junge und Mädchen.
Das prägt einen bestimmt...

Ich konnte nie ein Verhältnis zu meiner Mutter aufbauen, weil mein Vater dazwischen war und umgekehrt.Verstehst du was ich meine?
Ja, das versteh ich. Lange ging es mir auch so mit meinem Vater. Aber durch meine Krankheit bin ich meinem Vater auf eine andere Weise näher gekommen - ohne meine Mutter.


Das andere Kind kam damals ins Heim. Das eine Mutter also meine Oma das zugelassen hat verstehe ich nicht.Das zum Thema Mutterliebe.
Das ist wirklich heftig... vielleicht war es ihr damals zuviel.. aber nachvollziehen kann ich es auch nicht.

Meine Mutter hatte keine gute Kindheit kam mir aber nicht leidend vor.
Nur weil sie es nicht gezeigt hat, heißt es nicht, dass sie nicht gelitten hat.


So, dir auch alles Gute du bist doch auch auf einem guten Weg, schon weil du dieses Thema hier angeschnitten hast.
Ich hoffe es...

Liebe Grüße,
Kerstin
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Kerstin9 ist offline
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Seit: 25.10.04
Es ist immer wieder so schwierig...

Kennt ihr das? Das man immer wieder anfängt an sich selber zu zweifeln, obwohl man eigentlich weiß, dass man recht hat?
Wieso kann man Eltern nicht ändern? Wieso kann man Energie so schwer ändern?
Wieso laufen Dinge immer gleich ab??? Das macht mich verrückt und traurig.
Kennt ihr Gedanken, dass ihr froh seid, wenn sie Eltern nicht mehr da sind? Obwohl das eigentlich so traurig ist, da man ja harmonisch mit ihnen leben möchte.
Aber genau da liegt wahrscheinlich die Schwireigkeit und die Aufgabe, die gelöst werden möchte...

Puuuuh, ich finde streiten ist mit das Anstrengendste, was es gibt :(

Bin traurig...

Dann wieder ärgere ich mich über mich selbst, dass ich mich so viel ärgere und nicht darüber stehen kann.

Wie kommt man da raus?????? Ich möchte mich endlich frei fühlen, nicht immer wieder wie das kleine ungezogene Kind, mit dem man es ja machen kann!!!!
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Puttchen ist offline
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Seit: 08.11.10
Kennt ihr das? Das man immer wieder anfängt an sich selber zu zweifeln, obwohl man eigentlich weiß, dass man recht hat?
Wieso kann man Eltern nicht ändern? Wieso kann man Energie so schwer ändern?

Wie kommt man da raus?????? Ich möchte mich endlich frei fühlen, nicht immer wieder wie das kleine ungezogene Kind, mit dem man es ja machen kann!!!!
Wenn ich das so lese, hab ich eher den Eindruck, dass du es bist, die sich im Weg steht.
Warum kannst du deine Mutter nicht einfach loslassen? Warum bindest du dich so an sie, wenn du mit dem Menschen nicht klarkommst?

Ich hoffe, dass ich dir nun nicht auf den Schlipps getreten hab, das ist nicht meine Absicht.
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Kerstin9 ist offline
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Seit: 25.10.04
Es ging in dem Fall nicht nur um meine Mutter, aber ich habe natürlich sehr allgemein geschrieben. Ich binde mich nicht an meine Eltern, es gibt nur immer wieder Situationen, wo wir aneinander geraten.

Das was mich ärgert ist die Tatsache, dass meine Mutter immer überlastet ist und die Ärmste ist und ich dann für sie einspringen muß. In dem Fall geht es um meine Oma (ihre Mutter).

Ich werde bald heiraten und meine Oma lebt 100 Kilometer von uns entfernt. Meine Mutter sagte doch tatsächlich, sag der Oma nichts, dann müssen wir sie nicht holen!
Das fand ich schlimm. Aber ich dachte mir, diesmal geht es mal um mich, ich heirate! Wieso muß ich wieder ihre Mutter holen und zurückbringen und wieso muß sie dann auch noch bei mir schlafen???

Das verstehe ich nicht und das möchte ich durchbrechen, auch wenn mir meine Oma leid tut.

Ich habe in der Woche viele Vorbereitungen und habe vorgeschlagen, dass ich sie nach der Hochzeit (einen Tag später) wieder nach Hause bringe, nur dass ich sie vorher nicht holen könne.

Dann sind wir übereingekommen, dass sie einmal mit dem Taxi kommt. Meine Oma war einverstanden.

Das Ganze war vor 2 Tagen.

Heute telefoniere ich mit meinem vater, der wütend sagt, dass wäre lieblos mit dem Taxi, er würde meine Oma holen und wieder nach Hause bringen, wir wären ja nur zu faul...

Da vergeht mir wirklich meine ganze Feier. Es ist aber immer so schwierig bei uns... bloß nicht zu viel für den anderen tun, und wenn, dann nur per Gegenleistung. Das macht müde.
Vorallem, wenn man andere Familien kennenlernt, bei denen es selbstverständlich ist, dass man mal etwas für den anderen tut...
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Puttchen ist offline
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Vorallem, wenn man andere Familien kennenlernt, bei denen es selbstverständlich ist, dass man mal etwas für den anderen tut...
Sicher ist das nicht schön, und es hilft auch nicht, dass man weiss, dass auch in solchen Familien irgendwas nicht rund läuft ... nur, das ist nicht deine Situation und du wirst sie gegen den Widerstand deiner Eltern auch nie erreichen.
Es gibt einfach Dinge, die kann man nicht ändern.

dass wäre lieblos mit dem Taxi, er würde meine Oma holen und wieder nach Hause bringen, wir wären ja nur zu faul...
Dann soll er nicht grosse Reden schwingen und versuchen dir nen schlechtes Gewissen einzureden (was scheinbar auch glückt), sondern es tun!

Lass dir nicht die Suppe verhageln, konzentrier dich auf deine Hochzeit und deren Vorbereitung und lass dir kein schlechtes Gewissen einreden.
Das müssten andere haben
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Kerstin9 ist offline
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Seit: 25.10.04
Danke dir, Puttchen . Das tut gut ...
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