Gefühle, Gedanken und alles was dazu gehört - ist manchmal einfach zu viel!

16.01.09 21:58 #1
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Gefühle, Gedanken und alles was dazu gehört - ist manchmal einfach zu viel!

fallenangel1604 ist offline
Themenstarter Beiträge: 212
Seit: 16.01.09
DANKE...wären doch ein paar andere Menschen ähnlich wie ihr. Das wäre echt schön. Ich habe grad mal so über die letzten paar Wochen, das Forum, meine Prüfung, meine Gedanken etc. nachgedacht. Dabei ist mir aufgefallen das dieses Forum, also ihr, die einzigen seit die mir wirklich gratuliert haben, meine Gedanke und Gefühle kennen und wissen wies mir geht und sich ein Stück weit dafür interessieren. Das fand ich zum einen Teil etwas traurig(versteht das nicht falsch, ich find das ganz toll hier), doch schade ist es, das diesen Part beispielweise meine Mutter nicht übernehmen kann oder will...oder auch meine Mitbewohner(doch da mag ich es nicht) und ich auf der anderen Seite wirklich glücklich darüber bin endlich Menschen gefunden zu haben denen ich das alles "zumuten" kann oder darf. Ich weiß das ist natürlich alles im Internet und so...man darf sich da nicht so reinsteigern...hab ich alles schon gesagt bekommen...aber als ich heute mal wieder hier gelesen habe, bitte nicht lachen, habe ich mich so gefreut das ich binahe weinen musste. Einfach zu wissen das da jemand ist und nicht einfach bloß alles egal ist. Das ist wirklich ein sooo schönes Gefühl. Doch dann denke ich wieder an den traurigen Teil, der mich schon fast wütend macht. Ich weiß ich kann nicht wütend auf sie sein, dazu habe ich vielleicht auch kein Recht..doch im Moment ist es eben so.

Also eigentlich wollte ich mich nur noch ein Mal bei euch allen bedanken und euch sagen das ich so froh bin dieses Forum gefunden zu haben. Ich meine wirklich ernst was ich hier schreibe und ich hoffe das das auch so rüber kommt.

Also Danke un bis bald...

Angel
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Die besten und schönsten Dinge auf der Welt kann man weder sehen noch hören:

Man muss sie mit dem Herzen fühlen!

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Manuela ist offline
Beiträge: 1.510
Seit: 31.03.08
Guten Morgen Angel,

uns freut es total, dass Du Dich hier wohlfühlst. Wir versuchen so gut es geht zu helfen. Wenn Dir unsere ernstgemeinten Worte guttun, dann genieße sie einfach. Natürlich fände ich es persönlich auch nicht schön, wenn meine Familie auf so positive Dinge wie bestandene Prüfung usw. gar nicht reagiert. Das ist nicht schön , aber genieße das Lob und die Anerkennung, die Du hier bekommst und vor allem, lobe Dich selbst auch immer wieder, denn die Prüfung hast Du ganz allein gemeistert. Du wirst noch so viel in Deinem Leben machen worauf Du stolz sein kannst und das darfst Du Dir ruhig auch sagen.

Liebe Grüße Manuela

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Hexe ist offline
Beiträge: 3.844
Seit: 13.07.07
Hallo Angel,

ich freu mich sehr darüber dass du dich hier so wohl fühlst. Mir geht es auch so, auch ich fühle mich hier gut verstanden.

ich weiss dass alles was du hier schreibst auch ernstgemeint ist. Und ganz ehrlich, ich freue mich sehr darüber dass du hier bist.


liebe Grüße von hexe

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fallenangel1604 ist offline
Themenstarter Beiträge: 212
Seit: 16.01.09
Hallo Miteinander...

heut ist mal wieder ein total verkorkster Abend gewesen. Hatte vorhin ein Telefonat mit meiner Mutter, am Wochenende muss ich zu ihr fahren. Sie hat mir unter Tränen erzählt das sie den Drang verspürt etwas trinken zu müssen (Sie war 25 Jahre Alkoholikerin und ist jetzt seit 1 1/2 Jahren trocken) und sie Streß mit ihrem Freund hat und und und. Eigentlich habe ich im Moment gar keinen Elan zu ihr zu fahren, mir geht es im Moment selbst nicht so gut (das weiß sie aber nicht, kann es ihr nicht sagen da es ihr dann schlecht geht und sie sich Sorgen macht) und ich kann diese Nähe zu ihr einfach nicht mehr aushalten. Denn da ist keine Mutter-Tochter-Beziehung, dazu ist zu vieles kaputt, da ist einfach eine Ich-weiß-nicht-was-Beziehung. Im Moment braucht sie mich so dringend und ich bin ja auch immer für sie da aber es geht einfach nicht mehr lange so weiter. Ich sehe es zu einem Teil auch nicht ein, sie war nie für mich da (also nicht so wie es hätte sein sollen)also ich weiß sie ist trotz allem meine Mutter und sie war eben krank und so aber es ist irgendwie ungerecht. Ich muss das alles immer aushalten und stark sein...ihr zuhören...sie aufbauen...vernünftig sein...verantwortungsbewusst sein...aber das kann ich nicht mehr lang. Ich hätte jetzt gerne endlich mal meine Mutter die für mich da ist, der ich auch mal zumuten kann mir zuzuhören, die es aushält zu sehen wies mir wirkich geht. Doch das bleibt wohl ein Wunsch, denn die Angst vor einem Rückfall ist zu groß und das würde ich nicht verkraften und mir auch nicht verzeihen. Ach es ist schon so vieles passiert, ich mag einfach nicht mehr. Manchmal denke ich mir das ich einfach sterben könnte...dann bräuchte ich mich nicht mehr damit auseinandersetzen. Dann müsste ich das alles einfach nicht mehr aushalten. Doch ich weiß das das Schwachsinn ist und ich auch das schaffen werde, aber ich bin mir nicht sicher ob ich das will.
Manchmal bin ich auch richtig wütend auf sie, den ab und zu macht sie das auch mit Absicht. Sie weiß ganz genau das ich immer alles versucheum für sie da zu sein. Als ich damals noch im Heim war hatte ich die Erzieher die mich ab und zu versucht haben zu stoppen, das war auch gut. Doch wenn meine Mutter das gemerkt hat, dann hat sie einfach andere Mittel geutzt. Sie hat meine -ich weiß den Begriff nicht- ausgenutzt, mir die schrecklichsten Geschichten erzählt. Damals war es: Ich habe Lebercirrhose. Doch diese Nachricht habe ich damals nicht verkraftet und meine Mutter konnte mich im Krankenhaus besuchen und anschließend in der Psychiatrie. Daraufhin hat sie meinen Betreuern veröffentlicht: Wie? Lebercirrhose? Nein da hat sie was falsch verstanden.
Das sind dann solche Mittel die se benutzt damit ich zu ihr komme und für sie da bin. Doch das ist doch nicht in Ordung...und das sind auch Dinge die mich wütend werden lassen wenn ich daran zurück denke. Sie hätte doch wissen können das das zu weit ging und da zu viel für mich war. Da denk ich mir dann immer: Eine richtige Mutter würde sowas doch nicht machen, also die wüsste das doch.
Naja, morgen werde ich zu ihr fahren und einen auf Starke Tochter machen. Am Sonntag wenn ich wieder zurück bin geht es mir dann nicht besser aber ich weiß das ich ihr damit einen Gefallen getan habe und sie wieder ein Stück weit entfernt ist von einem Rückfall.
Ich hatte mir ja immer gewünscht das sie aufhört mit dem trinken, ich dachte immer dann wrd alles anders...doch das einzige was sich veränder hat ist ganz einfach die Tatsache das sie nun trockener Alkoholiker ist. Das Verhältnis hat sich nicht verändert...das find ich taurig.

Entschuldigung, ich hab sehr viel geschrieben. Ich hoffe ich hab nicht nur verworrenes Zeug von mir gegeben und ich hoffe auch das ich sowas hier rein schreiben kann/darf. Vielleicht war es ja zu viel oder zu persönlich oder was auch immer. Sollte das der Fall sein sagt es mir einfach, dann werd ich es in Zukunft lassen. Bloß wenn ich es ihr schon nicht sagen kann, ist es schön es hier raus lassen zu dürfen.

Bis bald...

Angel
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Kathy ist offline
Beiträge: 3.387
Seit: 06.03.07
Hallo Angel

Wenn Deine "Innere Stimme" Dir sagt: Fahre nicht zu Deiner Mutter, dann solltest Du dieser Stimme folgen. Du kannst sie nicht retten; sie allein kann das. Wenn sie immer auf Deine Rettung zählen kann, wird sie schwach bleiben, nicht erwachsen werden und nicht lernen, für sich selbst zu entscheiden. Nur Du kannst die Manipulation beenden und nicht mehr an Deiner eigenen Kraft zehren lassen.

Trotzdem, tue nicht was ich Dir rate, sondern was Dein Herz, Deine Intuition und Deine Vernunft Dir sagen.

Liebe Grüsse
Kathy

Geändert von Kathy (13.02.09 um 12:02 Uhr)

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Johanna ist offline
Beiträge: 885
Seit: 09.08.06
Hallo Angel

(Sorry, habe nur kurz Zeit, muss nachher weg.)

Vielleicht solltest du die Gelegenheit mal nutzen und ihr sagen, dass es dir selber nicht gut geht. Dass du Probleme hast und dass sie hier die Mutter ist und sich um die Kinder kümmern sollte.
Vielleicht rüttelt sie das ja auf und sie lässt die Finger vom Alk und denkt stattdessen darüber nach? *skeptisch guck*
Ist zwar schwer Tipps zu geben, weil ich kenn mich nicht aus mit (ehemaligen) Alkoholikern.

Übrigens: kann sie nicht sonst wo Hilfe beanspruchen? Bei einer Selbsthilfegruppe oder ähnlichem?

Liebe Grüsse
Johanna

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Manuela ist offline
Beiträge: 1.510
Seit: 31.03.08
Hallo Angel,

Dir selbst geht es zur Zeit nicht gut und ich denke, dass Du auf Dich und Deine Gesundheit aufpassen musst. Deine Mutter muss ihr Leben in die Hand nehmen und darf Dich nicht damit unter Druck setzen und Dir das Gefühl geben, dass sie rückfällig wird wenn Du nicht zu ihr kommst. Das darf nicht sein. Wenn Du zu ihr fährst halte ich es für wichtig, dass Du ihr das vielleicht sagst. Sie muss sich Hife suchen. Es geht nicht, dass Du die Starke mimst und wenn Du Zuhause bist, dann geht es Dir schlecht. Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung und da spreche ich schon etwas aus eigener Erfahrung. Dich selbst darfst Du in dieser Situation nicht hinten anstellen, Du musst für Dich sorgen.

Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft

Ach ja, es ist absolut in Ordnung wenn Du hier schreibst was Dich bedrückt usw. Das muss schließlich raus.

Liebe Grüße Manuela

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fallenangel1604 ist offline
Themenstarter Beiträge: 212
Seit: 16.01.09
Liebe Kathy,

da hast du schon Recht. Auf der einen Seite weiß ich das auch, doch auf der anderen Seite ist das nun schon seit Jahren so und ich weiß nicht, aber ich habe einfach das Gefühl das machen zu müssen. Ich weiß das das falsch ist so zu denken, aber das sitzt. Mein Gefühl sagt mir ich fahre, mein Verstand sagt ich bleibe. Naja, ich bin wohl selbst Schuld wenn ich nun heute zu ihr fahre. Doch enttäuschen möchte ich sie ja auch nicht, wenn es so sein soll dann hab ich das eben zu machen. Hmm, das ist alles so verzwickt, ich weiß eigentlich garnicht mehr wie es richtig ist.

Liebe Grüße Angel
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fallenangel1604 ist offline
Themenstarter Beiträge: 212
Seit: 16.01.09
Liebe Johanna,

hmm ich weiß nicht. Wenn ich ihr wirklich sagen würde wie es mir geht und so dann ist die Angst doch größer sie enttäuscht zu haben und zu sehen das es ihr schlecht geht. Schön und gut, die Gefahr das sie wieder anfängt zu trinken besteht immer, doch will ich nicht der Auslöser sein dafür. Die Zeit in der sie noch getrunken hat war schlimm, das will ich nicht noch mal erleben. Ich weiß eigentlich das ich das Recht haben sollte ihr das zu sagen und ich denke das sie als Mutter auch das Verständnis habe sollte dafür. Aber sie wäre dann am Ende und ich würde das nicht verkraften. Es ist wirklich eine blöde Situation, vielleicht werde ich es ihr irgendwann einmal sagen können. Ich fänd es schön und ich denke das es mir auch irgendwie gut tun würde. Doch vielleicht ist im Moment einfach nicht der richtige Zeitpunkt dafür und ich muss das einfach alles durchziehen und für sie da sein wo es nur geht. Auch wenn ich dabei zurück stecken muss.

Liebe Grüße Angel
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fallenangel1604 ist offline
Themenstarter Beiträge: 212
Seit: 16.01.09
Hallo liebe Manuela,

ja das ist richtig. Im Moment sollte ich eher etwas mehr auf mich achten, doch scheinbar geht das einfach nicht. Ich bin mal sehr gespannt wie das wird wenn ich die Therapie anfange. Das kann sich auch noch etwas hinziehen...kann mich irgendwie nicht drauf einlassen weil ich irgendwie schon ein bisl Angst habe.
Das ist genau das was ich so unfair finde. Ich bin jetzt knappe 13 Jahr (also mit ca. 6 hat das alles schon angefangen) für sie da und habe immer zurück stecken müssen. Als es mal an der Zeit war damit aufzuhören und sie das bemerkt hat, ja da hat sie andere Strategien entwickelt um mich zu halten. (Blöder Ausdruck, aber wusste mich nicht anders auszudrücken.) Ich weiß das das nicht geht und ich schätze das sie das in gewisser Art und Weise vielleicht auch weiß, doch scheinbar schafft sie es nicht mich einfach zu lassen. Das ist total egoistisch, und ich bin eigentlich selbst dran Schuld denn ich lass es ja mit mir machen und besitze nicht die Stärke Nein zu sagen. Geschweige denn zu sagen das es mir nicht gut geht.
Doch denke ich das das in all den Jahren einfach "festgefahren" ist, ich das so gelernt habe und ich das jetzt nicht einfach mehr so schnell los werden kann.
Ach, ich weiß auch nicht wie ich es machen soll. Egal wie ich es mir überlege, es ist doch immer irgendwie falsch.

Meine Mutter bekommt ja Hilfe...sie ist gerade in einem Berufsfindungsjahr und hat da ja alles. Therapeuten, Psychologen, Lehrer und Freunde, doch irgendwie scheint es als müsse ich trotzdem all das zusammen für sie sein. Ich meine wenn sie Streß mit ihrenm Freund hat erzählt sie es mir und möchte von mir wissen was sie tun soll. Wenn sie Probleme mit ihrem Drang (also wegen des Trinkens) bekommt erzählt sie es mir um es sich von der Seele zu reden. Und und und...Ich will das garnicht hören, es belastet mich ja auch. Ich bekomm dann wieder Angst sie könnte vielleicht wieder anfangen zu trinken und ich könnte vielleicht noch ein mal ähnliches erleben oder sie würde dran sterben. Das ist natürlich das schlimmste. Wenn sie noch ein Mal anfängt geht es nicht mehr lang mit ihr, das wurde von den Ärzten so gesagt. Ach ich weiß auch nicht. Heute werde ich dann eben hin fahren und mir das Wochenende antun...währenddessen hier schreiben was so abgeht und mir überlegen wie ich ihr klar mache das das nicht mehr weiter geht so wie es läuft.
Was anderes bleibt mir jetzt nicht mehr übrig.

Ganz liebe Grüße Angel
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