Ich schäme mich schon nach Hilfe zu fragen, aber Hilfe...!

26.06.16 16:50 #1
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Jasper888 ist offline
Beiträge: 442
Seit: 18.09.14
Hallo,

Es ist mir schon peinlich wieder nach Hilfe zu schreien, aber ich habe Angst, dass es nicht mehr geht und ich etwas dummes tue.

Ich habe jetzt seit 16 Jahren durchgehend gekämpft und im Rückblick wäre alles so einfach gewesen. Was einen getragen hat, war entweder die Familie oder die Hoffnung.

Leider kann meine Familie nach all den Jahren nicht mehr und seit dem ich weiß, dass immer noch so viel im Argen ist und ich z.b. So gut wie nichts mehr essen kann und sogar auf Mineralwasser reagiere, meine Leber sehr angeschlagen ist und ich nicht weiß ob sie wieder wird und ich einfach nach all der Hoffnung und dem lesen und jahrelangen versuchen total erschöpft bin, kommt die Depression.

Ich habe magst zu essen. Ich bin selbständig in einem stressigen Job und habe Angst zu arbeiten morgen. Ich schäme mich so und meine Mutter tut mir so leid, dass es mich schier verrückt macht.

Es gibt keinen Ausweg. Nicht mal eine klink, wegen der Arbeit und schlussendlich wegen des Essens. Ich bin nicht suizidal, wünschte aber fast ich könnte es beenden. Theoretisch liebe ich das Leben. Aber die Grenze ist erreicht.

Ich weiß nicht was ich erwarte, da wohl nichts hilft. Ich spüre das zunehmend die Panik kommt.

Ich kann stündlich weniger aufstehen und weiß nicht was tun.

Nunja, ich danke euch fürs lesen und evtl. für Worte.

LG jasper


AW: Ich schäme mich schon nach Hilfe zu fragen, aber Hilfe...!

SamiaX ist offline
Beiträge: 573
Seit: 18.01.10
Hallo Jasper, nach Überblick über Deine Threads: Ich würde Vitamin C aufdosieren auf Hochdosis und jeden 2. Tag B12 spritzen, in der Annahme dass Du das noch nicht getan hast. Dazu auch ausreichend Vitamin D, Magnesium, Zink und Vitaminmix anbieten, Rizinuskuren immer wenn es hoch her geht. Ein paar Monate und Du solltest wieder umherhüpfen. Muss die Schilddrüse eingestellt werden? Dann das auch.

VG Samia

Ich schäme mich schon nach Hilfe zu fragen, aber Hilfe...!

ory ist offline
Weiblich ory
Moderatorin
Beiträge: 8.270
Seit: 04.02.09
1:So gut wie nichts mehr essen kann und sogar auf Mineralwasser reagiere, meine Leber sehr angeschlagen und ich nicht weiß ob sie wieder wird /Ich habe magst zu essen.
2:und dem lesen und jahrelangen versuchen total erschöpft bin, kommt die Depression
3:Ich bin selbständig in einem stressigen Job und habe Angst zu arbeiten morgen.
4:Ich schäme mich so und meine Mutter tut mir so leid, dass es mich schier verrückt macht.
5:Es gibt keinen Ausweg. Nicht mal eine klink, wegen der Arbeit und schlussendlich wegen des Essens.
6:Theoretisch liebe ich das Leben. Aber die Grenze ist erreicht.
Hallo jasper ,

das gefühl ,das die grenze erreicht ist , das nichts mehr geht ,das alles einfach keinen sinn mehr ergibt/macht , ist nach jahrelangen versuchen wieder auf die beine zu kommen und schlussendlich in einer depression landet nicht wirklich unnormal.

Vielleicht ist hier dein beitrag eine hilfreiche idee von dir gewesen , hilfreich wäre auch ein wenig mehr einsicht in den oben ausgewählten sätze , das würde ein besseres verstehen auch für neue user ergeben um dann gezielter antworten zu können .

lg ory
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Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen. (Buddhistische Weisheit)

AW: Ich schäme mich schon nach Hilfe zu fragen, aber Hilfe...!

Tarajal ist offline
Beiträge: 4.507
Seit: 12.05.13
Hallo Jasper,

ich habe nicht so viel von Deiner Geschichte gelesen, aber manchmal kommt man einfach an den Punkt, dass man gar nicht mehr mit Vitaminen und Spritzen geschweige denn Rizinus therapieren kann, weil einfach die dazu nötige Kraft fehlt.

Dann sind die Muskeln zentnerschwer, die Gelenke starr und Magen und Darm machen durch den seelischen Stress komplett dicht, essen geht auch nicht mehr, dann kann man oft entweder gar nicht mehr schlafen, oder nur noch schlafen, findet aber keine Erholung und Ruhe mehr.

Es fühlt sich richtig scheiße und nach Verzweiflung pur an.

Zerbrich Dir jetzt nicht Deinen Kopf übers essen, das wird wieder.
Trink wonach Dir ist. Dein Körper braucht seine Energie jetzt für etwas anderes als für die Verdauung, dafür ist im Moment nicht viel übrig.

In dieser Phase ist man an einer Linie angekommen, die viele heutzutage neudeutsch als burnout bezeichnen.

Natürlich muss man irgendwann anfangen, seine Arbeit neu zu organisieren, möglicherweise auch weniger zu machen oder sich bestimmte Bereiche zu erleichtern und abzugeben, aber das ist erst ein Folgeschritt.
Dass Du Dich jetzt so fühlst ist ein kräftiger Warnschuss, ein satter Wink mit dem Zaunpfahl oder besser mit dem Laternenmast, undiskutierbar etwas ändern zu müssen.

16 Jahre Suche und Kampf können müde machen, das stimmt, aber viele müssen leider noch viel länger kämpfen, betrachte es als Lehrzeit.

Wichtiger ist zu so einem Zeitpunkt, dass die Seele wieder in die Reihe kommt, man etwas ruhiger wird, Schlaf findet und sich langsam wieder erholen und zu Kräften kommen kann.

Mir haben damals die Bachblüten ganz hervorragend und sehr schnell dabei geholfen aus dem allertiefsten Loch wieder heraus zu krabbeln, Kraft zu tanken und anschließend mit viel klarerem Kopf mein Leben entsprechend umzugestalten.
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Um das Nervensystem zu beruhigen, würde ich in Deinem Fall auch mal das CBD-Hanföl empfehlen, es bringt Ruhe ins Nervensystem, arbeitet gegen Entzündungen und man behält auch einen klaren Kopf.

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Liebe Grüße Tarajal

AW: Ich schäme mich schon nach Hilfe zu fragen, aber Hilfe...!

bestnews ist offline
Beiträge: 6.401
Seit: 21.05.11
Hallo Jasper, ich hatte auch schwere Monate und scheine langsam wieder da herauszukommen.
Bin seit 5.5 Jahren un Selbstbehandlung und merke auch wie das saugt....Dabei bin ich körperlich leider auch etwas heruntergekommen: Viel weniger Bewegung als früher, weniger Highlights. Stattdessen: Recherchieren und andere versuchen zu retten. Dann die üblichen Beziehungsprobleme die mir schon immer das Leben schwer gemacht haben.

Ich kann Dich also irgendwie auch verstehen, meine ich.

Ich rate Dir auch , einen oder zwei Gänge zurückzuschalten. Hab kein Schuldgefühl anderen gegenüber, Du tust Dein Bestes.
Gönn Dir bewusst Auszeiten, plange Highlights in der Freizeit.

Ich bin wieder auf dem aufsteigenden Ast. Habe gerade mit Wasserstoffperoxid inwändig angefangen und mit Hanföl, Schlafe endlich wieder besser.
Gestern nahm ich zum ersten Mal SAMe.

Ich wünsch Dir viel Kraft.
Claudia

Eine 99jährige sagte neulich zu mir.
Was für ein Glück, die Wolken sind so schön.....

Ich schäme mich schon nach Hilfe zu fragen, aber Hilfe...!

puh ist offline
Weiblich puh
Beiträge: 70
Seit: 03.01.14
Hallo Jasper,
ich verstehe dich gut und ich sehe mich, wie ich vor einem guten Jahr war - da, wo du jetzt bist. Nämlich völlig am Ende -- ich muss das schaffen und irgendwie schaff ich das schon--. Ich hab auch ein Problem mit den Nebennieren und nehme Cortison als Hormonersatztherapie.

Nur das - ich muss funktionieren - funktioniert irgendwann gar nicht mehr. Und mein dringender Rat ist - nimm dir um himmelswillen den Druck.
Nicht mehr kämpfen und funktionieren müssen und sich nicht schämen müssen, dafür dass man krank ist!!!!!!!

Versuche eine Lösung zu finden, was den Job angeht, auch wenn es vielleicht finanzielle Einbußen bringt. Manchmal ist weniger mehr.
Ich musste mich von etwas trennen, was mir sehr schwer gefallen ist.
Aber letztendlich war es der richtige Schritt.
Ansonsten schließe ich mich Claudia an. (Und heute waren auch schöne Wolken am Himmel und ich habe sie angeschaut und habe mich gefreut)
Es sind die kleinen, großen Dinge die immer wichtiger werden.

Ich wünsche dir viel Kraft und Mut

Ich finde den Spruch der AA manchmal sehr hilfreich:
Gott, gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut , Dinge zu ändern , die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Liebe Grüße Puh

Geändert von puh (26.06.16 um 23:53 Uhr) Grund: Nachtrag

AW: Ich schäme mich schon nach Hilfe zu fragen, aber Hilfe...!

Jasper888 ist offline
Themenstarter Beiträge: 442
Seit: 18.09.14
Danke euch für die Anteilnahme und die schönen Worte.

Alles fällt gerade wie ein Schleier und die Auswegslosigkeit steht einfach Nackt vor mir. Ich bin ansich kein trauriger Mensch, ganz im Gegenteil. Ich hatte übermenschliche Kräfte und habe Dinge in meinen 36 Jahre ausgehalten, die ich mir im Traum nicht hätte vorstellen können. Und das 15 Jahre am Stück.

Und nach all dem Kampf stehe mitten in der Sahara in einem Kreis mit 30 cm Durchmesser. Ich kann mich nur innerhalb dieses Kreises fortbewegen, weiss aber, dass die ganze Wüste noch vor mir liegt die es zu Überqueren gilt. Von allen Seiten kommen Geier die mich anpicken, von denen ich nicht fortrennen kann.

Ich bräuchte jemanden, der sich 1 Jahr um mich kümmert, mir mit meinen 5 Lebensmittel jeden Tag etwas kocht und der meinen Körper wieder heilen kann und die Liebe und Zuneigung geben kann, die gerade jetzt so dringend benötigt wird. Die Familie ist so überfordert, dass Sie als Zuneigungsquelle zunehmend entfällt und ich zur Belastung werde.

Mein Gott ich bin so ein positiver Mensch wie konnte das alles so kommen. Was macht man wenn es nicht mehr geht, also gar nicht? Muss ich weiter machen bis zum Nervenzusammenbruch, damit auch andere mir glauben? Muss man bei all den Möglichkeiten bis zum Exit Gedanken weiter machen?

Hm. Ich muss wohl einach etwas schreiben, bevor ich mich in einem scharzen Loch auflöse. Ihr verzeiht.

LG Jasper

Ich schäme mich schon nach Hilfe zu fragen, aber Hilfe...!

ory ist offline
Weiblich ory
Moderatorin
Beiträge: 8.270
Seit: 04.02.09
hallo jasper ,

Hm. Ich muss wohl einach etwas schreiben, bevor ich mich in einem scharzen Loch auflöse. Ihr verzeiht.
jasper ....schreiben tut oftmals unendlich gut , schreibe doch mal wie/wodurch alles vor 15 jahren angefangen hat .

lieben gruß
ory
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Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen. (Buddhistische Weisheit)

AW: Ich schäme mich schon nach Hilfe zu fragen, aber Hilfe...!

Jasper888 ist offline
Themenstarter Beiträge: 442
Seit: 18.09.14
Rückwirkend fing alles an mit einem Autounfall mit 8, bei dem meine halswirbelsäule beschädigt wurde. Das führte durch viel Stress zu einem b12 Mangel und mit 16 gibt's langsam bergab.

Die ersten 10 Jahre habe ich allen geglaubt es wäre die Psyche bzw vausschliesslich, aber ich habe immer gemerkt dass etwas nicht stimmt. Und die Ärzte haben es weiter verpfuscht. 7 Jahre neuroleptika. Und und und. So viel Qual. Jeder Tag eine unvorstellbare Qual und was war es??? Einfach ein b12 Mangel.

Leider war schon viel mehr eingetreten zu dem Zeitpunkt, an dem ich es gemerkt habe. Schwermetalle bis oben hin, Darm vertuscht,nebennieren ausgebrannt, weitere Mängel Situationen.

Und dann gab mir der Arzt mit zuvielen Dmps spritzen und der zeitgleichen Ausleitung und nicht Auffüllung von wichtigen Mineralien den Todesstoß, aus dem ich mich seit 2 Jahren wieder zu erholen versuche. Aber jetzt, da ich weiß, bzw. verstanden habe, was alles im Argen ist und dass die vermeintlich positiven Adrenalin Symptome, eigentlich negativ waren, bricht alles zusammen.

Ich befürchte wirklich noch zusätzlich in eine Depression zu rutschen, oder vielleicht bin ich schon drin jetzt. Es füllt sich an als wolle das Leben mich zur Aufgabe zwingen.

Mein Puffer ist bei 0,0001. ich habe Angst davor was passiert wen er erlischt.

LG jasper

AW: Ich schäme mich schon nach Hilfe zu fragen, aber Hilfe...!

Earl Grey ist offline
Beiträge: 934
Seit: 25.09.13
Hallo Jasper,

nur so eine Idee:
bei der nächsten Pause im Bett/auf dem Sofa erträum dir doch mal diese tolle Situation der Zuneigung / Kümmerung. Vielleicht beruhigt das.

Gute Besserung
Earl Grey


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