Väter und Töchter - Mütter und Söhne

20.02.09 10:17 #1
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Oregano ist offline
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Seit: 10.01.04
Ich war ja leider nicht bei dem Chat dabei. Aber mich würde eines interessieren: werden die Eltern eigentlich bei Jungen oder Mädchen auf andere Weise "schwierig"? Oder anders gefragt:
Verlaufen die Hahnenkämpfe und Auseinandersetzungen in der Pubertät anders, je nachdem, ob es sich um Mädchen oder Jungen handelt?

Gruss,
Uta


Väter und Töchter - Mütter und Söhne

Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Hallo Uta,

ich denke, dass jede Eltern - Kind - Konstellation ihre besonderen Vorzüge und auch Herausforderungen in sich birgt!

Es mag schon sein, dass manche Väter von heranwachsenden Töchtern mit interessierten Blicken auf die Auslagen von Waffengeschäften schauen, in denen zum Beispiel Schrotflinten liegen, mit deren Hilfe man das Schlafgemach der geliebten Tochter auf das Beste "bewachen" könnte .

Und es mag Mütter geben, die sich vorstellen, die nicht "passende" Freundin des "angebeteten" Sohnes mit einem Teppichklopfer vom Gelände verjagen zu können.

Gleichgeschlechtliche "Ablösungsphasen" verlaufen in der Regel vermutlich anders als gegengeschlechtliche.

Das ist meine Hypothese. Wie sehen es die Anderen?

Herzliche Grüße von
Leòn
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Wer sich auf mein Niveau begibt, kommt darin um! ;)

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Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 63.695
Seit: 10.01.04
Hallo Leon,

danke für Deine Antwort.
Mir ging es nicht so sehr darum, wie nun Elternteile ihre Töchter/Söhne mit wachem Auge in Bezug auf neue "Bezugspersonen" beobachten (krasse Beispiele : )
Es ging mir eher darum, ob sich die pubertären Kämpfe zwischen Mutter und Töchtern und Vätern und Söhnen anders abspielen.

Denn der Mutter kann ja (wenigstens in ihrem Erleben) durch die Tochter eine Konkurrentin entstehen, und dem Vater (in seinem Erleben) ein Konkurrent. Und da gilt es dann manchmal: sich verteidigen. Deshalb mein Ausdruck "Hahnenkämpfe".

Gruss,
Uta

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Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Hallo Uta,

danke für Eine Erläuterung! - Ich glaube, ich hatte es schon verstanden . Meine karikierende "Darstellung" sollte eigentlich schon mal in die Richtung führen.

Nach dem, was ich in vielen Familien erlebt habe, gibt es häufiger zwisch Müttern und Söhnen und Vätern und Töchtern, während der Pubertät dann Konflikte, wenn das Verhältnis vorher eher wenig konturiert war, es wenig Abgrenzung voeneinander gab und plötzlich Grenzsetzungen entstehen, bzw. entstehen müssen.

Auch habe ich den Eindruck, dass bei gegengeschlechtlichen Eltern-Kind - Beziehungen eher Ablösungsproblematiken auftreten als bei gleichgeschlechtlichen.

Bei Alleinerziehenden ist mir öfter aufgefalllen, dass männliche Jugendliche, mit Eintritt der Pubertät, oder auch schon früher, probieren "Herr im Haus" zu werden. Eher bei einem gegengeschlechtlichen als gleichgeschlechtlichen Elternteil.

Beim Erwerben der Jugendlichen/Erwachsenenrolle sehe ich, in stabilen Vater/Sohn und Mutter/Tochter - Beziehungen auch eher kleine Konkurrenzrangeleien.

Herzliche Grüße von
Leòn
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Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 63.695
Seit: 10.01.04
Beim Erwerben der Jugendlichen/Erwachsenenrolle sehe ich, in stabilen Vater/Sohn und Mutter/Tochter - Beziehungen auch eher kleine Konkurrenzrangeleien.
Wenn ich hier noch einmal die "Hahnenkämpfe" bemühen darf: ich sehe da oft massive Kämpfe zwischen Vater und Sohn, die zum Teil soweit gehen, daß die Situation fast nicht mehr zu ertragen ist.
Die Leidtragende ist dann die Mutter, der es kaum oder gar nicht gelingt, diese Atmosphäre zu entspannen und so auf jeden Fall mitleidet.

Oft lösen sich diese Situationen erst dadurch auf, daß die Söhne aus dem Haus gehen. Kommen sie dann zu Besuch oder auch mal für längere Zeit, sieht es auf einmal ganz anders aus.

Gruss,
Uta

Väter und Töchter - Mütter und Söhne

Rudi Ratlos ist offline
Beiträge: 2.071
Seit: 01.02.08
Hallo ihr Zwei,
habt ihr solche Sorgen, oder diskutiert ihr das hier theo...theoretisch?
__________________
Gruß
Rudi

Medizinisches Dummi ich, gebe keinen Rat, schreibe allein von eigenem Elend.

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Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 63.695
Seit: 10.01.04
Ich habe diese Zeit schon hinter mir, Rudi. - Aber sie war wirklich nicht einfach.

Gruss,
Uta

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Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Hallo Uta,

ich denke, dass in Familien - von allen Familienmitgliedern - "Plätze" gesucht werden, die passen. Zum von Dir angesprochenen Szenario meine ich, dass man sich ansehen müsste, wie es kommt, dass der Sohn (das "Kind") versucht, den "Platz des Vaters" einzunehmen. Wer trägt was dazu bei, also welche Rolle spielt der Vater und welche die Mutter, welche der Sohn und gef. andere Kinder oder andere wichtige Familienangehörige, wie Großeltern, Onkel und Tanten.
Dies könnte man dann, so meine ich, mit einer ganz simplen Form der Familienaufstellung (Soziogramm auf dem Papier) verdeutlichen.

Natürlich kann eine ganz praktische Lösung des Konfliktes der Auszug des erwachsenen Sohnes sein, da wo man sich das finanziell leisten kann!

Herzliche Grüße von
Leòn
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Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Zitat von Rudi Ratlos Beitrag anzeigen
Hallo ihr Zwei,
habt ihr solche Sorgen, oder diskutiert ihr das hier theo...theoretisch?
Hai Rudi,

hast Du was aus der Praxis beizutragen, oder magst Du ein wenig "mittheoretisieren"?

Herzliche Grüße von
Leòn
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Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 63.695
Seit: 10.01.04
Hallo Leon,

Dies könnte man dann, so meine ich, mit einer ganz simplen Form der Familienaufstellung (Soziogramm auf dem Papier) verdeutlichen.
Das ist eine schöne Möglichkeit, wenn denn alle mitspielen. Außerdem braucht es dazu ja auch jemand, der sich damit auskennt.

Was aber, wenn - und ich denke, das ist eher der Normalfall - keiner an einem Soziogramm interessiert ist und entsprechend auch gar nicht erkannt wird, daß es da ein massives Problem nicht nur auf einer Seite gibt?

Gruss,
Uta


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