SPEKTRUM: rund um die Steinzeit-(Paläo-)Diät

06.12.16 16:48 #1
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SPEKTRUM: rund um die Steinzeit-(Paläo-)Diät
Clematis
Zitat von MaxJoy Beitrag anzeigen
Auch wir werden immer weniger, obwohl es uns doch eigentlich immer besser geht ...
Hi,

obwohl es uns SCHEINBAR immer besser geht...
Leider werden immer mehr Menschen immer früher krank, aus vielerlei Gründen, die hier im Forum nur allzu offensichtlich werden.
Gesundes alt werden scheint immer seltener zu werden, egal mit welcher Diät, denn Ernährung ist nicht der einzige Einflußfaktor, sondern nur einer unter sehr, sehr vielen.

Gruß,
Clematis

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malk ist offline
Beiträge: 1.188
Seit: 26.08.11
Zitat von Clematis Beitrag anzeigen
obwohl es uns SCHEINBAR immer besser geht...
Das ist für mich ein springender Punkt. Materielle Werte, politische Stabilität, hohe Lebenserwartung wird gleichgesetzt mit "es geht uns gut". Ich sehe das etwas differenzierter, hier hab ich mir mal Gedanken darüber gemacht im Zusammenhang mit artgerechter Ernährung:
Ich finde es nicht verwunderlich, dass bei Glücksuntersuchungen unentwickelte "natürliche" Länder meist vorne liegen und sich Menschen in reichen und damit vergifteten Ländern am wenigsten glücklich fühlen.

Ist es zum Beispiel wirklich immer nur die Gesellschaft die Leistungsdruck und Stress erzeugt. Ist es nicht vielleicht auch so, dass viele Menschen im Kopf einfach nicht mehr entspannt, klar, zufrieden und ruhig sein können, weil das "Ding" einfach nicht mehr so rund läuft, wie eine gut geölte Maschine? Zum Beispiel durch Gifte, E Nummern, Kohlehydrate etc. Wer sich nicht wirklich innerlich glücklich fühlt, sucht Kompensation. Zum Beispiel mit einem großen Auto und einer tollen Villa. Das wird in unserer Gesellschaft ja nicht als mögliche körperliche Störung interpretiert.

Wenn ich mir ansehe, wie viele Menschen mit verbitterten, verhermten, launischen Gesichtern rumlaufen, schreckt mich das. Ich wurde früher auch manchmal von sensiblen Personen auf meinen erschöpften Gesichtsausdruck angesprochen, hatte das aber nicht war haben wollen.
Quelle: http://www.symptome.ch/vbboard/ernae...tml#post840452

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Clematis
Zitat von malk Beitrag anzeigen
Ich finde es nicht verwunderlich, dass bei Glücksuntersuchungen unentwickelte "natürliche" Länder meist vorne liegen und sich Menschen in reichen und damit vergifteten Ländern am wenigsten glücklich fühlen.
Hallo Malk,

überspitzt ausgedrückt beginnt die Vergiftung bereits mit der fast rein materialistischen Einstellung in den Industrieländern, das Hamsterrad läuft weiter, anhalten ist kaum noch möglich. Dringend notwendiges zur Ruhe kommen ist nicht erlaubt. Das macht die Seele und den Körper krank.

Naturvölker befassen sich mit der Beschaffung von Nahrung und dem Lebensnotwendigen. Ist das erledigt, kommen nicht materielle Aktivitäten zum Tragen, also der Ausgleich für die vorher durchgestandenen Strapazen. Es kehrt Ruhe, Besinnung, Geselligkeit ein. Das kann sogar mangelhafte Ernährung kompensieren und so Gesundheit erhalten.

Gruß,
Clematis

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malk ist offline
Beiträge: 1.188
Seit: 26.08.11
@Clemantis
Schön gesagt und volle Zustimmung

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MaxJoy ist offline
Beiträge: 866
Seit: 18.03.16
Ich für meinen Teil glaube nicht, dass Gifte oder die bösen Kohlenhydrate Schuld an unserer chronischen Unzufriedenheit sind. "Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von schönen Tagen" wusste schon Goethe, der nicht nur reimen konnte, sondern auch ein kluger Mann war. Unser Nervensystem ist einfach nicht für ein sorgloses und ereignisarmes Leben am Busen des Sozialstaats ausgelegt, sondern braucht den Kick durch echte Gefahren. Oder anders ausgedrückt, uns fehlt der gute alte Säbelzahntiger, um echtes Glück empfinden zu können.

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Tarajal ist gerade online
Beiträge: 4.451
Seit: 12.05.13
Das unterschreibe ich auch voll und ganz!

Wenn man sich einmal mit offenen Augen umschaut, dann sieht man insbesondere, wie wenig Menschen aus der überwiegend materialistisch orientierten Welt wirklich glücklich und zufrieden sind.
Viele haben auch noch keinen richtigen Sinn in ihrem Leben gefunden.

Das äußerst sich dann auch in übermäßigem Essen, Trinken, Medikamentenmisbrauch, Unterhaltung und Gier jeder Art.

Nicht umsonst sagt der Volksmund auch:

"Hinter jeder Sucht steckt eine Sehnsucht."

Liebe Grüße tarajal

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malk ist offline
Beiträge: 1.188
Seit: 26.08.11
Zitat von MaxJoy Beitrag anzeigen
Ich für meinen Teil glaube nicht, dass Gifte oder die bösen Kohlenhydrate Schuld an unserer chronischen Unzufriedenheit sind.
Man kann sie sicher nicht für alles verantwortlich machen. Ich persönlich kann allerdings sagen, dass bei mir auf einen Schlag ohne weiteres zutun einige Ängste und ähnlich Störungen, die mich teilweise jahrzehntelang begleiteten, verschwanden als ich meine Ernährung umstellte.

Und ich hatte es vorher mit positivem Denken, Psychotherapie und allem möglichem probiert und hatte nicht den kleinsten Fortschritt. Und dann stell ich die Ernährung um und zack einfach weg.

Ich kann übrigens diese Ängste auch leicht wieder heraufbeschwören, wenn ich z.B. unverträgliche Lebensmittel esse. Ist richtig unheimlich wie binnen Minuten irgendwelche sinnlosen Ängste auftreten.

Auch meine ersten DMPS Spritzen und DMSA Kapseln fühlten sich wie eine Erlösung an, körperlich wie geistig. Also können auch Gifte einen ganz schön kaputt machen.

Heute würde ich mich als zufrieden und gelassen bezeichnen.

Meine Erfahrung trifft sicher nicht auf alle zu aber eine Studie von n=1 könnte so manchem trotzdem weiterhelfen Und wer es nicht probiert, wird's sowieso nicht glauben.

(hier hab ich mal was darüber geschrieben
http://www.symptome.ch/vbboard/ads-a...ml#post1091502 )

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MaxJoy ist offline
Beiträge: 866
Seit: 18.03.16
Das kann ich mir schon vorstellen, ich habe auch mal ein paar Monate konsequent zuckerfrei gelebt und war in dieser Zeit sehr ausgeglichen. Entgiften und entsäuern tue ich mich sowieso regelmäßig. Einen noch stärkeren Effekt haben Krafttraining und Bewegung bei mir.

Allerdings bin ich vorsichtig geworden, mir meine gute Laune anmerken zu lassen, denn mit Großzügigkeit, Lebenslust und kleinen Scherzen bringt man all diese verkniffenen Wutzwerge, Klageweiber und Hassmaschinen erst so richtig auf die Palme. Immerhin, mit Kindern und Tieren, speziell Hunden, kann man auch heutzutage noch Spaß haben ohne gleich gelyncht zu werden.

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malk ist offline
Beiträge: 1.188
Seit: 26.08.11
Zitat von MaxJoy Beitrag anzeigen
Einen noch stärkeren Effekt haben Krafttraining und Bewegung bei mir.
Wirkt bei mir auch sehr gut. Wirkt speziell gegen mein (vermutetes) SIBO, da es die Darmperistaltik in Schwung bringt. Das ist bei mir ein wichtiger Effekt.

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Tarajal ist gerade online
Beiträge: 4.451
Seit: 12.05.13
Die Darmperestaltik kann man sogar im Sitzen, Liegen, Stehen und von mir aus auch im Kopfstand regelmäßig mit Bauchüben in Schwung bringen und die den Darm umgebende Ringmuskulatur stärken:

Kasten Bauchübungen Anfang

Die Bauchübungen sind ein wesentlicher Bestandteil der Darmsanierung.
Man kann und sollte sie auch außerhalb einer Therapie anwenden, da sie die Darmmuskulatur stärken und so eine Unterstützung für die Verdauung darstellen.
Die Übungen macht man am Leichtesten auf nüchternem Magen, zum Beispiel gleich im Bett frühmorgens nach dem Aufwachen fünfzig mal, langsam auf hundert steigernd.
Generell sind sie auch überall dort durchführbar, wo man Zeit hat, wie zum Beispiel beim Warten auf Bus oder Bahn, am Computer oder am Fernsehen.
Einmal mindestens täglich, besser noch ein zweites oder ein drittes Mal.
Das „Wie“ ist ganz einfach zu lernen:

Egal ob Sie gerade sitzen, liegen oder stehen, konzentrieren Sie sich einfach einmal auf ihre Bauchatmung und verfolgen Sie den Rhythmus ihres Ein- und Ausatmens.

Machen Sie bitte dasselbe noch einmal.
Diesmal halten Sie allerdings nach dem Ausatmen die Luft an, ziehen ihren Bauch soweit es geht unter Anspannung zu den Rippen nach oben, lassen dann locker und strecken den Bauch soweit wie sie können nach draußen, bis zu dem Punkt wo Sie ihre dickste „Wampe“ spüren.
Dann wieder, immer noch ausgeatmet, den Bauch nach oben hin einziehen, wieder locker lassen, „Wampe“ machen.
Üben Sie das solange, bis ein fließender Kreislauf entsteht und Sie die Übung zwei bis dreimal ohne dazwischen atmen zu müssen, schaffen.
Dann machen Sie wieder ein oder zwei tiefe Atemzüge ohne Übung und beginnen sie das Ganze wieder von vorn.
Schlanke oder leere Bäuche schaffen die Übung richtig tief fünf Mal und mehr, bevor sie wieder atmen müssen, und das ganz ohne Hektik oder Blauwerden im Gesicht.

Wichtig ist, die Bewegungen bei ausgeatmeter Luft tief und weit auszuführen, damit der gesamte Bauch etwas davon hat.
Außer bei frisch an Bauch, Lunge oder Herz Operierten, ist es eine Übung für Jedermann.

Oft gehörte Nebenwirkungen: Abends warme Füße, morgens besser wach werdend.

Kasten Bauchübungen Ende

Liebe Grüße Tarajal :-)


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