Körper entgiften

15.02.10 18:17 #1

Diverse Themen rund um die Entgiftung des Körpers
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yttrium01 ist offline
Beiträge: 1
Seit: 15.02.10
hallo!

ich bin laborantin und habe tag täglich mit lösemitteln, leichtflüchtigen sowie schwerflüchtigen stoffen ( PAK, PCB, BTEX, LCKW, Cyanid, Phenol...) zutun. meine gesundheit liegt mir sehr am herzen. wie bzw. mit welchen mitteln kann ich die giftstoffe die mein körper aufgenommen hat ausleiten? mit algen oder kolloidale mineralien?

lg

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Oregano ist offline
Beiträge: 53.512
Seit: 10.01.04
Hallo yttrium,

ich fürchte, ein Patentrezept gibt es hier nicht. Du kannst etwas für Leber und Nieren tun, z.B. in Form von Mariendistel-Präparaten, Löwenzahntropfen oder -tee, Leberwickeln, Quassia u.a.
Die Nieren kannst Du u.a. mit Solidago anregen.

Chlorella ist sicher eine gute Sache. Man muß sie allerdings vertragen; das ist also individuell verschieden. Eine vernünftige Ergänzung von wichtigen Nahrungsergänzungsmitteln ist sicher auch gut; aber auch da solltest Du erst einmal wissen, was Dir fehlt.

Am besten und letztlich natürlich auch einfachsten wäre, wenn Du die Gifte gleich gar nicht aufnehmen würdest.
Läuft denn bei Euch ein Abzug?

Gruss,
Uta

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Omtcg ist offline
Beiträge: 1.152
Seit: 16.12.09
Hallo,

darf ich dir video.google.at/videoplay?docid=3934013923344781&ei=BAR7S4jFDsy0-AbHzbXPBw&q=klinghardt+schwermetalle&hl=de# empfehlen?
__________________
Liebe Grüße Omtcg

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moonmcneill ist offline
Beiträge: 27
Seit: 24.03.10
Hi Yttrium -

ich kann Dich nur warnen, Entgiftung jemals vor Gesundheitsschutz zu setzen!

Bedenke, dass viele Gifte auch im Körper flüchtig sind und schnell wieder ausgeschieden werden. Die Zerstörungen und Sensibilisierungen, die sie anrichten, bleiben allerdings und sind mit Entgiftung oft nicht wieder wegzukriegen. Schon gar nicht mit einer solchen! Zweitens gibt es so genannte Speichergifte, die im Körper verbleiben und sich in allen Fettgeweben anreichern. Zu den wichtigen Fettgeweben gehören z.B. das Hirn und die Leber, die dadurch empfindliche Folgeerscheinungen erleiden.Drittens gibt es sogenannte Sensibilisierungen, die sich im Laufe der Zeit zu einer Multi-System-Erkrankung addieren können - und zwar dann, wenn die toxische Gesamtlast erreicht ist, die Dein Körper aushalten kann. Viertens schaden Toxine einzeln anders als in Kombination. Kombinationswirkungen aus verschiedenen Lösungsmitteln sind bisher nicht erforscht - und für Chemikaliengemische gibt es keine Grenzwerte. Manche Chemikalien wirken wie Hormone und stören den kompletten Hormonhaushalt. Es ist ein komplexes Thema, wie Du siehst.

Daraus folgt: zunächst einmal muss Arbeitsschutz wichtig genommen werden, damit weitere toxische Belastungen ausgeschlossen werden. Hier sind angemessener Atemschutz und Abzugshauben und/oder Luftreiniger unerlässlich. Danach sollte man sich unter fachärztlicher Anleitung um Entgiftungsmaßnahmen kümmern, denn die Entgiftung muss der toxischen Last im Körper angepasst sein und die Toxine berücksichtigen, denen man ausgesetzt war. Einfach Chlorella nehmen ist sinnlos. Beim Lösemittelsyndrom nützt das nichts.

Heute muss niemand mehr aus beruflichen Gründen ein Lösemittelsyndrom erleiden, wenn er alle Schutzmaßnahmen nutzt, die im übrigen auch Vorschrift am Arbeitsplatz sein sollten. Darüber kann einen die berufsgenossenschaft aufklären! Das Lösemittelsyndrom ist eine schwere Erkrankung, die zwar als Berufskrankheit anerkannt ist - aber wenn Du es erst einmal hast, ist dein Leben nicht mehr das, was es war. Und es wird das auch nie wieder sein.

Alles klar? Wenn dein Arbeitgeber es mit deinem Gesundheitsschutz nicht so wichtig nimmt, wechsel lieber den Beruf oder den arbeitsgeber ehe du chronisch krank wirst.

Moon

Geändert von moonmcneill (26.03.10 um 07:33 Uhr)

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gerold ist offline
Beiträge: 3.979
Seit: 24.10.05
Zitat von yttrium01 Beitrag anzeigen
hallo!

ich bin laborantin und habe tag täglich mit lösemitteln, leichtflüchtigen sowie schwerflüchtigen stoffen ( PAK, PCB, BTEX, LCKW, Cyanid, Phenol...) zutun. meine gesundheit liegt mir sehr am herzen. wie bzw. mit welchen mitteln kann ich die giftstoffe die mein körper aufgenommen hat ausleiten? mit algen oder kolloidale mineralien?

lg
Vermutlich werden die Entgiftungsverfahren, die hier im Forum unter:
Amalgam --> Amalgam Entgiftung
teilweise bereits über Jahre diskutiert worden sind, auch in diesem Falle hilfreich sein. Vor allem vermag man an Hand der Beiträge festzustellen, welche dieser Verfahren sich als effizient erwiesen haben, und welche weniger oder gar nicht.

Alles Gute!

Gerold
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben.

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moonmcneill ist offline
Beiträge: 27
Seit: 24.03.10
Ich möchte an dieser Stelle nochmals darauf hinweisen, dass das Verhindern weiterer Gifteinträge im Vordergrund stehen sollte, bevor eine Entgiftung unternommen wird.

Es macht keinerlei Sinn, weitere Gifte aufzunehmen und zeitgleich zu entgiften. Dann kann man es auch gleich lassen.

Moon

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ddhood ist offline
Beiträge: 31
Seit: 21.03.10
Sorry, aber das ist m.E. nicht korrekt. Klar sollte man Gift meiden. Aber manchmal hat man keine Wahl. Deshalb nicht zu entgiften ist reine Resignation. Die Frage ist, kann ich soviel Entgiften, wie ich vergiftet werde? Dann wär das ideal.

Man muss unterschieden zwischen flüchtigen Giften und Schwermetallen. Chlorella ist meines Wissens prädestiniert für Quecksilber-Ausleitung. Dies liegt soviel ich weiss an den Schwefelverbindungen in der Alge des Chlorella. Man kann auch andere Schwefelvebindungen verwenden, um Quecksilber auszuleiten, etwa Knoblauch, aber nicht zu viel und oft, sonst gibts Magenkrämpfe.

Die erwähnten Gase sind aber was anderes. Einige Substanzen wirken meines Wissens unmittelbar destruktiv und daher irreparabel. Andere mögen sich einlagern und dabei entgiftbar bleiben.

Grundsätzlich kann ich dir empfehlen, viel Vitamin A,C und E aufzunehmen, z.B. in Orangensaft, Milch und Sonnenblumenöl. Spargelkuren machen, also ne Woche lang jeden Tag ein Glas voll, dabei kann man beobachten, wie der Urin sich verändert. Gundsätzlich harntreibende Sachen konsumieren, viel trinken und über Harn ausleiten. Beispiel: Schlüsselblumentee. Der ist auch noch recht erheiternd. Abgesehen davon: ein gutes Kräuterbuch zulegen.
Kamille entgiftet auch, ebenso Früchte, speziell weisse Trauben. Beigleitend ab und zu ein Aspirin (oder Generika ) könnte auch helfen, Ablagerungen zu lösen, da es blutverdünnend wirkt. Kannst stattdessen auch auf einem jungen Weiden-Zweig kauen, ist der gleiche Wirkstoff.
Für am effektivsten halte ich Spargelkuren. Ruhig auch die aus dem Glas.

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moonmcneill ist offline
Beiträge: 27
Seit: 24.03.10
Oha.

Jeder hat seine Meinung: die eine ist klar und konsequent, die andere richtet es sich in ihren Umständen ein. Und natürlich haben wir immer eine Wahl. Wer sich einreden lässt, er habe keine, ist kein selbstbestimmter Mensch mehr, sondern vollkommen fremdbestimmt.

Ich möchte an dieser Stelle klar machen, dass unser Ego es sich ständig bequem machen möchte - doch unsere Zellen gewöhnen sich NICHT an einen ständigen Chemikalieneintrag. Wenn wir also auf der einen Seite entgiften und auf der anderen Seite unseren üblichen Gifteintrag belassen, mindern wir zwar möglicherweise die toxische Gesamtlast, aber nicht den Schaden, den die Chemikalien insgesamt und langfristig anrichten. Wir machen es uns bequem in unserer Vergiftungssituation und halten sie für normal. Wer so denkt, hat sich schon aufgegeben. Wer sich weigert, sich so mit der Welt zu arrangieren, hat einen Schritt zu ihrer Veränderung beigetragen. Wolfgang Borchert, ein bedeutender Nachkriegsautor, sagte uns wie es geht: SAGT NEIN! In diesem Forum geht es doch gerade um das Ende der Symptombekämpfung, also um den Beginn der Auseinandersetzung mit den Ursachen. Schon vergessen?!

Eine Quecksilberausleitung sollte NUR unter ärztlicher Aufsicht vorgenommen werden und ist niemals alleine durch Chlorella möglich. Mit Vitaminen und Diäten herumzuexperimentieren verlagert die Quecksilberablagerungen nur in Leber und Hirn statt sie auszuleiten. Sinnvoller ist es, einen kompletten Giftstatus nehmen zu lassen, eine spezifische Harn- und Stuhlanalyse machen zu lasasen und zu schauen, welche Regelkreise bereits gestört sind und wieviele Toxine ausgeschieden werden. Dann kann an eine spezifisch auf die persönliche Lage zugeschnittene Entgiftung machen. Mit Entgiftung sollte man vor allem im Bereich der Schwermetalle und Pestizide niemals alleine herumexperimentieren.

Ich halte sehr viel von den Ratschlägen anderer und habe selber oft sehr von ihnen profitieren können - aber viele waren auch fahrlässig und haben mich Fehler machen lassen, die ich später bedauert habe! Vor allem in Sachen Entgiftung... Was ddhood sagt, klingt nett und ist auch nicht absolut falsch - doch andererseits ist es viel zu unkonkret und nicht auf deine spezifische Situation zugeschnitten. Das sollte es aber, wenn es langfristig nützlich sein soll!

Moon

Geändert von moonmcneill (29.03.10 um 07:07 Uhr)

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ddhood ist offline
Beiträge: 31
Seit: 21.03.10
Meine Erfahrung mit Ärzten ist auch so ne Sache. Viel mehr als Codein kennen die meist nicht. Und die Suche nach einem guten Spezialisten beinhaltet sicherlich ebenso schädliche Stressfaktoren. Ärzte waren es, die mir Amalgam in den Mund stopften (staatlich auferlegt). Und sie tun es heute noch. Ärzte sind ausserdem finanziell problematisch. Genauso wie die konsequente Umsetzung dessen, was du forderst. Was würdest du tun in meiner Situation: Wohnung giftig, Entgiftung des Raums nur teilweise möglich, erfolglose Wohnungssuche da extreme Wohnungsnot vor Ort, finanzielle Ortsabhängigkeit (kann nicht einfach weggehen) usw. Wenn ich sage, man/ich habe manchmal keine Wahl, dann weiss ich, wovon ich spreche. Sicherlich ist es leicht, von aussen, ohne Kenntnis der Sitation zu sagen "Du bist eben geistig schwach", aber ich halte das für wenig objektiv. Ich will weg, kann aber nicht, zumindest nicht von heute auf morgen, so gern ich auch gehen würde.

Auch die Thread-Eröffnerin kann vielleicht nicht einfach den Job an den Nagel hängen, ohne sich dabei extremem Stress auszusetzen, was, wie ich wiederhole, bekanntlich einer der Hauptursachen für viele Erkrankungen ist, mitunter Krebs. Ich war schon ein paare Jahre lang obdachlos und weiss, wovon ich rede, wenn ich sage Stress. Deshalb werde ich vorerst nicht unter eine Brücke ziehen.

Zu vermitteln, es wäre dumm, Spargeln zu essen ist auch irgendwie, naja.

Jedenfalls habe ich die Holzschutzmittel-kontaminierten Fensterrahmen mit Metallfolie versiegelt, ausserdem läuft ein Aktivkohlefilter. In dem Plattenbau bin ich wohl der Einzige, der überhaupt Massnahmen ergreift. Die anderen werden vermutlich jahrelang über Hustenreiz klagen usw., von den Spätfolgen ganz zu schweigen. Ich bin also nicht ganz so naiv, wie ich anscheinend eingeschätzt wurde.

Diesbezüglich rate ich aber grundsätzlich jedem dazu, im Job geeignete Masken zu tragen, selbst dann, wenn man sie selber kaufen muss.

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moonmcneill ist offline
Beiträge: 27
Seit: 24.03.10
Hey hey - ich habe Dich keineswegs als naiv eingeschätzt. Wenn ich einen Ratschlag als unangemessen ansehe, ist das a) meine persönliche Meinung und b) nicht auf die ganze Person bezogen. Das sollte man unterscheiden können.

Ich habe das Leben 54 Jahre studiert und am eigenen Leibe erfahren, wie man sich in einer Situation/Krankheit etc einigeln und einsperren kann, ohne Vor und Zurück zu wissen. Ich habe aber auch erlebt, dass mein Leidensdruck irgendwann groß genug war, um Änderungen anzudenken und umzusetzen. Und siehe da: mein Leben entwickelte sich ungemein positiv. Dass ich dies auch anderen wünsche, darf mir niemand verdenken. Uns Menschen fehlt oft der Mut zu Änderungen - insbesondere angesichts einer so gravierenden Erkrankung. Angesichts der Unwilligkeit und Unfähigkeit unserer Ärzteschaft verfallen wir oft in Verzweiflung, Lethargie und Depressionen. Wir verlieren dadurch vollkommen den Blick für unsere MÖGLICHKEITEN (denn wir betrachten vor allem unsere UNmöglichkeiten). Das war es, was ich sagen wollte.

Was Du daraus machst, ist Dir überlassen! Der Weg zur Gesundung führt niemals über das Steckenbleiben, sich aufgeben und Resignieren. Und selbst wenn der Körper nie mehr ganz gesunden kann: die Seele kann es - und sie braucht dazu anderes Futter als das, was wir ihr täglich geben. Wir vergessen oft, dass wir nicht unser Körper sind, sondern IN unserem Körper. Der Körper ist das Gefäß für die Seele - und sie lässt ihn leben. Trotzdem lassen wir sie oft verhungern, lassen sie durch negative Gedanken verdorren und leben in einem geistig-seelischen Käfig. Was wir nicht wagen zu denken, wird sich auch nie erfüllen. Die Art wie wir denken, bestimmt alles, was wir erleben. Auch die art, wie wir unsere MCS erleben.

Moon

Geändert von moonmcneill (29.03.10 um 19:09 Uhr)


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