WHO erklärt erstmals Mobilfunk zum möglichen Krebsrisiko

01.06.11 23:31 #1
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adac ist offline
Beiträge: 350
Seit: 24.02.10
Die Weltgesundheitsorganisation hat erstmals die Strahlung von Mobiltelefonen als mögliches Krebsrisiko (Gruppe 2B) bezeichnet. Das hat eine einwöchige Tagung von 31 Wissenschaftlern der Internationalen Agentur für Krebsforschung der WHO ergeben. Die World Health Organization ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf.

"Hochfrequente elektromagnetische Felder beim Einsatz von Mobiltelefonen sind möglicherweise krebserregend für den Menschen, bezogen auf ein erhöhtes Risiko für ein Gliom, eine bösartige Form von Hirntumor", heißt es in einer Erklärung der WHO vom 31. Mai 2011.

Die Experten erörterten die Ergebnisse aktueller Studien zum Thema Mobilfunk-Immissionen. Eine der Untersuchungen ergab für Vieltelefonierer ein um 40 Prozent höheres Risiko, an einem Gliom zu erkranken. Das Wissenschaftlergremium gab selbst jedoch keine Prognose zum Risiko ab.

Jonathan Samet von der University of Southern California (Los Angeles), der das Wissenschaftlertreffen leitete, sagte: "Die Beweise, die wir weiterhin sammeln, sind gut genug, um die Schlussfolgerung und Einstufung als ein mögliches Karzinogen zu stützen. Diese Einschätzung bedeutet, dass es ein gewisses Risiko geben könnte, und deshalb müssen wir ein wachsames Auge auf eine Verbindung zwischen Handys und Krebsrisiko halten."

Die Lobbyorganisation der Mobilfunkindustrie, das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF), bemüht sich in einer Stellungnahme um Schadensbegrenzung. Die Wissenschaftler hätten sich nur auf begrenzte wissenschaftliche Hinweise aus einigen epidemiologischen Studien gestützt. Ein Kausalzusammenhang von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern und Krebserkrankungen sei nicht behauptet worden. Eigene Untersuchungen als Grundlage für die neue Klassifizierung als "möglicherweise krebserregend" habe es nicht gegeben. "Man muss diese Einstufung im Kontext sehen: Zahlreiche Alltagssubstanzen sind in der Gruppe 2B als 'möglicherweise krebserregend' eingestuft", erklärte IZMF-Chefin Dagmar Wiebusch. Im November 2010 hatte das IZMF mit einer zweifelhaften Studie nachzuweisen versucht, dass LTE-Immissionen weit unter den Grenzwerten lägen.


Quelle:
Hirntumor: WHO erklärt erstmals Mobilfunk zum möglichen Krebsrisiko - Golem.de

Weitere Links zum Thema:
http://www.sueddeutsche.de/55r38B/43...-Strahlun.html

Wenn es Krebs auslösen kann dann kann es auch für alle anderen Symptome die dem Esmog zugeschrieben werden der Auslöser sein.

Geändert von adac (01.06.11 um 23:52 Uhr)

WHO erklärt erstmals Mobilfunk zum möglichen Krebsrisiko

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Kam heute auch in den nachrichten.
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Bei Elektrosmog kann der Baubiologe hilfreich sein

Die hoch- und niederfrequenten Felder von Telefon, WLAN, Mobilfunk, Babyphone usw. aber auch die häusliche Elektroinstallation sowie Lichtsysteme können nicht nur bei sensiblen Menschen zu gesundheitlichen Problemen führen.

Besonders die Orte, an denen wir uns lange aufhalten, sollten möglichst frei von solchen Störungen sein. Das ist vor allem unser Schlafplatz, wo wir uns normalerweise einen Drittel des Tages aufhalten und zudem ungestört regenerieren und Energie tanken wollen, aber auch unser Arbeitsplatz.

Baubiologen können solche Störungen messen und Lösungen zur Beseitigung empfehlen.
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WHO erklärt erstmals Mobilfunk zum möglichen Krebsrisiko

Therakk ist offline
Beiträge: 1.690
Seit: 07.08.10
in den Nachrichten haben sie auch gesagt, dass die WHO bei der Schweinegrippe schon auf Panik gemacht habe und völlig übertrieben habe............ha, schön wie man alles verdrehen kann
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Wir leben in der Annahme, dass wir denken, wobei es genauso möglich ist, dass wir gedacht werden

WHO erklärt erstmals Mobilfunk zum möglichen Krebsrisiko

Nischka ist offline
Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Hallo Therakk,
ehrlich gesagt frage ich mich die ganze Zeit, ob ich diese Meldung nur gut finden soll (Warnung für viele, Warnungsbestätigung für viele, die ihren Liebsten schon immer etwas gesagt haben und nicht gehört wurden), oder ob da noch ein anderer Gedanke mit hineinspielt: nämlich der, daß sie "eines baldigen Tages", wenn es nicht mehr zu übersehen ist, daß immer und immer mehr junge und auch ältere Menschen am Hirntumor zugrundegehen, sagen können: Wir haben ja gewarnt. Also unter Umständen wäre dies dann nur eine Art Vorsorge für kommende Zeiten.
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Stell Dir vor, es gibt Funk, und keiner nutzt ihn :-D

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Nischka ist offline
Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Ein Interview mit Prof. Adlkofer zu der Einstufung:

IARC: Funkstrahlung möglicherweise krebserregend

Sein letzter Satz (!):

Prof. Adlkofer: Meine bisherigen Erfahrungen als Mensch und Wissenschaftler sprechen dafür, dass von der Politik nichts zu erwarten ist, solange sich in der Bevölkerung keine Mehrheit findet, die einen echten Strahlenschutz erzwingt. Ich setze deshalb ausschließlich auf die Vernunft der Bürger.
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BiMi ist offline
Beiträge: 440
Seit: 19.08.10
Hallo allerseits!

Versuch einer Erklärung:

Nachdem ich seit Monaten von so ziemlich jedem Versandhändler mit
Super-Sonder-Angeboten in Form von DVD-Playern, Küchenmaschinen etc.
zuzüglich zu den beiden geschenkten Handys (mit Vertragsbindung)
überschüttet wurde
- und trotzdem der Versuchung nicht erlegen bin -
gehe ich mal davon aus, dass die Mobilfunkindustrie in einer tiefen Krise steckt!

Jeder, wirklich jeder, der moralisch nicht so gefestigt ist, wie ich hat ein Handy.

Ja, was tun, wenn man den Absatz wieder ein wenig ankurbeln will?

Da bleibt nur eines: Man stellt fest, dass die alte Handygeneration
doch noch ein wenig verbessert werden kann...
ja - technisch gehts kaum. Aber angenommen, man findet jetzt doch noch in der hintersten Schublade eine der verkramten Studien, die die generelle
Schädlichkeit belegen?
Heh! Dann steht doch der neuen Produktion von (nun aber wirklich und ganz ehrlich) überhaupt nicht gesundheitsschädigenden Handys nichts mehr im Wege, oder?

Also, freut euch, ihr Telecom-Manager! Es gibt auch dieses Weihnachten fette Boni!

In der USA gibts Sammelklagen - man kann sich beteiligen

BiMi

WHO erklärt erstmals Mobilfunk zum möglichen Krebsrisiko

Nischka ist offline
Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Moin BiMi,
könnte was dran sein.
Ich habe gehört, daß schon mehrere weitere Geräte-Generationen in der Schublade warten...
Es geht um Profit - für jede dieser Generationen.

Einer meinte vor Jahren schon allen Ernstes, die Handys seien inzwischen so gebaut, daß sie kaum noch strahlen. Ohjeee!
In der Zeit war seine Frau schwanger und nutzte munter ein Handy.

Viele meinen, Ahnung zu haben, das ist wohl die Besserwisserei, die da zuschlägt, leider auf Kosten der eigenen Gesundheit und der Gesundheit anderer (wie z. B. Embryos, Babys, Kinder und überhaupt Nachbarn, In-der-Nähe-Stehende usw.).

Hoffen wir, daß es bald irgendein Zünglein an der Waage gibt, daß vielen ihr Gerät buchstäblich vor Schreck (Realisieren der Gefahren) aus der Hand fällt und sie es dann so behandeln, wie es dem Gerät gebührt - WECH DAMIT!

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Wissen ist Macht ist offline
Beiträge: 990
Seit: 25.05.06
Also ich erlebe es so: Wenn man nicht dauernd erreichbar ist, wird man schon "geschimpft" (und das von gesundheitsbewußten Menschen).

Und dann bekommt man noch Vorwürfe, wenn mal jemand für ein paar Stunden, und nichtmal zur Arbeitszeit erreichbar ist.

Man kann keine Disziplin mehr aufbringen, einen schönen, bequemen Telefonierplatz einzurichten; und Telefonzellen mit Kartenbezahlung oder EC-Karten-Bezahlung gibt es auch nicht mehr.

Wir müßten halt wieder zurück, zu Zeiten, als man sich auf ne Verabredung verlassen konnte, Termine eingehalten wurden und man nicht gleich ausgeflippt ist, wenn man nicht sofort alles über jeden oder jeden Fall bescheid weiß.

Ja, es ist wirklich gefährlichste Ignoranz vorhanden, bes. was die Energetisierung von Elektrogeräten betrifft, unkritischster Umgang dank unwissender Kinesiologie-Tests (die lediglich die momentane Bereitschaft und Empfänglichkeit für Gesundheit berücksichtigen).

Geändert von Wissen ist Macht (10.06.11 um 20:52 Uhr)

WHO erklärt erstmals Mobilfunk zum möglichen Krebsrisiko

Nischka ist offline
Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Hallo Wissen ist Macht:
Ich würde mich absolut nicht beschimpfen lassen. Vielleicht kannst Du Dir ein paar stichhaltige Argumente zurechtlegen und den Menschen aufführen, dann müßten sie eigentlich rasch verstummen.
Es kommt sowieso der Tag, an dem vielen die Lichter aufgehen (bei einigen ist es schon soweit), und dann erinnern sie sich an diejenigen, die schon früher Vorsorge getroffen haben...
Warum einige sog. "Gesundheitsbewußte" diese Technik ohne Bedenken, ohne sich mal schlauzumachen (dauert mal gerade eine Stunde im Internet)nutzen, ist mir ein Rätsel. Manche kommen dann mit schrägen Argumenten wie z. B.: Die Strahlung sei mittlerweile so runtergeregelt, daß sie kaum noch ins Gewicht falle, haha. Oder sie wiederholen das, was - noch - propagiert werden kann: Das Thema sei umstritten.

Was meinst Du mit Energetisierung von Elektrogeräten?

Welche Erfahrungen hast Du mit kinesiologischen Tests bzgl. dieser Technologie, würde mich interessieren.


Leserbrief aus der Badischen Zeitung:
Vorsätzliche Verletzung des Gesundheitsschutzes

Zu: "WHO: Handy könnte Krebs erregen", Agenturbeitrag (Aus aller Welt, 3. Juni):

Man hat also bei Handy-Vieltelefonierern festgestellt, dass statistisch ungewöhnlich oft ein Gehirntumor in Ohrnähe entsteht. Das war schon länger bekannt, nur haben die WHO-Fachleute jetzt dieses Wissen neu bewertet und die Handybenutzung in die Risikoklasse 2B eingestuft (möglicherweise krebserregend). Die anderen Klassenbezeichnungen "wahrscheinlich nicht" oder "wahrscheinlich doch krebserzeugend" wurden jedenfalls nicht ausgewählt.

Jetzt aber sagen die Kommissionsleiter interpretierend, beim Mobiltelefonieren "könnte es ein Risiko geben", und das Handy sei als Krebsursache "nicht eindeutig belegt". Wie bitte? Können die Experten nicht eins und eins zusammenzählen und wissen sie nicht, was Ursache, Wirkung und ein Risiko ist? In der Diskussion über die Feinabstimmung zwischen "wahrscheinlich" (2A) oder "möglicherweise" (2B) wird eine begriffliche Nebelkerze geworfen, um das grundsätzliche krebserregende Risiko beim Mobilfunk nachträglich wieder abzustreiten.
Vermutlich ahnen die Experten, dass nun bei 2B der bisherige WHO-Grenzwert als eine angebliche gesundheitliche Risikoschwelle nicht mehr gilt.

Hier der Link:
Leserbriefe: Gefährliche Handy-Strahlung: Vorsätzliche Verletzung des Gesundheitsschutzes - badische-zeitung.de
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Leserbrief:
Mikrowellen sind Störsender für lebende Systeme

Zu: "Schulprojekt Handyfasten", Agenturbeitrag, (Aus aller Welt, 23. Mai):

Handys sind Sender und Empfänger elektromagnetischer Strahlung. Nicht nur Handynutzer, sondern alle Personen im Umkreis von fünf Metern, sind ihr ausgesetzt. Außerdem basieren der rasante Ausbau des Mobilfunknetzes und die zunehmende Installation von Mobilfunkantennen auf dem Handyboom der letzten Jahre. Hochfrequente Strahlung greift jedoch fundamental in die Steuerungsregulation des Organismus ein.

Alle Lebensvorgänge sind gebunden an und gesteuert über elektromagnetische Schwingungen. Insofern sind Mikrowellen Störsender für lebende Systeme. Kurzfristige Folgen nach Handytelefonaten sind die Verklumpung der roten Blutkörperchen in Form eines sogenannten Geldrollenphänomens, Veränderungen im EEG und eine Beeinträchtigung der Konzentration sowie die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke für Schadstoffe.

Langfristig, so eine EU-finanzierte Reflex-Studie von 2004, können DNA-Schädigungen auftreten und zwar bei Intensitäten, die weit unter den in Deutschland geltenden Grenzwerten liegen. Gesundheitsrisiken werden von offiziellen Stellen weitgehend geleugnet oder als wissenschaftlich nicht haltbar abgetan. Kein Wunder: 80 Prozent der Studien zu Mobilfunk sind von den Mobilfunkbetreibern finanziert.

Hier der Link:

Leserbriefe: Mikrowellen sind Störsender für lebende Systeme - badische-zeitung.de

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Verharmlosungen sind hier unverkennbar
Leserbrief:
In diesem Artikel sind die Verharmlosungen durch das Amt für Strahlenschutz und die Mobilfunkindustrie leider unverkennbar. Es trifft zwar zu, dass einige Chemikalien ebenso wie Mobiltelefone von den entsprechenden Kreisen als nur "möglicherweise krebserregend" eingestuft werden, während Zigaretten und Asbest heute als eindeutig krebserregend gelten.
Es wird aber verschwiegen, dass auch diese Karzinogene früher nur als "möglicherweise krebserregend" eingestuft waren – bis nach Millionen von weltweiten Krankheits- und Todesfällen gegen den Widerstand der jeweiligen Industrie endlich das "eindeutig krebserregend" zugestanden werden musste. Ebenso ging es mit Bleizusätzen im Benzin, mit DDT oder Holzschutzmitteln.

Die Zeiten zwischen Auslösung der Krankheit und Erscheinen der Symptome betrugen bei all diesen Leiden viele Jahre, so dass jene traurige Statistik erst abgewartet werden musste, die in Wirklichkeit ein, wie sich herausstellte, lebensgefährlicher Feldversuch am Menschen war. Jahrelange Inkubationszeiten treffen auch für Mobilfunk, Schnurlostelefone, WLAN oder Babyfone zu. Müssen wir hier wirklich erst ein ähnliches Drama abwarten? Die Katastrophe würde ungleich schlimmer werden, weil nicht nur Raucher und Asbestarbeiter, sondern fast alle Menschen betroffen wären.

Hier der Link:
Leserbriefe: Verharmlosungen sind hier unverkennbar - badische-zeitung.de
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Nischka ist offline
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Ausgabe 2011-06


Diagnose-Funk kompakt: Ausgabe 2011-06 >>> [1.098 KB]

Zum Inhalt

Europarat fordert Wende in der Mobilfunkpolitik S.1
RNCNIRP-Resolution: Russische Kommission fordert Vorsorgemaßnahmen S.2
Wiener Ärztekammer begrüßt den Beschluss des Europarates S.2
Frankreich: Begleitausschuss zu "Funkfrequenzen, Gesundheit und Umwelt" S.2
Interview mit Prof. Franz Adlkofer zur IARC-Klassifizierung S.2
Erklärung der Wiener Ärztekammer zum Beschluss der WHO S. 3
Veranstaltung des Bundeswirtschaftsministeriums:
LTE-Mobilfunk erhöht Strahlenbelastung S.5
LTE: Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen S.5
Tumorrisiko kann bis zum 4,9 - Fachen steigen S.6
Athermische Wirkungen im Stoffwechsel S.6
Pantoffeltierchen reagieren auf GSM Telefonie S.7
TETRA World Congress 2011: TETRA out - LTE in? S.12
Radiosendung: SWR2 Feature Menschen, Masten und Mobilfunk S.12
Diagnose-Funk: Pro-Glasfaser-Appell S.12
Thema dieser Ausgabe:
Was geschieht im Umfeld eines Mobilfunkmastes? S.8
Interview: Dr. med. Horst Eger zur Rimbach-Studie S.9

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