Artikel über Mobilfunk von Prof. Karl Hecht

18.09.13 16:20 #1
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Eva ist offline
Weiblich Eva
Beiträge: 191
Seit: 17.04.04
Hier geht es zu dem Bericht.

Viele Grüsse
Eva

Artikel über Mobilfunk von Prof. Karl Hecht

Kallisto ist offline
Beiträge: 69
Seit: 30.01.13
Danke für diesen interessanten Bericht. Habe ihn gleich auf Facebook geteilt.
Kallisto

Bei Elektrosmog kann der Baubiologe hilfreich sein

Die hoch- und niederfrequenten Felder von Telefon, WLAN, Mobilfunk, Babyphone usw. aber auch die häusliche Elektroinstallation sowie Lichtsysteme können nicht nur bei sensiblen Menschen zu gesundheitlichen Problemen führen.

Besonders die Orte, an denen wir uns lange aufhalten, sollten möglichst frei von solchen Störungen sein. Das ist vor allem unser Schlafplatz, wo wir uns normalerweise einen Drittel des Tages aufhalten und zudem ungestört regenerieren und Energie tanken wollen, aber auch unser Arbeitsplatz.

Baubiologen können solche Störungen messen und Lösungen zur Beseitigung empfehlen.
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Artikel über Mobilfunk von Prof. Karl Hecht

Nischka ist offline
Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Ergänzung: Zitate aus einem anderen Thread übernommen, zur Broschüre von Prof. Karl Hecht:

Direkt zu dem Thread:
http://www.symptome.ch/vbboard/elekt...arl-hecht.html

Ich habe das Heft gelesen, ich finde es sehr übersichtlich und aufschlußreich.

Hier Auszüge/Zitate:

Langzeitwirkungen elektromagnetischer Felder

S. 8
Die hier zusammengefassten Aussagen russischer Dokumentationen und Forschungen zur Langzeitwirkung elektromagnetischer Felder waren von dem Bundesamt für Telekommunikation (heute Bundesnetzagentur) in Auftrag gegeben worden. Sie erweisen die Strahlung als Ursache multimorbider klinischer Befunde und unspezifischer Regulationsstörungen. Dass das für kommerzielle Interessen nicht sonderlich opportun war, dürfte dafür verantwortlich sein, dass der 120seitige Forschungsbericht umgehend in den Archiven der Behörde verschwand, die ihn in Auftrag gegeben hatte. Anders als angekündigt interessierte sich auch der Bundesumweltminister nicht mehr dafür.

Mit der Verantwortung für die Gesundheit der Bevölkerung scheint uns beides nicht vereinbar. Wer diese Verantwortung in der notwendigen Weise wahrnimmt, wird aber auch das Dogma, dass schädigende biologische Wirkungen nur auf thermischem Wege möglich sind, verabschieden müssen. Es wäre der Durchbruch zu einer Forschung, die sich der Eigengesetzlichkeit des Lebens und moderner lebenswissenschaftlicher Disziplinen deutlicher bewusst ist.
S. 9
Doch der Einwirkungsdauer der EMF-Strahlung wird in Westeuropa bislang geringe Bedeutung beigemessen. Das hat zur Folge, dass meist nur Kurzzeit- und keine tatsächlichen Langzeit-Untersuchungen durchgeführt werden. Man kann sogar den Eindruck haben, dass dies bewusst geschieht, um leichter Entwarnung geben zu können.
S. 14
3.1.Untersuchungsbedingungen
In der UdSSR mussten sich alle unter der Wirkung von elektromagnetischen Feldern von RF und Mikrowellen Tätigen entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen jährlich mindestens einmal einer Gesundheitskontrolle durch Arbeitsmediziner und Arbeitshygieniker unterziehen (siehe u. a. (Gordon 1966)). Das galt u. a. für Werktätige
· aller Elektrizitätswerke
· Elektrischer Umschaltstationen
· der Elektroindustrie
· der Funkstationen
· der Radarstationen
· der Elektronikindustrie
· der Elektrotechnik
· für Flughafenpersonal

Die Einstellungsuntersuchung musste den in diesem Bereichen Tätigen ‚Gesundheit’ bescheinigen. Ansonsten war keine Einstellung möglich. Derartige Untersuchungen wurden dann zwecks Vorsorge-Gesundheitskontrolle mindestens jedes Jahr einmal wiederholt. ‚Gesund’ bedeutete dabei erneut ‚arbeitsfähig’ unter den gegebenen Bedingungen; ‚krank’ bescheinigte ‚nicht mehr arbeitsfähig’ unter diesen Bedingungen.
Letzteres bedeutete zugleich Therapie und Zuweisung eines Arbeitsplatzes außerhalb des Wirkungsbereichs von nichtionisierender Strahlung. Die wegen Krankheit Ausgeschiedenen mussten weiter medizinisch betreut werden. Das Ärzteteam, das die vom Gesetzgeber geforderten Untersuchungen durchführte, war als arbeitsmedizinische Station oder in Form einer arbeitsmedizinischen Poliklinik in dem jeweiligen Werk angesiedelt. Die Ärzte waren aber nicht Angestellte des Werks, sondern des staatlichen Gesundheitswesens und somit betriebsunabhängig.
S. 17
Dauer der Einwirkungen wichtig für die Wirkungen
(…)

Die Ergebnisse zeigten, dass es bei ursprünglich Gesunden und einem Dienstalter von weniger als 5 Jahren keine oder leicht stimulierende Änderungen im Organismus gab. Bei 5-9-jähriger Arbeitspraxis wurden vegetativ-zirkulatorische Dystonie, bei einem Dienstalter von mehr als 10 Jahren verschiedene Störungen des ZNS und anderer Organe festgestellt (Tjashelova 1983). Auf Grund dieser Ergebnisse werden hinsichtlich der Abhängigkeit vom Zeitfaktor drei verschiedene Stadien unterschieden:

Leichte Veränderungen (1-5 Jahre Einwirkungsadauer): Aktivierung der physiologischen Reaktion bei kurzzeitiger Einwirkung mittlerer Intensität oder der chronischen Wirkung mit niedrigen Intensitäten.

Mittelschwere Veränderungen (5-10 Jahre Einwirkungsdauer): Anfangsphase der pathologischen Veränderungen.

Schwere Veränderungen (über 10 Jahre Einwirkungsdauer): Als Krankheit eingestuft (Tjashelova 1983).
S. 28
(…)
Auf der Grundlage eines völlig falschen Forschungsansatzes werden irreführende Ergebnisse erzielt, die als Grundlage für die ‚Entwarnung’ dienen, aber jeder Wissenschaftlichkeit auf dem Gebiet der Biologie und Medizin entbehren.
S. 34
(…)
Damit zugleich wurde auch die Forderung unterstrichen, dass organisierte Lebensprozesse nur mit adäquaten physiologischen Methoden nachzuweisen sind und nicht mit denen der klassischen Physik.
S. 45
(...) Diese Einschätzung eines Arztes, weitab von dem seit 70 Jahren bekannten Erkenntnisstand, ist eine Verhöhnung der unter starkem Leidensdruck stehenden Mikrowellenkranken und Elektrosensiblen und eine arrogante Missachtung gesicherten Wissens, das ich vorstehend angeführt habe. Auf derartige Empfehlungen werden Gerichtsurteile in einem Land gefällt, das sich als ‚Rechtsstaat’ bezeichnet. Dabei ist die unmenschliche ‚Abfertigung’ von Vera F. vor dem Sozialgericht Stuttgart kein Einzelfalls.
S. 46
Eine wachsende Zahl betroffener Menschen kann bestätigen, dass das auch in Deutschland nicht anders ist – ganz abgesehen von der Frage, wie es auch bei uns um die EMF-Belastung der Operationssäle und Intensivstationen steht. Die Diffamierung der Elektrohypersensiblen zu einer Gruppe eingebildeter und/oder psychisch Kranker bezeichnet auch die deutsche Regel. Die Einweisung in psychiatrische Kliniken hat den Vorrang vor einer Gesundung durch den Schutz unserer Lebenswelt.
Gestützt auf willige wissenschaftliche Berater entlasten die politisch Verantwortlichen ihr Gewissen mit dem Dogma, dass es Elektrosensible nicht gibt. Nicht hinzugefügt wird, dass es sie nicht geben soll und nicht geben darf, weil ihre Anerkennung ein Störfaktor für kommerzielle Interessen wäre.
S. 53
Zusammenfassung
Warum Entwarnungen dem Stand der Erkenntnis nicht gerecht werden

Seit spätestens 1932 ist durch die Untersuchungsergebnisse des deutschen Arztes Dr. Erwin Schliephake bekannt, dass Funkwellen bei längerer Einwirkung auf den Menschen krankhafte Erscheinungen verursachen können, die besonders das Zentralnervensystem und seine Steuerungsfunktionen betreffen.
Bereits 1971 haben sich die Beobachtungen pathogener Wirkungen von elektromagnetischer Strahlung in einem Regierungsreport der USA niedergeschlagen, der unter dem Titel Ein Programm zur Kontrolle der elektromagnetischen Umweltverseuchung eindringlich vor der damit verbundenen Gefahr warnt.
Er sieht „die Menschheit in den kommenden Jahrzehnten in ein Zeitalter der Umweltverschmutzung durch Energie eintreten“, die mit der „chemischen Umweltverschmutzung“ durchaus vergleichbar sei. Er prognostiziert: Werden die biologischen Schädigungen, „die infolge lang dauernder (Hervorhebung Vf.) Strahlungsexposition auch bei geringer ständiger Strahlungseinwirkung auftreten“ können, unterschätzt oder missachtet, könne dies „für die Volksgesundheit einmal verheerend sein“.
S. 54
Wie sich das Ignorieren oder Dementieren solcher Erkenntnisse für die Betroffenen auswirkt

Als Wissenschaftler, Arzt und Gutachter war der Verfasser auch in zahlreiche Fälle von Elektrosensiblen sowie von Radaropfern aus Bundeswehr und Nationaler Volksarmee der ehemaligen DDR eingeschaltet. Er schildert die Hilflosigkeit, in die Elektrosensible, Funkwellenkranke und Radaropfer durch Behörden und unwissende Ärzte versetzt werden. Er zeigt, wie die anhaltende Erfahrung von Hilflosigkeit zu einem starken Stressor wird, der die krank machende Langzeitwirkung elektromagnetischer Felder verstärkt.

Er kritisiert aber auch die Einbußen an demokratischer Kultur, die den Umgang der Funk-Politik mit der Bevölkerung noch schwerer erträglich machen. Ein abschließender Appell der Schrift sieht das Menschenrecht auf Gesundheit dabei in mehrfacher Hinsicht verletzt.
Er wendet sich an Regierung und Parteien der Bundesrepublik mit der Forderung, der zunehmenden EMF-Belastung unserer Lebenswelt durch geeignete Schutzmaßnahmen entgegenzuwirken und das Menschenrecht der Bevölkerung auf Gesundheit zu gewährleisten.
Und dann noch aus dem o. g. Thread zwei Zitate:

Schopenhauer:

»Alle Wahrheit durchläuft drei Stufen.
Zuerst wird sie lächerlich gemacht oder verzerrt.
Dann wird sie bekämpft.
Und schließlich wird sie als selbstverständlich angenommen.«

Joseph Pulitzer:

„Es gibt kein Verbrechen, keinen Kniff, keinen Trick, keinen Schwindel, kein Laster, das nicht von Geheimhaltung lebt. Bringt diese Heimlichkeiten ans Tageslicht, beschreibt sie, macht sie vor aller Augen lächerlich, und früher oder später wird die öffentliche Meinung sie hinwegfegen. Bekanntmachung allein genügt vielleicht nicht; aber es ist das einzige Mittel, ohne das alle anderen versagen.“
Viele Grüße!
**Nischka**
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Stell Dir vor, es gibt Funk, und keiner nutzt ihn :-D


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