Schlecht einstellbarer Diabetiker Typ1 sucht Rat

02.03.11 10:21 #1
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Schlecht einstellbarer Diabetiker Typ1 sucht Rat

Oregano ist offline
Beiträge: 62.523
Seit: 10.01.04
War eigentlich die Zucker- bzw. Insulineinstellung vor der Pumpe gut handhabbar, Mickymaus?

Grüsse,
oregano

Schlecht einstellbarer Diabetiker Typ1 sucht Rat

Mickymaus ist offline
Themenstarter Beiträge: 196
Seit: 25.02.11
Hallo Oregano,
anfangs war alles super.Der Doc war begeistert und hat seine Krankengeschichte mit zu Weiterbildungen genommen.Als Beispiel wie es laufen sollte. Das lief ca.2 Jahre so, dann klappte nichts mehr.Deshalb bekam er die Pumpe wo es anfangs besser wurde.Letzten Sommer ist er wieder auf den Pen umgestiegen um zu sehen ob es damit besser klappt.Weil bei Hitze das Infusionsset nicht kleben blieb.Klappte auch nicht wirklich.Also wieder zurück zur Pumpe.Diesmal flexibele Infusionset (kleben besser).Dadurch die Stoffwechselentgleisung(Set wahrscheinlich defekt)Ärzte konnten keinen Fehler im Tagebuch finden der diese Entgleisung erklären könnte.Dann Stechhilfe besorgt das die Nadel ja richtig sitzt. Das Ende der Geschichte ,wir haben Post bekommen das die Sets zurückgeschickt werden müssen.Mein Mann rief dann dort an und erfuhr das es viele Reklamationen gab und diese Sets vorläufig ganz vom Markt verschwinden.Also zumindest mein ich daraus ablesen zu können das mein Mann kaum noch Insulin produziert.Sonst wär der Zucker nicht so schnell so doll entgleist.
Das ist nur ein kleiner Einblick von wie ich finde einer nervenaufreibenden Krankheit.
Liebe Grüße Mickymaus

Schlecht einstellbarer Diabetiker Typ1 sucht Rat

Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.002
Seit: 09.01.10
Hallo, Mikeymaus,

Habt Ihr den Vit. D- Spiegel einmal testen lassen? Ein jahrzehntlanger Vit. D- Mangel kann zu hohem Blutdruck führen, aber auch zu Diabetes.

Du könntest Dich hier in den diversen Vit. D- Threads schlau lesen.

Liebe Grüße
Datura

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Oregano ist offline
Beiträge: 62.523
Seit: 10.01.04
Also zumindest mein ich daraus ablesen zu können das mein Mann kaum noch Insulin produziert.Sonst wär der Zucker nicht so schnell so doll entgleist.
Das sieht so aus.
Und das kann man messen: es gibt den C-Peptid-Wert, der im Blut zu messen ist und etwas über die Insulinproduktion aussagt.

C-Peptid - bersicht

Grüsse,
Oregano

Schlecht einstellbarer Diabetiker Typ1 sucht Rat

knutpeter ist offline
Beiträge: 1.646
Seit: 18.07.09
Guten Morgen,

warum ist die Blöutdruckeinstellung bei Diabetikern so wichtig? Ca 30 % der Dialysepatienten sind Diabetiker.

Bei Patienten mit Diabetes mellitus soll ein diastolischer Zielblutdruck von 80 mmHg angestrebt werden.

4-11
Der systolische Blutdruck sollte bei Patienten mit Diabetes mellitus zuverlässig unter
140 mmHg gesenkt werden. Individuelle Gegebenheiten sind zu berücksichtigen.

4-13
Patienten mit diabetischer Nephropathie und Hypertonie sollen mit ACE-Hemmern
behandelt werden, denn diese hemmen die Progression der Niereninsuffizienz
effektiver als andere Antihypertensiva.
aus:www.versorgungsleitlinien.de/themen/diabetes2/dm2_nephro/pdf/nvl_t2dnephro_lang.pdf

und auch zum hören:OCTV ::: Online-Congress GmbH :::

peter

Schlecht einstellbarer Diabetiker Typ1 sucht Rat

Mickymaus ist offline
Themenstarter Beiträge: 196
Seit: 25.02.11
Danke euch ,
kommt alles auf den Zettel.Da wird der Doc sich aber wundern.
Gruß Mickymaus

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Mickymaus ist offline
Themenstarter Beiträge: 196
Seit: 25.02.11
hallo knutpeter,
das mit dem Blutdruck regulieren haben wir aus diesen Gründen auch nicht in Frage gestellt.Die Frage ist nur ob er das richtige Medikament hat .Oder ob es noch andere Möglichkeiten gibt.
Nochmalls Danke an Alle für die vielen Anregungen.
Liebe Grüße Mickymaus

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Oregano ist offline
Beiträge: 62.523
Seit: 10.01.04
Hallo knutpeter,

hast Du das schon gelesen?:
More Follow-Up from the ACCORD Trial - General Medicine

Grüsse,
Oregano

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knutpeter ist offline
Beiträge: 1.646
Seit: 18.07.09
Hallo Oregano,

danke für den Hinweis. Wenn Du mit Deiner Frage meinst:

1. Blutrduck 140/80, ja, sagen die Leitlinien auch
2.HbA1c nicht so radikal senken, 7 ist gut, ja, siehe-Lancet 2010; 375: 2193

Eine Unterzuckerung ist natürlich nicht gut, dehalb ja auch die notwendige Kontrolle, die Nierenschonung ist aber sicher auch sehr wichtig.

peter

Geändert von knutpeter (04.03.11 um 11:28 Uhr)

Schlecht einstellbarer Diabetiker Typ1 sucht Rat

gpsbiker ist offline
Beiträge: 525
Seit: 26.11.08
Zitat von Mickymaus Beitrag anzeigen
...................Was hat das mit der Pulsuhr auf sich?Wo soll man soetwas leihen?
.......................Liebe Grüße Mickymaus
Wenig Zeit, sorry. Vielleicht später mal ausführlicher.

Ich denke das Problem liegt hauptsächlich im Arbeitsalltag deines Mannes. Wechselschicht z.T Nachtschicht mit starker psychischer Belastung (Verantwortung). Hier kommt es zu den denkbar ungünstigsten Zeiten zu hormonellen Ausschüttungen die dort eigendlich garnichts zu suchen haben (Willkommen in der Welt der Chronobiologie.....). Wenn corticoide Hormone ausgeschüttet werden, hat dein Mann u.U. "gar" keine Chance das zu regulieren. Das kann jeder Diabetiker der mal z.B. Prednisolon nehmen musste bestätigen.
Nun gilt es den "Stress" der hier negativ wirkt zu visualisieren, um ihn begegnen zu können. Die menschliche Sensorik lässt sich hier gerne täuschen.
Hier kommt jetzt die Pulsuhr zum tragen. Die Polar 800 ist in der Lage die Herzfrequenzvariabilität EKG-genau aufzuzeichnen. Mit Hilfe einer entsprechenden Software

Biosignal Analysis and Medical Imaging Group - Kubios HRV

lassen sich Zeiten mit positivem und negativem Stress analysieren. Hier sollte dann mit wirksamen Maßnahmen ( z.B. Atemtechnik) entgegengewirkt werden. Ich trainiere ab und an mit einem EMWaver. Wenn man die Pulsuhr nicht hat, macht es keinen Sinn sie extra zu kaufen, weil das Thema auch schon sehr komplex ist. Es sei denn, er möchte eh regelmäßig joggen. Die Sache ist nicht leicht, aber lösbar. Das was Datura und Kullerkugel (warum so ein Name ??? ;-) ) schreiben würde ich grundsätzlich machen. Mit Statistiken immer vorsichtig sein. 70% der Dialyse Patienten sind auch grauhaarig.

- Der Nachteil einer Pumpentherapie liegt darin, das der Körper über keinerlei Insulinreserven verfügt (wegen der Basalrate).
- Die Einstichstelle immer mit Softasept entfetten. Katheter hält besser.
- Wenn der BZ über 300 steigt, korrigiere ich immer mit einer Spritze. Falls mit dem Pumpensystem was nicht hinhaut.
- Es wird viele Diabetiker geben, die mit der gleichen Situation bestens klar kommen, deshalb spricht man von Individuen.
- Du brauchst einen Arzt als Partner !!! Ihn auf Wechselwirkungen hinzuweisen halte ich für unklug. Es sei denn, er ist vollbehaart.....solls ja auch geben.

Und, und , und......................................ich melde mich nochmal.

Ach ja, die Magensache. Mikrobiologische Therapie!

http://symbiopharm.de/de/onlineshop.html

--> Fachliteratur -> Bakterien - Freunde oder Feinde?168 Seiten, vierfarbig mit 52 Abbildungen

Bei mir werkeln immer 2 Gärtöpfe (Sauerkraut und Gurken). Was man zu kaufen bekommt ist immer (!!!) pasteurisiert.
__________________
"Die verhängnisvolle Neigung der Menschen, über etwas, was ihnen nicht mehr zweifelhaft scheint, nicht länger nachzudenken, ist die Ursache der Hälfte aller Irrtümer." (John Stuart Mill)

Geändert von gpsbiker (05.03.11 um 21:40 Uhr)


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