Pruimboom Das Wirk+Koch+Buch: Nahrung als Medizin

24.08.14 15:06 #1
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Pruimboom Das Wirk+Koch+Buch: Nahrung als Medizin

Datura ist offline
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Neu5Gc

Trotz des Mangels an kontrollierten Studien die zeigen, dass rotes Fleisch ist entzündungshemmend, hat es kürzlich Besorgnis über eine Verbindung in rotem Fleisch genannt Neu5Gc. ( 3 ) Neu5Gc ist ein Monosaccharid, das als eine Art von Signalmolekül in Säugerzellen wirkt, und eine seiner Funktionen ist es, das Immunsystem zu unterscheiden zwischen "Selbst"-Zellen und "fremden" Zellen. ( 4 ) Menschen die Fähigkeit verloren, Neu5Gc vor Millionen von Jahren durch eine genetische Mutation zu produzieren, obwohl wir immer noch produzieren die eng verwandte Verbindung Neu5Ac. ( 5 ) Der Mensch ist in dieser Hinsicht einzigartig, weil die meisten anderen Säugetieren noch produzieren Neu5Gc, weshalb die Verbindung in Säugetierfleisch gefunden ist.
Google Übersetzer

Ich glaube, ich lass mir mein gutes Rindfleisch nicht durch solche schlecht belegten Aussagen vermiesen, aber ich Google grad noch bisschen

Datura

Pruimboom Das Wirk+Koch+Buch: Nahrung als Medizin

Juliane50 ist offline
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Liebe Datura,

also ich tröste dich erst mal mit einem Zitat aus dem Hinweis der Autoren zur Verwendung des Wirk+Kochbuches:

"Diesem Buch wie auch anderen Konzepten und Diäten kritiklos zu folgen, wäre ein Zeichen mangelnder Eigenverantwortung .. Es geht um eine offene, kritische Herangehensweise … Menschen haben oft Schwierigkeiten ihren Lebensstil und ihre Ernährungsweise zu ändern...Unser Tipp: Die kleinste Änderung macht den größten Unterschied...“, heißt es auf Seite 11 des Wirk + Kochbuchs.

LG Juliane

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Datura ist offline
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Hier ne Diss:

umfasst Derivaten.eine Stoffgruppe von über 40
Derivaten der Neuraminsäure (Neu5Ac).
http://www.diss.fu-berlin.de/diss/se...6BDA1E7?hosts=

Also, diese Neuramine umfassen eine Stoffgruppe von 40 ähnlichen Stoffen.

Leider verstehe ich ziemlich viel Bahnhof, nur soviel, diese Neuraminsäuren scheinen mannigfache Funktionen auszuüben und nicht nur zum Schaden.

So, und warum soll z.B. nun weißes Fleisch (Hühnchen) besser sein?

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Datura ist offline
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Tja, und warum dann überhaupt der Hinweis auf Rindfleisch und diesen bösen, bösen Stoff? Hätte man sich doch sparen können? Oder wollte man sich ein bisschen wichtig tun?

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Datura ist offline
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Also, ich hab das nochmal logisch durchdacht:

Neu5Gc ist ein Monosaccharid, das als eine Art von Signalmolekül in Säugerzellen wirkt, und eine seiner Funktionen ist es, das Immunsystem zu unterscheiden zwischen "Selbst"-Zellen und "fremden" Zellen. ( 4 ) Menschen die Fähigkeit verloren, Neu5Gc vor Millionen von Jahren durch eine genetische Mutation zu produzieren
Also, dann wäre es doch nahezu perfekt, Fleisch von Rindern zu essen, vor allem, wenn man so gutes Fleisch bekommt wie ich .

Menschen haben die Fähigkeit verloren, dieses Neu5Gc zu produzieren, welches macht, dass das Immunsystem fremd von selbst unterscheiden kann und Rinder produzieren das. Wo denken die Buchautoren falsch und wo ich?

Solche Sachen (dass ein wichtiges Gen verloren geht) passieren anscheinend dauernd. Nur Menschen, Menschenaffen und Meerschweinchen können kein Vit. C produzieren (haben vor vielen Jahren das Gen verloren), alle andren Tiere schon, wir müssen Vit C zu uns nehmen und es ist außerdem superwichtig, also nicht entbehrlich.

Also, wenn wir dieses Neu5Gc nicht produzieren können und es wichtig ist, müssen wir es zu uns nehmen

Grüße von Datura

Geändert von Datura (14.09.14 um 14:22 Uhr)

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Datura ist offline
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PS Warum steht der Hinweis zu dem Buch eigentlich in Diabetes und nicht in Ernährung?

Ist das nur interessant für Leute die sich mit Diabetesfragen beschäftigen?

Ich finde, der Thread sollte in Ernährung verschoben werden, das könnte doch viele ansprechen?

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Juliane50 ist offline
Themenstarter Beiträge: 808
Seit: 31.01.12
Hallo Datura,

Menschen bauen Teile der Neu5Gc in alle ihre Gewebe ein auch in Gehirn und Placenta.
Gegen Neu5Gc bildet das Immunsystem Antikörper, die dann in der Folge das eigene Gewebe angreifen.

Außerdem spielen Neu5Gc eine Rolle als trojanisches Pferd, denn sie können Krankheitserreger in Gehirn, Gelenke, Blutgefäße eintragen Und wenn Pathogene wie pflanzliche Lectine an das tierische Neu5Gc anheften, produziert der Körper Antikörper gegen Neu5Gc und die angehefteteSubstanz.

Tierische Neu5Gc kommen bei Rindern und anderen großen Säugetieren natürlicherweise in großen Mengen vor.

Das ist der Grund warum Pruimboom vom Verzehr abrät. Fisch, Geflügel, Eier, Weinbergschnecken, Reh, Hase verursachen diese Probelem nicht.

Alle Aussagen werden belegt mit Studien/Publikationen, die auf pubmed veröffentlicht wurden.
Home - PubMed - NCBI

Im Kapitel „Fleisch oder nicht Fleisch" sind das insgesamt 29 Quellen auf pubmed angegeben

Hier zwei Quellen:

Diversity in specificity, abundance, and composition of anti-Neu5Gc antibodies in normal humans: potential implications for disease.
Diversity in specificity, abundance, and compos... [Glycobiology. 2008] - PubMed - NCBI

Metabolism of vertebrate amino sugars with N-glycolyl groups: elucidating the intracellular fate of the non-human sialic acid N-glycolylneuraminic acid.

Metabolism of vertebrate amino sugars with N-gly... [J Biol Chem. 2012] - PubMed - NCBI

Ich habe diesen Strang hier unter Diabetes eingestellt, weil das Kochbuch gerade Diabetikern viele Zusammenhänge aufzeigt und auch ein Kapitel zum Thema Diabetes verwendet.

LG Juliane

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Datura ist offline
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Seit: 09.01.10
Nun ja, offensichtlich ist es hier wie überall, man kann für alles, was man beweisen will, Studien finden und sie entsprechend auslegen. Wahrscheinlich müsste man, um sich wirklich ein Urteil bilden zu können, einen Riesenhaufen Studien im Original lesen.

Ich habe ja nach kurzer Recherche schon gegenteilige Hinweise gelesen.

Aber gut, wenn die Autoren vom Wirkkochbuch Recht haben, wäre das wenigstens eine ordentliche Begründung für den Rat, kein rotes Fleisch zu essen, denn das liest man ja immer wieder mal, aber ohne schlüssige Begründung.

Liebe Grüße
Datura

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Datura ist offline
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Beiträge: 5.002
Seit: 09.01.10
Juliane, ich finde nicht, dass Du diese beiden Zitate von mir entkräftet hast:

Also, dann wäre es doch nahezu perfekt, Fleisch von Rindern zu essen, vor allem, wenn man so gutes Fleisch bekommt wie ich .

Menschen haben die Fähigkeit verloren, dieses Neu5Gc zu produzieren, welches macht, dass das Immunsystem fremd von selbst unterscheiden kann und Rinder produzieren das. Wo denken die Buchautoren falsch und wo ich?
Neu5Gc ist ein Monosaccharid, das als eine Art von Signalmolekül in Säugerzellen wirkt, und eine seiner Funktionen ist es, das Immunsystem zu unterscheiden zwischen "Selbst"-Zellen und "fremden" Zellen. ( 4 ) Menschen die Fähigkeit verloren, Neu5Gc vor Millionen von Jahren durch eine genetische Mutation zu produzieren
Du hast lediglich geschrieben, was Pruimboom u.a. dazu schreiben, schade eigentlich.

Dann wäre es ein katastrophaler Fehler über die Jahrhunderttausende gewesen, große Säuger zu essen oder aber (wenn man meinen Zitaten folgt) eben gerade das Gegenteil.

Wenn ich dieser Tage Zeit habe, stelle ich das Buch und diese Diskussion noch in Ernährung ein, denn mir wäre es sehr recht, wenn sich andere ("Qualifizierte") daran beteiligten. Eine andere Möglichkeit wäre, dass ich eine Mail mit meinen Einwänden an die Verfasser schicke.

Grüße von Datura

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Kiriku ist offline
Beiträge: 16
Seit: 11.08.14
Also ich kann mit diesem "Schwarz- Weiss -Denken" nichts anfangen.
Ab sofort und für immer auf Lebensmittel wie Rindfleisch, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, etc zu verzichten, wird doch von keinem verlangt und ist mich eh zu "Fundi". Wie überall, macht die Menge das Gift und so bewerte ich auch die Aussagen bezüglich der "kritischen Lebensmittel" in dem Wirkkochbuch.
Das Bewusstsein dafür zu fördern, welche Krankkeitsbilder durch welche Ernährungsgewohnheiten/Lebensmittel eher gefördert, oder aber auch bekämpft werden können, ist für mich aber absolut lesenswert und interessant. Die darin beschriebenen Wirkmechanismen und wissenschaftlichen Erklärungen sind sehr umfassend und gut erklärt (wenn auch teilweise für den Laien recht wissenschaftlich .
Es werden 12 Wirkmechanismen erklärt und dann zu jedem Lebensmittel vorgestellt, welche diese Wirkmechanismen unterstützen oder eben als "kritisch" eingestuft werden. Anschliessend werden leckere Rezepte vorgestellt, wie man die unterstützenden Lebensmittel optimal kombinieren kann. Sozusagen als Ideen-Sammlung wie das enthaltenen Wissen auch praktisch umgesetzt werden kann.
Was man davon annimmt und was man aus persönlichen Gründen / Überzeugungen vernachlässigt, liegt schlussendlich immer im individuellen Ermessen jedes Einzelnen.
Lg, Kiriku


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