Krankenhaushasser

15.09.10 03:24 #1
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Krankenhaushasser ist offline
Beiträge: 288
Seit: 15.09.10
Hallo erstmal,

diesen hervorragenden Chat habe ich durch Zufall gefunden, als ich (mal wieder) MRSA gegoogelt habe.

Ich bin weiblich (auch wenn sich mein Nickname anders anhört), 56 Jahre alt und wohne in Laatzen in Niedersachsen.

Zum absoluten Krankenhaushasser bin ich geworden seitdem Meine Mutter 2006 krank geworden ist und dann in einer Reha in Hannover-Kirchrode und dann in einem Krankenhaus in Laatzen durch Krankenhauskeime, falsch gegebene Medikamente und letztendlich durch Nahrungs- und Flüssigkeitsentzug hingerichtet wurde. Sie ist am 07.05.07 gestorben.

Seitdem versuche die Hygienemängel und andere lebensgefährliche Schlampereien in den Krankenhäusern soweit es in meiner Macht steht öffentlich zu machen.


Geändert von Krankenhaushasser (15.09.10 um 14:02 Uhr)

Krankenhaushasser

nebel ist offline
Beiträge: 285
Seit: 08.08.09
dann würde ich dir Vorschlagen werde zur Qualitätsmanagerin im Gesundheitswesen. das würde für mich Sinn machen, Du kennst Dich aus, wo die Schwachstellen sind und kannst so prüfen und helfen solche auch tödl. Schwachstellen zu schließen.
die nächste Möglichkeit wäre Hygienebeauftragte auch so wäre es sinnvoll etwas zu ändern.
Für mich wäre das der positve Weg etwas aufzudecken.
__________________
Das Recht des Stärkeren ist das stärkste Unrecht ( Marie von Ebner-Eschenbach)

Geändert von Oregano (15.09.10 um 08:51 Uhr)

Krankenhaushasser

Krankenhaushasser ist offline
Themenstarter Beiträge: 288
Seit: 15.09.10
Hallo nebel,
leider bin ich nicht vom Fach - ich habe nur dieses von den Ärzten so gefürchtete gefährliche Halbwissen.

Unter den Fachleuten gibt es leider viel zu wenige die ernsthaft versuchen etwas zu ändern - eine Krähe .........

Krankenhaushasser

James ist offline
Moderator
Leiter WIKI
Beiträge: 5.748
Seit: 20.05.08
Ich kenne eine ganze Reihe sehr verantwortungsvoller Ärzte. Manche fürchten um ihren Job, da sie der Neigung von Verwaltungen an unsichtbarer Stelle wie Hygiene Geld zu sparen eben nicht nachkommen. Man kann nicht einfach alle in einen Sack werfen und den Knüppel raus holen. Ich denke, dass man differenziert die Handlungsweise sehen sollte.
Das zieht sich doch wie ein roter Faden durch das Gesundheitswesen. Es gibt solche und eben andere...wie im Leben sonst auch.
Ich meine, dass wir Ärzte, die im Sinne der Patienten tätig sind unterstützen sollten und ebenso Missstände aufdecken und anprangern können. Nur was benannt ist und nicht unter den Tisch fällt wird sich ändern können.
__________________
Die Krise ist ein produktiver Zustand. Man muß ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. Max Frisch, schweizerischer Architekt und Schriftsteller

Gruß, James

Krankenhaushasser

Krankenhaushasser ist offline
Themenstarter Beiträge: 288
Seit: 15.09.10
Natürlich gibt es eine Menge verantwortungsvolle Ärzte. Aber was bringt es, wenn sämtliche Bemühungen durch vermeidbare Fehler wieder zunichte gemacht werden ?

Man sagt: was der mit den Händen aufgebaut hat, schmeißt er mit dem Hintern wieder um – im Krankenhaus wird alles mit ungewaschenen Händen wieder umgeworfen.

Mir ist auch nicht ganz klar, ob ich in meiner Familie und Bekanntschaft einfach nur Pech hatte oder ob ich mir mehr Gedanken mache, als andere Menschen und viele Patienten bzw. Angehörige einfach nicht merken, dass Fehler passiert sind.

Wie gesagt: Mutter an Krankenhauskeimen und Medikamentenfehlern gestorben, Vater schwerer krank, als nötig durch Krankenhauskeime (siehe hier im Forum: Krankenhauskeime MRSA), ein Bekannter bei Blasenspiegelung ambulant Keime eingefangen - danach deshalb wochenlang im Krankenhaus, ein anderer Bekannter nach Schulter - OP monatelang Schmerzen und dann zwei ungeplante Folge - OP's, ein Nachbar bei endoskopischer (übrigens unnötiger) Blinddarm-OP Blase zerstochen und jeder - wirklich jeder Mensch, dem ich von meiner Mutter erzählt habe, kannte mindestens einen Menschen, bei dem auch etwas schiefgelaufen ist.

Auf meiner Homepage index.html ist ein Bericht über die „Reinigung eines Krankenzimmers“ – Die drei außer mir anwesenden Herren haben sich über das, was sie gesehen haben, überhaupt keine Gedanken gemacht – solange bis ich Ihnen vor Augen geführt habe, was sie da gerade erlebt haben……..

Krankenhaushasser

Sepia ist offline
Beiträge: 491
Seit: 02.11.09
Ich kann dich sehr gut verstehen. Mein Vater ist seit sechs Tagen im Krankenhaus und ich könnte ein Buch schreiben. Ich habe schon viel erlebt, was Krankenhäuser betrifft, aber das schlägt dem Fass den Boden aus.

Krankenhaushasser

Krankenhaushasser ist offline
Themenstarter Beiträge: 288
Seit: 15.09.10
Hallo Sepia,
was ist mit Deinem Vater passiert?

Krankenhaushasser

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Ich denke ja nur, dass Du mit der Zahl auf deiner HP viel zu niedrig liegts.

Der Leiters des Instituts für Klinische Pharmakologie an der medizinischen Hochschule in Hannover ( MHH) Prof. Dr. Frölich, der sich seit vielen Jahren mit diesem Thema beschäftigt, geht davon aus, dass jährlich alleine auf internistischen Stationen in unseren Krankenhäusern 58.000 Menschen an Medikamentenvergiftung bzw. unerwünschten Arzneimittelwirkungen versterben.
Und dies bezeichnet er als kleinen Teil derer, die bei uns jährlich an einer solchen Vergiftung sterben.
Und da sind die Todesfälle durch Kunstfehler noch nicht dabei.
http://www.symptome.ch/vbboard/gesun...tml#post401976

Auch mein Vater ist an den seltenen schweren Nebenwirkungen eines Medikaments gestorben.

Was ihm in einem Krankenhaus passiert ist- Verlust seines hochwertigen Gebisses und Verbrühungen- ist auch ohne Worte.
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Krankenhaushasser

Krankenhaushasser ist offline
Themenstarter Beiträge: 288
Seit: 15.09.10
Hallo nicht der Papa,

danke für den Link – sehr interessant!

Die beiden Medis, die dort aufgeführt sind hat meine Mutter auch bekommen. Vom Rocephin hatte sie wochenlang einen total entzündeten Arm. (Zusehen hier unter Videos: Hygiene im Neu Bethesda Hannover Kirchrode) Und Amiodaron hat sie dann später im AKK Laatzen bekommen – da hatte sie auch einen Herzstillstand – ich dachte, dass das vom Kalium Chlorid kam (Video hier: Verhungern im Krankenhaus).

Ja, mit diesen Zahlen bin ich auch immer am zweifeln.

Als ich mit meiner Seite angefangen habe (vor ca. drei Jahren) konnte man überall lesen: 17.000 Tote jährlich (10.000 durch Infektion - 6.000 durch Medikamentenfehler - 1.000 durch sonstige Fehler) - als ca. jede halbe Stunde einer in Deutschland durch vermeidbare Fehler in Krankenhäusern - wobei ich nicht glaube, dass es wirklich so ist, dass die Hälfte bzw. ein Drittel (je nach Quelle) wirklich unvermeidbar sind.

Die einzige Zahl die einigermaßen konstant geblieben ist, ist die der sonstigen Fehler.

Jetzt findet man folgende Zahlen der Menschen, die jedes Jahr in Deutschland an vermeidbaren Fehlern in Krankenhäusern Sterben. Wahrscheinlich schwanken die Zahlen je nach Ehrlichkeit der Berichtenden:

An Krankenhauskeimen: 10.000 - 40.000 Menschen
An Medikamentenfehlern: 6.000 - 58.000 Menschen
An sonstigen Kunstfehlern: ca. 1.000 Menschen

Insgesamt also 17.000 - 99.000 Menschen

Es wird schon einen Grund haben, dass das nirgends vernünftig gezählt wird!

Eine interessante Seite ist übrigens auch Klinik-Bewertungen: Krankenhäuser im Vergleich – dort können Patienten und Angehörige die deutschen Krankenhäuser benoten und über ihre Erfahrungen berichten.

Krankenhaushasser

Kayen ist offline
Beiträge: 4.882
Seit: 14.03.07
Ich kenne es nur, dass in Sterbeprozessen wenig Nahrung und wenig Flüssigkeiten mehr gegeben werden, um diesen Vorgang so sanft wie möglich zu unterstützen.

Welche Krankheit hat Deine Mutter gehabt und in welchem Alter war sie denn.

Herzliche Grüße
Kayen
__________________
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