Krankenhauskeim MRSA

20.05.08 21:42 #1
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Krankenhauskeim MRSA

alibiorangerl ist offline
Beiträge: 8.950
Seit: 09.09.08
Wuhu,
eventuell ist diese Doku auch für Euch interessant: http://www.symptome.ch/vbboard/alle-...ml#post1139718 (#3)
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James ist offline
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Seit: 20.05.08
"Dieses Video darf aus rechtlichen Gründen nur in Österreich wieder gegeben werden" , also ist in D und CH gesperrt. Trotzdem danke für den Hinweis!
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Die Krise ist ein produktiver Zustand. Man muß ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. Max Frisch, schweizerischer Architekt und Schriftsteller

Gruß, James

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alibiorangerl ist offline
Beiträge: 8.950
Seit: 09.09.08
Wuhu James,
oje, das ist aber schade :(

Ich habe aber die Doku auch auf YouTube gefunden: https://www.youtube.com/watch?v=KzAuhvjiZB8
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James ist offline
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Seit: 20.05.08
Hallo AO!
Klasse, da schnurrt es................
Danke, James

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Bizzi ist offline
Beiträge: 265
Seit: 31.10.15
Hallo an alle
Ich gebe jedem! eine 75%ige Arnikatinktur und sterile Watte und Pflaster mit ins Krankenhaus samt der strengen Anweisung, jede, aber wirklich jede winzige Blessur sofort zu desinfizieren und zuzupflastern. Egal, ob man sich den Zeh am Nachtkasterl anhaut oder beim Nagelfeilen danebenfeilt.
Zwei Tage lang ist der MRSA einer solchen Tinktur ausgeliefert und auszurotten. Danach ist es zu spät. Dasselbe gilt für alle Verletzungen überall. Unsere Omas in der Vorantibiotikazeit aufgewachsen, griffen immer zu Arnika und Jod bei allen Verletzungen.
Das Phänomen des periodischen Auftauchens von Keimen kenne ich. Wenn man mit ABs oder auch alternativ draufgehauen hat, dann war immer für 1/2 Jahr bis zu 2 Jahren Ruhe, dann war der alte Zustand wieder da. Wir haben immer gesagt, dass sich die Biester mal wieder verkrochen haben.
Ich will hier einen Tip von Buhner weitergeben: Bei jeder schulmedizinischen und alternativen Antibiose begleitend jeweils ein/zwei Tropfen des etherischen Öls von 100 %igem Thymus vulgaris, Wasserdampfdestillation, beste Qualität.
Dieses hemmt sehr viele Resistenzpumpen von resistenten Organismen.
Grüße, Bizzi
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James ist offline
Themenstarter Moderator
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Beiträge: 5.908
Seit: 20.05.08
Ich möchte die Aussage von Bizzi noch etwas relativieren um Panik zu vermeiden.
Nebenbei gesagt, hatte ich persönlich mit MRSA diverse Erfahrungen, habe dadurch einen Unterschenkel verloren und beschäftige mich seit 15 Jahren intensiv mit dem Thema.
Hinter MRSA steht das Bakterium Staphylococcus aureus, das zunächt einmal ein allbekannter Eitererreger ist. Alle hatten vermutlich schon mal eine solche Infektion, denn zieht man sich einen Splitter ein und der eitert raus, handelt es sich meist um diesen Erreger. Er gehört zur "normalen" Haut/Schleimhautflora. Durch unangemessene AB-Gaben (sei es zur Grippebehandlung oder als Mastbeschleuniger) ist der Keim zunehmend resistent gegen AB´s geworden.
Die Gefahr besteht also nur dann, wenn es sich um Wunden handelt, mit denen unser Immunsystem nicht mehr zurecht kommt und überfordert ist. Das ist besonders nach OP´s der Fall, weil dann entweder die Wunde groß, tief, wir allgemein geschwächt oder das Immunsystem ganz bewusst aus anderen Gründen herunter gefahren wurde. Trotzdem - da möchte ich Bizzi unbedingt Recht geben - ist Vorsicht die Mutter der Porzellankiste! Die hier beschriebenen alternativen Methoden sind ausgesprochen gut. Grund zur Panik besteht bei kleinen Verletzungen jedoch nicht. Der Kratzer mit der Nagelfeile ist einem Todesurteil nicht gleich zu setzen, auch wenn sich die Wunde infiziert. Im Normalfall erledigt das unser Immunsystem.
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Gruß, James

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Bizzi ist offline
Beiträge: 265
Seit: 31.10.15
Hallo James
Hier gibt es nichts zu relativieren. Wer sich im KKH verletzt sollte meine Empfehlung beherzigen. Was glaubst Du denn, was da drin rumschwirrt? Das Immunsystem ist überall nicht mehr das was es war sondern pfeift aus dem letzten Loch. Desinfizieren kann eine Sepsis vermeiden. Es gibt auch Leichtsinn und dazu rechne ich Deine Aussage. Es muss nur der falsche Dreck in eine offene Wunde gelangen. Dazu ein "harmloser" Keim auf der Haut, der multiresistent ist. Das war es dann erst einmal.
Mein Vater hatte sich den Fuss an einem Krankenhausnachtkasterl angehauen. Eigentlich nicht der Rede wert und auch fast nicht zu sehen.Natürlich hielt es niemand für notwendig, zu desinfizieren. Er auch nicht. Nach 6 Jahren voller Behandlungsmarathons ist er an diesem Krankenhauskeim im Fuss verstorben. Beinamputation war zu diesem Zeitpunkt keine Option mehr für ihn. Sämtliche Antibiosen waren wirkungslos.

Grüße, Bizzi
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James ist offline
Themenstarter Moderator
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Beiträge: 5.908
Seit: 20.05.08
Ich spreche ja nicht gegen Vorsichtsmaßnahmen, es kommt jedoch auf den Zustand des Immunsystem an. Was für den einen tragisch endet, ist für andere ungefährich. Aus diesem Grund kann man es doch relativieren. Ich hatte Glück im Unglück. Eine ca. 50 cm² große Spalthautentnahmestelle mit MRSA-Infektion konnte schnell saniert werden. Dagegen hat eine Infektion in der Größe einer 1€ Münze am Mittelfuß mir "nur" den Unterschenkel gekostet und nicht das Leben. Natürlich sind im KKH gefärlichere Keime als im häuslichem Umfeld. Deshalb habe ich Deinen Beirag ausdrücklich gelobt. Das es familiär es bei Euch tragisch endete, tut mir leid...Auch bei mir waren alle Antibiosen (einschließlich Reserveantibiotika) sowie koll. Silber wirkungslos.
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Gruß, James

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MaxJoy ist offline
Beiträge: 1.687
Seit: 18.03.16
Zitat von James Beitrag anzeigen
Ich hatte Glück im Unglück. ... Dagegen hat eine Infektion in der Größe einer 1€ Münze am Mittelfuß mir "nur" den Unterschenkel gekostet und nicht das Leben.
Du bist ja wirklich hart im Nehmen! Ich würde den Rest meines Lebens mit Schaum vor dem Mund herumlaufen wegen so einer Geschichte.

In meinem Bekanntenkreis zähle ich mittlerweile 4 MRSA-Fälle, ein Todesfall (Lungenentzündung nach Herzoperation) und 3 Behinderte (Anus Praeter, Beinamputation bei einer 5-jährigen, chronische Schmerzen im Unterschenkel). Deswegen kann ich den Beschwichtigungserklärungen der zuständigen Minister keinen Glauben schenken, zumal seit einiger Zeit bekannt ist, dass die Krankenhäuser ihre Statistiken systematisch schönen.

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Bizzi ist offline
Beiträge: 265
Seit: 31.10.15
Hallo, James.
Immer mit der Ruhe. Ich plädiere dafür, jeden eingerissenen Nagel zu behandeln, wenn es im KKH passiert. Du findest es übertrieben, alles zu desinfizieren. Immunsystem? Die Biester sind mittlerweile gegen alles resistent. Und im Blutkreislauf drin waren die Haut-und Darmbewohner immer schon gefährlich. Mit der Hautentnahmestelle hattest Du wirklich Glück. Darf ich annehmen dass dieses Ereigniss sehr viele Jahre zurückliegt. Da halfen schwere AB- Kombis wenigstens noch. Ausserdem wird eine solche Entnahmestelle normalerweise desinfiziert.
Wirklich, Oma kam immer mit dem Arnikaschnaps gerannt, ganz egal wie winzig das Malheur war. Damals gab es noch ein gutes Immunsystem. Aber keine ABs; dafür aber Erfahrungen mit Sepsis und Wundbrand. Dieses Wissen ist es, welches verlorenging. In diese Kategorie gehört auch, Bettwäsche, Handtücher und Leibwäsche auszukochen, das eigene Besteck und die eigene Tasse sowie niemals aus dem Glas eines anderen zu trinken.
Ich bin kein Sagrotanfreak. Aber Löcher werden mit Alkohol betupft. Früher wurden infizierte Wunden sofort chirurgisch versorgt, ( ausgeschnitten) heute wartet man auf die Sepsis und dann greifen die ABs nicht. Deshalb.
Das mit Deinem Fuß tut mir auch leid. Mein Onkel hatte dasselbe. Der wurde nach 3 Jahren amputiert und das war auch zu spät. Ein paar Jahre drauf starb er auch an generalisierter Sepsis. Du kannst mir glauben, dass ich bei einem Fingerwurm nach dem Versagen des ersten ABs nur noch mit den Zähnen geklappert habe vor Angst. Da habe ich mir geschworen dass in Zukunft jedes Fizzelchen versorgt wird.
Grüße, Bizzi
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