Hi 123.
Zitat von
dmps123
Ich habe gerade eine ganz gute Zusammenfassung vom
Cutler Protokoll auf Deutsch als PDF Download gefunden.
Kann nicht sagen ob die Angaben die gemacht werden stimmen
aber es sieht ganz gut aus. Trotzdem bitte selbst überprüfen. 
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Das PDF scheint das Cutler-Protokoll gut wiederzugeben,
sowohl hinsichtlich Einnahme-Schema wie Überzeugung.
Es zeigt auch die Punkte, wo ich mit Andrew Cutler nicht übereinstimme.
I Umverteilung
Cutler sieht eine große Gefährdung hinsichtlich einer 'Umverteilung' bzw. 'Rückvergiftung'.
Dabei scheint er zu ignorieren, dass eine
moderate Umverteilung nützlich wie sinnvoll ist:
Zitat:
7.2.16.2.2 Subakute und chronische Vergiftungen
[ . . .] Dies deutet darauf hin, dass an den behandlungsfreien Tagen
Quecksilber aus nicht mobilisierbaren Depots umverteilt und dadurch
für das DMPS im nächsten Behandlungszyklus erreichbar wurde.
7.3.3.4 Empfehlungen zur Ausleitungstherapie
Zwischen den einzelnen DMPS-Gaben sollte dem Organismus die Zeit für eine Umverteilung
des Quecksilbers z. B. aus dem Gehirn in die geleerten extrazellulären Depots gegeben werden,
wo es dann vom DMPS mobilisiert werden kann<88>. 
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Dabei ist es keinesfalls so, dass es durch die
bewährte DMSA-Pulsdosis zu den von Andrew
für so dramatisch erachteten 'Problemen einer Umverteilung' kommt oder gekommen wäre.
Ich machte als Amalgam-Geschädigter eben genau mit der fraktionierten
Entgiftung -
DMSA und
DMPS betreffend - ausgezeichnete Erfahrungen.
Viele Foris (nach Umstieg) ebenso - (durch gespeicherte Posts belegbar):
Zitat von
Bodo
Dies ist vermutlich zu viel. Orales DMSA solltest Du per Pulsdosis einnehmen.
Nachzulesen ist diese im DMSA-Kapseln-Beipackzettel der Apotheken.
Die oben gesetzte Pulsdosis wandte ich übrigens - DMSA oral betreffend -
sehr erfolgreich an. Es kam nie zu "Rückvergiftungssymptomen" - und ich war
tatsächlich enorm durch die Metalle des Zahnamalgams belastet. Meine Entgiftung
dokumentierte ich akribisch durch regelmäßiges Messen der Ausscheidungswerte. 
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II Allergie
Desweiteren wird mit keinem Wort auf das Allergie-Potential des 'Cutlerns' eingegangen.
Viele Foris haben durch das Cutlern Allergie-Symptome entwickelt, was durch diverse Beiträge
dokumentiert werden kann. Auch ich 'cutlerte' mal früher ohne Andrew und sein Protokoll zu kennen:
Zitat von
Bodo
Ich hatte keine echte DMPS-Allergie. Ich hatte eine erworbene Allergie
auf das Dimercaptan - und zwar getriggert durch die damals zu häufige
Einnahme von DMSA-Kapseln in zu geringen Abständen.
Die Auswirkungen sind in meinem Thread-Post weiterführend verlinkt.
Nachdem sich die schwere Allergie entwickelte, ich erste Signale ignorierte und
dadurch richtige Probleme bekam, musste ich mit DMSA für ein Jahr pausieren.
Während dieser Zeit vertrug ich auch nicht das basische Unithiol.
Nach diesem Jahr machte ich nur noch die vom Arzt empfohlene Pulsdosis -
das DMSA vertrug ich nun wieder und auch die Unithiol-Ampullen konnten
wie gehabt ohne Nebenwirkungen in den Muskel injiziert werden.
Kontrolluntersuchungen mit immer geringer werdenden Hg-Werten
(kleiner, einstelliger Bereich) korrelierten dabei mit zunehmender
und anhaltender Verbesserung des körperlich-geistigen Befindens. 
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Dabei sollte Andrew als Chemiker wissen, dass Chelate wie
DMPS und
DMSA stark
allergisieren:
Zitat:
DMPS hat, wie es für schwefelhaltige Chelatbildner bekannt ist, ein relativ hohes Allergiepotential.
Möglicherweise liegt eine Beeinflussung des Komplementsystems durch die SH-Gruppen zugrunde.
Bei den meisten unerwünschten Reaktionen von DMPS handelte es sich deshalb um allergische Reaktionen. 
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III Belege
Andrew hält Nichts von Tests. Auch das macht es schwer, seine Behauptungen der Effektivität
des Protokolls zu verifizieren - so stellt
Heyl in seiner wissenschaftlichen Monographie zu Cutler fest:
Zitat:
Im ersten Behandlungsschritt werden zunächst 50 - 100 mg DMPS
dreimal täglich verabreicht. Die Therapie wird in Intervallen durchgeführt:
auf 4 bis 14 Tage DMPS folgt eine Therapiepause von 4 bis 14 Tagen.
Sind auf diese Weise die schnell mobilisierbaren Depots entleert
(Kriterien zur Feststellung dieses Befunds sind nicht angegeben!),
wird die zusätzliche Gabe von Liponsäure empfohlen.
Die Behandlung wird ½ bis 2 Jahre fortgeführt.
Leider sind keine klinischen oder Labordaten genannt,
die den Erfolg dieses Therapieschemas belegen. 
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Solche Klinischen Daten wie auch Labordaten sind wichtig, die
DMPS-Monographie ist voll davon!
Mein Fazit: Cutler hat sich Gedanken gemacht, und er hat dass Thema der
Amalgamvergiftung (dankenswerter Weise) in den Staaten mit thematisiert.
Es gibt aber bei seinem Protokoll Punkte, die kritisch zu beurteilen sind (s.o.).
Ich rede Niemandem das Cutlern aus, dem einen oder anderen mag es helfen.
Wer meint, damit starten zu wollen, soll es probieren und bei Problemen umsteigen.
PS: Diese Punkte sind Dir ja bekannt, ich habe sie hier anlässlich des PDFs zusammengefasst.
Wir brauchen auch sicherlich nicht mehr die verbissenen Auseinandersetzungen der Vergangenheit
zu führen - es sind eben unterschiedliche Rangehensweisen und Überzeugungen mit wenig Schnittmengen.
Deshalb steige ich auch nicht wieder in alte Diskussionen ein -
wir haben unsere Standpunkte im Board zur Genüge abgeglichen.
Es bleibt also hier im Thread bei diesem Posting des Standpunktes.
Solltest Du hier Fragen an mich haben, schicke mir gerne eine PN.
Liebe Grüße, Bodo