Diskussion zu DMPS

15.06.13 21:07 #1
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PatrickK ist offline
Beiträge: 296
Seit: 18.05.13
Hallo Viktoria,

Ich bin gerade mitten drin in den Vorbereitungen zur Amalgamsanierung.

Wahrscheinlich bist du nicht mehr in diesem Forum aktiv. Falls doch:

1) wie erfolgte bei dir die Ausleitung? Welche Mittel respektive welche Methode wurde angewandt?

2) hast du seitdem je wieder einen Rückfall?

Grüsse,
Patrick

Geändert von Malve (18.06.13 um 07:59 Uhr)

Amalgam endlich weg - mir gehts so gut
Binnie
Hallo Patrick,

Zitat von Viktoria: ICH HATTE 12 AMALGAMFÜHLUNGEN DIE NACH UND NACH DRUM RUM RAUGESCHNITTEN WORDEN UND DANN MIT DER ZANGE IM GANZEM STÜCK ENTFEHRNT, SO DAS ES KEINE DÄMPFE ENTSTEHEN.
Ich denke, das war das entscheidende! Wenn die Amalgamentfernung korrekt durchgeführt wurde, dann muss man hinterher nix mehr großartig "ausleiten".

Gerade auch der Körper der gebärfähigen Frau hat i.d.R. genügend natürliche Mittel (schützende weibliche Hormone, Monatsblutung usw.) um sich vor Quecksilber und anderen Umweltgiften zu schützen und sich davon auf Dauer von selbst zu befreien. Im Gegenteil, dieser Ausleitungswahn hat mich bspw. erst richtig krank gemacht!

Man kann vielleicht den Darm und die Nieren etwas unterstützen, bspw. mit Probiotika, Einläufen usw. Und natürlich mit einer entsprechenden Ernährung und Lebensweise. Der Körper hat seinen eigenen Entgiftungsrhythmus und den sollte man m.E. unterstützen, aber nicht mit dem Hammer erzwingen.

Viele Grüße
Binnie

Geändert von Binnie (16.06.13 um 23:17 Uhr)

Amalgam endlich weg - mir gehts so gut
Männlich Windpferd
Hallo Patrick,

so wichtig kunstgerechte Entfernung des Amalgams zweifellos ist - die Belastung des Organismus wird dadurch nicht behoben.

Gerade Quecksilber ist sehr tückisch: es legt die körpereigenen Entgiftungsmechanismen weitgehend lahm. Und es ist eben nicht mehr im Blut oder Stuhl, sondern wird eingelagert, wo es besser nicht sein sollte: u.a. im Gehirn, in den Nieren, den Knochen (speziell im Kiefer). Die organismische Halbwertszeit im Gehirm beträgt 18 Jahre. Soviel Zeit haben wir nicht.

Menstruation und weibliche Hormone helfen der Ausleitung nicht. (Speziell in Deinem Fall schon gar nicht.)

Eigentlich ist das alles längst bekannt - aber manchmal muß man's anscheinend wiederholen. (Übrigens schon seit Dr. Max Daunderer, dem kürzlichen verstorbenen Pionier der Amalgamsanierung.)

Am besten kannst Du Dich informieren bei Dr. Joachim Mutter: "Amalgam - Gefahr für die Menschheit" und "Gesund statt chronisch krank"; er ist DER Fachmann für Schwermetallausleitung.

Die Ausleitung mit DMPS ist unschädlich und ungefährlich, wenn sie fachkundig gemacht wird (v.a. mit vorangehender und begleitender Substitution von Spurenelementen, Aminosäuren usw. - was Daunderer leider noch nicht wußte.) Ich habe über Jahre hinweg knapp 150 Ampullen DMPS infundiert bekommen (z.B. auch selber injiziert); seit langem sind meine Werte nach Provokationstest im hellgrünen Bereich und mir geht es sehr wesentlich besser als zuvor. (Keine Nieren-, Leber-, Hirn-Schäden oder was immer gelegentlich behauptet wurde und unbegründete Ängste schüren kann.)

Allerdings war bei mir auch eine gründliche chirurgische Kiefersanierung erforderlich. (Die hat schon Daunderer nachdrücklich betont.)

Also: Dir viel Mut und Glück!

Liebe Grüße
Windpferd

Amalgam endlich weg - mir gehts so gut

Gleerndil ist offline
Beiträge: 4.200
Seit: 26.07.09
Zitat von Binnie Beitrag anzeigen

Ich denke, das war das entscheidende!

... muss man hinterher nix mehr großartig "ausleiten".

... genügend natürliche Mittel (schützende weibliche Hormone, Monatsblutung usw.) um sich vor Quecksilber und anderen Umweltgiften zu schützen und sich davon auf Dauer von selbst zu befreien.

Man kann vielleicht den Darm und die Nieren etwas unterstützen, bspw. mit Probiotika, Einläufen usw.

Und natürlich mit einer entsprechenden Ernährung und Lebensweise.

Der Körper hat seinen eigenen Entgiftungsrhythmus und den sollte man m.E. unterstützen,

aber nicht mit dem Hammer erzwingen.

Du schreibst ja "Ich denke". Damit widersprichst Du allerdings beliebig vielen Erfahrungen aus Naturheilkunde und Erfahrungswissenschaften. Zu finden in vielen Laien-Ratgebern, aber auch fachlichen Texten und Büchern.

Man könnte sonst auch "denken", dass der normal gesunde Körper mit der eingebauten 24-h-Amalgam-Belastung ebenso natürlich fertig wird - mit den anderen Um- und Innenweltbelastungen dann genauso. Aber da scheinen doch körperliche Belastungsgrenzen schon längst überschritten zu sein.

Ansonsten ist Amalgam selber wohl schon ein "Hammer" mit seinen Sondermüll-Auswirkungen, und die Frage ist dann, ob man die Folgen und Schäden eines Hammers, im übertragenen oder wörtlichen Sinn, wirklich den natürlichen Heilkräften überlassen kann.

Wie gesagt, die Erfahrung im allgemeinen (siehe oben) sagt etwas anderes.


Gruß, Gerd
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Die Sinnesorgane der Engel sind unsere Edelsteine. Rudolf Steiner

Amalgam endlich weg - mir gehts so gut

Mingus ist offline
Beiträge: 564
Seit: 19.11.04
Meine Erfahrung ist, dass man immer individuell entscheiden muß, welche Entgiftungsmaßnahmen in welcher Stärke wann welchem Körper zugemutet werden können.
Ich kenne genügend Betroffene, deren Körper eine aktive Entgiftung derzeit nicht verkraften würden.

Unbestreitbar ist sicherlich, dass zuallererst die Entfernung der Giftquellen (bsp. Zahnfüllungen, Wohngifte) die oberste Priorität hat.

Amalgam endlich weg - mir gehts so gut
Binnie
Hallo zusammen,

ich wollte mit meinem vorangehenden Beitrag keinesfalls andeuten, dass Quecksilber nicht schädlich ist! Ich wollte damit nur vor falscher Hoffnung warnen, dass man es durch "Ausleiten" so ohne weiteres los wird.

Ich war bei einem angeblichen "Quecksilber-Spezialisten", der mich behandelt hat und nach dessen Protokoll ich wöchentlich DMPS-Infusionen bekommen habe. Drum herum habe ich so an die "tausend" Nahrungergänzungen, u.a. auch Spurenelemente, für weiterhin viel Geld genommen, und ich war trotzdem nach einem dreiviertel Jahr viel kränker (also überhaupt nicht mehr "leistungsfähig"), als all die Jahre zuvor durch meine vielen Amalgamfüllungen. Ich hatte in sämtlichen Backenzähnen großflächige, extrem schlecht verarbeitete A-Füllungen.

Diese Chelatbildner, besonders auch DMPS, holen nämlich u.a. in großem Maße auch wesentliche Spurenelemente aus dem Körper, so u.a. auch Zink, Kupfer und Mangan, welche wesentlich bei der Abwehr Freier Radikaler sind. D.h. also auf diese Weise ruiniert man sich ein ganz wesentliches körpereigenes Schutzschild gegen Freie Radikale: SOD (Superoxid-Dismutase) | JMNF !

Nach dieser Prozedur war ich jedenfalls entsprechend krank und geschwächt, aber dann hilft einem niemand mehr. Dann heißt es nur "Sie haben wohl Borreliose" oder es ist der Mobilfunk... Das kann aber wohl nicht der Sinn einer "Ausleitung" sein, dass man hinterher kränker ist als zuvor, oder ?!

Und übrigens Windpferd, Du solltest es eigentlich ganz genau wissen, bei welchem "Spezialisten" ich war, nämlich genau bei dem, auf den Du laufend verweist. Daher finde ich es fast schon amüsant, wenn Du schreibst, dass DMPS ungefährlich ist, sofern es "fachkundig" angewendet wird. D.h. also, der von Dir selber ständig empfohlene "Spezialist", wendet es nicht "fachkundig" an...

Viele Grüße
Binnie

Geändert von Binnie (17.06.13 um 12:39 Uhr)

Amalgam endlich weg - mir gehts so gut

Gleerndil ist offline
Beiträge: 4.200
Seit: 26.07.09
Zitat von Binnie Beitrag anzeigen

Diese Chelatbildner, besonders auch DMPS, holen nämlich u.a. in großem Maße auch wesentliche Spurenelemente aus dem Körper, so u.a. auch Zink, Kupfer und Mangan, welche wesentlich bei der Abwehr Freier Radikaler sind.

... auf diese Weise ruiniert man sich ein ganz wesentliches körpereigenes Schutzschild gegen Freie Radikale

Das heißt, dieses "in großem Maße" und das "ruiniert" wird bei Dir sicher entsprechend festgestellt, gemessen worden sein, dass Du es hier so sagen kannst, oder?


Gruß, Gerd
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Die Sinnesorgane der Engel sind unsere Edelsteine. Rudolf Steiner

Amalgam endlich weg - mir gehts so gut
Binnie
Zitat von Gleerndil Beitrag anzeigen
Das heißt, dieses "in großem Maße" und das "ruiniert" wird bei Dir sicher entsprechend festgestellt, gemessen worden sein, dass Du es hier so sagen kannst, oder?


Gruß, Gerd
Genau. Der behandelnde Arzt selbst ließ anschließend bei mir u.a. Cu im Blut und die Cu-abhängige SOD bestimmen. Dabei kam heraus, dass beides stark erniedrigt war.

Davor wurden beim Messen nach DMPS auch immer große Mengen an Cu, Zn usw. im Urin gemessen.

Auch u.a. dieser Test bestätigt meine Aussagen: http://www.symptome.ch/vbboard/oxida...tml#post481876

VG Binnie

Geändert von Binnie (17.06.13 um 11:24 Uhr)

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Gleerndil ist offline
Beiträge: 4.200
Seit: 26.07.09
Zitat von Binnie Beitrag anzeigen
... ließ anschließend bei mir u.a. Cu im Blut und die Cu-abhängige SOD bestimmen. Dabei kam heraus, dass beides stark erniedrigt war.

Davor wurden beim Messen nach DMPS auch immer große Mengen an Cu, Zn usw. im Urin gemessen.
Und vor den entsprechenden DMPS-Messungen wurden Cu und SOD "normal" gemessen? - Und Du sprachst auch von Zink und Mangan, das war jeweils vor DMPS "normal"?


Gruß, Gerd
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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Ich persönlich halte es für relativ fragwürdig das DMPS das Kupfer aus dem Körper rauschelatiert und so starke Mängel verursacht selbst bei längerer Anwendung.

Und das obwohl Leute eine starke Erhöhung des Kupfers im Urin haben unter DMPS.

Wieso?

Die Kupferausscheidung findet beim Menschen fast ausschliesslich über den Stuhl und zu einem kleineren Teil über den Schweiss statt und fast gar nicht über den Urin(nur 3% bsp)! Selbst eine dramatische Erhöhung des Kupfers im Urin wirkt sich kaum auf die Gesamtagesausscheidung aus.

kl. Bsp.

Wir nehmen ca. 2mg(2000mcg) Kupfer am Tag zu uns.
Davon absorbieren wir ca die Hälfte (1000mcg).

Davon eliminieren wir möglicherweise 300mcg über den Schweiss und ca. 30mcg über den Urin und den Rest(fast alles) über den Stuhl.

DMPS erhöht nur die Urinausscheidung von Kupfer nicht die Stuhlausscheidung.

Unter DMPS steigt die Kupferausscheidung mal dramatisch an kurz nach der Gabe und sinkt dann. Jmd. der 1000mcg/L eliminiert hat eine Tagesauscheidung die nur ein Bruchteil dieser Menge ist.

Vielleicht scheidet man unter DMPS an einem Tag insgesamt im niedrigen 3-stelligen Mcg Bereich aus.

Nicht viel. Das weniger als wir über den Schweiss ausscheiden. Was noch dazu kommt ist selbst bei häufiger DMPS Anwendung (1x Woche) ist diese Erhöhung nur alle paar Tage .

Der Verlust ist also sehr gering eigentlich. Das gilt auch für die meisten anderen Mineralstoffe.

Also DMPS ist somit ein sehr ineffektiver Kupferräuber. Auch bei div. Untersuchungen hat man keinen signifikanten Einfluss auf die Spurenelemente feststellen können.

Ich kann mir aber trotzdem vorstellen das jemand unter DMPS Mineralstoffmängel entwickeln könnte.

Wie das?

Durch DMPS wird Quecksilber mobilisiert, es kommt zu einer Neuvergiftung des Organismus.

Viele Vergifete haben eine Dybiose und können Mineralstoffe schlecht aufnehmen. Wenn der Darm durch die Ausleitung ruiniert wird kann man ohne weiters Mineralstoffmängel entwickeln. Ein kranker Organismus kann auch den Mineralstoffhaushalt schlechter regeln.

Probleme durch DMPS sind entweder durch die Toxinmobilisation oder eine Unterverträglichkeit des Stoffs würde ich sagen.

Quecksilber ist ein Supergift und wenn man Quecksilber aus dem Gewebe löst das sich über Jahrzehnte dort abgelagert hat ist es nicht überraschend das es das Potential hat zu NW zu führen.

Viele Leute haben NW durch die Ausleitung schon nach 1-2 Mal. Einen Mangen an Mineralien halte ich nach so kurzer Dauer sehr unwahrscheinlich.

Die als offiziell schlimmste NW angegebe Folge ist zb. Nierenversagen. Das ist sicher nicht durch einen Mineralstoffmangel sondern toxinbedingt. Also wenn es Probleme mit einem Chelatbildner gibt würde ich die Ursache zuerst da suchen.


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