Diskussion zu DMPS

15.06.13 21:07 #1
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Gleerndil ist offline
Beiträge: 4.200
Seit: 26.07.09
Zu Beitrag #29 :


Persönliche Entscheidungen, Bananen und die Form der Erde sind nicht Thema hier.

Meine Fragen sind sehr konkret zum Thema und zu den entsprechenden Beiträgen.


G.G.
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Die Sinnesorgane der Engel sind unsere Edelsteine. Rudolf Steiner

Diskussion zu DMPS

Anne S. ist offline
Beiträge: 4.242
Seit: 28.03.05
DMPS ist meiner Meinung nach auf keinen Fall ungefährlich, wie es teilweise hier beschrieben wird und selbst sollte damit schon gar nicht experimentieren.
Wie man bei den Schilderungen sieht, verträgt es der eine ganz gut und der andere eben wieder nicht.
Selbst Umweltärzte können nicht alle Faktoren und Gegebenheiten im Körper abklären, warum der eine Körper so oder so reagiert.
Viele Amalgamgeschädigte leiden z.B. zusätzlich unter MCS.
Bei MCS sollte man von DMPS auch Abstand nehmen.

Und wir sollten hier doch nicht den selben Fehler begehen und die Studie x oder y heranziehen. Das sehen wir doch beim Amalgam.............Studien zeigen leider oft nicht die Realität und am Wahrheitsgehalt ist leider auch zu zweifeln.

Je nach Genetik und bereits eingetretenen Erkrankungen der verschiedensten Art ist ein massive Entgiftung mit DMPS meiner Meinung nach nicht der richtige Weg.

Ich kenne so einen Fall (in ca. 2 Jahren 80 x DMPS) und inzwischen ist die Betroffene wirklich ganz elend dahingesiecht und gestorben.

Liebe Grüße
Anne S.
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Den Herrn stets ernst zu nehmen, das ist Weisheit. Und alles Unrecht meiden, das ist Einsicht.

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Männlich Windpferd
Hallo Anne,

DMPS ist meiner Meinung nach auf keinen Fall ungefährlich,
Nach den - durchaus komplexen - Regeln der Kunst angewandt ist DMPS eines der ungefährlichsten Medikamente

und selbst sollte damit schon gar nicht experimentieren.
Man kann sich unter bestimmten Voraussetzungen problemfrei - auf Grund ärztlicher Empfehlung - selber injizieren. Das ist kein "Experiment".

Wie man bei den Schilderungen sieht, verträgt es der eine ganz gut und der andere eben wieder nicht.
Die Berücksichtigung individueller Differenzen (z.B. vorangehender Mangelzustände, der genetischen Ausstattung, bestimmter Erkrankungen, die besondere Vorsicht erfordern) gehört absolut zu den Regeln der Kunst.

Selbst Umweltärzte können nicht alle Faktoren und Gegebenheiten im Körper abklären, warum der eine Körper so oder so reagiert.
Das ist auch nicht notwendig. Es kommt darauf an, möglichen Nebenwirkungen adäquat vorzubeugen oder sie mindestens aufzufangen.

Viele Amalgamgeschädigte leiden z.B. zusätzlich unter MCS. Bei MCS sollte man von DMPS auch Abstand nehmen.
Ich kenne zwei Fälle von MCS die u.a. (!) auch mit DMPS behandelt worden sind und denen es deutlich besser geht.

Und wir sollten hier doch nicht den selben Fehler begehen und die Studie x oder y heranziehen.
Ja, die Studie x oder y, das reicht nicht. Wir brauchen Dutzende von Studien. Am besten alle erreichbaren. Und deren Ergebnisse gilt es zusammenzufassen. Das macht man mit sog. Meta-Analysen, einer in jüngerer Zeit hochentwickelten Methodik.

Das sehen wir doch beim Amalgam.............Studien zeigen leider oft nicht die Realität und am Wahrheitsgehalt ist leider auch zu zweifeln.
In der Tat. Man muß sich v.a. anschauen, wer die Studien finanziert hat. Und in welchem Maß sie methodisch gut sind. Das ist aber seit Urzeiten bekannt.

Je nach Genetik und bereits eingetretenen Erkrankungen der verschiedensten Art ist ein massive Entgiftung mit DMPS meiner Meinung nach nicht der richtige Weg.
Stimmt so global nicht. Ist im Einzelfall abzuwägen. In manchen Fällen braucht es gerade "massive" Entgiftung mit DMPS.

Ich kenne so einen Fall (in ca. 2 Jahren 80 x DMPS) und inzwischen ist die Betroffene wirklich ganz elend dahingesiecht und gestorben.
Niemand behauptet m.W., daß man unter Behandlung mit DMPS nicht "dahinsiechen" und sterben könnte. Die pure Aussage "80 Amp. in 2 Jahren" ist so informationsarm, daß man damit überhaupt nichts anfangen kann. Um zu einer Beurteilung zu kommen, müßte man seeehr viel mehr wissen: Diagnosen, Komorbiditäten, Prä- und Ko-Medikation, Verabreichungsschema, Ergebnisse der Laborüberwachung in adäquaten Zeitabständen usw. usw. bis hin zu den Todesursachen.

Derart undifferenzierte "Fallberichte" haben keinen Informationswert, können aber durchaus unbegründete Panik erzeugen. Das nützt niemandem.

Tatsächlich besteht das Problem, daß sehr viele sog. "DMPS-Ärzte" nicht viel von ihrem Handwerk verstehen (v.a. nicht von Orthomolekularer Medizin und Toxikologie) sondern bloß die Ampullen reinhauen - ohne unbedingt erforderliche Vorbereitung, Begleitung, ohne die notwendigen Laborparameter usw. DER Schuß kann schon nach hinten losgehen.

Liebe Grüße
Windpferd

Geändert von Windpferd (21.06.13 um 12:35 Uhr)

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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Nach den - durchaus komplexen - Regeln der Kunst angewandt ist DMPS eines der ungefährlichsten Medikamente
Also das kommt mir etwas übertrieben vor. Ich könnte es akzeptieren wenn jemand sagen würde, richtig und vorsichtig angewendet ist es relativ ungefährlich. Aber eines der ungefährlichsten Medikamente?

Vitamine sind vllt. ungefährliche Medikamente oder Gemüsesäfte.

Vor allem wer bestimmt die Regeln der Kunst der Anwendung? Es Kunst zu nennen beinhaltet ja die irgendwie Annahme das es keine fixen Vorgaben gibt sondern auch nach Gefühl vorgegangen werden muss und es würde somit auch ein vollkommen fehlerfreies Vorgehen voraussetzen da du ja selbst sagst es bei falscher Anwendung zu Problemen führen kann etwas das in der Praxis so gut wie der Fall ist.

Wer hat die Regeln denn aufgestellt? Meines Wissens gibt es allgemeine simple "offizielle" Vorgaben der Rest ist sozusagen "Underground" in der Amalgam und Naturheilkunde Szene. Wenn man 5 Therapeuten fragt krieg man man 5 Antworten.

Und wenn du jetzt sagst ABER Dr. M... macht es richtig. Aber woher weisst du das er es richtig macht?

Und vor dr. M hat es also niemand richtig gemacht? Das war also der erste? Vergiss nicht früher wo die meisten nach Dr. D behandelt haben waren Vitamine und Mineralien ja Tabu also eine deiner Meinung nach korrekte Anwendung war dann gar nicht möglich.

Und nachdem wir anscheinend auch Patienten hier haben bei denen das nicht funktioniert hat scheint das auch nicht so 100% zuverlässig zu sein. Also wie gesagt ich möchte es gar nicht verurteilen aber es das ungefährlichste Medikament überhaupt zu nennen also das kommt mir doch etwas übertrieben vor.

Ich denke hier spielt auch der "Survivorship Bias" eine Rolle du gehst davon aus weil es bei dir keine Nebenwirkung hatte kann es bei niemanden anderen NW haben.

lg

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Männlich Windpferd
Hi Dmps,

sind für Dich also Vitamine und Gemüsesäfte "Medikamente"? (Entspricht nicht dem üblichen Sprachgebrauch. Und selbst dann - mit Vit. A konnte man durchaus Unheil anrichten.)

Was die "Kunst" angeht: Man spricht - m.E. zu recht - von der "ärztlichen Kunst". Da gibt es notwendigerweise (auch Grund unseres beschränkten Wissens) einen Freiraum für intuitiv gesteuertes Handeln - aber durchwegs im Rahmen von Regeln.

Was den Stein des Weisen betrifft (woher der denn kommt? oder wer ihn erfunden hat?) - das ist eher eine philosophische Frage. Aber der Mensch ist ein geschichtliches Wesen. Max Daunderer (den ich sehr schätzte, ja verehrte) ist halt verständlicherweise in der Biochemie nicht wesentlich über 1990 hinausgekommen; von wichtigen neueren Erkenntnissen, z.B. der Mitochondrialen Medizin, konnte er noch nichts wissen. Das blieb einfach Späteren vorbehalten.

Übrigens: auch die Wahl eines Arztes (und das Verhalten ihm gegenüber) ist eine "Kunst". Man sollte sich vorher schon schlau machen, soweit man kann - aber dann gibt es halt einen Punkt, an dem man wählt, ohne die Entscheidung vollständig rational begründen zu können.

Fairness scheint nicht Deine größte Tugend zu sein. Du unterstellst mir z.B. mehrfach Meinungen, Aussagen (z.B. im Zusammenhang mit dem "Survivors' Bias"), die ich weder getroffen habe noch hegte. Das führt nirgends hin. (Höchstens zu immer größeren Wortwolken.)

Mir scheint, das sind Selbstverständlichkeiten.

Alles Liebe
Windpferd

Geändert von Windpferd (21.06.13 um 14:27 Uhr)

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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
sind für Dich also Vitamine und Gemüsesäfte "Medikamente"? (Entspricht nicht dem üblichen Sprachgebrauch. Und selbst dann - mit Vit. A konnte man durchaus Unheil anrichten.)
du weisst schon was ich damit sagen wollte.

Fairness scheint nicht Deine größte Tugend zu sein. Du unterstellst mir z.B. mehrfach Meinungen, Aussagen (z.B. im Zusammenhang mit dem "Survivors' Bias"), die ich weder getroffen habe noch hegte. Das führt nirgends hin. (Höchstens zu immer größeren Wortwolken.)
Also ich war sicher nicht unfair dir gegenüber in meinem letzten Beitrag. Ich kann nichts "unfaires" erkennen.

Und ja ich denke das bei deiner Betrachtungsweise "Suvivorship Bias" eine Rolle spielt. Das ist meine Meinung aber deswegen ist es nicht unfair sondern nur mein Eindruck.

Suvirvorship Bias davon von sind wir alle betroffen. Wir sehen alle die Dinge selektiv. Das ist nichts moralisch verwerfliches oder eine Kritik an deiner Person sondern einfach eine Kritik an einem Argument das du gemacht hast.

Ich finde das nicht unfair so was zu sagen.

Das hat alles nichts mit Fairness zu tun ausser du denkst das ich dir absichtlich Dinge unterstelle die nicht so sind. Wenn kann es sein das ich den falschen Eindruck habe oder etwas falsch interpretiere aber das ist dann nicht unfair sondern eine Fehlinterpretation meinerseits.

Was ich eigentlich gemeint hatte war das du sagtest DMPS sei vollkommen harmlos wenn es korrekt angewendet wird aber dabei scheinbar(Mein Eindruck) ausblendest das hier Leute (Binnie) mehrfach gesagt haben das ihnen DMPS trotzdem geschadet hätte.

Deshalb denke ich(meine subjektive Betrachtungsweise) das du nur auf die positiven Erfahrungen deiner deiner Meinung nach vollkommen harmlosen Therapie schaust und die negativen ignorierst. Man schaut also nur auf die Leute die Erfolg hatten und vergisst den Rest. Das ist m.E eben Survivorship Bias.

Geändert von dmps123 (21.06.13 um 15:14 Uhr)

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Gleerndil ist offline
Beiträge: 4.200
Seit: 26.07.09
Zitat von schbull Beitrag anzeigen

... ich würde Dir ganz dringend raten, Deine Gesundheit erst einmal zu genießen.

Du bist gesund und das Amalgam bist Du bald los.

Lass es doch so bleiben !

Ärzte, die eine Ausleitung durchführen, gibt es viele, Ärzte, die dafür auch wirklich
die Verantwortung übernehmen, gibt es KEINEN
!!!!

... und anscheinend klappt es leider nicht selten nicht, ansonsten wäre das Forum etwas leerer.

Anstatt dessen wird einem jedoch falsche Hoffnung gemacht.

Lass Dich nicht irreführen mit falschen Hoffnungen und genieße Dein Leben,
viele beneiden Dich !

Dazu kommt auch noch die wertvolle Lebenszeit, die man dafür gibt.
Bitte nicht falsch verstehen: sich Zeit für seine Gesundheit zu nehmen ist gut,
aber ich will auch noch anderes tun !

Es ist sehr interessant, schbull, dass du wirklich alle Ärzte kennst, die sogenannte Ausleitungen durchführen, und dadurch weißt, dass keiner von denen Verantwortung dafür übernimmt.

Welche Verantwortung übernimmst du selber für deinen "ganz dringenden Rat" nach der Amalgam-Entfernung unbedingt nichts weiter zu unternehmen?

Mit dem Hinweis auf die Gesundheit von Patrick, die nach Angaben von P. in anderen Threads, wenn ich mich recht erinnere, nicht so war, dass es unbedingt "beneidenswert" ist. - Aber das weiß P. sicher selber am besten.

Im Forum hier sind offen-sichtlich nicht nur Leute mit Amalgam-Problemen unterwegs, und auch nicht nur Leute, die in irgendeiner Form mit Ausleitung befasst sind. Woher kommt also dein "Anschein", dass die Anzahl der hier sich Austauschenden ein Hinweis darauf wäre, Ausleitung würde "nicht selten nicht klappen"?

Was bedeutet die Aussage, dass viele P. beneiden würden? Wer könnte ihn beneiden? Und worum? Welche Art Hoffnungen willst du damit vielleicht wecken? Du kennst den richtigen Weg? Du kennst die richtigen Hoffnungen?

Wer sagt wo hier, oder auch im ganzen Forum, dass man nichts anderes tun sollte, als sich Zeit für seine Gesundheit zu nehmen?

Es gibt allerdings Fälle, in denen manche(r) gar nicht mehr viel anderes tun kann oder konnte - und da nützt und nützte es manchesmal überhaupt nix, ob das jetzt jemand noch anders wollte oder nicht.


Wer macht schon 'ne Ausleitung, wenn er locker leicht 'nen Top-Job leisten kann, Familie, Hund und Haus hat, im Urlaub um die Welt jetten kann, und ansonsten . . . ja, ansonsten sich überlegt, ich beschäftige mich jetzt nur noch mit Ausleitungen, weil ich nichts anderes mehr will . . .

Die zig Fälle, die ich kenne, sehen anders aus, hören sich anders an. Ganz anders.

Was Patrick für ein "Fall" ist, muss er natürlich selber wissen, und warum er hier Rat oder Hilfe sucht.



G.G.
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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Als ich mit der Entgiftung begonnen habe, hatte ich die Gelegenheit den Krankheits und Heilungsverlauf von mehreren Leuten zu beobachten die zeitgleich mit mir anfgefangen haben und mit denen ich mich z.t, ausgetauscht habe. Das hat natürlich relativ wenig Aussagekraft für die Durchschnittsperson aber trotzdem. Dann habe ich mich noch sonst mit einer Vielzahl von Leuten ausgetauscht.

Mein persönlicher Eindruck:

Wie die Heilung vorranschreitet hat sehr viel mit der individuellen Situation zu tun und nicht immer mit der Ausleitungs oder Nicht-Ausleitung.

Manche Leute leiten nicht aus entfernen nur das Amalgam und erholen sich von alleine. Manche Leute machen überhaupt keinen Fortschritt ohne Ausleitung. Manche haben durch die Ausleitung Verschlechterungen und wären möglicherweise besser dran gewesen nicht zu entgiften. Manche hatten das Amalgam schon seit Jahren draussen und erst durchs Entgiften erholen sie sich wieder.

Deshalb kann man m.e weder sagen alles wird gut wenn ich nicht ausleite oder man muss zwangsläufig entgiften.

Wenn jemand gesund ist und das Amalgam entfernt ist eine Ausleitung eher nicht erforderlich. Wenn jemand nicht besonders krank ist auch nicht unbedingt. Wenn jemand ernsthaft krank ist kann es sein das es notwendig ist, gleichzeitig können Probleme und Verschlechterungen gerade bei Kranken auftreten deshalb sollte man es sich gut überlegen und vorsichtig vorgehen.

lg

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Mingus ist offline
Beiträge: 564
Seit: 19.11.04
@dmps123: Danke für die differenzierte Betrachtungsweise.

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Gleerndil ist offline
Beiträge: 4.200
Seit: 26.07.09
Zitat von dmps123 Beitrag anzeigen

Wenn jemand gesund ist und das Amalgam entfernt ist eine Ausleitung eher nicht erforderlich. Wenn jemand nicht besonders krank ist auch nicht unbedingt. Wenn jemand ernsthaft krank ist kann es sein das es notwendig ist, gleichzeitig können Probleme und Verschlechterungen gerade bei Kranken auftreten deshalb sollte man es sich gut überlegen und vorsichtig vorgehen.
Ja, genau - und wenn dann noch Wissenschaft und Medizin sich etwas mehr anstrengen könnten, Probleme respektive Schwermetalle und anderes in unseren Körpern zu "orten", was ja angeblich sehr schwierig ist, und man könne viel leichter einzelne Moleküle irgendwelcher Art in Millionen Lichtjahren Entfernung aufspüren, dann könnte man genauer diese unterschiedlichen Situationen und Fälle sachlich, fachlich differenzieren, diagnostizieren und entsprechend therapieren, ob und wie auch immer.


Grüße

G.G.
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