Amalgamverbot fordern!

05.08.06 17:03 #1
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Amalgam immer wieder ins Bewußtsein von Anderen rücken

Moni88 ist offline
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Merkwürdig, bei Eay gibt es haufenweise die alten Termometer und auch Quecksilber zu kaufen.

goldi
Vielleicht sehen die Leute jetzt ein, dass sie gesundheitsschädigend sein können und wollen sie deshalb loswerden und nebenbei noch damit Geld verdienen.

Oder sie haben die Thermometer schon vorher verkauft und wissen, dass das jetzt die letzte Chance ist, die Dinger, die sie noch auf Lager haben, loszuwerden.

Amalgam immer wieder ins Bewußtsein von Anderen rücken

Anne S. ist offline
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Seit: 28.03.05
Das EU Verbot von Quecksilber-Thermometern stand diese Woche auch bei uns in der Tageszeitung.
Es hieß dort auch "Aber auch in geringen Mengen, kann es schwere gesundheitliche Schäden verursachen, vor allem am Nervensystem".

Das müsste man direkt nachfragen "was genau mit geringen Mengen" gemeint ist. Wäre diese Menge geringer als die in Amalgamfüllungen, fände ich die Aussage äußerst schizophren.

Wie viele Thermometer werden da wohl im normalen Müll landen?

Liebe Grüße
Anne S.

Amalgam immer wieder ins Bewußtsein von Anderen rücken

Anne S. ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.242
Seit: 28.03.05
Hier meine Petition an den Deutschen Bundestag.

Sicher hätte man noch einiges besser machen können aber ewig daran herumfeilen und verbessern ist mir auch zu zeitaufwendig.

Vielleicht habt ihr ja noch andere Ideen, was mit hineingebracht werden könnte und es kommt doch noch eine gemeinsame Petition zustande.


An den
Deutschen Bundestag
Petitionsausschuss
Platz der Republik 1

11011 Berlin




Petition zum Zahnfüllstoff Amalgam

Sehr geehrte Damen und Herren,

als betroffene Patientin lege ich Protest ein, dass Amalgam weiterhin als Zahnfüllstoff verwendet wird und mir als kranker und amalgamgeschädigter Patient in unserem Gesundheitssystem nicht geholfen wird.
Weder wurden mir Diagnosemöglichkeiten einer Amalgamvergiftung noch Entgiftungsmaßnahmen von meiner Krankenkasse genehmigt und bezahlt.
Der größte Teil der Ärzte und Zahnärzte ist uninformiert und erkennen keine Amalgamvergiftung. Ebenso wird der Patient über die Gefährlichkeit von Amalgam nicht aufgeklärt.
Spricht man Ärzte und Zahnärzte auf die Amalgamproblematik an, erhält man meist nur ausweichende Antworten. Keiner möchte wohl als „Nestbeschmutzer“ gelt und sich kritisch zu diesem Thema äußern. Nur die Wenigsten haben den Mut offen darüber zu sprechen und Stellung zu beziehen oder sind bereit, sich für den Patienten gegenüber Krankenkassen und Gerichten einzusetzen.

Ich habe mich bereits 2005 an unserer Regierung (damals Bundeskanzler G. Schröder) gewandt und meine Krankgeschichte geschildert.
Meine Krankengeschichte habe ich inzwischen an folgende Institutionen gesandt:

- Die Bundesbeauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten Frau Kühn-Mengel.
- Bundesumweltamt Dr. Norbert Engert
- MdB Hilde Mattheis
- Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen IQWIG
- BfArM Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Dr. Harhammer
- Bundesministerium für Gesundheit
- Bundeskanzlerin Angela Merkel
- Bundespräsident Horst Köhler
- Bundesärztekammer
- Bundeszahnärztekammer

Die Antworten sind erschreckend verharmlosend.
Es wird weder auf meine Situation eingegangen noch wird mir in irgend einer Weise eine Hilfestellung angeboten, obwohl ich mehrfach um Hilfe bei all den aufgeführten Institutionen bat.

Vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte habe ich eine Broschüre – Amalgame in der Zahnärztlichen Therapie – erhalten.
Weiter sah sich das BfArM nicht in der Lage mir weiterzuhelfen.

Es verwundert mich doch sehr, dass dort unter Punkt 9 – Welche Vorsichtsmaßnahmen sind bei der Anwendung von Amalgam generell zu beachten – Maßnahmen gefordert werden, die von keinem Zahnarzt bei mir in der Vergangenheit eingehalten wurden.
Ich habe sehr viele andere Menschen gefragt, bei denen diese Vorschriften ebenfalls nicht eingehalten wurden.
Der Großteil aller Zahnärzte begeht somit Behandlungsfehler die dem Patienten schaden.


Meine Krankengeschichte:

Über 35 Jahre hatte ich Amalgamfüllungen und vor 8 Jahren begannen, nach dem Herausbohren mehrerer Füllungen ganz massiv meine gesundheitlichen Beschwerden, die über die Jahre trotz verschiedener Therapieansätze von meinem Hausarzt und verschiedenen Fachärzten ständig zunahmen.
Ich litt unter unzähligen unspezifischen Beschwerden, wie Konzentrationsschwierigkeiten (später Denkstörungen), starkem Schwindel, Sehstörungen, chronischen Erschöpfungszuständen, Zitteranfällen mit Schüttelfrost, Blasen – und Darmbeschwerden, Ohrgeräuschen, Angstgefühlen, Taubheitsgefühlen, Hautausschlägen, Schulter- und Gelenkschmerzen, Venenentzündungen, Herzrasen, Bluthochdruck, Lymphdrüsenschwellungen mit ständigen Halsschmerzen, verschiedenen Schwellungen und einem vollkommen unnatürlichen Körpergefühl. Mit der Zeit fing der Kiefer stark an zu schmerzen.
Für meinen Hausarzt war ich am Schluss „psychosomatisch erkrankt“, obwohl ich immer wieder verzweifelt auf eine organische Ursache hinwies. Man kennt doch seinen eigenen Körper am besten! Ich habe feststellen müssen, wie viele andere Menschen auch, mit denen ich inzwischen gesprochen habe, dass die wenigsten Ärzte den Patienten wirklich ernst nehmen und zuhören und an einer Ursachenfindung interessiert sind. In der Regel werden nur die Symptome bekämpft.
Ende 2003 war ich als Mensch am Rande des Abgrundes. Nicht mehr fähig, mich den Aufgaben in meiner Familie zu widmen. Mein Mann musste zusätzlich zu seiner Arbeit nun auch unsere 4 Kinder versorgen und meine Hausarbeit übernehmen, zu deren Verrichtung ich nicht mehr in der Lage war.
Eigentlich hatte ich wieder an einen Berufseinstieg gedacht, sobald meine Kinder älter und selbständiger wären. Das ist auf Grund meines Gesundheitszustandes unmöglich geworden.
Ebenso musste ich alle Hobbys und Freizeitaktivitäten aufgeben.
Zu all diesen Problemen kamen und kommen dann die finanziellen Belastungen durch meine Krankheit.
Die Diagnose und Entgiftungsmaßnahmen einer Amalgamvergiftung musste ich aus eigener Tasche zahlen. Zu meinem gesundheitlichen Ruin folgte jetzt noch der Finanzielle.
Für meine Schulter- und Nackenbeschwerden zahlte die Krankenkasse dann endlose Krankengymnastik und für meine Angstgefühle wollt man mir eine Psychotherapie aufdrängen.
Aber eine Zahnsanierung und Entgiftungstherapie wird mir verweigert, obwohl es das einzige war und ist, was die schlimmsten Gesundheitsschäden beseitigt hat und meine Schmerzen lindert.
Weitaus sinnvoller wäre es für die breite Bevölkerung die Kosten zur Untersuchung des individuellen Entgiftungssystems zu übernehmen. Damit können viele Erkrankungen verhindert werden.
Ist es nicht ein Armutszeugnis für unser Gesundheitssystem, dass einem Mensch in unserem Land so etwas widerfahren kann!

Alle die Jahre bin ich treu und brav 2 mal jährlich zur Zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchung, und mein Bonusheftchen wurde schön abgestempelt. Angeblich war immer alles in Ordnung.
Äußerlich sahen meine Zähne auch gut aus. Aber es hat sich inzwischen herausgestellt, dass das Amalgam in den Kieferknochen diffundiert ist und dieser jetzt schon mehr als 10 mal chirurgisch ausgefräst werden musste um die schlimmsten Entzündungen zu entfernen.

Es entstehen trotzdem ständig wiederkehrende Entzündungen im Kieferknochen, die stark schmerzen und immer wieder chirurgisch entfernt werden müssen.

Aber meine Erleichterung darüber, dass meine Krankheit jetzt endlich einen Namen hat – Amalgamvergiftung – war ganz schnell dahin.
Überall stieß ich doch auf Unverständnis und Ablehnung.
Hat man dann endlich Ärzte gefunden, die sich mit einer Amalgamvergiftung auskennen und Therapiemaßnahmen vorschlagen, werden diese Behandlungen natürlich nicht von der Krankenkassen übernommen.
Verzweifelt sucht man nach der richtigen Therapie. Aber da es angeblich ja keine Amalgamvergiftung gibt, gibt es dementsprechend auch keine erprobte Therapie.
In diesem desolaten Gesundheitszustand habe ich verzweifelt versucht von allen Seiten Hilfe zu erhalten. Im Endeffekt hilft aber nur „informieren und nochmals informieren und lesen“, sowie das Glück die richtigen Ärzte kennenzulernen.


Nach einem langen Weg des Ausprobierens und dem Verlust all meiner Zähne, ist ein großer Teil meiner Beschwerden verschwunden.
Geblieben sind die Kieferschmerzen und Entzündungen im Kiefer, sowie Metalleinlagerungen die auch zukünftig noch zu verschiedenen Erkrankungen führen können.
Nicht der Diagnose und Therapien der normalen Schulmedizin habe ich meine erhebliche Verbesserung meines Gesundheitszustandes zu verdanken, sondern meinen eigenen Recherchen und der kritischen Hinterfragung unseres Gesundheitssystems.

Nachdem ich nicht mehr gewillt bin eine solche Ungerechtigkeit hinzunehmen habe ich inzwischen meinen Arzt wegen der Fehldiagnose und meine Krankenkasse auf Kostenübernahme der Diagnose- und Therapiemaßnahmen, die sicher noch lange Jahre in Anspruch nehmen, verklagt.
Aber welche Chance auf Recht werde ich haben, wenn Amalgam von den Verantwortlichen in unserer Regierung als „geeigneter und ungefährlicher Zahnfüllstoff“ eingestuft wird.

Es wird immer offensichtlicher, dass ein Amalgamausstieg angestrebt wird.
Aber was geschieht mit den Menschen, die bereits durch Amalgam geschädigt sind?
Werden diese Menschen nun vergessen und fallen durch alle Raster unseres Gesundheitswesens?

Unser desolates Gesundheitssystem kann die Kosten der chronischen Erkrankungen kaum noch tragen, aber trotzdem verschließen die Verantwortlichen in unserer Regierung die Augen.
Soviel namhafte Ärzte sehen Amalgam in direktem Zusammenhang mit vielen chronischen Erkrankungen.

Die Bevölkerung wird nicht aufgeklärt und in Unwissenheit gehalten.
In der Regel vertraut der normale Bundesbürger den Aussagen unseres Gesundheitswesens und kann sich nicht vorstellen, dass giftige Stoffe in Verkehr gebracht werden dürfen.
Viele Menschen informieren sich deshalb nicht selbst sondern vertrauen blind den Verantwortlichen.
Sehr viele Menschen müssen leider unverschuldet die Folgen dieses Irrtums tragen.

Ich bin entsetzt und erschüttert, weil ich feststellen musste, dass es so viele ähnliche Krankengeschichten und Ärzteodysseen wie die Meinige gibt, ohne dass eine Amalgamvergiftung diagnostiziert wurde.
Besonders erschreckend ist dabei, dass diese Patienten in Universitätskliniken vorstellig wurden und man auch dort nicht in der Lage war eine Amalgamvergiftung zu diagnostizieren, obwohl diese Erkrankungen heute eindeutig durch vielfältige Untersuchungen dokumentiert wurden.

Diese Erfahrung musste ich selbst machen. Von der Universitätsklinik in Heidelberg, wurde ich ohne eine umfassende Untersuchung in der Notfallsprechstunde mit einem Antibiotikum wieder nach Hause geschickt.

Es drängt sich mir und auch vielen Mitbetroffenen ganz explizit der Eindruck auf, dass im Gesundheitswesen bestimmte Macht- und Hierarchiestrukturen vorhanden sind, wo kritische Ärzte, Wissenschaftler und Politiker abgeblockt werden.
Dies belegt auch mein Schriftwechsel mit Professor Schiele und Dr. Harhammer.
Warum haben eine Minderheit wie Professor Schiele, Dr. Harhammer, Professor Halbach, Professor Staehle oder Professor Ott, um nur einige zu nennen, einen so großen Einfluss, ihren Standpunkt Pro Amalgam durchzusetzen, obwohl es auf der andren Seite jede Menge warnende Stimmen von Ärzten und Wissenschaftlern gibt?
So wurde z.B. am 1.7.96 vom „Erweiterten Bundesausschuss“ beschlossen, dass Amalgamfüllungen zu 98 % im Seitenzahnbereich ausreichend seien.
Als Sachverständige waren u. a. Professor Staehle (Heidelberg) und Professor Ott (Münster) gehört worden.

Ganz offensichtlich erscheint mir die Taktik, die Verantwortung pauschal von einer Institution zur Anderen weiterzuleiten.
Ich habe die Institutionen genannt, an die ich mich gewandt hatte. Da werde ich dann jeweils an die andere Institution verwiesen. Es werden immer Beschlüsse, Gremien und Ausschüsse genannt, aber ich erhalte keine klaren Antworten auf meine Fragen oder Personennamen, die die Verantwortung übernehmen, dass Amalgam weiterhin als Zahnfüllstoff erlaubt ist.
Diese Strukturen unseres Gesundheitswesens sind untransparent und müssen unbedingt hinterfragt werden.
Gutachter werden z. B. von den Haftpflichtversicherungen der Ärzte bezahlt! Können solche Gutachter noch objektive sein?
Es werden ganz offensichtlich viele falsche Gutachten, gerade im Hinblick auf Amalgam, erstellt. Diese Gutachten werden von niemandem kontrolliert und überprüft.
Verzweifelte Menschen werden so vor Gericht um ihr Recht gebracht.
In der bekannten Gesundheitssendung von Dr. Antje Kühnemann vom 29.01.07 wurde von ca. 1 Million Fällen von Ärztepfusch gesprochen.
Wenn also wie berichtet, bei offensichtlichen Diagnose- und Behandlungsfehlern, wie z. B. dem Herausnehmen einer falschen Niere, kranke Menschen noch jahrelang vor Gericht zermürbend um ihr Recht kämpfen müssen, um wie viel schwerer ist es eine Amalgamvergiftung zu beweisen, da vom Gesetzgeber Amalgam als geeigneter und gut untersuchter Zahnfüllstoff deklariert wird.

Warum kommt die Bundesregierung nicht ihrer Pflicht nach, die Gesundheit des Bürgers zu schützen?

Trotz vieler wissenschaftlicher Beweise und Publikationen, die eindeutig die Gefährlichkeit von Amalgam beweisen, werden die wirtschaftlichen Interessen höher angesetzt als die Volksgesundheit.


Wann setzten die Verantwortlichen dem endlich ein Ende?

Ich beantrage daher folgende Änderungen:

1. Verbot des Zahnfüllstoffs Amalgam

2. Kostenübernahme der Diagnose und Therapie einer Amalgamvergiftung

3. Gesetzesänderung der Kriterien zur Beurteilung der Gefährlichkeit des Zahnfüllstoffes Amalgam.

4. Keine Einflussname von Lobbyisten und Industrie auf Entscheidungen im Gesundheitswesen.

5. Einbeziehung von weltweit kritischen Studien, da die Zahl der kritischen Studien augenscheinlich größer als die Zahl der verharmlosenden Studien ist.

6. Relevante klinischen Studien mit Betroffenen Patienten.

7. Einbeziehung von Amalgamselbsthilfegruppen

8. Gerechte Zusammensetzung mit kritischen Wissenschaftlern in gesetzgebenden Gremien.

9. Transparenz der Zusammensetzung, Arbeit und Beschlüssen von solchen Gremien

10. Änderung der Wahl der Mitglieder des Bundesausschusses – Transparenz für den Bürger

11. Veröffentlichung der Geschäftsordnung des Bundesausschusses

Warum kommt es zu solchen Missständen?

- Die Informationsschrift des BfArM basieren auf einem falschen wissenschaftlichen Kenntnisstand.

- Die sogenannte Expertengruppe Amalgam rekrutiert ihre Mitglieder nur aus den eigenen Reihen der Amalgambefürworter.

- Der Verwaltungsrat der Krankenkassen stellt seine Listen selbst zusammen.



Es gibt zahlreiche Publikationen Bundes- und Weltweit, die Quecksilber sehr gefährlich einstufen und ebenfalls Amalgam, dass zum größten Teil aus Quecksilber besteht:

Reinhard und Kollegen 1979
Svare und Kollegen 1981
Sam Ziff
Clarkson 1972
Stock 1926
Lie und Kollegen 1972
Koch , W.-H. / Weitz, M. Amalgam – Wissenschaft und Wirklichkeit 1971
Wassermann, O. Kieler Amalgam Gutachten 1997
Patterson, J. E. et al. Mercury in human breath from dental amalgams
Friberg, L. et al (Hrsg.) Handbook on the toxicology of metals Bd. 1 1986
Zinecker, S. Amalgam – Quecksilberdämpfe bis ins Gehirn 1992
Gerhard, I. et al. Grenzen der Hormonsubstitution bei Schadstoffbelastung und Fertilitätsstörungen 1992
Ohnsorge, F. K. Referat auf dem ersten Amalgamsymposium 25.05.1981
Kuklinski, B. Neue Chancen 1998
Lammers, H. 2000
Abriel, W. Amalgam in aller Munde
Daunderer , M. Gifte im Alltag 1995
Echeverria, D. et al. Neurobehavioral effects from exposure to dental amalgam 1998
Internationale Gesellschaft für Ganzheitliche Zahnmedizin e.V. Heidelberg 1992
Birkmayer, J.G.D. et al. Quecksilberdepots im Organismus korrelieren mit der Anzahl der Amalgamfüllungen 1990
Tapparo, G. Toxische Untersuchungen zu Amalgam 1992
Frank, I. / Bieger, W. P. Autoimmunität bei Patienten mit zellulärer Sensibilisierung gegenüber Dentalmetallen 1997
Mutter, J. Amalgam – Risiko für die Menschheit

Viele Verbände sehen Amalgam nicht als geeigneten und ungiftigen Zahnfüllstoff an.

Dazu zählen:

dbu Deutscher Berufsverband der Umweltmediziner e.V.
DGUHT Deutsche Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie e.V.
IGUMED Interdisziplinäre Gesellschaft für Umweltmedizin e.V.
ÖAB Ökologischer Ärztebund e.V.
Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND).

Unbestritten geben Amalgamfüllungen permanent kleine Mengen von Schwermetallen frei, die vom Organismus aufgenommen werden, sich in den einzelnen Organen ablagern und insbesondere die Blut-Hirn-Schranke überwinden und so ins Gehirn gelangen.

Die Freisetzung von Quecksilber steht in Korrelation zu der Anzahl und Qualität und dem Alter der Amalgamfüllungen.

Arbeitsmedizinische Grenzwerte (MAK) sind zur Beurteilung des toxischen Risikos bei Amalgamträgern methodisch unzulässig.

Der permanente Gehalt an Quecksilberdampf in der Mundhöhle von Amalgamträgern und erst recht die Quecksilberdampfkonzentration durch Stimulation (Zähneputzen, Kauen, heiße Speisen) kann den genannten WHO-Grenzwert also um ein Vielfaches übersteigen.

Das Risiko für Mikromerkurialismus ist bei Amalgamträgern sehr hoch.

Beim Entfernen von Amalgamfüllungen durch Ausbohren können Konzentrationen von Quecksilberdampf bis zu 800 Mikrogramm Hg/m³ entstehen.
Solche Werte entstehen auch beim Legen von Amalgamfüllungen.

Quecksilberdampf, wie er aus Amalgamfüllungen chronisch und insbesondere akut bei deren Legen und Entfernen, wie nachgewiesen, frei wird, wird nahezu vollständig vom menschlichen Organismus resorbiert.

Gesundheitsschäden im menschlichen Organismus sind bereits bei der Aufnahme von Quecksilber in geringen Mengen festgestellt worden.

Grundsätzlich gibt es keinen Wirkungsschwellenwert, unterhalb dessen toxische Wirkungen von Hg ausgeschlossen sind, da die Empfindlichkeit gegenüber Hg und die Möglichkeit zu dessen Entgiftung individuell äußerst verschieden sind.

Quecksilber wirkt immer –d. h. auch bei noch Gesunden – schädigend auf den Organismus.
Es wirkt enzymhemmend, besonders auf die Entgiftungsenzyme.
Durch Quecksilber wird der physiologische Metabolismus gestört und der oxidative Stress massiv erhöht und der nervale Stoffwechsel und die Neurotransmittler beeinflusst.

Quecksilber ruft Multiorganschäden hervor.

Bei genetischer Disposition können bereits sehr geringe Hg Konzentrationen zu immunologischen Reaktionen führen.

Die Frage der Exposition gegen niedrige Konzentrationen über lange Zeiträume ist jedoch zu einem Schlüsselproblem geworden, umso mehr, als diese Frage auch Probleme der modernen Umwelttoxikologie berührt.

Die Diagnostik der Schwermetallvergiftung hat sich auf die Ebene einer klinischen Mikrosymptomatologie verlagert.

Es wurde nachgewiesen, dass die Quecksilberkonzentrationen im Gehirn vergleichsweise höher sind als in anderen Organen. (Toxikologie von Arbeitsstoffen , Bolt)

Organisches Quecksilber aus Amalgamfüllungen wird in Form von Ionen und in Form von Quecksilberdampf in den Organismus aufgenommen.
In der weißen Hirnsubstanz war die Hg Konzentration bei Amalgamträgern dreifach höher, in der grauen Hirnsubstanz 2 ½-fach höher als bei Nicht-Amalgamträgern
(Dissertation Sebastian Steffen 2004)


Warum werden so zahlreiche Fakten, die in der wissenschaftlichen Literatur dokumentiert sind, nicht ausreichend berücksichtigt?

Mit freundlichen Grüßen

Amalgam immer wieder ins Bewußtsein von Anderen rücken

Moni88 ist offline
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Seit: 21.12.06
Zitat von Anne S. Beitrag anzeigen
Wie viele Thermometer werden da wohl im normalen Müll landen?
Das könnte wirklich böse enden.

Amalgam immer wieder ins Bewußtsein von Anderen rücken
goldi
Hallo, Anne,

ich finde, dass Du sehr gut geschrieben hast.
Es haben schon viele versucht, auf diesem Weg ein Verbot von Amalgam zu erreichen. Auch Dr. Daunderer. Leider finde ich seinen Schreiben an den Ex-Bundeskanzler Schröder nicht mehr auf senem Homepage, aber ich habe es vor etwa einem Jahr dort gefunden und gelesen.

Hier ist die Meinung von Dr. Daunderer zu dieser Angelegenheit:

Amalgamschädigung eindeutig bewiesen:

In meinem Amalgamgutachten 2004 (50 Seiten, über 100 Beweise) habe ich dies aktualisiert. Jedermann kann dies beziehen (e-book), Krankenkassen und gestrigen Zahnärzten vorlegen.
Mein Amalgamhandbuch umfasst mehr als 20 000 Literaturstellen über die Amalgamvergiftung und die Auswertung von über 20 000 Amalgamvergifteten mit vielen Einzeldarstellungen.
In einer großen Amalgamanzeige gegen die EU - auch an unseren Bundesanwalt-, nachrichtlich an den Bundeskanzler, an Ministerien u. a. habe ich wiederum alles (vergeblich) versucht.
Nichts fehlt mehr, nur der Mut der Betroffenen. Alle kämpfen nur untereinander und gegen ihre Helfer. Die Welt blickt auf Deutschland: entweder ist das Problem gelöst (wir essen Algen und alles ist o. k.) oder es handelt sich um die größte und längste Massenvergiftung, die es je in der Menschheitsgeschichte gab:
dann muß man mit der Faust auf den Tisch schlagen.
Ich muß mich nicht vor dem vernichtenden Urteil meiner 3 Enkelkinder fürchten, daß ich so duckmäuserig war wie meine Eltern im Dritten Reich. Ob es aber einer schafft gegen das Großkapital der Zahnärzte???

Quelle: Toxcenter

Amalgamschädigung eindeutig bewiesen

Amalgamgutachten:

§ Gerichtsgutachter verheimlichen Fakten Beweis
Wie wäre es, wenn Du Amalgamgutachten als Beweis zusammen mit dieser Petition abschickst?

LG, goldi

Amalgam immer wieder ins Bewußtsein von Anderen rücken

Anne S. ist offline
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Seit: 28.03.05
Hallo goldi,

die Petition habe ich am 5.07. schon weggeschickt.

Alle

Es wäre sehr schön, wenn vielleicht doch Einige (hoffentlich viele) bereit wären auch eine Petition zu senden. Die Petition kann ja auch kürzer sein.

Ich habe Sie gepostet, damit eine Vorlage oder Anhaltspunkt da ist, wie man es machen könnte. Ich hatte auch nicht so recht gewusst, wie ich anfangen soll und bei der Petition von Reinhard Lauer abgespickt.......ist ja nicht verboten.

http://www.amalgam.homepage.t-online...esol-Lauer.PDF

Dessen Petition finde ich sehr gut und recht umfangreich. Zu einer solchen ausgefeilten Petition hatte ich allerdings keine Zeit und Energie, aber ich denke da kommt es ja nun auch nicht darauf an.
Es zählt doch, dass man "einfach anfängt und etwas macht".

Meiner Meinung können nur viele etwas bewegen, die Mauer im Osten ist ja auch nur gefallen, weil die Leute endlich die Nase voll hatten und in Massen auf die Straßen gegangen sind.

Liebe Grüße
Anne S.

Amalgam immer wieder ins Bewußtsein von Anderen rücken
goldi
Hier ist noch ein Brief von Dr. Daunderer:

Zahnmetalle und tödlich verlaufende Autoimmunkrankheiten

- Brief TOX CENTER v. 27.8.2002 an Europäische Kommission u.a.

Zahnmetalle und tödlich verlaufende Autoimmunkrankheiten

und

Selbsthilfegruppe AMALGAM c/o SEKIS (Selbsthilfe Kontakt- u. Informationsstelle in Trägerschaft des Paritätischen Wohlfahrtsverbands - Gesamtverband e. V. und Förderung der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales), Albrecht-Achilles-Str. 65, 10709 Berlin
(Links auf unsere Homepage zu diesem Dokument sind gestattet).

Offener Brief 1/99 der Berliner SHG AMALGAM an die KZV Berlin

goldi

P:S.
Urteil für Amalgamschädigung und Übernahme der Behandlungskosten:

Flensburg 2

Geändert von goldi (13.07.07 um 15:05 Uhr) Grund: Ergänzung

Amalgam immer wieder ins Bewußtsein von Anderen rücken

Anne S. ist offline
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Seit: 28.03.05
Heute habe ich folgende Antwort des Petitionsausschusses vom 11.07.07 erhalten.

im Auftrag der Vorsitzenden des Petitionsausschusses, Frau Kersten Naumann, MdB, bestätige ich den Eingang Ihres Schreibens.

Zu Ihrem Anliegen habe ich aufgrund sachgleicher Eingaben bereits ein Prüfung eingeleitet. Ihre Ausführungen werde ich darin einbeziehen. Sobald mir das Ergebnis vorliegt und über die weitere Behandlung der Petitionen entschieden wurde, werde ich Sie darüber informieren.

Bitte haben Sie Verständnis dass bis dahin einige Zeit vergehen wird.

Soweit Sie eine Übernahme der Kosten für Diagnose und Therapie einer Amalgamvergiftung anstreben, erhalten Sie aus organisatorischen Gründen unter einem anderen Aktenzeichen weitere Nachricht.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

(Herr Müller)

Amalgam immer wieder ins Bewußtsein von Anderen rücken

Anne S. ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.242
Seit: 28.03.05
Neue Antwort des Petitionsausschusses vom 19.07.07

Sehr geehrte Frau S.,

im Auftrag der Vorsitzenden des Petitionsausschusses, Frau Kersten Naumann, MdB, bestätige ich den Eingang Ihres Schreibens.
Soweit Sie die Übernahme der Kosten für Diagnose und Therapie einer Amalgamvergiftung fordern, habe ich unter dem o.a. Aktenzeichen eine Prüfung eingeleitet und das Bundesministerium für Gesundheit um eine Stellungnahme gebeten.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

(Herr Neubert)
Ich kann nur immer wieder dazu anregen, dass viele ihre Geschichte schildern und von ihrem Petitionsrecht Gebrauch machen.
Bleiben die vielen Fälle anonym und im Verborgenen muss sich die Politik auch nicht mit diesem Problem befassen.
Solange nicht ein "Wir-Gefühl" entsteht und ein Zusammenhalt zwischen den Betroffenen entsteht, werden "Wir" so und so nichts erreichen.

Liebe Grüße
Anne S.

Amalgam immer wieder ins Bewußtsein von Anderen rücken

Anne S. ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.242
Seit: 28.03.05
Die Antwort der "Grünen" auf meine Anfrage zum Zahnfüllstoff Amalgam.

Es zeigt sich, egal welche Partei - da sind die sich alle einig.

Liebe Grüße
Anne S.

Sehr geehrte Frau S.,

Ihre E-mail, in der Sie sich über den Umgang mit Amalgamkranken beschweren, haben wir aufmerksam gelesen. Allerdings können wir Ihnen leider wenig Hoffnung machen.

In der seit Jahren anhaltenden Debatte um die Auswirkungen von Amalgam als Zahnfüllstoff geht es letztlich immer wieder um dieselbe Frage: Lässt sich tatsächlich nachweisen, dass zwischen den Gesundheitsstörungen von Patientinnen und Patienten und deren Quecksilberbelastung infolge von Amalgamfüllungen ein kausaler Zusammenhang besteht? Die Selbsthilfezusammenschlüsse und einige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bejahen diese Frage. Eine Expertengruppe der Europäischen Union und das Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArm) ist nach Auswertung der vorliegenden Studien aber zu einem entgegengesetzten Schluss gekommen: Amalgam könne in Einzelfällen zu Hautunverträglichkeiten und Allergien führen. Für darüber hinaus gehende Nebenwirkungen gebe es aber keinen Nachweis. Zu ähnlichen Schlussfolgerungen kommen in einer gemeinsamen Erklärung die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Weltzahnärzteverband (FDI).

Diese Bewertungen sind auch die Grundlage für die von Ihnen beklagte restriktive Bewilligungspraxis der Krankenkassen. Die tragen nur solche Diagnosetechniken und Therapieformen, deren Wirksamkeit eindeutig nachgewiesen ist. Allerdings ist es nicht so, dass die Kassen keinerlei Kosten für die Diagnose und Behandlung von möglichen Amalgamschäden übernehmen würden. Allergietest, mit denen sich Quecksilber- und Amalgamallergien nachweisen lassen, werden von den Kassen genauso bezahlt, wie Urin- oder Bluttests, mit denen sich mögliche Quecksilberbelastungen ermitteln lassen. Und auch die infolge einer nachgewiesenen Allergie notwendige Sanierung mit Kompositfüllungen wird von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) übernommen. Außerhalb des Leistungskatalogs sind allerdings Goldfüllungen und die von Ihnen angesprochene Entgiftungstherapie nach einer Amalgamsanierung. Diese ist in ihrer Notwendigkeit stark umstritten.

Darüber hinaus haben bereits vor einigen Jahren das Bundesgesundheitsministerium, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, die Bundeszahnärztekammer, die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung und die zahnmedizinischen Fachgesellschaften ein „Konsenpapier“ verabschiedet, in dem sie empfehlen, bei Schwangeren, Stillenden und Kindern möglichst keine Füllungen mehr zu legen oder zu entfernen.

In diese Fragen greift die Politik ungern ein – und das aus guten Grund: Die Beurteilung von Erkrankungen, Diagnosetechniken und Therapieformen setzt einen hohen fachlichen Sachverstand voraus. Politikerinnen und Politiker, die aus den verschiedensten Berufen kommen, können dieses Fachwissen nur in Ausnahmefällen für sich beanspruchen. Vor diesem Hintergrund sehen wir wenig Chancen, dass sich in absehbarer Zeit etwas an der von Ihnen kritisierten Situation verändert.

Mit freundlichen Grüßen

C. Ilawa
Bündnis 90/Die Grünen
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