Schwindel und Kopfschmerzen durch Amalgam?

30.05.08 20:27 #1
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Rübe ist offline
Beiträge: 3.257
Seit: 22.11.07
Hallo Bode,

also ich kann nur mal erzählen, wie es bei mir ist.
Hab ja im Februar mit der Amalgamsanierung angefangen und war sechs Wochen später das gesamte Amalgam los.
Habe seither auch kontinuierlich ausgeleitet, mit so ziemlich allem was zur Verfügung steht (bisher 12 DMPS-Inf., Chlorellas, Bärlauch, Kohle, Zeolith, usw.), da ich das Zeugs so schnell wie möglich aus mir raus haben möchte.
HG-Wert nach dem ersten DMPS-Test (09.01.) 295,6 µg/g Krea., zuletzt
(06.05.) 33.3 µg/g Krea.
Mir geht es eigentlich langsam aber stetig immer besser (mit Höhen und Tiefen, die Kurve zeigt jedoch nach oben und die Tiefen werden immer weniger und erträglicher).
Aber wie gesagt, kann nur für mich sprechen.

Gruß
Rübe

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margie ist offline
Beiträge: 4.787
Seit: 02.01.05
Liebe Margie

Ich habe gelesen, dass MW eigentlich in jungen Jahren ausbricht. Wie alt warst du, als sie bei dir diagnostiziert wurde?

Sollte des den Kupferüberschuss wirklich nicht in der Haaranalyse anzeigen?

Mein Mann ist bereits 45 Jahre alt, also wäre das doch recht spät für einen Ausbruch. Ist das in diesem Alter überhaupt noch möglich?

Es gibt verschiedene Verläufe der Wilson-Erkrankung. Die Fälle, wo die Leber extremst betroffen ist, die fallen meist vor dem 20. Lebensjahr auf.
Die mehr neurologischen Fälle, bei denen die Leber oft nicht sooo stark geschädigt ist, die fallen erst im Erwachsenenalter auf, wenn überhaupt, denn die Dunkelziffer beträgt 66 %. Wann diese Fälle auffallen, ist sehr unterschiedlich.

Ich war bei meiner Leberbiospie 47 Jahre alt.
Beschwerden, die auf MW passen, hatte ich schon viele Jahre zuvor. Ich wurde langsam aber sicher immer kränker. Diese Kupfervergiftung geht oft sehr schleichend vorwärts.
Es gibt aber auch MW-Fälle, die von "heute auf morgen" krank wurden, die also innerhalb weniger Wochen oder Monate zum Pflegefall wurden.
Die Verläufe sind sehr unterschiedlich und bei MW soll kein Fall dem anderen gleichen, d. h. jeder Fall ist etwas anders.

Ich weiß, dass MW bei manchen Patienten erst im Alter von 60 Jahren und sogar 80 Jahren diagnostiziert wurde. Ob er immer erst so spät "ausgebrochen" ist oder ob diese Patienten auch lange vergeblich von Arzt zu Arzt "rannten", weiß ich nicht.

Also im Alter von 45 Jahren und wenn ich lese, dass Dein Mann heftige Beschwerden hat, halte ich einen MW durchaus für möglich. Nur muss man, wenn man in diesem Alter MW haben sollte, sich wirklich beeilen. Denn je länger man mit der Therapie wartet, umso höher ist der Dauerschaden.

Ich hoffe,, ich konnte Deine Fragen klären.

Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

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Bode ist offline
Beiträge: 23
Seit: 30.06.08
Hallo Margie

Vielen dank für deine Antwort. Ich habe mich bereits schlau gemacht, und nach Ärzten gesucht. Leider gibt es in der Schweiz keine Spezialisten. MW läuft hier unter Leberkrankheiten. Von der Selbsthilfegruppe habe ich aber bereits Tips erhalten und es wurde mir auch ein "guter" Arzt genannt.

Natürlich lassen wir die Amalgamgeschichte auch nicht ausser Acht. Zur Zeit leitet mein Mann überhaupt nicht aus. Wir warten jetzt erst mal ein wenig ab, denn sein psychischer Zustand ist momentan auch nicht sehr gut.

Wünsche allen einen schönen Abend und liebe Grüsse.

Bode

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Rübe ist offline
Beiträge: 3.257
Seit: 22.11.07
Man sieht, dass es sich um unspezifische Erkrankungen handelt, die auf eine Beteiligung des autonomen Nervensystems zurückschließen lassen. Deshalb ist die Entgiftung so wichtig, weil eine Therapie erst nach Wiederherstellung der Regulation des Vegetativen Nervensystems wirkt.
Bei der Entgiftung der Zellen fallen gelegentlich so viele Giftstoffe an, dass u.U. Vergiftungssymptome wie Magen - und Darmbeschwerden, Schwindel, Übelkeit u. Kopfschmerzen auftreten können, die dann nach einer weiteren DIMAVAL®- Injektion zum Abklingen kommen.

WICHTIG: Nach einer Entgiftung normalisiert sich die Funktion des autonomen Nervensystems wieder und die geplante Therapie - soweit sie noch nötig ist - beginnt zu greifen.

Sehr häufig sind psychische Probleme Folge einer Blockade. Der Sympathikus und der Nervus Vagus beginnen bzw. enden im Gehirn an der Stelle, in welcher Gefühle bzw. Emotionen verarbeitet werden, deshalb ist die erste Äußerung des "blockierten" Patienten: "Ich fühle mich nicht wohl".
Schwermetallbelastung = die durch Schwermetalle verursachte Störung der Regulationsfähigkeit des autonomen Nervensystems.
aus Schwermetall
Scheint mir ne richtig gute Arztpraxis zu sein, wie es sie häufiger geben sollte!

Also ich für meinen Teil, werde alles versuchen das "Zeugs" so schnell wie möglich aus meinem Körper zu holen.

Gruß
Rübe

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Bode ist offline
Beiträge: 23
Seit: 30.06.08
Hallo zusammen

Lange habe ich nichts von mir hören lassen, aber heute Abend hatte ich das Bedürfnis, euch etwas mitzuteilen. Mein Mann ist am 4. Oktober gestorben, er hat sich das Leben genommen. Die ganzen Symptome und Schmerzen hat er nicht mehr ausgehalten. Er war am Schluss in einer Klinik. Doch anstelle einer Besserung verschlimmerte sich sein Zustand stetig. Ich war immer so fest davon überzeugt, dass er irgendwann mal wieder gesund wird, doch er hatte die Kraft nicht mehr dazu, weiter zu kämpfen. Wie unsäglich muss ein Mensch leiden, dass er zu so einem Schritt bereit ist. Mein Mann war es.......

Ich wünsche allen, die dasselbe durchmachen, wie mein Mann, eine baldige Besserung. Gebt nicht auf, auch wenn es lange dauert.

Liebe Grüsse Bode

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Anne B.
Hallo Bode,

das tut mir sehr sehr leid. Ich wünsche dir unendlich viel Kraft.

Liebe Grüße, Anne B.

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Anne S. ist offline
Beiträge: 4.242
Seit: 28.03.05
Hallo Bode,

tröstende Worte sind so schwer zu finden?

Es tut mir auch sehr leid und auch ich wünsche Dir auch ganz viel Kraft.

Liebe Grüße
Anne S.

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Bode ist offline
Beiträge: 23
Seit: 30.06.08
Liebe Anne S. und B.

Vielen Dank für euer Mitgefühl. Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden, nur manchmal geht es halt etwas länger.

Liebe Grüsse und bleibt gesund.

Bode


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