Co-Abhängigkeit wie verhalte ich mich?

02.02.10 18:50 #1
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Co-Abhängigkeit wie verhalte ich mich?

Sine ist offline
Beiträge: 3.371
Seit: 15.10.06
Alles Gute und bis bald!
Sine

Co-Abhängigkeit wie verhalte ich mich?

Difi ist offline
Beiträge: 4.051
Seit: 28.04.09
Na das ist doch ein Wort.....schalte ab und genieße die Zeit.

Bis bald, Difi.
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Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt! -- Einstein --

Bei Alkoholsucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte zu trinken, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrumente, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Erster Versuch überhaupt !!!

taotao ist offline
Beiträge: 14
Seit: 16.05.10
Hallo, ich bin super verunsichert und weiß eigentlich gar nicht, ob das alle so richtig ist, was ich hier mache. ich stehe mitten im Leben und habe aber das Gefühl, dass mir grad genau dieses Leben richtig kaputt gemacht wird. ich bin verheiratet und mein Mann ist viel unterwegs. Wenn er aber zu Haus ist, ist sein bester Begleiter die grüne Flasche Bier. ich kann das nicht mehr ertrage. Er hat so viele probleme und ersäuft sie damit. Die Dinger können nur schwimmen. Das will er nicht begreifen und ich gehe dabei vor die Hunde. Wie sind schon 12 Jahre zusammen und 8 davon verheiratet. Ich schaff das nicht mehr. Ich gehe kaputt dabei. Er macht mir mein verdammtes Leben kaputt.

Co-Abhängigkeit wie verhalte ich mich?

taotao ist offline
Beiträge: 14
Seit: 16.05.10
hallo Angie83,
ich bin seit heut hier angemeldet und überrscht, wie vielen es ähnlich geht. Ich selbst bin im Moment super hilflos und kann nur, dank meiner Freunde, mein normales Leben aufrecht halten. Hab lange genug zugeschaut und entschuldigt, was mein Mann gemacht hat und noch immer tut. Ich selbst bin coabhängig, da bin ich mir sehr sehr sicher. ich habe nur Angst vor meinem eigenen Mut. Das hier ist der erste schritt überhaupt, mich öffentlich zu bekennen. ich wünsche dir von ganzem herzen die kraft, zu deinen entscheidungen zu stehen. ich bin leider noch nicht so weit

Erster Versuch überhaupt !!!

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.783
Seit: 26.04.04
Hallo taotao,

herzlich willkommen in unserem Forum!

Es ist schwierig, jemanden, der ohne Alkohol sein Leben nicht auf die Reihe bekommt, davon zu überzeugen, dass er mit seiner "Sucht" das Leben der Partnerin sehr belastet.
Da ich annehme, dass Dein Mann keine Hinweise von Dir annehmen wird (wie Du angedeutet hast), wäre es vielleicht sinnvoll, Dir selbst Hilfe zu suchen:
Hier findest Du mehr dazu:
http://www.symptome.ch/vbboard/alkoh...ern-hilfe.html

Es ist wichtig, dass Du für Dich sorgst, und dass Du Dich von den Problemen Deines Mannes nicht überwältigen lässt.

Weißt Du, welche Sorgen Dein Mann hat? Gibt es in seinem Freundes-/Bekanntenkreis jemanden, der möglicherweise auf ihn einwirken könnte?

Liebe Grüße,
uma

Co-Abhängigkeit wie verhalte ich mich?

Difi ist offline
Beiträge: 4.051
Seit: 28.04.09
Hola taotao...

das ist ein langer Prozess. Und hiermit meinen Glückwunsch zum ersten Schritt in eine bessere Zukunft.

Erzähle deine Geschichte, wertfrei. Vielleicht hilft es dir. Ich habe auch mal diese Abhängigkeit persönlich erlebt.

LG, Difi
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Co-Abhängigkeit wie verhalte ich mich?

taotao ist offline
Beiträge: 14
Seit: 16.05.10
Ja, wie soll ich denn anfangen? Wir sind seit 12 Jahren zusammen und verheiratet seit 8 Jahren. Ich hatte von Anfang an Probleme mit der Menge an Bier, welches er getrunken hat. Wir waren gern gesehene Gäste in Lokalen und hatten eine Menge sogenannte Freunde. Das Ergebnis dieser Abende war oft, dass ich irgetwann ankündigte, ich würde nach Haus wollen, mit dem Hintergedanken, jetzt aber raus hier, sonst wirds peinlich. Hat mal mehr und mal weniger geklappt. Wir haben dann auch geheiratet und ich hab alle Andeutungen z.B. meiner Eltern in den Wind geschossen, Habe sie sogar dafür gehasst. Wir haben zusammen so einiges durch. Tod seiner Familienmitglieder, Arbeitstsellenwechsel, Führerscheinverlust durch Alkohol (1,61). ich kann noch einiges mehr aufzählen. Erschreckend ist nur, dass ich für meinen Mann lüge, mit vollem Bewußtsein. So auch bei der Führerscheinsache. Ich wollte vor der Polizei die Aktion auf mich nehmen. Ich kanns selber kaum glauben, dass ich sowas tun wollte. Bin auf der Polizeiwache aber Gott sei Dank eingeknickt. Hat uns ihn 2 Jahre Führerscheinentzug und fast 8000;- eingebracht. Toll, und ich zahle immer mit. Könnte heulen, wenn ich mir das hier durchlese.
Im Moment kommen mir immer mehr Dinge zu Ohren, die mein Mann mir nicht erzählt. Ich erfahre, dass er (eigentlich) krank ist und aber in der Kneipe sitzt. Ich erfahre, dass die Firma mit ihm Gespräche führt und ihn an einen Arzt über weisen will. Er aber nicht möchte aber nicht.
Wenn ich so darüber nachdenke, kann er von Glück sagen, dass sein Chef in noch nicht raus geschmissen hat. Ich hätte es schon längst getan, aber ich hab leicht reden, ich bin nicht der Chef, nur die Frau.
So, und jetzt zu mir. Ich fange, glaube ich, so langsam an zu strampeln. Nur mit welchem Erfolg, kann ich noch nicht sagen. Es wäre schön, wenn ich hier ein paar, vielleicht auch selbst betroffene offene Ohren finden könnte, die mir mal, ohne Vorwürfe zuhören.

Erster Versuch überhaupt !!!

taotao ist offline
Beiträge: 14
Seit: 16.05.10
Hallo uma, ich bin überrascht, so schnell Reaktionen auf meinen Beitrag zu bekommen. Du fragst, ob mein Mann Freunde hat, mit denen er reden kann. nein, seiner Meinung nach nicht. Ich denke aber, wenn ich reden will, ist irgentwo jemand da. Bis jetzt bin ich es immer gewesen, ersticke aber an dem Wust von seinen Problemen. Sie haben ALLE mit seiner Arbeit zu tun. Er ist 48 und ich 37. So schnell findet er ja nichts neues. ich denke nur, dass er die ganzen Sachen auf die Arbeit schiebt. sicherlich hat er keine leichte Arbeit. er ist weltweit als Monteur tätig, auf Schiffen. Hat sich den Job aber selbst ausgesucht. Er hat damals, vor ca. 8 Jahren mit mir genmeinsam die Entscheidung gefällt, den Job zu wechseln. Er wollte neue Aufgaben und Anforderungen. Ich stehe auch nach wie vor zu seiner/ unserer Entscheidung, weil ich denke, die Arbeit hat da am allerwenigsten mit zu tun. Es ist seine Lebensgeschichte, die er nicht bewältigen kann oder will. Er ist ein super sensibler Mensch mit verdammt viel Gefühl, dafür hab ich ihn ja auch mal geliebt und geheiratet. Im Moment weiß ich nur nicht, wo und ob das Gefühl für ihn icht doch vom ganzen Hass und der Wut/ Verzweiflung aufgefressen wird/ wurde. Verdammt noch mal: Ich will auch leben und nicht verantwortlich sein für seins. Er hat mir seine Leben und die damit verbundene Verantwortung auf meine Schultern gelegt und das ist verdammt schwer. Er sagt immer, dass ich sein Zentrum bin, um das er kreist und das ihm Sicherheit gibt. Dass er ohne mich sein Leben nicht vorstellen könnte und dass ich das bin, was er schon immer gesucht hat. Tut mir leid, die Last kann ich nicht mehr tragen. Ich habe im letzten halben jahr 10 kg abgenommen und das Essen kommt teilweise ohne Vorankündigung retour. Das kanns doch nicht sein, oder? Ich hab eine Scheißangst vor dem, was in meinem Kopf vor sich geht und weiß nicht, welchen Schritt ich machen oder gehen soll. Mein Kopf ist super klar, aber mein bauch/ Herz macht mir einen Strich durch die Rechnung. Ich kann ihn doch so nicht vor die Hunde gehen lassen.

Co-Abhängigkeit wie verhalte ich mich?

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.783
Seit: 26.04.04
Hallo taotao,

auf den Seiten dieses Threads findest Du einige Links, die Dir vielleicht weiterhelfen können.

Gäbe es eine Möglichkeit, Deinen Mann zu einer Paartherapie zu bewegen?

Die Paartherapie hilft dabei,
  • mit Hilfe der Analyse der Lebensgeschichte das Verhalten des Partners zu verstehen
  • sich über eigene Wünsche bewusst zu werden und sie anzusprechen
  • die Wünsche des Partners wieder wahrzunehmen
  • Enttäuschungen und Ängste auszusprechen
  • Ärger adäquat auszudrücken
  • unangemessene Erwartungen an die Partnerschaft zu erkennen
  • Missverständnisse und Vorurteile auszuräumen
Paartherapie - wann ist sie hilfreich?

Ich weiss nicht, ob er dazu bereit wäre - jedoch könnte dies eine Chance sein...

Liebe Grüße,
uma

Erster Versuch überhaupt !!!

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Zitat von taotao Beitrag anzeigen
Er hat mir seine Leben und die damit verbundene Verantwortung auf meine Schultern gelegt .....
Das solltest Du nicht so passiv sehen. Denn er kann dir (abgesehen vom Finanziellen) nur das auf deine Schultern legen, was Du dir auf deine Schultern legen lässt und bereit bist zu tragen.
Aber auch beim Finanziellen gibt es Möglichkeiten. Gütertrennung ? Wikipedia
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11


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