Frage an Asperger-Betroffene

02.12.09 21:31 #1
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Putzteufelchen ist offline
Beiträge: 347
Seit: 13.11.09
Hallo,

ich habe mich erst seit einigen Tagen mit dem Thema Asperger-Syndrom beschäftigt. Bis vor Kurzem kannte ich den Begriff noch gar nicht.

So wie ich nun vermute, hat meine Tochter (11 Jahre) auch das Asperger Syndrom. Ist aber nur mein ganz persönlicher Verdacht. Sie wurde Anfang des Jahres auf ADS getestet, ist aber negativ.

Auf was ich eigentlich heraus will... wie ist/war Eurer Verhältnis zu Euren Eltern?
Hat das Verhältnis zu Euren Eltern (oder auch Geschwistern) unter dieser Krankheit gelitten?
Haben Eure Eltern Verständnis für das Verhalten das Asperger Betroffene haben? Ich meine dieses Anders sein, diese ganzen Verhaltensauffälligkeiten.

Ich freue mich über jede Antwort.

Lg, Putzteufelchen
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Die Kraft der Aura ist die Kraft der inneren Ehrlichkeit gegenüber sich selbst.

Frage an Asperger-Betroffene
darleen
Hallo Putzteufelchen

ich selbst Asperger nur mit Mutter aufgewachsen, das war eine Katastrophe..

meine Mutter hat mich nie verstanden...weil ich nicht so "funktioniert" habe wie man sich das vorzustellen hatte...Halt durch Unwissenheit...dazu kam dann noch die Introvertiertheit
und das Träumerle-Syndrom dazu...

Mein Sohn selbst Asperger..hat das beste Verhältnis zu meinen Mann und mir..weil wir halt wissen was mit ihm so los ist...und ich besonders, da mir die "Eigenheiten" eben geläufig sind aus meiner Kindheit...

liebe grüße darleen

Frage an Asperger-Betroffene

Putzteufelchen ist offline
Themenstarter Beiträge: 347
Seit: 13.11.09
Hallo Darleen,


vielen Dank für Deinen Beitrag.

Was Du schreibst kommt mir (leider) sehr bekannt vor.
Diese Introvertiertheit und die Tagträumereien. Auch das Verhältnis als Katastrophe zu beschreiben kommt unserem Verhältnis sehr gleich.

Gibt es denn eine Möglichkeit Asperger-Kindern zu helfen? Kann man das irgendwie behandeln oder therapieren?

So wie ich bis jetzt meine Tochter kenne und einschätze, könnte sie niemals alleine wohnen. Da wäre nichts im Kühlschrank (weil vergessen), keine Miete bezahlt (weil vergessen), kommt zu spät zur Arbeit (falls sie denn eine bekommt, weil sie träumt und trödelt), mind. eine Woche lang nicht geduscht (weil angeblich nicht nötig und unangenehm), usw...

Ich könnte diese Beispiele ewig fortsetzen.

Eigentlich habe ich schon lange gemerkt, dass bei ihr etwas nicht stimmt. Es gibt da soooo viele Verhaltensauffälligkeiten dass das einfach nicht mehr tollerierbar ist. Das sprengt einfach jegliche Art von Verständnis.

Doch niemand wußte was mit ihr los ist, bzw. manche sehen es einfach auch nicht. Kontakt zu Gleichaltrigen gibt es auch nicht und wenn, dann kaspert sie immer rum und kann sich nicht altersgerecht verhalten. Sie ist jetzt in der 6. Klasse Gymnasium, aber vom geistigen Niveau würde ich sie in die 3. Klasse Grundschule stecken.

Wenn man mal davon ausgeht nicht zu wissen das es sich hier um eine Krankheit handelt, wie soll man dann mit so einem Kind auskommen?
Vor allem wenn die Mutter das krasse Gegenteil von allen Charakteren und Eigenschaften ist?

Ob sie nun tatsächlich ein Asperger- Kind ist, muß ich noch von ärztlicher Seite abklären lassen, aber so wie ich das sehe, ist das schon seeehr eindeutig.

Falls hier noch ein paar Betroffene (egal ob passiv oder aktiv) mitlesen würde ich mich sehr über einen Austausch freuen.
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darleen
Hallo Putzteufelchen

von meiner Seite aus kann ich sagen das ich so mit 16 Jahren die Kurve bekam..musste ich damals...und Vieles wird sich auch bessern mit den Jahren..

Bei meinen Sohn ist das so (9 jahre)..er braucht immer eine "Ansage" um den alltäglichen Ablauf zu bewältigen..

wie etwa..jetzt Zähneputzen..oder Anziehen..würden wir das nicht machen passiert gar Nichts..jedenfalls nicht von alleine..so ist das auch in der Schule..wenn Arbeitsblätter verteilt werden, anstatt anzufangen wartet er auf das "Komando"...das sind jetzt nur Kleinigkeiten die ich aufzähle von der Summe der Begebenheiten..

ich denke aber das wird sich verlieren mit der Zeit...

Asperger gibt es ja nun in verschieden Facetten und Graden..das ist meine Erfahrung im Austausch mit Aspergern..

und auch Sie werden fähig sein, allein leben zu können..

meine Erfahrung die ich gemacht habe ist,bloß nicht zuviel abnehmen vom Alltäglichen....

denn ich habe bei meinem Sohn die Erfahrung gemacht...( er ist hochbegabt, was aber nicht gerade ein Vorteil ist...und im Schulischen Bereich kein Vorteil ist) das er sich darauf auch ausruht..und probiert Menschen auszutricksen...

Die Konzentration lässt sehr zu wünschen übrig..Alles ist interessanter..als das was gerade gemacht werden soll...

dazu kommt noch das Unverständnis, warum man überhaupt zur Schule gehen muss..

und für Asperger geben ja wenig Sachen einen Sinn....das muss dann halt immer wieder neu erläutert werden..

ich habe nun hier im Forum gelesen das es auch eine Arsenvergiftung sein kann...

siehe mal hier ..vielicht kannst du damit etwas anfangen, mit der Diskussion..

http://www.symptome.ch/vbboard/koenn...-autismus.html


liebe grüße darleen

Geändert von darleen (04.12.09 um 10:15 Uhr)

Frage an Asperger-Betroffene

Bommel ist offline
Beiträge: 60
Seit: 19.03.07
Hallo, unser Sohn 15 Jahre passt auch in diese Schublade. All die Dinge, die hier schon stehen, brauche ich gar nicht noch einmal aufzuschreiben. Ich denke, wir Eltern brauchen unheimlich Kraft, um diese Kinder ins Erwachsenwerden zu begleiten. Das interessante bei uns ist, unser Sohn ist gern mit uns zusammen. Er redet mit uns wie ein normaler Mensch. Sobald er woanders ist, Reißverschluss - keine Meinung, leises Reden, aber zuhören. Wichtig ist eine Diagnose, damit diese Kinder nach der Schule nicht in ein Loch fallen. Unser Sohn hatte jetzt ein 4wöchiges Praktikum bei einem Bekannten in einer Motorradwerkstatt. Unser Sohn kam zu 75 % zu spät (war nicht sehr viel, ca 5 - 20 Minuten). Ihm hats aber nicht viel ausgemacht, länger zu bleiben. Die Arbeit hat ihm Spaß gemacht. Nach seiner Meinung war alles in bester Ordnung. Die Beurteilung war so niederschmetternd - alles in den Bereich 4. Unser Bekannter sagte, es hätte noch schlimmer sein müssen, Sohnemann hatte die ersten 14 Tage fast nicht geredet. Ständiges Vergessen von Werkzeugnamen, wenn er was holen sollte, war er so abgelenkt, dass es eben ewig dauerte. Wenn er von der Arbeit geschafft war - und das geht recht schnell bei ihm - dann hat er sich auf eine Couch gesetzt und hat sich ausgeruht... Keine Emotionen, bzw. war er auch nicht mal in der Lage, sich selbst Arbeit zu suchen.
Im Großen und Ganzen kann man sagen, er ist für diese Arbeitswelt keinesfalls geschaffen. Es ist traurig, aber wahr. Meine Vermutung ist, dass er irgendwann einmal sein Leben meistern wird, das wird aber noch ein langer Weg. Wenn wir es nicht schaffen, diese Kinder fürs Leben stark zu machen,
dann werden sie von unserer Gesellschaft kaputt gemacht.

Als Kind ging ich auch in diese Richtung. Hat also was mit Vererbung zu tun. Ich fühle mich jetzt mit 40 Jahren noch lange nicht so reif, wie viele meiner Kollegen. Da meine Eltern mich damals und auch heute nicht verstanden haben, habe ich mir vorgenommen, anders zu meinem Kind zu sein. Ich denke mal, ich habe ein gutes Verhältnis zu meinem Sohn, wir reden viel, spielen auch mal Spiele. Wenn er Dinge nicht versteht, dann versuche ich es ihm zu erklären und nicht zu sagen, man bist du blöd, kapierst ja gar nix. Das ist wichtig, ich hatte von meinen Eltern wenig Selbstbewusstsein mitbekommen.
Ich finds bloß etwas traurig, dass mein Sohn fast meinen Weg geht. Ich würde ihm einige Dinge gern ersparen bzw. schneller ermöglichen.
lg Bomml

Geändert von Bommel (22.12.09 um 18:14 Uhr)

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darleen
hallo Bommel

das was du berichtest von deinem Sohn, kommt mir sehr bekannt vor..

ich ja selbst Asperger..stand in meiner ersten Lehre da wie doof...

ich konnte mit mir nichts anfangen und mein Lehrmeister erst recht nicht..

ich war so eher der Künstler, aber für das prophane Arbeitsleben nicht so geeigent, vom Zuspätkommen mal ganz abgesehen..

da ich dann ständig den Repressalien meines Lehrmeisters ausgesetzt war, bekam ich irgendwann die Kurve, weil ich musste ..und es hat mich doch ein gewaltiges Stück weitergebracht..auch wenn es mit vielen Tränen verbunden war..

danach bin ich in der Arbeitswelt sehr gut zurecht gekommen, wie man halt als Asper zurechtkommen kann..

ich will damit sagen das auch dein Sohn die Kurve bekommen kann..

was du eben schon sagst viel Unterstützung und Verständnis...und Auffangen deinerseits...das ist wichtig...denn das hatte ich nicht..

wünsch dir viel Glück für deinen Sohn und dich...

liebe grüße darleen

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Putzteufelchen ist offline
Themenstarter Beiträge: 347
Seit: 13.11.09
@Bommel

So wie es Deinem Sohn im Praktikum erging, könnte ich mir meine Tochter auch wahrhaftig vorstellen. Zu spät kommen, sich nichts merken, schnell müde und erschöpft.

Wenn ich mir so den Vater (ist nicht mein Mann!)meiner älteren Tochter anschaue, sind zwischen ihm und ihr wahnsinnige Parallelen. Ich könnte mir sogar vorstellen das er auch das asperger Syndrom hat. Leider hat hier keiner ein offenes Ohr für diese Art Erkrankung. Als ich ihrem Vater von der Krankheit erzählt habe und ihm viel Lesestoff dazu geschickt hatte, meinte er nur dazu, diese Verhaltensmuster würden auf die Hälfte der Klasse zutreffen.
Er sieht das Ganze nicht so dramatisch. Er ist ja immer ein Optimist. Ich dagegen bin Realist und sehe die Zukunft meiner Tochter eher kritisch.

Nun, ist ja klar...wenn er selber evtl. an Asperger erkrankt ist, ist dieses Verhalten für ihn normal.
Ich bin definitiv kein Asperger und komme mit der ganzen Art, und dem ganzen Verhalten von ihr nicht zurecht. Mich macht das wahnsinnig.
Zb. solche täglichen Dinge wie nach der Schule die Getränkeflasche und Brottdose aus dem Schulranzen ausräumen. Sie "vergißt" mit 11 1/2 Jahren solche Dinge, die absolut Routine sind. Genauso hat sie mal Montags, als sie Schulschwimmen hatte, vergessen ihre nassen Badesachen und das Handdtuch aufzuhängen. Zwei Tage später hatte sie wieder Schulschwimmen und aus Trotz und Wut über diese Dummheit habe ich sie voll auflaufen lassen.
Es war mich einfach egal! So alt und so verantwortungsbewußt sollte sie mit 11 Jahren schon sein.
Als ich sie an dem Mittwoch nach der Schule fragte was mit ihren Badesachen war, sagte sie erst "nichts". Sie meinte dann ganz locker, sie wollte an Handtüchern sparen und sie könne das Handtuch ja zweimal benutzen.
Nur war das Handtuch und der Badeanzug ja noch nass vom Montag. Das ist doch voll eklig in einen nassen, kalten und muffigen Badeanzug zu schlüpfen.

Ne, ne....ich hab da echt kein Verständnis dafür. Wie heißt es so schön...wie kann ein intelligenter Mensch nur so dumm sein?!

Kann sich irgend jemand vorstellen wie schwer das für einen nicht Asperger ist, mit einem Asperger Kind zurechtzukommen?
Das ganze Verhältnis geht kaputt. Man kann dem Kind nicht vertrauen, man kann es nicht für voll nehmen, man kann ihm keine Verantwortung geben, man kann nichtmal zu Verwandten oder Bekannten gehen ohne aufzufallen oder sich für das Kind zu schämen.
Alles was ich ihr beigebracht habe, ist für die Katz. Kein Sinn für Ordnung, kein Benehmen mehr, trotzig, egoistisch, nicht hilfbereit, nimmt gerne -gibt allerdings nicht.

Wäre ich nun selber ein Asperger, hätte ich sicher ein anderes Verständnis dafür. Aber es ist so, als lebt sie auf einem anderen Planeten. In einer anderen Welt. Sie ist nicht wirklich im Hier und Jetzt. Sie ist jenseits von gut und böse.
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Frage an Asperger-Betroffene
darleen
Hallo Putzteufelchen

Bitte sehe deine Tochter nicht so kritisch..damit tut du dir keinen Gefallen und erstrecht nicht Ihr..

überleg doch mal genau wie wichtig diese Sachen für dich sind..freu dich doch mal über ein positves Erlebnis deiner Tochter..erfreu dich doch mal der Denkweise deiner Tochter..

du brauchst keine Angst haben vor Asperger...es wird sich Alles fügen glaub mir..

ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen..


ich selbst bin auch manchmal genervt davon, aber dann sage ich mir es gibt wirklich Schlimmeres auf Erden, über das man sich aufregen sollte...

du hilfst ihr mehr , wen du sie einfach mal machen lässt...nur kann ich dir sagen das die Sache mit dem Schwimmzeug keinerlei Wirkung auf sie haben wird..wie du es dir gewünscht hast..

das NOn-Plus-Ultra habe ich auch noch nicht gefunden, aber ich erfreu mich an anderen Sachen,,an die liebe Art meines Sohnes, an die andere Denkweise , und erfreu mich daran das es ihm gut geht..nur das Allein zählt für mich..und mit Unterstützung werden wir auch alle anderen * Schwachpunkte* meistern..

Verstehen kann ich dich natürlich..


dies bitte nicht als Kritik ansehen

liebe grüße darleen

Frage an Asperger-Betroffene

Putzteufelchen ist offline
Themenstarter Beiträge: 347
Seit: 13.11.09
Danke für Deinen Beitrag, darleen.

Auch wenn es Kritik wäre, wäre es nicht schlimm. Ist schon ok.

Du hast absolut recht. Der Sinn meines Vorgehens wegen dem Schwimmzeug hat nichts gebracht. Weder Strafen, Verbote noch Geschenke oder Wünsche erfüllen bringt was. Man kann ihr Sachen versprechen die sie bekommt oder Konsequenzen androhen-es bring alles nichts. Man kommt an das Mädl nicht ran.
Nicht über Vernunft, nicht über Liebe nicht über Schimpfen.

Was bleibt einem da noch viel übrig?

Resignieren. Um mich selbst zu schützen, meine Ehe, meine andere Tochter (die übrigends vom Wesen her fast identisch ist wie ich ) und mein Familienleben.
Wir haben ihr schon über Jahre Tipps gegeben, Ratschläge, Hilfe, Gespräche, alles was das Angebot so hergibt.
Aber es kommen nur Entäuschungen.

Ich kann mich leider über nichts freuen was sie tut. Ihre Denkweise ist so abgedreht das mir das zu konfus ist. Das ist nicht meine Welt. Unsere Interessen gehen auseinander wie ein Plus-und Minuspol.
Ich habe mich schon so oft gefragt wie das nur meine Tochter sein kann.
Ja, das ist schlimm, aber es ist halt so. Sie ist mir vom Wesen und vom Charakter so fremd. Da gibt es nichts, aber auch wirklich gar nichts, was uns verbindet.
Es ist eine Beziehung wie zu einem Nachbarskind.
Und ich kann nichts dagegen tun. Sie ist wie ihr Vater. Und zwar mit Leib, Seele und Verstand. Die zwei kommen mir vor wie vom gleichen Planeten.

Genauso fühle ich mich zu meiner jüngeren Tochter seelenverwandt. Sie ist wie ich. Da spüre ich immer wieder:das ist mein Kind! Ich erkenne mich in ihr wieder.

Ja...der Vater meiner älteren Tochter hat natürlich ein besseres Verhältnis zu ihr. Ist klar, er versteht sie auch besser. Sie haben die fast identischen Hobbys. Die gleiche Phantasie, die gleiche Unordnung, sind beide Chaoten, haben ihr Leben beide nicht im Griff, usw.

Ach Leute...manchmal ist das Leben einfach sch***.
__________________
Die Kraft der Aura ist die Kraft der inneren Ehrlichkeit gegenüber sich selbst.

Geändert von Putzteufelchen (22.12.09 um 22:19 Uhr)

Frage an Asperger-Betroffene
darleen
Hallo Putzteufelchen

Auch wenn es Kritik wäre, wäre es nicht schlimm. Ist schon ok.


Du hast absolut recht. Der Sinn meines Vorgehens wegen dem Schwimmzeug hat nichts gebracht. Weder Strafen, Verbote noch Geschenke oder Wünsche erfüllen bringt was. Man kann ihr Sachen versprechen die sie bekommt oder Konsequenzen androhen-es bring alles nichts. Man kommt an das Mädl nicht ran.
Nicht über Vernunft, nicht über Liebe nicht über Schimpfen.

Was bleibt einem da noch viel übrig?
genau da muss/möchte man sich Hilfe holen ..vieleicht über den Austausch mit Aspergern oder betroffene Eltern..schau doch mal nach Aspergerforen, vieleicht bringt dich das etwas weiter..



Resignieren. Um mich selbst zu schützen, meine Ehe, meine andere Tochter (die übrigends vom Wesen her fast identisch ist wie ich ) und mein Familienleben.
Wir haben ihr schon über Jahre Tipps gegeben, Ratschläge, Hilfe, Gespräche, alles was das Angebot so hergibt.
Aber es kommen nur Entäuschungen.
ich kann dich verstehen das man irgendwann einfach nicht mehr mag, aber dies sollte so nicht sein und der Resegnation Platz einräumen..

Ich kann mich leider über nichts freuen was sie tut. Ihre Denkweise ist so abgedreht das mir das zu konfus ist. Das ist nicht meine Welt. Unsere Interessen gehen auseinander wie ein Plus-und Minuspol.
Ich habe mich schon so oft gefragt wie das nur meine Tochter sein kann.
Ja, das ist schlimm, aber es ist halt so. Sie ist mir vom Wesen und vom Charakter so fremd. Da gibt es nichts, aber auch wirklich gar nichts, was uns verbindet.
Denkweisen von Aspergern sind nun mal nicht so oft kompatibel, mit dem eigenen Denken..

was du beschreibst erinnert mich sehr an meine Kindheit, hatte ich doch das gleiche * Verhältnis* zu meiner Mutter, sprich es war und gab und gibt keine Gemeinsamkeit..und ich kann dir sagen das dies nicht schön war..deswegen hat mein Sohn mehr Glück , da ich weis wei es in ihm aussieht...



Es ist eine Beziehung wie zu einem Nachbarskind.
Und ich kann nichts dagegen tun. Sie ist wie ihr Vater. Und zwar mit Leib, Seele und Verstand. Die zwei kommen mir vor wie vom gleichen Planeten.
Du solltest dir jatz da keine Vorwurf machen.....Ob bei dir da noch Etwas Anderes unterschwellig mitreinspielt vermag ich nicht zu sagen..

Genauso fühle ich mich zu meiner jüngeren Tochter seelenverwandt. Sie ist wie ich. Da spüre ich immer wieder:das ist mein Kind! Ich erkenne mich in ihr wieder.

Ja...der Vater meiner älteren Tochter hat natürlich ein besseres Verhältnis zu ihr. Ist klar, er versteht sie auch besser. Sie haben die fast identischen Hobbys. Die gleiche Phantasie, die gleiche Unordnung, sind beide Chaoten, haben ihr Leben beide nicht im Griff, usw.
Und du denkst jetzt , da es sich bei dem Vater deiner Tochter um einen für dich Chaoten und nicht im Leben zurechfindenden Menschen handelt, das dies bei deiner Tochter im Alter auch so sein wird?
Das muss es aber nicht..Schau mal du kannst dir Hilfe holen ...Früher gab es so Etwas gar nicht, geschweige wusste man etwas über das Asperger-Syndrom, also hast du vielmehr Chancen eine Lösung zu finden...

ich , der die ganze Schulzeit eigentlich verträumt hatte , die nie wusste ..was ist Ordnung, genau die hat sich ins Leben reingefunden, ohne irgendwelche Hilfen..ich kann dir nur nochmals sagen das es geht, und ich mit vielen Aspergern Kontakt hatte die auch sich im Leben zurecht finden..



Ach Leute...manchmal ist das Leben einfach sch***.
[/QUOTE]

Verzweifel nicht...ich kann dich versetehen, du wirst aber eine Lösung finden..schließ dich mit Asper-Ansprechstellen zusammen..oder in Asperger-Foren..und hole dir die Hilfe die du benötigst....

ich wünsch dir viel Glück dabei...

liebe grüße darleen


Geändert von darleen (23.12.09 um 00:20 Uhr)


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