Aus Nase läuft klare Flüssigkeit

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28.07.13
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Hallo,

ich hatte seit letzten Herbst immer wieder Erkältungen, die nun zu einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung geworden sind.

CT liegt vor und zeigt die Verschattungen.

Im Moment bin ich nicht richtig akut erkältet. Ich merke halt dass mein Kopf total dicht ist. Die Nase ist frei und ich kann gut atmen.

Seit einiger Zeit tropft mir mal mehr, mal weniger klare Flüssigkeit aus der Nase. Ich kann sie nicht hochziehen und nicht aufhalten.

Dies passiert beim Bücken. Sie ist durchsichtig wie Wasser.

Nach einigem Googlen wurde ich sehr verunsichert weil immer der Begriff "Liqueur" oder "Gehirnflüssigkeit" erschien. Bin dann noch mal sofort zum HNO und der hat gesagt dass es nicht sein könne.

Er meinte es seien Zysten die zerplatzen. Aber ich kann mir das nicht vorstellen. Dann wär es doch nicht so regelmäßig!?

Ich bin total ratlos. Lt. HNO bleibt mir nur noch ne Kortisontherapie (10 Tage Tabletten, die Dosis wird dabei immer geringer) oder ne OP. Und ne OP will ich auf keinen Fall

Könnt ihr mir helfen? Wer hat das gleiche Problem?

Liebe Grüße
Schnupfi:wave:
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo Schnupi

Chronische Nasennebenhöhlenentzündungen können z.B. zurückgeführt werden auf:
  • Probleme mit Zähnen/Zahnwurzeln (insbesondere bei chronischen Kieferhöhlenentzündungen
  • Problemen im Darm/Nahrungsmittelunverträglichkeiten etc. (wenn du aber nicht mind. z.B. leichte Blähungen hast, halte ich dies für wenig wahrscheinlich)
  • Infektionen: Am aller-, allermeisten sind solche oder ähnliche Entzündungen ohnehin infektiös. D.h. der Entzündung liegt eine Infektion zugrunde. Man muss versuchen, den auslösenden Infektionserreger zu identifizieren und entsprechend zu behandeln. Mangels zuverlässiger und aussagekräftiger Tests ist die Diagnose leider alles andere als einfach. Je nachdem, um welchen Erreger es sich handelt, könnte auch die Behandlung eine länger Sache werden.
Seit einiger Zeit tropft mir mal mehr, mal weniger klare Flüssigkeit aus der Nase.
Manchmal kann die Farbe des Nasensekrets einen Hinweis geben, um welche Erregerart es sich eher handeln könnte (bei Bakterien z.B. ist das Nasensekret oft gelblich/grünlich, bei Viren eher klar etc.). Dies würde bei dir entweder für Viren oder aber für eine nicht-infektiöse Entzündung (z.B. aufgrund Darm- und/oder Zahnproblemen) sprechen. ABER: Aus eigener Erfahrung aber weiss ich, dass man nicht immer auf die Sekretfarbe gehen kann. Oftmals sind Bakterien an solchen Problemen beteiligt. Ferner z.B. auch Darmpilze (z.B. Candida), wenn gleichzeitig noch andere Probleme im Verdauungstrakt bestehen. Bei den Bakterien wären z.B. möglich: Staphylokokken, Streptokokken und insbesondere auch Chlamydia Pneumoniae und auch Mycoplasma Pneumoniae. Die letzten beiden Erreger sind "Spezilisten" für chronische Krankheitsverläufe und können bei Nicht-Behandlung schwerwiegende Probleme auslösen.

Da du bis anhin keine Antibiotika eingenommen hast: Ist meine Annahme richtig, dass dein Arzt in deinem Blut nichts auffälliges gefunden hat (z.B. CRP erhöht, Leukozyten auffällig etc.)? Bitte nimm kein Medikament ein, bevor man nicht versucht den Erreger nachzuweisen. Dieser Nachweis gelingt nur selten. Aber je länger du damit wartest und je mehr Medis du vorhin schluckst, desto kleiner wird die Wahrscheinlichkeit für einen "korrekten Nachweis". Ich würde verlangen, dass z.B. dein Nasensekret mind. auf Chlamydia Pneumoniae, Mycoplasma Pneumoniae sowie auch auf alle "gängigen" Infektionserreger (z.B. Streptokokken etc.) untersucht wird (mittels PCR). Chlamydia Pneumoniae würde ich zusätzlich im Blut testen lassen, mittels Lymphozyten-Transformations-Test (LTT). Auch Mycoplasma Pneumoniae würde ich zusätzlich im Blut testen lassen, hier ist nur ein Antikörpertest verfügbar (z.B. IgM/IgG/IgA).
Ich bin total ratlos. Lt. HNO bleibt mir nur noch ne Kortisontherapie (10 Tage Tabletten, die Dosis wird dabei immer geringer) oder ne OP. Und ne OP will ich auf keinen Fall
Lass dir bitte auf KEINEN FALL Kortison geben, bevor du die Ursache deiner Beschwerden nicht kennst! Sollte meine Vermutung stimmen und sollten deinen Beschwerden vorwiegend einen Infekt zugrunde liegen, so wäre dies ein fataler Fehler, welcher dein Zustand längerfristig nur verschlimmern könnte. Kortison wirkt stark immunsuppressiv, d.h. es schwächt das Immunsystem sehr. Hat man einen Infekt, möchte man aber das Immunsystem möglichst stärken! Somit wäre hier ein Kortison völlig kontraproduktiv!

Alles Gute und lg
 
Hallo,
Ich hab das selbe Problem 1 zu 1
Kopf total dicht. Die Nase ist frei und ich kann aber gut atmen.
Beim bücken tropft mir klare Flüssigkeit aus der Nase. Wie Wasser und etwas salzig.
Können Sie bitte sagen wie ist bei Ihnen geworden ist.
Ich hab in einem Jahr mehr als 10 Packungen Antibiotika genommen und kortisonhaltiges nasenspray.

Vielen dank.
Liebe grüße
Musti
 
Hallo Musti,
klare Flüssigkeit aus der Nase. Wie Wasser und etwas salzig.
Das könnte Tränenflüssigkeit sein?
Warst Du schon einmal beim Augenarzt und hast schauen lassen, ob evtl. bei Dir Tränenkanälchen verstopft sind?

Eine andere Möglichkeit wäre, daß Du auf irgendetwas allergisch reagierst und deshalb "tropfst". Das kann durch IgE-vermittelte Allergien geschehen (Beispiel: Hausstaub-Allergie, Pollen-Allergie, Lebensmittel-Allergie...), aber ebenso durch Intoleranzen (Beispiel: Histaminintoleranz, Laktose-, Fruktose-, Gluten-, Salicylat-Intoleranz).

Als erste Maßnahme würde ich täglich zweimal mit Salzwasser die Nase spülen:
Nasenspülung | HNO-Praxis Dr. Johannssen

Ich hab in einem Jahr mehr als 10 Packungen Antibiotika genommen und kortisonhaltiges nasenspray.
Das ist heftig ! Und ich finde, das ist auch unverantwortlich !
Damit hast Du Dir Deine Darmflora geschädigt, und anscheinend hat das noch nicht mal etwas genützt?
Hast Du schon etwas zur Wiederherstellung der Darmflora gemacht? Hast Du mit dem kortisonhaltigen Nasenspray aufgehört?

- Sind bei Dir Allergietests gemacht worden auf Hausstaubmilben, Pollen, andere Allergene?
- Hast Du schon ausprobiert, ob Dir Antihistamine helfen?
- Gibt es in Deiner Umgebung irgendwelche ausdünstenden Substanzen wie Toner, Lacke, Lösungsmittel, Schimmel ...?
- Sind Deine Zähne noch unbehandelt oder gibt es da unklare Stellen?
- Wenn Du jemals wieder ein Antibiotikum vorgeschlagen bekommst, sollte vorher unbedingt ein Antibiogramm gemacht werden um festzustellen, ob eine AB-Behandlung überhaupt noch erfolgverspechend ist oder ob Du inzwischen resistent bist gegen so ziemlich alle ABs.

https://www.emotion-mind-and-body.d...w1.wdr.de/wissen/mensch/heuschnupfen-102.html

Grüsse,
Oregano
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte in jungen Jahren mehrfach eine sehr schmerzhafte Nasennebenhöhlenentzündung. Damals war ich noch nicht so kritisch gegenüber Medikamenten und habe mir zumindest bei der ersten Entzündung reichlich Schmerzmittel gegeben, die nicht halfen und auf die ich mich nur übergeben musste.

Irgendwann hat ein HNO mich quasi vergewaltigt und mir die Nebenhöhlen gegen meinen Willen durchgestochen.:mad: Danach war jedoch weitestgehend Ruhe und es kam nur noch selten vor, dass ich eine leichte Entzündung hatte.

Am Hilfreichsten fand ich persönlich an Mitteln das Sinupret. Habe jetzt aber schon Jahrzehnte Ruhe damit.
 
Mein Rat: Mach einen Test ob es zuckerhaltig, ist, wenn ja, hatte ich mal bei einer Fraktur, ist es Hirnwasser (vermutlich, das macht man auch im Rettungsdienst), wenn nicht ist es ziemlich ungefährlich. Entweder normales flüssiges Sekret oder Tränenflüssigkeit, Allergie etc.

Und nochmal zu Schnupfi und seinem Problem:

Was es sein könnte?

Dein Arzt hat die Möglichkeit eines Liquor-Lecks angesprochen, aber ausgeschlossen. Dies ist eine seltene Bedingung, bei der Gehirnflüssigkeit aus der Nase austritt, und es ist gut, dass dies professionell ausgeschlossen wurde.

Die Erklärung mit den Zysten, die platzen und Flüssigkeit freisetzen, klingt zwar plausibel, aber du hast Recht, wenn du sagst, dass es dann nicht so regelmäßig sein sollte.

Kortisontherapie?

Die von deinem Arzt vorgeschlagene Kortisontherapie zielt darauf ab, die Entzündung in den Nasennebenhöhlen zu reduzieren. Kortison kann sehr wirksam sein, um Schwellungen zu verringern und die Atmung zu erleichtern, was letztlich auch die Qualität deines Alltags verbessern könnte.

Chirurgische Optionen?

Eine Operation wird oft als letzte Möglichkeit in Betracht gezogen, wenn andere Behandlungen nicht wirksam sind. Es ist verständlich, dass du zögerlich bist. Viele Menschen haben Angst vor Operationen, besonders im Bereich der Nasennebenhöhlen. Es könnte hilfreich sein, eine zweite Meinung einzuholen oder mit jemandem zu sprechen, der eine ähnliche Operation durchgemacht hat, um eine besser informierte Entscheidung zu treffen.

Fazit:

Es könnte sinnvoll sein, eine zweite Meinung von einem anderen HNO-Arzt oder einem Spezialisten für Nasennebenhöhlen zu suchen, besonders wenn du unsicher bist oder die derzeitige Diagnose und vorgeschlagene Behandlung in Frage stellst.

Ich würde da auch mal einen Naturheilkundler aufsuchen!
 
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