{"id":797,"date":"2020-01-23T07:57:54","date_gmt":"2020-01-23T07:57:54","guid":{"rendered":"https:\/\/noxa.ch\/wiki\/?p=797"},"modified":"2021-03-15T09:49:36","modified_gmt":"2021-03-15T09:49:36","slug":"h%C3%A4mochromatose","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/h%C3%A4mochromatose\/","title":{"rendered":"H\u00e4mochromatose"},"content":{"rendered":"<p>Durch die H\u00e4mochromatose (Eisenspeicherkrankheit) kann der Eisengehalt im K\u00f6rper zu hohe Werte erreichen und Sch\u00e4den ausl\u00f6sen.<\/p>\n<table id=\"toc\" class=\"toc\" summary=\"Inhaltsverzeichnis\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<div id=\"toctitle\">\n<h2>Inhaltsverzeichnis<\/h2>\n<\/div>\n<ul>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/H%C3%A4mochromatose#Einleitung\"><span class=\"tocnumber\">1<\/span>\u00a0<span class=\"toctext\">Einleitung<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/H%C3%A4mochromatose#Ursachen\"><span class=\"tocnumber\">2<\/span>\u00a0<span class=\"toctext\">Ursachen<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/H%C3%A4mochromatose#Symptome\"><span class=\"tocnumber\">3<\/span>\u00a0<span class=\"toctext\">Symptome<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/H%C3%A4mochromatose#Diagnostik\"><span class=\"tocnumber\">4<\/span>\u00a0<span class=\"toctext\">Diagnostik<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/H%C3%A4mochromatose#Therapie\"><span class=\"tocnumber\">5<\/span>\u00a0<span class=\"toctext\">Therapie<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/H%C3%A4mochromatose#Zusammenh.C3.A4nge\"><span class=\"tocnumber\">6<\/span>\u00a0<span class=\"toctext\">Zusammenh\u00e4nge<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/H%C3%A4mochromatose#Siehe_auch\"><span class=\"tocnumber\">7<\/span>\u00a0<span class=\"toctext\">Siehe auch<\/span><\/a>\n<ul>\n<li class=\"toclevel-2\"><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/H%C3%A4mochromatose#Forumdiskussionen\"><span class=\"tocnumber\">7.1<\/span>\u00a0<span class=\"toctext\">Forumdiskussionen<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-2\"><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/H%C3%A4mochromatose#Wiki-Links\"><span class=\"tocnumber\">7.2<\/span>\u00a0<span class=\"toctext\">Wiki-Links<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-2\"><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/H%C3%A4mochromatose#Web-Links\"><span class=\"tocnumber\">7.3<\/span>\u00a0<span class=\"toctext\">Web-Links<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-2\"><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/H%C3%A4mochromatose#Literatur\"><span class=\"tocnumber\">7.4<\/span>\u00a0<span class=\"toctext\">Literatur<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-2\"><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/H%C3%A4mochromatose#Quellen\"><span class=\"tocnumber\">7.5<\/span>\u00a0<span class=\"toctext\">Quellen<\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><a id=\"Einleitung\" name=\"Einleitung\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\">Einleitung<\/span><\/h2>\n<p>Die H\u00e4mochromatose (auch: Prim\u00e4re Siderose, H\u00e4mosiderose, Siderophilie, Eisenspeicherkrankheit, engl. hematochromatosis) ist eine der h\u00e4ufigsten erblichen Stoffwechselerkrankungen. Ein angeborener Gendefekt f\u00fchrt im D\u00fcnndarm zur erh\u00f6hten Eisenaufnahme aus der Nahrung. Im Verlauf von Jahrzehnten kommt es zur Eisenablagerung in verschiedenen Organen, die dadurch in ihrer Funktion und ihrer Struktur gesch\u00e4digt werden. Zu diesen Organen geh\u00f6ren Leber, Herz, Bauchspeicheldr\u00fcse, Hirnanhangsdr\u00fcse und Schilddr\u00fcse, ausserdem sind Gelenke betroffen. Setzt die Aderlasstherapie vor Auftreten von irreparablen Organsch\u00e4den ein, ist die Lebenserwartung normal.<\/p>\n<p>Eisen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement und wichtig f\u00fcr Sauerstofftransport und Energie-Stoffwechsel. Eisen ist andererseits auch ein potentiell toxisches Schwermetall. Eisen in freier, ungebundener Form ist giftig, wirkt als &#171;freie Radikale&#187; (Stichwort: Oxidativer Stress) und verursacht Gewebesch\u00e4den und beg\u00fcnstigt Infekte. Daher wird Eisen im Organismus immer m\u00f6glichst in gebundener Form transportiert oder eingespeichert. Die Leber bildet aufgrund des Defektes im HFE-Gen nicht gen\u00fcgend &#171;Eisenhemmstoff&#187; Hepcidin. Daher ist die Eisenaufnahme st\u00e4ndig um das Zwei- bis Dreifache erh\u00f6ht. Mangels Ausscheidungsmechanismus und potentiell zellsch\u00e4digender Wirkung von Eisen kommt es zur fortschreitenden Eisen\u00fcberladung und Krankheitssymptomen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a id=\"Ursachen\" name=\"Ursachen\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\">Ursachen<\/span><\/h2>\n<p>Der H\u00e4mochromatose liegt in den allermeisten F\u00e4llen eine entsprechende genetische Disposition zugrunde. Diese wird autosomal-rezessiv vererbt: Die Krankheit wird unabh\u00e4ngig vom Geschlecht vererbt und man erkrankt nur, wenn man von beiden Elternteilen eine Mutation erbt (homozygot). 80% der H\u00e4mochromatose-Patienten sind homozygot f\u00fcr die Mutation C282Y. Menschen, die nur von einem Elternteil eine Mutation geerbt haben, sind heterozygot. Sie erkranken in der Regel nicht.<\/p>\n<p><i>Die H\u00e4ufigkeit der &#171;homozygoten Merkmalstr\u00e4ger&#187; liegt in Deutschland bei mindestens 1:200 und die der heterozygoten bei etwa 1:10 Personen. [2]<\/i><\/p>\n<p><a id=\"Symptome\" name=\"Symptome\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\">Symptome<\/span><\/h2>\n<p>Bei M\u00e4nnern manifestieren sich erste klinische Symptome meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Frauen haben vor den Wechseljahren durch Menstruation und ev. Schwangerschaft(en) einen erh\u00f6hten Eisenbedarf und daher einen gewissen Schutz vor Eisen\u00fcberladung. Bei ihnen treten erste Krankheitszeichen im Vergleich zu M\u00e4nnern meist sp\u00e4ter und weniger ausgepr\u00e4gt auf.<\/p>\n<p><b>Fr\u00fchzeichen:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Auff\u00e4llige Laborwerte: erh\u00f6hte Eisenwerte, evtl. erh\u00f6hte Leberwerte<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Evtl. Gelenkschmerzen an verschiedenen Gelenken, insbesondere Grund-und Mittelgelenke des Zeige-und Mittelfingers, bei Belastung zunehmend<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Unspezifische Symptome wie M\u00fcdigkeit, Leistungsschw\u00e4che<\/li>\n<\/ul>\n<p><b>Weitere m\u00f6gliche Krankheitszeichen und Folgesch\u00e4den bei zunehmender Eisen\u00fcberladung:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>H\u00e4mochromatose-Arthropathie: Gelenkschmerzen und Gelenkver\u00e4nderungen<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Lebersch\u00e4den: (Lebervergr\u00f6\u00dferung, Leberfibrose, im Sp\u00e4tstadium Leberzirrhose mit stark erh\u00f6htem Risiko eines Leberzellkarzinoms)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Herzinsuffizienz: Herzmuskelerkrankung (Kardiomyopathie) durch Eisenablagerungen in den Herzmuskel, Herzrhythmusst\u00f6rungen<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>St\u00f6rungen der Geschlechtsfunktion: nachlassende Libido, Potenzminderung, Ver\u00e4nderung der Monatsblutung (Hypophyse)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Diabetes: starker Durst, Hei\u00dfhunger (Pankreas). Im Zusammenhang mit den nachfolgend erw\u00e4hnten Hautver\u00e4nderungen auch Bronzediabetes genannt.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Hautver\u00e4nderungen: dunkle Pigmentierung an sonnenexponierter Haut, aschgrauer oder bronzefarbiger Hautteint<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Allgemeinsymptome wie starke M\u00fcdigkeit, depressive Verstimmung, Infektanf\u00e4lligkeit.<\/li>\n<\/ul>\n<p><b>Gelenkbeschwerden bei H\u00e4mochromatose-Arthropathie:<\/b><\/p>\n<p>Bei rund 64% der H\u00e4mochromatosepatienten sind die Gelenke betroffen. Der Gelenkbefall ist eher degenerativer als entz\u00fcndlicher Art, also \u00e4hnlich wie Arthrose. Jedoch finden sich auch entz\u00fcndliche Verl\u00e4ufe im Erscheinungsbild \u00e4hnlich einer rheumatoiden Arthritis. Die Arthropathie kann unabh\u00e4ngig von Krankheitsdauer und Grad der Eisen\u00fcberladung auftreten.<\/p>\n<ul>\n<li>Chronische Gelenkschmerzen und Gelenkver\u00e4nderungen meist degenerativer Auspr\u00e4gung. Betroffene Gelenke: u.a. Fingergelenke, Handgelenk, H\u00fcfte, Knie, Sprunggelenk, Gro\u00dfzehengrundgelenk (sehr h\u00e4ufig: schmerzhafte Schwellungen und Auftreibungen der Grund-und Mittelgelenke des Zeige-und Mittelfingers, weitere h\u00e4ufig betroffene Gelenke sind H\u00fcfte und Knie)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Chondrocalcinose, Pseudogicht<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Sehnen- und Muskelbeschwerden<\/li>\n<\/ul>\n<p><a id=\"Diagnostik\" name=\"Diagnostik\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\">Diagnostik<\/span><\/h2>\n<p>Erh\u00f6hte Eisenwerte im Blut erfordern weitere Abl\u00e4rungen zum Ausschluss oder zur Best\u00e4tigung einer H\u00e4mochromatose.<\/p>\n<p>Bereits im Fr\u00fchstadium vermehrter Eisenspeicherung ist die Transferrins\u00e4ttigung erh\u00f6ht. Deren Bestimmung ist weitaus verl\u00e4sslicher beim Verdacht auf eine Eisen\u00fcberladung als das Serumeisen. Die Erh\u00f6hung der Transferrins\u00e4ttigung geht der Serumferritinerh\u00f6hung au\u00dferdem \u00fcber viele Jahre voraus. Eine mehr als 50%ige S\u00e4ttigung des Transferrin lenkt den Verdacht auf eine Eisenspeichererkrankung. Der Ferritinspiegel im Serum zeigt hingegen die Menge des im K\u00f6rper gespeicherten Eisens an und ist bei H\u00e4mochromatose meist deutlich erh\u00f6ht. Bei j\u00fcngeren Menschen, insbesondere j\u00fcngeren Frauen, kann das Ferritin trotz H\u00e4mochromatose-Disposition noch unauff\u00e4llig, oder gar zu tief sein. Zudem ist das Serumferritin eine Art &#171;Entz\u00fcndungsanzeiger&#187;: So findet sich erh\u00f6htes Ferritin auch bei entz\u00fcndlichen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis, Leberentz\u00fcndungen u.a., ohne dass tats\u00e4chlich eine vermehrte Eisenspeicherung in den Organen vorliegt. Der H\u00e4mochromatose-Gentest bringt in rund 85\u00a0% der Verdachtsf\u00e4lle die sichere Diagnose. F\u00fcr den Gentest wird Blut abgenommen und in ein Labor zur Auswertung geschickt. Der Gentest erfasst die h\u00e4ufigsten relevanten Genmutationen (C282Y, H63D und evtl. noch S65C). Ist der Gentest positiv, gilt die Diagnose heute als gesichert. Fr\u00fcher (vor der Entdeckung des HFE-Gens 1996 und vor der Einf\u00fchrung des Gentests) konnte eine eindeutige Diagnose nur mittels Leberbiopsie gestellt werden.<\/p>\n<p><a id=\"Therapie\" name=\"Therapie\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\">Therapie<\/span><\/h2>\n<p><b>Aderlass-Therapie:<\/b><\/p>\n<p>Ziel der Aderlasstherapie ist, die K\u00f6rpereisenspeicher zu entleeren bzw. auf gesundes Ma\u00df zu reduzieren. Die Aderlasstherapie ist eine sehr wirksame und vertr\u00e4gliche Therapie gegen Eisen\u00fcberladung. Bei jedem Aderlass \u00e0 500 ml werden 200 bis 250 mg Eisen entfernt. Der Organismus ben\u00f6tigt f\u00fcr die Neubildung von Blut Eisen. Der h\u00e4ufige Blutverlust durch Aderlass zwingt den K\u00f6rper, f\u00fcr die Blutneubildung auf die in den Organen gespeicherten Eisenreserven zur\u00fcckzugreifen. So k\u00f6nnen die K\u00f6rpereisenspeicher zuverl\u00e4ssig entleert werden.<\/p>\n<p><b>Intensive Phase:<\/b><\/p>\n<p>Die Aderl\u00e4sse werden meist im Wochenabstand mit individuell angepasster Aderlassmenge (meist 500 ml) durchgef\u00fchrt. Die ungef\u00e4hre Faustregel f\u00fcr die Aderlassmenge ist 5-7 ml\/kg K\u00f6rpergewicht. Die intensive Aderlassphase wird so lange fortgesetzt, bis die K\u00f6rpereisenspeicher entleert sind und das Ferritin &lt;50 ng\/ml gesunken ist. Manche \u00c4rzte empfehlen &lt;20 ng\/ml. Die Aderlasstherapie ist im allgemeinen gut vertr\u00e4glich, doch treten oft M\u00fcdigkeit und Kreislaufschw\u00e4che mit\u00a0<a title=\"Schwindel\" href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/Schwindel\">Schwindel<\/a>\u00a0auf, dann kann die jeweilige Aderlassmenge bzw. H\u00e4ufigkeit individuell angepasst werden. Wichtig ist, dass der H\u00e4moglobinwert w\u00e4hrend der Therapie nie zu stark absinkt.<\/p>\n<p><b>Erhaltungsaderl\u00e4sse:<\/b><\/p>\n<p>Nach der intensiven Phase erhalten regelm\u00e4\u00dfige Aderl\u00e4sse in gr\u00f6\u00dferen zeitlichen Intervallen die Eisenbalance. Der Ferritinwert sollte immer zwischen 20- 50 ng\/ml liegen. Meist gen\u00fcgen wenige Aderl\u00e4sse pro Jahr. Diese m\u00fcssen lebenslang durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p><b>Eisenchelatbildner:<\/b><\/p>\n<p>Nur wenn Aderl\u00e4sse aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden nicht m\u00f6glich sind (An\u00e4mie, z.B. bei sekund\u00e4rer H\u00e4mochromatose, oder Herzinsuffizienz), kommen als weitaus schlechtere Alternative Eisenchelatbildner zum Einsatz.<\/p>\n<p><a id=\"Zusammenh.C3.A4nge\" name=\"Zusammenh.C3.A4nge\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\">Zusammenh\u00e4nge<\/span><\/h2>\n<p><b>Ern\u00e4hrung:<\/b><\/p>\n<p>Eine eisenarme Di\u00e4t muss aufgrund der guten Wirksamkeit der Aderl\u00e4sse nicht eingehalten werden. Gut ist eine gesunde, ballaststoffreiche Kost mit viel Gem\u00fcse und Obst. Das in Gem\u00fcse und Obst enthaltene Eisen spielt eine untergeordnete Rolle, da es der K\u00f6rper schlecht verwerten kann. Eher wenig Fleisch. Besonders rotes Fleisch und Innereien enthalten viel f\u00fcr den K\u00f6rper gut verwertbares Eisen. Alkohol nur in Ma\u00dfen, sofern die Leberwerte unauff\u00e4llig sind. Bei Lebersch\u00e4den muss ganz auf Alkohol verzichtet werden. Vitamin-C f\u00f6rdert die Eisenaufnahme. Vitamin-C reiche Kost sollte daher idealerweise nicht zusammen mit Fleisch verzehrt werden (besser zwei Stunden vorher oder nachher). Schwarzer Tee (in schw\u00e4cherem Ma\u00dfe auch Kaffee) zugleich mit einer Mahlzeit eingenommen, hemmt die Verwertbarkeit des Nahrungseisens.<\/p>\n<p><b>Erbkrankheit H\u00e4mochromatose und Familie:<\/b><\/p>\n<p>Wenn erbliche H\u00e4mochromatose nachgewiesen ist, sollten Verwandte ersten Grades getestet werden (Transferrins\u00e4ttigung, Ferritin, Leberwerte, gegebenenfalls Gentest). Geschwister haben das h\u00f6chste Risiko, ebenfalls betroffen zu sein. Ebenfalls sollten Verwandte, die Krankheitszeichen oder Erkrankungen haben, die auf H\u00e4mochromatose hindeuten, getestet werden.<\/p>\n<p>Bei rechtzeitigem Erkennen der genetischen Disposition vor Beginn einer Eisen\u00fcberladung -Aderlasstherapie vorausgesetzt- wird man nie erkranken! Es liegt dann nur eine genetische Besonderheit vor, aber keine Krankheit. Wenn Eltern erfahren wollen, ob ihr Kind eventuell betroffen sein k\u00f6nnte, kann sich der Partner testen lassen oder man bestimmt die Eisenwerte (Ferritin,Transferrins\u00e4ttigung) des Kindes bzw. des Jugendlichen. Auf diese Weise ergeben sich Anhaltspunkte f\u00fcr eine m\u00f6gliche H\u00e4mochromatose-Disposition. Auch wenn sie die genetische Disposition f\u00fcr H\u00e4mochromatose (Typ 1) geerbt haben sollten, liegt im Kindesalter noch keine behandlungsbed\u00fcrftige Eisen\u00fcberladung vor.<\/p>\n<p><a id=\"Siehe_auch\" name=\"Siehe_auch\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\">Siehe auch<\/span><\/h2>\n<p><a id=\"Forumdiskussionen\" name=\"Forumdiskussionen\"><\/a><\/p>\n<h3><span class=\"mw-headline\">Forumdiskussionen<\/span><\/h3>\n<ul>\n<li><a class=\"external text\" title=\"https:\/\/www.symptome.ch\/vbboard\/haemochromatose\/\" href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/vbboard\/haemochromatose\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Forum: H\u00e4mochromatose<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a id=\"Wiki-Links\" name=\"Wiki-Links\"><\/a><\/p>\n<h3><span class=\"mw-headline\">Wiki-Links<\/span><\/h3>\n<ul>\n<li><a title=\"Oxidativer Stress\" href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/Oxidativer_Stress\">Oxidativer_Stress<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Nitrosativer Stress\" href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/Nitrosativer_Stress\">Nitrosativer_Stress<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Neurostress\" href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/Neurostress\">Neurostress<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a id=\"Web-Links\" name=\"Web-Links\"><\/a><\/p>\n<h3><span class=\"mw-headline\">Web-Links<\/span><\/h3>\n<ul>\n<li><a class=\"external text\" title=\"http:\/\/www.haemochromatose.org\/erkrankung\/haemochromatose.html\" href=\"http:\/\/www.haemochromatose.org\/erkrankung\/haemochromatose.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">H\u00e4mochromatose<\/a>\u00a0(haemochromatose.org)<\/li>\n<li><a class=\"external text\" title=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/H%C3%A4mochromatose\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/H%C3%A4mochromatose\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">H\u00e4mochromatose<\/a>\u00a0(de.wikipedia.org)<\/li>\n<li><a class=\"external text\" title=\"http:\/\/www.dr-feil.com\/medizin\/eisenmangel-sport.html\" href=\"http:\/\/www.dr-feil.com\/medizin\/eisenmangel-sport.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Eisenmangel besiegen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a id=\"Literatur\" name=\"Literatur\"><\/a><\/p>\n<h3><span class=\"mw-headline\">Literatur<\/span><\/h3>\n<ul>\n<li><a class=\"external text\" title=\"http:\/\/www.amazon.de\/s?ie=UTF8&amp;keywords=h%C3%A4mochromatose&amp;tag=operabrowser-21&amp;index=blended&amp;link%5Fcode=qs\" href=\"http:\/\/www.amazon.de\/s?ie=UTF8&amp;keywords=h%C3%A4mochromatose&amp;tag=operabrowser-21&amp;index=blended&amp;link%5Fcode=qs\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">H\u00e4mochromatosen &#8211; H\u00e4m\u00f6siderosen von Andreas Erhardt und Dieter H\u00e4usinger<\/a>\u00a0<a class=\"internal\" href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/Spezial:ISBN-Suche\/3895999423\">ISBN 3895999423<\/a>\u00a0(amazon.de)<\/li>\n<\/ul>\n<p><a id=\"Quellen\" name=\"Quellen\"><\/a><\/p>\n<h3><span class=\"mw-headline\">Quellen<\/span><\/h3>\n<dl>\n<dd>[1]\u00a0<a class=\"external text\" title=\"http:\/\/www.haemochromatose-forum.de\" href=\"http:\/\/www.haemochromatose-forum.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">haemochromatose-forum.de<\/a><\/dd>\n<dd>[2]\u00a0<a class=\"external text\" title=\"http:\/\/www.hepatitis-nrw.de\/Text%202006%20-%20H%E4mochromatose%20-%20Niederau.htm\" href=\"http:\/\/www.hepatitis-nrw.de\/Text%202006%20-%20H%E4mochromatose%20-%20Niederau.htm\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">hepatitis-nrw.de<\/a><\/dd>\n<\/dl>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch die H\u00e4mochromatose (Eisenspeicherkrankheit) kann der Eisengehalt im K\u00f6rper zu hohe Werte erreichen und Sch\u00e4den ausl\u00f6sen. Inhaltsverzeichnis 1\u00a0Einleitung 2\u00a0Ursachen 3\u00a0Symptome 4\u00a0Diagnostik 5\u00a0Therapie 6\u00a0Zusammenh\u00e4nge 7\u00a0Siehe auch 7.1\u00a0Forumdiskussionen 7.2\u00a0Wiki-Links 7.3\u00a0Web-Links 7.4\u00a0Literatur 7.5\u00a0Quellen Einleitung Die H\u00e4mochromatose (auch: Prim\u00e4re Siderose, H\u00e4mosiderose, Siderophilie, Eisenspeicherkrankheit, engl. hematochromatosis) ist eine der h\u00e4ufigsten erblichen Stoffwechselerkrankungen. 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