{"id":2006,"date":"2022-10-06T10:21:10","date_gmt":"2022-10-06T10:21:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/?p=2006"},"modified":"2022-10-06T10:22:04","modified_gmt":"2022-10-06T10:22:04","slug":"asperger-syndrom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/asperger-syndrom\/","title":{"rendered":"Das Asperger-Syndrom"},"content":{"rendered":"<h2>Einleitung<\/h2>\n<p>Asperger (Asperger-Syndrom) f\u00e4llt in die Gruppe \u201eneurologischer Entwicklungsst\u00f6rungen\u201c, das als ASD (Autismusspektrumsst\u00f6rung) oder als Variante des Autismus aufgefasst wird. Die Experten betrachten heute Asperger als \u201emilde Form von Autismus\u201c oder als Level-1-ASD.<\/p>\n<p>Asperger wurde erstmals vom \u00f6sterreichischen Kinderarzt Hans Asperger im Jahr 1944 in seiner Habilitationsschrift beschrieben. Er bezeichnete das Verhalten seiner Patienten als \u201eautistische Psychopathie\u201c<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[1]<\/a>. Diese Psychopathie wiederum war gekennzeichnet durch Schwierigkeiten bei der Kommunikation und mangelnder sozialer Interaktion.<\/p>\n<p>Das klingt nach einer einfachen Kategorisierung. Es sollte sich in der Folge jedoch herausstellen, dass diese Vereinfachung nicht immer hilfreich war.<\/p>\n<h2>Geschichtliche Hintergr\u00fcnde<\/h2>\n<p>Im Jahr 1943 hatte ein amerikanischer Psychiater, Leo Kanner, fast zeitgleich mit Asperger den \u201einfantilen Autismus\u201c beschrieben. Seine Arbeit schien relativ schnell internationale Beachtung erhalten zu haben, w\u00e4hrend die Arbeit von Asperger bestenfalls in der deutschsprachigen Literatur bekannt wurde.<\/p>\n<p>Aspergers Arbeit wurde erst nach 1980 einer breiteren wissenschaftlichen \u00d6ffentlichkeit bekannt. Asperger starb 1980 im Alter von 74 Jahren. Im gleichen Jahr f\u00fchrte die APA (American Psychiatric Association) die Indikation \u201einfantiler Autismus\u201c als eigenst\u00e4ndige Kategorie in die dritte Ausgabe des DSM (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders &#8211; diagnostisches und statistisches Handbuch f\u00fcr Geisteskrankheiten) ein. Im Jahr 1993 wurde dann das Asperger-Syndrom in das medizinische Klassifikationssystem ICD der WHO aufgenommen.<\/p>\n<p>Im Jahr 1981 war es eine britische Psychiaterin, Lorna Wing, die sich erstmals n\u00e4her mit den Arbeiten von Asperger besch\u00e4ftigte. Ihr ist es auch zu verdanken, dass das, was bislang als \u201einfantiler Autismus\u201c bezeichnet wurde, fortan als Asperger-Syndrom galt. Im Jahr 1989 gab es dann erstmalig diagnostische Kriterien<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[2]<\/a> f\u00fcr das Asperger-Syndrom.<\/p>\n<p>Einzug in das DSM hielt das Asperger-Syndrom erst im Jahr 1994 in dessen 4. Auflage. Hier war es Teil der Kategorie der \u201etiefgreifenden Entwicklungsst\u00f6rungen\u201c (PDD). Ab diesem Zeitpunkt gab es eine Reihe von Wissenschaftlern, die sich damit abm\u00fchten, Messmethoden zu entwickeln, mit denen sie die Therapeuten in die Lage versetzen konnten, Asperger zu diagnostizieren und vor allem von einer \u201enormalen\u201c Autismus-St\u00f6rung zu differenzieren.<\/p>\n<p>Im Jahr 2013 erschien dann das DSM-5, aus dem die diagnostische Kategorie \u201eAsperger-Syndrom\u201c gestrichen wurde. Stattdessen wurde es Bestandteil der mehr generalisierten Kategorie von ASD. Interessanterweise schloss sich die WHO dieser Vorgehensweise an. Ab oder in 2022 soll die ICD-11 in entsprechender Weise ge\u00e4ndert werden.<\/p>\n<h4>Asperger und seine immerw\u00e4hrende Ver\u00e4nderung in der DSM Klassifizierung<\/h4>\n<p>Anscheinend ist die systematische Beschreibung von psychiatrischen St\u00f6rungen extrem kompliziert, besonders wenn es sich um die Psychiatrie der St\u00f6rungen bei Kindern und Jugendlichen handelt. Dementsprechend sehen auch die anscheinend nicht enden wollenden Ver\u00e4nderungen bei den verschiedenen DSM Klassifikationen f\u00fcr das Asperger-Syndrom aus.<\/p>\n<p><strong>DSM-4<\/strong><\/p>\n<p>Hier war das Asperger-Syndrom eingebettet in die gro\u00dfe Familie der PDD<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[3]<\/a>, die aus f\u00fcnf Subtypen bestand:<\/p>\n<ol>\n<li>Autistische St\u00f6rungen<\/li>\n<li>Asperger-Syndrom<\/li>\n<li>Desintegrative St\u00f6rung in der Kindheit<\/li>\n<li>Pervasive (tiefgreifende) Entwicklungsst\u00f6rung &#8211; nicht anderweitig spezifiziert (PDD-NOS)<\/li>\n<li>Rett-Syndrom<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Symptome und klinische Zeichen f\u00fcr Autismus im Sinne von PDD wies drei breite Kategorien auf<a href=\"#_edn4\" name=\"_ednref4\">[4]<\/a>:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Mangelhafte soziale Interaktion<\/li>\n<li>Mangelhafte Kommunikation<\/li>\n<li>Eingeschr\u00e4nktes, sich wiederholendes Verhalten<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>F\u00fcr eine Diagnose von Asperger wurde Folgendes ben\u00f6tigt<a href=\"#_edn5\" name=\"_ednref5\">[5]<\/a>:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Mindestens zwei Symptome einer Beeintr\u00e4chtigung der sozialen Interaktion und jeweils mindestens ein Symptom aus den Bereichen Kommunikation und eingeschr\u00e4nktem, sich wiederholendem Verhalten<\/li>\n<li>Verz\u00f6gerungen oder abnorme Funktionen in mindestens einem der Bereiche wie soziale Interaktion, Sprache, wie sie in der sozialen Kommunikation verwendet wird, oder symbolisches oder fantasievolles Spiel mit Beginn vor dem Alter von 3 Jahren.<\/li>\n<li>Die Diagnosekriterien f\u00fcr eine autistische St\u00f6rung (oder eine andere spezifische PDD) sollten nicht erf\u00fcllt sein (andernfalls ist die Asperger-Diagnose ausgeschlossen und die Diagnose der autistischen St\u00f6rung sollte Vorrang haben).<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Der Unterschied von Asperger zu Autismus bestand in Folgendem<a href=\"#_edn6\" name=\"_ednref6\">[6]<\/a>:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Das Fehlen der diagnostischen Kriterien im Bereich der Kommunikation<\/li>\n<li>Das Fehlen des Erfordernisses eines Beginns im Alter von unter 3 Jahren<\/li>\n<li>Das Fehlen einer Sprachverz\u00f6gerung<\/li>\n<li>Das Fehlen eines Defizits in der kognitiven Entwicklung<\/li>\n<\/ol>\n<p>Damit entbrannte eine Diskussion, ob Asperger m\u00f6glicherweise mit Autismus nur wenig zu tun haben k\u00f6nnte, da Kernpunkte, die Autismus ausmachen, bei Asperger fehlen.<\/p>\n<p><strong>DSM-5<\/strong><\/p>\n<p>Das f\u00fchrte dann dazu, dass PDD und seine Kategorisierung in der f\u00fcnften Version des DSM verschwand. Daf\u00fcr wurden vier seiner Subtypen (Autistische St\u00f6rungen, Asperger-Syndrom, desintegrative St\u00f6rung in der Kindheit und PDD-NOS) in eine einheitliche Kategorie zusammengefasst und als ASD bezeichnet. Die wichtigste Ver\u00e4nderung hier war die Annahme, dass Untergruppen von PDD nicht zuverl\u00e4ssig voneinander zu unterscheiden waren. Und auch die diagnostische Rolle von sozialer Kommunikation und sozialen Interaktionsdefiziten wurde neu bewertet.<\/p>\n<p>Dazu wurde noch eine weitere diagnostische Kategorie eingef\u00fchrt, die sogenannte \u201esoziale Kommunikationsst\u00f6rung\u201c, die dann angeblich alle die Patienten beschreibt, die in Sachen sozialer Kommunikation Probleme haben, aber auch nicht direkt in die Kategorie ASD fallen.<\/p>\n<p>Das Rett-Syndrom wurde auf Basis von genetischen Daten ganz aus der Klassifizierung gestrichen.<\/p>\n<h4>Noch mehr Verwirrung mit der neuen Klassifizierung von ASD<\/h4>\n<p>Asperger rein &#8211; Asperger raus. Die Neudefinitionen waren dann Munition f\u00fcr eine Reihe von Kontroversen unter den \u201eExperten\u201c, bei der jeder Experte seine Interpretation von minimalen Ver\u00e4nderungen in der Verhaltensweise der Patienten in einer entsprechenden Klassifizierung untergebracht sehen wollte. Oder aber es wurde kritisiert, dass die neuen Definitionen bestimmte Verhaltensweisen nicht ad\u00e4quat ber\u00fccksichtigten.<\/p>\n<p>Andere Experten argumentierten, dass mit der Eliminierung von Asperger als spezifische diagnostische Kategorie und Subsummierung unter die Kategorie ASD die Betroffenen als \u201eAutisten\u201c diskriminiert werden k\u00f6nnten, wo die Diagnose \u201eAsperger\u201c mit weit mehr positiven Stereotypen belegt sei als die Diagnose \u201eAutismus\u201c<a href=\"#_edn7\" name=\"_ednref7\">[7]<\/a> <a href=\"#_edn8\" name=\"_ednref8\">[8]<\/a>.<\/p>\n<p>Es l\u00e4sst sich also festhalten, dass das, was als \u201eAsperger-Syndrom\u201c bezeichnet wird, alles andere als wissenschaftlich klar definiert gelten kann. Und damit gibt es auch den notwendigen Spielraum f\u00fcr eine neue Version als DSM-6, mit noch mehr \u201ewissenschaftlichen Feinheiten\u201c und noch mehr Zutaten aus der K\u00fcche der \u201eExperten\u201c.<\/p>\n<h2>Ursachen<\/h2>\n<p>Angesichts der sich st\u00e4ndig \u00e4ndernden Kategorisierung dessen, was \u201eAsperger\u201c ist oder sein k\u00f6nnte oder sein sollte, d\u00fcrfte die Frage nach der Ursache ebenso \u201echaotisch\u201c ausfallen. Aber immerhin bietet dieses Chaos Raum f\u00fcr die tollsten Hypothesen.<\/p>\n<p>Da gab es zun\u00e4chst die atemberaubende Hypothese von den \u201eK\u00fchlschrank-M\u00fcttern\u201c, die f\u00fcr die Misere ihrer psychisch gest\u00f6rten Kinder verantwortlich sein sollten. Das waren angeblich M\u00fctter, die gef\u00fchlskalt und emotionsarm sein sollten, unter denen die Kinder dann zu leiden hatten. Aber diese Hypothese gilt heute als unzutreffend.<\/p>\n<p>Dann wurde vermutet, dass die Lebensumst\u00e4nde in der Familie, das Einkommen und das Ausbildungsniveau hier eine Rolle spielten k\u00f6nnen. Aber auch das gilt als \u00fcberholt. ASD und damit auch Asperger zeigen eine deutlich gr\u00f6\u00dfere Heterogenit\u00e4t in ihren m\u00f6glichen Ursachen als nur die eben aufgez\u00e4hlten m\u00f6glichen Faktoren.<\/p>\n<p>Hier einige Faktoren, die f\u00fcr ASD diskutiert werden, f\u00fcr die es aber keine wissenschaftlich nachvollziehbare Kausalit\u00e4t gibt &#8211; bislang jedenfalls nicht:<\/p>\n<h2>Genetische Faktoren<\/h2>\n<p>Die Gene sind schuld &#8211; das ist eine beliebte Erkl\u00e4rung, wenn die wirklichen Ursachen alles andere als eindeutig sind. Mit der modernen Genom-Sequenzierung wurde es m\u00f6glich, nach solchen Genen zu fahnden. Heute \u201ewei\u00df\u201c man, dass Hunderte von Genen mit ASD in Verbindung stehen. Nur, bislang gibt es keine spezifische Mutation oder ein spezielles Gen, von dem man behaupten k\u00f6nnte, dass es ASD bewirkt.<\/p>\n<p>Stattdessen hat man sich auf die Vermutung geeinigt, dass zwischen 400-1000 Gene m\u00f6glicherweise, sehr wahrscheinlich die Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr Autismus erh\u00f6hen. Diese Gene, die diese Pr\u00e4disposition erh\u00f6hen, sind auch in eine Reihe von biologischen Funktionen involviert, die mit der Entwicklung des Gehirns und seinen Funktionen zu tun haben.<\/p>\n<p>Bei der Suche nach genetischen Faktoren stie\u00df man dann auf ein Ph\u00e4nomen, was mit der Genetik nicht mehr sehr leicht zu erkl\u00e4ren war, wie eine Arbeit<a href=\"#_edn9\" name=\"_ednref9\">[9]<\/a> aus dem Jahr 2014 belegte.<\/p>\n<p>Diese Arbeit erw\u00e4hnt Zahlen der amerikanischen CDC, denen zufolge in den Jahren zuvor die Zahl der Kinder mit ASD dramatisch in die H\u00f6he gegangen war. Ein solcher Anstieg ist mit genetischen Ursachen absolut nicht zu erkl\u00e4ren. Zu diesem Zeitpunkt litt jedes 88. Kind in den USA an ASD. Wenn die Gene f\u00fcr diesen Anstieg verantwortlich gewesen w\u00e4ren, dann h\u00e4tte man entsprechende Ver\u00e4nderungen im genetischen Set-up\/Genom beobachten m\u00fcssen. Man h\u00e4tte Mutationen von bestimmten Genen sehen m\u00fcssen, die bei den Betroffenen ASD\/Asperger ausgel\u00f6st h\u00e4tten. Aber genau das ist nie beobachtet worden.<\/p>\n<p>Die Autoren versuchen zwar noch die Genetik zu retten, indem sie behaupten, dass es hier zwar eine starke genetische Grundlage f\u00fcr die Erkrankung g\u00e4be. Aber es g\u00e4be \u201emehrere Begleitfaktoren\u201c, die die Pathogenese von ASD beeinflussen und als Gen-Modifikatoren das urspr\u00fcngliche Problem versch\u00e4rften. Und damit w\u00e4ren wir da, wo die Genetik aufh\u00f6rt und die Umwelt beginnt.<\/p>\n<h2>Umweltfaktoren<\/h2>\n<p>Die Studie z\u00e4hlt interessanterweise eine Reihe von Faktoren auf, die bei Kindern mit ASD signifikant h\u00e4ufiger beobachtet wurden als bei gesunden Kindern. Das sind vor allem gastrointestinale St\u00f6rungen, wie Bauchschmerzen, chronischen Durchfall, Verstopfungen, Erbrechen, Reflux, Darminfektionen etc. Die Studie erw\u00e4hnt auch, dass der Gastrointestinaltrakt eine direkte Verbindung mit dem Immunsystem hat. St\u00f6rungen der Darmschleimhaut, Leaky Gut und andere Probleme haben damit einen direkten Einfluss auf die Immunfunktion. Und genau das, so die Studie, kann man f\u00fcr gew\u00f6hnlich bei ASD-Kindern beobachten.<\/p>\n<p>Andere Umweltfaktoren sind zum Beispiel Neurotoxine. Auch hier gibt es eine Diskussion, inwieweit Aluminiumverbindungen<a href=\"#_edn10\" name=\"_ednref10\">[10]<\/a> in Impfungen (und anderswo) bei Kindern ASD ausl\u00f6sen. Oder Quecksilberverbindungen wie es zum Beispiel in Amalgam<a href=\"#_edn11\" name=\"_ednref11\">[11]<\/a> <a href=\"#_edn12\" name=\"_ednref12\">[12]<\/a> vorkommt?<\/p>\n<p>Immerhin scheint man sich in der Wissenschaft jetzt dazu durchgerungen zu haben, diese Faktoren als eigenst\u00e4ndige Risikofaktoren f\u00fcr ASD anzuerkennen, ohne dass die Genetik hier eine unabdingbare Grundvoraussetzung sein muss.<\/p>\n<p>Aber auch hier gibt es, ganz ohne die Genetik (oder vielleicht doch nicht?), merkw\u00fcrdige Assoziationen, wie zum Beispiel das Alter der Eltern. Denn man will festgestellt haben<a href=\"#_edn13\" name=\"_ednref13\">[13]<\/a>, dass mit dem fortschreitenden Alter der Eltern das Risiko f\u00fcr ein Kind mit ASD erh\u00f6ht zu sein scheint.<\/p>\n<p>In der eben erw\u00e4hnten Arbeit wird noch eine lange Liste von m\u00f6glichen Ursachen aufgef\u00fchrt, dass man zu dem Schluss kommen muss, dass es bei der schier endlosen Menge an beobachteten m\u00f6glichen Ursachen den Anschein hat, dass die Wissenschaftler auch in diesem Bereich nur im Tr\u00fcben fischen.<\/p>\n<h2>Epidemiologische Daten<\/h2>\n<p>Mit der neuen Klassifizierung als \u201eASD\u201c im DSM-5 von 2013 gibt es fast kaum noch M\u00f6glichkeiten, Asperger in seiner Inzidenz und Pr\u00e4valenz (neue F\u00e4lle und bestehende F\u00e4lle) zuverl\u00e4ssig zu beurteilen. Es scheint eine Reihe von Studien zu geben, die einen steigenden Trend bei der Pr\u00e4valenz gesehen haben wollen. Aber hier l\u00e4sst sich nicht zuverl\u00e4ssig ausschlie\u00dfen, dass die Ver\u00e4nderungen bei der Definition dessen, was ASD und was Asperger ist, f\u00fcr diesen Zuwachs verantwortlich sind. Dazu kommt jetzt noch ein verbessertes und erweitertes Screening, was dann mehr \u201eF\u00e4lle\u201c zutage f\u00f6rdert, gepaart mit einer erh\u00f6hten Aufmerksamkeit f\u00fcr dieses Problem.<\/p>\n<p>Ich hatte bereits die Zahlen von der amerikanischen CDC von 2014 erw\u00e4hnt, wo damals jedes 88. Kind unter ASD litt. Unklar bleibt, wie hoch hier der Anteil f\u00fcr Asperger ausf\u00e4llt. Der liegt laut einer italienischen Studie<a href=\"#_edn14\" name=\"_ednref14\">[14]<\/a> von 2019 je nach Studie zu dieser Fragestellung bei 6 von 10.000 bis zu 7 von 1000, wenn davon ausgegangen wird, dass der gr\u00f6\u00dfte Teil der mit ASD Betroffenen Asperger-Patienten sind. \u00c4ltere Studien von einigen Autoren, die in dieser italienischen Studie aufgef\u00fchrt werden, von 1993, 1998 und 1999, waren zu dieser Auffassung gekommen. Aber das war noch zu einem Zeitpunkt, wo ASD und Asperger unterschiedlichen diagnostischen Kategorien angeh\u00f6rten.<\/p>\n<p>Interessant ist auch die Beobachtung, dass 70 % der ASD-Betroffenen (besonders bei kleinen Kindern) weitere psychiatrische und k\u00f6rperliche St\u00f6rungen aufweisen. Geistige Behinderung, Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivit\u00e4tsst\u00f6rung (ADHS), Tic-St\u00f6rungen, Angstzust\u00e4nde, Depressionen und Epilepsie sind h\u00e4ufige Begleiterkrankungen bei ASD, w\u00e4hrend ADHS, Depressionen, bipolare St\u00f6rungen, Angstzust\u00e4nde und Tic-St\u00f6rungen h\u00e4ufige Begleiterkrankungen beim Asperger-Syndrom sind<a href=\"#_edn15\" name=\"_ednref15\">[15]<\/a> <a href=\"#_edn16\" name=\"_ednref16\">[16]<\/a>.<\/p>\n<h2>Charakterisierung und Diagnose<\/h2>\n<p>Mit der sich stetig \u00e4ndernden Kategorisierung dessen, was Autismus und was Asperger-Syndrom sind oder sein sollen, \u00e4ndern sich gleichzeitig die diagnostischen Kriterien, die bestimmen, was die beiden voneinander unterscheidet. Dies macht die ohnehin schon schwer durchf\u00fchrbare Differenzierung nahezu unm\u00f6glich. \u00dcbrig bleiben einige Teilaspekte, bei denen sich die beiden Formen unterscheiden. Aus praktischer Sicht stellt sich dann die Frage, wie signifikant diese Unterschiede ausfallen und ob diese \u00fcberhaupt klinisch relevant sind.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft mit anderen Worten, dass die diagnostischen Kriterien von heute in einer kommenden Ausgabe des DSM vollkommen anders aussehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wie sieht also ein \u201etypischer Asperger-Patient\u201c aus (falls es diesen wirklich geben sollte)?<\/p>\n<p>Ein wichtiger Unterschied zwischen ASD und Asperger scheint zu sein, dass fr\u00fche Symptome f\u00fcr ASD bereits im Alter von 1-3 Jahren auftreten, die f\u00fcr Asperger sehr viel sp\u00e4ter, oft im Alter von elf Jahren und \u00e4lter, klinisch auff\u00e4llig werden. Begr\u00fcndet wird dieser Unterschied damit, dass Asperger-Patienten mildere Symptome von ASD aufweisen, die oft \u201e\u00fcbersehen\u201c werden k\u00f6nnen, und im Gegensatz zu ASD-Patienten keine Verz\u00f6gerung bei der Sprachentwicklung aufweisen und damit \u00fcber ein gutes Sprachverm\u00f6gen verf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Der aktuelle Stand<a href=\"#_edn17\" name=\"_ednref17\">[17]<\/a> nennt zehn Eigenschaften, die f\u00fcr Asperger charakteristisch sind:<\/p>\n<h3>Intellektuelles oder k\u00fcnstlerisches Interesse<\/h3>\n<p>Auffallend viele Betroffene haben mindestens ein spezielles Interessensgebiet beziehungsweise k\u00fcnstlerisches Talent, in dem sie \u00fcberdurchschnittliche Leistungen zeigen. Diese F\u00e4higkeiten treten bereits im fr\u00fchen Alter auf und bleiben bis ins sp\u00e4tere Leben erhalten.<\/p>\n<h3>Sprachliche Unterschiede<\/h3>\n<p>Die meisten Asperger-Kinder weisen sprachliche Besonderheiten auf, wie ein fehlender Sprachrhythmus, eine monotone Tonlage und ein eigenartiger Tonfall bei bestimmten W\u00f6rtern. Erwachsene Asperger weisen die gleichen Merkmale auf, da viele von ihnen nicht aus diesem Stadium herauswachsen. Sie sind oft nicht in der Lage, die Lautst\u00e4rke ihrer Stimme an ihre Umgebung anzupassen. Es ist nicht ungew\u00f6hnlich, dass man Asperger an ruhigen Orten wie einem Gotteshaus oder einer Bibliothek laut sprechen h\u00f6rt.<\/p>\n<h3>Verz\u00f6gerte motorische Entwicklung<\/h3>\n<p>Bei einigen Kindern mit Asperger-Syndrom ist die Entwicklung der Fein- und Grobmotorik verz\u00f6gert. Kinder mit verz\u00f6gerter Feinmotorik k\u00f6nnen Schwierigkeiten haben, zum Beispiel einen Bleistift richtig zu halten oder Gegenst\u00e4nde mit den Fingern zu greifen. Zu den verz\u00f6gerten grobmotorischen F\u00e4higkeiten kann die Unf\u00e4higkeit geh\u00f6ren, einen Ball mit der Hand zu werfen oder auf einem Kletterger\u00fcst zu schwingen, selbst wenn dies wiederholt demonstriert wird. Dieses Merkmal f\u00e4llt sehr unterschiedlich aus und kann sowohl in leichten und schweren F\u00e4llen auftreten.<\/p>\n<h3>Eingeschr\u00e4nkte soziale F\u00e4higkeiten<\/h3>\n<p>Aufgrund ihrer begrenzten Interessensgebiete und ihrer geringen emotionalen F\u00e4higkeiten f\u00fchlen sich Asperger w\u00e4hrend des gr\u00f6\u00dften Teils ihrer Kindheit und bis ins Erwachsenenalter hinein isoliert. Asperger versuchen zwar, Freundschaften zu schlie\u00dfen, sind aber aufgrund ihrer mangelnden sozialen F\u00e4higkeiten oft nur vor\u00fcbergehend oder in Ausnahmef\u00e4llen erfolgreich. In der Regel zeigen sie ein mangelndes Interesse an den Diskussionen, Gedanken und Meinungen der Menschen, mit denen sie sich vor\u00fcbergehend anfreunden.<\/p>\n<h3>Die Entwicklung sch\u00e4dlicher psychologischer Probleme<\/h3>\n<p>Das Potenzial f\u00fcr die Entwicklung sch\u00e4dlicher psychischer St\u00f6rungen tritt typischerweise w\u00e4hrend der Pubert\u00e4t oder unmittelbar danach auf. Die h\u00e4ufigsten St\u00f6rungen sind Angstzust\u00e4nde und Depressionen. Leider haben junge Asperger eine hohe Selbstmordrate<a href=\"#_edn18\" name=\"_ednref18\">[18]<\/a>, die m\u00f6glicherweise direkt mit Angst und Depression zusammenh\u00e4ngt.<\/p>\n<h3>Detailorientiert<\/h3>\n<p>Viele der oben genannten Eigenschaften sind problematisch f\u00fcr die Betroffenen. Aber es gibt auch viele gro\u00dfartige Eigenschaften, die diese erste Stufe des Autismus-Spektrums begleiten k\u00f6nnen. Eine \u00fcberdurchschnittliche Detailorientierung ist einer dieser sehr n\u00fctzlichen Vorteile. Es gibt zahllose Berufe, Sportarten, Hobbys und andere Besch\u00e4ftigungen, bei denen ein hohes Ma\u00df an Detailgenauigkeit das Potenzial f\u00fcr gro\u00dfen Erfolg hat.<\/p>\n<h3>Ausdauer<\/h3>\n<p>Eine der wichtigsten, grundlegenden F\u00e4higkeiten, die in allen Bereichen hilfreich sein kann, ist Beharrlichkeit. Die F\u00e4higkeit, durchzuhalten, wo viele andere scheitern k\u00f6nnten, ist ein h\u00e4ufiger Vorteil des Asperger-Syndroms. Die Erf\u00fcllung einer Aufgabe um fast jeden Preis und das Durchstehen jeder Art von Problemen kann diese Menschen beruflich und pers\u00f6nlich unglaublich weit vorw\u00e4rts bringen, oft weiter als die \u201enormalen\u201c Zeitgenossen.<\/p>\n<h3>Nicht gesellschaftsorientiert<\/h3>\n<p>Einerseits kann soziales Engagement eine gro\u00dfartige Quelle f\u00fcr die pers\u00f6nliche Motivation in dieser immer st\u00e4rker sozial gepr\u00e4gten Welt sein. Andererseits kann dies in bestimmten Situationen auch ein erheblicher Nachteil sein. F\u00fcr Menschen mit Asperger-Syndrom ist dies keine H\u00fcrde, da soziale Belange in dieser Bev\u00f6lkerungsgruppe oft eine geringere Priorit\u00e4t haben als bei vielen anderen.<\/p>\n<h3>Hohe Integrit\u00e4t<\/h3>\n<p>Eine weitere Schl\u00fcsseleigenschaft, die viele Menschen mit Asperger-Syndrom haben und die viele andere bewundern, ist ein hohes Ma\u00df an Integrit\u00e4t. Viele Betroffene lassen sich nicht auf komplizierte und unn\u00f6tige \u201eDramen\u201c ein, spielen keine \u201ePsychospielchen\u201c mit anderen und k\u00f6nnen in ihren Absichten und Loyalit\u00e4ten ziemlich geradlinig sein. Dies ist eine positive Eigenschaft, die man einem pers\u00f6nlichen Freund, Partner, Gesch\u00e4ftspartner, Mitarbeiter usw. gegen\u00fcber haben sollte.<\/p>\n<h3>Meister der Routine<\/h3>\n<p>Eine weitere hervorragende Eigenschaft, die bei den meisten Menschen mit Asperger-Syndrom zu finden ist, ist die Regelm\u00e4\u00dfigkeit und die ausgepr\u00e4gte Neigung, in Sachen Routine und Muster aufzubl\u00fchen. W\u00e4hrend der Durchschnittsmensch vielleicht Schwierigkeiten hat, sich an bestimmte Routinen oder Aspekte bestimmter Routinen anzupassen, kommen Asperger-Patienten mit solchen Mustern in der Regel sehr gut zurecht und machen darin gro\u00dfe Fortschritte. Die Vorteile dieser Neigung sind ebenfalls vielf\u00e4ltig.<\/p>\n<h2>Wie sieht die praktische Diagnose aus?<\/h2>\n<p>Nicht alle \u201etypischen Merkmale\u201c f\u00fcr das Asperger-Syndrom sind negativ belegt. Das widerspricht der klassischen Vorstellung einer Erkrankung. Dazu kommt noch die weitestgehend mangelnde Differenzierung zwischen ASD und Asperger. Das hei\u00dft, dass die praktische Diagnose entsprechend detailliert ausfallen muss, um all diesen vielen Einzelaspekten gerecht zu werden.<\/p>\n<p>So sehen die Eckpfeiler der momentan g\u00fcltigen Diagnoseparameter aus:<\/p>\n<ul>\n<li>Sprachkenntnisse\/-eigenschaften<\/li>\n<li>Soziale Interaktionen<\/li>\n<li>Mimik beim Sprechen<\/li>\n<li>Interesse an der Interaktion mit anderen<\/li>\n<li>Einstellungen zu Ver\u00e4nderungen<\/li>\n<li>Motorische Koordination und motorische F\u00e4higkeiten<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dennoch ist es nicht ausgeschlossen, dass aufgrund dieser Kriterien die Diagnose \u201eADHS\u201c oder \u201eneurologische Entwicklungsst\u00f6rungen\u201c erhoben wird.<\/p>\n<p>Besonders wichtig:<\/p>\n<p>Aufgrund der neuen Kategorisierung wird die Diagnose \u201eAsperger-Syndrom\u201c so nicht mehr gestellt, sondern durch \u201eASD\u201c oder \u201eLevel-1-ASD\u201c ersetzt.<\/p>\n<h2>Behandlung &amp; Therapie<\/h2>\n<p>Aufgrund der bislang durchgef\u00fchrten Er\u00f6rterung dessen, was unter Asperger-Syndrom verstanden wird und wie es diagnostiziert beziehungsweise nicht diagnostiziert wird, ist es nicht verwunderlich, dass eine \u201eTherapie\u201c \u00e4hnlich konfus aufgestellt ist und selbstverst\u00e4ndlich und ausnahmslos intensiv auf die Behandlung von Symptomen konzentriert ist.<\/p>\n<p>Viele der Betroffenen, gleichg\u00fcltig ob Asperger oder ASD, empfinden ihre \u201eSt\u00f6rung\u201c als vollkommen nat\u00fcrlich und kaum behandlungsbed\u00fcrftig. Besonders bei Asperger ist es kaum nachzuvollziehen, warum ausgerechnet die positiven Charakteristika, wie Durchhalteverm\u00f6gen, Sonderbegabung, Detailorientiertheit etc., Anlass f\u00fcr eine \u201eTherapie\u201c sein sollen.<\/p>\n<p>Und so scheint es auch keine spezifische Therapie f\u00fcr das Asperger-Syndrom zu geben. Praktisch alle Therapieans\u00e4tze beziehen sich auf ASD. Und Variationen in der Therapie<a href=\"#_edn19\" name=\"_ednref19\">[19]<\/a> messen sich am \u201eSchweregrad\u201c der St\u00f6rung, die laut Definition f\u00fcr Asperger auf einem niedrigen Niveau liegt.<\/p>\n<p>Und dieser Schweregrad wird abh\u00e4ngig gemacht von zus\u00e4tzlichen mentalen Problemen, die mit Asperger zusammen auftreten k\u00f6nnen, wie zum Beispiel Depressionen oder Unruhezust\u00e4nde etc. Man verspricht sich von einer Behandlung dieser Probleme eine gleichzeitige Besserung dessen, was man als Asperger-Syndrom diagnostiziert hat.<\/p>\n<h2>Medikamente gegen Asperger?<\/h2>\n<p>Demzufolge gibt es auch keine Medikamente, mit denen Asperger zu behandeln w\u00e4re. In den USA gibt es allerdings zwei Medikamente, die von der FDA<a href=\"#_edn20\" name=\"_ednref20\">[20]<\/a> zugelassen wurden. Das sind Risperidon und Aripiprazol.<\/p>\n<p>Risperidon ist ein Neuroleptikum, welches prim\u00e4r zur Behandlung der Schizophrenie eingesetzt wird. Aripiprazol ist ebenfalls ein Neuroleptikum, welches ebenfalls bei Schizophrenie zum Einsatz kommt. Die Liste der Nebenwirkungen f\u00fcr beide Substanzen ist beeindruckend, sodass man sich sofort die Frage stellt, ob hier nicht die Therapie schlimmer ist als die St\u00f6rung, die behandelt werden soll?<\/p>\n<p>Angeblich sollen die beiden Substanzen nur kurzfristig zum Einsatz kommen und auch nur, um eine symptomatische Behandlung von Aggressionen, selbstverletzendem Verhalten, Reizbarkeit und Wutanf\u00e4llen bei Kindern und Jugendlichen mit ASD durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Da Asperger-Patienten nicht selten unter Depressionen leiden, ist der Griff zu Antidepressiva fast vorprogrammiert. Und hier werden in der Regel die \u201eselektiven Serotoninwiederaufnahmehemmer\u201c bevorzugt und gelobt. Aber auch hier, und gerade im Zusammenhang mit Asperger, sehe ich eine Menge an Problemen, die durch diese Art der Medikation f\u00fcr diese Menschen entstehen kann:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.naturheilt.com\/antidepressiva\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Antidepressiva &#8211; Lebensgef\u00e4hrliche Placebos?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.yamedo.de\/depression-serotoninmangel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Depression und die Theorie vom Serotoninmangel \u2013 Sehr fragw\u00fcrdig \u2013 Yamedo<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.naturheilt.com\/psychopharmaka\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Psychopharmaka \u2013 gef\u00e4hrliche Plazebos?<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h2>Nicht-medikament\u00f6se Therapien<\/h2>\n<p>In diesem Bereich gibt es eine Reihe von Ans\u00e4tzen und Vorschl\u00e4gen, die darauf abzielen, die Kommunikationsf\u00e4higkeit, emotionales Verhalten und soziale Interaktionen der Betroffenen zu verbessern.<\/p>\n<h3><strong>Kognitive Verhaltenstherapie<\/strong><\/h3>\n<p>Diese Therapie zielt darauf ab, negative und st\u00f6rende Vorstellungen und Verhaltensmuster der Patienten zu erkennen und zu \u00e4ndern. Zudem soll diese Therapie hilfreich sein bei der Bek\u00e4mpfung von Depressionen, Unruhe und Problemen bei t\u00e4glich auftretenden Herausforderungen.<\/p>\n<p>Eine Verhaltenstherapie, die in der Literatur als die \u201eam meisten evidenzbasierte Intervention\u201c gepriesen wird, ist die \u201eApplied Behavioral Analysis\u201c<a href=\"#_edn21\" name=\"_ednref21\">[21]<\/a> (ABA &#8211; \u201eangewandte Verhaltensanalyse\u201c). Ein Blick auf die Liste der Indikationen zeigt, dass Asperger \u00fcberhaupt nicht erw\u00e4hnt wird, daf\u00fcr aber andere psychische St\u00f6rungen, gegen die diese Verhaltenstherapie wirksam sein soll.<\/p>\n<p>Dies erregt nat\u00fcrlich den Verdacht, dass Asperger-Patienten, zus\u00e4tzlich zu einer m\u00f6glichen exzessiven Gabe von Medikamenten, auch im Bereich der Verhaltenstherapie \u00fcbertherapiert werden k\u00f6nnten. Diese Therapie ist vor allem f\u00fcr Kinder gedacht, da man ja das Problem so fr\u00fch wie m\u00f6glich in Angriff nehmen m\u00f6chte. Und hier gibt es einige Merkw\u00fcrdigkeiten, die f\u00fcr die Betroffenen in der Regel recht unangenehm sein d\u00fcrften.<\/p>\n<p>Die Therapie beruht auf positiver Verst\u00e4rkung. Das hei\u00dft, dass ein Kind, welches sich erwartungsgerecht verh\u00e4lt, belohnt wird. Nicht erwartungsgerechtes Verhalten dagegen wird \u201eentmutigt\u201c. \u00dcber diesen Mechanismus soll dem Kind beigebracht werden, wie es sich zu verhalten hat. Das Ganze erinnert etwas an eine Tierdressur, die in vielen Teilen mit \u00e4hnlichen Methoden vorgeht:<\/p>\n<p><em>\u201eIm Vergleich zum Tiertraining. Angewandte Verhaltensanalyse wird auch eingesetzt, um positive Verhaltensweisen bei Tieren zu verst\u00e4rken und negative zu verhindern. Aus diesem Grund wird die ABA-Therapie von manchen Menschen in einem negativen Licht mit dem Tiertraining verglichen. Nicht jeder ist der Meinung, dass Kinder ein Belohnungs- und Konsequenzsystem f\u00fcr soziales Verhalten haben sollten.\u201c<\/em><\/p>\n<h3><strong>Sprachtherapie<\/strong><\/h3>\n<p>Diese Therapie zielt darauf ab, die Kommunikationsf\u00e4higkeit der Patienten zu verbessern. Sie beinhaltet Strategien wie Verst\u00e4rkung von Sprachlauten, \u00fcbertriebene Nachahmung, Verst\u00e4rkung kommunikativer Handlungen und Nachahmung der Laute. Es gibt auch mehrere Methoden zur Verbesserung der praktischen Anwendung von Sprachkenntnissen f\u00fcr Patienten mit flie\u00dfender Sprache, aber eingeschr\u00e4nkten Anwendungsf\u00e4higkeiten.<\/p>\n<h3><strong>Training von sozialen F\u00e4higkeiten<\/strong><\/h3>\n<p>Dieses Training \u00fcberschneidet sich gr\u00f6\u00dftenteils mit den bereits diskutierten kognitiven Verhaltenstherapien. Das Ziel dieses Trainings ist, bestimmte soziale Verhaltensweisen zu trainieren, die \u201eunbehandelt\u201c f\u00fcr die Betroffenen zu Problemen f\u00fchren. Auch hier stellt sich gerade bei Asperger die Frage, ob die Betroffenen diese Art der \u201eF\u00fcrsorge\u201c durch mehr oder weniger forcierte Verhaltens\u00e4nderung \u00fcberhaupt wollen.<\/p>\n<h3><strong>Physiotherapie und Besch\u00e4ftigungstherapie<\/strong><\/h3>\n<p>Diese Therapien k\u00f6nnen hilfreich sein, wenn es darum geht, Koordination und Feinmotorik zu verbessern, falls hier ein Defizit vorliegen sollte.<\/p>\n<h3>Weniger beachtete Alternativen<\/h3>\n<p>Eine Reihe von Problemen, die im Zusammenhang mit Asperger auftreten (k\u00f6nnen), sind h\u00e4ufig mit Methoden zu l\u00f6sen, die in den Bereich der \u201ealternativen Medizin\u201c fallen beziehungsweise die auf nat\u00fcrliche Substanzen positiv ansprechen.<\/p>\n<h3><strong>Melatonin<a href=\"#_edn22\" name=\"_ednref22\">[22]<\/a> <a href=\"#_edn23\" name=\"_ednref23\">[23]<\/a><\/strong><\/h3>\n<p>Schlafst\u00f6rungen scheinen bei Kindern mit Asperger relativ h\u00e4ufig vorzukommen. Diese Schlafst\u00f6rungen verschlimmern Unruhezust\u00e4nde, Depressionen und Gereiztheit. Ein Review kanadischer Autoren<a href=\"#_edn24\" name=\"_ednref24\">[24]<\/a> von 2018 geht davon aus, dass Melatonin bei ASD (und damit auch bei Asperger) hilfreich sein k\u00f6nnte:<\/p>\n<p><em>\u201eMelatonin hat das Potenzial, auf eine Vielzahl von Symptomen im Zusammenhang mit ASD einzuwirken. Abgesehen von Schlafproblemen gibt es jedoch keine Studien \u00fcber Melatonin als Behandlung f\u00fcr ASD-Komorbidit\u00e4ten.\u201c<\/em><\/p>\n<h3><strong>Musik- und Kunsttherapie<\/strong><\/h3>\n<p>Wie bereits besprochen, eine Reihe von Kindern mit Asperger zeigen bereits im fr\u00fchen Alter eine Art \u201eSonderbegabung\u201c. W\u00e4hrend es sinnvoll ist, diese Begabungen zu f\u00f6rdern und zu unterst\u00fctzen, kann eine Musiktherapie und\/oder eine Kunsttherapie dabei helfen, die Defizite im Bereich Emotionen, Kommunikation und soziale Kompetenzen zu verbessern. Der Vorteil dieser Therapien, wenn sie gut durchgef\u00fchrt werden, liegt darin, dass es sich hier nicht um eine Dressur der Kinder handelt, um gew\u00fcnschte Verhaltensweisen zu provozieren.<\/p>\n<h3><strong>Massagetherapie<a href=\"#_edn25\" name=\"_ednref25\">[25]<\/a><\/strong><\/h3>\n<p>Eine Massagetherapie kann kurzfristig dazu beitragen, Erregungszust\u00e4nde und gef\u00fchlsbedingte Symptome zu beseitigen. Allerdings hat dies zur Voraussetzung, dass die Patienten keine Probleme damit haben, ber\u00fchrt zu werden.<\/p>\n<h3><strong>Akupunktur<a href=\"#_edn26\" name=\"_ednref26\">[26]<\/a> <a href=\"#_edn27\" name=\"_ednref27\">[27]<\/a><\/strong><\/h3>\n<p>Eine \u00dcbersichtsarbeit koreanischer Autoren<a href=\"#_edn28\" name=\"_ednref28\">[28]<\/a> aus dem Jahr 2018 ergab, dass Akupunktur die soziale Anpassung und den Schlaf, sowie andere Symptome von ASD verbessern kann. Aber auch in diesem Bereich scheint es keine systematisch durchgef\u00fchrten klinischen Studien zu geben, die sich explizit dieses Problems angenommen h\u00e4tten. Angesichts der bislang bestehenden Hinweise, dass Akupunktur hier sehr hilfreich sein k\u00f6nnte, ist es wenig verst\u00e4ndlich, warum in diesem Zusammenhang nicht mehr geforscht wurde.<\/p>\n<p>Aber auch hier ist das Problem, dass eine wirksame Akupunktur in diesem Bereich eine unliebsame Konkurrenz f\u00fcr medikament\u00f6se L\u00f6sungen darstellt, die es aus gesch\u00e4ftlichen Gr\u00fcnden zu unterdr\u00fccken gilt.<\/p>\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[1]<\/a><a href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/BF01837709\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die \u201eAutistischen Psychopathen\u201d im Kindesalter | SpringerLink<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[2]<\/a><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC6331497\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Subtyping the Autism Spectrum Disorder: Comparison of Children with High Functioning Autism and Asperger Syndrome &#8211; PMC<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[3]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Tiefgreifende Entwicklungsst\u00f6rungen<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\">[4]<\/a><a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/24745950\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 A comparison of DSM-IV pervasive developmental disorder and DSM-5 autism spectrum disorder prevalence in an epidemiologic sample &#8211; PubMed<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref5\" name=\"_edn5\">[5]<\/a><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC6331497\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Subtyping the Autism Spectrum Disorder: Comparison of Children with High Functioning Autism and Asperger Syndrome &#8211; PMC<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref6\" name=\"_edn6\">[6]<\/a><a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/22449643\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sensitivity and specificity of proposed DSM-5 diagnostic criteria for autism spectrum disorder &#8211; PubMed<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref7\" name=\"_edn7\">[7]<\/a><a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/26043847\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Brief report: the impact of changing from DSM-IV &#8218;Asperger&#8217;s&#8216; to DSM-5 &#8218;autistic spectrum disorder&#8216; diagnostic labels on stigma and treatment attitudes &#8211; PubMed<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref8\" name=\"_edn8\">[8]<\/a><a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/31713072\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 &#8218;Coming Out&#8216; with Autism: Identity in People with an Asperger&#8217;s Diagnosis After DSM-5 &#8211; PubMed<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref9\" name=\"_edn9\">[9]<\/a><a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/25110424\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Pathophysiology of autism spectrum disorders: revisiting gastrointestinal involvement and immune imbalance &#8211; PubMed<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref10\" name=\"_edn10\">[10]<\/a><a href=\"https:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/aluminium\/#Impfstoffe\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0 Aluminium &#8211; Das Problem und die Entgiftung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref11\" name=\"_edn11\">[11]<\/a><a href=\"https:\/\/www.yamedo.de\/amalgan\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0 Amalgan &#8211; Wie giftig ist es wirklich? &#8211; Yamedo<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref12\" name=\"_edn12\">[12]<\/a><a href=\"https:\/\/www.naturheilt.com\/amalgam\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0 Amalgam ist Sonderm\u00fcll &#8211; Studien und Fakten, sowie: Ausleitung, Entgiftung und Sanierung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref13\" name=\"_edn13\">[13]<\/a><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC6420889\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0 The contribution of environmental exposure to the etiology of autism spectrum disorder &#8211; PMC<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref14\" name=\"_edn14\">[14]<\/a><a href=\"http:\/\/www.clinicaterapeutica.it\/ojs\/index.php\/1\/article\/view\/141\/129\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0 View of Occupational Therapy\u2019s efficacy in children with Asperger\u2019s syndrome: a systematic review of randomized controlled trials | La Clinica Terapeutica<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref15\" name=\"_edn15\">[15]<\/a><a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/24074734\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0 Autism &#8211; PubMed<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref16\" name=\"_edn16\">[16]<\/a><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC3416662\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0 Psychiatric comorbidities in asperger syndrome and high functioning autism: diagnostic challenges &#8211; PMC<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref17\" name=\"_edn17\">[17]<\/a><a href=\"https:\/\/www.appliedbehavioranalysisprograms.com\/lists\/5-characteristics-person-aspergers-syndrome\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0 10 Characteristics of a Person with Asperger&#8217;s Syndrome<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref18\" name=\"_edn18\">[18]<\/a><a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/26360578\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0 Suicidal ideation and suicide plans or attempts in adults with Asperger&#8217;s syndrome attending a specialist diagnostic clinic: a clinical cohort study &#8211; PubMed<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref19\" name=\"_edn19\">[19]<\/a><a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/24472258\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0 Practice parameter for the assessment and treatment of children and adolescents with autism spectrum disorder &#8211; PubMed<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref20\" name=\"_edn20\">[20]<\/a><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC5360849\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0 An Overview of Autism Spectrum Disorder, Heterogeneity and Treatment Options &#8211; PMC<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref21\" name=\"_edn21\">[21]<\/a><a href=\"https:\/\/www.webmd.com\/mental-health\/what-is-applied-behavior-analysis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0 Applied Behavior Analysis: What Is It and How Does It Work?<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref22\" name=\"_edn22\">[22]<\/a><a href=\"https:\/\/www.naturheilt.com\/melatonin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0 Das &#171;Schlafhormon&#187; Melatonin: Wunderhormon ewiger Jugend?<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref23\" name=\"_edn23\">[23]<\/a><a href=\"https:\/\/www.yamedo.de\/melatonin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0 Melatonin: Wichtig f\u00fcr Ihr Immunsystem und einen geregelten Tag- und Nachtrhythmus &#8211; Yamedo<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref24\" name=\"_edn24\">[24]<\/a><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC6096870\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0 Melatonin and Comorbidities in Children with Autism Spectrum Disorder &#8211; PMC<\/a> <a href=\"https:\/\/www.naturheilt.com\/melatonin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0<\/a><a href=\"https:\/\/www.yamedo.de\/melatonin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref25\" name=\"_edn25\">[25]<\/a><a href=\"https:\/\/www.naturheilt.com\/massage\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0 Klassische Massage &#8211; Nicht nur zum Wohlf\u00fchlen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref26\" name=\"_edn26\">[26]<\/a><a href=\"https:\/\/www.naturheilt.com\/akupunktur\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0 Was ist Akupunktur?<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref27\" name=\"_edn27\">[27]<\/a><a href=\"https:\/\/www.yamedo.de\/akupunktur\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0 Akupunktur Anwendung &#8211; Ausbildung &#8211; Meridiane &#8211; Wirkung &#8211; Nebenwirkung &#8211; Yamedo<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ednref28\" name=\"_edn28\">[28]<\/a><a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC5820575\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a0\u00a0 The Efficacy and Safety of Acupuncture for the Treatment of Children with Autism Spectrum Disorder: A Systematic Review and Meta-Analysis &#8211; PMC<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einleitung Asperger (Asperger-Syndrom) f\u00e4llt in die Gruppe \u201eneurologischer Entwicklungsst\u00f6rungen\u201c, das als ASD (Autismusspektrumsst\u00f6rung) oder als Variante des Autismus aufgefasst wird. Die Experten betrachten heute Asperger als \u201emilde Form von Autismus\u201c oder als Level-1-ASD. Asperger wurde erstmals vom \u00f6sterreichischen Kinderarzt Hans Asperger im Jahr 1944 in seiner Habilitationsschrift beschrieben. Er bezeichnete das Verhalten seiner Patienten als [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[33],"class_list":["post-2006","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-krankheiten","tag-asperger"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2006","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2006"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2006\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2008,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2006\/revisions\/2008"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2006"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2006"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2006"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}