{"id":1094,"date":"2020-03-10T10:24:59","date_gmt":"2020-03-10T10:24:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/?p=1094"},"modified":"2024-04-28T08:24:35","modified_gmt":"2024-04-28T08:24:35","slug":"ballaststoffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/ballaststoffe\/","title":{"rendered":"Ballaststoffe"},"content":{"rendered":"<table id=\"toc\" class=\"toc\" summary=\"Inhaltsverzeichnis\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<div id=\"toctitle\">\n<h2>Inhaltsverzeichnis<\/h2>\n<\/div>\n<ul>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/ballaststoffe\/#Vorwort\"><span class=\"tocnumber\">1<\/span> <span class=\"toctext\">Vorwort<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/ballaststoffe\/#Wasserl.C3.B6sliche_Ballaststoffe\"><span class=\"tocnumber\">2<\/span> <span class=\"toctext\">Wasserl\u00f6sliche Ballaststoffe<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/ballaststoffe\/#Unl.C3.B6sliche_Ballaststoffe\"><span class=\"tocnumber\">3<\/span> <span class=\"toctext\">Unl\u00f6sliche Ballaststoffe<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/ballaststoffe\/#Vorteil.2FNachteil_einer_ballaststoffreichen_Ern.C3.A4hrung\"><span class=\"tocnumber\">4<\/span> <span class=\"toctext\">Vorteil\/Nachteil einer ballaststoffreichen Ern\u00e4hrung<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/ballaststoffe\/#Wiki\"><span class=\"tocnumber\">5<\/span> <span class=\"toctext\">Wiki<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/ballaststoffe\/#Forum\"><span class=\"tocnumber\">6<\/span> <span class=\"toctext\">Forum<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/ballaststoffe\/#Web\"><span class=\"tocnumber\">7<\/span> <span class=\"toctext\">Web<\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><a id=\"Vorwort\" name=\"Vorwort\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\">Vorwort<\/span><\/h2>\n<p>Als der Name Ballaststoffe entstand, kannte man deren wirkliche Bedeutung nicht. Unter diesem Sammelbegriff fasste man Inhaltsstoffe der Nahrung zusammen, die nicht direkt durch das menschliche Verdauungssystem aufgeschlossen und verwertet werden. Man nahm an, dass die Ballaststoffe ohne jede Bedeutung lediglich das Volumen des Stuhls erh\u00f6hen. Diese Annahme ist jedoch falsch!<\/p>\n<p>Heute kennt man die eigentliche Bedeutung und nennt sie Pr\u00e4biotika. Sie sind unverzichtbar als Nahrungsbestandteil unserer Bakterienflora im Darm. Sie erhalten und f\u00f6rdern deshalb sowohl indirekt unsere Verdauung als auch einen Teil unseres Immunsystems. Ein erwachsener Mensch deckt mit etwa 30 g Ballaststoffe seinen t\u00e4glichen Bedarf. Das mag auf den ersten Blick recht wenig erscheinen, aber unsere hochkalorische \u201emoderne\u201c Ern\u00e4hrung ist leider arm an diesen Stoffen. Kein Wunder, dass viele Menschen unseres Kulturkreises sowohl an \u00dcbergewicht wie auch an Verstopfung und einer Menge Zivilisationskrankheiten leiden.<\/p>\n<p>Wir unterscheiden zwei Gruppen der Pr\u00e4biotika:<\/p>\n<p><a id=\"Wasserl.C3.B6sliche_Ballaststoffe\" name=\"Wasserl.C3.B6sliche_Ballaststoffe\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\">Wasserl\u00f6sliche Ballaststoffe<\/span><\/h2>\n<p>Wasserl\u00f6sliche Ballaststoffe finden wir vorwiegend in Obst &amp; Gem\u00fcse. Viele dieser Ballaststoffe sitzen nahe der Oberfl\u00e4che als Bestandteil der Schale. Deshalb sollte Obst und Gem\u00fcse -wenn m\u00f6glich- nicht gesch\u00e4lt werden (zB. \u201epfel). Einige der wasserl\u00f6slichen Ballaststoffe binden cholesterinhaltige Gallens\u00e4ure, die dann ausgeschieden werden kann. Somit helfen sie unserem K\u00f6rper die \u201eschlechten\u201c Fetts\u00e4uren zu entsorgen und diese Werte zu senken.<\/p>\n<p>Je l\u00f6slicher die Ballaststoffe sind desto schneller ist ihr Abbau \u00fcber Fermentierung zu kurzkettigen Fetts\u00e4uren. Sie zeichnen sich weiterhin durch ein gutes Quellverm\u00f6gen aus. Dadurch wird sowohl die sich im Darm befindliche Wassermenge erh\u00f6ht als auch die Verdauung erleichtert. Sie wirken deshalb einer Verstopfung entgegen. Die haupts\u00e4chlichen wasserl\u00f6slichen Ballaststoffe sind Pektin , Inulin, Guar, Carrageen und Agar-Agar. Pektin f\u00fchren wir besonders \u00fcber Obst zu, Inulin findet sich in Zwiebeln, Spargel, Lauch, Artischocken, Topinambur, Zichorienwurzel und weiteren Gem\u00fcsesorten. Aus Inulin wird durch Aufspaltung ein Fruchtzucker gewonnen (Oligofructose), den nicht wir sondern die Darmbakterien verstoffwechseln. Aus diesem Grunde enthalten einige Darmflorakulturen auch noch Oligofructose zu deren Ern\u00e4hrung. Besonders viel Inulin statt St\u00e4rke befindet sich in Topinambur (Indianerkartoffel, Erd-Artischaocke) einem kartoffel-\u00e4hnlichem Wurzelgem\u00fcse welches auch roh ungiftig und besonders f\u00fcr Diabetiker als \u201eKartoffelersatz\u201c g\u00fcnstig sind. Zu den wasserl\u00f6slichen Ballaststoffen z\u00e4hlen auch die Schleimstoffe aus Getreiderandschichten wie wir sie in Weizenkleie oder Flohsamenschalen finden. Die anregende Wirkung auf unser Verdauungssystem finden Sie auch <b><a class=\"mw-redirect\" title=\"Darmflora\" href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/Darmflora\">hier<\/a><\/b> beschrieben.<\/p>\n<p>Fermentieren die Ballaststoffe langsam (Zellulose, Schleimstoffe) dann wirken sie eher im Dickdarm w\u00e4hrend schnell fermentierbare eher im D\u00fcnndarm wirken. Ein scheinbarer Nachteil dieser Stoffe ist, dass bei ihrer Verwertung Gase entstehen. Dadurch erh\u00f6hen sich Bl\u00e4hungen, die zwar unangenehm aber v\u00f6llig normal sind (Kohl, Toptnambur). Da viel Wasser gebunden wird, mu\u0178 auch die t\u00e4gliche Wassermenge erh\u00f6ht werden (3-4 Gl\u00e4ser\/Tag). Das Wasser wird zum Teil mit dem Stuhl ausgeschieden, der dadurch eine bessere Konsistenz erh\u00e4lt. F\u00fcr Diabetiker spielen die l\u00f6slichen Ballaststoffe eine besonders wichtige Rolle, denn sie verhindern ein sehr schnelles Ansteigen des Blutzuckerspiegels direkt nach einer Mahlzeit. <a title=\"Diabetes\" href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/Diabetes\">Diabetes<\/a><\/p>\n<p>St\u00e4rke wird im D\u00fcnndarm sehr schnell zu Zucker gespalten und verwertet. Erhitzt man jedoch st\u00e4rkehaltige Nahrungsmittel und l\u00e4sst diese sich abk\u00fchlen kristallisiert die St\u00e4rke langsam aus und wandelt sich dadurch in resistente St\u00e4rke (auch als RS3 oder retrogradierte St\u00e4rke bezeichnet) um. Diese kann der Mensch nicht mehr aufspalten und steht uns als Ballaststoff nicht mehr zur Verf\u00fcgung. Gleichzeitig dient diese retrogradierte St\u00e4rke auch als \u201eFutter\u201c unserer Darmbakterien. Damit kann sie den glykomischen N\u00e4hrwert senken und dadurch positiv beeinflussen. (siehe auch <a title=\"LOGI-Methode\" href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/LOGI-Methode\">LOGI-Methode<\/a>) Um diesen Effekt zu nutzen sollte man zB. Kartoffeln kochen, ca. 12 Stunden k\u00fchl stellen und dann als Bratkartoffeln oder Kartoffelsalat weiter verarbeiten. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich mit anderen st\u00e4rkereichen Nahrungsmitteln wie Nudeln oder Reis.<\/p>\n<p><a id=\"Unl.C3.B6sliche_Ballaststoffe\" name=\"Unl.C3.B6sliche_Ballaststoffe\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\">Unl\u00f6sliche Ballaststoffe<\/span><\/h2>\n<p>Zu den unl\u00f6slichen Ballaststoffen geh\u00f6rt die Zellulose, Hemizellulose, Lignin und die holzigen Anteile pflanzlicher Membranen sowie weitere Faserstoffe. Wir finden sie besonders in den Randschichten von Getreidek\u00f6rnern und deshalb sind Vollkorn- wertvoller f\u00fcr uns als Wei\u00dfmehlprodukte. Auch sie dienen unserer Darmflora als N\u00e4hrstoff. Einige der so gewonnenen Stoffwechselprodukte der Bakterien stellen f\u00fcr uns einen wichtigen Anteil der Mikron\u00e4hrstoffe dar. Zus\u00e4tzlich wird auch durch diese Ballaststoffe die Darmt\u00e4tigkeit angeregt, die Verweildauer verk\u00fcrzt und die Konsistenz des Stuhles verbessert.<\/p>\n<p><a id=\"Vorteil.2FNachteil_einer_ballaststoffreichen_Ern.C3.A4hrung\" name=\"Vorteil.2FNachteil_einer_ballaststoffreichen_Ern.C3.A4hrung\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\">Vorteil\/Nachteil einer ballaststoffreichen Ern\u00e4hrung<\/span><\/h2>\n<p>Enth\u00e4lt unsere Nahrung viele Ballaststoffe f\u00f6rdert dies eine bessere Verdauung. Man nimmt an, dass das Risiko einer Reihe von Erkrankungen vermindert wird. So sch\u00fctzt wahrscheinlich diese Ern\u00e4hrungsweise uns vor Dickdarmkrebs und H\u00e4morriden .<\/p>\n<p>Auch bei der Aufnahme von Ballaststoffen ist das \u201erechte Ma\u00df\u201c entscheidend. Gro\u00dfe Mengen isolierter Ballaststoffe k\u00f6nnen sich auch als sch\u00e4dlich erweisen, da sie dann die Aufnahme einiger Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente hemmen k\u00f6nnen. Da aber ein lang anhaltender \u201eMissbrauch\u201c eher unwahrscheinlich ist, d\u00fcrfte so etwas in der Praxis kaum geschehen. Ballaststoffe sind f\u00fcr uns auch keine Geschmackstr\u00e4ger.<br \/>\nDie Gasbildung und daraus entstehende unangenehme Bl\u00e4hungen sind ein nat\u00fcrlicher und kein krankhafter Vorgang. Um dies in Grenzen zu halten, sollte man sich an eine ballaststoffreiche Ern\u00e4hrung nur langsam herantasten. Je nach dem mit welchen Mikroben unsere Darmschleimhaut vorwiegend besiedelt ist, ist auch die Gasbildung bei jedem Menschen etwas unterschiedlich ausgepr\u00e4gt. Zudem \u00e4ndert sich auch deren Zusammensetzung mit der Ern\u00e4hrungsweise. Man kann aber davon ausgehen, dass eine ballaststoffreiche Ern\u00e4hrung unserer Gesundheit f\u00f6rderlich ist.<br \/>\nEin Mangel an Ballaststoffen macht sich k\u00f6rperlich bemerkbar und ist auf Dauer sch\u00e4dlich. Man leidet an Verstopfung, ist m\u00fcde und hat wenig Energie, hat man manchmal schon wieder Hunger nach einer Mahlzeit oder Probleme beim Abnehmen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a id=\"Wiki\" name=\"Wiki\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\">Wiki<\/span><\/h2>\n<ul>\n<li><a class=\"mw-redirect\" title=\"Darmflora\" href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/Darmflora\">Darmflora<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Ern\u00e4hrung\" href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/Ern%C3%A4hrung\">Ern\u00e4hrung<\/a><\/li>\n<li><a title=\"LOGI-Methode\" href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/LOGI-Methode\">LOGI-Methode<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Fehlbesiedlung des Darmes\" href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/fehlbesiedlung-des-darmes\/\">Fehlbesiedlung des Darmes<\/a><\/li>\n<li><a title=\"\u00dcbers\u00e4uerung\" href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/%C3%9Cbers%C3%A4uerung\">\u00dcbers\u00e4uerung<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a id=\"Forum\" name=\"Forum\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\">Forum<\/span><\/h2>\n<ul>\n<li><a class=\"external text\" title=\"https:\/\/www.symptome.ch\/vbboard\/ernaehrung\/119348-resistente-staerke-praebiotika-probiotika.html\" href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/vbboard\/ernaehrung\/119348-resistente-staerke-praebiotika-probiotika.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Resistente St\u00e4rke, Pr\u00e4biotika, Probiotika<\/a><\/li>\n<li><a class=\"external text\" title=\"https:\/\/www.symptome.ch\/vbboard\/diabetes\/132064-alternativmedizinische-behandlung-insulinresistenz.html\" href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/vbboard\/diabetes\/132064-alternativmedizinische-behandlung-insulinresistenz.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Diabetes alternativ behandeln<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a id=\"Web\" name=\"Web\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\">Web<\/span><\/h2>\n<ul>\n<li><a class=\"external text\" title=\"https:\/\/jumk.de\/glyx\/\" href=\"https:\/\/jumk.de\/glyx\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Nahrungsmitteltabelle mit Angabe des glyk\u00e4mischen Index, Kohlenhydrate, Eiwei\u00df, Kalorien<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Falls tote Links entdeckt werden bitte Mitteilung an\u00a0<a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/members\/james.5353\/\">James<\/a><\/p>\n<p>Linkpr\u00fcfung 03.2020<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhaltsverzeichnis 1 Vorwort 2 Wasserl\u00f6sliche Ballaststoffe 3 Unl\u00f6sliche Ballaststoffe 4 Vorteil\/Nachteil einer ballaststoffreichen Ern\u00e4hrung 5 Wiki 6 Forum 7 Web Vorwort Als der Name Ballaststoffe entstand, kannte man deren wirkliche Bedeutung nicht. 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