{"id":101,"date":"2019-11-11T12:56:34","date_gmt":"2019-11-11T12:56:34","guid":{"rendered":"https:\/\/wiki.furti.net\/rizinusol\/"},"modified":"2021-03-12T16:19:54","modified_gmt":"2021-03-12T16:19:54","slug":"rizinus%C3%B6l","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/rizinus%C3%B6l\/","title":{"rendered":"Rizinus\u00f6l"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"bodyContent\">\n<table id=\"toc\" class=\"toc\" summary=\"Inhaltsverzeichnis\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<div id=\"toctitle\">\n<h2>Inhaltsverzeichnis<\/h2>\n<\/div>\n<ul>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"#Vorbemerkung\"><span class=\"tocnumber\">1<\/span> <span class=\"toctext\">Vorbemerkung<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"#Herkunft\"><span class=\"tocnumber\">2<\/span> <span class=\"toctext\">Herkunft<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"#Gewinnung\"><span class=\"tocnumber\">3<\/span> <span class=\"toctext\">Gewinnung<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"#Beschreibung\"><span class=\"tocnumber\">4<\/span> <span class=\"toctext\">Beschreibung<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"#Abf.C3.BChrende_Wirkung\"><span class=\"tocnumber\">5<\/span> <span class=\"toctext\">Abf\u00fchrende Wirkung<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"#Anwendungsausschluss\"><span class=\"tocnumber\">6<\/span> <span class=\"toctext\">Anwendungsausschluss<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"#Wirkungsintensit.C3.A4t\"><span class=\"tocnumber\">7<\/span> <span class=\"toctext\">Wirkungsintensit\u00e4t<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"#Dosierung\"><span class=\"tocnumber\">8<\/span> <span class=\"toctext\">Dosierung<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"#Wirkungseintritt\"><span class=\"tocnumber\">9<\/span> <span class=\"toctext\">Wirkungseintritt<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"#Heilwirkungen\"><span class=\"tocnumber\">10<\/span> <span class=\"toctext\">Heilwirkungen<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"#Bezug\"><span class=\"tocnumber\">11<\/span> <span class=\"toctext\">Bezug<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"#Quellen\"><span class=\"tocnumber\">12<\/span> <span class=\"toctext\">Quellen<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-1\"><a href=\"#Siehe_auch\"><span class=\"tocnumber\">13<\/span> <span class=\"toctext\">Siehe auch<\/span><\/a>\n<ul>\n<li class=\"toclevel-2\"><a href=\"#Relevante_Wiki-Artikel\"><span class=\"tocnumber\">13.1<\/span> <span class=\"toctext\">Relevante Wiki-Artikel<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-2\"><a href=\"#Relevante_Foren-Beitr.C3.A4ge\"><span class=\"tocnumber\">13.2<\/span> <span class=\"toctext\">Relevante Foren-Beitr\u00e4ge<\/span><\/a><\/li>\n<li class=\"toclevel-2\"><a href=\"#Weblinks\"><span class=\"tocnumber\">13.3<\/span> <span class=\"toctext\">Weblinks<\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><a id=\"Vorbemerkung\" name=\"Vorbemerkung\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\">Vorbemerkung<\/span><\/h2>\n<p>Vermutlich ist Rizinus\u00f6l eines der am meisten verkannten und geschm\u00e4hten Medikamente. \u00dcber kein sonstiges Medikament ist in der aktuellen pharmakologischen Literatur der Wirkungsmechanismus in einem derartigen Ausma\u00df falsch erkl\u00e4rt und dargestellt worden. Hierzu seien zwei Beispiele notiert.<\/p>\n<dl>\n<dd><i>Das Triglycerid ist unwirksam; erst nach Hydrolyse durch die Lipasen der Verdauungss\u00e4fte wird die wirksame Ricinols\u00e4ure frei. Der laxative Effekt der Ricinols\u00e4ure wird durch eine Reizung der D\u00fcnndarmschleimhaut ausgel\u00f6st, reflektorisch treten Kontraktionen auch der Gallenwege auf.<\/i> [1]<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dd><i>Im D\u00fcnndarm wird durch Einwirkung von Lipasen der Tr\u00e4ger der abf\u00fchrenden Wirkung, die Rizinols\u00e4ure, freigesetzt. Sie stimuliert die Sekretion von Fl\u00fcssigkeit und Elektrolyten und regt die Peristaltik an. Ricinus\u00f6l gilt heute wegen seiner heftigen Wirkung (Bauchkr\u00e4mpfe) und seines unangenehmen Geschmackes wegen als obsolet.<\/i> [2]<\/dd>\n<\/dl>\n<p>Nachdem der Schreiber dieser Zeilen den Lektoraten der genannten Fachb\u00fccher jeweils brieflich dargelegt hatte, da\u00df die oben notierten Aussagen unhaltbar sind, hat ihm als einziger Prof. Dr. L\u00fcllmann in einem sehr freundlichen Schreiben versichert, da\u00df er bislang um die sehr komplexen Zusammenh\u00e4nge nicht gewu\u00dft hat und bei der n\u00e4chsten Auflage die betreffende Passage neu formulieren wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a id=\"Herkunft\" name=\"Herkunft\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\">Herkunft<\/span><\/h2>\n<p>Rizinus, Wunderbaum (Ricinus communis) ist ein Wolfsmilchgew\u00e4chs. Rizinus ist eine uralte Heilpflanze der \u00c4gypter und wurde bereits in Alt\u00e4gypten kultiviert. Die Samen sind in \u00e4gyptischen Gr\u00e4bern aus der Zeit um 4000 v. Chr. gefunden worden. Die abf\u00fchrende Wirkung wird 1582 von LONICERUS in seinem Kr\u00e4uterbuch erw\u00e4hnt. [3]<\/p>\n<p><a id=\"Gewinnung\" name=\"Gewinnung\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\">Gewinnung<\/span><\/h2>\n<p>Das \u00d6l wird aus dem Samen durch Pressen ohne W\u00e4rmezufuhr erhalten. Auf diese Weise sollen die toxischen Lectine (Ricin) im Presskuchen zur\u00fcckbleiben. Die letzten Ricin-Spuren werden durch Behandlung des \u00d6les mit Wasserdampf entfernt (Denaturierung von Eiwei\u00df in der Hitze). [4]<\/p>\n<p><a id=\"Beschreibung\" name=\"Beschreibung\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\">Beschreibung<\/span><\/h2>\n<p>Klare farblose bis bla\u00dfgelbe Fl\u00fcssigkeit, die ziemlich z\u00e4h und dickfl\u00fcssig ist, besonders beim Abk\u00fchlen. Deshalb empfiehlt es sich, Rizinus\u00f6l bei Zimmertemperatur in einer braunen Medizinalflasche unter Lichtabschlu\u00df aufzubewahren. Geruch und Geschmack von frisch gepresstem Rizinus\u00f6l schwach wahrnehmbar. Dichte 0,946&#8230;0,966 g\/ml, damit etwa 1 g\/ml, womit sich die gew\u00fcnschte Dosis \u00fcber eine Digitalwaage leicht abmessen l\u00e4sst.<\/p>\n<p><a id=\"Abf.C3.BChrende_Wirkung\" name=\"Abf.C3.BChrende_Wirkung\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\">Abf\u00fchrende Wirkung<\/span><\/h2>\n<p>Voraus sei festgestellt, da\u00df Rizinus\u00f6l im Gegensatz zu s\u00e4mtlichen anderen Laxantien nicht direkt, sondern indirekt durch die Aktivierung bzw. Synthetisierung k\u00f6rpereigener Stoffe wirkt. Damit dies geschehen kann, m\u00fcssen bestimmte Voraussetzungen erf\u00fcllt sein. Aus dem indirekten Wirkungsmechanismus von Rizinus\u00f6l im menschlichen K\u00f6rper ergibt sich weiter, da\u00df es bei wiederholten Anwendungen keine Abschw\u00e4chung der Wirkung oder gar eine Gew\u00f6hnung des K\u00f6rpers geben kann.<\/p>\n<p>Da Fette und fette \u00d6le nicht wasserl\u00f6slich sind, und damit vom K\u00f6rper nicht aufgenommen werden k\u00f6nnen, sind diese in geeigneter Weise aufzubereiten. Sobald ein Fett oder ein fettes \u00d6l nach der Magenpassage in den Zw\u00f6lffingerdarm eintritt, wird in der Darmwand ein Hormon gebildet, das durch den Blutkreislauf gleichzeitig bei der Bauchspeicheldr\u00fcse und der Gallenblase eintrifft und dort die Sekretion ausl\u00f6st. Dadurch wird im Zw\u00f6lffingerdarm ein jedes Fett bzw. fettes \u00d6l in eine wasserl\u00f6sliche Fett- oder \u00d6ls\u00e4ure und Glycerin gespalten.<\/p>\n<p>Rizinus\u00f6l wird grunds\u00e4tzlich wie alle anderen fetten \u00d6le durch die Galle und das Pankreassekret in eine Fetts\u00e4ure, hier die Ricinols\u00e4ure, und Glycerin gespalten, jedoch aktiviert die Ricinols\u00e4ure im Gegensatz zu allen anderen Fetts\u00e4uren die im D\u00fcnndarm passiv vorhandenen Histamine, wodurch die Darmperistaltik einsetzt und der gesamte Darminhalt hinausbef\u00f6rdert wird. Dar\u00fcber hinaus geschieht es in etwa 60 Prozent aller Anwendungsf\u00e4lle, da\u00df die aktivierten Histamine die Prostaglandinsynthese E2 (PGE2) herbeif\u00fchren, was beim &#171;Wehencocktail&#187; ausgenutzt wird, da hierdurch Darm- und Uteruskontraktionen ausgel\u00f6st werden. Damit ist in wesentlichen Z\u00fcgen der bisherige Stand des Wissens \u00fcber den Wirkungsmechanismus von Rizinus\u00f6l im menschlichen K\u00f6rper dargestellt.<\/p>\n<p>Nach den Erkenntnissen eines Forschungsprojekts der Max-Planck-Gesellschaft zur F\u00f6rderung der Wissenschaften e. V. vom Mai 2012 wirkt Rizinus\u00f6l \u00fcber einen G-Protein-gekoppelten Rezeptor:<br \/>\n<a class=\"external free\" title=\"http:\/\/www.journalmed.de\/newsview.php?id=37563\" href=\"http:\/\/www.journalmed.de\/newsview.php?id=37563\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">http:\/\/www.journalmed.de\/newsview.php?id=37563<\/a><\/p>\n<p><a id=\"Anwendungsausschluss\" name=\"Anwendungsausschluss\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\">Anwendungsausschluss<\/span><\/h2>\n<p>Aus dem beschriebenen Wirkungsmechanismus ergibt sich:<\/p>\n<ul>\n<li>Das Abf\u00fchren mit Rizinus\u00f6l setzt voraus, da\u00df die Leberg\u00e4nge frei sind.<\/li>\n<li>Die Gallenblase darf keine Steine enthalten, da sonst Koliken nicht auszuschlie\u00dfen sind.<\/li>\n<li>Soll durch die Einnahme von Rizinus\u00f6l eine abf\u00fchrende Wirkung erzielt werden, d\u00fcrfen keine Antihistaminika eingenommen werden.<\/li>\n<li>Im Falle einer Entz\u00fcndung des Dickdarms (Kolitis) oder einem Dickdarmkatarrh sollte man nicht mit Rizinus\u00f6l abf\u00fchren, um eine weitere Reizung des Dickdarms zu vermeiden.<\/li>\n<li>Deshalb empfiehlt es sich, auch bei starken Bl\u00e4hungen im Dickdarm auf die Einnahme von Rizinus\u00f6l zu verzichten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Weiter ist bereits oben gesagt worden:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Fettverdauung muss in Ordnung sein, damit haben Bauchspeicheldr\u00fcse und Gallenblase funktionst\u00fcchtig zu sein.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Forderung trifft unver\u00e4ndert f\u00fcr die Bauchspeicheldr\u00fcse zu, jedoch berichten mehrere Teilnehmer dieses Forums, dass diese auch ohne Gallenblase problemlos Rizinus\u00f6l oral anzuwenden vermochten.<\/p>\n<p><a id=\"Wirkungsintensit.C3.A4t\" name=\"Wirkungsintensit.C3.A4t\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\">Wirkungsintensit\u00e4t<\/span><\/h2>\n<p>Die Literatur bewertet die Intensit\u00e4t des Abf\u00fchrens mit Rizinus\u00f6l extrem unterschiedlich:<\/p>\n<ul>\n<li>Einerseits wird ausgesagt: &#171;Das Rizinus\u00f6l geh\u00f6rt zu den besten, mildesten und sichersten Abf\u00fchrmitteln, das auch in der Kinderpraxis mit Vorliebe verwendet wird &#8230; [6]<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Andererseits finden sich Aussagen wie: &#171;Rizinus\u00f6l wirkt drastisch.&#187; [7]<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>oder: &#171;Eventuelles Darmgrimmen ist Ausdruck des therapeutischen Effektes.&#187; [1]<\/li>\n<\/ul>\n<p>Da es auszuschlie\u00dfen ist, dass eine der beiden Verfassergruppen in ihrer Beurteilung irrt, ist davon auszugehen, dass bei der einen Gruppe von Anwendern das Abf\u00fchren mit Rizinus\u00f6l tats\u00e4chlich v\u00f6llig harmlos und beschwerdefrei verlaufen ist, w\u00e4hrend bei der anderen Gruppe extreme Ereignisse zu beobachten gewesen sind. Die L\u00f6sung des Widerspruchs findet sich darin, dass man beim Abf\u00fchren mit Rizinus\u00f6l niemals zu prognostizieren vermag, ob dieses harmlos oder drastisch verlaufen wird, vielmehr h\u00e4ngt dieses ausschlie\u00dflich davon ab, in welchem Umfang Gifte aus der Leber \u00fcber die Gallenblase in den Zw\u00f6lffingerdarm ausgeleitet werden; allein diese bestimmten das Abf\u00fchrgeschehen.<\/p>\n<p>All die Gifte, Schwermetalle und Wirkstoffe von Medikamenten, die ein Mensch im Laufe seines Lebens aufgenommen hat, sind u. a. in der Leber deponiert. Nimmt ein Mensch mit der Nahrung ein Fett oder ein fettes \u00d6l zu sich, werden diese im Zw\u00f6lffingerdarm durch die Galle und das Sekret der Bauchspeicheldr\u00fcse in eine Fetts\u00e4ure und Glycerin gespalten. Gleichzeitig werden mit der Galle aus der Leber dort deponierte Gifte, Schwermetalle und Wirkstoffe von Medikamenten in den Zw\u00f6lffingerdarm ausgeschieden, jedoch im D\u00fcnndarm und im Dickdarm zusammen mit der verstoffwechselten Ern\u00e4hrung wieder aufgenommen und \u00fcber den Blutkreislauf zur\u00fcck in die Leber bef\u00f6rdert, um dort erneut deponiert zu werden. Dieses Geschehen bezeichnet man als enterohepatischen Kreislauf.<\/p>\n<p>Da die Ricinols\u00e4ure im Gegensatz zu allen anderen \u00d6l- und Fetts\u00e4uren die im Darm passiv vorhandenen Histamine aktiviert, werden die aus der Leber in den Darm ausgeschiedenen Gifte, Schwermetalle und Wirkstoffe von Medikamenten nicht erneut aufgenommen, sondern aus dem K\u00f6rper hinausbef\u00f6rdert. Durch die Einnahme von Rizinus\u00f6l wird der enterohepatische Kreislauf unterbrochen.<\/p>\n<p>Da, wie bereits angedeutet, nach der Einnahme von Rizinus\u00f6l die Menge und Intensit\u00e4t der ausgeschiedenen Gifte das Abf\u00fchrgeschehen bestimmen, kann man sagen, dass diesen die Bedeutung eines Katalysators zukommt:<br \/>\n&#8211; Wird kein Gift ausgeschieden, ist das Abf\u00fchren mit Rizinus\u00f6l kurz und beschwerdefrei.<br \/>\n&#8211; Je mehr Gift ausgeschieden wird, desto l\u00e4nger und m\u00fchseliger wird das Abf\u00fchrgeschehen erfahren.<\/p>\n<p>Die Prostaglandinsynthese E2 (PGE2) ereignet sich nur dann, wenn bestimmte Gifte in hinreichendem Umfang ausgeschieden werden, ansonsten bleibt diese aus. Es w\u00e4re durch systematische Laboruntersuchungen der ausgeschiedenen Galle herauszufinden, um welche Gifte es sich im Detail handelt, die die PGE2 ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Nachdem beim Abf\u00fchren mit Rizinus\u00f6l der normale Darminhalt den K\u00f6rper verlassen hat, flie\u00dft nur noch die Galle.<br \/>\n&#8211; Ist diese farb- und geruchlos, ist mit dieser kein Gift ausgeschieden worden.<br \/>\n&#8211; Je dunkler die Farbe der Galle ist &#8211; im Extremfall schwarz (Pechgalle) &#8211; und je intensiver diese nach Schwefelwasserstoff riecht, desto mehr Gift ist ausgeschieden worden.<\/p>\n<p>Eine intensive Giftausscheidung kann zur Folge haben, dass im Analbereich eine u. U. stark juckende allergische Hautreaktion, ein urtikarielles Exanthem, auftritt. Um die Beschwerden zu lindern, verwendet man am besten eine Babycreme. Sobald bei der Ausscheidung das Giftpotential hinreichend abgesunken ist, treten diese Erscheinungen nicht mehr auf.<\/p>\n<p><a id=\"Dosierung\" name=\"Dosierung\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\">Dosierung<\/span><\/h2>\n<p><b>In der Literatur findet man folgende Aussage<\/b><\/p>\n<dl>\n<dd><i>Dosis Erwachsene: 15-60 ml, Kinder: 5-10 ml<\/i> [5]<\/dd>\n<\/dl>\n<p><b>Sinnvolles Herangehen bei der Dosierung<\/b><\/p>\n<dl>\n<dd>Es erweist sich f\u00fcr Erwachsene als sinnvoll, mit einer Dosis von 30 ml Rizinus\u00f6l pro Einzelanwendung zu beginnen und diese je nach Bek\u00f6mmlichkeit im Laufe der Zeit stufenweise zu steigern, z. B. zun\u00e4chst auf 40 ml, dann auf 50 ml, evtl. auf 60 ml.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dd>Die Russische Volksmedizin empfiehlt folgende Dosierung: dem K\u00f6rpergewicht in kg entspricht die Dosis Rizinus\u00f6l in ml; z. B. 60 kg &#8211;&gt; 60 ml. F\u00fcr die Wirkung ist es zudem entscheidend, in welchem Umfang die eingenommene Dosis Rizinus\u00f6l durch die Lipasen der Bauchspeicheldr\u00fcse und die Galle in Ricinols\u00e4ure und Glycerin gespalten wird. Unabh\u00e4ngig von dem gew\u00e4hlten Einnahmeverfahren sollte Rizinus\u00f6l unbedingt auf n\u00fcchternen Magen eingenommen werden, d. h. am besten morgens fr\u00fch, da einem sonst spei\u00fcbel werden kann.<\/dd>\n<\/dl>\n<p><b>Einnahmeverfahren<\/b><\/p>\n<p>Bei der Einnahme von purem Rizinus\u00f6l sind drei Dinge st\u00f6rend: 1. der f\u00fcr viele unangenehme Geschmack; 2. die auch bei Zimmertemperatur hohe Z\u00e4hfl\u00fcssigkeit; 3. die magenreizende Wirkung. Damit ist die direkte Einnahme von Rizinus\u00f6l zu vermeiden. Zu 1.: Um den unangenehmen Geschmack zu \u00fcberdecken, sind verschiedene nachstehend notierte Einnahmeverfahren vorgeschlagen worden, jedoch darf man wissen, dass sich auch hieran ein Mensch gew\u00f6hnen kann: Nach zahlreichen Anwendungen schmeckt eingespeicheltes Rizinus\u00f6l wie ein geschmacksneutraler Sirup. Zu 2.\/3.: Diese beiden Punkte lassen sich durch l\u00e4ngeres Einspeicheln vor dem Schlucken vermeiden (siehe unten).<\/p>\n<dl>\n<dd>1. Einnahme pur mit einem Essl\u00f6ffel bzw. einem Gem\u00fcsel\u00f6ffel vom Vorlegebesteck<\/dd>\n<\/dl>\n<p>Dieses anscheinend v. a. in den romanischen L\u00e4ndern praktizierte Einnahmeverfahren hat den Nachteil, dass Rizinus\u00f6l einerseits im Mund und im Rachenraum kleben bleibt, andererseits f\u00fcr viele besonders der Geschmack von Rizinus\u00f6l belastend ist. Beides l\u00e4sst sich sich dadurch vermeiden, indem man Rizinus\u00f6l vor dem Schlucken hinreichend lange einspeichelt: Die im Speichel enthaltenen Lipasen hydrolysieren Lipide, zu denen u. a. Rizinus\u00f6l geh\u00f6rt. Dar\u00fcber hinaus vermag man dadurch zus\u00e4tzlich die Mundh\u00f6hle mit den Z\u00e4hnen und dem Zahnfleisch in den Entgiftungsvorgang einzubeziehen. Hierzu geht man wie folgt vor: Ein E\u0178l\u00f6ffel bzw. der Gem\u00fcsel\u00f6ffel des Vorlegegebestecks fassen 15 bis 20 ml. Nimmt man mit einem solchen die o. g. Dosis Rizinus\u00f6l in den Mund und speichelt dieses dort nach der Art des \u00d6lkauens etwa 10 min lang ein, ist dieses nach der genannten Zeitspanne so weit vorverdaut, dass man auf diese Weise Rizinus\u00f6l problemlos zu schlucken vermag. Wiederholt man dieses vier bzw. drei Mal, hat man insgesamt 60 ml Rizinus\u00f6l eingenommen, was der in den USA \u00fcblichen Dosis 2 oz f\u00fcr Erwachsene entspricht. Die mit einem jeden L\u00f6ffel tats\u00e4chlich eingenommene Dosis Rizinus\u00f6l vermag man dadurch genau zu bestimmen, indem man jeweils vor bzw. nach dem F\u00fcllen und damit der Einnahme eines jeden L\u00f6ffels Rizinus\u00f6l die Rizinus\u00f6lflasche wiegt. Da Rizinus\u00f6l etwa die Dichte 1 g\/cm\u00b3 hat, ergibt sich aus dem Differenzwert der beiden Ablesungen die Einzeldosis in ml; die eingenommene Gesamtdosis erh\u00e4lt man aus der Summe der Einzeldosen. Hierzu gibt es eine Variante, indem man nach dem o. g. Verfahren jeweils im Viertelstunden-, Halbstunden- oder Stundenabstand vier Mal 15 ml Rizinus\u00f6l in den Mund nimmt und dieses dort vor dem Schlucken 15 min lang einspeichelt. &#8211; Diese portionierte Form der Einnahme hat dar\u00fcber hinaus den Vorzug, dass die eingenommene Dosis Rizinus\u00f6l vollst\u00e4ndig in Ricinols\u00e4ure und Glycerin gespalten wird und deshalb im Vergleich zu den anderen Einnahmeverfahren eine deutlich h\u00f6here Wirkungsintensit\u00e4t entfaltet. Schlie\u00dflich l\u00e4sst sich dieses Verfahren auch unter eingeschr\u00e4nkten Bedingungen und wo auch immer &#8211; z. B. im Urlaub, dies selbst auf einem Campingplatz &#8211; anwenden. Ausdr\u00fccklich sei betont, dass die beim \u00d6lkauen in das vorverdaute Rizinus\u00f6l \u00fcbergegangenen Gifte nach dem Schlucken nicht vom K\u00f6rper r\u00fcckresorbiert werden, da nach der restlichen hydrolytischen Spaltung des Rizinus\u00f6ls (s.o.) im Zw\u00f6lffingerdarm unverz\u00fcglich die Darmperistaltik einsetzt. Aus all den o. g. Gr\u00fcnden sei dieses Verfahren in besonderer Weise zur Anwendung empfohlen.<\/p>\n<dl>\n<dd>2. Einnahme pur direkt aus einer Medizinalflasche<\/dd>\n<\/dl>\n<p>Eine Variante zu dem unter (1.) notierten Einnahmeverfahren besteht darin, dass man sich in einer Apotheke die gew\u00fcnschte einzunehmende Dosis Rizinus\u00f6l (z. B. 60 ml) direkt abwiegen l\u00e4sst oder diese Dosis zu Hause mit einer digitalen K\u00fcchenwaage aus einer gr\u00f6\u00dferen Flasche oder Dose Rizinus\u00f6l selbst in die kleinere Flasche abf\u00fcllt. Zur Einnahme nimmt man einen ersten Schluck Rizinus\u00f6l in den Mund und speichelt dieses dort vor dem Schlucken 10 min lang ein, nachdem man dieses wiederholt hat, nimmt man beim dritten Mal den restlichen Flascheninhalt in den Mund, um auch diesen nach dem Einspeicheln zu schlucken. Der Vorteil dieses Verfahrens gegen\u00fcber dem oben notierten besteht darin, dass f\u00fcr die Einnahme der gew\u00e4hlten Dosis eine k\u00fcrzere Zeitspanne erforderlich ist, wodurch man z. B. im Urlaub noch leichter einen Rizinus\u00f6ltag einzulegen vermag.<\/p>\n<dl>\n<dd>3. Einnahme in einer warmen Fl\u00fcssigkeit<\/dd>\n<\/dl>\n<p>Die Uniklink Marburg-Giessen empfieht, die angegebene Dosis Rizinus\u00f6l in eine halbe Tasse mit warmer Milch zu geben und anschliessend diese Emulsion zu trinken. Weiter wird empfohlen, Rizinus\u00f6l zusammen mit hei\u00dfem, schwarzem Kaffee einzunehmen.<\/p>\n<dl>\n<dd>4. Einnahme mit einer kalten Fl\u00fcssigkeit<\/dd>\n<\/dl>\n<p>Vor allem in den USA ist es \u00fcblich, die dort \u00fcbliche Dosis 2 oz Rizinus\u00f6l (s. o.) zusammen mit einem gek\u00fchlten Fruchtsaftgetr\u00e4nk (Orangensaft oder Grapefruitsaft) meist in einem Mixer oder mit einem Sch\u00fcttelbecher (Quick Shake Container) als Emulsion anzurichten, um diese anschlie\u00dfend z\u00fcgig zu trinken. Als besonders empfehlenswert wird beschrieben, in einen Mixer Tomatensaft zu sch\u00fctten, die gew\u00e4hlte Dosis Rizinus\u00f6l hinzuzugeben, um anschlie\u00dfend den Mixer einzuschalten; auf diese Weise soll bei der Einnahme der Emulsion der f\u00fcr viele unangenehme Geschmack von Rizinus\u00f6l vollst\u00e4ndig \u00fcberdeckt werden.<\/p>\n<dl>\n<dd>5. Einnahme mit konzentriertem Alkohol<\/dd>\n<\/dl>\n<p>Nachdem Rizinus\u00f6l nicht wasserl\u00f6slich, daf\u00fcr alkoholl\u00f6slich ist, ist es v. a. im Russland \u00fcblich, in die gew\u00e4hlte Dosis Rizinus\u00f6l (s. o.) konzentrierten Alkohol hinzuzugeben (hier: Cognac; von Wodka ist nicht die Rede) und anschlie\u00dfend umzur\u00fchren, bis das Rizinus\u00f6l vollst\u00e4ndig im Alkohol gel\u00f6st ist. Hierdurch wird bei der Einnahme der Geschmack des Rizinus\u00f6l vollst\u00e4ndig \u00fcberdeckt. Es steht zu vermuten, dass einerseits durch den raschen Durchgang dieser L\u00f6sung durch den Magen, andererseits durch die im Zw\u00f6lffingerdarm einsetzende Darmperistaltik nur ein Teil des Alkohols vom K\u00f6rper aufgenommen wird.<\/p>\n<dl>\n<dd>Nachdem etwa eine Viertelstunde nach der Einnahme von Rizinus\u00f6l die Gallensekretion einsetzt, empfiehlt es sich, zu diesem Zeitpunkt eine W\u00e4rmflasche \u00fcber den Leberbereich zu legen, dies um die Lebert\u00e4tigkeit anzuregen; bis zur Einnahme eines leichten Fr\u00fchst\u00fcck sollte man mindestens 2 Stunden nach der Einnahme warten. Je nach Vertr\u00e4glichkeit wird es klug sein, Rizinus\u00f6l zun\u00e4chst in gr\u00f6\u00dferen Zeitabst\u00e4nden einzunehmen (z. B. 1 Monat) und die Intervalle stufenweise zu verk\u00fcrzen (z. B. w\u00f6chentlich). Keinesfalls darf Rizinus\u00f6l t\u00e4glich eingenommen werden, da sonst der Elektrolythaushalt aus dem Gleichgewicht kommt, dies vor allem durch Kaliummangel.<\/dd>\n<\/dl>\n<p><b>Hinweise<\/b><\/p>\n<dl>\n<dd>Es wurde festgestellt, dass Personen sehr unterschiedlich auf Rizinus reagieren k\u00f6nnen. Bei weiteren Nachforschungen stellte sich heraus, das \u00fcberwiegend die belasteten Personen starke Reaktionen aufweisen, die nichtbelasteten aber fast milde Abf\u00fchrreaktionen hatten. Deshalb sollten Personen, die eine starke Belastung vermuten, stets mit der niedrigsten Dosierung beginnen. Siehe auch oben bei <a title=\"Rizinus\u00f6l\" href=\"\/wiki\/Rizinus%C3%B6l#Wirkungsintensit.C3.A4t\"> Wirkungsintensit\u00e4t<\/a>.<\/dd>\n<\/dl>\n<dl>\n<dd>Gelegentlich kommt es vor, dass es einem Anwender im Gefolge der Einnahme von Rizinus\u00f6l spei\u00fcbel wird. In solchen F\u00e4llen ist es hilfreich, kandierten Ingwer oder Ingwer Bonbons in den Mund zu nehmen und dort vergehen zu lassen.<\/dd>\n<\/dl>\n<p><a id=\"Wirkungseintritt\" name=\"Wirkungseintritt\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\">Wirkungseintritt<\/span><\/h2>\n<p>Hierzu notiert die Literatur: &#171;Latenzzeit bis zum Wirkungseintritt: 2-6 Std.&#187;[8] Sofern man das oben beschriebene Einnahmeverfahren (1.) &#171;Einnahme pur&#187; w\u00e4hlt, hat man erfahrungsgem\u00e4\u00df bereits eine bis zwei Stunden nach der ersten Einnahme mit dem Wirkungseintritt zu rechnen.<\/p>\n<p>Sehr sch\u00f6n beschreibt &#171;ADo&#187; im symptome.de &#8211; <a class=\"external text\" title=\"https:\/\/www.symptome.ch\/vbboard\/amalgam-entgiftung\/1804-rizinusoel.html\" href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/vbboard\/amalgam-entgiftung\/1804-rizinusoel.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Forum<\/a> am 17.09.2006, 21:03 das Wirkungsgsgeschehen: &#171;Es brannte halt eine Weile im Mund und im Hals, dann gab es den obligatorischen 9. Monatsbauch und sp\u00e4ter brannte es noch einmal, als das Zeug wieder raus kam. Ich habs aber \u00fcberlebt. Darmkr\u00e4mpfe hatte ich, als ich mich sp\u00e4tnachmittags nach den \u201esten zum schreddern geb\u00fcckt habe und heute noch mal zur etwa gleichen Zeit.&#187; &#8211; Hierzu sei angemerkt, dass es beim Einnahmeverfahren (1.) &#171;Einnahme pur&#187; weder im Mund noch im Hals brennen kann.<\/p>\n<p>Damit lassen sich beim Abf\u00fchren mit Rizinus\u00f6l drei Phasen unterscheiden:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Zeitspanne von der Einnahme bis zum ersten Wirkungsereignis:<\/li>\n<\/ul>\n<p>hier notiert als Brennen in Mund und Hals und dem &#171;obligatorischen 9. Monatsbauch&#187;. Hierzu ein Hinweis: Wem nach mehr als vier Stunden die Plage mit dem beschriebenen &#171;9. Monatsbauch&#187; zuviel wird, vermag dies abzuk\u00fcrzen, indem er zwei Dulcolax Suppositorien m\u00f6glichst tief einf\u00fchrt.<\/p>\n<ul>\n<li>Die Zeitspanne vom ersten bis zum letzten Wirkungsereignis:<\/li>\n<\/ul>\n<p>hier beschrieben als urtikarielles Exanthem im Analbereich, weiter als Eintreten der Prostaglandinsynthese E2 mit Darmkr\u00e4mpfen. Hier ist gut beobachtet, dass es bei den letzten Wirkungsereignissen zunehmend heftiger werden kann.<\/p>\n<ul>\n<li>Die Zeitspanne nach dem letzten Wirkungsereignis:<\/li>\n<\/ul>\n<p>hier weitere Darmkr\u00e4mpfe am Tag danach.<\/p>\n<p>All dies l\u00e4sst sich nicht generalisieren, da ein jeder das Abf\u00fchren mit Rizinus\u00f6l in anderer Weise erf\u00e4hrt, jedoch sei jedermann dringend empfohlen, am Tag nach der Einnahme von Rizinus\u00f6l am besten morgens fr\u00fch einen hohen Einlauf zu nehmen oder sich geben zu lassen, um eventuell noch im Dickdarm vorhandene Gifte hinauszusp\u00fclen.<\/p>\n<p><a id=\"Heilwirkungen\" name=\"Heilwirkungen\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\">Heilwirkungen<\/span><\/h2>\n<p>Zun\u00e4chst ist Rizinus\u00f6l seit Jahrhunderten als zuverl\u00e4ssiges, nebenwirkungsfreies Abf\u00fchrmittel bekannt. Obwohl dessen Herstellungsindustrie &#8211; genauer Konfektionierungsindustrie &#8211; hierf\u00fcr noch niemals irgendwelche Werbung getrieben hat, ist es erstaunlich, dass unter der Gruppe der Darm-, Verdauungs- und Abf\u00fchrmittel dessen ungest\u00fctzter Markenbekanntheitsgrad selbst in neuerer Zeit deutlich zugenommen hat: 2001: 4 %, 2002: 4 %, 2003: 8 %, 2004: 16 %.<br \/>\nDamit liegt Rizinus\u00f6l unter 12 ausgew\u00e4hlten Pr\u00e4paraten der genannten Gruppe an vierter Stelle nach Dulcolax, Abf\u00fchrtees und Lefax noch vor Glaubersalz: 2003: 3\u00a0%, 2004: 4\u00a0%. [9]<\/p>\n<p>Weiter ist Rizinus\u00f6l besonders als \u00e4usserlich anzuwendendes Heilmittel bekannt, u. a. heilen Verletzungen oder Schrunden dadurch ungew\u00f6hnlich rasch. [10] [11]<\/p>\n<p>Abgesehen von der abf\u00fchrenden Wirkung von Rizinus\u00f6l bei dessen innerlicher Anwendung, finden sich in der Literatur bislang keine Hinweise auf sonstige Heilwirkungen. Nach den Erfahrungen des Verfassers sowie diverser Zuschriften anderer Anwender l\u00e4sst sich hierzu folgendes aussagen:<\/p>\n<ul>\n<li>leitet Gifte aus,<\/li>\n<li>heilt dadurch Allergien,<\/li>\n<li>wirkungsvolles Antidepressivum,<\/li>\n<li>nebenwirkungsfreies Schlafmittel,<\/li>\n<li>hilft psychisch-somatisch zu entgiften,<\/li>\n<li>nimmt einer Grippe oder einem grippalen Infekt die Spitze, speziell bei einer Angina,<\/li>\n<li>dient der Gallensteinprophylaxe.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der an erster Stelle genannte Punkt d\u00fcrfte am wichtigsten sein: Die Umweltmedizin ist sich darin einig, dass die Prim\u00e4rursache f\u00fcr Alzheimer, Parkinson, Multiple Sklerose sowie s\u00e4mtlicher Allergien im menschlichen K\u00f6rper deponierte Gifte und vor allem Schwermetalle wie Quecksilber sind. Nachdem eine amerikanische Forschergruppe herausgefunden hat, dass die Struktur der Zellen des ver\u00e4nderten Gewebes bei Gr\u00fcnem Star mit jener der Gewebezellen bei Alzheimer \u00fcbereinstimmt, wird Gr\u00fcner Star als &#171;Alzheimer im Auge&#187; bezeichnet.<\/p>\n<p>Weiter gilt es, sich dessen bewusst zu sein, dass mit zunehmender Giftbelastung eines Menschen dessen Immunsystem schw\u00e4cher wird: mit zunehmendem Lebensalter wird dieser immer anf\u00e4lliger f\u00fcr irgendwelche Krankheiten und Gebrechen werden. Damit ist es f\u00fcr einen jeden entscheidend, beizeiten das Giftpotential abzubauen, indem die genannten Schadstoffe zielstrebig und systematisch ausgeleitet werden.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich sei auf eine Deutungsm\u00f6glichkeit verwiesen, weshalb es m\u00f6glich ist, durch die Einnahme von Rizinus\u00f6l nicht nur aus der Leber Gifte auszuleiten, sondern auch aus der Milz, dem R\u00fcckenmark, dem Gehirn, dem Kiefer, usw.: Das Lymphgef\u00e4\u00dfsystem drainiert den interstitiellen Fl\u00fcssigkeitsraum (Interstitium = Zwischenraum, der Bindegewebe, Gef\u00e4\u00dfe und Nerven enth\u00e4lt). Eine wesentliche Funktion der Lymphe ist im Transport der Chylomikronen aus dem D\u00fcnndarm und dem Milchbrustgang zu sehen. Chylomikronen mit einem sehr hohen Lipidanteil und minimalem Proteinanteil werden im Darm synthetisiert und transportieren die mit einer lipidreichen Nahrung aufgenommenen Triglyceride \u00fcber die Lymphgef\u00e4\u00dfe und den Milchbrustgang in das Blut. Lipide sind z. B. Fette oder \u2013le. Da bei Rizinus\u00f6l etwa 80 % der Glyceride als Triglycerid der Ricinols\u00e4ure vorliegen, ist es nicht verwunderlich, dass nach der Einnahme von Rizinus\u00f6l durch den oben beschriebenen Mechanismus auch das Lymphgef\u00e4\u00dfsystem kraftvoll angetrieben wird, wodurch bereits auf dieser Ebene alle m\u00f6glichen Schadstoffe ausgeleitet werden. Vermutlich ist hier die Ursache zu suchen, weshalb es durch die Einnahme von Rizinus\u00f6l nicht nur m\u00f6glich ist, aus der Leber Gifte auszuleiten, sondern auch aus anderen Organen oder K\u00f6rperregionen.[12]<\/p>\n<p><a id=\"Bezug\" name=\"Bezug\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\">Bezug<\/span><\/h2>\n<p>Rizinus\u00f6l ist in Apotheken erh\u00e4ltlich und unter Lichtabschluss bei Zimmertemperatur aufzubewahren. Kennzeichnend ist, dass nur frisch gepresstes Rizinus\u00f6l nahezu geruch- und geschmacklos ist, mit zunehmendem Alter werden Geruch und Geschmack als unangenehm wahrgenommen. W\u00e4hrend Apotheken darauf zu achten haben, dass auch bei offen verkauftem Rizinus\u00f6l das Haltbarkeitsdatum nicht \u00fcberschritten wird, wird dieses bei den in der Apotheke abgef\u00fcllten Medizinalflaschen auf dem Etikett nicht notiert, womit man diesbez\u00fcglich zu Hause keine Kontrolle hat.<\/p>\n<p>In der Apotheke ist auch bereits fertig abgef\u00fclltes &#171;Caelo Raffiniertes Rizinus\u00f6l&#187; erh\u00e4ltlich. Die Flasche mit 100 ml Inhalt kostet etwa EUR 2,70. Deutlich kosteng\u00fcnstiger ist es, wenn man gleich einen Liter Rizinus\u00f6l bestellt. Beim Empfang der Ware ist auf folgendes zu achten:<br \/>\n&#8211; Auf dem Boden der Dose ist das Haltbarkeitsdatum aufgedruckt, z. B. 10\/07, rechnet man zwei Jahre zur\u00fcck, weiss man das Abf\u00fclldatum, hier: 10\/05.<br \/>\n&#8211; Weiter ist darauf zu achten, dass die Dose unter dem Schraubverschluss versiegelt ist; dieses garantiert, dass die Dose nicht angebrochen ist.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich noch ein Hinweis: Hat man der Dose den letzten Tropfen entnommen, lohnt es sich, diese oben mit einem Dosen\u00f6ffner zu \u00f6ffnen und den Rest in eine Medizinalflasche umzuf\u00fcllen, da zufolge der Gestaltung des Ausgusses aus Kunststoff immer ein ansehnlicher Rest in der Dose zur\u00fcckbleibt.<\/p>\n<p><a id=\"Quellen\" name=\"Quellen\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\">Quellen<\/span><\/h2>\n<ol>\n<li>Heinz L\u00fcllmann, Klaus Mohr: Pharmakologie und Toxikologie: Arzneimittelwirkungen verstehen &#8211; Medikamente gezielt einsetzen &#8211; 14. Aufl. \/ Stuttgart; New York: Thieme, 1999, S. 233.<\/li>\n<li>Klaus Aktories, Ulrich F\u00f6rstermann, Franz Hofmann, Wolfgang Forth: Lehrbuch Allgemeine und Spezielle Pharmakologie und Toxikologie &#8211; 9. Aufl. \/ M\u00fcnchen: Urban &amp; Fischer Bei Elsevier, 2005, S. 575.<\/li>\n<li>Harry Diener: Arzneipflanzen und Drogen &#8211; 2. Aufl. \/ Thun; Frankfurt (Main): Harri Deutsch, 1989, unter &#171;Oleum Ricini&#187;.<\/li>\n<li>Bernhard Zepernick, Liselotte Langhammer, J\u00f6rg B. P. L\u00fcdcke: Lexikon der offizinellen Arzneipflanzen \/ Berlin; New York: Walter de Gruyter, 1984 unter &#171;Ricinus L. &#8211; Wunderbaum&#187;.<\/li>\n<li>F. v. Bruchhausen u. a.: Pharmakotherapie, klinische Pharmakologie &#8211; 9. Aufl. \/ Stuttgart; Jena; New York: G. Fischer, 1995, S. 177.<\/li>\n<li>G. Fischer und E. Krug: Heilkr\u00e4uter und Arzneipflanzen: Tabellenbuch &#8211; 7. Aufl. \/ Wiesbaden: VMA, 1997, S. 311.<\/li>\n<li>H.P.T. Ammon (Hrsg.): Arzneimittelneben- und -wechselwirkungen: Ein Handbuch zur umfassenden und raschen Information f\u00fcr \u201erzte und Apotheker &#8211; 2. Aufl. \/ Stuttgart: Wissenschaftl. Verlagsges., 1986.<\/li>\n<li>F. v. Bruchhausen u. a.: Pharmakotherapie, klinische Pharmakologie &#8211; 9. Aufl. \/ Stuttgart; Jena; New York: G. Fischer, 1995, S. 177, Abb. 15.4.<\/li>\n<li>OTC-Barometer 2003 bzw. 2004: Darm-, Verdauungs- und Abf\u00fchrmittel. Eine Exklusivbefragung durchgef\u00fchrt von EMNID im Auftrag der Gong Verlag GmbH &amp; Co KG, M\u00fcnchen \/ Markt- und Mediaservices, 2003 bzw. 2004.<\/li>\n<li>William A. McGarey: The Oil that heals: A Physician&#8217;s Successes with Castor Oil Treatments (Expanded and revised edition auf Edgar Cayce and the Palma Christi) &#8211; 5th Printing \/ Virginia: A.R.E.Press, 1999.<\/li>\n<li>Stephan Niederwieser und Alan Forman: Die Wunderpflanze Rizinus: Das Geheimnis der Palma Christi \/ M\u00fcnchen: Knaur, 1999.<\/li>\n<li>Walter Sandritter u. a.: Allgemeine Pathologie\u00a0: Lehrbuch f\u00fcr Studierende und \u201erzte &#8211; 2. Aufl. \/ Stuttgart; New York: Schattauer, 1981.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a id=\"Siehe_auch\" name=\"Siehe_auch\"><\/a><\/p>\n<h2><span class=\"mw-headline\"> Siehe auch <\/span><\/h2>\n<p><a id=\"Relevante_Wiki-Artikel\" name=\"Relevante_Wiki-Artikel\"><\/a><\/p>\n<h3><span class=\"mw-headline\"> Relevante Wiki-Artikel <\/span><\/h3>\n<ul>\n<li><a title=\"Amalgam\" href=\"\/wiki\/Amalgam#Ausleitungs-_und_Entgiftungsmethoden_Amalgam\"> Amalgam &#8211; Ausleitungs- und Entgiftungsmethoden<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Glaubersalz\" href=\"\/wiki\/Glaubersalz\">Glaubersalz<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Vergleich Rizinus\u00f6l - Einlauf\" href=\"\/wiki\/Vergleich_Rizinus%C3%B6l_-_Einlauf\">Vergleich Rizinus\u00f6l &#8211; Einlauf<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Verstopfung\" href=\"\/wiki\/Verstopfung\">Verstopfung<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a id=\"Relevante_Foren-Beitr.C3.A4ge\" name=\"Relevante_Foren-Beitr.C3.A4ge\"><\/a><\/p>\n<h3><span class=\"mw-headline\"> Relevante Foren-Beitr\u00e4ge <\/span><\/h3>\n<ul>\n<li><a class=\"external text\" title=\"https:\/\/www.symptome.ch\/vbboard\/amalgam-entgiftung\/1804-rizinusoel.html\" href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/vbboard\/amalgam-entgiftung\/1804-rizinusoel.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Forumthema: Rizinus\u00f6l<\/a><\/li>\n<li><a class=\"external text\" title=\"https:\/\/www.symptome.ch\/vbboard\/amalgam-entgiftung\/41164-entgiftung-rizinusoel-anleitung.html\" href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/vbboard\/amalgam-entgiftung\/41164-entgiftung-rizinusoel-anleitung.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Forumthema: Rizinus Entgiftungsanleitung<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a id=\"Weblinks\" name=\"Weblinks\"><\/a><\/p>\n<h3><span class=\"mw-headline\"> Weblinks <\/span><\/h3>\n<ul>\n<li><a class=\"external text\" title=\"http:\/\/de.hi138.com\/?i384955_Beobachtete-die-Wirkung-von-oralen-Rizinus\" href=\"http:\/\/de.hi138.com\/?i384955_Beobachtete-die-Wirkung-von-oralen-Rizinus\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Beobachtung der Wirkung von oraler Rizinus\u00f6l-Darmreinigung vor Koloskopie<\/a> (automatische \u00dcbersetzung; siehe dazu Wiki-Artikel <a title=\"Vergleich Rizinus\u00f6l - Einlauf\" href=\"\/wiki\/Vergleich_Rizinus%C3%B6l_-_Einlauf\">Vergleich Rizinus\u00f6l &#8211; Einlauf<\/a>!)<\/li>\n<li><a class=\"external text\" title=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Enterohepatischer_Kreislauf\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Enterohepatischer_Kreislauf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Enterohepatischer Kreislauf (Wikipedia)<\/a><\/li>\n<li><a class=\"external text\" title=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rizinus\u00f6l\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rizinus%C3%B6l\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Rizinus\u00f6l (Wikipedia)<\/a><\/li>\n<li><a class=\"external text\" title=\"http:\/\/www.welt.de\/print-welt\/article331370\/25-000-Mal-giftiger-als-Strychnin.html\" href=\"http:\/\/www.welt.de\/print-welt\/article331370\/25-000-Mal-giftiger-als-Strychnin.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Rizinussamen<\/a> Toxizit\u00e4t (Giftigkeit)<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Falls tote Links entdeckt werden bitte Mitteilung an\u00a0<a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/members\/james.5353\/\">James<\/a><\/p>\n<p><!-- --><\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Inhaltsverzeichnis 1 Vorbemerkung 2 Herkunft 3 Gewinnung 4 Beschreibung 5 Abf\u00fchrende Wirkung 6 Anwendungsausschluss 7 Wirkungsintensit\u00e4t 8 Dosierung 9 Wirkungseintritt 10 Heilwirkungen 11 Bezug 12 Quellen 13 Siehe auch 13.1 Relevante Wiki-Artikel 13.2 Relevante Foren-Beitr\u00e4ge 13.3 Weblinks Vorbemerkung Vermutlich ist Rizinus\u00f6l eines der am meisten verkannten und geschm\u00e4hten Medikamente. \u00dcber kein sonstiges Medikament ist [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"class_list":["post-101","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-entgiftung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/101","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=101"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/101\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1890,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/101\/revisions\/1890"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=101"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=101"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/wiki\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=101"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}