Infektionsschutz Immunsystem

Kategorien: Säure-Basen-Haushalt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Die Luft, die uns umgibt, ist nicht so leer, wie unsere Augen uns erzählen. Sie enthält Unmengen von Lebewesen. Mit jedem Atemzug erhalten viele von ihnen ein Plätzchen in unserer Lunge. An dieser Stelle betritt das Immunsystem den Schauplatz. Welche Chancen hat es (z.B.) gegen alltägliche Infektionen wie z.B. bei Schnupfen?

Erste Verteidigungslinien

Im Moment der Ankunft ist jedes Virus unserem Immunsystem wehrlos ausgeliefert. Bemerkt das Immunsystem, daŸ ein Virus „angedockt“ hat, ist es aus mit dem Einwanderer. Wird das Virus nicht bemerkt, macht es sich auf die Suche nach einer Zelle, in die es eindringen kann. Und auch auf diesem Weg braucht es unserem Immunsystem nur aufzufallen, und wieder ist es aus.

Wird das Virus nicht bemerkt, entscheidet es sich irgendwann für eine Zelle, dringt in die Zelle ein und zwingt die Zelle, ihre eigentliche Aufgabe zu vergessen und statt dessen viele kleine Virus-Nachkommen zu produzieren. Aber auch das ist noch kein Beinbruch, denn die überfallene Zelle setzt an ihrer Oberfläche ein Signal: „Achtung – bin in der Hand des Feindes“. Wenn dieses Signal von einem Kämpfer des Immunsystems wahrgenommen wird, kann das Virus (eventuell) noch gestoppt werden. Zunächst kommt es auf den Typ des Kämpfers an. Ist es ein Typ, der dafür ausgerüstet ist, Zellen zu vernichten, wird er flugs damit beginnen und wieder ist es aus mit dem Virus.

Ist der Kämpfer nicht auf die Vernichtung von Zellen eingestellt, ruft er nach Hilfe. Und nun ist es eine Zeitfrage, was zuerst geschieht. Trifft zuerst die Verstärkung ein, ist es wieder aus mit dem Virus. –ffnet sich zuerst die überfallene Zelle und gibt die Virus-Nachkommen frei, hat der Feind Terrain gewonnen und wird wahrscheinlich weitere Zellen infizieren und weitere Viren produzieren und ein oder zwei Tage später sind wir richtig im Griff der Viren und beginnen uns unwohl zu fühlen.

Wenn uns ein Schnupfen ereilt, hat das nicht das geringste damit zu tun, dass uns ein Schnupfen-Virus attackiert hat. Die Zahl der Mikroben, die wir täglich einatmen, oder die wir uns auf andere Weise einhandeln (z.B. über die Hände), hat viele Nullen. AusschlieŸlich unser Immunsystem entscheidet über den Fortgang. Fährt es mit voller Kraft, bekommen wir (in der Regel) keinen Schnupfen.

Volle Kraft

Damit steht die Frage, wie geben wir unserem Immunsystem volle Kraft? An dieser Stelle könnten wir die einzelnen Bestandteile des Immunsystems genauer betrachten und (z.B.) feststellen, dass der Kämpfer XY die Aminosäure YZ benötigt und auŸerdem 2 Zinkatome. Wir könnten über Fresszellen reden, über Killerzellen, über B-Zellen, über T-Zellen, über Lymphe, Darm, Mandeln, Thymus, Milz oder Knochenmark, aber wie hilfreich wäre das? Wir wählen einen anderen Weg und betrachten nicht das Immunsystem selbst, sondern seine Ver- und Entsorgung.

Der einzige Ver- und Entsorger des gesamten Immunsystems ist das Bindegewebe. Es umschlieŸt jedes Organ und in ihm enden alle Blutbahnen. Alles, was das Blut heranbefördert, wird im Bindegewebe zwischengelagert. Und alles, was die Zellen des Immunsystems benötigen, wird ihnen vom Bindegewebe übergeben. Jeder Baustein, den das Immunsystem benötigt, wird vom Bindegewebe bereitgestellt. Oder nicht. Wie erfüllt unser Bindegewebe diese Aufgabe? Die Antwort dürfte rel. unbekannt sein, aber sie ist einfach und eindeutig: unser Bindegewebe ist ein schlechter Versorger. Es ist (mit groŸer Wahrscheinlichkeit) bis zur Schmerzgrenze mit Säuren verstopft, sodass für die Versorgung nur eine Notkapazität bleibt. Damit können die Materialwünsche des Immunsystems nur notdürftig befriedigt werden, was wiederum dazu führt, dass es zu wenige und schlecht ausgerüstete Immunkämpfer gibt. Wir beschlieŸen, die Versorgung des Immunsystems zu sichern, indem wir die Verstopfung des Bindegewebes entfernen. Können wir davon ausgehen, dass diese MaŸnahme das wirkungsvollste ist, was wir für unser Immunsystem tun können? Ja. Wenn wir die Versorgung verbessern bzw. sichern, bekommt unser Immunsystem eine neue Qualität. Ein groŸes Problem ist die Entfernung der Säuren nicht. Eine zweite Frage in Richtung Versorgung ist, ob das Blut alle Materialien bedarfsgerecht anliefert. Hier sind Lücken möglich, z.B. bei Jod, Chrom, Selen oder Folsäure. Näheres siehe hier.

In jüngster Zeit gewinnt ein starkes Immunsystem durch die „Resistenzen“ zusätzliche Bedeutung: angreifende Bakterien werden zunehmend unempfindlich gegen die eingesetzten Antibiotika. Die Speerspitze der Resistenten sind die Staphylokokken („MRSA„), aber auch bei E.coli, Klebsiella, Enterobacter, Pseudomonas u.a. sind bereits Resistenzen sichtbar und auch als Krankenhauskeime bekannt.

„hnliche Probleme treten durch Antimyotika bei Pilzerkrankungen (Candida) auf.

Impfen ?

Bei speziellen Beschwerden kann es sinnvoll, ja sogar notwendig sein, speziellen Faktoren des Immunsystems eine schnellere Gangart zu geben. Bekannte Beispiele für derartige Wirkstoffe sind Echinacea oder Mistel. Ohne Beschwerden ist die „Stärkung“ des Immunsystems in der Regel nicht erforderlich, denn es ist ein überaus effizientes System. Von der Schulmedizin wird, vorbehaltlos und in breiter Front, die vorbeugende Konfrontation des Immunsystems mit Erregern (Impfen) propagiert. Im Ergebnis soll der Widerstand des Immunsystems gegen den jeweiligen Erreger erhöht werden.

AuŸerhalb der Schulmedizin gibt es dazu vorwiegend Gegenstimmen. Häufig werden nicht nur spezielle Impfungen in Frage gestellt, sondern das gesamte Prinzip. Auch Berichte über Impfschäden sind keineswegs selten. Im Zwiespalt, ob impfen oder nicht, ist vielleicht die Feststellung von Prof. Pischinger (Das System der Grundregulation, HAUG Verlag) hilfreich, „daŸ die Abwehrlage nicht direkt vom Immunsystem, sondern vom Grundsystem abhängig ist“. Und der Kern des Grundsystems ist das Bindegewebe.
Siehe mehr unter Impfen

Wiki-Links

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