Zusammenhang zwischen Vitamin B12-Mangel und Alzheimer?

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... Studien legen einen Zusammenhang zwischen einem Vitamin-B12-Mangel und dem Auftreten der Alzheimer-Erkrankung nahe. Eines der charakteristischen Merkmale der Erkrankung ist die Anhäufung eines speziellen Eiweißes, des sogenannten Amyloid-β (Aβ). Dieses wird von Geburt an auch bei gesunden Menschen, die nicht von Alzheimer betroffen sind, gebildet. Hier halten sich Auf- und Abbau dieses Eiweißes jedoch die Waage. Kommt es zu einem vermehrten Aufbau oder einem reduzierten Abbau von Aβ häufen sich immer mehr Aβ-Eiweißmoleküle im Gehirn an, es bilden sich erst kleinere Aggregate, später dann größere Zusammenlagerungen, sogenannte Plaques.
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Neben dem positiven Effekt auf die Fettzusammensetzung der Membran wirkt Vitamin B12 positiv auf die Entgiftung der Zelle von freien Radikalen und oxidativem Stress. Diese Mehrfachwirkung von Vitamin B12 auf Mechanismen, die bei der Alzheimer-Erkrankung eine zentrale Rolle spielen, machen das Vitamin zu einem interessanten Ziel, welches bei der Prävention und Behandlung von Alzheimer eine wichtige Rolle spielen könnte. Auch wenn klinische Studien die Ergebnisse, die in neuronalen Zellen gefunden wurden, erst bestätigen müssen, so rät Prof. Dr. habil. Marcus Grimm insbesondere Personen, die eine höhere Wahrscheinlichkeit eines Vitamin-B12-Mangels aufweisen, diesen zu kontrollieren und auf eine Vitamin-B12-reiche Kost, ggf. unter Zuhilfenahme von Nahrungsergänzungsmitteln, zu achten. ...
(Hervorhebungen durch mich)

Die Alzheimer-Demenz entwickelt sich zwar langsam über Jahre. Trotzdem kann es meiner Meinung nach nicht schaden, prophylaktisch Vtamin B12 (am besten + B-Komplex zur besseren Aufnahme) einzunehmen. Bei einem Blutbild sollte darauf geachtet werden, daß Vitamin B12 als Methylmalonsäure bzw. Holotranscobalamin bestimmt werden.

Grüsse,
Oregano
 
wundermittel
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Offensichtlich kann nicht nur ein Mangel an Vitamin B12 eine Alzheimer-Demenz verstärken sondern auch ein Mangel an B1 bzw. der Vorstufe dazu: dem Benfotiamin.
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Neueren Erkenntnissen zufolge könnte ein Vitamin-B1-Mangel auch eine Rolle bei der Alzheimer-Demenz spielen: Denn in den Gehirnen von Patienten mit AD wurden erniedrigte Vitamin-B1-Konzentrationen nachgewiesen. Dass der Ausgleich eines Vitamin-B1-Mangels ein vielversprechender präventiver und therapeutischer Ansatz sein könnte, zeigen bereits Untersuchungen aus früheren Jahren: So wiesen chinesische Wissenschaftler in tierexperimentellen Untersuchungen nach, dass eine achtwöchige Behandlung mit der lipidlöslichen Vitamin-B1-Vorstufe Benfotiamin bei an Alzheimer erkrankten Mäusen nicht nur krankhafte Hirnveränderungen wie die Plaquebildung reduzieren, sondern auch Leistungsdefizite im Lernverhalten signifikant verbessern kann.

Die Wissenschaftler setzten in ihren Untersuchungen die Vorstufe Benfotiamin ein, weil frühere Untersuchungen mit wasserlöslichem Thiamin nur einen geringen positiven Effekt zeigten. Dies wurde dadurch begründet, dass der Körper den Biofaktor in oraler Form nur in begrenzten Mengen aufnehmen kann. Die fettlösliche Vorstufe Benfotiamin gelangt in wesentlich höheren Konzentrationen in den Körper und die Gewebe, was offensichtlich eine wichtige Voraussetzung für die Wirksamkeit in der Pathogenese der Alzheimer-Demenz ist. ...
(Hervorhebungen durch mich)

Grüsse,
Oregano
 
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