Zu sich selbst finden

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19.03.06
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Wie kann ein Mensch ohne professionelle Hilfe zu sich selbst finden? Ich weiss nicht, ob es hier irgendwo schon einen ähnlichen Thread gibt, aber momentan fehlt mir die Geduld danach zu suchen.

Wie kann man zu einer inneren Ruhe kommen, der eigenen Mitte total bewusst sein? Warum treibt es einem immer und immer wieder weg, als ob minus zu minus will? Wie kann man herausfinden, was man selber will? Was für einen gut ist?

Was hat euch geholfen, so zu werden, wie ihr seid? Seid ihr euch selbst oder verstellt ihr euch? Wollt ihr so handeln, dass es den Anderen gut geht und schaut nicht auf euch selbst? Wie kann man eine gute Mitte finden, dass man nicht sich selbst verleugnet, sondern eine Lösung findet, die für alle stimmt?

Was muss man machen, dass man sich nicht beeinflussen lässt in den alltäglichen Entscheidungen, weil man es allen Recht machen will?

Und warum ist Wolfgang gesperrt? :(

Vielleicht findet irgendjemand eine Antwort auf meine Fragen.. und sonst macht es auch nichts, nur schon das schreiben bringt etwas.
 
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09.09.06
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menschen sind verschieden veranlagt, die einen brauchen anleitung, kurse etc., andere, so auch ich, beschäftigen sich mit büchern, verinnerlichen die und lernen daraus.
diese verschiedenheit wurde mir bei der beschäftigung mit der numerologie - eine art der kabbala, bewusst.
und dann gibt es ja auch noch die kopf-bauch-herz-menschen ( enneagramm ) die meisten sind heutzutage so sehr verkopft, dass sie schwierigkeiten haben, etwas in bezug zu ihrem leben zu bringen. wir müssen wieder intuität lernen, in uns zu horchen udn dann unsern weg konsequent gehen.
 

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25.01.05
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Zurückblickend und einzelne Puzzleteile zusammen setzend, war ich wohl schon als Kind dabei mich in Richtung Mitte meiner Selbst zu bewegen. Nur habe ich diese erst viel viel später verstanden. Immer wieder davon abgelenkt und wieder ins Aussen abgedriftet, so richtete sich die Nadel doch immer wieder auf das Zentrum aus. Es ist ja nicht so, dass nur die anderen es sind, die einem davon abhalten zu seiner Mitte zu finden, oftmals ist man es selber, mit seinen Glaubensvorstellungen, Moral, Dogmen usw. Vieles, wovon wir glauben, dass es im Leben wichtig ist und von dem und für das wir uns vom Weg in die Mitte haben ablenken lassen, ändert irgendwann mal seine Wertigkeit. Beim einen ist es die Auseinandersetzung mit dem Sinn des Lebens, beim andern eine lebensbedrohliche Krise, eine Krankheit... Der Weisheit ist es egal, wie du sie erlangst - heisst ein Buchtitel, und so sehe ich es auch. Erfahrungsgemäss wird man immer wieder an ähnliche Situationen herangeführt, bis man gelernt und verstanden hat, und dann geht's weiter, zur nächsten Lektion. Es nutzt nichts sich davor zu fürchten, es führt kein Weg daran vorbei. Also gibt man sich hin und stellt fest, es ist alles gar nicht so schlimm, man gibt sich hin und akzeptiert und macht das Beste aus der Situation - und mag es für die Aussenstehenden noch so arg aussehen, für einem selber schaut's meist anders aus.

Schau Dir den Bach an, im Wald, im Gebirge, wo er noch nicht verbaut ist und lass ihn Dir vom Leben erzählen...

Phil
 

ADo

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06.09.04
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Genau wie Blockflöte musste ich auch gleich an Numerologie denken.
Falls du Internet explorer hast, kannst du mal bei chiren.net schaun, ob es dich anspricht. Es ist irgendwie anders, als andere numerologische Sachen, die ich gelesen habe. Es kostet nichts und das finde ich in der heutigen Zeit auch gut.
Explorer ist deshalb notwendig, weil es dafür geschrieben wurde (habe nachgefragt) und auf firefox gibts falsche Ergebnisse.

Wegen Wolfgang frag doch Marcel mal per PN

LG
 
Themenstarter
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19.03.06
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Vielen Dank für die schnellen Antworten... Ich merke wieder einmal, dass hier für alle geschaut wird und es wie eine grosse Familie ist.
Danke für die Seite mit der Numerologie, schaue es mir gleich mal an...

und phil... Das ist eine gute Idee... Einfach mal weg von zu Hause, hinaus in die freie Natur ohne irgendwelche elektronischen Geräte.. und spüren... Vielleicht erlange ich zu einer Erkenntnis?
 
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27.03.04
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Hallo ShadowLady,
hab grad nach der inneren Mitte gegoogelt, innerhalb von 0,23 sec. bekam ich 2.140.000 Vorschläge. Davon hab ich jetzt einen rausgesucht, der das ganz gut beantwortet
http://www.esoterikforum.at/forum/archive/index.php/t-3590.html
Dann kenn ich noch eine Möglichkeit:
stell Dich hin, Füsse schulterbreit auseinander, ganz leicht in die Knie gehen, entspannen. So, und jetzt stell Dir vor, dass Du von der Mitte des Scheitels einen Faden hast, der zur Mitte des Himmels führt. Wenn Du Dich an diesen Faden hängst, kommt Deine Mitte ganz von alleine.
Ja, und der Wolfgang wurde gesperrt, weil er hier zu viele Leute zum selbständigen Denken:idee: animierte. Kannst Dir ja vorstellen, dass sich die dann ständig am Kopf kratzen mussten und sowas wird mit mit der Zeit halt lästig:D :freu: :zunge: :wave: :))) :holzhack:
Grüsse
:greis:
 
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25.01.05
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...ach so - Du meinst so'n richtigen Wolf mit jucken und allem, bei dem man sich dann andauernd kratzen muss? (Na ja, er wollte was bewegen - so wurde er bewegt, fort bewegt...) :chat: so sehe ich das. Jedensfalls hat das Forum meiner Meinung nach dadurch nichts gewonnen...

Phil

PS. ...nein, ich schreib's hier nicht rein!
 
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28.09.05
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hallo shadowlady,

ich kann dir nicht sagen, wie ein mensch ohne professionelle hilfe zu sich finden kann.
ich kann dir nur sagen, wie es bei mir geschieht.

wenn ich wirklich sehr, sehr krank bin, aber auch bei dingen, welche für mich ein leid, eine qual, oder einfach etwas schweres sind, dann geht es mir so schlecht, dass ich erlösung aus dem zustand finden möchte.
ich bin dann, wie ich bin und erkenne etwas höheres über mir.
etwas leichtes.
etwas gewaltiges.
vielleicht etwas göttliches oder wie immer man es bezeichnen möchte.
ich schaue hoch und bitte um erlösung.
doch dann denke ich, dass das nichts bringt, wenn ich einfach ohne eigenes zutun erlöst werde, weil ich davon nichts habe.
so bitte ich, dass ich kraft bekomme, um mich selbst erlösen zu können.
ich schaue in mich hinein und werde stark.
auf die frage hin, wie ich nun aber die erlösung finde, erkenne ich, dass sie tief in mir liegt.
ganz in mir drinnen.
das ist meine mitte.

ich finde, das der franziskus ein gebet gemacht hat, welches viele mittige weisheiten enthält.
ich meine; man muss ja nicht an gott glauben.
oder egal an welchen gott.
man kann auch an sich glauben.
doch ich finde, dass in dem gebet eigentlich alles drinnen ist, was ich persönlich brauche, um zu mir und zu meiner inneren ruhe zu finden.
es geht dann wie ein flämmchen in mir auf, welches mich zu meinem bewusstsein führt.

ich finde, dass dieses gebet für mich und für mein umfeld ist.
also ich handele damit so, dass es anderen gut geht, aber ich vergesse mich dabei selbst nicht.
ich verleugne mich auch nicht, sondern mache mich zum instrument für andere.
ich lasse mich aber damit auch nicht ausnutzen, weil ich dabei wiederum zu meinem selbst finde, was eine grosse bereicherung ist.

ich denke, dass ich anderen nur in denen bereichen helfen kann, in denen es bei mir selbst stimmt.
also ich lasse dabei nicht für mich entscheiden, weil ich es anderen recht machen will, sondern ich schaue, dass es mir gut geht.
den anderen kann ich es damit automatisch recht machen.
(lächle in den spiegel und er lächelt dir zurück!)

ich denke, dass ich eine ganze welt in mir drinnen habe, welche das abbild meiner äusseren welt ist.
wenn es also in mir drinnen stimmt, kann es erst um mich herum stimmen.

ich denke, dass einem die schwäche (der innere schweinehund) weg treibt.
den schwäche ist leicht.
die kraft bringt einem zurück.
aber kraft ist schwer.
sie ist nicht so einfach zu tragen wie die schwäche.

andere sagen, es gäbe böse wesen im universum, welche einem zu sich holen möchten, damit man nicht zu den guten wesen geht. damit das böse über das gute siegen kann. so kann man es anscheinend auch ausdrücken. *ggg*

ich denke, in dir drinnen weisst du ganz genau, was du willst.
wenn du in dich hörst.
du kannst lernen auf deine innere stimme zu hören.

viele liebe grüsse von shelley :lolli:


O Herr,
mache mich zum Werkzeug Deines Friedens,
dass ich Liebe bringe, wo man sich hasst,
dass ich verzeihe, wo man sich beleidigt,
dass ich verbinde, wo Streit ist,
dass ich Glauben bringe, wo man verzweifelt,
dass ich Wahrheit bringe, wo Irrtum herrscht,
dass ich Freude bringe, wo Traurigkeit ist,
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung droht,
dass ich ein Licht anzünde, wo Finsternis waltet.

O Herr,
hilf mir, dass ich nicht danach verlange
getröstet zu werden, sondern zu trösten,
verstanden zu werden, sondern zu verstehen,
geliebt zu werden, sondern zu lieben.

Denn:
wer da gibt, der empfängt,
wer verzeiht, dem wird verziehen,
wer stirbt, der wird zum ewigen Leben geboren.
 
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10.01.04
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Ich frage mich, ob man denn jemals nicht "ich selbst" ist. Wenn man nach diesem Zustand sucht, muss man doch schon eine Vorstellung davon haben, wie das aussehen soll.
Ich denke aber, daß sich diese Vorstellung erst entwickelt und sich auch im Laufe des Lebens durch Erfahrungen, Lernen, Leben verändert. Shelleys Gedicht oben finde ich wunderschön. Kant hat es eher nüchterner gesagt, aber letzten Endes läuft es auf das gleiche heraus: Was Du nicht willst, was man Dir tu', das füg' auch keinem andern zu!

Die STille in der Natur oder auch das lärmende Rauschen eines Wasserfalls können helfen, immer wieder den täglichen Trubel abzuwerfen und besser in sich hineinzuhorchen.
 
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14.01.04
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Hallo Shadow Lady

Zuerst kurz zu Wolfgang:
Wieso Wolfgang gesperrt ist weiss ich nicht, weiss nicht einmal, dass er gesperrt ist und wäre um infos selber froh.

zu zu sich selbst finden:
Für mich ist es wie mit einem komplizierten Gegenstand, den man anschaut, berührt, vielleicht Knöpfe drückt etc etc und nicht weiss was und für was er eigentlich genau ist.
Am besten fragt man dann denjenigen, der diesen Gegenstand entworfen und konstruiert hat. Der weiss was und für was er ist.

Das Gebet von Shelley kann da helfen und auch das direkte Stellen der obgenannten Fragen an Gott, oder noch besser die Bitte um eine allgemeine Offenbahrung.
 

Malve

Da der Begriff Numerologie gefallen ist - ich bin einmal bei einer Veranstaltung einer bekannten "Numerologin" gewesen (es gibt auch Bücher von ihr) und habe zugestimmt (unter anderen Teilnehmern), meine "Zahlen" analysieren zu lassen.

Das Ergebnis war haarsträubend und entsprach in keinster Weise den Tatsachen. Schliesslich wurde vor allen Anwesenden noch eine sehr taktlose Aussage bezüglich eines medizinischen Eingriffs gemacht, den ich angeblich hätte vornehmen lassen. Ich müsse nicht darauf antworten, war die Bemerkung, aber es war mir wichtig darauf zu antworten, weil diese Aussage genau so falsch war wie der Rest der Eröffnungen.

Seitdem weiss ich, was ich von der Numerologie zu halten habe...

LG,

uma
 
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22.04.06
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Hallo ShadowLady,

die Dinge kommen entweder von allein oder gar nicht. Abkürzungen gibt es nicht. Eine gute Sache wäre es, den Beitrag von phil noch 10 oder 20 mal zu studieren. Schön langsam und immer in einer ruhigen Stunde.

Viele Grüsse
Wero
 
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09.09.06
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hallo uma,

es tut mir leid, dass du solche negat. erlebnisse mit der numerologie verbindest. dabei kann man nicht von jetzt auf nachher eine analyse aufstellen. sie ist für mich auch nur ein teil der selbsterkenntnis.
ich denke auch, dass es kein allgemeingültiges programm zur selsbterkenntnis und reife gibt.
als ganz junge buchhändlerin in einer christl. buchhandlung wurde ich durch kunden zu entsprechender literatur geführt, las eh imemr viel, erzählte auch bereits an anderer stelle, wie ich bei miener 1. akupunktur und darmsanierung durch mditat. literatur eine neue lebenseinstellung gewann.

ich bin, wie bereits gesagt, ein mensch, der keine kurse etc. braucht, fand mich in millmans numerologie wieder, übrigens auch meine enkel.
am miesten beeinflusste mich rohr, enneagramm, mit dem ich auch lernte, besser mit meine schülern einzuschätzen.

lg monika
 
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13.09.06
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Hi shadow Lady:)

Ich bin mir sicher das auch du etwas kennst das dich ausfüllt oder glücklich macht. Sei es ein Hobby, Freundschaft oder eine andere Beschäftigung welche dich in eine angenehme atmosphäre hüllt. Dieser Uhrsprungspunkt kann dir wie ein Kompass im leben sein der dich daran erinnert wo es langgeht oder warum du Kämpft. Es ist Natürlich das es einem immer vom Weg abzieht den niemand kennt
alle gegebenheiten im vorraus.
Es ist ein Ding der Unmöglichkeit eine lösung zu finden die immer allen zusagt, aber es sollte ein streben sein einen kompromiss zu einem problem zu bewerkstelligen.
Verleuge nicht deine eigenen Bedürfnisse, stell das Wohl anderer nicht über dein eigenes finde mit deinem Kompass den mittelweg.
Nim was du brauchst und gib alles was du hast.

Du findest deinen Punkt :) Sobec
 
Beitritt
09.09.06
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gerade stieß ich auf eine sehr guten aussruch albert schweizers, den ich an euch weitergeben möchte


die größte entscheidung deines lebens liegt darin,
dass du dein leben ändern kannst,
indem du deine geisteshaltung änderst.
 
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02.05.06
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hi liebe schattendame,

In die eigene mitte findet man sich,durch zu leben,und erfahrungen zu machen.
Durch jedem einzelne erfahrung lernt man was zu einem selber passt,und wurzelt sich jedem einzelne teil in sich,die mitte kommt dan vom ganz alleinem.
Ich war manchmal sehr ungeduldig,wollte maches abzwingen für mich,bis ich entdeckte das das leben mir das gibt was ich brauch.
Auch diese sich hingeben an der strohm des lebens bringt ruhe und ein weg zur mitte.
Das mitte ist gar nicht so weit weg,wie wir manchmal denken.
Wir haben gelernt zu suchen nach allem,aber wenn man lernt zu warten bis es uns findet ist das ein einfachere schönere weg,die einem auch weniger überfordert.
Wenn ich mal nicht in mein mitte bin,weil ich gerade ein erfahrung mache,vertraue ich das das genau richtig ist,ich werde den neue mitte dan bald wiederfinden.und es wird starker sein,stabieler.

liebe grüss Soul
 
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24.09.06
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HOHO, klasse! Das ist doch schon mal ein schöner zweiter Schritt (müsst ihr nicht verstehen).Ihr kommt gut voran.Wobei? Geht unter einen Wasserfall oder einfach in die Natur und denkt darüber nach.
Selbst in einer Stadt, die nie Ruhe findet, ist es möglich die eigene zu finden, egal wie viele Geräusche ein ablenken, jeder kann es überall in sein Gleichgewicht finden.
Wer mir vertraut, vertraut sich selbst! Trifft auch auf andere zu.
Liebe Grüße
Tiger
 

Anne B.

Liebe ShadowLady,

im Moment tut es mir ganz gut, mich ein wenig mit seelischen Dingen zu beschäftigen. Deshalb greife ich noch einmal dein Thema auf und antworte auf deine Fragen. Vielleicht erschließt sich auch mir dadurch das ein oder andere, was ich eventuell übersehen oder inzwischen wieder vergessen habe...

Wie kann ein Mensch ohne professionelle Hilfe zu sich selbst finden?

Es ist oft einfacher mit Hilfe anderer Menschen Dinge zu erkennen, die in einem verborgen sind. Ein Therapeut stellt Fragen, er hinter-fragt dich. Manchmal kann es sogar wie ein Schlag vor den Kopf sein, weil man sich diese Frage selbst noch nie gestellt hat und man wird irgendwie gezwungen, mal die Sache von einer anderen Seite zu betrachten. Sicher kann man auch ohne professionelle Hilfe zu sich selbst finden, aber ich denke dass der Weg unter Umständen länger dauert, weil man sich durch unbewußte Verhaltensmuster immer wieder selbst in bestimmte und schmerzhafte Situationen hineinmanövriert.

Wie kann man zu einer inneren Ruhe kommen, der eigenen Mitte total bewusst sein? Warum treibt es einem immer und immer wieder weg, als ob minus zu minus will? Wie kann man herausfinden, was man selber will? Was für einen gut ist?

Vielleicht indem man einfach zuläßt, so zu sein, wie man ist und akzeptieren lernt, dass es Menschen gibt, denen das nicht gefällt, weil sie auch noch nicht ihre Mitte dauerhaft gefunden haben. Aber wer hat das schon? Gut ist, was gut tut, aber leider hilft es nicht immer dabei, Entscheidungen zu fällen. Gut ist oft auch Unangenehmes, was einen durchaus vorwärts bringen kann, z. B. Kritik. Wichtig ist jedoch m. E. immer, sich auf die einzelne angesprochene Sache zu konzentrieren und sich nicht als ganzer Mensch abgelehnt zu fühlen. Das mußte ich jedenfalls erst lernen.

Was hat euch geholfen, so zu werden, wie ihr seid?

Alle Menschen die mir in meinem Leben begegnet sind und die Auseinandersetzung mit ihnen. Das Leben formt uns zwar, aber gebrannt wird man letztlich immer im "eigenen Ofen". Das macht jeden von uns einzigartig.

Seid ihr euch selbst oder verstellt ihr euch?

Manchmal verstelle ich mich :rolleyes: , aber auch dabei bin ich immernoch ich selbst.

Wollt ihr so handeln, dass es den Anderen gut geht und schaut nicht auf euch selbst?

Ja und nein. Ich versuche immer zu schauen, dass beide Seiten etwas davon haben. Manchmal neige ich leider zur Selbstaufgabe, aber manchmal fordere ich auch etwas. Es steht mir dann nach meiner Überlegung einfach zu, was nicht zwangsläufig heißt, dass ich dem anderen dadurch etwas wegnehme. Im Gegenteil: wenn jemand mich absolut nicht verstehen will oder kann, dann gebe ich die Projektion einfach zurück und werde so, wie der andere mich sieht. Dann sieht mein Gegenüber sich bestätigt und freut sich, dass er Recht hat :D .

Wie kann man eine gute Mitte finden, dass man nicht sich selbst verleugnet, sondern eine Lösung findet, die für alle stimmt?

Einfach sagen, dass man nach einer Lösung sucht, die allen gerecht werden soll. Manchmal gibt es auch einfach keine Lösung, dann muss man weitergehen. So kann man auch Probleme lösen ;-) .

Was muss man machen, dass man sich nicht beeinflussen lässt in den alltäglichen Entscheidungen, weil man es allen Recht machen will?

Einfach aussprechen, dass man einen anderen Weg gewählt hat und dass man die Erwartungen anderer gern erfüllen würde, wenn man es denn könnte. Vielleicht kann einem der ein oder andere dann sogar behilflich sein.

Und warum ist Wolfgang gesperrt? :(

Ich weiß nur dass er nach einem Beitrag, den ich zufällig kurz zuvor gelesen hatte und der für mich bestimmt war, anschließend samt Beitrag verschwunden ist. Zu Recht, auch aus meiner Sicht (vor allem, was den Beitrag anbelangte). Verwarnungen gab es ja schon vorher.

Hoffe, dass es etwas hilfreich war. Mir hat's jedenfalls im Moment geholfen, "meine Mitte" wieder zu finden. Jetzt kann ich zufrieden schlafen gehen.

:Nacht:
Flower:)
 
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23.07.06
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Der Schlüssel: Selbstzentriert sein...

- ich versuche es zumindest - heißt für mich, mich nicht zu verbiegen, so zu leben, zu handeln, dass ICH ein gutes Gefühl dabei habe. Der Indikator für mein Handeln ist einzig mein Gefühl. Richtig oder falsch, gut oder schlecht, "du sollst" oder "du sollst nicht" - das kann mir niemand vorgeben. Ich allein kann und muss das für mich festlegen.

Wer es schafft so zu leben, dessen Welt wird immer in der Ordnung sein, denn er selbst ist in der Mitte seiner Welt, seines Selbst.

Ganz bestimmt nicht im Sinne unseres Schöpfers ist es, so zu handeln, dass es nur den anderen gut geht und man innerlich zerrissen (= nicht in seiner Mitte), unzufrieden (= ohne Frieden) und unglücklich ist.

Und das Wolfgang gesperrt wurde finde ich höchst bedauerlich. Einmal mehr wurde VERMEINTLICH "Schlechtes" in den Vordergrund gestellt. Ich bin mir sicher, dass er niemals einen Beitrag GEGEN jemanden geschrieben hat, sondern stets bestrebt war FÜR den Betroffenen zu schreiben.

Wer hat gefragt, bei wie vielen er GUTES bewirkt, wem er geholfen hat? Mir jedenfalls hat er in einer schweren Krise beigestanden und ich möchte ihm an dieser Stelle für seine Hilfe von ganzem Herzen danken.

Licht und Liebe,

Sanne
 
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