Wie lange hält Röschenflechte?

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19.08.22
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Hallo geschätzte Community

Ich bin neu bei euch und habe mich eigentlich etwas in die Materie eingelesen, jedoch von keinem mit einem ähnlich langen Röschenflechtenausschlag gehört.

Vor etwa 4 Monaten bekam ich an Knie, Schulter und Hüfte einen rötchlichen Ausschlag. Ich dachte zuerst an eine Pilzinfektion und habe versucht dies selbst mit einigen Pilzcremes zu behandeln. Als die Flecken nicht weggingen sondern sich vermehrt hatten, ging ich dann vor 2 Monaten zum Dermatologen. Er diagnostizierte Röschenflechte und meinte das ginge in etwa 4 Wochen von alleine wieder weg. Seither sind knapp 8 Wochen vergangen, aber es ist absolut nichts besser geworden, eher schlimmer. Die Flecken sind in der Zwischenzeit nicht nur am Oberkörper, sondern auch an beiden Beinen.
Zum Glück habe ich keinen Juckreiz an den Stellen, aber ich schäme mich so in der Öffentlichkeit zu zeigen.
In Zeiten von Affenpocken und Corona wird man immer komisch angeschaut, sobald man schon mit kurzen Hosen rumläuft.

An die üblichen Empfehlungen wie keine enge Kleidung, Vermeidung von Schwitzen (Sauna und Solarium besuche ich sowieso nie), kein Sport etc habe ich mich möglichst gehalten. Bäder mit Meersalz haben ebenfalls nichts gebracht. Und da sich immer noch keine Besserung bei mir zeigt, wollte ich mal wissen, ob es tatsächlich sein kann, dass Röschenflechte so lange anhalten kann?
 
wundermittel
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wollte ich mal wissen, ob es tatsächlich sein kann, dass Röschenflechte so lange anhalten kann?

Hallo Free-Style-ZH, die Frage kann ich dir nicht beantworten, aber eine Beobachtung mitteilen: Ich hatte eine solche Röschenflechte auch jahrelang immer wieder (ohne zu wissen, was es war, das habe ich erst jetzt durch deine Frage herausgefunden :)). Seit ich vor einigen Jahren bemerkt habe, was der Auslöser war, tritt sie nicht mehr auf. Und was war der Auslöser? Nicht ganz abgewaschene Seifenreste. (Eine teure Weleda-Seife, trotzdem ist sie nicht gut für die Haut, wenn ein Spritzer draufbleibt.)

Die Erläuterungen in dem Wikipedia-Artikel zur Röschenflechte legen ja nahe, daß allergische Veranlagung (atopische Diathese) eine Rolle spielt. Siehe auch: https://online-hautarzt.net/pityriasis-rosea-roeschenflechte/

Du kannst ja einmal überlegen, welche Rolle Dusch-, Wasch- und Shampoo-Produkte bei dir spielen könnten.

P.S. Meine Hauterscheinung war immer so: ein kleiner roter, schuppiger Fleck taucht wie aus dem Nichts auf, wächst, wobei der Rand rot und schuppig ist, während das Innere verblaßt, und nach einigen Wochen oder Monaten, wenn der Fleck ca. 10 cm im Durchmesser ist, wird er schwächer und verschwindet dann. Das konnte schon auch mal ein halbes Jahr dauern. Es waren immer einzelne wenige, große Flecken, nie zahlreiche verstreute Flecken. Ob das nun klassische Röschenflechte ist, weiß ich natürlich auch nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
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14.03.07
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Hallo Free-Styler,

Dein Verlauf ist auf jeden Fall ungewöhnlich. Meine Röschenflechte dauerte beim ersten Mal nur ca. 3 Wochen (allerdings wurde diese von einem Heiler besprochen, hatte nicht daran geglaubt, trotzdem hatte es geholfen)
denn . . .

. . . ein paar Jahre später trat sie ein weiteres Mal auf und dauerte - bis restlos abgeklungen ca. 10 Wochen - (ohne Besprechung) allerdings sah man zumindest nach 6 Wochen eine Besserung und lange Zeit waren die abgeheilten Röschen als weiße Punkte sichtbar.
Arme und Beine waren bei mir auch nicht betroffen (dies Phänomen ist bereits selten)
deswegen würden ich den Rat eines weiteren Dermatologen einholen, der zumindest einschätzt ob nicht doch noch etwas anderes dort aufblüht.

Gute Besserung von Kayen
 
regulat-pro-immune

ory

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Hallo Free-Styler, herzlich willkommen bei uns.

Nicht versäumen möchte ich das Pityriasis rosea (Röschenflechte) in der letzten Zeit doch recht häufig diagnostiziert wird, ein möglicher Zusammenhang bzw. Nebenwirkung einer Impfung gegen Covid19 könnte auch in frage kommen wenn du gegen Corona geimpft bist.
Quelle:

Gruß Ory
 
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06.07.22
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Hallo Free-Styler,
ich hatte vor einigen Jahren zwei Mal Röschenflechte, die auch einige Wochen dauerte. Was mir half und die Flecken beim zweiten Mal schneller abklingen ließ, war neben deinen bereits genannten Maßnahmen:
1. Nicht duschen/baden/cremen. Ich durfte mich nur im Gesicht, an den Achseln und im Intimbereich vorsichtig waschen. Es war schwer auszuhalten, hat aber geholfen.
2. Ich bekam bei meiner Dermatologin eine UV-Bestrahlung in einer speziellen Kabine (bisschen wie ein Steh-Solarium). Anfangs täglich wenige Minuten (beginnend mi t 30 Sekunden), dann wurden die Abstände und die Bestrahlungsdauer erhöht (auf etwa 10 Minuten 1x pro Woche), bis alles abgeheilt war.

Dir alles Gute!
Cato
 
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10.01.04
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Hallo Free-Styler,

ich finde diese Informationen nützlich:
...
Der Hautarzt erkennt die Erkrankung meist schon mit seinem Expertenblick. Da die Erkankung jedoch nicht selten andere Hautkrankheiten imitiert, sind öfters Untersuchungen zur Abgrenzung von anderen Krankheiten notwendig. Manchmal nimmt er eine Hautprobe, um eine Pilzinfektion auszuschliessen; auch Neurodermitis und Schuppenflecht oder nummuläres Ekzem können ähnlich aussehen. Selbst eine Arzneimittelallergie oder eine Virus-Infektallergie kann die Röschenflechte imitieren. In seltenen Fällen kann die Krankheit auch wie Syphilis aussehen - eine Blutuntersuchung bringt Klarheit. Leider existiert keine einfache, 100% wirksame Untersuchungsmethode, um die Diagnose endgültig zu beweisen. ...

... Neben dem kommen erbliche Ursachen sowie Chemikalien oder Arzneimittel (z.B. Antibiotika, Entwässerungstabletten oder Medikamente gegen Bluthochdruck) als Ursache in Betracht, ebenso sind auch Viruserkrankungen der Leber (Virushepatitis), Begleiterkrankungen wie Diabetes, erhöhte Cholesterin- oder Harnsäurewerte, Kontaktallergien (bei Befall der Mundschleimhaut) gegen Gold, Amalgam, Inhaltsstoffe von Zahnpasta o.ä. sowie psychische Faktoren wie anhaltender Stress, Konflikte etc. möglich. ...

Ist bei Dir denn eine Hautprobe genommen worden, um klar zu stellen, ob es sich um eine Röschenflechte handelt?

Grüsse,
Oregano
 
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15.05.22
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Röschenflechte ist eine Viruserkrankung. Ich hatte die vor einigen Jahrzehnten einmalig gehabt. Vieles weiß man über die Krankheit noch nicht. Sie ist allerdings harmlos und vermutlich nicht ansteckend. Aber das steht in den Google-Infos alles drinnen.

Ich hatte damals auch einen Hautarzt, der mir vom Duschen abriet und meinte, das würde von selbst wieder heilen. Jedenfalls fühlte ich mich doch recht unwohl, denn es juckte und jede Form von Kleidung, außer dünnem Leinen, verschlimmerte das Ganze nur.
Ich bin dann zu einer Hautärztin gegangen. Diese hatte mir eine stark rückfettende Seife empfohlen und sie hatte mir eine Cortisonsalbe verschrieben, die ich ganz dünn nach Bedarf auftragen sollte. Die Röschenflechte dauerte ca zwei / drei Wochen, soweit ich das noch in Erinnerung habe. Eine Woche war ich krankgeschrieben, bis die schlimmsten Hauptsymptome abgeklungen waren (jucken und Kleidungsunverträglichkeit).
Die Seife und die Cortisonsalbe haben bei mir eine enorme Verbesserung gebracht. Vielleicht gibt es inzwischen Alternativen zum Cortison?
 
Themenstarter
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19.08.22
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Ich danke euch für die zahlreichen Meldungen und Tipps.
Syphilis meinte der Dermatologe hätte ebenfalls ähnliche Symptome. Als ich jedoch ihm versicherte dass ich ausserhalb der Beziehung kein Geschlechtsverkehr hatte, ging er nicht weiter darauf ein. Einen Abstrich unter dem Mikroskop hat er ebenfalls angeschaut und daraufhin Röschenflechte diagnostiziert.
Das mit der Covid-Impfung hat mir eine Kollegin ebenfalls erzählt, nur liegt meine Impfung über ein Jahr zurück. Bin kein Arzt, aber eine so späte Reaktion kann ich mir kaum vorstellen.
Cortisonsalbe habe ich bereits selbst getestet, half leider auch nicht... Die UV-Bestrahlung hatte mir der Dermatologe auch noch genannt, aber als nicht sonderlich hilfreich abgetan.
Bin jetzt daher am überlegen, ob ich einen zweiten Dermatologen aufsuchen soll oder bei ihm erneut vorstellig werden.
 
regulat-pro-immune
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06.07.22
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Moin:)
Zur eigenen Beruhigung würde ich vielleicht auch noch eine Zweitmeinung einholen. Eine Bestätigung der Röschenflechte kann per Hautbiopsie erfolgen. Das wurde bei mir beim ersten Mal gemacht (im Oberschenkel, etwa 3mm Durchmesser).
Es klingt sicherlich nicht hilfreich, wenn ich dir rate, dich nicht zu sehr zu beunruhigen. Aber die Röschenflechte (wie auch andere Hautkrankheiten) werden durch Stress getriggert. Vielleicht kannst du dich innerlich ein wenig beruhigen, indem du dir sagst, dass es keine schlimme Krankheit ist und es irgendwann abheilen wird. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es nicht leicht ist, sich nicht stressen zu lassen, wenn man doch so gestresst ist. Mir ging es damals ähnlich, zumal mich die Röschenflechte auch noch im Hochsommer erwischt hatte und Schwitzen unvermeidlich war und das Duschverbot einem Alptraum glich.
Auf alle Fälle drücke ich dir die Daumen, dass du dich bei dem anderen Dermatologen besser aufgehoben fühlst und er dir helfen kann.
Liebe Grüße und alles Gute,
Cato
 
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