Weihnachtsgebäck

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Menschen mit einer Allergie gegen Pollen oder Gräser sollten beim Verzehr von Weihnachtsplätzchen vorsichtig sein. Besonders wer gegen Birkenpollen allergisch ist, reagiert auch häufig bei Mandeln, Haselnüssen, Walnüssen oder Kernobst, wissen Allergologen. Auch Beifuß-Allergiker sollten an Weihnachten mit Umsicht naschen. Typische Gewürze wie Anis, Koriander oder Zimt könnten ihnen den Genuss nachhaltig verleiden. Die Folgen reichen von Kratzen im Hals über Hustenreiz bis zu Luftnot. Schuld an den Beschwerden sind so genannte Kreuzreaktionen. Die Pollen- allergene gleichen in ihrer Struktur nämlich bestimmen Eiweißen in Nahrungsmitteln. Ist das Immunsystem auf eine Pollenart sensibilisiert, reagiert es auch beim Kontakt mit strukturähnlichem Eiweiß anderer Pflanzen.
http://www.luft-zum-leben.de/lzl/e132/e133/e727/content_ger.jsp

Welches Weihnachtsgebäck ist denn wohl richtig "harmlos"? :confused:

Gruss,
Uta
 
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30.06.05
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Hallo Uta!

Hab leider nur ein Rezept gefunden in der Natur & Heilen ohne Milch und Eier. Aber wer kreativ ist, der kann vielleicht damit auch etwas anfangen:

Wie sich schmackhaftes Gebäck ohne Milch und Eier herstellen lässt

Unwiderstehlich für viele ist eine Weihnachts-Kaffeetafel mit Plätzchen, ... Doch nicht alle können sich diesen Genuss gönnen. Sie vertragen entweder keine Milch (Lactasemangel) oder sind gegen Milch-oder Hühnereiweiss - den Grundzutaten von Gebäck - allergisch.
Auch Neurodermitiker und Menschen mit erhöhtem Cholesterinspiegel müssen Gebäck oft meiden. Eier gelten für Konditoren und Hobbybäcker als unverzichtbar, denn sie binden und lockern den Teig. Doch es geht auch ohne. Für Rührteige, Mürbe-, Hefe- und Pfannkuchenteig lässt sich ein Ei ersetzen durch:
- 1 Esslöffel Pflanzenöl, 1/2 Esslöffel Backpulver und 2 Esslöffel Wasser. oder
- 1 Esslöffel vollfettes Sojamehl und 3-4 Esslöffel Wasser. Sojamehl portionsweise unter das Mehl mischen. Dazu das Wasser geben.
Anstelle von Milch kann man verwenden: - verdünnte Dosenmilch oder Sauermilchprodukte wie Joghurt, Kefir, Dickmilch. Saure Sahne und creme fraiche sind in kleinen Mengen meist bekömmlich.
-Kuhmilch-Allergiker können auf Schaf-oder Ziegenmilch ausweichen.
- Reismilch und Hafermilch (im Reformhaus und Bioläden) eignen sich als Flüssigkeitsersatz. Ebenso Soja- und Kokosmilch. Fette werden unterschiedlich vertragen. Problemlos sind vollfette Pflanzenmargarine und Öle. Sauerrahmbutter ist bekömmlicher als Süssrahmbutter. Weitere Alternativen, die zum Gelingen des Teiges beitragen (nachzulesen in dem Buch von Ilka Saager"Backen ohne Milch +Ei", Gräfe und Unzer-Verlag 2002) sind:
- Reismehl oder Kichererbsenmehl (zu normalem Mehl im Verhältnis 1:4), Kartoffelpüreepulver (in Flüssigkeit anrühren), gekochte Kartoffeln vom Vortag (esslöffelweise unter den Teig mischen). Kartoffeln machen Backwerk lockerer und halten es länger frisch. Ausserdem gibt es Ei-Ersatzprodukte (Reformhaus) aus Soja und Guarkenmehl, mit deren Hilfe selbst ein Biskuit-Teig locker gelingt.

Rezept Rührteig
Zutaten: 100ml Öl, 80 g Zucker, 2 Teelöffel Natur- Vanillezucker, 50 g Sojamehl vollfett, 100 g Dinkelmehl, 100 g Stärke, 3 gestrichene Teelöffel Weinsteinbackpulver, 250 g Mineralwasser.
Zubereitung: Öl, Zucker und Vanillezucker gut verrühren, Sojamehl mit Mehl, Stärke, und Backpulver mischen und löffelweise mit dem Mineralwasser zur Öl-Zucker-Mischung geben. Zu einem glatten Teig verrühren. Je nach Geschmack Weinbeeren, gehackte Nüsse, Mandeln oder Schokoladenstücke zufügen. Teig in einer gefetteten Kastenform bei 200 Grad 30 -45 min backen.
Naja, der Hit ist des auch nicht wirklich, aber wie gesagt, mit etwas Phantasie und Experimentierfreude ... :confused:

Lieber Gruss Karin
 
Themenstarter
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Vielen Dank, Karin,
ich finde es auch nicht den Hit :rolleyes: , aber immerhin wäre es eine Möglichkeit.
Mein Problem sind die Nüsse und Mandeln, die ja in ganz vielen "Weihnachtsgutsele"-Sorten drin sind.

Ich werde mir jetzt mal das Rezept für "Springerle" anschauen; die müßten eigentlich gehen. Hoffentlich werden sie weich...
SPRINGERLE
Diesen lustigen Namen trägt das verbreitetste schwäbische Weihnachtsgebäck. Es hängt wohl damit zusammen, dass der Teig beim Backen fast um die Hälfte in die Höhe aufgeht (=springt). Andere Erklärungen wollen eine Beziehung zu Wotan, dem reitenden Germanengott, herstellen. Gebacken werden die Springerle in kunstvoll geschnitzten Holzformen, die in den Familien von Generation zu Generation überliefert werden. Weiß müssen "Füßle" und "Köpfle" der Springerle sein, wenn sie gut gebraten sind, zart und mürbe werden sie erst nach einer kühlen, aber nicht zu trockenen Lagerung von
www.ken.ch/so/alt/schuelerInnen/h3a99/sast/Alles%20uber%20Weihnachten/Essen.htm#SPRINGERLE

Biedermeierliches Springerle-Rezept

Nimm vom Mehl ein Pfund, siebe es fein und stell es über Nacht ins Ofenloch. Nimm ein Pfund trockenen Zucker und vier Eier, aber große, zwei Esslöffel ausgeblasenen Anis - wenn Du's fein haben willst, sollst Du ihn im Ofen bähen.
Vom alten Baselbieter Kirsch zwei Esslöffel (lupft sie gut und vertreibt den Eiergeschmack). Zucker, Eier und Anis laß vom ältesten Buben rühren, dann vom zweitältesten, dann vom dritten zusammen wenigstens eine halbe Stunde, dann gib das Christwasser dazu. Schaffe das Mehl darunter und wirke den Teig auf Walkbrett, bis er schön verbunden ist.
Walle den Teig auf, aber nicht zu dünn und drücke mit Sorgsamkeit und Kraft die Model auf. Hernach alles auf mehlbestäubtem Brett vierundzwanzig Stunden an die Wärme gestellt und bei schwacher Hitze backen. Um sie schön weiß zu haben staube vor dem Backen Mehl darauf und blase es nachher weg.
Kriegen sie keine Füßchen, so schimpfe die Buben aus oder die Stubenmagd; war schlecht gerührt oder Durchzug in der Stube.


Springerle ohne Füßchen sind eine Ärgernuß.
:) http://www.baeckerdienst.de/backforum/discus/messages/2/1002.html?1104365348

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Springerle


Zutaten für 1 Portion:
2 Ei(er)
250 g Zucker
1 Msp. Hirschhornsalz
1 EL Anis
400 g Mehl
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Zubereitung :

Hirschhornsalz in einem Esslöffel Wasser auflösen. Eier und Zucker schaumig schlagen, das aufgelöste Hirschhornsalz dazu geben. Das gesiebte Mehl und Anis dazu geben, gut durchkneten. Auf einer bemehlten Fläche fingerdick ausrollen, leicht mit Mehl bestreichen. Jetzt mit dem Springerleholz darüber rollen, damit die Figuren gut sichtbar werden.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit etwas Anis bestreuen. Die Springerle vorsichtig ausschneiden und auf das Backblech legen, einen kleinen Abstand lassen. Das Blech dann über Nacht in einen kühlen Raum stellen, am anderen Tag den Backofen auf 150°C vorheizen und die Springerle 25 Minuten backen. Auskühlen lassen.

In eine Blechdose geben, damit sie weich werden.


Schwierigkeitsgrad: normal
Brennwert p. P.: keine Angabe
Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten
http://www.chefkoch.de/rezepte/363291121809591/Springerle.html

Gruss,
Uta
 
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