Warum die Corona Situation eskaliert

Mitglied 36589

weil wir Anstatt zusammen zu halten um einen gemeinsamen Weg zu finden

- die Meinungen von andern Menschen nicht aktzeptieren und respektieren können
- uns Gegenseitig Beleidigen und Beschimpfen
- Macht und Druck und Ausgrenzung ausübt wird, auf anders Denkende

( erfreulicherweise trifft das nicht auf alle Menschen zu )

Jeder der mit dem moralischem Zeigefinger in die Welt umher spaziert und meint er hätte die Wahrheit für sich gepachtet sollte mal sein eigenes Verhalten kritisch hinterfragen.

Wen hat es eigentlich interessiert wie es dem Pflegepersonal vor Corona ging?

Ich hab selber 1 Jahr in einem Pflegeheim gearbeitet in teilweise Kastastrophale Zuständen, das Personal war nur am hetzen, Bewohner konnten teilweise nicht richtig versorgt werden, manche saßen über 1 Stunde in ihrem eigenen Stuhlgang....
einige Bewohner die viel Zeitaufwand gebraucht haben,konnten an manchen Tagen gar nicht aus dem Bett geholt werden.
Meine Bekannte hat die Ausbildung zur Krankenschwester abgebrochen weil sie den Druck nicht mehr Standhalten konnte, und das lange vor Corona.

Wenn heute Menschen mit dem moralische Zeigefinger andere Menschen maßregeln wollen, die Schuld an der massiven Überlastung des Pflegepersonals sein sollen, wer war dann vor der Corona Schuld am überlasteten Pflegepersonal???? Die Situatation war schon vor Corona kritisch und durch die zusätzlichen Covid Fälle ist sie noch schlimmer geworden. Warum setzten wir uns nicht für bessere Bedingungen des Pflegepersonals ein?und das wieder mehr Kranken- und Intensivbetten zu Verfügung gestellt werden? warum wird lieber rumgeschimpft über die Schuldigen, anstatt die Grundbedingungen zu verbessern? wäre die Impfquote bei 100 % wäre die Belastungspitzen möglicherweise geringer aber das Grundproblem wäre noch immer da.


Wieviele Menschen sind früher mit Infekten in die Arbeit und sonst wohin geganangen und es hat sie ein Dreck geschert ob sie andere Menschen anstecken . Auch schon vor Corona sind Menschen an Influenza gestorben, 2017/2018 waren ca. 25 000 tote und 60 000 Hosptalisierte!(Quelle:Wikipedia) weniger Fälle als durch Corona (Jahr 2020: 39 758 tausend,Quelle: statistisches Bundesamt) aber deshalb weniger schlimm?
Wer ist früher krank draußen rumgelaufen und hat seine Viren rücksichtslos verbreitet und andere angsteckt und erhebt heute den moralische Zeigefinger über das " egoistische Verhalten" von gewissen Menschen?


Wer möchte in einer Gesellschaft Leben in der man demokratisch miteinander umgeht?
In der:

-Menschen versuchen einander zuzuhören und Mitgefühl aufbringen,
-niemand ausgegrenzt und beschimpft wird, wegen seinen Ansichten
-Sachlich und Diplomatisch miteinander diskutiert wird, ohne Beleidigungen
-Jeder frei sagen darf wie er sich fühlt und was seine Ängste sind ohne dafür fertig gemacht zu werden...


Ich habe das selbst bisher noch leider noch nicht geschafft mich so zu verhalten.

Vielleicht wollen sich Mensche auch lieber gegenseitig fertig machen, wär doch sonst langweilig.:cry::ROFLMAO::poop:

Ps: Rechtschreibfehler gibts wegen Brainfog und Sehstörungen gratis dazu, sonst müsste ich den Text 20 mal durchlesen bis ich alles gefunden hab.🤓,
 
wundermittel
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Hervorrgend geschrieben, Legoli (y) !
Du sprichst auch vom erhobenen Zeigefinger. - Den sehe ich auch in Deinem Text...

Aber natürlich hast Du Recht: Pflegepersonal und die Bedingungen der Pflege sind erbärmlich und tragen dazu bei, daß es immer weniger Menschen (Frauen) gibt, die diesen Beruf ergreifen möchten. Was sehr schade und traurig ist.

Hast Du praktische Vorschläge, was man tun könnte?

Grüsse,
Oregano
 
regulat-pro-immune
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19.09.12
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Wer möchte in einer Gesellschaft Leben in der man demokratisch miteinander umgeht?

die Menschheit ist noch nicht so weit, die Demokratie war ja nicht echt, resp. es tut sich ja gerade viel um alles mögliche ans Licht zu bringen und da kommen so einige Leichen aus dem Keller ans Licht, danach wird es grosse Veränderungen geben und die gibt es nur wenn es vorher so richtig schlimm ist und sind wir mitten drin, es deckt auf was tief im Menschen schlummert und da ist ziemlich viel Hass, Selbsthass der projiziert wird und Feindbilder findet man leicht, zur Zeit sind es die Ungeimpften.
 

Mitglied 36589

Du sprichst auch vom erhobenen Zeigefinger. - Den sehe ich auch in Deinem Text...
Ja das hast du Recht Oregano. Ich spreche mit erhobene Zeigefinger über Menschen, die den moralischen Zeigefinger über ander Menschen erheben:rolleyes:...bin selber leider auch weit von meinen Idealvorstellungen enfernt.

Die Frage ist wie man das händeln kann, das man respektvoll miteinander umgehen kann,
nicht auf andere herabschaut die anders denken, und sich nicht von seinen Gefühlen überwältigen lässt sondern ruhig und gelassen bleibt, auch wenn einem was gegen den Strich geht.
den buddistischen Ansatz finde ich interessant, ich habe auch mal 2 tibetische buddistsche Mönche kennengelernt.
Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg wäre auch ein Ansatz ich habe ein Buch dazu,aber noch nicht durchgelesen.

Hast Du praktische Vorschläge, was man tun könnte?
-Nicht in Krankenhäuser sparen sondern investieren zb. mehr Betten zu vefügung stellen keine Kreiskrankenhäuser schließen usw.

Bedingungen Verbessern, damit wieder mehr Menschen in diesem Job Arbeiten wollen, denn je mehr Personal desto mehr Entlastung für den Einzelnen. ZB:

-höhere Löhne

-In jedem Krankenhaus und in jedem Pflegeheim ein/e Ansprechpartner/in mit psychologischer Ausbildung einstellen,
In diesem Beruf zu arbeiten kann psychisch sehr belastend und auch traumatisieren sein, man wird konfrontiert mit leid, sieht schwere Fälle, sterbende Menschen. Das wäre wichtig wenn man da Unterstützung bekommt das man damit Umgehen kann. ich hatte Probleme damit klarzukommen und bin dann auch depessiv geworden.

-Das soziale Klima unter den Mitarbeitern, und zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten vererbessern,( Ich habe viel Streit und Spannungen mitbekommen, was auch eine der Gründe für Kündigungen und ständigen Personalwechsel war. zb könnte man einmal in der Woche mit der psychologisch Ausgebildeten Person, Gruppensitzungen machen um über die Probleme zu sprechen und Übungen machen die den Gruppenzusammenhalt stärken.

-Mehr Demokratie ( zb. Dienstpläne gemeinsam mit Mitarbeitern erstellen.)Mitarbeiter in Entscheidungen die sie auch betreffen- miteinbeziehen -und nicht über ihre Köpfe hinweg entscheiden

- In der Gesellschaft zb. durch Medien Vermitteln wie wichtig und Wertvoll der Beitrag ist, den das Pflegepersonal leistet.

Was kann man tun das sich was ändert:

-Demonstrieren
-Schreiben und Petitionen an die Entscheidungsträger schicken


was fällt euch noch ein?

Viele Grüße,

Legoli
 
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Ja das hast du Recht Oregano. Ich spreche mit erhobene Zeigefinger über Menschen, die den moralischen Zeigefinger über ander Menschen erheben:rolleyes:...bin selber leider auch weit von meinen Idealvorstellungen enfernt.
indem ganz einfach …
-Menschen versuchen einander zuzuhören und Mitgefühl aufbringen,
-niemand ausgegrenzt und beschimpft wird, wegen seinen Ansichten
-Sachlich und Diplomatisch miteinander diskutiert wird, ohne Beleidigungen
-Jeder frei sagen darf wie er sich fühlt und was seine Ängste sind ohne dafür fertig gemacht zu werden...
Wer das nicht kann, weiß, dass er an sich arbeiten muss. Die Welt kann man nur zu einem klitzekleinen Teil ändern, aber sich selbst schon. Einfach jede Aussage dahin prüfen, wie sie auf den anderen wirkt.
 
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26.07.09
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-Nicht in Krankenhäuser sparen sondern investieren zb. mehr Betten zu vefügung stellen keine Kreiskrankenhäuser schließen usw.
Wenn ich mich erinnere, die deutsche Lufthansa hat 8 Milliarden € Hilfen erhalten in der Krise.
Wozu benötigt man in einer tödlichen Krise Urlaubs-Flieger? Für nix. Also 8 Milliarden für Klinik- und Pflegepersonal, das bräuchte man. Flugzeuge kann man auch verschrotten, das schafft sogar Arbeitsplätze.
 
regulat-pro-immune
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