Ursache und Wirkung in der "Weltordnung"

Wolfgang Jensen

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In dem Buch „Das Holographische Universum“ steht der Entwurf einer Weltordnung geschrieben. Und eine Erklärung, warum nur das „Höhere“ das „Niedere“ beeinflußen kann.

1. Materiell — anorganische Materie/Energie
2. Biologisch — organische, pranische, fühlende Materie/Energie
3. Mental — Ego, Logik, Denken
4. Subtil — archetypisch, trans-individuell, intuitiv
5. Kausal — formloser Glanz, vollkommene Transzendenz
6. Absolut — Bewußtsein-an-Sich, Quelle und Wesen aller Ebenen

In vielen Überlieferungen wird dieses Modell noch in erheblichem Maße unterteilt und erweitert (so soll beispielsweise das Subtile aus sieben Ebenen bestehen). Wichtig jedoch ist vor allem, daß alle bedeutenden Ewigen Überlieferungen mit dieser allgemeinen Hierarchie übereinstimmen, und zwar zumeist bis in die letzten Einzelheiten.

So wie jede Ebene des Spektrums ihre Vorgängerin transzendiert, aber einbezieht, so umschließt jedes höhere Studium auch die niederen Disziplinen — aber nicht umgekehrt. So bedient sich beispielsweise das biologische Studium der Physik, das Studium der Physik jedoch bedient sich nicht der Biologie.
Das ist eine andere Art festzustellen, daß die niederen Ebenen die höheren nicht einbeziehen und einbeziehen können. Die primäre Aussage der Ewigen Philosophie ist, daß das Höhere nicht aus dem Niederen erklärt oder aus ihm abgeleitet werden kann.

Als ich vor vielen Jahren diesen Text las, passierte etwas in meinem System. Vielleicht geht es Euch genauso.

Wolfgang

Ach, vielleicht ist auch von Interesse, daß ...

Nach den Ewigen Überlieferungen gehört zu jeder dieser verschiedenen Ebenen ein entsprechendes Studiengebiet. Bei
Ebene 1 ist es grundsätzlich der Bereich der Physik und Chemie, also das Studium der anorganischen Dinge. Für
Ebene 2 ist es der Bereich der Biologie, das Studium der Lebensvorgänge.
Ebene 3 - das ist der Bereich von Psychologie (wenn die Wahrnehmung «nach innen gekehrt wird») und von Philosophie (wenn sie «nach außen gekehrt wird»).
Ebene 4, das Subtile, ist der Bereich der Heils-Religion, das bedeutet Religion, die nach visionärer Erkenntnis strebt, nach Auren von Glückseligkeit, engelhafter oder archetypischer Intuition und so weiter.
Ebene 5, der kausale Bereich, ist der Bereich der Weisheits-Religion, die nicht so sehr nach höherer Erfahrung strebt wie nach Auflösung und Transzendierung des Erfahrenden. Zu diesem Weisheitspfad gehört die Transzendenz jedes Subjekt/Objekt-Dualismus zum formlosen Bewußtsein.
Ebene 6, die absolute, erfahren diejenigen, denen es gelingt, die Schranken der Ebenen 4 und 5 endgültig zu durchbrechen und auf diese Weise zum Absoluten Bewußtsein zu erwachen.
 
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wolfgang,
könnte man hier sagen das die macrokosmos niedriger ist dan der microkosmos?
weil de microkosmos kan den macrokosmos bedienen,andersum eher nicht.?
hab ich das richtig verstanden hilfeeeeeee
liebe grüss soul
 

Wolfgang Jensen

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Der Mikrokosmos, Soul, folgt den gleichen "Gesetzen" wie der Makrokosmos. Die Ordnung ist dieselbe: Oben wie Unten, Unten wie Oben.
Die Weltordnung sagt - vereinfacht - aus: das Höhere projiziert sich im Niederen - und das Niedere reflektiert sich im Höheren.
Zur Verarbeitung der Informationen aus den verschiedenen Ebene haben wir die Psyche. Von hier aus gestaltet sich unser Verhalten. (da wirken natürlich auch noch andere Kräfte, über die wir in einem anderen Thema gerne sprechen können)

Also: Mikro und Makro sind Abbild einer gleichen Ordnung und funktionieren mit derselben Ordnung.
Das ist jedenfalls mein Verständnis vom Wesen der Welt.
Wolfgang
 
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Hallo Wolfgang
Von wem stammen diese Weisheiten? Wer hat so viel Geist und Verstand besessen, diese sehr schwierigen Fragen zu beantworten, zu analysieren?
Glaubst Du wirklich, dass ein menschlicher Verstand zu solch großartigen Auslegungen fähig ist??? Mir beweist sich durch diese hochtrabenden Erkenntnisse nur wieder einmal die unglaubliche Impertinenz des Menschen, der glaubt, die göttlichen Wege und Vorhaben bewerten und analysieren zu können.
Gott ist so weit von Dir und mir entfernt, Ihn und Seine Überlegungen kann man nicht durch "intelligente" menschliche Überlegungen analysieren, sonst wäre Er nicht Gott.
Das ist jedenfalls mein Verständnis vom Wesen der Welt.
Ja, das mag wohl Dein Verständnis sein, das Verständnis eines Menschen. In der Bibel steht allerdings das, was Gott uns selber mitteilen wollte. Da bedarf es keiner menschlichen Überlegungen, auf alle Fragen gibt es in der Bibel eine Antwort, man muß nur auf die Suche gehen.
Alles wäre so einfach, wenn "Mensch" sich endlich über seine Stellung im System klar werden würde und auch bereit wäre. sie anzuerkennen. Auch wenn wir an der Spitze der Evolution stehen, heißt das noch lange nicht, dass es darüber hinaus nicht noch sehr viel Höheres gibt.
Wollte nur ein paar Anregungen geben, weil ich glaube, dass die Weltordnung nur wirklich von Gott selber beschrieben weden kann.

Liebe Grüße
Gaby
 

Wolfgang Jensen

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Hallo Gaby, beantworte Deinen Beitrag mal gleich - aus dem "Bauch" heraus.
Welche Weisheiten meinst Du - die im Eingangsbeitrag sind, ich zitiere:
Nach den Ewigen Überlieferungen ...

Es gibt eine ausführlichere Erklärung, Gaby, die ich nicht berücksichtigte, um den Beitrag nicht zu lang werden zu lassen. Hier ist sie:
In vielen Überlieferungen wird dieses Modell noch in erheblichem Maße unterteilt und erweitert (so soll beispielsweise das Subtile aus sieben Ebenen bestehen). Wichtig jedoch ist vor allem, daß alle bedeutenden Ewigen Überlieferungen mit dieser allgemeinen Hierarchie übereinstimmen, und zwar zumeist bis in die letzten Einzelheiten. Diese Hierarchie ist darüber hinaus nicht etwa eine Spitzfindigkeit aus dem Bereich philosophischer Haarspalterei; für diese Überlieferungen ist sie der fundamentale Kern der ewigen Weisheit, soweit diese sich in Worte fassen läßt.

Was meine bescheiden Kenntnisse betrifft, kann ich Dir "verraten", daß wir ein Gotteswort zu Ohren kam: wer mich sucht, der wird mich finden.
Und ich gehe davon aus, daß, wer Gott gefunden hat, auch Einsicht in den Plan der Schöpfung hat. Das ist jedenfalls meine Logik.

Impertinenz - ich mußte erst mal im "Wahrig" nachschlagen, ich kannte das Wort nicht, Es bedeutet also: Unverschämtheit, Frechheit.
Solltest Du mich damit meinen, empfinde ich es nicht als Frechheit, wenn ich in einer "Göttlichen Ordnung" leben muß, mich darum zu bemühen, diese Ordnung zu verstehen. Zudem bewerte ich die Ordnung nicht. Was meine analytischen Fähigkeiten betrifft: ich bekam sie von Gott, warum sollte ich sie nicht benutzen?

Du sagst weiter:
In der Bibel steht allerdings das, was Gott uns selber mitteilen wollte. Da bedarf es keiner menschlichen Überlegungen, auf alle Fragen gibt es in der Bibel eine Antwort, man muß nur auf die Suche gehen.
Ohne hier eine theologische Debatte einschieben zu wollen (Mein Thema betriftt "Ursachen und Wirkungen in einer kausalen Ordnung"), ein kurzer Satz:
Das Fundament "meiner" Sicht einer Weltordnung stammt aus der Bibel.

Mensch soll sich seiner Stellung bewußt werden Gaby, das ist ein sehr guter Vorschlag. Der Mensch schlägt sich tausenden von Jahren gegenseitig die Schädel ein, heute rechnet das Militär in Megacorpsen (1.000.000 Tote). Keiner weiß genau, wie was funktioniert. Und dann sollen Menschen nicht forschen dürfen, um an die "Wurzel des Übels" zu kommen? Steht nicht sogar in der Bibel, das Weisheit eine Tugend ist?

Noch ein Punkt, Gaby. Man kann nur lieben, was man versteht - das Fremde wird gehaßt. Liebe IST die höchste Tugend - und um das System, den Plan und seinen Urheber leieben zu können, muß man die Schöpfung doch verstehen, nicht wahr.

Ich wünsche Dir einen flotten Abend, und das Dein Ärger abklingen möge.
Wolfgang
 
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ich bin von meinung das gott spricht durch gefühl und wissen.


liebe grüss soul
 
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Hallo Wolfgang


Und ich gehe davon aus, daß, wer Gott gefunden hat, auch Einsicht in den Plan der Schöpfung hat.
Na ja, das ist wie wenn Dui das Osternest gefunden hast. Mit dem Finden weisst du auch noch nicht wie die Schokolade schmeckt.
Das finden ist auch ein Prozess. Vieles ist unter etlichen Schalen verborgen

wenn ich in einer "Göttlichen Ordnung" leben muß, mich darum zu bemühen, diese Ordnung zu verstehen.
Natürlich, aber für das gibt es ja einerseits die Bibel und Andererseits das Gespräch sprich Gebet mit Gott.
Ausserdem mit liebe Deinen Gott mit ganzen Herzen, ganzer Kraft und ganzem Verstand und liebe Deinn Nächsten wie Dich selbst, sind wir damit nicht schon genug herausgefordert?
 

Wolfgang Jensen

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Hallo Beat, ich habe hier ein Thema aufgemacht mit dem Ziel, bestimmte Abläufe im Weltsystem zu diskutieren - und zwar deswegen, weil die Ordnung meines Erachtens nach auch für das menschliche System gilt. Woraus folgt: wer die Göttliche Ordnung verstanden hat, versteht auch, wie er selber funktioniert; ebenso wie: wer seine eigene Ordnung verstanden hat, versteht auch die Göttliche Ordnung. In der Praxis gehen die beiden Erkenntiswege ineinander, so meine Erfahrung. Also: ein Schritt eigenes System verstehen, ein Schritt das Göttliche verstehen. Und so Schritt für Schritt.

Danke für Deinen Hinweis:
Ausserdem mit liebe Deinen Gott mit ganzen Herzen, ganzer Kraft und ganzem Verstand und liebe Deinn Nächsten wie Dich selbst, sind wir damit nicht schon genug herausgefordert
Herausgefordert ist eine schwache Formulierung im Angesicht der blutigen Weltgeschichte. Ich würde sagen: Überfordert. Darum noch einmal meine These:
Kein Mensch kann die Welt hassen und seine Mitmenschen lieben. Anders herum geht´s: wer die Welt und damit auch sich selbst versteht, erst der kann Liebe im Außen leben. Und das schreibe ich Dir nicht als Theoretiker, sondern als Praktiker, der 20 Jahre lebte, um zu forschen.

Die Hypothese in der Weltordnung (1. Beitrag) lautet ja:
Hohe Schwingungen durchdringen die niederen Schwingungen, aber die niederen Schwingungen können die höheren Schwingungen nicht durchdringen.
Woraus folgt: der Geist steckt in der Materie, aber die Materie nicht im Geist. Damit ergibt sich doch wieder eine gewisse Plausibilität, gell.
 
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Es gibt viele Menschen, die gar nicht erst versuchen, die Welt zu verstehen. Sie leben einfach ihr Leben. Die einen auf vielleicht eher egoistisch-egozentrische Weise, die anderen aber durchaus im menschenfreundlichen Sinne, also human im besten Sinn.
Es sind doch oft vielmehr die "einfachen" Menschen, die nicht lange versuchen zu verstehen. Sie packen einfach zu, wenn Not am Mann ist und fragen nicht lange, was nun der Sinn dahinter ist.
 
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Grüss euch,

ich bin eben aus dem Wallis zurückgekehrt, wo ich mich mit einem Wasserforscher getroffen habe, der auf rein physikalischer Ebene die Wasserqualtiät mittels Übertragen von Schwingung verbessert und so - ganz real - positive Effekte auf Wachstum, Wurzelbildung, Vitalität der Pflanzen generiert. Wer das Grundprinzip der Schöpfung erkannt hat - Harmonie - und dieses in seinen Lebensalltag, seinen ganz persönlichen und individuellen Lebensenergiefluss einbringen kann, der wird in Resonanz zu "höheren" Ordnungen kommen. Somit ist es keine Frage Impertinenz, ob man etwas "Höheres" erfahren, erkennen darf, sondern eine reine Frage der Resonanz. Es sind die eigenen Glaubensvorstellungen, aber auch andere Dinge wie Selbstvertrauen, ihm hier und jetzt stehen, Verwurzelung, sich selber und den andern gut sein etc. die ausmachen, zu was ich in Resonanz bin. Vergessen wir nicht, alles ist da. Die Frage ist einzig und allein, kann ich mich damit verbinden?
Wer aus der Angst, aus der Schuld, aus der Liebe, aus der Zufriedenheit, aus dem Vertrauen ins Leben, liebevoll handelt, wird - das ist knallharte Physik - das entsprechende anziehen, sich mit dem entsprechenden Verbinden.

Insofern kann ich aus meiner Sicht der Dinge dem von Wolfgang zitierten Text nur bedingt zustimmen.Physikalische Prinzipien, so sie keine vom Menschen formulierte Gesetze sondern eben erkannte Naturprinzipien sind, durchdringen das ganze Universum, soweit es uns gegönnt ist dies zu erkennen. Sie sind nicht einer bestimmten Stufe zugehörig, sie sind die "Spielregeln" selber und somit im Allganzen wirksam. Aus falscher Demut sich nicht zutrauen hinter den Spiegel blicken zu dürfen ist nicht der passende Ansatz, die Welt zu verstehen.

Das alleine ist schon mehr, als die heutige Wissenschaft postuliert. Zudem fehlt in der Erklärung die Anbindung zur Quelle, wie die religiös involvierten Beiträge stimmig bemerken. Allerdings in dieser Sache alleine auf ein Buch abzustützen, das aufgrund seines monotheistischen Ansatzes, alles was anders ist als "falsch" zuweist, ist meiner Ansicht nach ziemlich vermessen. Wie sagt der Volksmund doch so schön: Es haben auch andere Mütter schöne Töchter.

Wir dürfen uns getrost auf unsere Empfinden aufbauen, was wir von innen heraus als schön empfinden, angenehm, wohltuend... da ist Harmonie, also harmonischer Energiefluss im physikalischen Sinn, nicht weit.

In diesem Sinn - von Herzen allen einen reicherfüllten, von positiven Resonanzen geprägten Tag

Phil
 
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22.04.06
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Hallo Phil,

was hältst Du denn davon, auch die chemischen Prinzipien einzubeziehen ?

Phil schrieb:
Physikalische Prinzipien, so sie keine vom Menschen formulierte Gesetze sondern eben erkannte Naturprinzipien sind, durchdringen das ganze Universum, soweit es uns gegönnt ist dies zu erkennen.
Den Unterschied zwischen menschlichen Festlegungen und Naturprinzipien betrachte ich ebenfalls als fundamental.

Viele Grüße
Wero
 

Wolfgang Jensen

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Globalisierung und Transzendenz

Hallo Uta, sehr nett, daß Du Dich hier einbringst. Der Vorwurf „was wäre, wenn alle so wären wie du“ begleitete mich viele Jahre. Anfangs fühlte ich eine Schlinge um meinen Hals, dann begehrte ich auf und verteidigte meine Individualität; heute bin ich dir dankbar dafür, mich an alte Zeiten erinnern zu können. Wie kommst Du auf die Idee, daß Menschen, die das Wesen ihrer Welt hinterfragen, nicht anpacken, wenn „Not an der Frau“ ist? Und – gäbe es überhaupt „Not“, wenn alle den Sinn des Lebens verstanden hätten? Und – wo wäre unsere Welt heute ohne die Goethes, Kants und Weizsäckers? (Achtung - Aufzählung patriotisch gefärbt)

Phil, wie gut, daß Du nicht mehr vermißt wirst.
Deine Ansätze über die Physik sind natürlich richtig. Allerdings schuf Geist ja nicht nur Materie. Insofern kann man über die Gesetze der Physik geistige Gesetze erkennen, aber eben nur bestimmte Gesetze. Gleichwohl entdeckt man universale Gesetze in der Physik, aber nicht alle. Ebenso mit der Biologie, hier gilt das Gleiche.

Auf der nächsten kausalen Ebene kann Mensch das Wesen des Zusammenwirkens von physikalischen und biologischen Phänomen entdecken, auch die ersten Regeln für die Gesetze von Ursache und Wirkung.

Auf der nächsten kausalen Ebene entdecken wir das Zusammenwirken von Materie, Körper und Geist. Entdecken und Verstehen kann hier nur ein „Geist“, der ein Wesen ist und Geist benutzen kann. Denn die Kausalität, die hier herrscht, hat mit unserem „normalen“ Verständnis einer Dualen und Polaren Welt nichts mehr zu tun. Hier kann zwar eine Ursache eine Wirkung haben, aber hier kann auch eine Wirkung zur Ursache werden. Erst auf dieser Ebene kann es gelingen, Kontrolle sowohl über Ursachen als auch über Wirkungen zu erlangen.

Unsere Zeit steht im Zeichen der Globalisierung – mag es dem einen oder anderen gelingen, eine globalere (komplexere) Einsicht in das Wesen von Existenz, Identität und Dynamik zu bekommen.

Hallo Wero, sah Deinen Hinweis erst nach dem Verfassen des Beitrags. Ist Dein Hinweis damit beantwortet?
 
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10.01.04
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Hallo Wolfgang,
Der Vorwurf „was wäre, wenn alle so wären wie du“
Davon habe ich nichts geschrieben.
Ich habe auch nicht geschrieben, daß Menschen, die die Welt hinterfragen, nicht zupacken. Ich habe vielmehr geschrieben, daß ich es erlebe, daß oft die Menschen, die nicht allzuviel hinterfragen, eher zupacken, und das ist einfach meine Meinung aus meiner Erfahrung heraus.

Und weg.

Uta
 
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www.gifart.de/gif234/blaulichter/00001955.gif


Hallo, Herr Jensen,

was Sie immer diskutieren wollen, ist ja interessant!


Zunächst möchte ich Ihnen mal mitteilen, dass es meiner Auffassung nach kein
allgemeingültiges Weltordnungssystem gibt, sondern immer nur "Erkenntnisse" von oder "Sichtweisen" über und das hängt ganz von der Perspektive ab, bzw. auch von zeitlichen Umständen, unter denen solche Sichtweisen zustande kommen. Die werden wiederum von gesellschaftlichen Umständen mitbestimmt.

Es wäre nach meiner Auffassung sinnvoller, von Weltbildern zu sprechen, wie es die seriöse Geschichtswissenschaft ja auch tut, und keine "Weltordnung" zu postulieren. Die ist Ansichts- und vielfach auch Glaubenssache.

Antike:
http://66.249.93.104/search?q=cache...telische+Weltordnung&hl=de&gl=de&ct=clnk&cd=1

Mittelalter:
http://www.konstanzer-arbeitskreis.de/information/tagungsberichte/Ordnungskonfigurationen.pdf

Neue Weltordnung:
http://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Weltordnung

www.gifart.de/gif234/affen/00000098.gif (Darwinsches Weltbild)

Über "Weltbilder" diskutiere ich gerne mit, Herr Jensen. (Die Erde ist doch eine Scheibe, oder?) Über "die Weltordnung" an sich vermutlich nicht so sehr!

www.gifart.de/gif234/brillen/00002268.gif

In jedem Falle: Frohes Schaffen!
Herzliche Grüße von

Leòn
 

Wolfgang Jensen

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Können Ihnen, lieber León, dem Ansatz:

Die Diskussion über Weltbilder erlaubt Einblicke in die Weltordnung

folgen?

Allerdings, wenn Sie die Existenz einer "Weltordnung" kategorisch verneinen, verschieben sich Diskussionen über Weltbilder auf die Ebene von Hirnwichserei. Daran widerum habe ich nun keine Freude - was impliziert, daß ich nicht nur an eine Weltordnung "glaube". Ich lebe in dieser Ordnung.

Mit den besten Empfehlungen verbleibt mit einem Wort aus dem Vorwort von "Goethe - Briefe 1":

Der aktive schöpferische Mensch ist es, der die vorgefundene Wirklichkeit, die überlieferten Stoffe und Formen anpackt und daraus etwas Neues schafft.
 
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Wenn es denn eine einzige Weltordnung gäbe: wozu dann noch diskutieren?

Auch für mich wäre eine Diskusssion erst interessant, wenn man verschiedene Weltbilder anschauen würde. Denn dann würde man Menschen ihrer Epoche verstehen lernen. Hirnwichserei - was für ein bildhaftes Wort. Es kann doch gar nicht schaden, das Hirn zu wichsen - aber im Sinne des badischen "Schuhe wichsen" = Schuhe putzen.

Uta
 
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Wolfgang Jensen schrieb:
Können Ihnen, lieber León, dem Ansatz:

Die Diskussion über Weltbilder erlaubt Einblicke in die Weltordnung

folgen?

Allerdings, wenn Sie die Existenz einer "Weltordnung" kategorisch verneinen, verschieben sich Diskussionen über Weltbilder auf die Ebene von Hirnwichserei. Daran widerum habe ich nun keine Freude - was impliziert, daß ich nicht nur an eine Weltordnung "glaube". Ich lebe in dieser Ordnung.

Mit den besten Empfehlungen verbleibt mit einem Wort aus dem Vorwort von "Goethe - Briefe 1":

Der aktive schöpferische Mensch ist es, der die vorgefundene Wirklichkeit, die überlieferten Stoffe und Formen anpackt und daraus etwas Neues schafft.
Wenn Sie, Herr Jensen meinen, ich würde jetzt mit einem anderen Zitat des Geheimrates antworten, so irren Sie. Dass wir unterschiedliche Sichtweisen zu der von Ihnen oben gebrauchten Injurie haben, dachte ich mir wohl.

Nehmen sie dann doch bitte gepflegt folgendes zur Kenntnis:


Das Weltbild der Ameise

Wenn die Ameise
begriffe, dass ich sie beobachte,
ihr Weltbild wäre zerstört.
Wer weiß,
wie lange meins noch hält.


www.gifart.de/gif234/kaefer/00004438.gif

http://www.ziemlichkraus.de/index.htm

Ihr Leòn
 

Wolfgang Jensen

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Allerliebste Uta - Ihnen sprechen mir zum Munde. Habe ich Dich richtig verstanden: Das Anschauen (und Diskutieren) von Weltbildern ist selbsterfüllend, um zum Beispiel sein Gehirn zu "polieren"?
Dann stellt sich mir allerdings die Frage: wozu braucht man ein gewichstes Gehirn? Um der Eitelkeit zu frönen? Oder etwa, um sie besiegen zu können?

Aus Goethe - Brief, Band 1, der "Meister" spricht selber:
"Im Grunde sind wir alle aber kollektive Wesen,, wir mögen uns stellen, wir wie wollen. Denn wie weniges haben und sind wir, das wir im reinsten Sinne unser Eigentum nennen! Wir müssen alle empfangen und lernen, sowohl von denen, die vor uns waren, als von denen, die mit uns sind. Selbst das größte Genie würde nicht weit kommen, wenn es alles seinem eigenen Inneren verdanken wollte".

Bleibst Du mir gewogen, Uta, Muse mit gespitzten Lippen? Du bist Teil dessen, was mich sagen läßt:
Ich möchte leben!
 
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Ich hatte geschrieben, daß im Badischen Schuhe putzen = Schuhe wichsen bedeuten. Auf das Hirn übertragen heißt das : Hirnwichsen = Hirn putzen, reinigen.
Das kann doch nie schaden, damit die Hirnwindungen wieder einwandfrei funktionieren und keine Staus entstehen.

Und damit endgültig weg aus diesem Thema.

Uta
 

Wolfgang Jensen

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Wohl dem, León, der aus der Asche seiner Weltbilder Neues erschaffen kann. So mag er langsam DIESE Ordnung fühlen, in der er mit seiner Individualität, mit all seinen Neigungen, Schwächen und sonstigen Sonderheiten völlig in Ordnung ist, in der er frei lieben kann und geliebt wird.

So mag man sich auch vor die Frage gestellt sehen, was denn Not ist, ich meine, WAHRE Not. Manchmal wünschte ich, ganz ehrlich, im Krankenhaus die Herzlungenmaschine ölen zu können - und damit meiner Menschenpflicht genüge getan zu haben.
 
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