Urlaub erleben

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19.03.06
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Hallo,



sicher hat jeder andere Vorstellungen vom Urlaub. Manche zieht es in die Berge, andere ans Meer, diese in den Norden, jene in den Süden.



Die einen schätzen Aktivurlaub, die anderen die Ruhe, manchen zieht es aufs Land, andere in die Städte; einigen geht es um "totale" Entspannung, anderen um Anregungen, Besichtigungen und so fort.



Um "Erholung", so wage ich zu behaupten, geht es letzten Endes allen. Aber was man als "erholsam" erlebt, da unterscheiden sich die Menschen wohl sehr.

Egal ob Strand-, Gebirgs-, Aktiv-, Entspannungs-, Bildungs-, Städte-, Kultur-, Kloster- oder Pauschalurlaub:
hier können besondere, individuelle Urlaubserfahrungen geschildert werden, die Euch - warum auch immer, besonders nachdrücklich in Erinnerung geblieben sind. (Vielleicht ist ja auch der eine oder andere Urlaubstipp für manche mit dabei ;)?)

Herzliche Grüße von
Leòn

 
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19.03.06
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An ein Urlaubserlebnis erinnere ich mich besonders.

1988 war ich im Urlaub, mit meiner damaligen Lebensgefährtin, auf Lanzarote. Wir hatten uns für die erste Woche einen Wagen gemietet, um die Insel zu erkunden.
Wir haben damals zusammen in einer Wohngruppe gearbeitet, also war uns die Arbeit mit in den Urlaub "gefolgt". An diesem ersten Tag mit Leihwagen, wollten wir den Nationalpark des Timanfaya, die „Feuerberge“, besuchen. Wir fuhren also in Puerto del Carmen los und redeten die ganze Zeit über die Arbeit. Beide achteten wir so gut wie gar nicht auf die Landschaft um uns her.

Bis wir plötzlich irgendwann aufsahen und feststelleten, dass wir uns in einer anderen Welt befanden, in einer mondlandschaftartigen "anderen Welt"!





Dieser Anblick wirkte wie ein Aufrütteln, Herausreißen aus dem Alltag, in dem wir noch verhaftet waren und wir waren mit einem Schlag in der anderen Welt und im Urlaub angekommen. Über die Arbeit redeten wir eigentlich nicht mehr.




Herzliche Grüße von

Leòn
 

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24.10.05
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Kürzlich erhielt ich folgenden Geburtstagsglückwunsch: "Wer sein Glück anderswo sucht, als in sich selbst, wird es niemals finden.
sagt man in China."

Alles Gute!
Gerold
 

mezzadiva

in memoriam
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06.04.06
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Man kann es auch so formulieren:
wo immer du bist, bist du bei dir selbst.
Und manchmal tut ein Ausbrechen aus eingefahrenen Alltagsstrukturen gut, um wieder besser zu spüren, wer man eigentlich ist, um loszulassen, einen anderen Blickwinkel einzunehmen, vielleicht Menschen einer anderen Kultur kennenzulernen oder eine extreme Landschaft und damit sich selbst auch neu kennzulernen, wenn man merkt, wie man in dieser Situation reagiert, wo plötzlich ganz andere Fähirgkeiten gefragt sind als in unserer definierten und geregelten Gesellschaft.

Ich bin ein rettungsloser Bergfex, das Flachland kann mir im Urlaub komplett gestohlen bleiben. Bergwandern, Klettern, übernachten im Massenlager, Plumpsklo mit Durchblick in den Abgrund vor der Hütte, morgens bei -2 Grad Außentemperatur im Freien waschen im +2 Grad warmen Wasser, zwischendurch ein hart erkämpfter, prachtvoller Panoramagipfel - nach einer solchen Woche bin ich körperlich und seelisch gestärkt, rundum erholt, habe Kraft und Ideen und nehme etwas erschrocken zur Kenntnis, wie ein Auto klingt.
Gruß
mezzadiva
 
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16.08.06
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Hallo

Ich war mal mit einem Freund auf dem Weg nach Griechenland.
In Süditalien nahmen wir die billigste Fähre von Otranto aus. Das Schiff war nicht viel größer, als ein Bodenseefahrgastschiff. Eine alte Fregatte, wohl nicht mehr nordseetauglich, darum im seichten Mittelmehr. Das Schiff hieß Roana.

Auf dem Hinweg verlief alles normal. Wir übernachteten auf Deck, die Maschinen dröhnten laut u. wir waren froh, am Morgen dann in Corfu anzulegen, nachdem das Schiff erst am Festland in Igoumenitsa Heimkehrer eingeladen hatte.

Allerdings war über Nacht heftiger Wind aufgekommen u. die Wellen waren wohl ca. 1 m hoch.

Das erste Anlegemanöver auf Corfu lief schief - im wahrsten Sinne des Wortes- das Schiff wurde vom Wind zur Seite geschoben.
Also wieder raus u. neuen Anlauf.
Auch der 2. Versuch klappte nicht.
Auch der 3. nicht.
Dann fuhr der Kapitän einfach aufs Meer hinaus und drehte stundenlang Kreise.
Am Abend fuhren wir dann wieder nach Igoumenitsa. Dort klappte der Landeversuch auch nicht.
Dann verging die ganze Nacht.
Am nächsten Morgen versuchte der Kapitän es dann wieder in Corfu.
So ging das noch eine ganze Weile. Insgesamt 3 Tage.

Die Kioskkekse waren inzwischen alle aufgebraucht. Manche hatten Wegverpflegung dabei, Manche nicht.
Mein Freund u. ich waren 2 der Wenigen, die das Ganze ziemlich lustig fanden, denn wir hatten Zeit.
Aber die Heimkehrer wurden immer ungehaltener.
Und dann waren da noch 2 Männer, die hatten ihre Frauen u. Kinder ins Flugzeug gesetzt u. waren zu einem bestimmten Zeitpunkt am Flughafen mit ihnen verabredet. Die 2 Männer waren mit VW Bus unterwegs u. hatten die ganze Babyversorgung an Bord.
Sie wollten dann den Kapitän verprügeln. Es kam fast zur Meuterei.

Am Ende hat es dann doch noch geklappt. Alle Pasagiere standen auf der Reling und haben Beifall geklatscht.
Es war wie im Theater, mit atemberaubender Kulisse.
Die Festung von Corfu.

Kaba
 
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19.03.06
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Hallo Kaba,:D

was für ein Erlebnis!

(Ich bin mal, mit drei Freunden, von Patras (Griechenland) nach Ancona (Italien) mit einer Autofähre übergesetzt. Nachts gab es stürmisches Wetter und viele standen an der Reling.... . Mir hat das Seefahrerblut in meinen Adern wohl geholfen;) )




Ja, es ist doch die Frage, was ich von einer Reise erwarte... Kontemplation, Erholung, Lernen, Erfahrungen, Abenteuer und so weiter.... .


Herzliche Grüße von
Leòn
 
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16.08.06
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Ach Leon...

Ich habe eine herzzerreißende Sehnsucht, wieder dorthin zurückzukehren.
Aber es sind 21 Jahre vergangen, und ich habe es nicht geschafft.

Wenn ich daran denke, davon träume, dann hat sich für mich nichts geändert.
Es ist das gleiche unbändige Verlangen nach Abenteuer, Freiheit, Unbeschwertheit, nach der von mir so sehr geliebten griechischen Mentalität... viele Nächte am Lagerfeuer am Strand.

Einmal stand ich hoch auf einem Felsen in der Nacht und schaute über das Meer. Es war ganz windstill und hell. Das Meer lag glatt und glänzend im Mondlicht und es spiegelte sich darin die Milchstraße.
(Mein Herz will übergehen)
Ein anderes mal lag ich still und ausgestreckt auf dem Rücken bei Nacht im Meer und ließ mich treiben und sanft wiegen. Über mir der Sternenhimmel in seiner ganzen Pracht...
Und dann sind es natürlich die Farben.... es SIND Farben. Der blutrote Mohn...

Oooch, wenn ich doch wieder reisen könnte....

Es ist, als wär ich verliebt.

Verliebt in die Welt.

Kaba
 
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19.03.06
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Marokko

Einen meiner schönsten Urlaube hatte ich im Januar 2000. Da habe ich zunächst an einer einwöchigen Busreise durch Marokko ("Königsstädte - Tour") teilgenommen und anschließend noch eine Woche in Marrakech verbracht, von wo aus ich die Stadt und die die Umgebung mit einem (alterschwachen, klapprigen aber tauglichen) Leihwagen "erkundet" habe.
Das einzige was schwierig für mich war, war dass es mein erster Auslandsurlaub ohne meine Tochter gewesen ist. Deshalb hatte ich abends manchmal Heimweh.

Die Landschaft war größtenteils wunderschön, Grün, Rot und Blau dominierten!

Das gilt natürlich nur für die Wintermonate…. .

Die Rundreise hatte damals ihren Ausgangspunkt in Marrakech. Es ging zurück zur Küste, über Casablanca, Rabat, Fes und Meknes, durch den Atlas wieder zurück nach Marrkech.



Casablanca



Der Stadtname stammt aus dem Spanischen und bedeutet “weißes Haus”, der arabische Name ist “Dar el Beida”. Casablanca ist das wichtigste Handels- und Industriezentrum Marokkos, größter Hafen Nordafrikas und mit ca. 1,2 Mio. Einwohnern größte Stadt Marokkos. Die Region Casablanca beherbergt um die 3 Mio. Einwohner und ist die dichtbesiedeldste des Landes.
Casablanca

Die Funde einer Altsteinzeitsiedlung im Steinbruch “Sidi Ahmed er Rahman”, 11 km von Casablanca entfernt und Funde fossiler Schädelfragmente, aus denen der erste “homo sapiens” elektronisch rekonstruiert werden konnte, im Steinbruch Thomas, lassen auf frühe Besiedelung der Gegend schließen. Geschichtlich nachweisbar ist die Berbersiedlung Anfa aus dem 8. Jh., auf deren Grundmauern die heutige Stadt entstand. Die zahlreichen Übergriffe der Portugiesen auf die Atlantikküste im 15. und 16. Jh. beeinflußten stark die Entwicklung der Stadt. Im Jahre 1496 wurde sie von der Armee Don Ferdinands verwüstet. Ein weiterer Überfall portugiesischer Truppen fand im Jahre 1515 statt. 1575 wurde die Stadt von den Portugiesen besetzt und erhielt den Namen Casabranca. Die Besetzung dauerte bis zum Jahre 1755, als ein Erdbeben die Stadt zerstörte und die Portugiesen vertrieb. Im 18. Jh. wurde sie von Arabern unter dem Namen Dar el Beida neu gegründet. Spanische Kaufleute ließen sich ebenfalls dort nieder und gaben der Stadt den Namen Casablanca. Unter dem alouitischen Sultan Sidi Mohammed Ben Abdallah blühte die Stadt auf und gewann an Bedeutung. Er versah sie mit einer Medersa, öffentlichen Bädern und einer Moschee, die seinen Namen trägt. Unter der Herrschaft von Moulay Hassan (1873-1894) zählte die Stadt 20.000 Einwohner. Ende des 19. Jh. siedelten sich zahlreiche Europäer in Casablanca an. 1906 sollte der Hafen ausgebaut werden. Bei den Arbeiten kam es zu Überfällen auf französische Bauarbeiter, da eine Straße über das Gebiet einer Koubba gebaut wurde. Die darauffolgenden Unruhen wurden von den Franzosen niedergeschlagen, die Stadt wurde besetzt. Wieder siedelten viele Europäer in Casablanca. Der Ausbau des Hafens nach dem Ersten Weltkrieg unter dem französischen General Lyautey legte den Grundstein zur wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt. Die nahen Phosphatlager machten die Stadt zur wichtigsten Handelsmetropole; sie wurde zum Wirtschaftszentrum ausgebaut, zahlreiche schöne Kolonialbauten und Villen wurden errichtet. Casablanca konnte seine Stellung als Wirtschaftsmetropole auch nach der Kolonialzeit halten und ist jetzt die bedeutendste Stadt des Landes. Die Fischkonservenindustrie und fast die Hälfte der übrigen marokkanischen Industrie haben sich ebenfalls dort angesiedelt. Über 60% des gesamten marokkanischen Auslandshandels wird über den Hafen von Casablanca abgewickelt.
Casablanca



Casablanca ist eine moderne Großstadt mit wenigen alten Bauwerken und geringen marokkanischen Kulturelementen, geprägt aber vom französischen Kolonialismus - mit breiten Boulevards und französisch inspirierten Stadthäusern aus den 30er und 40er Jahren, ergänzt durch neue Hochhäuser und Gebäude in neuorientalischem Stil. Kinos, Cafés, Restaurants, Discos - alles ist hier zu finden.
Der Platz mit dem höchsten Haus der Stadt (18 Stockwerke) ist Kreuzungspunkt der wichtigsten Verkehrsachsen der Stadt.
Der Bd Houphouet Boigny mit zahlreichen Souvenir-Geschäften führt zum Hafen und zu einem der wichtigsten Einkaufszentren der Stadt, mit Boutiquen, Reisebüros, Banken und Restaurants, dem “Centre 2000”. Die Av. de I'Armee Royale mit den wichtigsten Hochhäusern der Stadt beginnt ebenfalls am Mohammed-V.-Platz. Die Av. Hassan II. läuft von der entgegengesetzten Seite des Platzes weg und durchquert den Place Mohammed V., dem schönsten Platz Casablancas mit einem Springbrunnen. Am Platz liegt das Rathaus mit einem Uhrenturm, der Justizpalast, das Stadttheater, die Staatsbank und der Park der Arabischen Liga. Dieser Park wurde im Jahre 1918 mit Wasserb ecken,

Spazierwegen und einem Stadion geschaffen.

An der NW-Ecke der Anlage befindet sich die etwas heruntergekommene Kathedrale Sacre-Coeur aus dem Jahre 1930, die erst in eine Moschee umgewandelt wurde, aber jetzt zum Kulturkomplex umgebaut wird.
Medina, die arabische Neustadt. Sie wurde 1923 erbaut und ist eine gelungene Verbindung traditioneller arabischer Baukunst mit moderner Architektur. Wichtigstes und interessantestes Gebäude dieses Viertels ist die Mahkama, ein Gerichtsgebäude, das 1941-1956 im spanisch-maurischen Stil erbaut wurde. Neben dem Gebäude steht der Königspalast.
Die neueste Attraktion Casablancas ist die Moschee Hassan II., die 1993 am Geburtstag des Propheten Mohammed eröffnet wurde - ein Mammutbauwerk, nach der Moschee von Mekka die größte Moschee der Welt; sie bietet 100.000 Gläubigen Platz. Ein Laserstrahl ist auf Mekka gerichtet. Die Moschee ist auf den Klippen ins Meer hineingebaut, dort wo sich ehemals das große Meerwasserschwimmbecken befand.



Der gesamte Moscheebereich umfaßt eine Größe von 9 ha, zum Komplex gehören eine islamische Schule, Hammams, Schwimmbäder, ein Museum über marokkanische Geschichte, Konferenzräume und eine Bibliothek, die via Satellit mit den größten Bibliotheken der Welt verbunden ist. Der Gebetssaal faßt 20.000 Gläubige, weitere 80.000 finden auf einer Gebetsplattform außerhalb Platz. Die Spitze des 200 m hohen Minaretts krönen drei, zusammen 3700kg schwere Goldkugeln, deren größte einen Durchmesser von 3,8 m hat. Jede Seite des quadratischen Minaretts ist 25 m breit und kunstvoll mit arabischer Ornamentik dekoriert. Ein Aufzug führt nach oben und erschließt eine prachtvolle Aussicht auf die Stadt und den Atlantik. Der Moscheebereich hat 25.000 Säulen und 124 Brunnen.
Den Kunsthandwerksmarkt Youtiya mit Kupferarbeiten, Schmuck, Teppichen, etc. findet man in der Neuen Medina - dem Viertel Habbous.
Die Neue Medina ist der Souk für die Einheimischen; hier gibt es Gemüse, Fische, Schuhe, Kunsthandwerk, alles ohne Touristenrummel, ein Beispiel alltäglichen Lebens. Die wichtigsten Bauwerke in der Medina sind die Jamaa el Kebir (die Moschee des Sidi Mohammed Ben Abdallah), die große Moschee Jamaa ech Chleuh und die Koubba des Sidi el Kairouani, des ersten Schutzheiligen der Stadt, der Mitte des 14. Jh. aus Kairouan hierher kam.
Empfehlenswert ist ein Besuch des Zentralmarktes (Marche Municipale, Bd. Mohammed V.). Am Vormittag kann man hier die angebotenen Fische und Meeresfrüchte noch lebend besichtigen und kaufen.
Entlang der palmengesäumten Küstenstraße Corniche mit einigen Hotels, Bars und Diskotheken gelangt man zu diesen Villen- und Badeorten. Überall an der Küste findet man modernst eingerichtete Bäder mit Meeres- und Süßwasserbecken. Die Corniche von Aih Diab ist das beliebteste Ausflugsziel von Casablanca, und man hat jeden Abend dort das Gefühl, auf einem großen Volksfest zu sein. Auch sind die Villenviertel in Anfa mit ihren herrlichen Gärten zu bewundern. ...
Casablanca

Es ging dann weiter über Rabat



Rabat ist Sitz des Ober- und Unterhauses Marokkos, Sitz der Regierung und Residenzstadt des marokkanischen Königs. Rabat ist die vierte der so genannten Königsstädte, Städte in denen die Sultane und Könige Marokkos im Laufe der Jahrhunderte abwechselnd residierten, so dass diese sich zu Großstädten entwickeln konnten.


nach Fes, einer wunderschönen alten Königsstadt:



Die älteste der vier Königsstädte (ca. 1.051.000 Einwohner mit Trabantenstädten und Umgebung) ist neben Marrakesch sicher die interessanteste Stadt Marokkos. Sie ist das geistige Zentrum des Landes und Sitz der neben der Azhar-Universität in Kairo ältesten islamischen Universität, der Karaouyine. Seit 1976 steht sie unter dem Schutz der UNESCO als erhaltenswerte Stadt, und es wird nach und nach versucht, Teile von ihr zu restaurieren. Fes besteht aus 3 Teilen: dem ältesten Stadtteil, Fes-el-Bali ("das alte Fes"), dann dem von den Meriniden gegründeten Fes-el-Djedid ("das neue Fes") und schließlich dem Dar Debibegh, der Ville Nouvelle, von den Franzosen während der Protektoratszeit gegründet und nun eigentliche Neustadt. Fes-el-Bali, die Altstadt aus dem 9. Jh. mit ihrem Gäßchengewirr, in dem man sich ohne Führer kaum zurechtfindet, beherbergt die Souks, und in ihr liegen fast alle historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten. Bis auf sehr wenige Straßen, die in die Medina führen (z.B. zum Bab Boujloud im Westen bzw. zur Rsif-Moschee im Süden), ist es nicht möglich in die Medina mit einem Auto zu fahren.
Fes



Fes wurde im Jahre 789 von Idriss I. gegründet, die eigentliche Gründung erfolgte aber erst 808 durch Idriss II., seinem Sohn, der dort, wo sich sein Vater niedergelassen hatte, die ersten Häuser errichtete. Im kulturellen Umfeld der Freitagsmoschee Karaouyine, die von Fatma bent Mohammed el Fihri im Jahre 862 gestiftet wurde, entstand hier ein religiöses und geistiges Zentrum und nach Kairo die zweite Universität der Welt.

Fes ist eine der modernsten Städte seiner Zeit, in der sich das geistige, religiöse, politische und künstlerische Leben besonders reich entfaltete. Den Almohaden folgten die Meriniden, unter deren Herrschern die schönsten Bauwerke der Stadt entstanden. Bald erreichte das künstlerische und geistige Leben der Stadt seinen Höhepunkt.

1912 wurde "die Konvention von Fes" unterschrieben, die den Franzosen den größten Teil Marokkos als Protektorat übertrug. Der Königssitz wurde nach Rabat verlegt, aber Fes blieb ein Zentrum der Widerstandsbewegung. Fes ist bis zum 20. Jh. die geistige Hauptstadt des Königreiches gewesen und hat jetzt etwas von ihrem Glanz eingebüßt. Die Fassis, wie sich die Bewohner von Fes nennen, begreifen sich aber immer noch als Bildungselite des Landes. Auch sind sie stolz darauf, besonders elegant und modisch zu sein, sozusagen Trendsetter.
Fes

Eine 16 km lange Ringstraße leitet den Verkehr um die Stadt. Rings um die Stadtmauern hat man von sowohl vom Bordj Sud als auch Bordj Nord einen herrlichen Blick auf Fes und Umgebung.

Zur Stadtbesichtigung startet man in der Neustadt am Place Mohammed V. Von hier fährt man über den Boulevard Moulay Youssef nach Fes-el-Djedid, vorbei an der Kasbah der Cherardas und an dem Stadttor Bab Segma, weiter zum Bordj Nord aus dem 16. Jh. (Waffen-Museum mit historischen marokkanischen Waffen). Dort erreicht man die Aussichtsplattform des Merinides und das Luxushotel des Merinides. Von hier hat man eine herrliche Aussicht über die Stadt und das Seboutal. Nicht weit von hier findet man die Ruinen der Merinidengräber auf dem Hügel el Kolla. Neben den Merinidengräbern befinden sich die Mauerreste des Fort Chardonnet. Die kurvige Straße führt nun bergab, vorbei am Bab Guissa, wo man kurz halt machen und bei den Schlächtern und dem Häutemarkt unterhalb des Tores vorbeischauen kann. Hier wird auf mittelalterliche Weise das Vieh geschlachtet. Durch Hügelland führt die Umgehungsstraße weiter stadtauswärts, an Olivenhainen und Gärten entlang zum Bab Khoukha und zum Bab Ftouh. Hier stößt man auf die Straße nach Taza. Linker Hand, etwas abseits liegt das Töpferviertel, wo man den Töpfern und Keramikmalern bei der Arbeit zusehen und günstig in einem Ausstellungsraum Keramik kaufen kann. Fes ist neben Safi das Töpferzentrum des Landes. Die typische Feser Keramik ist blau-weiß und etwas edler als die Safi-Keramik. An der Grenze zwischen Fes-el-Djedid und Fes-el-Bali befindet sich das Dar Batha - ein ehemaliger Wesirspalast - mit seinen großzügig angelegten Gärten. Es beherbergt eine archäologische Sammlung und ein sehr interessantes, umfangreiches Museum marokkanischer Kunst. Hier findet man Teppiche aus dem Atlas, eine Waffensammlung aus vielen Jahrhunderten, Trachten und Schmuck der verschiedenen Stämme, Stickereien, Stoffe, Keramik, Holzschnitzereien und vieles mehr.

Direkt neben Bab Boujloud befindet sich die Medersa Bou Inania, die Koranschule des Abu Inan, die 1350 erbaut wurde. Die Medersa mit ihrem quadratischen Innenhof mit Waschbrunnen, den beiden vorgelagerten Betsälen und den im ersten und zweiten Stock liegenden, winzigen Wohnzellen der Studenten ist unbedingt sehenswert. Vom Tor Bab-Guissa erreicht man am besten die Handwerkersouks und die wichtigsten Kulturdenkmäler rund um die Karaouyine.

Die Souks Attarine und Kissaria bilden den Mittelpunkt des Handwerks und des Handels. Die Straßen und Viertel sind, wie in allen Souks, nach Handwerkszweigen aufgeteilt. So kommen Sie vorbei an den Kupferund Messingschmieden, Goldschmieden, lederverarbeitenden Handwerkern und Basaren mit goldbestickten Lederkissen, Taschen und Gürteln, an den Waffenschmieden, Teppichhändlern und Manufakturen, Kleiderläden, Tischlern, Drechslern, Gewürzhändlern,



Fisch- und Gemüsehändlern bis zum Gerberviertel.



Wichtigstes Bauwerk in Fes ist wohl die Karaouyine-Moschee. Sie beherbergt inzwischen nur noch zwei Fakultäten der im 9. Jh. gegründeten Universität und sie war bis zur Erbauung der Hassan II. Moschee in Casablanca größte Moschee im Maghreb. Sie faßt 20.000 Gläubige auf einer Größe von 16.000 qm. Die Gebetshalle wird von 270 Säulen getragen, 14 Tore führen in ihr Inneres. Sie ist in der typisch maurischen Architektur mit Hufeisenbögen, schlanken Stützsäulen, Stalaktiten-Deckengewölben, geschnitzten Ornamenten, Majolikaböden und kunstvollerAusstattung gebaut. Die Bibliothek stammt aus dem 13. Jh. und bewahrt seltene Manuskripte seit dieser Zeit auf. Berühmtester hiesiger Gelehrter war Ibn Khaldun mit seinem Hauptwerk Muqqaddima. Er gilt als der größte Historiker des Islam. Auch heute noch wird an der Universität unterrichtet. Sie hat einen guten Ruf. Das größte Heiligtum der Stadt, Grabmal und Wallfahrtsort zugleich, ist die Zaouia des Moulay Idriss, des Stadtgründers. Der Nejjarine Platz mit den Tischler-Souks und dem benachbarten Tor zum Foundouk-Nejjarine mit seinem zierlichen Brunnen mit Mosaikverkleidung. Eine weitere bedeutende Koranschule ist die Medersa Cherratine, die größte der Koranschulen. Die hinter der Karaouyine in Richtung Gerberviertel liegende Medersa Seffarine aus der Merinidenzeit, unter anderem auch wegen der schönen Dachterrasse, auf der man sich vom Trubel der Altstadt gut erholen kann. Auf dem Seffarin-Platz haben sich die Kesselmacher und -flicker niedergelassen, die riesige Bottiche und Kupferkessel fertigen, die in erster Linie bei großen Festen und Hochzeiten Verwendung finden. Höhepunkt der Fes-Stadtführungen, ist ein Besuch bei den Gerbern.



Hier werden nach mittelalterlichen Methoden Leder und Felle gegerbt und gefärbt.

Dann ging es weiter nach Meknes:

Meknes ist eine der vier Königsstädte Marokkos und hat ca. 500.000 Einwohner. Aus zwei Stadtkernen bestehend, die voneinander durch den Fluß Boufekrane getrennt sind, erhebt sich Meknes auf einer Hochebene 550 m über dem Meer. Es liegt in einem der landwirtschaftlich reichsten Gebiete mit einem gesunden, milden Klima während des ganzen Jahres. Meknes ist wichtiges Handels- und Handwerkszentrum. Meknes ist vor allem auch bekannt wegen seiner Weine, die durchaus die Qualität guter französischer Landweine erreichen. Die bekanntesten Marken sind Ksar Guerrouane und Les Trois Domaines.
Meknes



Meknes verdankt seinen Namen dem Stamm der Meknassa, die vom Osten her kommend sich zu Anfang des 10. Jh. an den Ufern des Flusses niederließen. Die almoravidische Festung Tagrart, die Youssef Ben Tachfine 1063 erbauen ließ, bildet den Mittelpunkt der Stadt. Die Almohaden als Nachfolger der Almoraviden, richteten ein Wasserversorgungsnetz ein. Unter den Meriniden wurde die Stadt beträchtlich vergrößert, aber erst unter dem Alouitenherrscher Moulay Ismail (1672- 1727) erlebte Meknes seine Blütezeit. Moulay Ismail ließ mit Hilfe von 30.000 Sklaven Gärten, Stadtmauern von 40 km Länge und Paläste von gewaltigen Ausmaßen bauen. So fanden in den riesigen Stallungen 12.000 Pferde Platz, und die Getreidespeicher hatten die Dimensionen einer Kathedrale. Im ganzen Land ließ er 76 Festungen bauen und vertrieb mit seiner 150.000 Mann starken Armee die Engländer aus Tanger und die Spanier aus Larache und Mehdia. Selbst die Türken konnte er im Osten des Reiches aufhalten. Nach dem Tod Moulay Ismails verlegten seine Nachfolger die Königsresidenz nach Fes. Während der Kämpfe um die Nachfolge wurden die Paläste von Meknes zerstört. Das Erdbeben von 1755 trug zur weiteren Verwüstung der Stadt bei. Erst nach 1912 bekam Meknes wieder eine entscheidende Bedeutung, als es zu einem der wichtigsten landwirtschaftlichen Zentren Marokkos wurde.
Meknes

Sehenswürdigkeiten

Durch Bab er Rih kommt man zum Mausoleum Moulay Ismails. Die Vorräume sind kunstvoll in maurischem Stil ausgestattet.

Am Platz EI Hedim, steht das berühmteste Tor Marokkos - das Bab EI Mansour. Es wurde 1732 vollendet. Hier wurden früher Gerichtsverhandlungen abgehalten und die Köpfe der Hingerichteten ausgestellt. Am Place EI Hedim liegt auch der Palast Dar Jamai, in dem das Museum für marokkanische Volkskunst untergebracht ist. Es ist in einem ehemaligen Wesirspalast eingerichtet.

Bei Bab EI Mansour liegt Koubbet Khyatine, ein Pavillon, in dem Moulay Ismail früher ausländische Botschafter empfing.

In der Lebensmittelmarkthallen gibt es Berge von Obst, fein säuberlich aufgestapelt, Berge von eingelegten Zitronen, Oliven, Gewürzen und anderen Köstlichkeiten.

In der Medina befinden sich die Korbflechtersouks, der Schmuckund Stoffmarkt, im Nordwesten am Bab Djedid die Musikinstrumentenhändler und zahlreiche andere Geschäfte und Handwerksbetriebe.

Die älteste Moschee von Meknes, die Moschee Nejjarine stammt aus dem 10. Jh.

Medersa Bou Inania (1356 fertiggestellt), eines der bedeutenden islamischen Bauwerke der Stadt. Erbaut wurde es unter dem Merinidensultan Abu el Hassan und vollendet von seinem Sohn Fariz I. Abu Ainan. Der Innenhof mit Reinigungsbrunnen ist mit sehr schönen Fliesen und Holzschnitzereien ausgestattet. Das obere Geschoß, das von einer zedernholzgeschnitzten Galerie zum Innenhof hin begrenzt ist, beherbergt die winzigen Zellen der Koranschüler. Die Medersa (Medrese) wurde im 16. Jh. um ein theologisches Institut erweitert. In der Nähe erhebt sich Jemaa el Kebir, die große Moschee mit 12 Eingängen. Sie bildet den Mittelpunkt der Altstadt...


weitere Sehenswürdigkeiten: Bab Tizim (Mittelpunkt des Töpferviertels) * Bab Berdain - Tor der Sattler (Ende 17. Jh.) * Tor Bab el Khemis (17. Jh.) * Ville Imperiale (Königsstadt) - die ehemalige Residenz von Moulay Ismail * Palast Dar el Beida (18. Jh.) * Heri Dar el Ma, ein riesiger Vorratsspeicher aus dem 17. Jh. * Die berühmten Pferdeställe des Moulay Ismail, in denen 12.000 Pferde Platz fanden.



Schließlich ging es nach Marrakech.
 
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Marrakech



Ich gebe zu: ich habe noch nicht viele Großstädte besucht.... dennoch werde ich Marrakech, mit seinem "Zauber" niemals vergessen.
Auch nicht, wie ich mir in einer Buchhandlung in der Neustadt unter drei deutschsprachigen Taschenbüchern eine vergilbte, alte Steven - King - Ausgabe aussuchte!;)

Marrakesch, die Stadt der Berber und Normaden, gilt als Schönste Marokkos.
Die "Perle des Südens". Sie spiegelt die ganze Vielfalt des orientalischen Lebens, auch in seiner krassen Gegensätzlichkeit. Im Norden der Stadt, angrenzend an die Palmeraie liegen die Viertel der Wohlhabenden, im Westen im Viertel Hivernage liegt das Hotelviertel, und in der Medina findet man prachtvolle Palästen und Ruinen aus glanzvollen Zeiten. In kaum einer anderen Stadt kann man die Gegensätze so hautnah erleben.

Hier begegnen uns reiche, elegant gekleidete Marokkaner, junge Mädchen in Mini-Rock, Jeans oder Kaftan, Bettler, Gaukler, selbsternannte Führer, Marktschreier, Handwerker, Wasserverkäufer und Nomaden aus der Wüste neben kamerabehängten Touristengruppen. In der Hitze der Innenstadt pulsiert das Leben, um die Stadt breiten sich prachtvolle Landschaften aus.
Marrakech



Im Zentrum der Altstadt von Marrakesch liegt die Djemaa el Fna. Noch am Anfang dieses Jahrhunderts wurden hier die Köpfe der Hingerichteten zur Schau gestellt.


Heute wartet der Platz der Gehenkten mit anderen Vergnügungen auf. Frühmorgens dient er als Markt. Den Gauklern und Artisten bietet er tagsüber eine Arena und abends wird er zum riesigen Freiluftrestaurant.

Ein Wasserträger.

Vom Markt führt der Weg zur Medrassa Ben Youssef, einer Koranschule aus dem 14. Jahrhundert und zum Palais de la Bahia, dem Königspalast mit seinem prachtvollen Harem. Weiter zu den Saadier-Gräbern, einer hinter hohen Mauern versteckten Totenstadt.
Schätze der Welt - Marrakesch: Altstadt von Marrakesch

Marrakesch wurde 1062 von Yusuf ibn Taschfin (1009-1106), dem Führer der Almoraviden, einer Berberdynastie, deren Heere später Andalusien eroberten, gegründet. Taschfin eroberte das heutige Nordmarokko und Andalusien und ließ Marrakesch zur Hauptstadt seines Reiches ausbauen. Unter seinem Sohn Ali Ben Youssouf wurde die Stadt erheblich erweitert und die bis heute erhaltene Stadtmauer errichtet. Die Almohaden, eine religiöse Bewegung, die sich unter der Führung Ibn Tumarts gegen die Almoraviden gebildet hatte, eroberten unter dessen Nachfolger Abd el Moumen im 12. Jahrhundert Nordmarokko und schließlich im Jahre 1147 Marrakesch. Sie zerstörten religiöse wie Profanbauten als Symbole der Almoraviden. Unter der Regentschaft der Almohaden wurde die Koutoubia-Moschee errichtet.


Nach bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen um die Macht in Marokko nahmen 1269 die Meriniden Marrakesch ein. Der Sieger Abou Youssouff Yakoubb gab schließlich Marrakesch als Hauptstadt zugunsten von Fes auf. Unter den Saaditen wurde Marrakesch von 1554 an vorübergehend erneut marokkanische Hauptstadt. Unter der nachfolgenden Dynastie der Alaouiten, der auch das heutige Herrscherhaus entstammt, wurde erneut Fes Regierungssitz.

Die Souks von Marrakesch sind die größten des Landes. Man startet z.B. an der Nordseite des Place Djemaa el Fna. Von hier kann man als erstes die Töpfersouks erreichen. Man gelangt durch das Haupttor des Marktes auf die Rue Souk Smarine (Textilsouks), die sich nach dem Place Rahba Kedima in die Rue Souk Attarine und in die Rue Souk el Kebir V-förmig aufspaltet. Linker Hand der Rue Souk Attarine liegen die Souks der Kupferschmiede und etwas nördlich davon der Wollfärbersouk und der Souk Chouari (Holzschnitzer). Zwischen dem Souk Attarine und dem Souk el Kebir befindet sich die Eisenschmiede mit ihren Werkstätten und Waren und der Ledermarkt (Souk Cherratine). Rechts von der Souk-el-Kebir-Gasse stößt man auf den Schmuck- und Teppichmarkt. Beim Rahba-Kedima-Platz befand sich der alte Sklavenmarkt, auf dem jahrhundertelang schwarze Sklaven versteigert wurden. Jetzt haben sich hier die Gewürzhändler und Quacksalber niedergelassen.




Die Gärten



Die Aguedal-Gärten im Süden der Stadt außerhalb der Stadtmauern sind reine Olivengärten. Erholung bieten ebenfalls die Menaragärten-Obstplantagen aus dem 19. Jh. mit Wasserbecken und Palais sowie die 150 km2 große Palmeraie (Dattelpalmenkulturen) im Norden der Stadt. Hier treffen sich junge Leute oder Familien zum Mittagspicknick, auch Studenten packen Ihre Bücher aus und lernen im Freien. Am schönsten von allen Gärten ist der Jardin Majorelle an der Av. Yacoub el Mansour in der Neustadt. Er wurde von dem französischen Maler Majorelle (1859-1926) angelegt und irgendwann in den letzten Jahren von Pierre Berge & Yves Saint-Laurent gekauft. Sie errichteten im ehemaligen Atelier des Malers ein kleines Museum (Musee' Art Islamique), wo auch Werke des Malers Majorelle ausgestellt sind. Der Garten ist mit vielen tropischen Pflanzen, u.a. Riesenkakteen und Bäumen bepflanzt, die mit Täfelchen, auf denen die lateinische Bezeichnung und das Ursprungsgebiet steht, versehen sind. Die Gebäude sind knallblau gestrichen mit gelb-weiß umrahmten Fenstern und eingesäumt von lila Bougainvilleen - ein Augenschmaus.



Die Neustadt

In der Neustadt - genannt Gueliz - befinden sich die modernsten Geschäfte, von Boutiquen bis zu Supermärkten, und eine Markthalle. Die meisten Geschäfte findet man in der Av. Mohammed V.
 
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19.03.06
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Während meiner woche in Marrakech bin ich an einem Tag in den Atlas hineingefahren, bis ganz in die Nähe von Tanaout



In einer Art "Oase", in den kargen Bergen, traf ich den Sohn eines Tuaregs und einer Berberin,



der von seiner Familie dort zurückgelassen worden war, um Alltagsgegenstände der Berber an Touristen zu verkaufen. In seiner kleinen Hütte kochte er mir Tee, den typisch marokkanischen, mit frischer Minze drin und wir verständigten uns mit einer Mischung aus Englisch, Deutsch und Gebärden.

Herzliche Grüße von
Leòn
 
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