Umstellung auf Naturkosmetik - Eure Erfahrungen?

Themenstarter
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Ich würde gerne komplett auf Naturkosmetik umsteigen. Habt ich mit dem Umstieg auf Naturkosmetik Erfahrungen?
Sollte man da nach und nach umsteigen oder einen harten Schritt machen und wirklich von einem Tag auf den anderen nur mehr Naturkosmetik verwenden?
Wie sieht es denn mit auftretenden Problemen aus, hattet ihr da welche? Habe gelesen, dass es im Laufe der Umstellung auf Naturkosmetik auch zu kleineren Hautirritationen (rote Pünktchen, Pickel,...) kommen kann.
Wie steht ihr generell zu Naturkosmetik - sind euch die Inhaltstoffe der diversen Cremes, Lotions,... wichtig oder sind euch die im Grunde "egal" solange die Sachen euch helfen?
 
wundermittel
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05.04.08
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Hallo Eptome,

wer zu Hautirritationen neigt, sollte sich auch bei Naturkosmetik die Inhaltsstoffe anschauen. Nicht alles was sich Naturkosmetik nennt ist "Natur". Und es gibt natürlich auch ätherische Öle oder Pflanzenstoffe, die nicht jeder verträgt.

Ich benutze auch Naturkosmetik, aber sehe auch nicht ein, dafür teures Geld auszugeben - Alverde und Alterra tun es auch (obwohl es da natürlich auch Teureres darunter gibt). Ich habe das von heute auf morgen umgestellt und keinerlei Probleme damit.
 
Themenstarter
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04.07.19
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Ich vertrage leider auch nicht alles wobei ich nicht weiß, was ich eigentlich nicht vertrage. Meist habe ich selbst alles getestet und wenn es gepasst hat, bin ich dabei geblieben. Habe sehr trockene Haut und dagegen muss ich einfach was machen. Ich schuppe mich sonst ab und das schaut nicht sonderlich schön aus.
Ich habe schon lange gesucht nach Alternativen bei Naturkosmetik. Was mich jetzt angesprochen hat ist eine Creme aus Meeresalgen. Mit Meeresalgen habe ich gute Erfahrungen gemacht. Wenn ich auf Wellnessurlaub war, habe ich immer eine Packung aus Algen machen lassen. Danach hat sich meine Haut über mehrere Wochen gut angefühlt. Jetzt gibt es da auch vermehrt Sachen als Meeresalgen für zu Hause. Also das müsste ich dann schon vertragen und ich hoffe natürlich auf ein so gutes Ergebnis wie nach der Algenpackung.
 
regulat-pro-immune
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Also ich habe den Umstieg auf Naturkosmetik schon seit einiger Zeit hinter mir und kann von mir selbst nicht berichten, dass ich eine vorübergehende Irritation von Haut und Haar bemerkt hätte. Ich denke aber auch, dass man bei neuen Produkten ein paar Wochen beobachten sollte, wie man darauf reagiert. Ich habe mir kürzlich für den Sommer ein Serum von Grey Berlin geholt, weil meiner Haut normale Tagescreme bei Hitze oft "zu viel" ist. Zuerst fand ich nur Textur und Duft angenehm, aber ungefähr 2-3 Wochen nach Anwendungsbeginn habe ich bemerkt, dass meine Poren irgendwie kleiner wurden.

Ich kann aber auch nur zustimmen, dass nicht alles, nur deshalb weil es Naturkosmetik ist, auch super vertragen wird. Das muss man einfach individuell austesten. Von einem NK-Shampoo habe ich zum Beispiel ganz strohiges Haar bekommen. Auch nicht sofort, sondern erst nach ein paar Wochen.

Wie steht ihr generell zu Naturkosmetik - sind euch die Inhaltstoffe der diversen Cremes, Lotions,... wichtig oder sind euch die im Grunde "egal" solange die Sachen euch helfen?
Mir sind die Inhaltsstoffe nicht egal. Mikroplastik halte ich zum Beispiel für ein echtes Problem. Und Greenwashing auch. Letztens habe ich mir im Urlaub ein konventionelles Duschgel gekauft. Mit 90% natürlichen Inhaltsstoffen oder so. Ist aber halt auch kein Hexenwerk, wenn es zu knapp 90% oder so aus natürlichem Wasser steht. Und da fragt man sich dann halt schon, was die restlichen Inhaltsstoffe so sind.
 
Themenstarter
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Oh super, danke für deine Erfahrungen. War dir auch wichtig, dass da Meeresalgen drinnen waren oder wieso hast du dich dafür entscheiden?
Ich habe halt schon gute Erfahrungen mit Meeresalgen gemacht, aus dem Grund möchte ich es ja auch mal ausprobieren. Wenn es bei Packungen im Spa guttut, wird es hoffentlich auch so bei Cremes zu Hause sein.
Klar könnte noch irgendetwas anderes in den Sachen sein, hoffe aber das passt dann.
Leider braucht man halt heutzutage fast schon ein Studium um alles zu verstehen was so in den Inhaltstoffangaben steht:) Ist ja auch beim Essen leider so. Da würde ich mich auch gerne etwas besser auskennen. Da braucht es aber noch ein wenig Recherche. Woher weißt du, welche Inhaltsstoffe man meiden sollte bzw. auf was man achten sollte?
 

Kate

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Leider braucht man halt heutzutage fast schon ein Studium um alles zu verstehen was so in den Inhaltstoffangaben steht:)
Da kann ich die App Codecheck empfehlen. Ich war kürzlich gerade leicht pikiert, dass eine Creme von Lavera, die v.a. für Neurodermitiker empfohlen wird, einen kritischen Zusatzstoff enthält. Ich weiß gerade nicht mehr genau, welchen, ob das einer von den hormonaktiven war. Die sind leider sehr verbreitet, sehr "gern" auch in Apotheken-Marken mit "gesund" aussehenden Verpackungen. Habe die Creme vor sehr langer Zeit wegen sehr trockener Haut mal benutzt, vermute aber, dass der Stoff noch nicht enthalten war (Lavera wurde ja vor einigen Jahren von L'Oreal übernommen, hat seitdem Rezepturen geändert und wurde z.B. von meinem kleinen Bioladen um die Ecke deshalb ausgelistet).

Gruß
Kate
 
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25.06.12
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Hallo

Ich bin auch vor einigen Jahren auf Naturkosmetik ubd Pflegeprodukte umgestiegen, sofort und ganz, weil es mir wichtig war und immer noch ist, sowenig Chemie wie möglich an mich heran zu lassen.

Meine Haut hat damit keine Probleme gehabt, bis heute nicht.
Bei mir ist es allerdings so, dass ich auch auf den Preis schauen muss, daher müssen die Produkte außer, dass sie unbedenkliche Inhaltstoffe beinhalten, auch günstig sein.
IdR benutze ich Lavera, aber auch die Eigenmarke von Edeka, Blütezeit.
Außerdem habe ich mir Cremes, ein Serum und eine Deo-Creme von Bloom Organics gekauft, die ich momentan täglich nutze.
Die Sachen pflegen alle gut und ich vertrage sie auch alle, aber Wunder habe ich bisher bei diesen Produkten, wie aber auch bei den früheren Nicht-Naturpflegeprodukten, bisher keine erlebt.
Rote Punkte, etc, hatte ich bisher nicht.

Ich habe früher immer mal wieder den ein oder anderen Pickel bekommen, gerade im Nasen- oder Kinnbereich, das ist inzwischen kaum noch so.
Doch das führe ich auf die bessere Ernährung zurück, weniger auf die Pflegeprodukte.
Allerdings achte ich darauf, dass ich nicht komedogene Inhaltsstoffe benutze.

Momentan nutze ich täglich auch selbst gemachtes ein Serum aus Basilikumöl und Coffein, gegen meinen Haarausfall.
Außerdem mache ich mir einmal die Woche eine Haar und Gesichtsmaske, aus Bentonit, Heilerde, Matcha und Arganöl, zum Entgiften der Gesichts- und Kopfhaut.
Auch die Sachen vertrage ich gut, aber über den Effekt kann ich bisher noch nichts sagen, weil der Zeitraum noch recht kurz ist.

Bei der Schminkprodukten ist es etwas anders, da nutze ich noch wasserfeste Wimperntusche und auch einen herkömmlichen Concealer, weil ich da noch keine Produkte von Naturkosmetikherstellern gefunden habe, womit ich zurechtkomme, was z.B. unter den Augen natürlich aussieht und sich nicht den Augenfältchen absetzt.
Allerdings schminke ich mich nur sehr wenig und wasche die Sachen auch sofort ab, wenn ich nach Hause komme.
Ich würde gern ganz drauf verzichten, denn ich mag eigentlich keine Schminke im Gesicht haben, finde aber ich muss dezent nachhelfen, um etwas frischer auszusehen, wenn ich rausgehe.
 

Kate

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...finde aber ich muss dezent nachhelfen, um etwas frischer auszusehen, wenn ich rausgehe.
Das erstaunt mich direkt etwas, wenn ich lese, was Du sonst so schreibst über Deine Einstellung und Lebenstil-Faktoren, insbesondere Ernährung. Denn da könnte man sich ja fragen: Muss ich das wirklich und falls ja: warum?

Die Zeiten, wo ich meinte, ohne getuschte Wimpern nicht mal (in Jogging-Hose und verpennt direkt aus dem Bett) zum Bäcker um die Ecke gehen zu können, sind lange vorbei. Aber ich habe vielleicht auch den Vorteil, dass ich in einer Zeit aufgewachsen bin, wo Frauen schon recht "frei" waren von allerlei Zwängen zum Rollenverhalten.

Mir ging von Anfang an durch den Kopf, dass man bezüglich des Thread-Titels unterschieden müsste zwischen "not-wendiger" Pflege (Sonnen-, Kälteschutz, besondere Bedürfnisse wegen Neurodermitis, Schuppenflechte, Ekzemen,...) und sogenannter "dekorativer" Kosmetik.

Die letztere benutze ich so gut wie garnicht mehr, auch nicht für Theater o.ä.. Da muss meine natürliche (frisch haar-gewaschene und mit einem schwarzen Blazer bekleidete) Dekorativität reichen 😇 Und im täglichen Gebrauch wäre das für mich sogar unpraktisch. Denn ich bewege mich ja fast täglich und komme dabei auch ins Schwitzen. Und auf eine An-Ab-An-... Schminkerei hätte ich so gar keine Lust, zumal für's Abschminken ja auch wieder u.U. nicht so unkritische, alles andere als pflegende Substanzen benötigt werden.

Bezüglich Pflege habe ich einige Recherchen gemacht, welche Naturstoffe wofür gut sein könnten. Da sind als Basisöle Aprikosenkern- oder Mandelöl als für mich ideal rausgekommen, das legendäre Arganöl habe ich auch probiert, mochte aber den Geruch nicht und fand auch nicht, dass es (außer kostenmäßig) einen Mehrwert hatte. Als Wirkstoffe mische ich gern mal ein paar Tropfen Tocotrienole rein (Tocomin aus rotem Palmöl, dazu haben wir einiges u.a. in der Rubrik Oxidativer/NItrosativer Stress) oder - eher als Medizin und nicht für's Gesicht - ätherische Öle, die entzündungs- und schmerzhemmend sind (für z.B. Prellungen, Sehnenscheidenentzündungen o.ä.).

Gegen Trockenheit finde ich Aloe Vera gut - da gibt's von Rossmanns Eigenmarke Alterra ein von Ökotest und früher meine ich auch Stiftung Warentest gut bewertetes, preiswertes Gel, das u.a. durch den tatsächlich hohen Aloe Vera-Anteil auffiel. Sowie Urea, da habe ich eine Hautschutzsalbe von der Marke Bioturm/Denns ("Nr. 1"), die riecht etwas seltsam (irgendwie nach Joghurt) und ich bin nicht ganz sicher, ob ich sie im Gesicht gut vertrage, für die (Winter-)Hände ist sie aber auf jeden Fall sehr gut. Die sagenumwobene Hyaluronsäure habe ich u.a. in einem ebenfalls von Ökotest gut getesteten Produkt von Alterra namens "Triple Hyaluron Booster" probiert, finde sie aber von der Wirkung her nicht signikant besser als die anderen Stoffe. Nicht zuletzt benutze ich seit einiger Zeit sparsam Moringa-Öl, das fühlt sich sehr gut an im Gesicht, siehe Rubrik Oxidativer/Nitrosativer-Stress. Panthenol soll noch gut sein (ich weiß nicht mehr, wo ich das gelesen habe, u.U. Ökotest), da habe ich mir probeweise eine gut bewertete Tagescreme "Bio Wildrose" von Alverde/DM besorgt, die ich aber bisher kaum nutze, obwohl sie einen guten Eindruck macht.

Eine "Umstellung" in dem Sinne gab es bei mir nicht, da ich bis auf die Post-/Pubertät nie der Creme- und Schmink-Typ war. Es war eher eine "Ab-Stellung" und in mittlerem Alter dann wieder bewusster, minimalistischer Einsatz - es hatten sich inzwischen viele Allergien entpuppt und ich war insgesamt kritischer und fing an, auf Schadstoff-Armut zu achten. Ein Code-Check (s.o.) auf bekannte Schadstoffe ist für mich "Pflicht", das geht entweder gleich im Laden per Strichcode einlesen (kurz Handy einschalten) oder von zu Hause aus per Produktname. Ansonsten eben Minimalismus hinsichtlich verwendeter Stoffe und das Motto "an meine Haut lasse ich (i.a.) nur das, was ich auch essen würde".

Es gibt Stimmen, die behaupten, ein Deo brauche man bei optimaler Ernährung bzw. optimalem Stoffwechsel nicht. Ich benutze ein ganz einfaches selbstgemachtes Natron-Deo (Rezepte werden auch im Forum irgendwo verlinkt und diskutiert), sparsam, weil Natron auch die Haut reizen kann. Damit bin ich mehr als zufrieden.

Für "gutes" Aussehen ist natürlich viel Schlaf wichtig (den ich auch nicht immer bekomme), viel Bewegung an der Luft und auch - dosiert - Sonne, ein möglichst intakter Darm. Für die "Schönheit von Innen" scheinen für mich u.a. Omega-3-Fettsäuren (Norsan Fischöl) wichtig zu sein - seitdem habe ich kaum noch "Winter-Haut" (Hände, Scheinbeine) - sowie ein guter B6-Spiegel (der nicht immer gegeben war, womöglich wegen KPU/HPU).

Einen ungeschminkten Gruß von
Kate
 
regulat-pro-immune
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25.06.12
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Das erstaunt mich direkt etwas, wenn ich lese, was Du sonst so schreibst über Deine Einstellung und Lebenstil-Faktoren, insbesondere Ernährung. Denn da könnte man sich ja fragen: Muss ich das wirklich und falls ja: warum?
Ich verstehe das Unverständnis und die dahinterstehende Kritik ehrlich gesagt nicht.
Die Antwort darauf ist aber: Weil ich es möchte.
Ich muss von außen gesehen selbstverständlich rein gar nichts.
Genau wie ich auch nicht deinen Erwartungen von mir entsprechen muss, sondern allein meinen Wünschen und Ansprüchen.

Dass ich ungeschminkt keinen Schritt vor die Türe gehen würde, habe ich nirgendwo geschrieben.
Und auch nicht impliziert, dass ich mich durch irgendeinem Zwang oder Rollenverhalten dazu genötigt fühle.
Das ist allein deine Interpretation und eine Unterstellung und ich frage mich, woher das wohl kommt, so etwas zu unterstellen, ohne nachzufragen?

Warum ich das für mich möchte/muss, erkläre ich dir aber gern.

In den letzten vier Monaten, seitdem ich meine alte Ernährungsweise radikal gekippt habe, hat sich das ein oder andere positiv verändert, doch ich leide trotzdem noch unter sehr vielen Beschwerden, wie ich ja auch schon des öfteren schrieb.
Als ich vor 6 Jahren meine Ernährung umstellte, leider nur für mehrere Monate, hatte ich in viel kürzerer Zeit viel mehr Erfolge.
Damals ging es mir schon nach 8-12 Wochen wieder so gut, dass ich kein Probleme damit gehabt hätte, wenn es auf dem Level geblieben wäre.
Das ist diesmal, auch nach vier Monaten, leider noch nicht der Fall.
Zwar gibt es Bereiche, die in der Zeit schon wirklich gute Fortschritte gemacht haben, aber bei anderen Teilen tut sich bisher noch nicht sehr viel, im Gegensatz zu damals.

Da ich zur Zeit also immer noch ziemlich krank bin und mich so fühle, sehe ich auch dementspechend aus.
D.h., ich habe z.B. tiefe, schwarze Ringe unter den Augen und weshalb ich etwas Concealer benutze, wenn ich raus gehe und ab und zu auch etwas Wimperntusche, um weniger krank auszusehen.
Und wenn ich ausgehe, mit meiner Familie essen oder ähnliches, benutze ich tatsächlich auch einen Hauch Rouge.
Was es damit zu tun hat, dass ich mich jetzt so gut wie möglich ernähre, das hinterblicke ich allerdings bisher nicht.

Wenn du das nicht brauchst oder dir dein Aussehen egal ist, ist das wunderbar für dich, das ist bei mir aber nicht so.
Ich mag ein natürliches Aussehen und achte auch bei mir darauf, bedeutet, ich kleistere mich nicht zu, aber ich fühle mich wohler, wenn ich nach außen hin nicht dermaßen krank wirke und deshalb nutze ich etwas Kosmetik, um frischer zu wirken.

Und ich mache mich gern ein wenig hübsch, wenn ich ausgehe, was selten genug vorkommt.
Auch meine Söhne mögen das, mein Ältester sagte mir z.B. vor nicht langer Zeit, dass ihm mein Stil so gut gefallen würde, im Gegensatz zu dem Äußeren vieler anderer Mütter in seinem Umkreis, von denen er findet, dass sie oft schon so alt aussehen würden, bzw. sich so anziehen, etc.
Worüber ich mich ehrlich gefreut habe, man möge mich deswegen kreuzigen.

Dafür, dass man möglichst nichts an seine Haut lässt, was man nicht auch essen würde, bin ich auch, wobei, wenn ich schaue was manch einer so isst, würde ich das nicht ganz unterschreiben.
Ich habe lange selbst Cremes, Deos, etc. selbst gemacht und mit verschiedenen Ölen herumexperimentiert, unter anderem mit Kokos-, Jojoba- und Arganöl, letztere beiden verwende ich immer noch bei meiner Pflege, aber ausschließlich komme ich damit nicht zurecht.
Ich habe sogar Rouge aus getrockneter, gemahlender Rote Beete gemacht, was furchtbar aussah. ^^
Daher sind fertige Pflegeprodukte, auf natürlicher Basis für mich, zumindest im Moment, ein guter Kompromiss.

Aber, wenn einem hier, für doch sehr banale Dinge, wie dass man z.B. etwas Kosmetik benutzt, direkt Unverständnis und Unterstellungen entgegen schlagen, dann werde ich zukünftig sehr genau darauf achten, was ich noch über mich preis gebe.
Ich frage mich allerdings auch, ob das wirklich im Sinne des Forums ist.

Dezent geschminkte Grüße
Tilian
 
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Kate

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Hey Tilian,

oje, da hast Du viel in den falschen Hals bekommen. Das tut mir leid. Als Kritik war es auf keinen Fall gemeint. Ich rede anderen Menschen in ihre äußere Gestaltung nicht rein. Meine beste Freundin ist meist dezent geschminkt (sieht man selbst bei Tageslicht kaum) und überhaupt ein ganz anderer Typ als ich und das hat für die Freundschaft (natürlich!) nie eine Rolle gespielt. Allerdings ist sie auch bei der Ernährung (und z.B. Umwelt- und Wohnraum-Schadstoffen) viel unkritischer als ich.

Und so meinte ich das auch: Ich sah Dich bei der Ernährung sehr kritisch bezüglich möglicher schädigender Stoffe, die in den Körper gelangen, während Du an anderer Stelle körperfremde Stoffe nutzt, die sich ersatzlos streichen ließen. Nur, damit Du meinen Gedanken verstehst. Und mehr war's auch nicht und ich hoffe sehr, dass diese Worte von mir nicht wieder irgendwie ganz schlecht ankommen :oops: Menschen nutzen Sprache unterschiedlich und so entstehen nach meinem Eindruck viele Missverständnisse und -stimmungen, die man nur versuchen kann, zu klären.
(Wenn ich hier inhaltlich meinen "Senf" dazu gebe, tue ich das übrigens als normales Mitglied und meine Aussagen haben nicht mehr "Gewicht" als die jedes anderen Users; die Moderationsaufgaben sind organisatorischer Art. Das schreibe ich nur dazu, weil ich manchmal den Eindruck habe, dass das Mit-Usern nicht klar ist.)

Dass ich ungeschminkt keinen Schritt vor die Türe gehen würde, habe ich nirgendwo geschrieben.
Und auch nicht impliziert, dass ich mich durch irgendeinem Zwang oder Rollenverhalten dazu genötigt fühle. Das ist allein deine Interpretation und eine Unterstellung und ich frage mich, woher das wohl kommt, so etwas zu unterstellen, ohne nachzufragen?
Das habe ich auch nicht gemeint, ich war halt über das Wort "muss" gestolpert und bin ansonsten kurz mal für ein paar Sätze ins Plaudern gekommen, bevor ich zum Inhaltlichen übergegangen bin. Ich hoffe, Du verstehst das ein bisschen, zumal Du ja auch recht ausführlich schreibst 🤔

Warum ich das für mich möchte/muss, erkläre ich dir aber gern. (...)

Da ich zur Zeit also immer noch ziemlich krank bin und mich so fühle, sehe ich auch dementspechend aus.
D.h., ich habe z.B. tiefe, schwarze Ringe unter den Augen und weshalb ich etwas Concealer benutze, wenn ich raus gehe und ab und zu auch etwas Wimperntusche, um weniger krank auszusehen.
Und wenn ich ausgehe, mit meiner Familie essen oder ähnliches, benutze ich tatsächlich auch einen Hauch Rouge.
Ich mag ein natürliches Aussehen und achte auch bei mir darauf, bedeutet, ich kleistere mich nicht zu, aber ich fühle mich wohler, wenn ich nach außen hin nicht dermaßen krank wirke und deshalb nutze ich etwas Kosmetik, um frischer zu wirken.
Das kann ich sehr gut verstehen und das auch aus eigener Erfahrung (besonders in Zeiten hoher Belastung durch z.B. Todesfälle im näheren Umfeld und auch was Augenringe betrifft, wobei ich da irgendwie "technisch" gescheitert war).

Wenn du das nicht brauchst oder dir dein Aussehen egal ist, ist das wunderbar für dich, das ist bei mir aber nicht so.
Nein, das ist mir nicht egal. Ich bin eine Ästhetin, manchmal so sehr, dass es mich selbst stört (z.B. wenn eine Kleinigkeit, die nicht harmoniert, schon fast physisches Unwohlsein auslöst). Habe auch durchaus schon eine gefühlte Stunde in einer von allen Seiten verspiegelten Umkleidekabine verbracht, habe dann Kleidung zurücklegen lasse und bin nochmal wiedergekommen, um sie nochmals anzuprobieren...)

Und ich mache mich gern ein wenig hübsch, wenn ich ausgehe, was selten genug vorkommt.
Auch meine Söhne mögen das, mein Ältester sagte mir z.B. vor nicht langer Zeit, dass ihm mein Stil so gut gefallen würde, im Gegensatz zu dem Äußeren vieler anderer Mütter in seinem Umkreis, von denen er findet, dass sie oft schon so alt aussehen würden, bzw. sich so anziehen, etc.
Worüber ich mich ehrlich gefreut habe, man möge mich deswegen kreuzigen.
Wieso denn? Ich freue mich auch über (spontane, ehrliche) Komplimente, von jung und alt. Bei "jung" ist's natürlich nochmal besonders. Und was "hübsch machen" betrifft, bin ich eher der klassische Typ (der im schwarzen oder Nadelstreifen-Blazer geht mit schwarzem - oder auch mal rotem - Top drunter und schwarzer Hose).

Dafür, dass man möglichst nichts an seine Haut lässt, was man nicht auch essen würde, bin ich auch, wobei, wenn ich schaue was manch einer so isst, würde ich das nicht ganz unterschreiben.
Ja, das sehe ich auch so. Ich meinte auch auf jeden Fall "... was ich essen würde" (wo dann sogar mal Nahrungsallergene wegfallen).

Aber, wenn einem hier, für doch sehr banale Dinge, wie dass man z.B. etwas Kosmetik benutzt, direkt Unverständnis und Unterstellungen entgegen schlagen, dann werde ich zukünftig sehr genau darauf achten, was ich noch über mich preis gebe.
Ich frage mich allerdings auch, ob das wirklich im Sinne des Forums ist.
Ich hoffe, ich konnte klären, dass ich es nicht so gemeint habe, wie es bei Dir ankam. Der Sinn eines Forums ist natürlich der Austausch und der lebt auch von der Vielfalt in Toleranz und gegenseitigem Respekt.

Grüße von "eingecremt mit einem Aloe-Gel" (was so gut einzieht, dass es hoffentlich der Hitze stand hält) zu "dezent geschminkt"
Kate

(diese Schlussformel war übrigens humorvoll gemeint, manchmal geht auch das leider schief :cry: )
 
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25.06.12
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Hallo, liebe Kate

In den falschen Hals bekommen habe ich es nicht, denn es war so direkt auf meine Aussage bezogen.
Ich glaube dir, wenn du sagst, dass du es so nicht gemeint hast, dann hast du dich aber missverständlich ausgedrückt und zwar hier, als auch im letzten Thread, wo du ebenfalls schriebst, ich hätte es in den falschen Hals bekommen.

Allerdings ist sie auch bei der Ernährung (und z.B. Umwelt- und Wohnraum-Schadstoffen) viel unkritischer als ich.

Was mich betrifft, ich bin schon seit Jahren alles andere als unkritisch, in Bezug darauf.
Deshalb nutze ich Produkte auf natürlicher Basis, anstatt auf Herkömmliche zurückgreifen.
Bis auf die beiden, die ich ansprache, weil ich da bisher einfach noch keine gefunden habe, die sie ersetzen können und ich sie ab und an brauche.
Ich würde mich aber über bessere Alternativen sehr freuen und wer weiß, vllt sehe ich ja bald so gesund und frisch aus, dass ich sie gar nicht mehr benutzen möchte. ^^

Ich hoffe, ich konnte klären, dass ich es nicht so gemeint habe, wie es bei Dir ankam. Der Sinn eines Forums ist natürlich der Austausch und der lebt auch von der Vielfalt in Toleranz und gegenseitigem Respekt.

Grüße von "eingecremt mit einem Aloe-Gel" (was so gut einzieht, dass es hoffentlich der Hitze stand hält) zu "dezent geschminkt"
Kate

Ich hoffe auch, zumal wir beide erwachsen und vernünftig sind und solche Sachen konstruktiv klären können.

Solange keine Böswilligkeit im Spiel ist, aus welchen Gründen auch immer (das soll ja leider vorkommen), ist es immer möglich Dinge zu klären.
Gerade in Foren kommt es gern mal schnell zu Missverständnissen, was dazu führen kann, dass Mitglieder nicht mehr mitschreiben und wodurch dann leider auch alte Foren aussterben, was schade ist, gerade wenn es sich um wertvolle Treffpunkte handelt.

Daher finde ich es wichtig, dass man seine Aussagen gut formuliert und sich fragt, wie sie beim anderen wohl ankommen.
Denn genau wie du schreibst lebt der Austausch von Toleranz und gegenseitigem Respekt.

Seit Tagen ungeschminkte Grüße
Tilian ;)
 
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05.04.08
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Hallo ihr Lieben,

ich gestehe, zu bestimmten Anlässen schminke ich mich sehr gerne. Im Alltag etwas dezenter, aber ein Kajalstift von Alverde und eine Wimpernzange ist meistens am Start. Auch ab und zu Mascara von Alterra, sowie eine getönte Tagescreme.

Zum kurzen Einkaufstripp um die Ecke eher seltener, mit Maske ist es dann eh unnötig und ich bin dann auch zu faul dazu.

Zu Treffen mit Freunden oder einer längeren Shoppingtour und natürlich auch zu besonderen Anlässen wie Konzerte etc. empfinde ich die Vorbereitung dazu wie Kleidung, Schminken und Frisur als ein genußvolles Ritual, das ich festlich zelebriere. Es bringt mich in die richtige Stimmung und ich freue mich mein Alltagsgesicht Mal hinter mich zu lassen. Es ist eine deutliche Veränderung und ich genieße schon die anschließenden Komplimente (wenn's denn welche gibt ☺️) Ich merke auch wie mein Gang und meine Körperhaltung sich danach aufrichtet.

Ich merke bei mir selbst, dass mein Alltagsgesicht mich verleitet in eine Art "Gammelmodus" zu schalten, alles wird irgendwie schlurfender und in sich mehr zusammensackender.

Früher musste ich mich beruflich einfach tgl schminken, das war Voraussetzung für den Repräsentationsjob, den ich gerne machte. Damals wurde es mir dann aber auch schon manchmal zuviel. Täglich wollte ich das auch nicht mehr, aber ganz darauf verzichten, empfände ich als fad und ich stehe gerne dazu. Ich bewundere so manche Schminkkünste von technisch versierten Frauen, so sehr habe ich mich auch nicht befasst damit und kriege das nicht hin. ☺️

Früher bin ich sehr oft gerne ins Theater und ins Casino, weil ich die festlich gekleideten Frauen und die Gerüche der verschiedenen Parfums, meine Sinne berauschten. (Ich liebe auch Historienfilme über königliche Häuser aus dem Mittelalter). Seit ich aber gesehen habe, dass man mittlerweile auch mit Badeschlappen und Jesuslatschen ins Casino kommt, hat es seinen Reiz dort verloren. 😄

Früher achtete ich auch weniger auf Inhaltsstoffe, heute bediene ich mich wie gesagt überwiegend bei Alterra und Alverde und achte auch bei Shampoos und Bodylotions vor allem was drin ist. Von Weleda gibt es tolle Körper- und Massageöle, wie Wildrose und tolle Handcremes, wie zum Beispiel Citrus und Sanddorn. Ich liebe den Geruch.
 
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25.06.12
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Ich liebe Historienfilme auch und Filme über mittelalterliche Fantasy. :)

Früher musste ich für meinen Beruf auch sehr auf mein Äußeres achten, perfektes Makeup, Frisur und modische Kleidung gehörten dazu.
Aber ich habe es damals auch geliebt mich zu stylen.

Heute ist mir das ziemlich lästig geworden und gerade auch Makeup mag ich absolut nicht mehr auf meiner Haut haben, weil ich mich dadurch so zugekleistert fühle.
Doch möchte ich gepflegt sein und auch so aussehen.
Aber ich denke, das ist wohl für die meisten selbstverständlich.

Ich finde es auch völlig in Ordnung, wenn man etwas nachhilft, solange es noch natürlich wirkt.
Was ich überhaupt nicht verstehen kann und was ich häufiger sehe, auch bei jungen Mädchen, dass so dick aufgetragen wird, dass es schon eher an eine Drag-Queen erinnert, als an eine junge Frau.

Auch megaknallige Farben im Gesicht und künstliche Fingernägel finde ich ziemlich scheußlich.
Aber eigentlich ist alles was so künstlich und "over the Top" aussieht überhaupt nicht mein Ding.
Doch Geschmäcker sind verschieden, früher habe ich auch gern mal etwas tiefer in den Farbtopf gegriffen, heute kann ich das nicht mehr begreifen, auch weil ich es damals wirklich nicht nötig hatte.

Wobei ich damit nicht sagen will, dass du das so machst, Laurianna.
Dass man sich gern zurecht macht, wenn man ausgeht, verstehe ich sehr gut. :)


Kate schrieb, dass man bei optimaler Ernährung und optimalem Stoffwechsel eigentlich kein Deo mehr bräuchte, da bin ich bisher noch nicht angelangt.
Zwar hat sich in Sachen Körpergeruch schon einiges positiv verändert, aber wenn der Schweiß in die Sachen gelangt, riecht er schon noch.
Habt ihr das auch?
Dagegen nutze ich naturkosmetische Deo-Cremes, aber perfekt ist das leider nicht.
Die herkömmlichen Deos sind da doch wesentlich effektiver, aber die möchte ich auf keinen Fall mehr benutzen.

Vllt. bin ich auch zu empfindlich, meine Familie sagt, ich übertreibe, man hätte noch nie was riechen können.
Ich hoffe, wenn ich die letzten 2,5mg meines SSRI-Hemmers endlich abgesetzt habe, ist die starke Schwitzerei damit auch endlich wieder vorbei.
Eines der Dinge die ich mit am schlimmsten finde, bei der Einnahme des Medikamentes.
 
regulat-pro-immune
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05.04.08
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Wobei ich damit nicht sagen will, dass du das so machst, Laurianna.
Ja Tillian so zugekleistert aussehen, das mag ich auch nicht, dieser Maskeneffekt tritt noch schneller auf, je älter die Haut. Da stimmt schon, weniger ist mehr. Aber gezielt und bedacht angewandt, finde ich, dass es die Schönheit einer Frau sehr positiv unterstreichen kann.

Und ja Fantasy- und auch Sci-Fi liebe ich ☺️

Ich schwitze momentan auch sehr viel hier (Türkei). Seit Wochen ist die Temperatur nie unter 30 Grad, meistens eher Richtung 40 und darüber. Trotz Klimaanlage braucht es Stunden unter dem Dach, bis es runtergekühlt ist und der Schweißfilm auf der Haut ist mir gerade beim Schlafen lästig, dass ich manchmal Stunden wachliege, bis ich einschlafen kann.

Ich brauche kein Deo, mein Körpergeruch, wenn, ist dann ein bisschen nach Milch, die etwas länger gestanden hat (so wurde mir gesagt), aber nicht unangenehm. Meine Ernährung ist aber auch eher "spartanisch". Ich denke schon, dass dies mit eine Rolle spielt, und kann mir auch gut vorstellen, dass durch Absetzen deiner Medis, sich das wieder verändert.

Von meinem Ex-Mann weiß ich, dass sich gerade durch Benutzen von Deos sein Körpergeruch verschlimmert hat bzw. frisch aufgetragen ging es noch, aber nach einer Weile schlug es dann um und war schlimmer als ohne. Vielleicht hatte er auch nicht das richtige, aber hat schon einige ausprobiert, bis er dann bei einem Deo-Stift hängengeblieben ist, der noch am besten funktionierte. Ich glaube, das war auch eine Naturmarke.
 
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Kate

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Hallo Tilian, hallo Laurianna, hallo zusammen
In den falschen Hals bekommen habe ich es nicht,
Freut mich, dass wir uns verständigen konnten. "Falsch" war gemessen an dem, was ich
... hatte.

wichtig, dass man seine Aussagen gut formuliert und sich fragt, wie sie beim anderen wohl ankommen.
Ich gebe mir schon Mühe mit meinen Formulierungen. Leider lassen sich Missverständnisse dennoch nicht immer verhindern, das ist meine (manchmal sehr krasse) Lebenserfahrung. Die gleiche Formulierung kann völlig gegenteilig von anderen Menschen aufgenommen werden. Die analogen Kommunikations-Anteile spielen eine große Rolle und fallen hier weitestgehend (bis auf die Emoticons) weg. Dass jemand nun vor lauter Beklommenheit (wegen möglicher ungehaltener Reaktion) verstummt, ist wenn man weiter Kontakt haben möchte aus meiner Sicht auch nicht wünschenswert.

Bis auf die beiden, die ich ansprache, weil ich da bisher einfach noch keine gefunden habe, die sie ersetzen können und ich sie ab und an brauche.
Ich würde mich aber über bessere Alternativen sehr freuen und wer weiß, vllt sehe ich ja bald so gesund und frisch aus, dass ich sie gar nicht mehr benutzen möchte. ^^
Welche waren das noch? Eine leichte Tönung kann man mit z.B. Tocotrienolen im Hautöl erreichen. Aber Vorsicht: Je nach Anteil tönt das sehr stark und in Richtung orange (kann auch Kleidung dauerhaft verfärben), ähnlich wie Karottenöl. Es ist aber auch ein Wirkstoff, der angeblich z.B. gegen Couperose (kleine rote Äderchen - heißt das so?), dicke Augen, Falten, Sonnenbrand o.ä. wirken kann.

Das letztere wünsche ich Dir. Übrigens wurde ich auch schon ungefragt angemault, weil ich geschminkt war ("das hast Du doch garnicht nötig"), insoweit ist man auch von daher schlecht beraten, sich nach der Meinung anderer zu richten.

Seit Tagen ungeschminkte Grüße
Die Hitze...? 😓

Zu bestimmten Anlässen schminke ich mich sehr gerne. Im Alltag etwas dezenter, aber ein Kajalstift von Alverde und eine Wimpernzange ist meistens am Start. Auch ab und zu Mascara von Alterra, sowie eine getönte Tagescreme.
Das habe ich schon auch mal gemacht und der Lavera Mascara liegt hier noch. Und im Gegensatz zu Euch finde ich an mir dezenten Lippenstift nicht schlecht. Allerdings ist beides recht unpraktisch, die Lippenfarbe klebt irgendwann am Glas des Pausengetränks und ans Auge fassen darf man sich auch nicht (wobei das in "C"-Zeiten ja eh nicht mehr angesagt ist). Eine stark augengeschminkte und gleichzeitig dicht am Wasser gebaute Freundin sah manches Mal aus wie der traurige Clown, wenn wir in der Kneipe saßen und über tiefgehendere Dinge sprachen 🤡

Es ist eine deutliche Veränderung und ich genieße schon die anschließenden Komplimente (wenn's denn welche gibt ☺️) Ich merke auch wie mein Gang und meine Körperhaltung sich danach aufrichtet.
Meine Körperaufrichtung ist davon unabhängig, das ist tatsächlich eher eine innere Haltung. Wobei ich es auch schick fand, als z.B. mal beim Walking-Schuhe kaufen meine angeblich (bin ein Spargel-Tarzan, da wird auch schon mal gemeckert) durchtrainierte Figur gewürdigt wurde.

Ich merke bei mir selbst, dass mein Alltagsgesicht mich verleitet in eine Art "Gammelmodus" zu schalten, alles wird irgendwie schlurfender und in sich mehr zusammensackender.
Ich finde es interessant, was Du schreibst. Ich merke das eher, wenn ich sehr müde aussehe und eigentlich auch zusammensacken möchte.

Früher bin ich sehr oft gerne ins Theater und ins Casino, weil ich die festlich gekleideten Frauen und die Gerüche der verschiedenen Parfums, meine Sinne berauschten.
Auch das ist interessant, wie unterschiedlich man das sehen kann. Ich hatte mich früher oft im Theater (v.a. bei klassischen Stücken) gefragt, wie viele Leute wohl da sind, nur um ihre Kleider spazieren zu führen. Bei modernen Stücken, gespielt in entsprechenden Räumlichkeiten, sah ich dagegen vor Jahren schon Menschen in verwaschener Jeans und Muskelshirt. Ich finde es gut, dass heute (fast) "alles geht" und die Welt bunt ist.

Meinen üblichen "Fest-Look" könnte man auch als "existentialistisch" bezeichnen (passend dazu, dass ich auch eher in "Warten auf Godot" gehen würde als in ein Schiller-Stück). Ich fühle mich damit unverkleidet, wie mich selbst eben, habe keinen Stress und ecke trotzdem nicht an (zu Bällen o.ä. zieht es mich nicht). Ich war mal einigermaßen entsetzt, als ein sehr junges Mädchen (11 war sie meine ich) aus meinem Umfeld davon sprach, dass Frauen es in der Hinsicht viel schwerer hätten als Männer. Ich habe mir Mühe gegeben, diesen Gedanken zu korrigieren, und mich auch als unkonventionelles Beispiel zur Verfügung gestellt.

Von Weleda gibt es tolle Körper- und Massageöle, wie Wildrose und tolle Handcremes, wie zum Beispiel Citrus und Sanddorn. Ich liebe den Geruch.
Die finde ich auch gut, das Calendula-Öl nehme ich mit, wenn ich mal zu meinem privaten Physio gehe, manchmal nehme ich es auch nach der Dusche, aber es klebt dann halt in der Kleidung.

Kate schrieb, dass man bei optimaler Ernährung und optimalem Stoffwechsel eigentlich kein Deo mehr bräuchte, da bin ich bisher noch nicht angelangt.
Nein, das habe ich - bewusst - anders formuliert:
Es gibt Stimmen, die behaupten, ...
Ich vermute, dass man das so pauschal nicht sagen kann. Es gibt z.B. auch Stoffwechselprobleme, die womöglich nicht allein durch Ernährung oder vielleicht auch garnicht korrigierbar sind und zu Körpergerüchen führen. Ich hatte einen Kollegen, der morgens "frisch" nach Duschgel roch und wenig später dann extrem und sehr speziell nach Schweiß - so, dass man es am ganzen Institut roch (man wusste, ob er da ist). Er hat sich "normal" (d.h. nicht besonders gut) ernährt, aber nicht jeder der das tut, riecht. Ich habe auch jemand "geruchloses" im Umfeld.

Wenn der Schweiß in die Sachen gelangt, riecht er schon noch.
Bei mir ist das phasenweise verschieden. Jedenfalls reicht so oder so das Natron-Deo. Wenn's heiß ist oder man ins Schwitzen kam, ist eben Waschen angesagt.

Heute kann man wettermäßig ja erstmal aufatmen...
Gruß
Kate
 
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Ich fühle mich damit unverkleidet
Hallo Kate,

hast du als Kind dich nicht schon gerne verkleidet? Ich durfte damals in den Schränken meiner Tante aus Amerika wühlen und sie hatte immer exotische und extravagante Kleidung im Schrank mit Federn, Perlen, Seide, Damast, sowie verschiedene Ländertrachten etc... Einmal als orientalische Prinzessin oder als ungarisches Blumenmädchen durch die Räume tanzen. Ich habe es geliebt. Auch hatte sie immer sehr teures Parfum und es war der Duft der fernen weiten Welt für mich mit all den Zaubern und Wundern, die der kindlichen Fantasie entspringen.

Ich setzte mich auch oft in den damals für mich übergroßen Sessel mit einem dicken Märchenbuch mit vielen Bildern, das so groß war, dass ich es kaum auf dem Schoß halten konnte und tauchte darin ab. Vor allem Tausendundeine Nacht liebte ich sehr, vielleicht bin ich deshalb in der Türkei nun auch gelandet, weil ich hier meinen orientalischen Märchenprinzen gefunden habe 😄 Das Fernweh zog mich schon immer in den Orient, mit dem Fahrrad ins Tal der Könige in Ägypten, war wohl das aufsehenerregendste Abenteuer für mich.

Ich liebe die Abwechslung und das "Verkleiden" erfordert auch mehr Zeitaufwand, als Mal kurz in die Alltagsklamotten zu schlüpfen, die für mich relativ langweilig sind. Es ist quasi ein notwendiges übel, sich halt etwas für den Alltag anzuziehen, da man nicht nackig unterwegs sein kann, aber ich finde es kaum reizvoll und langweilt mich eher. Deshalb dann auch vielleicht der eher lustlose Gang.

Ich denke, dass das Aufziehen meiner 4 Kinder, die kurz hintereinander geboren wurde, auch meine Abneigung gegen Jogginghose und Co und dauerhaftes ungeschminkt sein, geschürt haben. Übermüdet und blass und zu erschöpft von schlaflosen Nächten einfach was überziehen und gut war und doch sehr trostlos und öde auf Dauer. Ich war glücklich, als sie dann endlich größer waren und ich dem entfliehen konnte. Ich mochte mein Spiegelbild damals garnicht. Unten feierten sie Parties und waren ausgelassen und ich sass oben beim Stillen mit Augenringen und war relativ unglücklich und fühlte mich einsam.

Ich respektiere aber jede Art des individuellen Ausdrucks, ob ungeschminkt oder nicht, Hauptsache der oder diejenige ist glücklich damit.

Das mit der Wimperntusche und den "Pandaaugen" kenne ich, passiert vor allem, wenn es keine wasserfeste Mascara ist, sehe ich aber relativ selten an Frauen hier. Ich benutze keine wasserfeste Mascara, habe keine Probleme damit und ganz selten ist etwas verschmiert. Lippenstift benutze ich garnicht, aus verschiedenen Gründen, wenn, dann eher transparenten Lipgloss, aber ich glaube bei den heutigen Innovationen gibt es auch Stifte, die sich nicht an anderen Gegenständen abreiben.
 

Kate

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Hallo Laurianna,

wir sind etwas weg vom Thema und auch wenn ich Deine persönlichen Erzählungen mit Interesse lese, kann ich garnicht so viel dazu sagen. Verkleiden allerdings mochte ich nie, der schönste Kinderfasching war noch der, wo ich wenigstens selbst aussuchen durfte: Pippi Langstumpf. Ich hatte andere Interessen, von Bäume klettern, Fußball spielen, Höhlen bauen bis lesen und komponieren.

Ich finde aber auch ehrlich gesagt andere Sachen viel wichtiger und interessanter als nun gerade die Beschäftigung mit dem Outfit und auch seine Kreativität kann man ggf. gut anderswo reinstecken. Ich find's auch eher ein gutes Gefühl, seinen "Stil" irgendwann gefunden zu haben und nicht mehr wie im Teeny- oder Twen-Alter mit Schweißperlen auf der Stirn den Kleiderschrank zu durchkämmen vor irgendwelchen Dates oder Happenings. Mich stimmt es an anderen (die mich bspw. kennenlernen wollen) schon lange eher skeptisch, wenn sie sehr auf's Äußere fixiert sind. Ich habe das Glück, dass ich auch so öfter mal gut ankomme... als Mensch und "Gesamt-Kunstwerk" 🗽 Ich mag's auch an anderen garnicht so sehr, wenn sie zu gebürstet und gebügelt aussehen - eine gewisse wilde & verwegene Note darf gern dabei sein.

Was für ein Frauen-Geplauder... aber wer weiß, vielleicht kommen die männlichen Wesen ja noch dazu...

Gruß
Kate
 
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I
der schönste Kinderfasching war noch der, wo ich wenigstens selbst aussuchen durfte: Pippi Langstumpf. Ich hatte andere Interessen, von Bäume klettern, Fußball spielen, Höhlen bauen bis lesen und komponieren.
Die Pippi war auch mein Faschingskostüm ☺️ Und das eine schließt das andere nicht aus, in meiner Teeniezeit war ich nur mit Jungs unterwegs, auf Felsen rumkraxeln, alte Burgen erkunden und war eher ein Lausbub und konnte mit dem ganzen Modekrimskrams und Schminke nichts anfangen.

Das kam alles erst sehr viel später. Und bei dem einen Job war zwar ein gewisser Dresscode und Aussehen vorgeschrieben, aber auch keine übertriebene Zukleisterei.

In meiner Freizeit ging/gehe ich damit spielerisch um. Einfach wie es Spaß macht.

Das ist für mich kein Fixieren auf das Äußere, denn man macht ja sovieles an Kreativem noch nebenher. Und es bedeutet auch keine Unschlüssigkeit bei der Kleiderauswahl vorm Kleiderschrank, ich brauche nur einen Griff, naja manchmal auch zwei ☺️

Du hast Recht, wir sind etwas abgekommen, aber Naturkosmetik beeinhaltet auch das Thema Schminken, da darf man schon Mal plaudern ☺️
 
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Kate

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Ich denke, Laurianna, das
... nicht mehr wie im Teeny- oder Twen-Alter mit Schweißperlen auf der Stirn den Kleiderschrank zu durchkämmen vor irgendwelchen Dates oder Happenings.
In meiner Freizeit ging/gehe ich damit spielerisch um. Einfach wie es Spaß macht.
... macht den entscheidenden Unterschied 💯: Ob es unter Stress, Druck und einer übermäßigen Bedeutungs-Annahme (und mit davon abhängendem Selbstwertgefühl) passiert oder eben ohne dies, wenn's denn Spaß macht.

Mit mein schönstes Kompliment war übrigens mal (vom Partner mit ca. Mitte 20): Du siehst selbst in einer alten Jeans noch elegant aus. Und angeblich soll ein bekannter Modeschöpfer (mir fällt der Name nicht ein, hatte glaube ich lange Haare...) mal gesagt haben: Eleganz ist nicht so sehr eine Sache der Kleidung als vielmehr der inneren Haltung. Den habe ich mir in Zeiten, wo ich mir noch mehr "Kopf" wegen solcher Sachen gemacht habe, gemerkt. Und sehe das auch so.

Zur pflegenden Natur-Kosmetik (i.e.S.) fiel mir noch Kokosöl ein. Fühlt sich toll auf der Haut an und hat auch allerlei Wirkstoffe, außerdem hörte ich mehrfach, dass es Mücken abhalte. Ich hab's eh immer da, aber zum Essen nutze ich es nicht so oft. Der Geruch ist nicht jedermans/-fraus Sache, aber es gibt auch eine desodosierte Variante.

Gruß
Kate
 
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Eleganz ist nicht so sehr eine Sache der Kleidung als vielmehr der inneren Haltung.
Das ziehe ich auch garnicht in Zweifel, liebe Kate und wahrscheinlich meintest du Lagerfeld. Ich trug auch schon verschlissene Jeans in jungen Jahren und würde sie eventuell je nach Laune und Anlass auch heute wieder tragen. Es ist aber jetzt nichts Besonderes oder besonders wertvolles an der Machart daran, jeder kann sich eine gute Jeans so umfunktionieren.

Meine Mutter hat früher sehr viel geschneidert und ich habe ihr assistiert und gelernt, wie wichtig gute Schnitte sind, die Auswahl des Stoffes und wieviel Arbeit und Liebe dahinter steckt. Es gibt darunter wirklich Besonderes, man spürt es auf der Haut, merkt wie vorteilhaft es sich dem Körper anschmiegt, es ist schon ein Fest der Sinne.

Kokosöl liebe ich im Essen, auf der Haut oder in den Haaren, habe ich es noch nicht ausprobiert, aber darüber gelesen.

Ist eigentlich Aloe Vera wirklich so gut für die Haare und Haut? Hier wächst es ja wie Unkraut und ich habe versucht nach Anleitung es aus der Pflanze abzuziehen, aber es brannte auf der Haut. Wahrscheinlich habe ich etwas falsch gemacht...
 
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