Theorie der Unendlichkeit

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Können wir leben, ohne eine letzte Antwort zu haben?


Eigentlich ist alles ganz banal

Das grenzenlose Vakuum hat einen Fehler. Ein einziger Impuls, der im Vakuum keinen Widerstand finden kann, um zu enden (Quantenfluktuation). Das Vakuum hat diesem Impuls nichts entgegen zu setzen, um ihn zu beenden. Das Vakuum kann seinen Fehler nicht beheben. Auch der Impuls selbst kann sich wegen des Fehlens eines externen Widerstandes nicht selbst beenden.

So wie das Vakuum einen Fehler beinhaltet, so wird auch aufgrund der fraktalen Entwicklung alles Folgende einen Fehler beinhalten. Auch in der Allwissenheit wird dieser Fehler vorhanden sein, nämlich die Unwissenheit darüber, warum und was da eigentlich pulsiert.

Im Gegensatz zum Vakuum, das nur in der Theorie vorhanden ist und deshalb auch absolut unendliche Eigenschaften haben kann, ist der Fehler im Vakuum in der Praxis vorhanden und kann daher nur relativ unendliche Eigenschaften haben. Aufgrund der begrenzten Eigenschaften des endlosen Impulses geschah irgendwann zufällig etwas, das nach Murphys Gesetz irgendwann auch einmal geschehen musste: Der Impuls trifft auf sich selbst (er nimmt sich selbst wahr) und verändert dadurch seine Eigenschaften (Urknall). Er nimmt sich selbst wahr. Er erkennt, dass er ist, er erkennt jedoch nicht, was er ist. Auf der Suche nach einer Antwort bezüglich seiner selbst verändert sich die Eigenschaft des Ur-Impulses fraktal (Vakuum/Fehler) in relativ unendlich viele Eigenschaften. Schritt für Schritt, jeweils nur um eine Ausnahme, bis zum Denken, den Gedanken, der Intelligenz. Wir nennen das „Evolution“.

Das Denken steht nun an der Spitze dieser Entwicklung. Durch die Intelligenz hat der endlose Impuls nun auch die Möglichkeit, nicht nur zu erkennen, dass er ist, sondern auch zu erkennen, was er ist, nämlich ein ganz banaler Fehler im Vakuum, der schon immer da war, sich jedoch nie wahrgenommen hatte.

Ein einziger (absichstsloser, sinnbefreiter) Impuls ist real. Durch die Wahrnehmung seiner selbst entstehen daraus relativ unendlich vielfältige (sinngebende) Illusionen. Aber: Jede Illusion ist relativ zu allen anderen Illusionen real. Daraus ergibt sich: Alles ist real bis auf eine Ausnahme: Relativ zum endlosen Impuls ist alles Illusion. Umgekehrt ist es das gleiche: Relativ zu unserer Realität ist der endlosen Impuls Illusion bis auf eine Ausnahme: In unserem Herzschlag ist er real.
Könnte das Vakuum seinen Fehler besingen, es könnte einen Text von Andre Heller verwenden:

„Wie mein Herzschlag gehörst zu mir“


Warum und was da pulsiert, bleibt der Fehler (die Ausnahme) in der Allwissenheit. Nur mehr philosophisch kann man diese Frage beantworten: Das Prinzip der Relativität selbst ist es, das wegen des Fehlens eines Bezugspunktes pulsiert, denn ohne Bezugspunkt ist alles relativ (siehe Seite 8). Da der fehlende Bezugspunkt schon immer gefehlt hat, war das Relativitätsprinzip auch schon immer da, es hat sich jedoch nie wahrgenommen. Woher der Zufall (der Verursacher alles Verursachten) gekommen ist, der das Relativitätsprinzip sich selbst zufällig als solches (und nicht als irgendetwas beliebig anderes) wahrnehmen hat lassen, bleibt auch philosophisch die Ausnahme in der Allwissenheit.

Wie weit man auch immer fragen will, wie weit man auch immer antworten kann, eine letzte Antwort gibt es nicht. Um doch noch eine Frage beantworten zu können, fragen wir deshalb einfach umgekehrt:

Können wir leben, ohne eine letzte Antwort zu haben?
Das Muster der Unendlichkeit


Zum Nachdenken:wave:

Grüssis von Kayen
 
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Windpferd

Frage?

Hallo Kayen,

ich gestehe, daß mich die Frage, ob die "Welt" untergehen könne oder ob sie "ewig" sei, überhaupt nicht beschäftigt.

Menschliche Existenz besteht aus Augenblicken - und ich habe die Wahl in jedem dieser Augenblicke achtsam zu sein, wahrhaftig (ohne Rücksicht auf Verluste), zugewandt, konstruktiv, liebend.

Die Augenblicke scheinen sehr zahlreich zu sein - aber immer wieder werde ich gewahr, daß sie zu Ende gehen, schon zu Ende sind, daß jedenfalls "meine kleine Welt" alsbald untergehen wird.

Die für mich zentrale "Frage" ist: Gehe ich gut mit den mir geschenkten Augenblicken um? Tu ich, wozu ich hier bin?

Und ich weiß mich angewiesen auf Weggefährten, die mich beständig, geduldig an diese Fragen erinnern.

Dieser Physiker (wenn er denn einer ist) scheint mir einen recht autistischen Denkstil zu haben. Mit purer Begrifflichkeit (und einer mir nicht nachvollziehbaren "Logik") eine "Frage zu beantworten, die ohne existentielles Interesse ist - na gut, wenn's ihm Spaß macht . . . (Scheint mir eine Form der Selbstbefriedigung. Nicht so fruchtbar.)

"Über jedes unnütze Wort werdet ihr Rechenschaft ablegen müssen" (Jesus von Nazaret).

Einen guten Abend wünscht
Windpferd
 
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Frage?

Hallo Kayen,

ich gestehe, daß mich die Frage, ob die "Welt" untergehen könne oder ob sie "ewig" sei, überhaupt nicht beschäftigt.

Menschliche Existenz besteht aus Augenblicken - und ich habe die Wahl in jedem dieser Augenblicke achtsam zu sein, wahrhaftig (ohne Rücksicht auf Verluste), zugewandt, konstruktiv, liebend.

Die Augenblicke scheinen sehr zahlreich zu sein - aber immer wieder werde ich gewahr, daß sie zu Ende gehen, schon zu Ende sind, daß jedenfalls "meine kleine Welt" alsbald untergehen wird.

Die für mich zentrale "Frage" ist: Gehe ich gut mit den mir geschenkten Augenblicken um? Tu ich, wozu ich hier bin?

Und ich weiß mich angewiesen auf Weggefährten, die mich beständig, geduldig an diese Fragen erinnern.

Dieser Physiker (wenn er denn einer ist) scheint mir einen recht autistischen Denkstil zu haben. Mit purer Begrifflichkeit (und einer mir nicht nachvollziehbaren "Logik") eine "Frage zu beantworten, die ohne existentielles Interesse ist - na gut, wenn's ihm Spaß macht . . . (Scheint mir eine Form der Selbstbefriedigung. Nicht so fruchtbar.)

"Über jedes unnütze Wort werdet ihr Rechenschaft ablegen müssen" (Jesus von Nazaret).

Einen guten Abend wünscht
Windpferd

Hallo Windpferd,

wie kannst Du nur immer auf "liebend" und "ohne Rücksicht auf Verluste" beharren.

Nietzsche würde jetzt wahrscheinlich sagen:

Die wunderschönen Augenblicke sind kein Argument; unter den Bedingungen des Augenblicks könnte der Irrtum sein.


Also "ohne Rücksicht auf Verluste" und "rückhaltlos" sind für mich zwei unterschiedliche Dinge. Rückhaltlos ist für mich eher "ohne eigene Rückendeckung" meines Ich*s und trotzdem so eine Art Beschützerinstinkt für den Anderen zu haben. Rücksichtslos hat für mich nichts mehr mit Liebe zu tun.

Der Ursprung hier, bzw. der Anfang vom "Sein", von dem der Physiker redet, scheint von einem Bedürfnis auszugehen, das Vakuum wollte nicht mit sich allein bleiben, ihm begehrte sich selbst zu erkennen.

Ob dieses nun von existentiellem Interesse ist, dieses sich selbst erkennen zu wollen bzw. können wir ohne begehren überhaupt existieren (was ja auch so eine Art Gier ist) darüber denke ich nun nach;)

Davon abgesehen denke ich, dass Christus ebenfalls daran gelegen war, sich selbst zu erkennen.

Braucht ja keiner mitmachen.;);)



Liebe Grüssis und Dir ebenfalls einen schönen Abend Kayen
 
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nanak

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AW: Frage?

Och...

Gerade als ich die Antwort fast hatte - habe ich die Frage vergessen! :)

...

Aber dem Text (m. E. für die Tonne) nach zu urteilen scheinst du jemand zu sein,
der sich gerne mal Knoten in den Kopf macht. ;)

Da kam mir der Gedanke, wie wäre es denn vielleicht mal mit einer Runde Karl Renz für dich?
Da kannst du dir mal so richtig schön den Kopf verdrehen lassen! :D

Schau doch mal bei youtube nach Karl Renz, wenn du magst
und falls du ihn nicht ohnehin schon kennst.

Grüße!
nanak
 
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Frage?

Zwei Minuten von 'Die absolute Existenz' Teil 1/2 finde ich eine Lachnummer.

Vergelt's Gott

Gerd
 

nanak

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AW: Frage?

Ja Lachen ist doch etwas Schönes!

Da kann man Gott doch dankbar sein! ;) @Gerd

...

Ja aber also das hier z.B.:



...geht doch in die Richtung des Textes da oben...
Wer da lachen kann ist doch der letzten Antwort schon recht nah!

Und jetzt ist mir auch die Frage wieder eingefallen! :)

Können wir leben, ohne eine letzte Antwort zu haben?

Wozu stundenlag reden von einem Vakuum und Fehler und und und... Hä?
Um dann etwas zu fragen, was ohnehin schon jeder unvermeidbar tut?

Antwort: Ja! Das Leben ist ein Mysterium etwas anderes wird uns also nicht übrig bleiben.
Aber: wir können die Antwort sein! :)

Man kann natürlich auch ewig versuchen das Leben zu ent-mystifizieren,
na dann viel Spaß! Auch ne Form von Unendlichkeit!

Herrlich! Wie mans dreht und wendet, wir sind was wir sind. :)
 
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Im Sinne von Lachen fand ich die zwei Minuten K.R. eher eine schlechte Nummer, nanak.

Gerd
.​
 

nanak

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Habe ich auch schon so verstanden, Gerd.

Aber Lachen ist ja nicht auslachen oder spotten.

"The world is not a tragedy but a comedy. And the world is a place where if you can learn how to laugh you have learned everything.*" Mullah Nasrudin

Hast du denn noch nie wirklich tief meditiert?
Gar keine Erfahrungen, die dein Herz hoch springen lassen,
wenn du soetwas hörst oder liest?
 
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Frage?

Ich könnte mir denken, dass die fünf Jahre mit Peyote vielleicht doch etwas viel waren, wie K.R. in einem Interview selber vermutet.

Lachyoga oder gute Comedy liegt mir da eher.

Gerd :)
 

nanak

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Frage?

Ich könnte mir denken, dass die fünf Jahre mit Peyote vielleicht doch etwas viel waren, wie K.R. in einem Interview selber vermutet.

Lachyoga oder gute Comedy liegt mir da eher.
Na immerhin bist du offenbar noch über die zwei Minuten hinaus gegangen
um dir ein Urteil zu bilden ;)

Ja der Karl... ist nun auch kein Komiker... Seine Arbeit ist es dir den Kopf zu
verdrehen, alle Zähne zu ziehen und dich völlig zu desillusionieren,
das macht er gut. Nicht mehr meines, aber er hat durchaus einen Platz
in meinem Herzen.

Beloved Osho ist hier nicht erwünscht, kann ich mich nicht zu äußern...!

Aber es gibt ja noch eine Menge andere.. Vielleicht Bodhidharma? :)

Gut, lassen wir das! :rolleyes:

Gar nicht so einfach hier unten einen gemeinsamen Nenner zu finden!

Apropos gemeinsamer Nenner:

Was unterscheidet uns Menschen innerlich voneinander?
Es sind NUR die Gedanken! Die machen uns 'clouded'.
Sind die Gedanken einmal für einen Augenblick still,
ist es ein und derselbe wolkenlose Himmel!

Let's meet there!
 
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Soweit ich informiert wurde, ist Osho in der Rubrik Sucht nicht erwünscht.;)

:D
Der Eindruck von Karl Renz: Er gefällt mir, so wie er erzählt.

Also Karl konnte mir so garnicht den Kopf verdrehen und ich konnte ihm sogar lächelnd folgen bzw. vieles ist gut nachvollziehbar.
(Bewusst) Getrennt sein vom Getrennten = somit ist keine Trennung erfolgt;
Sprachgebrauch im Zen wäre dazu Paradoxon torlose Tor = die Schranke dualistischen Denkens hinter sich zu lassen.

Ein Ego "muss" sein - ohne Ego keine Funktion. Erst kommt das Gefühl, dann folgt erst der Gedanke.

Grüsse von Kayen
 
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nanak

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Frage?

Also Karl konnte mir so garnicht den Kopf verdrehen und ich konnte ihm sogar lächelnd folgen bzw. vieles ist gut nachvollziehbar.
(Bewusst) Getrennt sein vom Getrennten = somit ist keine Trennung erfolgt;
Sprachgebrauch im Zen wäre dazu Paradoxon torlose Tor = die Schranke dualistischen Denkens hinter sich zu lassen.
Habe ich mir doch gedacht... Du bist eine Gehirnakrobatin! :D

Ich freue mich!

Ein Ego "muss" sein - ohne Ego keine Funktion. Erst kommt das Gefühl, dann folgt erst der Gedanke.
:eek:
:confused:
Ach du meinst das rein funktionale Ego nur für die Grundbedürfnisse?
Ja dann d'accord! Aber da ist keine I-dentification. ;)

Du bist nicht Gefühl, auch nicht Gedanke. Dies sind 'nur' Erscheinungen in dem,
was du bist.
 
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Habe ich mir doch gedacht... Du bist eine Gehirnakrobatin! :D

Ich freue mich!
Verstehen ist keine Gehirnakrobatik, nanak, und ich vermute Du verstehst seine Worte genau so.
:eek:
:confused:
Ach du meinst das rein funktionale Ego nur für die Grundbedürfnisse?
Ja dann d'accord! Aber da ist keine I-dentification. ;)
Man könnte es Ego für die Grundbedürfnisse nennen.

Du bist nicht Gefühl, auch nicht Gedanke. Dies sind 'nur' Erscheinungen in dem,
was du bist.
Real werden wir in eine Welt geboren die uns prägt durch Erziehung, vielen, vielen guten oder auch schlechten Ratschlägen gepaart mit Erfahrungen und Verletzungen.

Gefühle sind keine Gedanken mit denen ich spielen kann und die ich mal eben beliebig verändere.
Im Gegenteil, ich bin immer wieder betroffen und schockiert von der unmittelbaren, gewaltigen Kraft, mit der die Gefühle auf mich und mein Leben einwirken.
Einfach von der "Essenz" auszugehen "Wir sind keine Gefühle" verstehe ich zwar, wie es gemeint ist, jedoch real kaum umzusetzen oder mal eben Gefühle wegzuradieren.
Die Angst ist evolutionär, auch wenn es keine Säbelzahntiger in der Großstadt gibt.
Es ist richtig, ich bin die Essenz jedoch mit allen Zusammenhängen, welche mich geprägt haben.
So ist erstmal mein Standpunkt und ich versuche bestmöglich damit umzugehen.:)
und es dauert ein Leben an oder auch mehr . . .

Grüsse von Kayen
 
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nanak

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Frage?

Verstehen ist keine Gehirnakrobatik, nanak, und ich vermute Du verstehst seine Worte genau so.
Für mich ist das schon Gehirnakrobatik. So schnell und diese ständigen Wortspiele.
Das spielt sich eben auch noch viel im Verstand ab, ist besser den mal fallen zu lassen.

Real werden wir in eine Welt geboren die uns prägt durch Erziehung, vielen, vielen guten oder auch schlechten Ratschlägen gepaart mit Erfahrungen und Verletzungen.

Gefühle sind keine Gedanken mit denen ich spielen kann und die ich mal eben beliebig verändere.
Im Gegenteil, ich bin immer wieder betroffen und schockiert von der unmittelbaren, gewaltigen Kraft, mit der die Gefühle auf mich und mein Leben einwirken.
Einfach von der "Essenz" auszugehen "Wir sind keine Gefühle" verstehe ich zwar, wie es gemeint ist, jedoch real kaum umzusetzen oder mal eben Gefühle wegzuradieren.
Die Angst ist evolutionär, auch wenn es keine Säbelzahntiger in der Großstadt gibt.
Es ist richtig, ich bin die Essenz jedoch mit allen Zusammenhängen, welche mich geprägt haben.
So ist erstmal mein Standpunkt und ich versuche bestmöglich damit umzugehen.:)
und es dauert ein Leben an oder auch mehr . . .
Ja die Leiter der Natur will erklimmt werden, da kann man keine Sprosse überspringen. Aber Meditation geht ja auch noch in ein andere Richtung.

Die Wolken das sind die Gedanken und die Gefühle.
Du bist die Leinwand des Himmels, auf der sich alles manifestiert.
Kommt und geht, kommt und geht... Nothing is permanent.

Auch wenn ein Gewitter den ganzen Himmel verdunkelt, ist er ja trotzdem noch da!
Warum findest du nicht heraus wer das ist, der Angst hat. Und wer ist das, der den sieht? Alles was das Auge sehen kann kann es nicht sein, nur sich selbst kann es nicht sehen. Auch was kommt und geht kannst du nicht sein, sonst wärest du ja auch weg, wenn es gegangen ist.

Wer ist der ewige Zeuge, wer sieht da 'at the first place'?

Da ist dann jenseits von Gedanken, jenseits von Gefühl und
jenseits von Worten.

"Gate gate paragate parasamgate bodhi svaha!"

"Go, go, go beyond, go far beyond - Halleluja!"​
 
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Frage?

Mit fallengelassenem (verlorenem?) Verstand und identitätslosem Grundbedürfnisego, ohne Zähne und mit abgedrehtem Häkelmützenkopf ...... hört sich für mich nach nicht artgerechter Haltung an :)))

Gerd :hexe:
.​
 

nanak

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AW: Frage?

Mit fallengelassenem (verlorenem?) Verstand und identitätslosem Grundbedürfnisego, ohne Zähne und mit abgedrehtem Häkelmützenkopf ...... hört sich für mich nach nicht artgerechter Haltung an :)))

Gerd :hexe:
.​
Dann habe ich ja jetzt eine ungefähre Vorstellung davon, was du unter guter Comedy verstehst.
Die Dinge, von denen ich hier schreibe scheinen dich jedenfalls nicht zu interessieren.
Dennoch drängt dich wohl etwas dazu, hier trotzdem deinen Senf hinzuzugeben.

Leider ist dem Menschen heute fast vollkommen die edle Fähigkeit abhanden gekommen,
wenn er etwas nicht versteht - einfach zu sagen: "ich verstehe das nicht."

Daher, wenn man nicht versteht und auch keine Argumente hat,
wird dann sofort falsch verstanden und zum Schwert gegriffen.
 
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Frage?

Hallo zusammen,

so wie Gerd seine Ansicht präsentiert, uns quasi auslacht, diese Reaktion/en haben mich früher verletzt. Es gab natürlich auch noch schlimmeres;)
Diese Verletzungen habe ich in jungen Jahren nur am Rande gespürt, diese sehr schnell verdrängt, da ich auch keinen Rückhalt hatte und mich abgelenkt. Heute kommen sie wohl, genau deswegen, teilweise, massiv wieder hoch.

Meditation tut gut, keine Frage, jedoch darf es nicht zu einem grundsätzlichen Verdrängen der Gedanken und Gefühle führen. Oder man wird zuuu passiv.
Lösungen dadurch zu finden, wäre gesünder, jedenfalls für mich.

Ein Zauberwort wäre zumindest die Akzeptanz der Verletzungen aus der Vergangenheit, diese hochzuholen, nochmals mit allem Schmerz durchleben, nichts verdrängen und dann akzeptieren.

Ein wenig scheue ich mich davor.

Dazu fällt mir gerade ein, ich werde garnichts hervorholen, die Gefühle werden sich schon von allein melden.

Diese Akzeptanz einzuführen wäre vielleicht eine Möglichkeit Energie zu tanken.

Oder man fängt mit einfacheren Situationen an.

Würde ich Gerds "Auslachen" hier wählen, kann ich ich jetzt sagen, sein Auslachen ärgerte mich
Dieses Auslachen liegt aber nun in der Vergangenheit. Das ist so!

So, . . . dann spürt man zwar eine gewisse Ruhe, aber ob das alles so gesund ist :rolleyes:
oder doch nur ein Verdrängen, das wäre hier die Frage, die ich mir "jetzt" stellen könnte?.

Grüsse von Kayen
 
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nanak

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Frage?

Meditation tut gut, keine Frage, jedoch darf es nicht zu einem grundsätzlichen Verdrängen der Gedanken und Gefühle führen. Oder man wird zuuu passiv.
Lösungen dadurch zu finden, wäre gesünder, jedenfalls für mich.

Ein Zauberwort wäre zumindest die Akzeptanz der Verletzungen aus der Vergangenheit,...
Kayen, mich freut deine Offenheit und Ehrlichkeit daher der Versuch noch einige
ganz allgemeine Gedanken dazu aufzuschreiben,..

Das Suchen nach Lösungen ist keine Lösung. Das geht vom Verstand aus
ist somit nicht wirklich Meditation.

Aber wenn du voll akzeptierst oder sogar schon nicht mehr bist,
wer soll dich dann verärgern, wer soll dich dann verletzen
oder dir Angst machen können?

Also da ist z.B. ein Blinder der mit verbundenen Augen im Dunkeln tappt,
während er andere auslacht die sich gerade über das Licht unterhalten.
Du siehst die Tragik und tiefe Verzweiflung darin.
Also was kann da sein außer echtes Mitgefühl?

Na klar kann dann da auch mal Ärger o.a. sein...
Doch selbst dann ist da nur Ärger aber
niemand der sich ärgert.

In diesem Erkennen, dieser Klarheit kann der Ärger dann nurnoch
durch ein Lächeln und ein entzückt sein abgelöst werden.

Bezeichnen wir Angst, Wut, Traurigkeit und diese ganzen Zustände mal einfach als Fakten...
Ja in dem Moment wo das Akzeptieren total ist, verschwindet der Fakt.
Auch wenn man ohne den interpretierenden, vergleichenden und sich
erinnernden Verstand danach schaut, ist der Fakt nicht.

Auch das ist Fakt und da ist tatsächlich kein Unterdrücken oder Wegradieren,
da ist einfach nur endlose Annahme, Liebe und Verständnis.

Diese Erfahrungen sind es, welche die Transformation des Bewusstseins
auf magische Weise in uns bewirken.

Ein wenig scheue ich mich davor.
Nicht von Ungefähr erlangen nur sehr wenige Menschen diese viel besungene Erlösung.
Dieser Weg erfordert großen Mut und setzt in der Regel auch einen gewissen
Leidensdruck sowie ein gewisses "Sattsein" an Erfahrungen voraus.

Dann ist dieser Prozess höchst aktiv und bewusst,
verbunden mit dem tiefen Wunsch nach Wahrheit
und die Sehnsucht zur Transformation.

Und es lohnt sich!
Selbst nur ein flüchtiger Einblick in die Essenz unseres Seins.




Liebe Grüße
nanak
 
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Frage?

Das Suchen nach Lösungen ist keine Lösung. Das geht vom Verstand aus
ist somit nicht wirklich Meditation.
Meine Meditationen finden nach den Regeln des Zen statt;
Zazen, das stille Sitzen, oder,
wenn ich unterwegs bin, je nach dem wo ich mich befinde,
versuche ich nur zu lauschen oder auch die Umgebung voll wahrzunehmen.

Während ich im Sitzen meditiere, suche ich mit dem Verstand keine Lösung;
es ist jedoch schon einige Male passiert, dass Lösungen "mich" im meditativen Zustand gefunden haben,
ohne das ich mir diese Suche vorher vorgenommen habe.
Dieses Phänomen müsste ja bedeuten, dass die Gedanken dann nicht vollends abgeschaltet sind, auch wenn ich es so wahrnehme,
denn sonst könnte diese Lösung sich ja nicht präsentieren.
irgendwie schwer zu erklären.
Aber wenn du voll akzeptierst oder sogar schon nicht mehr bist,
wer soll dich dann verärgern, wer soll dich dann verletzen
oder dir Angst machen können?

Also da ist z.B. ein Blinder der mit verbundenen Augen im Dunkeln tappt,
während er andere auslacht die sich gerade über das Licht unterhalten.
Du siehst die Tragik und tiefe Verzweiflung darin.
Also was kann da sein außer echtes Mitgefühl?

Na klar kann dann da auch mal Ärger o.a. sein...
Doch selbst dann ist da nur Ärger aber
niemand der sich ärgert.

In diesem Erkennen, dieser Klarheit kann der Ärger dann nurnoch
durch ein Lächeln und ein entzückt sein abgelöst werden.

Bezeichnen wir Angst, Wut, Traurigkeit und diese ganzen Zustände mal einfach als Fakten...
Ja in dem Moment wo das Akzeptieren total ist, verschwindet der Fakt.
Auch wenn man ohne den interpretierenden, vergleichenden und sich
erinnernden Verstand danach schaut, ist der Fakt nicht.

Auch das ist Fakt und da ist tatsächlich kein Unterdrücken oder Wegradieren,
da ist einfach nur endlose Annahme, Liebe und Verständnis.

Diese Erfahrungen sind es, welche die Transformation des Bewusstseins
auf magische Weise in uns bewirken.
Du wirkst sehr fest und unerschütterlich, lieber nanak, ich beneide Dich darum, halte es unbedingt fest, soooweit bin ich nicht. Bauch sagt ja; Kopf sagt nein; zwischen den Beiden stehe ich.

Nicht von Ungefähr erlangen nur sehr wenige Menschen diese viel besungene Erlösung.
Dieser Weg erfordert großen Mut und setzt in der Regel auch einen gewissen
Leidensdruck sowie ein gewisses "Sattsein" an Erfahrungen voraus.
Ich zweifel daran, dass diese "Erlösung" in einer Großstadt im ganz normalen täglichen "Irrsinn" gelebt werden kann.

Buddha ist in totaler Abgeschiedenheit erleuchtet und hatte sich, in jungen Jahren, aus seinem täglichen Leben verabschiedet und immer in einer gewissen "Ruhe" meditiert.

Deine Beiträge schätze ich sehr und Deine helfenden Worte :)

Ganz lieben Dank Kayen
 
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Frage?

Dann werfe ich einmal zwei Zitate hier ein, die beide zu ähnlichen Ergebnissen gekommen sind. Das eine stammt von der Universität Bamberg, das andere aus Baird Spaldings Buch.
Für mich ist die Ursache für eine Lösung, die sich mir präsentiert, ein Bedürfnis. Auf dieses Bedürfnis antwortet die Intuition präzise genau, mit eigenen Worten. Es ist die erste Antwort, noch bevor sich Traditionen, Religionen oder Zivilisationen dazwischen schieben. Allerdings kann man dies meist nur schwer glauben, da die Antworten den reinen Geist bedienen wollen. Und diesen haben laut Spaldings Buch alle Traditionen übersehen. Was dass für das eigene Wesen bedeutet oder auch nicht, und was damit gemeint ist, dass kann man nur selbst herausfinden, sollte man Interesse daran haben, oder man sieht es einfach als unsinnig an. ;)

Zitat, Universität Bamberg, die das Denken Albert Einsteins untersucht haben:

Denkprozesse: Wie aus Fragen Antworten werden.
Wir können unser Denken durch Fragen und Urteile kanalisieren, organisieren. Dadurch ist die Sprache "die ordnende Macht der Gedanken". Die Prozesse aber, die dazwischen ablaufen, kennen wir nur nach Input und Output. Dazwischen ist ein nichtsprachlicher "schwarzer Kasten". Das Finden von Antworten geschieht nicht sprachlich. Auf der anderen Seite werden diese nichtsprachlichen Prozesse durch sprachliche in Gang gesetzt; d.h. ohne sie würden sie nicht stattfinden. Kann man sich aber keine Fragen stellen, so wird ein Denkvorgang auch gar nicht in Gang gesetzt.

Sprache und Denken, Dietrich Dörner, Institut für Theoretische PsychologieOtto-Friedrich-Universität, Bamberg
Zitat Spaldings Buch:

„Gott ist die Macht, die durch euer eigenes Denken hervorgebracht und verherrlicht wird. Es ist wahr, dass diese Macht in euch und um euch ist, aber sie bleibt untätig, solange ihr nicht an sie denkt und wisst, dass sie existiert.“
Grüsse von Juliette
 
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