Spiritualität und Gesundheit

Wolfgang Jensen

Gesperrt
Themenstarter
Beitritt
16.03.06
Beiträge
822
Spiritualität ist etwas sehr Mystisches, eine mögliche Wahrnehmung des Menschen, die scheinbar sehr tief in seinem Innersten geschieht. Ich vermute, daß die „Esoterische Welle“ mehr Verwirrung als Klarheit brachte über die spirituelle Dimension unseres Seins.

Die „Encarta“ sagt unter dem Titel
„ESOTERIK ALS OBERBEGRIFF FÜR SPIRITUELLE AUFBRÜCHE IN DER GEGENWART“:

Ohnmacht angesichts der politisch-gesellschaftlichen Krisen bzw. der als übermächtig erfahrenen technischen Rationalität, Unzufriedenheit mit den liturgisch-seelsorgerischen Angeboten der Großkirchen, Wünsche nach ganzheitlicher Gesundheits- und Lebenshilfe,
Microsoft® Encarta® Professional 2002.

Vom Geheimnis spiritueller Dinge erzählt die folgende Geschichte
(aus dem Buch »Das Herz des Jägers« von Laurens van der Post)

Die Sternenjungfrau
Es war einmal ein Bauer in Afrika, der hatte ein schwerwiegendes Problem: Jeden Morgen, wenn er seine Kühe melken wollte, mußte er feststellen, daß sie keine Milch hatten. Das ging eine ganze Weile so, bis er eines Tages beschloß, herauszufinden, was in der Nacht geschah.
Am nächsten Abend versteckte er sich hinter seiner Scheune und hielt Wache. Kurz nach Mitternacht geschah etwas Erstaunliches: Wundervolle Sternenjungfrauen stiegen vom Himmel herab, und jede trug einen Eimer und einen Korb. Dann molken sie die Kühe des Bauers. Als sie gerade wieder zum Himmel aufsteigen wollten, sprang der Bauer aus seinem Versteck, fing eine der Sternenjungfrauen und nahm sie mit auf seinen Hof.
Die Sternenjungfrau versprach dem Bauer, sie würde ihm eine gute und fleißige Frau sein, wenn er ihr eines versprechen würde: Er dürfe nie den Korb, den sie mit sich gebracht hatte, öffnen und hinein schauen. Der Bauer willigte ein, und die beiden gewöhnten sich langsam an ihr neues gemeinsames Leben. Sie war in der Tat eine gute Ehefrau, und alles wuchs und gedieh unter ihrer liebevollen Hand.
Einige Monate vergingen, und eines Tages, als seine Frau auf dem Feld arbeitete, übermannte den Bauer die Neugier. Er öffnete den Korb und begann zu lachen, denn der Korb war leer. Die Sternenjungfrau merkte nach ihrer Rückkehr sofort, was geschehen war. Der Bauer fragte sie lachend, warum sie denn so viel Aufhebens um den Korb gemacht habe. Schließlich sei ja nichts darin.
Die Sternenjungfrau sah den Bauer mit großen, traurigen Augen an und sprach dann: »Ich werde Dich jetzt verlassen, und nie wieder werde ich zu Dir zurückkehren. Ich will aber, daß Du verstehst, daß ich nicht weggehe, weil Du den Korb geöffnet hast, obwohl ich Dich bat, es nicht zu tun. Ich verlasse Dich, weil Du nichts in dem Korb gesehen hast.« Und damit verschwand die Sternenjungfrau und kehrte nie wieder zurück.

Spiritualität und Bewußtsein gehen einher. Ist Spiritualität der Schlüssel für eine „Ganzheitliche Gesundheit“.
 
Beitritt
02.05.06
Beiträge
694
hi ihr liebe mensche

spiritualität is ein tiefe erfahrung,ein tiefe innere berührung,
etwas das man nur fühlen kan aber nie ganz erklären.
schöne geschichte Wolfgang.

das angehängte bild is mein gefühl für spiritualität
 

Anhänge

  • x1pk64-9H0OKxSYWZGbWM_HRDoSGll9KditDTO6gMXKVmWLl8OUcg6rd8aIE49Rq_T9e6Zq2WKZt9aGN2TBJOFuPBXqb12ybZAIg
    29.5 KB · Aufrufe: 45

Wolfgang Jensen

Gesperrt
Themenstarter
Beitritt
16.03.06
Beiträge
822
Gewahrsein

Ich möchte eine weitere kleine Geschichte sprechen lassen. Sie stammt aus dem Buch "Gib deiner Seele Zeit - Inspirationen für jeden Tag" von Anthony de Mello:

Ein alter und weiser Schiffer lebte davon, Pilger mit seinem Boot zu einem Wallfahrtsort zu bringen. Eines Tages fragte ihn einer der Pilger:
"Warst du denn auch schon einmal dort?"
"Nein, bis jetzt noch nicht, denn ich habe noch nicht alles entdeckt, was der Fluß mir zu geben hat. In diesem Fluß finde ich Weisheit, Frieden und Gott".
Der Pilger hingegen hatte nicht einmal den Fluß wahrgenommen, so sehr waren seine Gedanken auf den Wallfahrtsort fixiert. Das machte ihn für den Fluß blind.

Woraus ich lernte: spirituelle Menschen findet man nicht an den Orten, wo man sie erwartet - und sie spielen nicht in Rollen, die mit Heiligkeit verbudnen werden.
 
Beitritt
25.01.05
Beiträge
1.656
Grüss euch,

da lob ich mir - für einmal - die Begriffsbeschreibung zur Spiritualität von Wikipedia: Spiritualität (v. lat.: spiritus = Geist, Hauch) bezeichnet die Annahme, dass das Bewusstsein und das daraus resultierende Handeln einer Seele / der Geist den Ursprung einer göttlichen oder transzendenten Instanz verdankt oder in Beziehung zu einer absoluten höheren Wirklichkeit steht. Sie ist die besondere, nicht notwendig im konfessionellen Sinne verstandene religiöse Lebenseinstellung eines Menschen, der sich auf das transzendente oder immanente göttliche Sein konzentriert bzw. auf das Prinzip der transzendenten, impersonalen letzten Wahrheit oder höchsten Wirklichkeit.

In den verschiedenen Religionen gibt es unterschiedliche Bezeichnungen für diese Instanz oder höhere Wirklichkeit: Heiliger Geist, Gott, Dao, Teonacatl, Brahman, Maha-Atman, Shunyata, Großer Geist, Logos, Prajna, Maha-Purusha, Sugmad, ... Einige Religionen teilen "dieses Eine" auch in verschiedene Gottheiten auf.

Abgrenzung

Im Unterschied zur Religion oder Esoterik, bei der es um das Wissen, um Lehre über oder Methodik von Spiritualität geht, ist die Spiritualität selbst die tatsächlich ausgeübte Praxis, aus der heraus ein Mensch eine vertiefte Beziehung zu Gott oder Zugang zu einer letztendlichen absoluten Wirklichkeit, einer inneren Erleuchtung oder einer religiös begründeten Emotion erlebt. Zusätzlich wird ein immer vollkommen werdender Charakter angestrebt. So identifizieren sich die im westlichen Kulturkreis etablierten Hauptreligionen durchaus mit ihrem eigenen spirituellen Verständnis, während sie esoterischen Methoden oder Lehren traditionell eher kritisch gegenüber stehen. Heute gibt es auch verschiedene esoterische Formen der Spiritualität, die Elemente aus verschiedenen Religionen und Weltanschauungen verbinden.

Jede Religion, im Christentum sogar jede Konfession, hat ihre eigene Ausprägung von Spiritualität. Wie die Beschreibungen oder Definitionen der göttlichen Instanz oder absoluten Wirklichkeit bei verschiedenen Religionen so unterschiedlich sein können, dass es sich nicht notwendigerweise in allen Fällen um das Gleiche handelt, so können auch die spirituellen Ausprägungen und die resultierenden Praktiken kompatibel sein oder so unterschiedlich, dass sie sich nicht gemeinsam ausüben lassen.

Spirituelle Fortschritte oder Vertiefungen werden in manchen Religionen als Erwachen, Neu- oder Wiedergeburt (nach dem Tod des alten Ich), Selbstrealisation, Gottrealisation oder Erleuchtung bezeichnet. Sie können in ahnungsvoller Schau (Gnosis) oder als ergreifende Erfahrung empfunden werden und gehen immer mit einer inneren, nicht beleg- oder bezeugbaren Veränderung des Menschen einher, der sie erfahren hat.

Eine inzwischen umstrittene, theoretische übergreifende Zusammenschau der Spiritualität des Ostens und des Westens versucht in letzter Zeit der Philosoph Ken Wilber.
[Bearbeiten]


Alltägliche Bedeutung

Für manche Menschen ist die göttliche Instanz oder der Zugang zu absoluter letztendlicher Wirklichkeit so sehr Ursprung und Ziel des Lebens, dass die ständig vertiefte Spiritualität Lebensführung im Alltag, Verantwortlichkeit und Ethik deutlich prägt - andere suchen in der Spiritualität Erlebnisse, die sie aus dem Alltag herauslösen und mit dem Alltag in keiner Verbindung stehen müssen. Auch individuelle Spiritualität ist immer verknüpft mit Vorstellungen über Mensch, Gesellschaft und Welt und ihren Ausdeutungen. Auf dem spirituellen Weg versucht der Gläubige sein Bewusstsein zu entfalten oder seine Beziehung zu Gott zu vertiefen (also kein Eskapismus).

Mit dieser Definition lässt sich schon mal was anfangen. Ich sehe das so: Geist (Spiritus) ist das Medium, womit sich Bewusstsein und somit Bewusstheit ausbreiten, durchströmen und be-geistern kann.

All diese unterschiedlichen (somit unterscheidbaren) Energie-Schwingungen hervortreten und diese genial passend zu einander in Resonanz wirken zu lassen und daraus Körperlichkeit zu modellieren, das ist wahrlich ein Meisterstück der Quelle allen Seins. So bildet die eine Ausformung, die Natur, die Basis unseres Seins auf Mutter Erde.

Daher kann Leben ausschliesslich dann Gesund, also Ganz, somit Heil sein, wenn es mit diesen Schwinungen übereinstimmt, also mit unserer Lebensgrundlage, genannt Natur, kurz in naturtreuem Verhalten.

Anderfalls fallen wir aus der Ordnung, was wir allgemein als Krankheit kennen. Dabei ist es unerheblich, was krank ist - ob Organ, Organismus, Familie, Gemeinschaft, Staat, Planet - krank ist nun mal krank und es gibt einen einzigen Weg - unabhängig von allen anderen Vorstellungen und Wertesystemen - zu Gesundheit zu finden, auf allen Stufen, auf allen Ebenen der Körperlichkeit.

Die Konsequenzen daraus sind derartig, dass kaum jemand bereit ist, diesen Weg zu gehen, denn unsere Welt wäre nicht mehr zu erkennen.

Spiritualität jenseits aller einschränkenden moralischen und konfessionellen Vorstellungen ermöglicht den Schritt, Zugang zu anderen "Informationsquellen" zu erlangen, soweit es einem erlaubt ist. Es ist die pure Angst, oftmals als Vernunft verkleidet, anders als die anderen zu sein, sich in der Gesellschaft zu exponieren - nicht durch Reichtum, sondern durch für viele unangenehmes Anderssein - das sicher mit ein Hindernis darstellt, sich seiner eigenen Spiritualität zu stellen.

Was wundert es da, dass Menschen mit entsprechender spirituellem Lebensalltag für die meisten als nicht ganz von dieser Welt erscheinen?

Herzlichst - Phil
 

Wolfgang Jensen

Gesperrt
Themenstarter
Beitritt
16.03.06
Beiträge
822
Das Thema wird wahrscheinlich kein Schnellkurs über praktizierbare Spiritualität für Jederfrauman werden können. Ohnehin macht das Thema nur Sinn, wenn durch eine „geistige“ Tätigkeit auch körperliche Gesundheit folgt.

Spannend empfinde ich einige parallel laufende Themen, die sich wie zufällig als Begleiter anbieten. Umas Thema „Klosterleben“ zum Beispiel. Gehen Menschen nicht aus einem einzigen Grund ins Kloster, um abseits vom Profanen ihre Spiritualität zu entwickeln? Aber schon stellt sich mir die Frage, ob das Spirituelle und das Profane Gegensätze sind. Entdeckt nicht gerade ein spiritueller Mensch das Heilige in einer Ameise?

Auch Pius´ 10. Beitrag zum „Placebo“ beleuchtet „zufällig“ die praktische Seite der Spiritualität. Der Fakir kontrolliert die Aktivitäten seines Gehirns, und scheinbar IST er dabei eine nichtkörperliche Instanz; ein spirituelles Wesen?
Sogar der Intuition wird Bedeutung zuerkannt, daß es eine Instanz zu geben scheint, die ein Empfinden für körperliche Bedürfnisse HAT.

Leóns Schritt in die Lyrik berührte mich, wo in „Frühling“ und „Sommer“ eine Flut von Gedichten die spirituelle Seite in uns zum Klingen bringen kann. Inspiration zum Höheren, wo die Welt in Ordnung ist? Da auch vom Mysterium der Liebe die Rede ist, mag das Zusammenspiel verschiedener Kräfte die Faszination erklären, die von ein paar "Worten" auszugehen vermag.

Da im Forum über Ernährung gesprochen wird, erlaube ich mir ein Zitat aus „Das große Shakti Gawain Buch“
Nahrung ist eine kompakte Form von Energie. Sie ernährt uns körperlich und führt uns gleichzeitig auch auf anderen Ebenen Energie zu. Wenn wir Dinge essen, die gut aussehen, gut riechen und schmecken und dabei an unser Inneres Kind denken, ernähren wir uns nicht nur auf der physischen, sondern auch auf der emotionalen Ebene.
Laßt jede Mahlzeit zu einer beglückenden Erfahrung werden, denn du ernährst dich auch auf spirituellen und ätherischen Ebenen. Denke bei allem, was Du ißt, daran, daß die Erde dir diese Nahrung gibt, um dich zu ernähren.
Ich ernähre mich auf vielen Ebenen.

Mit dieser Affirmation erlaubten wir indirekt auch Louis Haye, ein Instrument im Konzert der Synchronizität zu spielen. Die Geisteshaltung wirkt direkt auf den Körper, damit beginnt der heutige Beitrag in „Placebo“.

Hohe Spiritualität wird, wie die reine Liebe auch, als pathologisches Phänomen klassifiziert. Der Grund dafür ist einfach zu erklären.

Ich Euch wünsche allen einen Tag ohne Kontrolle, in Freiheit.
 
Beitritt
19.03.06
Beiträge
9.317
Entré I.:

"mens sana
in corpore sano" (lat.: Gesunder Geist in gesundem Körper) Juvenal
58-130 n.Chr. römischer Satiriker / Dichter
images.google.de/images?q=tbn:nkWGEvJ-oSZIDM:www.princeton.edu

Entré II.:

Mögest Du arm an Unglück sein, und reich an Segen,
langsam darin, Dir Feinde zu machen, und schnell bei der Freundschaft.Doch ob reich oder arm, schnell oder langsam,mögest Du von diesem Tag an nichts als Glück kennen.(

Keltischer Segen

Hauptstück:

Nun, Herr Jensen, es wurde schon an anderer Stelle, unter anderem von Hrrn Phil und meiner Wenigkeit, über diese Zusammenhänge gesprochen.

Ich liebe es, mich selbst zu zitieren. Hihi!

In den alten Religionen war der Priester gleich Heiler. Wem sage ich das? Auch die katholische Kirche hat, an der Schwelle vom Früh- zum Hochmittelalter, damit gerungen, dass der Priester der "einzige Artzt sey", und der heile durch Gott, durch Segen und Gebet. Dementsprechend spät, nämlich erst im neunten Jahrhundert kam es zur Anlage der ersten grören klösterlichen Heilpflanzengärten und das auf Geheiß des Kaisers Karl d. Großen. man denke nur an den großartigen Sankt Gallener Klosterplan.

Aus der "groben" Medizin hat sich die Kirche immer herausgehalten. Das Schneiden und Knochensägen war den weltlich, das heißt eher handwerklich gewbildeten "Ärzten" vorbehalten. Dennoch erlangten die Ärzte der Ritterorden, durch Kontakte mit der arabisch/ muslimischen Medizin, Kenntnisse in der Wundheilung und Chirurgie.
Religion: Heil oder Unheil?
Na, und all die anderen Religionen tragen eben auch diesen januskopf. Die Naturreligionen vielleicht weniger als die des Buches?

Ganz zweifelsohne gibt es Zusammenhänge zwischen a) körperlicher, b) geistiger, c) seelischer Gesundheit.
Ich persönlich glaube nicht so ganz, dass von einer Ebene aus die andere zu heilen ist. Aber da streiten ja die Geister (und Körper und Seelen - hihi!)

Ausleitung: ...ich meine Ausklang....


Ich liebe dich, du Seele, die da irrt
im Tal des Lebens nach dem rechten Glücke,
ich liebe dich, die manch ein Wahn verwirrt,
der manch ein Traum zerbrach in Staub und Stücke.

Ich liebe deine armen wunden Schwingen,
die ungestoßen in mir möchten wohnen;
ich möchte dich mit Güte ganz durchdringen,
ich möchte dich in allen Tiefen schonen.

Christian Morgenstern
 

Wolfgang Jensen

Gesperrt
Themenstarter
Beitritt
16.03.06
Beiträge
822
Spiritualität und Glaube

Morgenstern? Erst dachte ich, wodurch fühlt sich der Erfinder des Kriegsgeräts mit schlagender Wirkung bemüßigt, Gedichte zu schreiben – aber das war der Christian wohl nicht. Allerdings, als ich dieses Gedicht von ihm fand ...

Kroklokwafzi? Semememi! Seiokronto –
praflipro: Bifzi, bafzi;
hulalemi: quasti bast bo ...
Lalu lalu lalu la!

... mußte ich vermuten, daß er mit der Eisenkugel zumindest kurzweilig Bekanntschaft gemacht haben dürfte, so nach dem Motto: hau endlich zu, ich muß noch arbeiten.
Nein, Spaß beiseite, ich finde den Achtzeiler sehr interessant:

Ich liebe dich, du Seele, die da irrt
im Tal des Lebens nach dem rechten Glücke,
ich liebe dich, die manch ein Wahn verwirrt,
der manch ein Traum zerbrach in Staub und Stücke.

Er spricht von seiner Seele, und er spricht von seinem Ich, das sie liebt. Wenn er sein „Wesen“ als Ich fühlt, was ist dann seine Seele?, deren Zustand er nun genauer beschreibt:

Ich liebe deine armen wunden Schwingen,
die ungestoßen in mir möchten wohnen;
ich möchte dich mit Güte ganz durchdringen,
ich möchte dich in allen Tiefen schonen.

Die „Schwingen“ sind wund, sie werden gestoßen? Das Wesen, ein Engel (mit Flügeln)?

Oh, beflügelt Thema, wohin bist du entschwunden?
Zitat des zitierten Zitats:
In den alten Religionen war der Priester gleich Heiler. Wem sage ich das? Auch die katholische Kirche hat, an der Schwelle vom Früh- zum Hochmittelalter, damit gerungen, dass der Priester der "einzige Artzt sey", und der heile durch Gott, durch Segen und Gebet.
Meinen Ihnen denn, Lyrileòn, daß Priester allein dadurch spirituell sind, indem sie Segen und Gebet verteilen? Für mich geschehen Spiritualität und Glauben nicht auf einer Ebene. Während Spiritualität für mich DAS Fundament IST, befindet sich Glauben auf der Suche nach danach. Also: ist Spiritualität nicht der „Gefundene Glaube“, wo Glaube zur gefühlten Gewißheit wurde?

Ein weiterer Hinweis sei mir erlaubt: Spiritualität ist ein überkonfessionelles Phänomen. Während der Glaube (ganz allgemein!) sich von fundamentalistischen Fragen (im weitesten Sinne!) beschäftigen läßt, entstand und entsteht Spiritualität bei Menschen einerseits durch meditative und asketische Übungen, andererseits wurden durch Inspirationen und Erscheinungen mystische Phänomene erlebt.

Folgende beiden Fragen (echte) stellen sich mir: kann ein spiritueller (Geist-?) Heiler einen körperlich kranken Menschen heilen? Oder heilt sich ein körperlich kranker Mensch auf dem spirituellen Weg gewissermaßen automatisch?
 
Beitritt
25.01.05
Beiträge
1.656
Grüss euch,

wie ich heute im Netz spatzieren war, stiess ich auf einige zum Thread passende Geschichten:

Als der Meister gefragt wurde, was er an seinen Schülern tue, sagte er:
“Dasselbe, was ein Bildhauer an einer Meerjungfrauenskulptur tut: Er nimmt einen Marmorblock und schlägt alles ab, was nicht wie eine Meerjungfrau aussieht.”

Als seine Schüler später wissen wollten, was er damit genau meinte, sagte der Meister: “Meine Aufgabe ist, alles wegzumeißeln, was nicht Du bist: jedes Denken, Empfinden, jedes Verhalten, jede Gewohnheit, jeden Zwang, der Dir aus Deiner Bildung und Vergangenheit anhaftet.”

Auf die Frage, mit welchem Gefühl Erleuchtung zu vergleichen ist, sagte der Meister: “Es ist, wie in eine Wildnis einzudringen und plötzlich zu fühlen, daß Du beobachtet wirst.”

“Von wem?”

“Von Felsen, Bäumen und Bergen.”

“Ein unheimliches Gefühl!”

“Nein, ein durchaus wohltuendes. Weil es aber ein ungewohntes Gefühl ist, sieht man sich getrieben, Hals über Kopf in die Alltagswelt der Menschen zurückzukehren - in ihren Lärm, ihren Wortschwall, ihr Gelächter -, in eine Welt, die uns von der Natur und Wirklichkeit abgeschnitten hat.”

Spiritualität als innige Verbindung mit der Natur, mit unserer Natur, sich selber treu sein - naturtreu sein.

herzlichst - Phil
 
Beitritt
02.05.06
Beiträge
694
Folgende beiden Fragen (echte) stellen sich mir: kann ein spiritueller (Geist-?) Heiler einen körperlich kranken Menschen heilen? Oder heilt sich ein körperlich kranker Mensch auf dem spirituellen Weg gewissermaßen automatisch?
er hilft der kranke mensch,sein eigene geist zu heilen,und holt weg was nicht mehr gebraucht wird.
er bringt ein kranke in kontakt mit sein störung,so das diese in der lage ist sichselbst dadurch zu heilen.

liebe grüss soul
so erfahre ich es.
 
Beitritt
02.05.06
Beiträge
694
hi liebe Phil,

sehr schön der geschichte,und sehr treffend,

danke

liebe grüss soul
 
Beitritt
23.07.06
Beiträge
333
Und meine Seele spannte

...weit ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande,
als flöge sie nach Haus.
.......................................................................................................
Das ICH entsteht durch die Verbindung von Körper, Geist und Seele. Die Seele als reine Energie und direkte Verbindung zu Gott, der Körper, der uns Erfahrungen ermöglicht in der materiellen Welt, der Geist als Bindeglied zwischen beiden.

Psyche, griech. Schmetterling, hauchen, atmen;
anima, lat. abgeleitet vom grich. Wort anemos, Wind;
häufig dargestellt als Vogel, auch als Flamme, als Engel;

"In unserer seelenlosen Welt ist es...Bedingung für unsere Gesundheit, dass wir wieder mit unserer Seele in Berührung kommen. Und es würde ein neues Miteinander entstehen, wenn wir der Seele in uns mehr Raum geben, wenn wir den seelischen Regungen in uns trauen. Für unseren spirituellen Weg ist es unerläßlich, dass wir unsere Seele neu entdecken. Denn...in der menschlichen Seele möchte Gott geboren werden...[es ist] der SEELENGRUND, in dem die Gottesgeburt in uns stattfindet und uns zu unserem unberührten und unverfälschten Selbst führt." (Könnte noch viel zitieren von A. Grün. Er ist wunderbar.)

Licht und Liebe, Sanne

P.S. Hängen hier doch viele vor der Glotze? Ist ja nix los hier.
 

Wolfgang Jensen

Gesperrt
Themenstarter
Beitritt
16.03.06
Beiträge
822
Spiritualität + Sein

Es gibt die verschiedensten Aussagen darüber, wie ein Mensch über seinen Körper hinaus beschaffen ist. Welche richtig oder falsch ist wissen nicht nur die Götter.

Wie entsteht Spiritualität?

Ist sie Talent, oder Geschenk aus Gnade?

Gibt es einen Weg zur "Spiritualität für Jederfraumannkind"?


Fragen, die mich Heute beschäftigen, und ich glaube, es lohnt, darüber Erfahrungen und Meinungen auszutauschen.

Wolfgang
 
Beitritt
02.05.06
Beiträge
694
klar bewustsein

hi wolfgang,
spiritualität,ist in uns alle anwesend,von beginn an.
wie klarer uns bewustsein wird,wie mehr wir uns bewusst werden von das wo wir mit verbunden sein,unsere natur,unsere brunnen sogesagt


ich kann mich noch errinneren das ich mich es mir wieder bewusst werde Aber dan bemerkte das es schon da ist,aber ich das noch nicht in alle fasern meines körper fühlen könnte,damit war mein verlangen mehr zu wissen ,zu wachsen in bewusstsein gebohren.


liebe grüss soul
 
Beitritt
23.07.06
Beiträge
333
Es ist in uns allen...

das glaube ich auch. Aber ich glaube nicht, dass es jeder in jedem Leben bewußt ERleben kann. Deshalb glaube ich auch nicht mehr, dass wir nur EIN Leben haben. Das wäre viel zu wenig, um diese Stufe zu erreichen. Wir haben es wohl immer in uns, aber wir wissen es nicht. Das Wissen darum verlieren wir mit der Geburt als menschliche Wesen. Aber manche schaffen es, sich daran zu erinnern, indem sie nach INNEN gehen, oder von jemandem erinnert WERDEN, der dieses Wissen lebt und das mutig nach außen trägt.

Ich wünsche uns allen den Mut und die Kraft das zu leben. Zu erfahren und WEITER ZU GEBEN, dass wir alle GESEGNET sind, dass wir im Grunde alle GÖTTLICH sind. Wenn jeder von uns nur an EINEN diesen göttlichen Funken weitergibt, dann erreichen wir schon so viel.

Licht und Liebe, Sanne
 
Beitritt
10.01.04
Beiträge
66.933
Jeder von uns ist göttlich, auch wenn das von außen nicht so aussieht. - Auf jeden Fall ist jeder göttlich, wenn man an einen Gott glaubt, der in uns allen als göttlicher Funken da ist.

Ich denke da recht pragmatisch: es ist gut, daß nicht jeder auf der Stufe des hier angesprochenen Bewußtseins ist. Denn ob dann unser ganz normales Leben mit Häuserbauen, Krankenpflege, untergeordnet arbeiten usw. noch funktionieren würde, ist für mich die große Frage.

Uta
 
Beitritt
23.07.06
Beiträge
333
Das wäre es mit Sicherheit,

und es würde alles mit viel mehr LIEBE geschehen. Das wäre das Land der Verheißung: In keinem Altenheim würden alte Menschen unwürdig behandelt, es gäbe keinen Krieg, auch keinen Hunger, kein Kind würde geschlagen oder gequält, wenn sich alle ihrer Göttlichkeit BEWUSST wären. Das ist das ZIEL der Menschheit. Das wird aber noch sehr lange dauern. Jeder, der das weiß, hat die Aufgabe, die Pflicht, darauf hinzuarbeiten, jeder auf seine Weise. Den jetzigen Zustand, unser "normlaes Leben" so aufrecht zu erhalten, wie es sich derzeit gestaltet und entwickelt, das kann doch nicht unser ZIEL sein.

Aber auch jetzt schon ist Gott ALLGEGENWÄRTIG, in jedem Haus, denn er wirkt in dem Architekten, der es entwirft ganau so wie in dem Maurer, der einen Stein auf den andern setzt. Er ist selbst in jeder Schraube, denn er wirkt in dem Ingeneur, der sie geplant hat genau so wie in dem Arbeiter, der sie anfertigt. ALLES, was hier geschieht ist bereits GOTTESWERK. Wir müssen nur noch dafür sorgen, dass alles menschliche Handeln endlich auf das große Ziel gerichtet wird.

Licht und Liebe, Sanne
 

Wolfgang Jensen

Gesperrt
Themenstarter
Beitritt
16.03.06
Beiträge
822
Hier im Forum spüre ich auch Spiritualität. Das mußte ich mal schnell los werden, weil mich Eure Beiträge da berührten, wo der Tränenfluß ausgelöst wird.
Danke, ihr Lieben
 

Anne B.

"Gottes Wege sind unergründlich." - DAS anzunehmen ist für uns Menschen wohl das Schwierigste. In den Naturgesetzen liegt für mich die größte Weisheit. Wer die Naturgesetze anerkennt und sich nach ihnen richtet, richtet sich in meinen Augen immer auch nach Gott. Hierzu bedarf es keiner ewigen Sinnsuche zwecks bahnbrechender Erkenntnis und auch keiner Weisheit, keiner Spiritualität, sondern lediglich eines "gesunden Menschenverstandes" und einer Demut vor dem Leben, vor Gott. Letzteres ist, so denke ich jedenfalls, auch immer eine Erziehungsfrage - liegt also in unserer menschlichen Verantwortung.

Spiritualität hat für mich immer etwas mit Wissen zu tun. Deshalb sind "Spirituelle" zumindest für mich, Lehrende. Ein Mensch, der weise spricht, ist aber noch längst kein Weiser. Um hier auf Wolfgangs Frage zurückzukommen, wann geistige Auseinandersetzung zur körperlichen Gesundheit führt: doch nur wenn ich erkennen kann, was lebensfeindlich ist (z. B. ein Gift)... Zum Schluss noch ein Sprüchlein, in der Hoffnung, dass es nicht nur beim "Sprücheklopfen" bleibt;) :

Derjenige ist wirklich ein geistiger Mensch,
der einen unerschütterlichen Glauben an sich selbst hat
und fähig ist, diesen auch in seinen einfachsten Gedanken
und täglichen Handlungen zu verwirklichen.
(S. Yesidian)​

Viele Grüße
Flower:)
 
Beitritt
25.01.05
Beiträge
1.656
Grüss euch,

das ist so wie Sanne schreibt. Dennoch, betrachte ich die Werke heutiger Architekten, so kommen mir mehr als leise Zweifel. Da setzen sich einige Denkmäler, weit mehr stellen Gebäude auf fruchtbares Land, das weit mehr an Kaninchenställe erinnert, denn an menschliche Behausungen...

Anstelle der Phantasie und Esthetik ist reine Rechenschieberei getreten. Und die allermeisten tun so, als ginge es nicht anders.

Wo die Energie nicht mehr harmonisch fliessen kann, z.B. in der Tetrapackung (und unsere Wohnräume sind energetisch entsprechend), da entstehen Stauungen (dort wo sich die Staubschäfchen einfinden).

Interessant ist die Äusserung im dritten Band von Gespräche mit Gott von Walsh, wo über höher entwickelte Zivilisationen auf anderen Planeten die Rede ist: Diese haben sich spirituell entwickelt, nicht technisch. Sie kontrollieren das Klima über die Wälder, sie benötigen daher auch keine Behausungen...

Das ist genau das Potential, das in naturtreuer Verhaltensweise und somit dem "Dein Wille geschehe" beachten drinn steckt.

Wie Viktor Schauberger doch so schön sagte: Der Mensch bewegt falsch, schaut's euch an wie's gemacht wird und macht's genau 180° verkehrt herum".

Ach wie geistlos ist diese Welt doch geworden...

herzlichst - Phil
 
Beitritt
02.05.06
Beiträge
694
Ein Mensch, der weise spricht, ist aber noch längst kein Weiser.

nee,aber es ist an der zuhörer das heraus zu finden.
ist übrigens sehr leicht durchschaubar.
ein die nur weise spricht,bringt dies weisheit im gefühl nie herüber.

wiederum nicht jeder beobachter kan tiefe fühlen,weil ihm das bewustsein dazu fehlt.

jedem kan nur sehen,was er ist.


liebe grüss soul
 
Oben