Seit 8 Monaten 24/7 Brennen, Fremdkörpergefühl, Globusgefühl im Hals

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Hallo liebe Forenmitglieder!

Ich wende mich an euch, da ich zum einen meine aktuelle Situation nochmals reflektieren möchte, was beim Schreiben ganz gut funktioniert, zum anderen wünsche ich mir Austausch, Einschätzungen und Tipps um damit besser umgehen zu können.

Ein paar Infos vorab zu mir:
Ich bin männlich, 38 Jahre alt, glücklich verheiratet, kinderlos, habe einen Job im IT-Bereich, habe finanziell keine Sorgen und habe bis auf grundsätzliche Fragen des Lebens in diesem Alter (Kind Ja/Nein, wie geht es weiter, wohin geht die Reise) keine Probleme. Früher war ich Raucher, das habe ich aber vor Jahren irgendwann größtenteils abgelegt.
Seit ich ca. 16 bin konsumiere ich zudem Cannabis, früher sehr viel, dann aber auch Jahre gar nicht mehr, dann einige Zeit ausschließlich am Wochenende. Alkohol wird ebenso regelmäßig getrunken, jedoch habe ich kein Problem damit alles auch einfach mal sein zu lassen. Auch leide ich (oder litt ich, ich bin mir inzwischen gar nicht mehr sicher) an Asthma Bronchiale d.h. primär wenn Birke und Hasel sowie Gräser blühen bekomme ich Probleme.

Vorgeschichte:
Die letzten 2 Jahre war ich primär im Home-Office wegen Corona, das 1. Jahr zusammen mit meiner Frau, was sehr harmonisch war und sich gut anfühlte. Das 2. Jahr musste Sie dann wieder zurück in Ihr Büro, ich war also viel allein zuhause.
Bedingt durch meinen Job und auch meinem Hobby saß ich in dieser Zeit sehr viel vorm PC, ohne oft das Haus zu verlassen. Anschließend oft vor dem Fernseher - Tag für Tag. Auch mein Konsum von Alkohol erhöhte sich, ich habe das Rauchen wieder leicht angefangen sowie oft bereits Nachmittags Cannabis konsumiert - jedoch ging es mir sehr gut, alles war entspannt.

Mitte Oktober letzten Jahres passierte es dann, ich hatte Abends etwas geraucht (die Zeit zuvor aber schon stark reduziert).
Ich bekam extreme Panik und hatte das Gefühl, jemand würde mir die Kehle zuschnüren.
Alles verkrampfte sich und fühlte sich an wie wie wenn meine Kehle brennen würde.
Ich hatte so etwas noch NIE zuvor erlebt. Zwar weiß ich, dass ich wegen meiner Neigung zu Asthma schon ab und an Angst bekam, ersticken zu können, jedoch war das wirklich meist nur Kopfsache (oder tatsächlich ein allergischer Auslöser) die wieder verging. Dieses mal war alles anders. Irgendwie hatte ich das Gefühl “Jetzt ist was kaputt gegangen” Irgendwann beruhigte sich mein Körper und ich schlief ein.
Das Problem: Am nächsten Morgen war alles beim alten!

Seitdem hat sich das persistiert d.h. mein Kehlkopf knackt oft beim Schlucken, das Gefühl im Hals ist wechselhaft, mal ist es wie Halsschmerzen, mal ein Fremdkörpergefühl, mal ein Globusgefühl. Anfangs hatte ich noch mit starker Verschleimung zu kämpfen, was das ganze noch unerträglicher gemacht hat. Ebenso war es zu beginn psychisch sehr belastend, da dieses Gefühl oder die Gedanken ich könnte ersticken oft sehr präsent waren. Auch jetzt noch ist dieses Gefühl, den ganzen Tag seinen Hals so präsent zu spüren sehr belastend. Ich fange oft einfach so an zu weinen oder werde melancholisch. Das war ich früher in der Form definitiv nicht.

Mein Leben geht seitdem gefühlt den Bach runter. Die ganze Zeit dreht sich mein Kopf nur um dieses beschissene Hals Thema, da ich ständig schmerzen und Unwohlsein im Hals habe. Ich bin ständig am Suchen nach Ursachen und renne zu diversen Ärzten (bislang ohne Erfolg).
Ich “lebe” damit nun seit 8 Monaten und habe Angst, dass ich mich dauerhaft damit rumschlagen muss. Mir gehen leider die Ideen aus, was das noch sein könnte.

Seit auftreten des Problems habe ich jegliches Rauchen komplett eingestellt. Einmal habe ich nach 3 Monaten wieder Cannabis konsumiert - ohne Probleme. Jedoch lasse ich das komplett weg, da Cannabis bei mir nicht gut wirkt, wenn meine Grundeinstellung schlecht ist - dann schlägt die Wirkung ins negative um und ich werde zu verkopft.

Leider ist die Thematik auch sehr facettenreich, was es nicht einfacher macht.
Wenn ich versuche, mich genau daran zu erinnern, ob sich das irgendwie angekündigt hat, fällt mir folgendes ein:
Ich hatte die Monate zuvor beim Rauchen immer mal wieder das Gefühl, als würde ich einen “Partikel” einatmen. Auch das Schlucken hörte sich beim Trinken etc. “härter” an als früher. Irgendetwas muss die Zeit über also schon passiert sein, was ich aber schlicht nicht wahrgenommen habe, ehe es dann zum großen Knall kam.

Seitdem Frage ich mich nun folgendes:
  • Habe ich eine Angststörung/Psychose (?), eventuell ausgelöst durch Cannabis Konsum?
  • Warum sollte das nach all den Jahren Cannabis Konsum nun auf einmal so eine Auswirkung haben?
  • Ist der Kopf die Ursache für die körperlichen Beschwerden, oder der Körper Ursache für die psychischen Probleme?
  • Habe ich eine chronische Rachenentzündung o.ä. die einfach ewig braucht um zu verschwinden?
  • Ist es was muskuläres durch viel PC/Bildschirmarbeit, das einfach in den Hals ausstrahlt? Kann sowas dauerhaft als brennen wahrgenommen werden?


Folgende Ursachen ziehe ich aktuell in Betracht:

  • Verspannungen / Muskuläre Probleme (HWS Syndrom?)
    Beschissene Körperhaltung, zu wenig Bewegung die letzten 2 Jahre. Wenn man den ganzen Tag am PC sitzt und später zum Fernseher wechselt, hilft auch “etwas” Sport nicht weiter. Mein kompletter Schulter/Nacken/Halsbereich ist extrem verspannt. Ich weiß auch hier wieder nicht: Ist es verspannt wegen dem Hals? Ist der Hals kaputt wegen den Verspannungen?

    Ich war schon 2 mal bei der Osteopathie, es sei “alles verdreht und massiv verspannt” sagte Sie. Hat alles eingerenkt, Akupunktur gemacht. Ohne größeren Erfolg. Ich war 8 mal zur Thai Massage, das fühlt sich gut an, bevor alles wieder verspannte und schmerzte.

    Ich mache nun seit ein paar Wochen konsequent Yoga. Jeden Tag mindestens eine Stunde. Seitdem kann ich deutlich besser in mich reinhorchen. Ich spüre wo die Schmerzen sind. Definitiv in meiner rechten Schulter (Mausarm?), das zieht hoch bis in den Nacken.

    Es hilft mir jedenfalls mit dem Problem besser umzugehen. Meine Atmung wird besser, ich habe nicht mehr das Gefühl schlecht Luft zu bekommen. Meine Nacken/Halsmuskulatur fühlt sich deutlich besser an. Ich fühle mich ruhiger, überlegter, nicht mehr panisch sondern eher rational. Jedoch bleibt das Problem im Hals.

  • Mund und Kiefer (CMD)
    Manchmal schmerzen meine Zähne und mein Kiefer. Ich habe angefangen Kiefer, Hals und Kehlkopf zu dehnen und alles zu massieren, mir auch eine Knirscherschiene zugelegt. -> Trage ich nun seit einem Monat konsequent

  • Schnarchen
    Ich schnarche wie sau. Eventuell habe ich daher Halsschmerzen?
    Habe mir beim HNO ein Gerät geholt um den Schlaf aufzuzeichnen, leider konnte ich genau in der Nacht nicht gut schlafen (Danke, Körper..). Ich hoffe Sie finden trotzdem was. -> HNO sagt: Alles im normalen Bereich

  • Reflux / Stiller Reflux
    Ich war 3 mal beim HNO - zunächst “Entzündung im Rachenbereich”, dann “Keine Entzündung mehr”, dann wieder “leichte Entzündung”... zum 2. mal versuche ich nun mit PPI (40mg Pantoprazol) einen möglichen Reflux in den Griff zu bekommen.

    Eine Magenspiegelung ergab einen Zwerchfelldurchbruch - aber nichts schlimmes angeblich, das haben wohl viele - die PPI bringen auch keine Besserung. Zumal ich genau weiß wie sich Reflux anfühlt. Das im Hals ist ein anderes Gefühl.
    Stiller Reflux - fehlt mir der Test, ich fürchte aber auch hier wird nichts bei herauskommen.

    Habe endlich eine Überweisung zur Gastroenterologie. Ich hoffe die finden was bzw. machen eine Ph-Metrie 24 Stunden.

Gestern habe ich beim Hausarzt noch aktuelle Blutwerte machen lassen. Es ist alles perfekt meint er, auch der Schulddrüsenwert sei i.O. (1,25). Ebenso hat mich ein Orthopäde kurz angeschaut. meinte "HWS ist frei beweglich" - fertig...

Das “Globusgefühl” das anfangs sehr dominant war ist meistens weg. Auch diese massive Verschleimung ist besser geworden.. Was mich sehr belastet ist das über den Tag verteilte ständige Brennen im Gaumen bis gefühlt Mitte des Halses.
Wenn ich esse oder trinke geht es mir besser, ebenso wenn ich Sport mache oder viel Spreche. Manchmal habe ich jedoch beim Zuviel Sprechen das Gefühl, dass meine Stimme gereizter wird. Das ist aber eher wechselhaft.
Auch Alkohol hilft die Halsprobleme kurzzeitig in den Hintergrund zu drängen.

Manchmal wünschte ich mir, ich würde morgens aufwachen und alles wäre wie zuvor. Es ist wie ein Schlechter Traum aus dem man nicht aufwachen kann. Ich habe das Gefühl, ich hätte dieses Problem vor 10 Jahren schonmal in “leicht” gehabt. Dort habe ich auch ewig gesucht und gegoogelt und bin bei Reflux gelandet - das Problem damals verschwand allerdings auf magische weise irgendwann über Nacht wieder. Ich habe mich psychisch immer für stark gehalten, aber was die letzten Monate mit mir passiert, lässt mich zweifeln. Nach einem psychischen tief kürzlich, weil die Hoffnung schwindet, habe ich nun wieder beschlossen mich dem Problem zu stellen und es zu überstehen. Das ist sowieso die einzig Logische Konsequenz. Ich möchte nicht in Depression versinken oder mich dauernd bemitleiden, dafür Lebe ich einfach zu gerne.

Aktuell faste ich seit über einer Woche - das tut mir gut. Allerdings gibt sich das Gefühl im Hals auch davon völlig unbeeindruckt. Zumindest der Reflux, sofern es einer sein könnte, müsste spätestens jetzt doch komplett weg sein - zumal ich immer noch PPI nehme.

Jetzt stehen erstmal noch ein paar Untersuchungen an, leider gelingt es mir (noch) nicht körperliche Ursachen final auszuschließen:

  • Pneumologie - Lunge
  • Neurologie (Montag)
  • Radiologie - CT vom Halsbereich (heute)
  • Gastroenterologe - ph-Metrie, stiller Reflux

Wenn all das nicht fruchtet, mache ich einen Termin beim Psychotherapeut….


Ich danke euch schon jetzt für eure Hilfe, denn ich weiß langsam nicht mehr weiter.
 
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wundermittel
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Hallo Globus Nervus,

meinen Glückwunsch zur klaren Darstellung Deiner Beschwerden (y) :), auch wenn Dir das leider noch keine Klarheit bringt.
oder tatsächlich ein allergischer Auslöser
Anscheinend spielen bei Dir allergische oder auch pseudoallergische Auslöser eine Rolle. Kennst Du denn - soweit möglich - Deine Allergene, auf die Du achten solltest? Es wäre den Versuch wert auszuprobieren , ob ein Antihistamin (z.B. Loratadin) irgendetwas verändert.

Kannst Du Dich erinnern, ob an dem Tag, an dem es Dich zum ersten Mal „getroffen“ hat, irgendetwas anders/neu war: neue Möbel, neuer PC, Renovierung, Zahnbehandlung .....? Dabei ist auch zu bedenken, daß allergische und pseudoallergische Reaktionen ja nicht immer gleich auftreten sondern auch erst später eintreffen können, was die Identifizierung als Allergen schwierig macht. Ein Ernährungstagebuch einschl. anderer Einträge wie Wetter, Rauchen usw. wäre nützlich!
Zahnbehandlung: bei mir fingen ähnliche Probleme an wie Du sie schilderst, nachdem mir ein Zahnarzt zu meinen Amalgamplomben auch noch Gold in den Mund gelegt hat. Evtl. gibt es auch bei Dir unverträgliche Materialien, Mundströme?
Durch E-Smog - mit oder ohne Zusammenhang mit den Zähnen - kann sich auch die Muskulatur zusätzlich verspannen. Da Du oft am PC sitzt, wäre auch das eine mögliche Ursache für Deine Probleme.


Weil Du das Gefühl hattest, daß Du einen Krümel im Hals hättest: bist Du sicher, daß Du den Tabak tatsächlich problemlos vertragen hast? Tabak ist ja ein ganz besonders Kraut mit vielen unverträglichen Inhaltsstoffen ... Gut, daß Du das Rauchen ganz aufgegeben hast.

2 x Osteopathie halte ich in Deinem Fall für viel zu wenig. Vor dem Abschluß von mindestens 10 Behandlungen würde ich da noch nicht abbrechen und evtl. auch noch einen anderen OstepathIn suchen. Evtl. auch zusätzlich Akupunktur machen lassen.

Ich finde es super, daß Du mit Yoga angefangen hast !

Grüsse,
Oregano
 
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Mitte Oktober letzten Jahres passierte es dann, ich hatte Abends etwas geraucht (die Zeit zuvor aber schon stark reduziert).
Ich bekam extreme Panik und hatte das Gefühl, jemand würde mir die Kehle zuschnüren.
Alles verkrampfte sich und fühlte sich an wie wie wenn meine Kehle brennen würde.
Bist du mit gentechnischen Substanzen gegen Covid-19 gespritzt worden?
(also mit sogenannten "Impfungen")
Wann und wie oft?
 
regulat-pro-immune
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Bist du mit gentechnischen Substanzen gegen Covid-19 gespritzt worden?
(also mit sogenannten "Impfungen")
Wann und wie oft?
Das volle Programm, 2x Biontec + Booster Moderna.

Ich glaube nicht, dass das in Zusammenhang steht....und falls wird mans sowiso nicht rausfinden können...

Und um das gleich dazuzusagen, ich hätte jetzt gerne keine Impfdiskussion :)
 
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Hallo GlobusNervus,

da ich in meiner Jugend in einer Clique war, die viel mit Cannabis zu tun hatte, kann ich mir gut vorstellen, dass die Psyche dadurch so sensibilisiert wird, dass man anfälliger für Paniken/Ängste wird, bzw. diese sich leichter manifestieren und an einem kleben bleiben. Aber darin liegt auch eine Chance, dies positiv zu nutzen und diese Energie umzukehren.

Ich meine auch, dass da vieles dann noch zusammen spielt - ich hatte so ein ähnliches Problem - Reflux, liege auch auf dem Rücken und schnarche oft, CMD und Verspannungen, vor allem rechts, wenig Bewegung. Ich denke, da hast du schon einiges richtig erkannt.

Es gibt eine super Übung gegen Reflux:


Ich mache das 2 x tgl. und es ist weg, zudem habe ich meinen Lattenrost im Bett schräg gestellt, also die ganze Länge nach (neue Halterungen angeschraubt) das hilft auch.

Gegen muskuläre Verspannungen - vorm PC entwickelt man oft einen Geierhals, deshalb auch immer auf die Haltung achten, sich selbst korrigieren - an die Wand stellen, so dass Fersen und Hinterkopf die Wand berühren.

Einen Tennisball zwischen Schulterbereich und Wand klemmen und den hin und herrollen. Isometrische Übungen: Hand seitlich an die Stirn, etwas dagegen drücken, lösen. Das ein paar Mal, auch auf der Gegenseite und vorne und hinten am Kopf. Danach dehne ich noch, indem ich den Kopf zur Seite, Richtung Schultern neige und dann aus der gleichen Haltung heraus, den Kopf etwas diagonal zur Decke, sodass ich mit den Augen zur Decke sehe - es sprechen dabei ganz bestimmte Muskeln an, du spürst das.

Dann lege ich meine Hände an den Hinterkopf und beuge mich etwas nach vorne und ziehe dabei den Kopf mit leicht drehenden Bewegungen in die Länge (Platz zwischen den Bandscheiben schaffen). Und zusätzlich viel gehen. Am PC nach einer halben Stunde wieder aufstehen und wenn's nur ein paar Runden um den Schreibtisch sind.

Wenn es ganz übel wird, klebe ich mir ein Hitzepad hinten in Nacken/Schulterbereich, hilft auch super.

Für den Hals empfehle ich dir Ipalat Bonbons, zuckerfrei - es ist das beste für Hals und Stimme, das ich finden konnte. (Da ich auch viel reden und singen musste, ein Geheimtipp unter Rednern und Sängern ☺️), bekommt man in der Apotheke oder online. Es hilft gegen Heiserkeit, gegen Verschleimungen und dem Kehlkopf, man kann frei atmen, probiere es Mal aus, es sind ganz bestimmte äth. Öle enthalten, die es bei den herkömmlichen Bonbons nicht gibt.

Du kommst da wieder raus, das glaube ich bestimmt. Finde auch etwas, für das du schon leidenschaftlich aufgegangen bist, ein Hobby, ein Interesse, eine neue Aufgabe, eine Sprache lernen, Zeichnen etc. etwas das dich gedanklich fesselt und konzentriere dich darauf. Erna Hüls kann ich dir auch in YouTube empfehlen, gibt tolle Ratschläge. Oder schaffe dir eine VR-Brille an, das hupt dich erstmal weg in andere Welten, faszinierend, was es da alles zu entdecken gibt. Mich fesselt das, es gibt tolle Spiele, die einen ablenken.

Und Du machst ja schon einiges selbst, finde ich auch prima, Tai Chi und autogenes Training oder Selbsthypnose wäre auch noch etwas. Mir haben auch viel die 8 Brokatübungen aus dem Tai Chi geholfen, vor allem die Übung in die Ruhe kommen. Konzentration auf Hand- und Fussmitte bis man diese Punkte stark spürt und sich eine Wärme und Schwere über den ganzen Körper ausbreitet. Bei regelmäßiger Übung klappt das von einer Sekunde auf die andere und kann nach 20 Minuten praktizieren 4 Stunden Schlaf ersetzen.

Gute Besserung wünsche ich dir!
 
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P.S. Wurden bei den Blutbildern auch dein Vitaminhaushalt/Mineralstoffe abgeschreckt? B-Vitamine, Vitamin D, die Elektrolyte etc. ?

Ein Schwermetallbelastungstest?
 
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meinen Glückwunsch zur klaren Darstellung Deiner Beschwerden (y) :), auch wenn Dir das leider noch keine Klarheit bringt.
Anscheinend spielen bei Dir allergische oder auch pseudoallergische Auslöser eine Rolle. Kennst Du denn - soweit möglich - Deine Allergene, auf die Du achten solltest? Es wäre den Versuch wert auszuprobieren , ob ein Antihistamin (z.B. Loratadin) irgendetwas verändert.
Danke für deine Antwort :) Ich muss sagen, die Allergie ist ziemlich in den Hintergrund gerückt. Ich hatte die letzten Jahre immer deutlich mehr Allergie, und (vermutlich auch durch das Rauchen) öfters Beschwerden mit der Lunge. Seit ich nun gar nicht mehr Rauche und auch öfters mal Heilfasten betreibe, habe ich nur noch ab und zu ein nießen. Keine Beschwerden mehr, dass ich kurzatmig werde o.ä. ebenso beim Sport, da ging mir früher immer schnell die Luft aus, wenn ich zu schnell die Intensität gesteigert habe. Das ist auch irgendwie weg.
Ich müsste mal wieder einen Allergietest machen, normalerweise war es aber gegen Birke, Hasel (kam später dazu) und im Spätsommer Gräßer (die waren fies - da bekam ich oft Atemprobleme).
Beim Kiffen hab ich natürlich auch öfters mal nießen müssen - aber das ging eigentlich immer, und hat meistens dann die Bronchien eher erweitert.

Kannst Du Dich erinnern, ob an dem Tag, an dem es Dich zum ersten Mal „getroffen“ hat, irgendetwas anders/neu war: neue Möbel, neuer PC, Renovierung, Zahnbehandlung .....? Dabei ist auch zu bedenken, daß allergische und pseudoallergische Reaktionen ja nicht immer gleich auftreten sondern auch erst später eintreffen können, was die Identifizierung als Allergen schwierig macht. Ein Ernährungstagebuch einschl. anderer Einträge wie Wetter, Rauchen usw. wäre nützlich!
Zahnbehandlung: bei mir fingen ähnliche Probleme an wie Du sie schilderst, nachdem mir ein Zahnarzt zu meinen Amalgamplomben auch noch Gold in den Mund gelegt hat. Evtl. gibt es auch bei Dir unverträgliche Materialien, Mundströme?
Durch E-Smog - mit oder ohne Zusammenhang mit den Zähnen - kann sich auch die Muskulatur zusätzlich verspannen. Da Du oft am PC sitzt, wäre auch das eine mögliche Ursache für Deine Probleme.
Ja, das kam wirklich im Rahmen einer Panikattacke - ich habe das oben bei "Vorgeschichte" geschrieben. Wie gesagt ich hatte früher bestimmt auch schonmal 1-2 leichtere Panikattacken aber das war doch etwas komplett anderes - eben weil sich körperlich da was geändert hat.
Und ich weiß jetzt eben nicht, ob das so oder so passiert wäre, die Vermutung liegt aber nahe, dass das Kiffen dabei auf jeden fall eine Rolle spielt...wie wenn eine Sicherung durchgebrannt wäre...

Ich hab ausschließlich Kunststofffüllungen in den Zähnen, und davon auch noch recht wenig - das würde ich ausschließen.

Weil Du das Gefühl hattest, daß Du einen Krümel im Hals hättest: bist Du sicher, daß Du den Tabak tatsächlich problemlos vertragen hast? Tabak ist ja ein ganz besonders Kraut mit vielen unverträglichen Inhaltsstoffen ... Gut, daß Du das Rauchen ganz aufgegeben hast.
Naja "vertragen" hab ich das Rauchen noch nie so richtig gut. Das hat sich körperlich schon bemerkbar gemacht. Daher hab ich eher wenig geraucht. Leider aber eben einige Monate "sorglos" sehr ungesund gelebt im Home Office. Da hatte ich dann pro Tag ca 2-3 Zigaretten geraucht, und Nachmittags bis Abends nochmals 2-3 Joints. Was soll ich sagen, es hat Spaß gemacht. :(
Daher hab ich nun eben Angst, dass das ganze mit der Raucherei zu tun hat und ich irgendwie die Schleimhaut im Rachen zerstört habe bzw. jetzt eben Chronische Pharyngitis habe. Ich weiß ja nicht ob das möglich ist...

Ich hatte früher mal zu lange weiche Kontaktlinsen getragen, auch über Nacht - das hat dann meine Augen so irritiert, dass ich von heute auf Morgen auf Brille umsteigen musste, und mir ca. 1,5 Jahre die Augen gebrannt haben, ehe das wieder wegging. Ich hoffe eben wirklich, dass das nicht wieder so ist, auch wenn es stark danach aussieht...Nicht auf den Körper gehört, und das ist jetzt die Quittung dafür...

2 x Osteopathie halte ich in Deinem Fall für viel zu wenig. Vor dem Abschluß von mindestens 10 Behandlungen würde ich da noch nicht abbrechen und evtl. auch noch einen anderen OstepathIn suchen. Evtl. auch zusätzlich Akupunktur machen lassen.

Ich finde es super, daß Du mit Yoga angefangen hast !
Dann gehe ich auf jeden fall noch öfters hin und behalte das Yoga bei - schaden wirs in keine Fall. Wenn schon der Hals kaputt ist, geht's dem Rest wenigstens gut. Kennt von euch jemand die Pohltherapie? Ich habe mich dort mal angemeldet, weil ich denke, dass die mir eventuell helfen können.

Hallo GlobusNervus,

da ich in meiner Jugend in einer Clique war, die viel mit Cannabis zu tun hatte, kann ich mir gut vorstellen, dass die Psyche dadurch so sensibilisiert wird, dass man anfälliger für Paniken/Ängste wird, bzw. diese sich leichter manifestieren und an einem kleben bleiben. Aber darin liegt auch eine Chance, dies positiv zu nutzen und diese Energie umzukehren.

Ich meine auch, dass da vieles dann noch zusammen spielt - ich hatte so ein ähnliches Problem - Reflux, liege auch auf dem Rücken und schnarche oft, CMD und Verspannungen, vor allem rechts, wenig Bewegung. Ich denke, da hast du schon einiges richtig erkannt.
Danke, dass Du mir geantwortet hast :)
Ich glaube auch, dass da vieles zusammengekommen ist, was in Summe eben das Fass zum überlaufen gebracht hat. Jedoch Frage ich mich, warum sich das dann ausgerechnet im Hals manifestiert. Das ist echt eine Körperregion, die mir Angst macht - aber vielleicht ist es genau deshalb dort entstanden....
Den Reflux hast Du aber bestimmt nur Phasenweise oder? Bei mir ist das halt wirklich den kompletten Tag über...und eben gar kein "klassischer" Reflux, sondern wirklich nur oben im Hals (Gaumen bis Mitte Hals ungefähr). Ich glaube auch, das Cannabis auf jeden fall einen Einfluss darauf hat. Man merkt auch, wie man leicht paranoid wird wenn man zuviel raucht. Die letzten Jahre war das wirklich eine schöne Sache zum Entspannen, aber vielleicht wars dann doch irgendwann wieder Zuviel.

Ich mache das 2 x tgl. und es ist weg, zudem habe ich meinen Lattenrost im Bett schräg gestellt, also die ganze Länge nach (neue Halterungen angeschraubt) das hilft auch.
Ich habe das auch ausprobiert, ich glaube aber nicht, dass es Reflux ist - zumindest kann ich auch komplett flach auf dem Rücken liegen, und habe Morgens kein ungutes Gefühl - manchmal ein leichtes Kratzen im Hals. Das wird dann oft den Tag über schlimmer (brennen).

Gegen muskuläre Verspannungen - vorm PC entwickelt man oft einen Geierhals, deshalb auch immer auf die Haltung achten, sich selbst korrigieren - an die Wand stellen, so dass Fersen und Hinterkopf die Wand berühren.

Einen Tennisball zwischen Schulterbereich und Wand klemmen und den hin und herrollen. Isometrische Übungen: Hand seitlich an die Stirn, etwas dagegen drücken, lösen. Das ein paar Mal, auch auf der Gegenseite und vorne und hinten am Kopf. Danach dehne ich noch, indem ich den Kopf zur Seite, Richtung Schultern neige und dann aus der gleichen Haltung heraus, den Kopf etwas diagonal zur Decke, sodass ich mit den Augen zur Decke sehe - es sprechen dabei ganz bestimmte Muskeln an, du spürst das.

Dann lege ich meine Hände an den Hinterkopf und beuge mich etwas nach vorne und ziehe dabei den Kopf mit leicht drehenden Bewegungen in die Länge (Platz zwischen den Bandscheiben schaffen). Und zusätzlich viel gehen. Am PC nach einer halben Stunde wieder aufstehen und wenn's nur ein paar Runden um den Schreibtisch sind.

Wenn es ganz übel wird, klebe ich mir ein Hitzepad hinten in Nacken/Schulterbereich, hilft auch super.
Ja, ich mache inzwischen auch Übungen und schaue, dass ich meine Kopf beim Arbeiten nicht nach vorne Strecke, oder vor allem auch beim Handy nicht ständig nach unten schaue.
Hab mir sogar so eine Sessel-Massageauflage gekauft - kann ich auch nur empfehlen, das ist wirklich himmlisch :D

Für den Hals empfehle ich dir Ipalat Bonbons, zuckerfrei - es ist das beste für Hals und Stimme, das ich finden konnte. (Da ich auch viel reden und singen musste, ein Geheimtipp unter Rednern und Sängern ☺️), bekommt man in der Apotheke oder online. Es hilft gegen Heiserkeit, gegen Verschleimungen und dem Kehlkopf, man kann frei atmen, probiere es Mal aus, es sind ganz bestimmte äth. Öle enthalten, die es bei den herkömmlichen Bonbons nicht gibt.
Ich habe mir jetzt gerade "Gelo Revoice" geholt - die machen einen Schutzfilm im Rachen - ich weiß zwar immer noch nicht, ob der nötig wäre, es fühlt sich danach aber besser an. Danke für Deinen Tipp, ich teste die Bonbons :)

Du kommst da wieder raus, das glaube ich bestimmt. Finde auch etwas, für das du schon leidenschaftlich aufgegangen bist, ein Hobby, ein Interesse, eine neue Aufgabe, eine Sprache lernen, Zeichnen etc. etwas das dich gedanklich fesselt und konzentriere dich darauf. Erna Hüls kann ich dir auch in YouTube empfehlen, gibt tolle Ratschläge. Oder schaffe dir eine VR-Brille an, das hupt dich erstmal weg in andere Welten, faszinierend, was es da alles zu entdecken gibt. Mich fesselt das, es gibt tolle Spiele, die einen ablenken.

Und Du machst ja schon einiges selbst, finde ich auch prima, Tai Chi und autogenes Training oder Selbsthypnose wäre auch noch etwas. Mir haben auch viel die 8 Brokatübungen aus dem Tai Chi geholfen, vor allem die Übung in die Ruhe kommen. Konzentration auf Hand- und Fussmitte bis man diese Punkte stark spürt und sich eine Wärme und Schwere über den ganzen Körper ausbreitet. Bei regelmäßiger Übung klappt das von einer Sekunde auf die andere und kann nach 20 Minuten praktizieren 4 Stunden Schlaf ersetzen.
Vielen Dank für dein Vertrauen - mir fehlt das gerade leider noch oft. Positiv denken ist wirklich nicht einfach wenn man die ganzen Zeit daran erinnert wird, wie kaputt man gerade ist :) Ich versuche aber inzwischen mit steigendem Erfolg, trotzdem gut drauf zu sein und mich nicht ausbremsen zu lassen. Je mehr ich mich dem Selbstmitleid hingegeben habe, umso schlechter gings mir dann. Und wenn man das Zuende denkt, hat man ja sowiso keine Wahl: Das Problem wird nicht verschwinden wenn man schlecht drauf ist. Daher MUSS ich positiv sein. Soviel habe ich inzwischen - auch mit Hilfe meiner Frau, die mir da kräftig in den Hintern tritt - verstanden.

Ich war heute noch beim CT, und gehe am Montag zum Neurologen. So langsam glaube ich aber nicht mehr daran, dass noch irgendwas durch die Ärzte gefunden wird. Aber eventuell ist das auch gut so...

Wisst Ihr denn, ob Verspannungen oder Psychosomatische Probleme meine Beschwerden auslösen könnten?
Ich kann mir das nicht recht vorstellen...


Vielen Dank für eure Beiträge
 
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Den Reflux hast Du aber bestimmt nur Phasenweise oder?
Eigentlich auch die ganze Zeit immer wieder ein Brennen im Hals - den Reflux selber merkte ich eigentlich nicht so deutlich, dass mir da schwallartig etwas hochschwappt, das eher seltener. Aber als ich noch flach lag im Bett schon fühlbarer und auch das Kratzen im Hals am Morgen deutlicher, dass da in der Nacht die Magensäure gekratzt haben muss. Cannabis lässt auch die Muskeln erschlaffen, da kann schon sein, dass der Zwerchfellmuskel nachlässt und abbaut.

Ich denke, dass die Übungen und das schräg stellen der Matratze schon sehr helfen, vor allem aber die Übungen. Lasse ich diese weg, kommt das Problem wieder. Man muss sie auch richtig machen, alle Luft muss wirklich draußen sein, sonst bringt es nichts und regelmäßig einbauen. Nehme ich die Übungen wieder ernster, dann ist alles wieder gut. Daran erkennen ich, dass es daran liegen muss.
auch mit Hilfe meiner Frau, die mir da kräftig in den Hintern tritt - verstanden.
Super ☺️ Du bist ja auch schon vieles angegangen.

Wie gesagt, es ist die Summe wahrscheinlich, Psyche, Reflux, Verspannungen, falsche Körperhaltung - das macht vieles aus, manchmal haben kleine Ursachen große Wirkung- aber das gilt auch umgekehrt - kleine Dinge können große Heilwirkung entfalten, das wird!

Ablenken ist auch wichtig, je weniger du dem Raum gibst, desto unwichtiger wird es mit der Zeit, einfach ein paar Dinge einhalten bzw. Übungen und Selbstdisziplin in den Alltag einbauen, der Erfolg kommt bestimmt, nicht nachlassen 🙂
 
regulat-pro-immune
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26.07.09
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Mitte Oktober letzten Jahres passierte es dann ...
Bist du mit gentechnischen Substanzen gegen Covid-19 gespritzt worden?
Das volle Programm, 2x Biontec + Booster Moderna.

Ich glaube nicht, dass das in Zusammenhang steht....und falls wird mans sowiso nicht rausfinden können...

Für eine Einschätzung wäre auch für jeden Arzt oder Therapeuten eine zeitliche Abfolge / möglicher Zusammenhang der Ereignisse interessant.
 
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17.03.16
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Und um das gleich dazuzusagen, ich hätte jetzt gerne keine Impfdiskussion
Du brauchst darüber nicht diskutieren, aber es doch in Erwägung ziehen. Du kannst dir nur helfen, wenn du alle Möglichkeiten in Betracht ziehst und keine ausklammerst. Du siehst ja, dass die Ärzte keine Antwort finden, da alle Werte in Ordnung zu sein scheinen.
Was evtl. helfen könnte, ist die Myoreflextherapie nach Kurt Mosetter falls, es eine Praxis in deiner Nähe gibt.
Oder wenn dir die Behandlungen zu teuer sind, privat versichert werden sie meistens bezahlt, könnte Mosetters Buch „Kraft in der Dehnung“ hilfreiche Übungen zeigen. Bei der Behandlung werden Triggerpunkte ca 1/2 Minute lang gedrückt, bis der anfängliche Schmerz nachlässt. In der Regel genügen 4 halbstündige Behandlungen.
Mir haben die Behandlungen sehr gut getan. Ein schmerzendes Knie war in einer Sitzung dauerhaft schmerzfrei. Ich habe auch von Bekannten gehört, dass eine angesagte Hüft-Op überflüssig wurde.
Solltest du eine solche Behandlung erwägen, ist es wichtig, alle Beschwerden zu notieren, da auch solche, die vermeintlich nichts damit zu tun haben, beeinflusst werden können, z.B. Herzrhythmusstörungen oder Stoffwechselprobleme.
 
Themenstarter
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Jetzt war ich eben Minigolf spielen mit meiner Frau...obwohl ich seit Wochen Yoga etc. mache hat mir danach wieder der Nacken geschmerzt. Das Halsproblem ist heute ganz ok. Es brennt zumindest nicht die ganze Zeit, sondern ist immer da, aber eher dezenter...

Ich weiß echt nicht was mit mir los ist, ich bin eigentlich sehr sportlich und war immer Kerngesund, hatte keine Schmerzen o.Ä. Seit das passiert ist letzten Oktober fühle ich mich, als sei ich total kaputt....Ich kann nur hoffen, dass die Zeit das irgendwie regelt. Irgendwie so, als sei der Körper einfach so über Nacht kaputtgegangen? Ich werde nicht schlau aus der Sache.

Was mir noch aufgefallen ist: Ich muss in letzter Zeit, einfach so aus heiterem Himmel anfangen zu weinen. Ich habe früher eigentlich nie geweint. Das passiert jetzt aber nicht nur wegen meinem Zustand, sondern auch wenn ich nur über die Vergangenheit Nachdenke. Wie schön die letzten Jahre waren, ich hänge der Vergangenheit hinterher und das macht mich traurig. Auch wie alt ich inzwischen bin und meine Eltern - ich habe dann so Gedanken, das ich Sie die nächsten Jahre verlieren werde. Damit komme ich nicht klar? Heute Morgen habe ich mich mit meiner Frau unterhalten - dann ist wieder das gleiche passiert. Es war nicht schlimm oder so, wir haben dann über alles geredet über Ängste und was einen so beschäftigt. Aber ich bin eben über meine Emotionalität in letzter Zeit sehr erstaunt. So kenne ich mich nicht...Ist das jetzt eine "third life crisis" oder was passiert hier?
Das ist jetzt vielleicht auch was gutes, aber irgendwie Krass. Habe ich die letzten Jahre über solche dinge vielleicht zu wenig nachgedacht?

Oder wenn dir die Behandlungen zu teuer sind, privat versichert werden sie meistens bezahlt, könnte Mosetters Buch „Kraft in der Dehnung“ hilfreiche Übungen zeigen. Bei der Behandlung werden Triggerpunkte ca 1/2 Minute lang gedrückt, bis der anfängliche Schmerz nachlässt. In der Regel genügen 4 halbstündige Behandlungen.
Mir haben die Behandlungen sehr gut getan. Ein schmerzendes Knie war in einer Sitzung dauerhaft schmerzfrei. Ich habe auch von Bekannten gehört, dass eine angesagte Hüft-Op überflüssig wurde.
Solltest du eine solche Behandlung erwägen, ist es wichtig, alle Beschwerden zu notieren, da auch solche, die vermeintlich nichts damit zu tun haben, beeinflusst werden können, z.B. Herzrhythmusstörungen oder Stoffwechselprobleme.
Danke für den Tipp, ich schaue mir das gerne an!
Ich hatte oben noch die Pohltherapie verlinkt, könnt Ihr mir dazu etwas sagen?

Liebe Grüße und danke für eure Antworten!
 
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Hallo GlobusNervus,

Ich finde das Buch von Helga Pohl sehr gut und einleuchtend:
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Allerdings habe ich in meiner Nähe keine Therapeuten dazu gefunden, und zur Eigentherapie fand ich das Buch weniger geeignet. Dann lieber Liebscher&Bracht.

Zum Weinen: ich kann mir sehr gut vorstellen, daß Deine gesamte Situation, die ja nicht zum Lachen ist sondern eher zum Heulen, eben auch zu häufigerem Weinen führt. Das mag Dir zwar nicht so gefallen, aber es ist meiner Meinung nach ein Spannungsabbau für Körper und Seele und insofern gut.
... Wenn die Gefühlslage schon so schief hängt, können auch einfache Dinge die Tränendrüse aktivieren. "Das kann passieren, wenn wir unvermittelt und ohne uns vorher schützen zu können, mit emotional aufgeladenen Dingen konfrontiert werden, oder wenn uns Situationen, die auf den ersten Blick banal wirken, an stark emotional besetzte Erlebnisse erinnern. Insbesondere Gerüche können so etwas auslösen", sagt die Psychiaterin. ...

Vielleicht kommt das unerwartete Weinen auch von Entzugserscheinungen, weil Du nicht mehr rauchst und kiffst?

Grüsse,
Oregano
 
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Allerdings habe ich in meiner Nähe keine Therapeuten dazu gefunden, und zur Eigentherapie fand ich das Buch weniger geeignet. Dann lieber Liebscher&Bracht.
Ich habe hier in meiner Gegend jemanden gefunden, allerdings erst in einem Monat.

Zum Weinen: ich kann mir sehr gut vorstellen, daß Deine gesamte Situation, die ja nicht zum Lachen ist sondern eher zum Heulen, eben auch zu häufigerem Weinen führt. Das mag Dir zwar nicht so gefallen, aber es ist meiner Meinung nach ein Spannungsabbau für Körper und Seele und insofern gut.
Vielleicht löst das ja auch irgendwann den Klos im Hals. Das wäre schön :)

Vielleicht kommt das unerwartete Weinen auch von Entzugserscheinungen, weil Du nicht mehr rauchst und kiffst?
Es ist zwar tatsächlich zum heulen, aber das ist nicht der Grund dafür. Das ist 8 Monate her und wie gesagt war das immer aus Freude an der Sache.
 
regulat-pro-immune
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Das ist 8 Monate her und wie gesagt war das immer aus Freude an der Sache.
Hallo GlobusNervus,

Du kennst Dich selbst am besten. Ich finde nur diesen Satz nicht logisch: wenn Du immer mit Freude geraucht hast, könnte es doch sein, daß Dir diese Freude jetzt fehlt, und zwar psychisch und physisch? - Nur mal so gedacht...

Grüsse,
Oregano
 
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Ich weiß worauf du raus willst, aber wie gesagt ich hab die letzten jahre auch ohne Krankheit sehr sehr lange Pausen bezüglich meines Konsums gehabt. Daher würde ich das ausschließen...
 
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Hi zusammen,

Hatte eine pH-Metrie, diese hat eine "Symtomatische Refluxkrankheit (NERD)" ergeben - das wird wohl Ursache für all meine Probleme sein...Frage mich nur, wie es jetzt weitergeht, zumal ich immer noch Probleme habe...
 
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Hallo GlobusNervus,

... In der Praxis empfiehlt sich laut Leitlinie folgendes Vorgehen: Nach der Akuttherapie mit einem PPI wird die Behandlung zunächst ausgesetzt. Der Patient wird aufgefordert, sich bei erneuten Beschwerden wieder vorzustellen. Findet eine solche Konsultation statt, wird der Patient bedarfsadaptiert mit einem PPI behandelt. Nach kontrollierten Studien sei im Mittel eine PPI-Dosis alle zwei bis drei Tage zum Erhalt der Symptomfreiheit erforderlich. ...

Das ist die wohl übliche schulmedizinische Behandlung. Wobei dabei nicht auf Unverträglichkeiten oder Allergien eingegangen wird. Ich denke, das sollte man auf jeden Fall trotzdem beachten.

Grüsse,
Oregano
 
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Also ich vermute Stark, dass mein Panikabend vor nun mehr als 10 Monaten der Zwerchfellbruch war, der bei mir im März diagnostiziert wurde. Da hat der Magen vermutlich einfach mal voll aufgemacht, weil er durchs Zwerchfell gerutscht ist.

Mich würde wirklich interessieren, ob ich diesen Zwerchfellbruch schon immer habe, oder ob sowas von heute auf morgen passiert. Mein Vater hat das z.B. auch.

Es ist echt krass, wie einem diese Krankheit das Leben zur Hölle macht.
Jeden Tag schmerzen im Hals, ständig verstopfte Nase und Schleim im Rachen, immer das Gefühl keine Luft zu bekommen.

Jetzt bin ich wohl Sklave von PPI Tabletten oder einer OP - von der man nicht weiß wie Sie verläuft bzw. wann sowas überhaupt genehmigt wird oder man einen Termin bekommt. Wie früher wird jetzt wohl nichts mehr werden 😭

Davor war ich Kerngesund, konnte essen und trinken was ich mochte.
 
regulat-pro-immune
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Hallo Globus Nervus,

meinen Glückwunsch zur klaren Darstellung Deiner Beschwerden (y) :), auch wenn Dir das leider noch keine Klarheit bringt.

Anscheinend spielen bei Dir allergische oder auch pseudoallergische Auslöser eine Rolle. Kennst Du denn - soweit möglich - Deine Allergene, auf die Du achten solltest? Es wäre den Versuch wert auszuprobieren , ob ein Antihistamin (z.B. Loratadin) irgendetwas verändert.

Kannst Du Dich erinnern, ob an dem Tag, an dem es Dich zum ersten Mal „getroffen“ hat, irgendetwas anders/neu war: neue Möbel, neuer PC, Renovierung, Zahnbehandlung .....? Dabei ist auch zu bedenken, daß allergische und pseudoallergische Reaktionen ja nicht immer gleich auftreten sondern auch erst später eintreffen können, was die Identifizierung als Allergen schwierig macht. Ein Ernährungstagebuch einschl. anderer Einträge wie Wetter, Rauchen usw. wäre nützlich!
Zahnbehandlung: bei mir fingen ähnliche Probleme an wie Du sie schilderst, nachdem mir ein Zahnarzt zu meinen Amalgamplomben auch noch Gold in den Mund gelegt hat. Evtl. gibt es auch bei Dir unverträgliche Materialien, Mundströme?
Durch E-Smog - mit oder ohne Zusammenhang mit den Zähnen - kann sich auch die Muskulatur zusätzlich verspannen. Da Du oft am PC sitzt, wäre auch das eine mögliche Ursache für Deine Probleme.


Weil Du das Gefühl hattest, daß Du einen Krümel im Hals hättest: bist Du sicher, daß Du den Tabak tatsächlich problemlos vertragen hast? Tabak ist ja ein ganz besonders Kraut mit vielen unverträglichen Inhaltsstoffen ... Gut, daß Du das Rauchen ganz aufgegeben hast.

2 x Osteopathie halte ich in Deinem Fall für viel zu wenig. Vor dem Abschluß von mindestens 10 Behandlungen würde ich da noch nicht abbrechen und evtl. auch noch einen anderen OstepathIn suchen. Evtl. auch zusätzlich Akupunktur machen lassen.

Ich finde es super, daß Du mit Yoga angefangen hast !

Grüsse,
Oregano
Hi zusammen,

Hatte eine pH-Metrie, diese hat eine "Symtomatische Refluxkrankheit (NERD)" ergeben - das wird wohl Ursache für all meine Probleme sein...Frage mich nur, wie es jetzt weitergeht, zumal ich immer noch Probleme habe...
Hallo Globus Nervus, bei den Beschwerden würde ich nochmals einen Osteopath aufsuchen, mir
wurde sehr gut mit Osteopathie geholfen bei meiner ,,Migräne,, , die keine Migräne war.
Es war ein verrutschter /verschobener Atlaswirbel, der vom Osteopath gerichtet wurde und nach
über 50 Jahren war ich 6 Jahre schmerzfrei. 50 Jahre Schmerzmittel (Tabletten/Zäpfchen,
opiumhaltige Pflaster) haben Spuren hinterlassen. Wenn ich in dieser Zeit meine Wohnung
verließ bekam ich Panik, allein bei dem Gedanken ich könnte keine Schmerzmittel dabeihaben.
Das hat natürlich auch psychisch was mit mir gemacht. Da ich früh schon mit Schmerzen
aufwachte, waren 2 Tabletten ganz normal, dann zur Arbeit, gehen Mittag nochmals 2 Tabletten,
Wenn mal keine Tabletten zur Hand waren, wurde mir übel, dann musste ich mich übergeben und,
und ..... Also die Symptome waren schon, die einer Migräne. Was mir auch psychisch sehr
zugesetzt hat war dir Tatsache, als Simulant behandelt zu werden.
Nach erfolgreicher Behandlung beim Osteopath machte das Leben wieder Spaß, die quälenden
Schmerzen im Nackenbereich, die Verspannungen bis in die Oberarme, plötzlich fühlte sich
Alles soo leicht an. 50 Jahre habe ich nicht gelebt, sondern nur überlebt. Ich kann mir sehr gut
vorstellen, wie du dich fühlst, das hilft dir momentan aber leider auch nicht weiter.
Knacken und knirschen im Nackenbereich können auch durch einen nicht intakten Atlaswirbel
hervorgerufen werden. Die Behandlung ,, nach Arlen,, beim Osteopath hat mit dann geholfen.
Also, nochmals gezielt nach dieser Behandlung ,,nach Arlen,, denn ein nicht optimal sitzender
Atlas drückt möglicherweise auf Nervenbahnen im Kopf- und Schulterbereich. Dir wünsche ich,
dass du sobald als möglich, Hilfe findest und wieder Spaß am Leben hast. In der Hoffnung, daß
ich dir den entsprechenden Impuls geben konnte, liebe Grüße von Christina.
 
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Danke Christina für deine Nachricht.

Ich bin mir sehr sicher, dass das alles mit dem Reflux / Zwerchfellbruch und einem vermutlich allgemein verspannten Zwerchfell zusammenhängt. Ich habe bereits einen neuen Termin bei einer Osteopathin gemacht und hoffe es hilft mir etwas.

Man ist halt allgemein so machtlos. Demnächst habe ich noch 2 unabhängige Gespräche mit Experten über meine Befunde und wie es weitergeht und versuche einfach Mehrgleisig eine Lösung zu finden.

Bis dahin wird mein Leben wohl bescheiden weiterlaufen, am besten ich freunde mich mit der Situation irgendwie an und versuche durchzuhalten bis der Körper entweder von alleine wieder macht was er soll, oder ich eine OP bekomme...
 
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