Schnecken

Horaz

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Lieber Leòn,

ich habe mitbekommen, dass du eine gärtnerische Vergangenheit hast. In meiner gärnterischen Gegenwart habe ich ein Problem mit Schnecken. Nachdem es in den letzten Wochen viel geregnet hat, kann ich in manchen Abendstunden im Garten durch Schnecken waten. Ich habe alles probiert: Sie einfach mit der Gartenschere zerschnitten, Schneckenkorn um bestimmte schutzwürdige Pflanzen gestreut, Bierfallen aufgestellt. Ich habe den Eindruck, dass sie unsterblich sind. Hast du einen neuen Tipp?

Herzliche Grüße, Horaz
 
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19.03.06
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Hallo Horaz,

über Schnecken ist in diesem Forum schon geschrieben worden.

Sie sind und bleiben sicher immer ein "Lieblingsproblem" der (Hobby)gärtner.
Leider verfügen wir nicht wie Hagrid über einen fleischfressenden Schneckenschutz ;) .

Hier: http://www.symptome.ch/vbboard/erleben/4004-kooperation-natur.html geht es um Eike Braunroth und "seine" Schnecken. Auch findet man dort eine Diskussion über Maßnahmen und natürliche Feinde der Schnecken.

In meinem Aufsatz Naturnaher Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung
im Garten und auch auf dem Balkon
http://www.symptome.ch/vbboard/erleben/6377-kraeuter-balkonien-3.html
findest Du Hinweise auf natürliche Fressfeinde. Nummer 1 ist die Amsel. Wenn es gelingt, Amseln in der Gartenumgebung zu halten, besteht zumindest die Aussicht, dass die Schneckenpopulation kontrollierbar bleibt.
Hier findet man auch Hinweise auf die "ökologischen" Rahmenbedingungen, die stimmen müssen. Letztenendes gilt, dass ein Gleichgewicht gewahrt sein muss, auch zwischen "Nützlingen" und "Schädlingen".
(Oder wie Phil zu sagen pflegt: es kommt auf das Mileu an!) :)

Als flankierende Maßnahme ist das Aufstellen von Bierfallen bestimmt eine gute Idee. Meine Mutter schwor darauf und ihre Schnecken waren damals ganz wild auf das (billige) Hansa Pils von ALDI :D

Es gibt Erfahrungen, dass Beete, die mit stark duftenden Kräuteranpflanzungen, wie zum Beispiel Lavendel, geschützt werden, weniger von Schnecken frequentiert werden.
Ebenso kann man es mit dem Ausstreuen von stark duftenden Kräutern wie Pfefferminze, Zitronenmelisse, Liebstöckel oder Salbei, bzw. Mischungen davon, versuchen.

Ansonsten sind Schneckenzäune Pflanzenschutzmittel, Nützlinge, Dünger, Schädlingsbekämpfung sicher ein probates Mittel.

Dennoch wird man, vor allem in feuchten Jahren, kaum um das manuelle Absammeln und Bekämpfen herumkommen.

Eines noch: von dem Einsatz von Schneckenkorn rate ich persönlich ab, da die Aufnahme des Giftes durch Fressfeinde der Schnecken (z.B. Amseln und Igel) möglich ist!

Herzliche Grüße von
Leòn

P.S.:;)
Ich empfehle die Bücher von Marie - Luise Kreuter Termine in Oberberg: PflanzenTauschBörse, Obstwiesenfest,Mittelalterlicher Markt (jawohl, sie heißt wirklich so;) ), wie zum Beispiel dieses:

Marie-Luise Kreuter: Der Biogarten

und diese:

Libri.de - kreuter marie luise
 
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25.01.05
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Liebe Freunde des Vegetabilen,

angeregt durch Adernsteinfunde und die Beobachtungen des Gerhard Pirchl, bin ich dabei im Gemüsebeet 12 Chabisköpfe wachsen zu lassen, 6 rote und 6 grüne.

Vor dem Setzen legte ich unter jeden Setzling einen kleinen Adernstein in etwa 20 cm Tiefe so, dass er ein vertikales Kraftfeld aufbaut.

Die Grünkohlpflanzen blieben bisher von Nacktschnecken völlig unbehelligt, beim Rotkohl konzentrierten sie sich auf drei von sechsen. Jetzt stelle ich fest, dass sie sich lediglich an die alten Blätter des Rotkohls heranmachten, die neuen, also die hier im Garten gewachsenen in Ruhe lassen...

Wie die allermeisten von uns als Schädlinge wahrgenommen Viecherchen, sind auch sie da, das was für Mutter Natur nicht gut genug ist weg zu putzen.

Ziel dieser Chabis (Kohl) Aktion ist es energetisch starke Pflanzen zu ernten, u.a. für die unter http://www.symptome.ch/vbboard/sachbuecher-gesundheit-leben/7120-helfen-heilen.html beschriebenen Anwendungen. Darüber hinaus geht es auch darum Erfahrungen mit einer Energietechnik aus dem Neolithikum zu machen. Vielleicht gelingt es einem so auch zu erfahren, über welches Wissen und Können der damalige Mensch verfügte. (Anders als die Pfahlbauer auf SWR3 :))) )

Weitere Beobachtungen bei Gelegenheit.


herzlichst - Phil
 
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10.01.04
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Hallo Phil,
Wie die allermeisten von uns als Schädlinge wahrgenommen Viecherchen, sind auch sie da, das was für Mutter Natur nicht gut genug ist weg zu putzen.
Wenn das so stimmt, dann ist Mutter Natur aber ganz schön anspruchsvoll. Sonst würden die gefrässigen Schnecken doch nicht Salat, Blumen z.B. Stockrosen) und andere Pflanzen in einer Nacht ratzebutze wegfressen?

Schnecken - Der Bio-Gärtner



Gruss,
Uta
 

Horaz

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05.10.06
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Hallo Leòn und Phil,
danke für eure individuellen Antworten mit den vielen Ratschlägen.
Danke Uta, für das Teilen deines Grolls mit mir über diese ekelhaften Biester.
Viele Grüße, Horaz
 

ADo

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06.09.04
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Wie wärs mit einem Päarchen Laufenten?

Wenn die Schnecken alle sind... einfach an die Nachbarn weitervermieten:bang:



LG
 

Lukas

Hallo Horaz,

ess die Schnecken doch einfach auf. So schlägst Du sie mit ihren eigenen Waffen. :D

Grüße
Lukas
 

Horaz

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Danke Lukas, wenn`s mir nicht so schrecklich grausen würde!
Viele Grüße, Horaz
 
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19.03.06
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Hallo Horaz,

ja dann ... :D .

Ein Trick ist mir noch eingefallen: Man kann die zu schützenden Beete mit einem breit angelegten Kreis von flächig ausgestreutem Steinmehl umgeben. Da sollten die Schnecken dann eigentlich nicht durchkommen. Das funktioniert allerdings nur bei trockenem Wetter!

Herzliche Grüße von

Leòn
 
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Malve

Tipp gegen Schnecken: Tannenzapfen um die zu schützenden Pflanzen verteilen (ich übernehme keine Gewähr - vielleicht gibt es doch robuste Schleimer, die drübersteigen :mad: )...

LG,

uma
 
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19.03.06
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Hallo Uma,

ja das ist die naturnahe Variante des Schneckenzaunes. Der wird bestimmt einige abhalten und nur die Schwarzenegger - Schnecken (die mit der durchtrainierten Bauchmuskulatur :D ) kommen da drüber;) !

Herzliche Grüße von Leòn
 

Malve

:))) Ja, Leòn - die Schwarzenegger-Spezies dürfte das möglicherweise schaffen... Vielleicht gibt es auch Fakire unter den Schnecken, wer weiss...:confused:

Liebe Grüsse,

uma :D
 

Horaz

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05.10.06
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Noch ein Nachschlag von der Schneckenfront:
Wenn man die Schnecken mit der Gartenschere halbiert, kommen bald andere Schnecken anmarschiert, die die Reste ihrer Kolleginnen rückstandfrei kannibalisch auffressen. In der Zeit können sie wenigstens keine Pflanzen verspeisen.
Viele Grüße, Horaz
 
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08.04.07
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"Rent-an-Ent" :)))

eben gelesen:
GMX - Die Dänen ziehen in den Schneckenkrieg (09.08.2007)
Die Dänen ziehen in den Schneckenkrieg
Wie nie zuvor hat sich die als unerwünschter Import in den Norden gelangte "Spanische Rote Wegschnecke" dank eines milden Winters und des verregneten Sommers explosiv vermehrt.
Alle Experten in Dänemark sind sich einig, dass auch noch so raffinierte Bekämpfungsmethoden die Ausbreitung der Schnecken lediglich ein bisschen eindämmen, keineswegs aber bremsen können. Die Kräfte der Natur deuten eher in die andere Richtung.
"Bisher haben wir erst die Spitze des Eisberges gesehen", prophezeit das Naturschutzamt. Wenn sich die Spanische Wegschnecke erst mal mit der heimischen Waldschnecke zu einer Hybridschnecke gekreuzt habe, dann werde diese sich "noch in ganz anderer Geschwindigkeit ausbreiten", meinte Schneckenforscherin Sabine Engelke in "Jyllands-Posten".
 
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