Parkinson - Zusammenhang mit Radikalen und Giften -

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Hallo,

hier ein Artikel aus dem pm magazin. Gifte und freie Radikale werden immer wieder im Zusammenhang mit vielen Krankheiten genannt.

Liebe Grüße
Anne S.

Verschlissene Zellkraftwerke bei Parkinson
Aggressiver Sauerstoff als Nebenprodukt des Stoffwechsels könnte zum Krankheitsgeschehen beim "Morbus Parkinson" beitragen. Bei Parkinsonpatienten weisen die Mitochondrien der Gehirnzellen demnach deutlich mehr oxidative Schäden auf als bei nicht erkrankten Personen.

Betroffen von diesen Veränderungen ist jene Transportkette, die in den Zellkraftwerken eine kontrollierte Knallgasreaktion zwecks Gewinnung chemischer Energie bewerkstelligt. Die Gruppe um James Bennett von der University of Virginia fand, dass mit den oxidativen Schäden eine beeinträchtigte Transportfunktion einhergeht. Vielleicht beschleunige dies den Untergang der betroffenen Nervenzellen, so die Forscher.

Bennett und Kollegen verglichen Gehirngewebe von zehn Parkinsonpatienten und zwölf gleichaltrigen Personen, die nicht an der Krankheit gelitten hatten. Dabei fanden die Forscher, dass das erste Glied der mitochondrialen Transportkette, der Komplex I, bei ersteren rund 50 Prozent mehr oxidative Schäden aufwies. Solche Schäden gehen auf aggressive Sauerstoffradikale zurück, wie sie laufend in den Mitochondrien entstehen.

Warum die Radikale bei Parkinsonpatienten stärkere Spuren hinterlassen, ist derzeit noch rätselhaft. Das Problem könne in der DNS-Information für die Proteine bzw. für deren Zusammenbau zum Komplex I liegen, so Bennett, ein weiterer möglicher Faktor seien Giftstoffe. "Unsere Arbeit ist der erste klare Schritt auf dem Weg zu einem detaillierten biochemischen Verständnis der Problematik", ist der Neurologe überzeugt. Und vielleicht ergebe sich daraus einmal eine Möglichkeit, den Krankheitsverlauf zumindest aufzuhalten.

 
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Begünstigen Pestizide einen Morbus Parkinson? - Eine weiterhin ungeklärte Frage

Der Verdacht, dass eine chronische Exposition mit Pestiziden das Entstehen eines Morbus Parkinson begünstigt, ist immer noch nicht ausgeräumt (NeuroNews.de berichtete). ...

Der Datenabgleich ergab, dass die Personen mit einer zurückliegenden regelmäßigen Pestizidexposition eine um 70 Prozent höhere Inzidenz für einen Morbus Parkinson aufwiesen. Dabei spielte es keine Rolle, ob die mit Pestiziden belasteten Probanden aus dem Bereich der Landwirtschaft stammten oder nicht. Eine Exposition mit Asbest, Säuren, Lösungsmitteln und anderen Chemikalien hatte wie eine Belastung mit Kohlen- und Mineralienstaub und acht weiteren beruflich bedingten Belastungen keinen Einfluss auf die Inzidenz eines Morbus Parkinson. Angesichts dieser Studienergebnisse empfehlen die Forscher weitere Untersuchungen um herauszufinden, welche chemischen Bestandteile der Pestizide für diese Zusammenhänge verantwortlich sein könnten.



Abstract aus: "Ann Neurol." 2006 Aug;60(2):197-203
www.neuronews.de/index.php?ACTION=news.inc&ARTIKEL_ID=7527
 

MisterX

Soweit ich gelesen habe, war ein Parkinson-Kranker nach einer Lebertransplantation sogar geheilt!

Damit müßten dann die Gifte (oder was auch immer) permanent im Körper des Betroffenen zirkulieren - und die Regeneration verhindern!
Das sie (evtl.) möglich ist zeigt ja das Beispiel.

Lieben Gruß X
 
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