Osteoporose und Kalzium

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Ein Experiment Legt man einen Tierknochen für mehrere Stunden in Essig, so wirkt dies bekanntermaßen entkalkend. Als Resultat wird allgemein erwartet, dass der Knochen spröde und hart werden müsste wie der osteoporotische, demineralisierte Knochen. Erstaunlicherweise kann man aber feststellen, dass der Knochen weich und biegsam wird – genau das Gegenteil tritt also ein. Wenn Knochenentkalkung elastisch und nicht brüchig macht, warum bricht dann der Knochen beim Osteoporose-Kranken? Dr. med. Bodo Köhler: "Das Knochengrundgerüst besteht wie alles Bindegewebe aus Silizium und ist elastisch. Um den Knochen hart und belastbar zu machen, werden Calciumapatit-Kristalle eingelagert. Wird der Knochen spröde, dann nicht etwa deshalb, weil Calcium fehlt, sondern weil gemessen an dem degenerativen Abbau der bindegewebigen Knochensubstanz der Calcium-Anteil überwiegt." Mit anderen Worten: Genau das Gegenteil von dem ist der Fall, was immer wieder verbreitet wird.
Quelle: http://www.kollinger-partner.de/html/osteoporose.html
 
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In den Leitlinien zur Osteoporose wird seit relativ kurzer Zeit nicht mehr empfohlen, zusätzlich Calcium in Form von Tabletten einzunehmen. Es wird nur der Verzehr von Calcium als Lebensmittel empfohlen:

2. Ernährung, Lebensstil
- ausreichende Kalorienzufuhr (BMI >20 kg/m2)
- Abklärung der Ursache eines Untergewichts (A-D)
- Zufuhr von 1000 mg Kalzium täglich mit der Nahrung (D); Nur wenn geringer: Individuelle Supplementierung mit Kalzium.
Die Gesamtzufuhr von Kalzium sollte aber nicht mehr als 1500 mg täglich betragen (D)
- mindestens 30 Minuten täglich Sonnenlichtexposition von Armen und Gesicht zur
Bildung von Vitamin D3 (C); Wenn geringer: Supplementierung mit 800-2000 IE Vitamin
D3 oral täglich oder einer äquivalenten Dosis mehrwöchentlich (B)
- ausreichende Zufuhr von Vitamin B12 und Folsäure mit der Nahrung (B)
- kein Nikotin (A)

Auch diese Angaben sind wichtig:


3. Medikamentenrevision
Überprüfung von Notwendigkeit und Dosis von Sturz- bzw. Osteoporosebegünstigenden
Medikamenten:

- Antiepileptika (C)
- Antidepressiva (C)
- sedierende Medikamente (B)
- Orthostase auslösende Medikamente (B)
- Neuroleptika (D)
- Glitazone bei Frauen (A)
- orale Glukokortikoide (A)
- L-Thyroxin-Therapie: TSH sollte > 0,3 mU/L sein (B)mit evtl. Ausnahme bei diff.
SD-Ca (D)
- Protonenpumpeninhibitoren bei Langzeiteinnahme (C)
www.dv-osteologie.org/uploads/leitlinien/DVO-Leitlinie_A4_30Aug10_web_neutral.pdf

Grüsse,
Oregano
 
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