Oberbauchschmerzen ohne Entzündungszeichen?

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Hi Leute,

ich habe genau mittig zwischen Bauchnabel und Ende Brustbein immer ein Druckschmerz im Oberbauch.
Sie strahlen nicht zur Seite oder in andere Bereiche.

Es ging los vor 4 Wochen, als mein Kleiner Magen-Darm hatte.
Ich selbst hatte weder Durchfall noch Erbrechen, sondern nur 3 Tage lange Stechen und Krämpfe im Magendarm Bereich.

Das war dann zwar wieder weg, aber dieser mittige Schmerz ist geblieben.

Urin, Blut und Ultraschall sind soweit komplett ok.
Der Doc hat mir zum Ausprobieren Patopranzol verschrieben. Wobei ich gar kein Sodbrennen habe.
Aber auch das ist bisher erfolglos.

Die Schmerzen verändern sich nicht vor, beim oder nach dem Essen. Habe auch normalen Stuhlgang.
Daher kann ich eigentlich auch eine Unverträglichkeit ausschließen.

Habt ihr vielleicht eine Idee, was ich noch ausprobieren könnte, oder wonach man noch schauen könnte?

Danke und LG
 
wundermittel
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07.09.20
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Hallo membersound,

man kann denken, die Ärzte wissen nichts anderes als Pantoprazol - hast Du es wieder abgesetzt, wenn es sowieso nicht hilft? Hast Du schon Iberogast Advance Tropfen (ohne Schöllkraut) probiert?

Grüsse
 
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was ich noch ausprobieren könnte

vor allem zu einem anderen arzt gehen. wenn einer ohne entsprechende indikation ein chem. medi verschreibt, das so erhebliche nebenwirkungen hat (u.a. auch oberbauchbeschwerden)

ist er absolut unfähig und man sollte ihn besser meiden.

aber selbst wenn jemand sodbrennen hat, dann hat das doch auch eine ursache, die man beseitigen sollte (ist ja auch im sinne des forums) statt nur ein symptom zu unterdrücken.


lg
sunny
 
regulat-pro-immune
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28.11.09
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Pantoprazol - hast Du es wieder abgesetzt, wenn es sowieso nicht hilft?

Ich nehme es noch knapp keine 48h. Kann man da schon sagen - wenn keine erhebliche Besserung eingetreten ist - dass man auch nicht mehr drauf zu warten braucht? Gibt ja durchaus Medikamente, die erst langfristig seine Wirkung entfalten.

Der Doc meinte, laut Verordnung, solle ich Panto mal 2 Wochen lang nehmen und schauen, ob es besser wird. Aber so ganz schmeckt mir das nicht, deshalb schreibe ich ja auch hier.
 
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07.09.20
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Ich weiss das nur von meiner Freundin, die schon jahrelang Probleme mit dem Magen zu tun hat. Aber ausser einer leicht entzündeten Magenschleimhaut wurde nie was gefunden. Ihre Hausärztin verschreibt ihr immer nur Magensäureblocker, obwohl sie überhaupt nicht helfen. Sie nimmt aber ein Medikament gegen Herzrhythmusstörungen, wo es im Beipackzettel steht, dass es Magenprobleme verursachen kann. Die Ärztin, bei der sie die Magenspiegelung machen liess, sagte, sie solle den Magensäureblocker absetzen und Iberogast versuchen. Danach ging es ihr zum ersten Mal besser. Aber solange sie diese Tabletten gegen die Herzrhythmusstörungen nimmt, wird es wohl nie besser werden. Auch eine Rosazea hat sich bei ihr eingestellt, da heisst es, dass Rosazea ihre Ursache im Magen oder in einer Dünndarmfehlbesiedlung hat.

Iberogast besser ohne Schöllkraut, da es auf die Leber schlagen kann, wenn man empfindlich ist und es länger nimmt.

Ich hatte von Pantoprazol nach. ca 2 Wochen im Krankenhaus starken Magnesiummangel und Verstopfung bekommen (Magnesiummangel steht auch im Beipackzettel von Pantoprozol und Omeprazol). Da ich das damals nicht wusste, brauchte ich ein halbes Jahr um das wieder auf die Reihe zu bekommen. Magensäureblocker haben aber noch andere Nebenwirkungen und jeder reagiert ja unterschiedlich sensibel.
 
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07.09.20
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Aber welches Medikament hat keine Nebenwirkungen, wenn man es dauerhaft nehmen muss. Ich denke, das kommt dann immer darauf an, wie magenempfindlich jeder ist. Andere schlucken jahrelang Schmerzmittel und merken nichts, weil sie einen starken Magen haben.
 
regulat-pro-immune
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.
chem. medis haben immer nebenwirkungen, aber nicht immer sehr heftige.
und keineswegs nur in form von magenschmerzen.

homöop. mittel haben bei richtiger anwendung keine nebenwirkungen, aber es gibt leider nur wenige ärzte, die sich damit wirklich gut auskennen.

aber das

rausfinden, warum sie die herzrhythmusstörungen hat und diese ursache beseitigen?

ist immer die beste lösung.
 
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Mittlerweile hatte ich eine Magenspiegelung, bei der eine Typ-C Gastritis festgestellt wurde.
Was mich allerdings wundert, weil Typ-C eigentlich immer mit der Einnahme von Medikamenten (zB Schmerzmittel) einhergeht, und ich gar keine Medikamente nehme.

Allerdings soll ich nun anfangen, Pantopranzol auszuschleichen, obwohl ich weiterhin Beschwerden habe.
So ganz versteh ich das nicht. Soll man PPIs nicht so lange nehmen, bis die Beschwerden weg sind?

Aber ob das nun wirklich heißt, dass ich *keine* Helicobacter habe, steht natürlich auch in den Sternen, weil die Bakterien ja unter PPIs gar nicht richtig diagnostizierbar sind - zumindest liest man das immer.

Da ich immer noch Druck und Schmerzen auf dem Magen habe, weiß ich auch nicht wie es jetzt weiter gehen soll.
Erstmal versuchen die PPIs abzusetzen und schauen, ob es dann schlimmer oder besser wird?
 
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20.08.09
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Hallo Membersound,

ich freue mich, von Dir zu lesen und hoffe, abgesehen von Deiner Gastritis geht es Dir gut!

Was Du auf jeden Fall machen kannst und was sehr stark entzündungshemmend wirkt, ist Omega 3-Öl und zwar höherdosiert als die Fischölkapseln, die es im Handel gibt. Es gibt wenige Firmen (mir bekannt sind Eqology, Zinzino und Norson), die hochwertige Omega-3-Öle vertreiben, und es müsste wirklich ein hochwertiges und höherdosiert (2 EL am Tag solange, bis der Omega-3-Spiegel passt, den man im Labor testen kann).

Du hast ja auch profitiert mit der Methylierung und es gibt Studien, wonach die B-Vitamine erst in Verbindung mit einem hohen Spiegel an Omega-3-Fetten ihre volle Wirkung entfalten können: https://www.lifespan.io/news/b-vitamins-and-omega-3-fatty-acids-against-cognitive-decline/

Und zusätzlich viele andere Polyphenole essen, also viele verschiedene Beeren. Probiotika und am besten auch Prebiotika, das sollte Deiner Gastritis wirklich helfen.

Aber super gegen die Entzündung ist auf jeden Fall das Omega-3-Öl (hochdosiert und aus wertvoller Quelle).

LG Eva
 
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Es gibt wenige Firmen (mir bekannt sind Eqology, Zinzino und Norson), die hochwertige Omega-3-Öle vertreiben, und es müsste wirklich ein hochwertiges und höherdosiert (2 EL am Tag solange, bis der Omega-3-Spiegel passt, den man im Labor testen kann).

Danke für deine Meinung. Hast du eine Empfehlung für ein gutes Öl? (ggf. per PN falls Shoplink)

Schmeckt das Öl fischig, also so wie das Öl aus den Fischölkapseln? Oder neutral?
2 EL am Tag sind ja schon relativ viel (~20ml). Sicher, dass du nicht TL meintest?
 

Kate

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Das Omega-3-total von Norsan schmeckt kaum fischig, siehe:
Ich esse morgens mein übliches Spezialmüsli, ... also 5 Sorten Beerenobst, wenig Bananen (gefriergetrocknet), wenig Ananas (getrocknet), 1 Dattel; Präbiotikamischung; 1 Messlöffel lektinfreies Erbsenprotein; je ein EL Leinöl und Norsan-Fischöl; Kokosraspeln und 1 EL Harvest Moon- oder Alnatura-Kokos-"Yoghurt".

Vielleicht auch interessant:
Die Omega-3-Fettsäuren lassen sich schadstofffrei (oder zumindest -arm) über ein gutes aufgereinigtes Fischöl zuführen, z.B. von Norsan oder LEF (soweit wir das im Forum ergründet haben, lassen diese Firmen das untersuchen und haben gute Ergebnisse, die sie auch "herausrücken"; bezüglich es Billig-Produktes von DM habe ich das mal vergeblich versucht und fand meine Ansprechpartnerin auch recht "sperrig" und offenbar gedrillt auf die Abwimmelung solcher Kundenanfragen).

Wobei ich die Variante "naturell" nehme, die entsprechend nach Olivenöl schmeckt (was aber durch das viele Beerenobst in meinem Müsli nicht rausschmeckbar ist), es gibt auch eine mit Zitronen-Aroma, welche das vermutlich übertüncht.

Wir haben auch einen Thread zu Omega-3-Ölen, der recht interessant ist:

Gruß
Kate
 
regulat-pro-immune
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Hab jetzt Norsan Zitrone hier, habs mir tatsächlich schlimmer vorgestellt. So einen Löffel bekommt man echt problemlos runter.

Also erstmal mit 1 EL morgens 1 EL mittags starten, dann passt das von der Dosierung?
 
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