Nicht nur mit dem Virus kann man nicht diskutieren...

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... Einer der schönsten biologischen Sätze zur Pandemie lautet, mit dem Virus könne man nicht verhandeln. Genau genommen gilt dieser Satz auch für die Gesellschaft. Mit ihr kann man auch nicht verhandeln, weil ihre Eigendynamik offensichtlich in einer merkwürdigen Kombination aus Stabilität und Fragilität fast unerreichbar ist. Immerhin kann man in ihr verhandeln.
...

Ein für mich stimmiger Artikel, der erklärt, warum die Situation immer festgefahrener ist in der nicht mehr stattfindenden Diskussion der Gruppierungen um Corona..

Grüsse,
Oregano
 
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09.09.08
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Wuhu,
jemand, der es aus langjähriger beamteter Arbeits-Erfahrung wissen könnte - also kein Soziologe wie Herr Nassehi, der obendrein ein "elfenbeintürmlerisch" Regierungs-Berater ist -, meint zum Thema (orange Abänderung von mir):

... [Politik/er/in/ne/n] sollte einmal andere Berater zu sich bitten und diese dann auch ausführlich anhören, ohne bereits eine vorgefasste Meinung zu haben. Ich bin mir sicher, dass sie das kann. Es kann doch nicht ihr tatsächlicher Wille sein, ein derart negatives Erbe zu hinterlassen. Das hat sie im Übrigen auch überhaupt nicht verdient. Ich denke, sie ist auf ihre Berater und Experten hereingefallen und nun gibt es keinen Ausweg mehr. Das ist natürlich falsch, denn es gibt immer einen Ausweg. Man muss nur dazu bereit sein.
Kritiker werden aber derzeit regelrecht diffamiert und abgekanzelt. So kann kein Dialog in einer Demokratie stattfinden. So werden sich nur die durchsetzen, die am lautesten schreien und andere zu Boden ringen. Diejenigen, die immer nur das schlimmste Szenario aufzeigen, finden Gehör. Andere werden verspottet. Wer aber ständig droht, der wird irgendwann nicht mehr ernst genommen. Und wer stets viele Prognosen auswirft, der wird auch irgendwann mal Recht haben. Wie der Schuss mit einer Schrotflinte: Eine kleine Kugel wird auch mal ihr Ziel treffen. Das hat aber nichts mehr mit Wissensaustausch oder fachlicher Diskussion zu tun. Das ist dann nur noch Zufall. ...

Insgesamt ein sehr aufschlussreiches Interview mit Herrn Pürner, "ehem" Gesundheitsamtschef, Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen und Epidemiologe: reitschuster.de/post/wir-werden-hier-den-kindern-mehr-schaden-als-es-sich-einige-ueberhaupt-vorstellen-koennen/
 
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Die Gesellschaft war noch nie aus einem Guss und die Machtfülle der Regierenden schon immer ziemlich begrenzt. Nur in Krisen- und Kriegszeiten lässt sich angesichts einer großen Bedrohung für eine gewisse Zeit eine Gleichschaltung der Menschen aufrecht erhalten.

Ich fand den Artikel sehr anstrengend zu lesen. Wenn Herr Nassehi genauso redet wie er schreibt, braucht er sich nicht zu wundern, wenn er als Berater nicht den gewünschten Erfolg hat.
 
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26.07.09
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Ein für mich stimmiger Artikel, der erklärt, warum die Situation immer festgefahrener ist in der nicht mehr stattfindenden Diskussion der Gruppierungen um Corona..

Welche Erklärungen (Er-klär-ung) hast du für dich daraus gezogen, Oregano?
Was ist dir klar und verständlich geworden?
Welche Ansicht, welche Meinung hast du für dich daraus bilden können?
Mit dem Autor können wir so nicht direkt diskutieren. Und wenn man selber keine Ansichten und Meinungen äußert, kann man auch nicht mit anderen in ein Gespräch kommen und diskutieren, denn dabei geht es ja gerade um die Meinungen von jeder Seite.
 
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Hallo Gleerndil,

immer diese vielen Fragen !Ich bin hier doch nicht in einem Kurs oder in der Schule. Und auch nicht in einer Psychotherapie !
Ich bin zu dem Schluss gekommen, daß es mir nicht mehr möglich ist, mit überzeugten Corona-Maßnahmen-Gegnern zu diskutieren. Also halte ich mich von solchen Diskussionen inzwischen fern und versuche, auf meine Art in meiner Mitte zu bleiben und die täglichen Anforderungen des Lebens gut und freundlich zu bewältigen.

Grüsse,
Oregano
 
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26.07.09
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immer diese vielen Fragen !Ich bin hier doch nicht in einem Kurs oder in der Schule. Und auch nicht in einer Psychotherapie !
Es fällt mir schwer, das ernst zu nehmen, Oregano, Fragen und Schule und Psychotherapie? Und das in der gewählten Rubrik 'Philosophie'. Ich hab mal gelesen, Philosophie könnte man auch die Geschichte des Fragens nennen. Du stellst einen längeren Artikel ein und sagst dazu, dass er für dich ...
... erklärt, warum die Situation immer festgefahrener ist in der nicht mehr stattfindenden Diskussion der Gruppierungen um Corona..
Wenn der Artikel für dich etwas erklärt, also klarer macht, müsstest du das doch klar(er) sagen können, so dass es andere vielleicht auch so nachvollziehen und klarer sehen können. Dazu ist ein Forum doch da, meine ich.

Der Autor benutzt zum Teil wirre Begriffe wie ...
... dem Wunsch der Bürgerinnen und Bürger, endlich wieder ein normales Leben zwischen Mobilität, Produktivität und konsumorientierter Langeweilebewirtschaftung zu führen.
... und dann machen die Spinner ihre üblichen Verschwörungstheorien [enthält einen Link] und die üblichen verdächtigen Elitenkritiker haben es ohnehin immer gewusst.
Und die Bespielung moderner nervöser Seelen braucht offensichtlich mehr Abwechslung, als derzeit trotz Streamingdiensten und gelieferten Konsumartikeln zur Verfügung steht.
Und das von einem Soziologen.
Der was damit erklärt?
Ich finde es zum Teil menschenverachtend.

Von sich selber als sogenannter Experte sagt der Autor mal ...
... dabei folgen auch wir Experten nur dem Drehbuch unserer Rollen.

Da gibt es, meine ich, bessere Experten mit klareren Begriffen der Situation und der Gesellschaft.
 
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Hallo Gleerndil,

auch wenn Dir das nicht richtig erscheint: ich gehe auf Deine Fragen nicht weiter ein, weil ich der Ansicht bin, daß das Fragen sind, die jeder für sich selbst beantworten kann, so er will.

Grüsse,
Oregano
 
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26.11.17
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Meine Meinung zu dem Virus ist, es muß sich einfach wie jede Pandemie totlaufen. Diese ganzen Regeln sind für die Katz. Denn es kommt dann noch eine Mutation, die man auch bekämpfen will.Doch schon lauert die Brasilianische, die über den Impfstoff lacht. . Es ist ja fast wie Hase und Igel. Und die Medien machen ängstlichen Menschen Angst. Einfach mal weniger Tagesschau gucken und sich nicht in eine Richtung drängen lassen. Schon lebt man ruhiger und lebt den Alltag wie immer.
 
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19.09.12
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Viren sind gute Zuhörer, aber richtig diskutieren kann man nicht mit ihnen.

naja, wenn ich bedenke, dass man immer nur mit sich redet, egal wen man im Aussen meint, oder sieht, dann finde ich schon, dass man mit Viren genauso diskutieren kann wie mit Menschen die meist eh nicht zuhören, oder besser, das gesagte sofort auf sich zu beziehen und am gesagten vorbei reden.
 
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Das Problem bei Diskussionen ist, dass sich schnell verfeindete Lager bilden, die sich mit allen Mitteln bekämpfen. Spätestens dann geht es nicht mehr um Problemlösung und Wahrheitsfindung, sondern um Rechthaberei und Dominanz. So sind Menschen nun mal. 🧐

Das Lustige hier im Forum ist, dass die gleichen Leute je nach gerade besprochenem Themengebiet mal konstruktiv zusammenarbeiten und sich dann wieder bis auf's Messer bekriegen. Wer hier mitmischen will, braucht ein dickes Fell und sehr viel Geduld. Es hilft auch, wenn man Humor hat und über sich selbst lachen kann. :giggle:
 
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26.07.09
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auch wenn Dir das nicht richtig erscheint: ich gehe auf Deine Fragen nicht weiter ein, weil ich der Ansicht bin, daß das Fragen sind, die jeder für sich selbst beantworten kann, so er will.
Oregano, du machst dir Gedanken, was mir richtig oder nicht richtig erscheint, dabei hatte ich danach gefragt, was dir selber der Artikel "erklärt", das kann ja unmöglich jeder für sich selber beantworten.
Wenn der Artikel für dich etwas erklärt, also klarer macht, müsstest du das doch klar(er) sagen können, so dass es andere vielleicht auch so nachvollziehen und klarer sehen können.
Also ich frage dich, du sagst etwas dazu, was ich für nicht richtig halten könnte, und deine Antwort soll jeder für sich heraus finden.
Kann ich nicht nachvollziehen, und ich möchte sagen: komische Diskussion. In keiner Weise philosophisch. Also vielleicht die falsche Rubrik. Und auch nicht, wie ich meine, im Sinne dieses Forums.

Der Autor schreibt gegen Endes des Artikels:
All das ist kein Plädoyer, diese Diskussionen nicht zu führen, ganz im Gegenteil.
Es geht gar nicht anders, als sie zu führen.
 
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mit dem Virus könne man nicht verhandeln.

ich glaub das stimmt, denn einer hat es versucht und man hörte später nix mehr...

 
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18.03.12
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Kann ich nicht nachvollziehen, und ich möchte sagen: komische Diskussion. In keiner Weise philosophisch. Also vielleicht die falsche Rubrik. Und auch nicht, wie ich meine, im Sinne dieses Forums.
(n)
Und was ist "philosophisch" der Sinn unseres Gesundheitsforums? Ich bin gespannt, denn ich möchte gern dazu lernen, um zukünftige Fehler zu vermeiden!;)


Ein für mich stimmiger Artikel, der erklärt, warum die Situation immer festgefahrener ist in der nicht mehr stattfindenden Diskussion der Gruppierungen um Corona..

Wirklich ein guter Artikel, danke Oregano.(y)

Liebe Grüße von Wildaster:):):)
 
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19.09.12
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Erst fand ich den Artikel gut, dann so langsam fand ich, da hätte man gewaltig abkürzen können, aber vielleicht hört der Schreiber des Artikels sich gerne reden, resp. lesen, bis zum Ende hab ich nur noch gedacht...Mann O Mann und das hab ich mir jetzt a morgen früh angetan, Asche auf mein Haupt.

Aber zu einer Philosophischen Diskussion allemal geeignet. 😊

Zitate aus dem Link:
Wie soll der Klimawandel bewältigt werden, wenn es nicht einmal gelingt, den Lockdown oder wenigstens vorsichtigere Maßnahmen bei der Bewältigung der Corona-Krise durch konzertierte Aktion zu planen und zu gestalten?

der Klimawandel interessiert die meisten gar nicht, aber jetzt ist ein Virus da, der nicht mehr mit sich reden lässt, er zwingt hinzusehen, was die Menschheit für Verbrechen an der Umwelt verübt.

erwachen jetzt die Politiker aus ihrem Tiefschlaf und sind bereit endlich wirklich etwas zu ändern, oder planen sie weiterhin in der Zukunft Massnahmen um die Verschmutzung der Luft und des Wassers vielleicht runterzuspielen.

Wir in der Schweiz trinken verseuchtes Wasser, die Initiative wurde abgelehnt:

Der Bundesrat empfiehlt sowohl die Pestizid- als auch die Trinkwasserinitiative zur Ablehnung. Die Initiativen gingen viel zu weit und seien auch gefährlich, sagte Wirtschaftsminister Guy Parmelin am Dienstag vor den Medien in Bern.


30 mal mehr Gift im Wasser, als erlaubt.

Man kann wissen, dass man aus falschen Prämissen keine richtigen Schlussfolgerungen ziehen kann.

seh ich genauso, nur andersrum.

dann melden Medien, was sie melden wollen, und verstärken diese oder jene Dynamik; und dann machen die Spinner ihre üblichen Verschwörungstheorien und die üblichen verdächtigen Elitenkritiker haben es ohnehin immer gewusst.

haben Medien eh etwas anderes gemeldet, alles wir total übertrieben, oder Journalisten geben ihre subjektive manipulierende Meinung in einem Artikel zum guten, statt sachlich zu bleiben.
Verschwörungstheoretiker werden in einen Topf geworfen, bei soviel Wort Spielerei wird mir übel.

Sie ( Gesellschaft ) scheint in ihrer dynamischen Stabilität davon abhängig zu sein, dass es weitergeht wie bisher.

ja und wer hat die Gesellschaft darauf trainiert? Die meisten laufen eh wie brave Schafe den anderen nach...
 
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12.05.11
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Nassehi will ja nur darauf hinweisen, daß auch die Gesellschaft als Ganze nicht aus ihrer Haut kann, genauso wie jeder einzelne nicht aus seinen eingefleischten Denkgewohnheiten raus kann.

Meine Schlußfolgerung daraus ist, daß sich Veränderungen in der Gesellschaft eben nur langsam durchsetzen können, aber das tun sie ja auch (Veganismus und Abbau von Homophobie zum Beispiel). Für den Klimawandel könnte eine solche langsame Veränderung auch greifen, aber eine Pandemie ist für ein solches Umlernen und Umdenken eben zu kurzfristig.
 
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